Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

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3303
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von 3303 » 28.12.2018 - 19:42

Es betrifft auch Mehrtageskarten :!:
tom75 hat geschrieben:
28.12.2018 - 19:27
was mich wundert ist die tatsache, dass es
a. offensichtlich doch nur tageskarten betrifft und nicht mehrtages oder saisonkarten und
...
“Wir sind gewohnt, daß die Menschen verhöhnen, was sie nicht versteh'n,
Dass sie vor dem Guten und Schönen, das ihnen oft beschwerlich ist, murren.“

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von j-d-s » 28.12.2018 - 20:11

tom75 hat geschrieben:
28.12.2018 - 19:27
was mich wundert ist die tatsache, dass es
a. offensichtlich doch nur tageskarten betrifft und nicht mehrtages oder saisonkarten und
b. bei hotels, flügen usw. seit jahrzehnten selbstverständlich ist, dass identische leistungen datumsabhängig um über 100% schwanken.
warum das jetzt bei eintageskarten so eine katastrophe sein soll (wo der absolute mehrpreis im bereich einiger zehn euro p.p. liegt und nicht wie bei einem flug viele hundert euro) entzieht sich mir als durchaus preissensiblem endverbraucher (da ich immer für 4 personen zahle) meinem verständnis.
Also: Ich weiß ja nicht was für Hotels du besuchst, aber ich besuche sowieso niemals Hotels mit dreistelligen Preisen. Abseits von denen hab ich noch nie Hotels gesehen wo der Preis täglich oder um 100% schwanken würde, sondern allenfalls Monatsweise (Hochsaison/Nebensaison) und dann um max. 10%. Aber man kann Hotels oft bis einen Tag vorher kostenlos stornieren. Will man das bei den Skipässen auch einführen?

Und bei Flügen und Zugtickets gibts umfangreiche Kundenrechte bei Verspätungen oder Ausfällen. Wollen die Bergbahnen auch Geld zurückerstatten, wenn Lifte nicht laufen?

Was die hier machen sind nicht nur völlig überzogene und unverschämte Preiserhöhungen, sondern sie vergleichen sich auch mit Branchen mit denen sie nichts zu tun haben (da sind eher andere Freizeitattraktionen einschlägig, Schwimmbäder, Museen, Kinos, Freizeitparks und so), aber vor allem nehmen sie von denen nur das was zum Nachteil der Kunden ist, aber von den Vorteilen für Kunden bei diesen Branchen gibts genau NULL.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von ski-chrigel » 28.12.2018 - 20:46

