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Coronavirus 2019-nCoV

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Re: Coronavirus 2019-nCoV

Beitrag von bamigoreng » 28.06.2020 - 14:29

Che hat geschrieben:
28.06.2020 - 08:35
Da reichen einem schon die ersten 2 Minuten um zu sehen, dass er so manches übersieht. Seiner Logik nach dürfte es in Brasilien dann ja auch keine Fälle geben, wenn es sich um eine typische Wintergrippe handelt.
Aber jeder hört, was er hören will ;)
Demnach hast du nach den 2 Minuten das Video abgebrochen. Schade.
Absolut, jeder möchte seine Meinung in diesem Topic mit Berichten fundieren. Egal auf welche Seite.

Aber darf man sich nicht folgende Fragen stellen welchen Einfluss folgende belegbare Informationen auf diese ganze Krise haben?
... dass das Gesundheitssystem in Italien, Spanien und New-York schon bereits zu den heftigen Grippesaisons an ihre Belastungsgrenzen oder nahe daran kamen inkl. Triagen?
... dass der PCR Test fehleranfällig ist auf false-negativ und false-positiv und Bundesländer/Kreise ab 50 Neuinfektionen/Tag wieder zu Einschränkungen übergehen möchten?
... dass man vom anfänglichen Plan "das Gesundheitssystem nicht zu überlasten" abkam und ständig neue Ziele machte bis "ohne Impfung werden wir..."
... dass die Anzahl der Neuinfektionen abhängig ist von der Anzahl Tests welche gemacht werden, da viele Positive gefunden werden welche sonst in der Dunkelziffer sind?
... dass Todesfälle Corona zugeordnet wurden obwohl die Todesursache eine andere ist/war und in vielen Fällen eine andere Erkrankung ebenfalls der Triggerpunkt gewesen wäre der schlussendlich zum Tode vieler Menschen führte? (siehe Hamburg, Italien, )
... dass der R-Wert bereits vor dem Lockdown am runtergehen war?
... dass die Maske ab einem sehr späten Zeitpunkt eingesetzt wurde welche sich nicht signifikant auf die Zahlen danach auswirkte?
... dass am Anfang die exponentielle Kurve der Neuinfektionen abhängig war von den Anzahl Tests welche ständig erweitert wurden? (die reale Zahl war nie und wird nie bekannt sein)

Es sind zu viele offene Fragen zu den Themen Testgenauigkeit und den Todeszahlen welche unser aktuelles Leben noch für längere Zeit beeinflussen werden weil diese zwei Werte als Gründe genannt werden. Zu viele Variablen welche nach Streeck geschätzt und ungenau sind und zu falschen Zahlen führen usw. und es ist absolut legitim diese Fragen zu stellen wenn man sieht mit welchen langfristigen Problemen wir alle zu kämpfen haben werden wenn man unverhältnismässig und vielleicht sogar unnötigerweise das Leben vieler Menschen einschränkt und/oder sogar zerstört.

Edit: Schreibfehler
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Re: Coronavirus 2019-nCoV

Beitrag von bamigoreng » 28.06.2020 - 15:00

oder einfach zusammengefasst...

Ist der Test zuverlässig damit man damit die Neuinfektionen der Getesteten als Grundlage nehmen darf?
Sind die Toten an Corona gestorben oder aufgrund anderer Gründe (zB. Überlastung der maroden Gesundheitssysteme, Trigger wie jede andere schwerere Krankheit sie auch hätte sein können)?

Edit: Und es darf sich jeder selber für sich fragen wie anders man selber und wie anders die Politik anderer Länder reagiert hätte, hätte es nicht so viele Tote aufgrund der Überlastung maroder Gesundheitssysteme gegeben, welche selbst durch die heftigen Grippewellen an ihre Grenzen kamen. Corona hat vieles nun offen gelegt was über Jahre vernachlässigt wurde und wird nun medial extrem gepusht. Corona wird nun als Hauptgrund genannt obwohl es schlussendlich der Trigger war der das System zum erliegen brachte.

