Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von Pancho » 30.12.2018 - 12:05

Keiner wird doch gezwungen mitzumachen. Niemand muss doch den Nachlass annehmen? (Genau genommen muss niemand überhaupt da Ski fahren....)

Kann die Abneigung gegen solche Datensammler gut verstehen. Ich mach auch bei keinem Bonus-Treuepunkte-Payback-Programm mit, aus eben diesem Grund. Im Gegenzug verzichte ich halt auch auf die Vergünstugungen. Genau das gleiche geht doch hier auch?
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von NeusserGletscher » 30.12.2018 - 12:48

Solange man noch eine Wahl hat. Die Geschichte zeigt, dass die ach so tolle Marktwirtschaft am Ende doch immer zu Planwirtschaft tendiert und alle auf der selben Schiene fahren. Oder wo gibt es heute noch technische Geräte, deren Gehäuse mit herkömmlichen Werkzeug geöffnet werden kann und denen ein Schaltplan beiliegt? Bei welchem Anbieter kann ich aktuell noch einen echten Analog- oder ISDN-Anschluss mieten? Wo gibt es Autos ohne lackierte Stoßfänger und mit mechanischer Handbremse, ohne überflüssigen Elektronik Schnick-Schnack, der mehr Ärger als Nutzen bereitet?

Am Ende stehen vielen Kunden wenige Anbieter gegenüber und die sind sich meist einig und diktieren dem Kunden, was der aus "freiem" Willen haben möchten. Und besitzen dann noch die Frechheit zu behaupten, die Kunden wollten dies so.

Nein, ich wenigstens möchte nicht, dass der Betreiber eines Skigebiets weiß, wo ich wohne und was ich letzte Woche online gekauft habe. Das geht ihn nichts an. Seine Kernkompetenz besteht in der Bereitstellung und dem Betrieb von Transportanlagen und Pisten. Klar, der Trend geht erade in der Urlaubsbranche dahin. Alle Leistungen aus einer Hand. Die dann immer schön aufgehalten wird, um mit zu verdienen. Die kleinen Anbieter (Hoteliers, Geschäfte) vor Ort bleiben dabei auf der Strecke, ebenso die Angebotsvielfalt. Sollten sämtliche größeren Gebiete auf diesen Zug aufspringen wäre das für mich ein Grund, nur noch kleinere Skigebiete zu besuchen, denen es an den nötigen finanziellen Mitteln und dem notwendigen Größenwahn mangelt, so mit ihren Kunden umzuspringen.

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von Pancho » 30.12.2018 - 12:53

NeusserGletscher hat geschrieben:
30.12.2018 - 12:48
Bei welchem Anbieter kann ich aktuell noch einen echten Analog- oder ISDN-Anschluss mieten?
Vermutlich bald im Technikmuseum, direkt neben den Telegraphen mit Lochstreifen die mit dem Morsealphabet arbeiten? :mrgreen:
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von Pancho » 30.12.2018 - 15:03

NeusserGletscher hat geschrieben:
30.12.2018 - 12:48
...wäre das für mich ein Grund, nur noch kleinere Skigebiete zu besuchen, denen es an den nötigen finanziellen Mitteln und dem notwendigen Größenwahn mangelt, so mit ihren Kunden umzuspringen.
Streiche den Konjunktiv!

Es gibt viele gute Gründe den kleinen eine Chance zu geben. Wir machen das immer öfter und haben gerade da extrem schöne, entschleunigte und genußreiche Skitage. Kann das nur empfehlen! Das gute Gefühl, dem Größenwahn einen kleinen Denkzettel verpasst zu haben, gibt es obendrauf. :ja:

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von scratch » 30.12.2018 - 15:29

Aber dann kann man sich ja nicht so schön aufregen und hat meist nicht den ganzen Luxus, den man halt dann doch wieder haben will :D
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von ski-chrigel » 30.12.2018 - 16:32