3303 hat geschrieben:
28.12.2018 - 17:23
ski-chrigel hat geschrieben:
28.12.2018 - 15:20
. Das Engadin ist erst dieses Jahr dazugekommen und startete auf deutlich höherem Niveau. Aber trotzdem finde ich es auch falsch.
Da würde ich dich gerne bitten, das mal näher zu erklären.
Wenn ich richtig verstanden habe, befürwortest du dynamische Preise?
Jetzt machen sie das und dann findest du es falsch?
Was befürwortest du nun und was genau findest du falsch?
(Die 100er Schwelle sehe ich übrigens als langfristig nicht relevante Momentaufnahme an, da die sowieso irgendwann erreicht werden wird)
Ich dachte, ich hätte das auf den letzten neun Seiten schon zur Genüge getan, aber gerne nochmal:
Grundsätzlich finde ich dynamische Preise ein sehr gutes Instrument:
An frequenzschwachen Tagen, die nicht mal nur bei Schlechtwetter sein müssen, sondern typischerweise zB. auch Wochentage im Januar sind, werden Anreize geschaffen, Kunden auf die Piste zu bewegen. Ich selber habe das eindrücklich mal an einem Weekend erlebt, als ich mehrere AF-Mitglieder ins Ferienhaus meiner Eltern in Flims eingeladen hatte und schlechtes Wetter herrschte. Dank den dynamischen (tiefen) Preisen waren plötzlich alle für den Skitag zu haben und wir erlebten einen wider Erwarten guten Tag. Bei vollen Fixpreisen hätte keiner meiner Kollegen gewollt.
An Spitzentagen sollen die Bergbahnen die auf hohe Kapazitäten ausgelegte Infrastruktur dank höheren Preisen besser amortisieren können. Dass dabei der eine oder andere abgeschreckt wird, ist vermutlich ein gewollter Nebeneffekt. Insgesamt dürfte die Rechnung aber aufgehen. Angebot und Nachfrage eben, Marktwirtschaft pur. Ich wage sogar von einer Win-win-Situation zu sprechen, die aber natürlich nicht für alle gilt (Familien mit Schulkindern zB).
Jedoch betrachte ich gewisse Obergrenzen aus Imagegründen als sehr wichtig. Ob diese Obergrenzen kommuniziert werden sollen (Laax, Zermatt) oder nicht (Andermatt, Engadin), ist eine andere Diskussion. Ich tendiere da eher für eine kommunizierte Obergrenze, aber nicht zwingend. Jedoch finde ich es im HEUTIGEN Preisumfeld nicht adäquat, die HEUTE sensible Schwelle von 100.- zu überschreiten. Selbst Zermatt, jahrelang mit den teuersten Tageskartenpreisen der Schweiz, nimmt darauf Rücksicht und bleibt mit 98.- (international) darunter. Natürlich kann man sagen, ob es jetzt auf die 3.- noch ankommt, aber der Mensch funktioniert so, sonst würden Aldi, Migros und Co. nicht seit Jahrzehnten 9.99 oder 19.95 verlangen. Dass diese 100er-Schwelle nicht für immer eine Hürde ist, ist schon klar, aber HEUTE ist sie es m.E. noch und es schadet dem Tourismus imagemässig, wie mir mehrere Touristiker in den letzten Tagen bestätigten. Genau so gross war damals auch der Aufschrei in Österreich, als die 50er-Marke geknackt wurde. Mittlerweile diskutiert man kaum mehr darüber. Da hast Du schon Recht, aber ich spreche von heute.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von j-d-s » 28.12.2018 - 20:59

Allerdings gibt in Ö, I und F keine so extremen Ausreißer nach oben wie in der Schweiz. In der Schweiz sind es mit Zermatt mit 98 Franken und St. Moritz mit 105 Franken zwei Skigebiete, die absolute Wucherpreise verlangen, wobei es bei Z "nur" 6,5% Preiserhöhung war, in St. Moritz dagegen 28,0%.

Alle anderen verlangen höchstens 80 Franken.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von NeusserGletscher » 28.12.2018 - 21:01

Die Hersteller ändern sogar extra Verpackungen und Füllmengen, um bestimmte Preisschwellen nicht zu überschreiten. In Zermatt hat man dieses Prinzip übernommen und verkauft bei Pistenkilometern seit Jahren Mogelpackungen und hat mehrere Lifte stillgelegt :wink:
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von ski-chrigel » 28.12.2018 - 21:07

j-d-s hat geschrieben:
28.12.2018 - 20:59
Allerdings gibt in Ö, I und F keine so extremen Ausreißer nach oben wie in der Schweiz. In der Schweiz sind es mit Zermatt mit 98 Franken und St. Moritz mit 105 Franken zwei Skigebiete, die absolute Wucherpreise verlangen, wobei es bei Z "nur" 6,5% Preiserhöhung war, in St. Moritz dagegen 28,0%.

Alle anderen verlangen höchstens 80 Franken.
Schon wieder falsch: Laax 85.-
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von 3303 » 28.12.2018 - 21:18

ski-chrigel hat geschrieben:
28.12.2018 - 20:46
[... Jedoch finde ich es im HEUTIGEN Preisumfeld nicht adäquat,
Danke zunächst mal für deine ausführlichen Erläuterungen.
OK, du hieltest einen gewissen Rahmen der Dynamisuerung, besonders was die Spitzen angeht einen geringeren als im Engadin, für richtig.
Nun liegt es in der Natur der Sache, dass die Rahmenbedingungen und die Spanne von den jeweiligen Bahnen festgelegt werden. Bleibt die Reaktion der Kunden und die Gegenreaktionen der Bahnen abzuwarten.
j-d-s hat geschrieben:
28.12.2018 - 20:59
... Preiserhöhung war, in St. Moritz dagegen 28,0%.
Grundsätzlich gehe ich zwar in einem Punkt d’accord mit dir und bin sicher, dass die Bahnen sich verbesserte Einnahmen vom dp versprechen; aber wenn du schon von Preiserhöhungen in % redest, dann bitte die Senkungen in der Nebensaison und an frequenzschwachen Tagen etc. nicht verschweigen.
Am Ende der Saison sollte man Erhöhungen und Senkungen ins Verhältnis stellen und Bilanz ziehen.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von j-d-s » 28.12.2018 - 21:28