Edit2: Und man stelle sich vor eine Regierung müsste sagen dass sie aufgrund eines maroden Gesundheitsystems so viele Tote zu beklagen hätten. Man könnte sich vorstellen was dann los wäre in diesem Land.
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Re: Coronavirus 2019-nCoV

Beitrag von 3303 » 28.06.2020 - 17:51

bamigoreng hat geschrieben:
28.06.2020 - 14:29
Aber darf man sich nicht folgende Fragen stellen welchen Einfluss folgende belegbare Informationen auf diese ganze Krise haben?...
Es sind zu viele offene Fragen zu den Themen Testgenauigkeit und den Todeszahlen ....und es ist absolut legitim diese Fragen zu stellen....
Nun gut. Viele Fragen.
Nun eine Frage an dich: Wenn du in der Verantwortung stündest: Was würdest du nun genau tun?
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Re: Coronavirus 2019-nCoV

Beitrag von bamigoreng » 28.06.2020 - 17:58

Mich auf die Zahl der verfügbaren Spitalbetten (speziell Intensivbetten mit Geräten) zu fokussieren, vor allem wenn ich aus diesem Grund die Wirtschaft an die Wand gefahren habe. Aber mit dieser Zahl wird nicht mehr kommuniziert. Diese Zahl ist die einzige Zahl welche nicht auf Schätzungen basiert und zu 100% stimmt.

Die Fragen bleiben weiterhin offen...

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Re: Coronavirus 2019-nCoV

Beitrag von Petz » 28.06.2020 - 18:27

bamigoreng hat geschrieben:
28.06.2020 - 17:58
Mich auf die Zahl der verfügbaren Spitalbetten (speziell Intensivbetten mit Geräten) zu fokussieren, vor allem wenn ich aus diesem Grund die Wirtschaft an die Wand gefahren habe.
Und hoffentlich seitens der Politik zur Einsicht kommen das hier und vor auch bez. der prophylaktischen weltweiten Krankheitserregerforschung kräftig aufgerüstet werden muß; wenn die nächste Pandemie ausbricht kommt die Aufrüstung volkswirtschaftlich sicher um Längen kostengünstiger als auch nur ein partielle Lockdowns.
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Re: Coronavirus 2019-nCoV

Beitrag von wmenn » 28.06.2020 - 18:36

Nach all dem verschwörungstheoretischen Geschwurbel mal wieder etwas aus der Realität:
Bild entfernt da womöglich keine Berechtigung vorliegt. Die Medienregeln bitte in Zukunft beachten. /bami
Das ist Amanda O'Dell Petersen, die in Phoenix/Arizona in einem Krankenhaus arbeitet. Man sollte sich mal ihren Post auf Facebook durchlesen:
https://www.facebook.com/photo.php?fbid ... =3&theater

Ich zitiere mal:
"You know what you anti-maskers don't see besides your own ignorance?
Overflowing ICUs.
People dying ALONE. And their spouse of 40 years says goodbye via Facetime.
People begging you not to let them die as they gasp for air.
Patients that come in stable one day and by your next shift they are dead."

Das kennen wir alle schon von Bergamo, Straßbourg, New York.
Und jetzt, Ende Juni (!), Arizona, Texas...
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Re: Coronavirus 2019-nCoV

Beitrag von Pilatus » 28.06.2020 - 18:39

bamigoreng hat geschrieben:
28.06.2020 - 17:58
Mich auf die Zahl der verfügbaren Spitalbetten (speziell Intensivbetten mit Geräten) zu fokussieren, vor allem wenn ich aus diesem Grund die Wirtschaft an die Wand gefahren habe. Aber mit dieser Zahl wird nicht mehr kommuniziert.
Die Anzahl Intensivbetten hat sich als mässig relevant herausgestellt. Leute die dort landen erscheinen in der Statistik zwar öfters nicht als Tote, deren Leben ist aber oft für immer und ansonsten zumindest für Jahre ruiniert.