Keiner wird doch gezwungen mitzumachen. Niemand muss doch den Nachlass annehmen? (Genau genommen muss niemand überhaupt da Ski fahren....)
Danke. Genau das versuchte ich NeusserGletscher eigentlich schon lange zu sagen, aber offenbar gelang mir das nicht. Wer sich nicht registrieren lassen will, verzichtet halt auf die 5.- (oder mehr), die der Gurtner bereit ist, für die Information über das Kundenverhalten zu bezahlen. In seinem Interview machte er keinen Hehl daraus, dass es genau so ist und erwähnte auch, dass keiner mitmachen muss und seine Tageskarte weiterhin anonym an der Kasse mit Bargeld zahlen können wird, aber dann halt auch die Nachteile (Wartezeiten an der Kasse, keine Vergünstigungen) in Kauf nimmt. Was soll daran falsch sein? Jeder hat die Wahl. Genauso bei Coop Supercard, Migros Cumulus, etc etc.
Am Rande: Gurtner gibt sich überhaupt nicht verschlossen. Er wurde schon mehrfach portraitiert, sein Privatleben, seine noch jungen Kids etc. kennt man. Erstaunt doch nicht, mediengeil wie er ist...
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2017/18:143Tg:30xKlewen,25xLaax,15xA’mattSedrunDisentis,13xH’tux,9xDolo,7xSölden,7xIschgl,5xSt.Moritz,je4xLHArosa,Pitztaler,Titlis,je2xKauni,Z’arena,Tux,Frutt,je1xDavos,SFL,SHLF,Kitz,Stubai,Hasli,SFee,Osttirol,Kühtai,Hochzeiger,Savognin,Airolo
2016/17:127Tg:29xLaax,20xKlewen,14xH'tux,7xSölden,je6x3V,Moritz,Ischgl,je4xA'mattSedrun,Gurgl,Pitztaler,Stubai,je3xLHArosa,Titlis,SiMo,je2xTux,Kauni,SFL,Davos,je1xStelvio,Dolo,Skiwelt,SHLF,Galtür,Z'arena
2015/16:129Tg:29xLaax,24xKlewen,13xIschgl,8xGurgl,je7xSt.Moritz,H'tux,6xDolo,5xSFL,4xSölden,je3xL'heideArosa,Stubaigl.,Titlis,je2xDavos,Golm,SiMo, je1xPitztal,Tux,K'bühel,Stelvio,S.Fee,Sedrun,Nauders+Scuol,Pizol,O'saxen+Brigels,Arlb,Kauni
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von j-d-s » 30.12.2018 - 18:23

Allerdings ist das keine Begründung wieso es nur über die App geht und nicht über ne normale Webseite. Die App kann man ja auch wieder löschen nachdem man den Skipass gekauft hat. Was ich auch machen würde, weil ich mein Smartphone nicht mit Apps für zig Skigebiete zumüllen will.
Saison 17/18 [41]: 6x Sellaronda, Gitschberg-Jochtal, 2x Kronplatz, Madonna di Campiglio, Skiwelt, Courmayeur, Grand Massif, Grimentz-Zinal, Aletscharena, Monterosa Ski, 2x 4 Vallees (Verbier etc.), Villars-Gryon-Les Diablerets, Chamonix (Brevent-Flegere+Les Houches), Les Sybelles, 2x Trois Vallees, 2x Paradiski, Les 2 Alpes, Alpe d'Huez, Val d'Isere/Tignes, Portes du Soleil, Brandnertal, Hochoetz+Kühtai, Arosa-Lenzerheide, Damüls-Mellau, Pitztaler Gletscher-Rifflsee, Sölden, Mayrhofen, SFL, Arlberg, Ischgl-Samnaun, Zillertal Arena, Davos-Klosters (Parsenn)
Saison 18/19 [6]: Schladming/4Berge, Dachstein West, Großeck-Speiereck, Tarvis, Nassfeld, Bad Kleinkirchheim, ...

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von NeusserGletscher » 30.12.2018 - 20:38

Es wird auch niemand gezwungen, eine Wohnung zu völlig überzogenen Konditionen anzumieten. Trotzdem gibt es Gesetze gegen Mietwucher, weil der Gesetzgeber der Meinung ist, dass man die wirtschaftlich schwächere Partei (den Mieter) gegen die Machenschaften mancher Geschäftemacher schützen muss.

Aus gleichem Grund gibt es Regeln bezüglich Preisauszeichnung und Datenschutz. Manchmal muss der Gesetzgeber den Bürger auch vor sich selbst schützen. Genaugenommen ist das eine seiner Kernaufgaben.