Nein, weil das nützt dem der nur in der Hochsaison kann nichts, und der zahlt ja eh schon höhere Hotelpreise.
ski-chrigel hat geschrieben:
28.12.2018 - 21:07
j-d-s hat geschrieben:
28.12.2018 - 20:59
Allerdings gibt in Ö, I und F keine so extremen Ausreißer nach oben wie in der Schweiz. In der Schweiz sind es mit Zermatt mit 98 Franken und St. Moritz mit 105 Franken zwei Skigebiete, die absolute Wucherpreise verlangen, wobei es bei Z "nur" 6,5% Preiserhöhung war, in St. Moritz dagegen 28,0%.

Alle anderen verlangen höchstens 80 Franken.
Schon wieder falsch: Laax 85.-
Haben die schon wieder erhöht? Die drehen auch jedes Jahr an der Preisschraube, aber die 100-Franken-Aktion, die Gurtner ja vor ein paar Jahren mal gebracht hat (trotz weniger geöffneter Pisten) hat er nicht wieder gebracht.

Wobei Skipässe bei Laax im Voraus kaufen ist schon eher sowas wie Glücksspiel. Denn die machen ja gerne mal ein paar Lifte zu um Geld zu sparen, und das wird natürlich auch nicht angekündigt.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von ski-chrigel » 28.12.2018 - 22:19

3303 hat geschrieben:
28.12.2018 - 21:18
ski-chrigel hat geschrieben:
28.12.2018 - 20:46
[... Jedoch finde ich es im HEUTIGEN Preisumfeld nicht adäquat,
Danke zunächst mal für deine ausführlichen Erläuterungen.
OK, du hieltest einen gewissen Rahmen der Dynamisuerung, besonders was die Spitzen angeht einen geringeren als im Engadin, für richtig.
Kurze Ergänzung: Auch nach unten gibt es für mich Grenzen. Die 10.- an mehreren Tagen in Andermatt halte ich ebenso für schädlichen Unsinn. Nur empören sich halt viel weniger.

j-d-s hat geschrieben:
28.12.2018 - 21:28
Haben die schon wieder erhöht? Die drehen auch jedes Jahr an der Preisschraube,
Offenbar muss ich Dir etwas auf die Sprünge helfen, da Du selber nicht mehr weisst, was Du am 3.9.18 im Skipass-Topic geschrieben hattest:
j-d-s hat geschrieben:
03.09.2018 - 12:04
Gurtner dreht echt am Rad. Völlig überzogen. Vor allem weil sie in Laax ja sehr gerne Sparbetrieb machen, d.h. Anlagen einzig aus Kosteneinsparungsgründen abschalten.

Insgesamt interessant, jetzt wo die Lage in der Schweiz langsam besser wurde drehen sie alle kräftig an der Preisschraube um jeden Aufschwung direkt wieder abzuwürgen.
viewtopic.php?p=5167856#p5167856
aber die 100-Franken-Aktion, die Gurtner ja vor ein paar Jahren mal gebracht hat (trotz weniger geöffneter Pisten) hat er nicht wieder gebracht.
Das musste ja kommen. Gähn.
Wobei Skipässe bei Laax im Voraus kaufen ist schon eher sowas wie Glücksspiel. Denn die machen ja gerne mal ein paar Lifte zu um Geld zu sparen, und das wird natürlich auch nicht angekündigt.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von danimaniac » 29.12.2018 - 12:40

Passend dazu Reto Gurtner im Interview:
Andermatt Sedrun hat letztes Jahr dynamische Preise eingeführt, Zermatt oder St. Moritz tun es diese Saison. Wie bewerten Sie das?
Soweit ich das von aussen beurteilen kann, läuft es leider darauf hinaus, dass die durchschnittlichen Ticketpreise sinken werden. Das ist eigentlich nicht der Sinn. Es muss darum gehen, den Kunden einen Mehrwert zu bieten.
Quelle:
https://www.watson.ch/schweiz/wirtschaf ... einfuehren
wird mal wieder Zeit für ein Snowboard-Abenteuer in Skandinavien...