Und die ICUs sind nur wegen dem Lockdown nicht überlaufen, in normalen Zeiten wär das innert kürze der Fall gewesen.


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Re: Coronavirus 2019-nCoV

Beitrag von bamigoreng » 28.06.2020 - 19:02

wmenn hat geschrieben:
28.06.2020 - 18:36
Nach all dem verschwörungstheoretischen Geschwurbel mal wieder etwas aus der Realität:
[...]
Das kennen wir alle schon von Bergamo, Straßbourg, New York.
Und jetzt, Ende Juni (!), Arizona, Texas...
Gerne.

Januar 2018, Überlastung der Spitäler in Texas aufgrund Grippesaison
https://dfw.cbslocal.com/2018/01/08/hos ... them-away/

Januar 2018, Überlastung der Spitäler in California aufgrund Grippesaison
https://www.latimes.com/local/lanow/la- ... tory.html#

Lombardei:
https://jamanetwork.com/journals/jama/f ... le/2763188
In Lombardy, the precrisis total ICU capacity was approximately 720 beds (2.9% of total hospital beds at a total of 74 hospitals); these ICUs usually have 85% to 90% occupancy during the winter months.
In der Lombardei sind die ICUs während der Wintermonaten bereits zu 85-90% ausgelastet.

Grippesaison 17/18 Überlastung der Spitäler in Mailand:
https://milano.corriere.it/notizie/cron ... resh_ce-cp

Ich führe die Liste gerne weiter auch mit den spanischen Kollegen. Corona hat das Fass einfach zum überlaufen gebracht in diesen Ländern.

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Re: Coronavirus 2019-nCoV

Beitrag von Pilatus » 28.06.2020 - 19:09

In der Lombardei sind die ICUs während der Wintermonaten bereits zu 85-90% ausgelastet.
Haha, was hast du denn das Gefühl wie es bei uns aussieht? >90% ist die Regel, nicht die Ausnahme. Ein leeres Bett kostet Geld und bringt nichts ein (es geht auch nicht ums „Bett“, sondern um das Personal, das bereitgehalten werden muss), das gibt es also praktisch gar nicht.

Die Länder mit vielen ICU-Plätzen haben die, weil dort viel operiert und das entsprechend vergütet wird, und nicht weil man sich viel Puffer leistet.
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Re: Coronavirus 2019-nCoV

Beitrag von 3303 » 29.06.2020 - 08:03

Was brächte das?
Der r-Wert muss ja dauerhaft um 1 liegen, damit es nicht irgendwann eskaliert.
Werde doch mal konkret in deinen Aussagen.
Was bringt eine höhere Auslastung der Betten dabei Deiner Meinung nach?
Kann aus deiner Sicht der R Wert bei höheren Neuinfektionszahlen mit geringeren Maßnahmen auf ca. 1 gehalten werden als bei weniger Neuinfektionen?

Das glaube ich schlicht nicht.

Also wird man immer irgend welche Maßnahmen brauchen, um die Pandemie zu kontrollieren (welche auch immer)
Da ist es sicher günstiger, geringere Neuinfektionen zu haben.
Bei höheren Zahlen müsste man (wie Pilatus sinngemäß auch schreibt) wieder Krankenhauskapazitäten zu Lasten anderer abzweigen, was jawohl dauerhaft inakzeptabel wäre.
Ebenso sind dauerhaft viele Neuinfektionen auch schlecht für die Wirtschaft, da die Menschen vorsichtiger, ängstlicher und zurückhaltender sein werden als bei wenigen Ansteckungen. Weiter riskierte man damit Reisebeschränkungen anderer Länder, was auch wieder sehr schlecht für alle ist.

bamigoreng hat geschrieben:
28.06.2020 - 17:58
Mich auf die Zahl der verfügbaren Spitalbetten (speziell Intensivbetten mit Geräten) zu fokussieren, vor allem wenn ich aus diesem Grund die Wirtschaft an die Wand gefahren habe. Aber mit dieser Zahl wird nicht mehr kommuniziert. Diese Zahl ist die einzige Zahl welche nicht auf Schätzungen basiert und zu 100% stimmt.
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Re: Coronavirus 2019-nCoV