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von Pancho » 30.12.2018 - 20:54

Wohnen deckt ein essenzielles menschliches Grundbedürfnis ab. Skifahren wohl kaum.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von joepert » 30.12.2018 - 22:29

Also für Urlauber die wegen Schulferien langfristig planen mussen, ist dieser Dynamic Pricing einerseits interessant, aber auch nicht so sympathisch. Vor allem als mann nicht lange im voraus zahlen will, muss man im kauf nehmen dass die Mehrtags-Skipässe viel teurer können sein wie gewöhn.
Wir haben in Pontresina eine Fewo gebucht ende Februar für eine Woche. Jetzt kann ich noch Skipässe kaufen fur etwa 276 CHF/6 Tagen. Jeden Tag Skifahren wollen wir unbedingt, also scheint ein "no-brainer" zu sein als ich mir die Preise anschaue die mann zahlen muss als man heute ein Pass für 6 Tagen kaufen möchte (431 CHF!!!).
Ich finde es sehr unfreundlich um Kunden die schon früh eine Fewo oder Hotel buchen (und damit schon ihr Kundenschaft ausdrücken) zu belästigen mit einem Lotteriespiel. Für Familien kann es Hunderte Franken differieren für eine Woche. Dass ist doch ganz nicht OK.
Alles in allem finde ich es bestimmt keiner Vorfreude mich über solche Sachen jetzt schon (2 Monate im Voraus) bemühen zu mussen. Engadin is dafür für uns weniger attraktiv für eine nächste Ferien.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von 3303 » 01.01.2019 - 16:45

Es gehen Gerüchte um, dass die 101CHF für Corviglia bzw. 105 für ganz Engadin St. Moritz erst der Anfang waren.
Man spricht davon, dass ab nächste Saison das Ziel CHF 140 als oberer Anschlag für die spontan gekaufte Tageskarte angestrebt werden. (Gerücht, ich kenne keine offizielle Info dazu)
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von NeusserGletscher » 01.01.2019 - 17:02

3303 hat geschrieben:
01.01.2019 - 16:45
Es gehen Gerüchte um, dass die 101CHF für Corviglia bzw. 105 für ganz Engadin St. Moritz erst der Anfang waren.
Man spricht davon, dass ab nächste Saison das Ziel CHF 140 als oberer Anschlag für die spontan gekaufte Tageskarte angestrebt werden. (Gerücht, ich kenne keine offizielle Info dazu)
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von 3303 » 01.01.2019 - 17:24

Tja, noch ist es ja nur ein Gerücht.
Wenn man die Sache mal zu Ende denkt, kommt man dann allerdings tatsächlich schnell auf den Gedanken, dass das endgültige Ziel des DP sein könnte, dass die bisher üblichen „Normal“Preise nur noch dem Frühbucher gewährt würden.
Demnach würden dann in der kommenden Saison nicht nur die Spontanpreise steigen, sondern auch die Frühbucherrabatte sukzessive abgeschmolzen.
Das Risiko der Verhältnisse wäre dann zum Großteil auf den Kunden abgewälzt und der Anteil der fixen Einnahmen wäre signifikant erhöht.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von ski-chrigel » 01.01.2019 - 17:54

NeusserGletscher hat geschrieben:
01.01.2019 - 17:02
3303 hat geschrieben:
01.01.2019 - 16:45
Es gehen Gerüchte um, dass die 101CHF für Corviglia bzw. 105 für ganz Engadin St. Moritz erst der Anfang waren.
Man spricht davon, dass ab nächste Saison das Ziel CHF 140 als oberer Anschlag für die spontan gekaufte Tageskarte angestrebt werden. (Gerücht, ich kenne keine offizielle Info dazu)
Schwarzmalerei :wink:
;D
3303 hat geschrieben:
01.01.2019 - 17:24
Tja, noch ist es ja nur ein Gerücht.
Wenn man die Sache mal zu Ende denkt, kommt man dann allerdings tatsächlich schnell auf den Gedanken, dass das endgültige Ziel des DP sein könnte, dass die bisher üblichen „Normal“Preise nur noch dem Frühbucher gewährt würden.
Demnach würden dann in der kommenden Saison nicht nur die Spontanpreise steigen, sondern auch die Frühbucherrabatte sukzessive abgeschmolzen.
Das Risiko der Verhältnisse wäre dann zum Großteil auf den Kunden abgewälzt und der Anteil der fixen Einnahmen wäre signifikant erhöht.
Auch hier würde ich sagen, dass es der Markt selber regeln wird. Wenn die Akzeptanz dafür da ist, dann wird das Skigebiet zum Premium-Gebiet für wenige Leute, weil dann doch viele abwandern. Wenn nicht, werden sie wie SaasFee am anderen extremen Ende wieder zurückrudern.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von NeusserGletscher » 01.01.2019 - 21:22

Ich bin gespannt, wie die Hotels oder Anbieter von Fewos der "unteren" oder mittleren Preiskategorie das sehen. Ich schau mir die Entwickung dieses Jahr mal an. Geht es in die prognostizierte Richtung, werde ich dortigen Hotels, in denen ich gelistet bin, mitteilen, dass sie mich aus ihrer Kundenkartei streichen können.