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von albe-fr » 29.12.2018 - 13:15

j-d-s hat geschrieben:
28.12.2018 - 20:59
In der Schweiz sind es mit Zermatt mit 98 Franken und St. Moritz mit 105 Franken zwei Skigebiete, die absolute Wucherpreise verlangen
So teuer ist das nun wirklich nicht. Schau Dir mal dir window Rates in den Rockies an... [edit: nur mal als Beispiel eines meiner Lieblingsgebiete - Copper - $178/day] und da ist man mit dem Modell der günstigen Saisonkarten und dynamic pricing schon seit >15 Jahren erfolgreich. Und ehrlich gesagt, lieber 105 Franken in SM zahlen als nach Lech zu fahren und dann (wie heute) vor verschlossenen Türen zu stehen.

Evtl. sollte man über intra-day pricing nachdenken... exponentiell steigende Preise bei drohender Ueberfuellung des Skigebiets sollten ebendies vermeiden.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von ChW » 29.12.2018 - 16:26

albe-fr hat geschrieben:
29.12.2018 - 13:15
j-d-s hat geschrieben:
28.12.2018 - 20:59
In der Schweiz sind es mit Zermatt mit 98 Franken und St. Moritz mit 105 Franken zwei Skigebiete, die absolute Wucherpreise verlangen
So teuer ist das nun wirklich nicht. Schau Dir mal dir window Rates in den Rockies an... [edit: nur mal als Beispiel eines meiner Lieblingsgebiete - Copper - $178/day] und da ist man mit dem Modell der günstigen Saisonkarten und dynamic pricing schon seit >15 Jahren erfolgreich. [...]
Der Vergleich hinkt mMn extrem. In Indonesien ist das Mittagessen auch günstiger als in der Schweiz...
Es kommt immer auf das Marktumfeld an. Und in diesem sind St. Moritz und Zermatt doch auf sehr hohem Level.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von albe-fr » 29.12.2018 - 16:29

ChW hat geschrieben:
29.12.2018 - 16:26
Der Vergleich hinkt mMn extrem. In Indonesien ist das Mittagessen auch günstiger als in der Schweiz...
Es kommt immer auf das Marktumfeld an. Und in diesem sind St. Moritz und Zermatt doch auf sehr hohem Level.
Du vergleichst jetzt Copper mit Indonesien? Interessanter Vergleich... :lach:

Ich befürchte, wenn man ein Mittagessen betrachtet geben sich SM, Zermatt und Copper nicht viel - in Copper ist guter (!) Wein billiger.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von NeusserGletscher » 29.12.2018 - 16:34

albe-fr hat geschrieben:
29.12.2018 - 13:15
Evtl. sollte man über intra-day pricing nachdenken
Super Idee, mittags steigen die Preise in den Restaurants, dafür sinken sie auf den Pisten. Morgens ist dafür das Mittagessen am günstigsten. Der ganze Quatsch mit einmal zahlen und dann den ganzen Tag fahren ist sowieso so was von stone age. Eindeutig fortschrittlicher ist eine Berechnung des Liftpreises in Echtzeit. Dann darf die einfache Fahrt mit dem Lift zur Stoßzeit auch mal 10 Franken kosten. Und gegen die last minute Heimfahrer helfen auch nur dynamische Preise. Wer nicht rechtzeitig den Heimweg antritt, zahlt halt mehr. Die Lifte müssen auch unbedingt mit Überholspuren ausgerüstet werden. Damit VIP kunden mit 6 m/s den Berg herauf befördert werden können, die Holzklasse dagegen mit 3 m/s.

Deswegen wünche ich mir die guten alten Anzeigetafeln an den Tankstellen zurück, bei denen der Tankwart noch für jede Preisänderung auf die Leiter kletter musste. Da gab es diesen Quatsch nicht und trotzdem konnten damit alle gut leben.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von LGH » 29.12.2018 - 21:34

Also, ich hatte die letzten Tage im Oberengadin den Eindruck, dass jetzt durchaus viele Leute da waren. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass es in etwa gleich viel Andrang als im Vorjahr war.