Beitrag von bamigoreng » 29.06.2020 - 17:43

Weil eine hohe fiktive Zahl der Neuinfektionen, mit tiefen realen Zahlen von Hospitalisationen, kein Grund darstellt um so zu reagieren wie gewisse reagieren. Und es geht nicht darum Betten zu füllen, sondern eine Verhältnismässigkeit zu haben. Und die Zahlen der Hospitalisationen hinken hinterher, daher braucht es eine Lageeinschätzung jeden Tag.

Grundsätzlich zu sagen dass man ab xx Neuinfektionen am Tag wieder Grundrechte einschränken möchte, halte ich für falsch.
Wenn sich aus irgendwelchen Gründen die Sache so drastisch abgeschwächt hat, sollte man dann immer noch dabei bleiben und die Grundrechte einschränken?

Es landen aktuell kaum noch Leute bei uns im Spital, es gibt aktuell kaum noch Leute welche bei uns sterben. Warum diese Überreaktion seitens Regierungen, Ämtern und Co? Hat man damals während der Grippesaison 17/18 auch so reagiert?
Verhältnismäßigkeitsprinzip
(Übermaßverbot)
aus dem Rechtsstaatsprinzip abgeleiteter allgemeiner Grundsatz des öffentlichen Rechts, dem alle staatlichen Eingriffe in Rechte des Einzelnen genügen müssen. Das V. setzt sich aus den Geboten der Eignung (der Maßnahme, des Eingriffs), Erforderlichkeit und Verhältnismäßigkeit i. e. S. zusammen. Staatliche Eingriffe müssen geeignet sein, das angestrebte Ziel zu erreichen oder zu fördern; der Eingriff ist nur erforderlich, wenn kein milderes, den Betroffenen oder Dritte weniger belastendes Mittel zur Verfügung steht, das den Zweck ebenso gut zu fördern vermag; ein geeigneter und erforderlicher Eingriff darf dennoch nicht vorgenommen werden, wenn der damit verbundene Schaden in grobem Missverhältnis zu dem angestrebten Zweck steht. Das V. setzt dem Handeln aller öffentlicher Gewalt, auch der Gesetzgebung, Grenzen.
Ebenso sind dauerhaft viele Neuinfektionen auch schlecht für die Wirtschaft, da die Menschen vorsichtiger, ängstlicher und zurückhaltender sein werden als bei wenigen Ansteckungen.
[...]
Für Angst und Schrecken sorgen tägliche Zahlen welche Schwankungen drin haben aufgrund Korrekturen, fehlenden Daten, Anzahl der gemachten Tests usw. und die Reaktionen darüber dass sie nun steigen. Wenn sie sinken twittert keiner von denen. Es würde für viel Entspannung und Gelassenheit bei sehr vielen Leuten sorgen wenn man klar kommunizieren würde warum und wieso es in gewissen Ländern so abartig ausgeartet ist. Verschlampte Ausbauten im Gesundheitswesen sind vor allem Schuld daran und nicht der "Killer-Virus" an sich. Und das soll nichts verharmlosen sondern einfach für Verständnis und Aufklärung sorgen. Es gibt viele Leute welche sich aufgrund der Angst über Monate isoliert haben, dabei hätte es denen besser getan wenn sie nach draussen gegangen wären um ihr Immunsystem zu stärken.