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von 3303 » 01.01.2019 - 21:33

Vielleicht sollte man nicht zu viel spekulieren, da wir ja nicht wissen, wie es sich entwickeln wird.

Aber es wird sicher nicht allein der Markt zwischen Bahnen und Kunden regeln. Da hängt ja viel mehr dran.
Wir reden hier nicht von einem Produkt, das lediglich betriebswirtschaftlichen Mechanismen unterworfen ist.
Hier geht es um erhebliche volkswirtschaftliche und politische Auswirkungen und auch um eine entsprechende Verantwortung der Betreiber gegenüber der Bevölkerung des Tals.
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von j-d-s » 01.01.2019 - 21:58

In ein paar Jahren kommen sie im Oberengadin wieder von ihrem Hohen Ross runter, Preise über 100 Franken zahlen nichtmal die Schweizer (wobei ich von denen sowieso auffällig viele Autos im Euroland nahe Skigebieten sehe seit der Franken so gestiegen ist).

Nichtmal Zermatt, die sowieso extrem teuer sind und eine der Preisresistentesten Klientel überhaupt haben, hat sich das getraut. Und das obwohl Zermatt garantiert noch weniger Tagesgäste hat als St. Moritz, denn nach Zermatt kann man ja nicht mit dem Auto fahren (apropos: St. Moritz dürfte vermutlich die Hauptstraße 27 gar nicht sperren, weil Bundesangelegenheit, oder?).
Saison 17/18 [41]: 6x Sellaronda, Gitschberg-Jochtal, 2x Kronplatz, Madonna di Campiglio, Skiwelt, Courmayeur, Grand Massif, Grimentz-Zinal, Aletscharena, Monterosa Ski, 2x 4 Vallees (Verbier etc.), Villars-Gryon-Les Diablerets, Chamonix (Brevent-Flegere+Les Houches), Les Sybelles, 2x Trois Vallees, 2x Paradiski, Les 2 Alpes, Alpe d'Huez, Val d'Isere/Tignes, Portes du Soleil, Brandnertal, Hochoetz+Kühtai, Arosa-Lenzerheide, Damüls-Mellau, Pitztaler Gletscher-Rifflsee, Sölden, Mayrhofen, SFL, Arlberg, Ischgl-Samnaun, Zillertal Arena, Davos-Klosters (Parsenn)
Saison 18/19 [6]: Schladming/4Berge, Dachstein West, Großeck-Speiereck, Tarvis, Nassfeld, Bad Kleinkirchheim, ...

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von Wurzelsepp » 01.01.2019 - 22:16

Nein, ist eine Kantonsstrasse... aber eine Sperrung ist doch weder realistisch noch geplant noch macht es irgendwie Sinn.

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von benjamin » 02.01.2019 - 10:10

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von Pancho » 02.01.2019 - 10:58

Der erste Schritt. Jetzt müssen sie noch den zweiten machen, dann bin ich gespannt, was passiert... :wink:

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von NeusserGletscher » 02.01.2019 - 11:53

Man kann Gäste leichter vergraulen als wieder zurück gewinnen. Da hilft auch keine bessere Öffentlichkeitsarbeit und keine blumigen Marketingparolen. Immerhin haben sie 1/3 der Tickets vorab verkauft. Interessant wäre hier das Verhältnis von organisierten Reiseveranstaltern zu Privatleuten. Über die Hotelpauschale haben sie vermutlich auch mehr abgesetzt, daher ist 1/3 schon erstaunlich viel.

PS: am besten sind noch die Kommentare unter dem Artikel im Blick.