Es ist natürlich schwierig, daraus jetzt auf die Akzeptanz oder Nicht-Akzeptanz der dynamischen Preise zu schließen. Und zwar aus zwei Gründen:

A) Tagesgäste, die den langen Weg ins Engadin genommen haben und jetzt kalt erwischt wurden, haben sich möglicherweise geärgert und dann doch zähneknirschend gezahlt, aber gleichzeitig den Vorsatz gefasst, nicht mehr wiederzukommen.

B) In diesem Jahr werden sehr viele Hotelgäste, so wie ich auch, noch vom Hotelskipass à 38Chf/Tag profitiert haben, und hatten mit den ganzen Snowdeal noch gar nichts zu tun.
Nun ist die Frage, inwiefern die Hotels bei (Vor-)Buchungen fürs nächste Jahr die Gäste vorwarnen, dass es dann den Hotel-Skipass nicht mehr geben wird. Die Snowdeal-Infoplakate sind zwar omnipräsent hier im Engadin, aber wenn man nicht mitbekommt, dass der Hotelskipass abgeschafft wird, denkt man sich: brauch ich ja nicht, und wird das ganze dann ignorieren.

Ich weiß jetzt nicht, wie das momentan in anderen Hotels abläuft, aber als wir jetzt gerade ausgecheckt und fürs nächste Jahr vorreserviert haben, wurden wir nicht automatisch auf die Abschaffung des Hotel-Skipasses hingewiesen. Erst als ich explizit nachgefragt habe, hat man mir bedauernd mitgeteilt, dass das nicht fortgesetzt wird, und mir einen Snowdeal-Flyer in die Hand gedrückt mit dem Hinweis, ich möge bitte meinen Skipass möglichst früh buchen.

Die große Bombe könnte also eventuell noch nächstes Jahr platzen. Besonders bei Wochengästen, die das mit der Frühbuchung verpasst hätten. (Und auch bei den andern wird‘s wohl teurer, wenn auch vielleicht nicht ganz so schlimm.)

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von j-d-s » 29.12.2018 - 22:08

albe-fr hat geschrieben:
29.12.2018 - 13:15
j-d-s hat geschrieben:
28.12.2018 - 20:59
In der Schweiz sind es mit Zermatt mit 98 Franken und St. Moritz mit 105 Franken zwei Skigebiete, die absolute Wucherpreise verlangen
So teuer ist das nun wirklich nicht. Schau Dir mal dir window Rates in den Rockies an... [edit: nur mal als Beispiel eines meiner Lieblingsgebiete - Copper - $178/day] und da ist man mit dem Modell der günstigen Saisonkarten und dynamic pricing schon seit >15 Jahren erfolgreich. Und ehrlich gesagt, lieber 105 Franken in SM zahlen als nach Lech zu fahren und dann (wie heute) vor verschlossenen Türen zu stehen.

Evtl. sollte man über intra-day pricing nachdenken... exponentiell steigende Preise bei drohender Ueberfuellung des Skigebiets sollten ebendies vermeiden.
Wenn man davon absieht dass zwischen den Alpen und den Rockies ein ganzer Ozean liegt und die Skiwirtschaft dort völlig anders funktioniert:
-In den Rockies gibt es so gut wie gar keine Tagesgäste, weil sie ganz überwiegend weit weg von Ballungszentren liegen und auch wenige Leute im Gebirge selbst leben
-Viele Skigebiete gehören großen Unternehmen, die auf maximale Gewinnerhöhung orientiert sind, die zehn Skigebiete und mehr besitzen (dagegen sind Schultz und Schröcksnadel richtig klein, nur die Compagnie des Alpes, die allerdings zu 40% dem französischen Staat gehört, ist größer, übrigens obwohl sie nicht so überzogene Skipasspreise verlangen)
-In den USA ist Skifahren kein Massensport und auch kein Massentourismusgrund, sondern nur was für wohlhabende und Reiche. Willst du sowas in Europa?
-Die Skigebiete in den USA sind nahezu alle viel kleiner und haben auch viele veraltete Lifte (uralt-Sessellifte ohne Bügel und ähnlichen Müll).

Selbst das größte Gebiet der USA, Park City und Deer Valley (welche physisch verbunden sind, aber keinen gemeinsamen Skipass haben), hat nur 69 Lifte, das größte in Europa, das Sellarondagebiet, dagegen 168 Lifte. Und es gibt in den Alpen noch 9 weitere Gebiete, die mehr Lifte haben. Für die präparierten Pistenkilometer müsste man Schrahes Ski Guide Nordamerika bemühen, aber das wäre sicher auch recht deutlich.