Wenn man sich nur an der Anzahl Neuinfektionen orientieren möchte, darf man sich auf ein frohes auf&zu in vielen Branchen die nächsten Monate/Jahre freuen. Kinder gehen in die Schule, Kinder dürfen nicht mehr in die Schule. Eltern müssen Kinder betreuen, Eltern müssen Kinder nicht mehr betreuen, Kurzarbeit rein, Kurzarbeit raus, hin und her, mal rechts mal links usw.. Mit dem hin und herdümpeln könnte es auch schwierig werden bezüglich finanzieller Unterstützung seitens Staat. Sie schaffen es ja nicht mal jetzt komplett alle Branchen und Menschen finanziell zu unterstützen welche mit Einbussen zu kämpfen haben. Das Verhalten immer mehr Menschen zeigt auch dass die Solidarität langsam erschöpft ist, evt. durch die fehlenden Verhältnismässigkeiten und die Widersprüche welche die Regierungen zu verantworten haben. Von jung bis alt, durch alle Schichten durch.

Neuinfektionen wird es immer wieder geben die nächsten Monate/Jahre und die Frage müsste sein was aus diesen Neuinfektionen wird?
Wer keine realen Neuinfektionen mehr haben möchte, müsste mindestens den ganzen Apparat komplett runterfahren.
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Re: Coronavirus 2019-nCoV

Beitrag von skilinde » 29.06.2020 - 19:51

bamigoreng hat geschrieben:
28.06.2020 - 17:58
Mich auf die Zahl der verfügbaren Spitalbetten (speziell Intensivbetten mit Geräten) zu fokussieren, vor allem wenn ich aus diesem Grund die Wirtschaft an die Wand gefahren habe. Aber mit dieser Zahl wird nicht mehr kommuniziert.
Also dann sind wir in D jetzt demokratischer unterwegs als ihr in der CH, weil das wird in D natürlich kommuniziert...
Nur was bringt es?
https://interaktiv.morgenpost.de/coron ... uslastung/

2012/2013 - 23 Tage: NSW (3), Bregenzer Wald (6), Hochhäderich, Kleinwalsertal, Bialka, Sella (7), Alpe Lusia, San Martino (3)
2013/2014 - 13 Tage: Zillertal (4), Feldberg (1), Sella (8)
2014/2015 - 20 Tage: Bialka (2), Serfaus-Fiss-Ladis (6), Sella (7), Bormio (3), NSW (2)
2015/2016 - 15 Tage: Kitzsteinhorn (1), die Sella (7), Saalbach (7)
2016/2017 - 13 Tage: Stubaier (2), Ischgl (3), See (1), Sella (7)
2017/2018 - 14 Tage: Bialka (4), Saalbach (2), Sella (7) + La Bresse (1)
2018/2019 - 9 Tage: Sella (7), Tiroler Zugspitze (2)
2019/2020 - 14 Tage: Sella (12), Catinaccio (1), Carezza (1)

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Re: Coronavirus 2019-nCoV

Beitrag von bamigoreng » 29.06.2020 - 20:01

So sieht übrigens die Verteilung der Neuinfektionen aller Getesteten aus bei uns. Zwei fleissige Twitteruser holen diese Informationen seit Beginn der Aufzeichnungen jeweils aus den grossen Datensätzen welche vom BAG bereitgestellt werden und posten diese direkt nach den offiziellen Mitteilungen. Kurz und bündig auf einen Blick.

https://pbs.twimg.com/media/EbrKx0fXQAE ... name=small

https://pbs.twimg.com/media/EbrKvJUXkAE ... name=small

Legende: Aufteilung der neu gemeldeten Fälle der letzten 5 Tage nach Geschlecht und Alter
(1) Abs. Anzahl Neuinfektionen pro Alterskategorie
(2) Inzidenz pro 100'000 Einwohner inkl. Demographie
Es haben sich wiederum mehr Männer als Frauen neu angesteckt.
Quelle der Quelle ( 8) ): BAG, Meldedatum bis 29.6.

Quelle: Twitter

Eigentlich erfreuliche Zahlen, besonders für die ältere Generation. Es scheint _bis jetzt_ zu keinem grossen Austausch zu kommen. Ältere halten sich ja eher weniger in Clubs und grösseren Menschenansammlungen auf. Die Todeszahlen der aktuell am stärksten betroffenen waren _bis jetzt_ auch tief. Mal schauen was die nächsten Wochen zeigen werden.