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von 3303 » 02.01.2019 - 12:44

Auf das Wetter und die Verhältnisse reagiert der Preis jedenfalls nicht.
Heute schleches Wetter und fast alle wichtigen Teile des Gebiets wegen Wind geschossen.
Tageskarte Corviglia dennoch 95 CHF wie gestern bei besten Verhältnissen.
“Wir sind gewohnt, daß die Menschen verhöhnen, was sie nicht versteh'n,
Dass sie vor dem Guten und Schönen, das ihnen oft beschwerlich ist, murren.“

[Johann Wolfgang von Goethe]

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LGH
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von LGH » 02.01.2019 - 17:39

LGH hat geschrieben:
29.12.2018 - 21:34
Also, ich hatte die letzten Tage im Oberengadin den Eindruck, dass jetzt durchaus viele Leute da waren. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass es in etwa gleich viel Andrang als im Vorjahr war.
Im Endeffekt waren‘s (auf die Saison geschaut) sogar 10% mehr Gäste:
http://www.bbgr.ch/modules/downloads/cm ... php?id=485

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ski-chrigel
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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von ski-chrigel » 02.01.2019 - 17:42

LGH hat geschrieben:
02.01.2019 - 17:39
LGH hat geschrieben:
29.12.2018 - 21:34
Also, ich hatte die letzten Tage im Oberengadin den Eindruck, dass jetzt durchaus viele Leute da waren. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass es in etwa gleich viel Andrang als im Vorjahr war.
Im Endeffekt waren‘s (auf die Saison geschaut) sogar 10% mehr Gäste:
http://www.bbgr.ch/modules/downloads/cm ... php?id=485
Der Schaden wird erst nächstes Jahr spürbar.
benjamin hat geschrieben:
02.01.2019 - 10:10
Verärgerte Kunden im Engadin:
https://www.blick.ch/news/wirtschaft/we ... 93905.html
Sag ich ja, 100.- ist eine Grenze, die man nicht überschreiten darf. Wetten, bei 98.- hätte es diesen Aufschrei nicht gegeben? Zermatt mit 98.- steht jedenfalls nicht im Blick. Es erstaunt mich immer wieder, welche Böcke Touristiker schiessen. :nein:
2018/19:58Tg:9xH’tux,9xDolo,7xA’mattSedrun,5xZ’matt,4xKlewen,4xSölden,3xPitztaler,3xLaax,2xTux,2xMoritz,1xAletsch,je1xLHArosa,Ischgl,SFL,SHLF,Z’arena,Titlis,Gurgl,Monterosa
2017/18:143Tg:30xKlewen,25xLaax,15xA’mattSedrunDisentis,13xH’tux,9xDolo,7xSölden,7xIschgl,5xSt.Moritz,je4xLHArosa,Pitztaler,Titlis,je2xKauni,Z’arena,Tux,Frutt,je1xDavos,SFL,SHLF,Kitz,Stubai,Hasli,SFee,Osttirol,Kühtai,Hochzeiger,Savognin,Airolo
2016/17:127Tg:29xLaax,20xKlewen,14xH'tux,7xSölden,je6x3V,Moritz,Ischgl,je4xA'mattSedrun,Gurgl,Pitztaler,Stubai,je3xLHArosa,Titlis,SiMo,je2xTux,Kauni,SFL,Davos,je1xStelvio,Dolo,Skiwelt,SHLF,Galtür,Z'arena
2015/16:129Tg:29xLaax,24xKlewen,13xIschgl,8xGurgl,je7xSt.Moritz,H'tux,6xDolo,5xSFL,4xSölden,je3xL'heideArosa,Stubaigl.,Titlis,je2xDavos,Golm,SiMo, je1xPitztal,Tux,K'bühel,Stelvio,S.Fee,Sedrun,Nauders+Scuol,Pizol,O'saxen+Brigels,Arlb,Kauni
2014/15:121Tg 2013/14:65Tg 2012/13:48Tg 2011/12:62Tg 2010/11:83Tg

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Re: Dynamic Pricing: Unfug oder Fortschritt?

Beitrag von ChW » 03.01.2019 - 23:06

Über SBB Snow&Rail erhält man im Übrigen die Tageskarte für morgen bereits für 66 CHF, während man über SnowDeal 9x CHF bezahlen "darf". Mit Halbtax und Fahrt ab Celerina kommt man auf gesamthaft 69 CHF (72 ohne Halbtax).

@ski-chrigel: Ich gehe davon aus, dass es den Aufschrei in St. Moritz auch bei Erhöhung auf 98 CHF gegeben hätte. Zermatt kommt von einem höheren Niveau her. Die Gäste sind den höheren Preis gewohnt.
Skitage 2018/19: 2 - 1x Silvretta Montafon, 1x Arosa Lenzerheide

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