Und das Argument mit dem "vor verschlossenen Türen stehen" ist doch gerade eben ein Argument gegen dynamische Preise. Wie in der Präsentation zu den dynamischen Preisen (glaube von Ticketcorner) auch erwähnt wurde, geht es dabei ganz maßgeblich darum, das Wetterrisiko auf den Kunden abzuwälzen. Denn da dynamische Skipässe natürlich auch den Verkauf übers Internet stark befördern, wäre es gut möglich, dass du dann den Skipass im Netz einen oder zwei Tage vorher zu nem Wucherpreis kaufst, und wenn du dort bist, läuft dann gar kein Lift oder nur drei Stück oder so.

Ich würde in so einem Fall (Skipass im Netz gekauft, dann aber gar kein Betrieb oder nur minimalst) ja eine Rückerstattung verlangen und bei Weigerung eben über die Kreditkarte zurückbuchen. Wenn sie sich dann trauen, mich zu verklagen, gehts direkt an die Rechtsschutzversicherung.

Denn auch hier wollen die Skigebiete natürlich nicht die gleichen Kundenrechte bieten wie die Bahn oder Fluggesellschaften... wenn da ein Flug oder Zug ausfällt, dann ist die Fahrkarte nicht ersatzlos ungültig - nichtmal bei Streiks oder Wetterproblemen - sondern man kann einen späteren Flug/Zug nutzen. Ergo müssten die Skigebiete dann bei keinem oder Minimalstbetrieb die Skipassgültigkeit um einen Tag verlängern.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von Rennstier » 29.12.2018 - 23:15

j-d-s hat geschrieben:
29.12.2018 - 22:08
Denn auch hier wollen die Skigebiete natürlich nicht die gleichen Kundenrechte bieten wie die Bahn oder Fluggesellschaften... wenn da ein Flug oder Zug ausfällt, dann ist die Fahrkarte nicht ersatzlos ungültig - nichtmal bei Streiks oder Wetterproblemen - sondern man kann einen späteren Flug/Zug nutzen. Ergo müssten die Skigebiete dann bei keinem oder Minimalstbetrieb die Skipassgültigkeit um einen Tag verlängern.
Ich stimme dir durchaus zu, dass es eine Frechheit ist dass die Skigebiete das Wetterrisiko auf die Kunden abwälzen, allerdings müsste man die Kundenrechte mit denen für Zeitkarten im ÖPNV vergleichen und da bekommt man gar nix zurück wenn ein Zug/Bus/etc ausfällt oder Verspätung hat.

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von j-d-s » 29.12.2018 - 23:51

Aber nur wenn immer noch überwiegend Betrieb war während der Gültigkeit, bspw. bei einer Monatskarte war an drei Tagen Ausfall.

Aber wenn man ne Karte für einen Tag hätte (gibts sowas?) und dann an dem Tag gar keine der Verkehrsmittel fahren, dann wirds wohl schon Verlängerung der Gültigkeit oder Geld zurück geben.

Ferner gibts bei Wochen/Monatskarten im ÖV mWn auch keine dynamischen Tarife.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von scratch » 30.12.2018 - 08:28

Also wenn ich mir vorher eine Karte kaufe, dann tu ich das doch bewusst mit dem Risiko, dass das Wetter nicht mitspielen könnte? Will ich das Risiko nicht eingehen, dann darf ich das Angebot einfach nicht annehmen? Gehören halt bei solchen Geschäftspraktiken auch immer zwei dazu. Wenn es nicht mehr angenommen wird, ändern sie das System wieder.

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von ski-chrigel » 30.12.2018 - 08:38

Genau! Der Markt wird es regeln. Genau so, wie Saas Fee‘s Dumpingpreis eine schädliche drei-Jahres-Fliege war und jetzt wieder verschwindet. Zumindest zum jetzigen Zeitpunkt gibt es genügend Skigebiete ohne dynamische Preise. Wer hier so laut aufschreit, soll einfach in diese Gebiete fahren. Sollte sich dann zeigen, dass die dynamischen Gebiete damit schlechter fahren als vorher, krebsen die schnell zurück. Ich persönlich glaube aber, dass es immer mehr werden.
2018/19:58Tg:9xH’tux,9xDolo,7xA’mattSedrun,5xZ’matt,4xKlewen,4xSölden,3xPitztaler,3xLaax,2xTux,2xMoritz,1xAletsch,je1xLHArosa,Ischgl,SFL,SHLF,Z’arena,Titlis,Gurgl,Monterosa
2017/18:143Tg:30xKlewen,25xLaax,15xA’mattSedrunDisentis,13xH’tux,9xDolo,7xSölden,7xIschgl,5xSt.Moritz,je4xLHArosa,Pitztaler,Titlis,je2xKauni,Z’arena,Tux,Frutt,je1xDavos,SFL,SHLF,Kitz,Stubai,Hasli,SFee,Osttirol,Kühtai,Hochzeiger,Savognin,Airolo
2016/17:127Tg:29xLaax,20xKlewen,14xH'tux,7xSölden,je6x3V,Moritz,Ischgl,je4xA'mattSedrun,Gurgl,Pitztaler,Stubai,je3xLHArosa,Titlis,SiMo,je2xTux,Kauni,SFL,Davos,je1xStelvio,Dolo,Skiwelt,SHLF,Galtür,Z'arena
2015/16:129Tg:29xLaax,24xKlewen,13xIschgl,8xGurgl,je7xSt.Moritz,H'tux,6xDolo,5xSFL,4xSölden,je3xL'heideArosa,Stubaigl.,Titlis,je2xDavos,Golm,SiMo, je1xPitztal,Tux,K'bühel,Stelvio,S.Fee,Sedrun,Nauders+Scuol,Pizol,O'saxen+Brigels,Arlb,Kauni
2014/15:121Tg 2013/14:65Tg 2012/13:48Tg 2011/12:62Tg 2010/11:83Tg

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von NeusserGletscher » 30.12.2018 - 09:18

Wäre dem so, dann bräuchten wir keine Gesetze zur Wahrung der Rechte der Verbraucher. Weil der Verbraucher ja stets genau so gut informiert ist wie die Anbieter, weil sich beide Parteien auf Augenhöhe begegnen und es einen gesunden Wettbewerb um die besten Bedingungen gibt. Das ist aber ein Rührstück aus dem Märchenbuch und es gibt genügend Beispiele anhand derer man belegen kann, dass es so nicht funktioniert.

Das Schönwetter-Risiko muss der Kunde mit sich selbst ausmachen. Aber das Risiko, dass ein Anbieter seine Leistung nicht erbringen kann, ist sein Geschäftsrisiko. Im Gegensatz zu extrem vergünstigten Monats- oder Jahreskarten halten sich die Rabatte bei Mehrtageskarten und im Vorverkauf doch in überschaubaren Grenzen. Ich sehe daher die Übertragung des Risikos der Nichterbringung einer Leistung auf den Verbraucher als grob unbillig und unverhältnismässig. Ich denk, Justiz und Gesetzgeber werden auf diese geänderten Verkaufspraktiken erst noch die passenden Antworten finden müssen. Gerade die Praxis der letzten Jahre, Lifte langsamer laufen zu lassen oder einfach erst gar nicht anzustellen zeigt, dass wir hier noch ein extremes Ungleichgewicht in dem Vertragsverhältnis haben. Der Kunde wird dazu verleitet, Monate im voraus zu buchen. Doch welche Leistung er dafür erhält, hängt nicht nur vom Wetter ab sondern auch von der Willkür des Anbieters. Man kann nun leicht behaupten, der Markt würde das regeln. Aber oft ist es so, dass Verbaucher ein kurzes Gedächtnis haben und wenn sich erst einmal die wenigen Anbieter einig sind, hat man sowieso kaum noch eine Wahl.

Wenn ich es richtig sehe, dann brauche in in Laax sogar ein Smartphone, um überhaupt Ticktets zum "Vorzugspreis" buchen zu dürfen. Dumm gelaufen, denn ich habe kein Smartphone. Und wenn ich eines hätte würde ich mich fragen, wieso ich extra eine App installieren soll, nur weil die kein Webportal für die Buchung bereit stellen. Für mich ein klassischer Fall von over-engineering.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von ski-chrigel » 30.12.2018 - 09:51

Mein Mitleid hält sich in engen Grenzen. Wer den technischen Fortschritt nicht mitmachen will, erleidet halt Nachteile. Du kannst auch kein SBB-Sparbillet am Ticketautomaten buchen. Im SBB-App hingegen wirst Du sogar explizit darauf verwiesen.

Doch, online ohne App kannst Du schon Laax-Tickets buchen. Die haben aber immer den 85.-er Standardpreis. Es wird aber doch sehr prominent darauf hingewiesen, dass man im App günstiger einkaufen kann.

Gurtner hat in seinem kürzlichen Interview deutlich gemacht, wohin er sein Reise führen will: Den Kunden noch besser kennen. Dazu eignet sich das App halt besser, ist also nur eine Vorstufe:
viewtopic.php?p=5183422#p5183422
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von LGH » 30.12.2018 - 10:54

Ich gebe NeusserGletscher in einem Punkt recht: es gibt schon einen kleinen Unterschied zwischen Schlechtwetter (z.B. Nebel, Schneefall…), was dann durchaus mein Problem ist, und einem Totalausfall, wo keine einzige Anlage oder nur der Dorfskilift läuft.

Innerhalb eines Wochenskipass bin ich noch geneigt, einen solchen Tag mitzutragen, aber wenn ich nur genau diesen Tag gebucht hätte (oder die ganze Woche ausfällt), und ich also GAR nichts bekomme, wäre ich womöglich schon genervt.

Übrigens: als die Diavolezza schnee-bedingt eine volle Woche später als geplant startete, wurden Leute die schon einen Snowdeal gebucht hatten aufgefordert, eine E-Mail zu schreiben. Was da dann genau angeboten wurde, weiß ich jedoch nicht. (Rückerstattung, Gutschein …)

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von Rennstier » 30.12.2018 - 11:01

Dass man Tickets nur in einer App vergünstigt kaufen kann finde ich auch schlecht, damit wird man doch gezwungen Apple- oder Android-Devices zu nutzen. Was aber, wenn ich nichts von Google oder Apple benutzen will? Am Computer funktioniert das, am Smartphone nicht. Außerdem will ich nicht für jedes Skigebiet eine eigene App installieren, ein Ticketshop funktioniert auch über eine Website, da brauche ich mein Handy dann auch nicht vollzumüllen.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von NeusserGletscher » 30.12.2018 - 11:57

Nicht alles, was euphemistisch als technischer Fortschritt verkauft wird, stellt tatsächlich auch eine Verbesserung dar. Für mich gäbe es nur zwei Anwendungsfälle, in denen mir ein Smartphone nützlich wäre. Um unterwegs nach der günstigsten Tankstelle zu suchen und mal eben schnell im Geschäft einen Preis zu recherchieren. Vielleicht auch noch, um mal eben zwischendurch ein Foto zu versenden, etwa, um einen Sachverhalt zu dokumentieren. Dem gegenüber stehen für mich erhebliche Nachteile. Angefangen von der Praxis, den Kunden aus dem Gerät auszusperren, so dass Hersteller und App-Anbieter mehr Kontrolle über mein Gerät haben als ich selbst. Die oft mangelhafte Updatepraxis, die faktische Nicht-Reparierbarkeit, Datenschutz u.v.m..

Und was der Gurtner will muss nicht zwangsläufig meiner Interessenlage entsprechen. Oder um es deutlicher zu machen: In welchem Hotel ich nächtige, wo ich einkaufe oder wofür ich mich sonst interessiere, geht den Typen nichts an. Er soll sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren und dort eine solide Arbeit leisten. Im übrigen kann Herr Gurtner gerne in Vorleistung gehen und sein Privatleben in aller Öffentlichkeit ausbreiten. Doch komisch, diejenigen, die am meisten über andere wissen wollen, mauern grundsätzlich, wenn es darum geht, selbst die Hosen runterzulassen. Mich ärgert offen gestanden die Geisteshaltung, die hinter solchen Geschäftsideen steckt. Darin offenbart sich die ganze Geringschätzung des Kunden. Immer getreu dem Motto "Du Arsch Kunde hast mein Geld in Deiner Tasche". Ne, lass mal. Für ein paar Franken Preisvorteil mache ich mich nicht zum Affen. Das überlasse ich anderen.

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