Bei uns im Dorf hat sich ein Primarschüler positiv testen lassen. Dieser ist nun mit seiner Familie in Quarantäne daheim. Die Schule lässt den Eltern die Möglichkeit offen die Kinder vom Unterricht zu dispensieren. Ansonsten geht der Unterricht wie gewohnt weiter.
Wenn sich die Sache beruhigt hat kann ich dieser Sache mal nachgehen wie es ablief.
Also dann sind wir in D jetzt demokratischer unterwegs als ihr in der CH, weil das wird in D natürlich kommuniziert...
Nur was bringt es?
https://interaktiv.morgenpost.de/coron ... uslastung/
Corona-data.ch meint:
99 regulär in Behandlung
23 intensiv
5 beatmet

Inwiefern diese Daten stimmen kann ich nicht beurteilen. Pilatus weiss dazu vielleicht mehr? Anscheinend hat es darunter ein paar Langzeitpatienten.

Es ist eine reale Zahl welche zeigt wie gefährlich das Virus noch ist und wie viel Puffer man noch hat. Wenn man Neuinfektionen in Kauf nimmt, und diese nimmt man mit den Lockerungen in Kauf, sollte man damit die Situation besser einschätzen können. So wurde es zu Beginn ja auch gehandhabt.


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Re: Coronavirus 2019-nCoV

Beitrag von Meckelbörger » 29.06.2020 - 20:02

Wurde diese Graphik hier schon mal gepostet?
https://datawrapper.dwcdn.net/HVqu8/1004/
Zeigt die Lage in Deutschland ganz gut.
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Re: Coronavirus 2019-nCoV

Beitrag von Widdi » 29.06.2020 - 21:29

Die Rechtfertigt ausgenommen für Gütersloh keine weiteren Einschränkungen, da könnte man wenn man wollte eigtl. alles auf Vor-Corona-Niveau hochfahren, statt weiter Willkür walten zu lassen. Weil ausser bei dem Sorgenkind oben in NRW ist da absolut nix dabei, dass eine Maskenpflicht oder andere Schikanen rechtfertigte. Ich hab langsam eher das Gefühl, dass man jetzt mehr testen will, um sich zu Rechtfertigen weiterhin Einschränkungen bei den Grundrechten beizubehalten. Auch wenns ja schon mal schlimmer war. Und auch für die Wirtschaft wäre es besser, wenn man auch die Restmassnahmen zurückfährt, obwohl die ja wohl langsam wieder aus der Talsohle hoch kommt. In Österreich klappt das ja auch, dort steigen zwar die Fälle leicht an dzt. aber keine großen Ausbrüche. Und hier ist ein Ausbruch im LK Starnberg wo man 15 Infizierte (alles milder Verlauf) in eienr Flüchtlingsunterkunft gefunden hat schon ein Drama! Inzidenz 11! und 50 ist der Grenzwert also weit drunter! Entsprechend die Zeitung wieder reißerisch. Und vor einem Monat dann das hier:

Bild
Größere Ansammlung am Brecherspitzgipfel (27.5.) Also 1,5m hält da keiner Abstand von denen. für Staatsdiener gelten hierzulande wohl andere Regeln, muss man ned verstehen! Riecht mir eh alles nach Willkür. Krank könnens aber ned gewesen sein. Die sind nämlich über den Nordgrat hoch von Neuhaus aus das sind dann immerhin knapp 880hm je Richtung

Da frag ich mich was soll das? Genauso bei uns (BY) im Landtag ist jetzt Maskenpflicht für alle, aber nicht für die Abgeordneten, treibt immer seltsamere Blüten der Schwachsinn! Entweder Maske für alle auch die Grosskopferten oder gar keine Maske mehr (ausser verständlicherweise im ÖPNV und beim Arztbesuch). Die Neuinfektionen sind ja bis auf das Sorgenkind Gütersloh Bundesweit ja ziemlich überschaubar, kleine Peaks mal abgesehen. Was will man mit dem Virus machen? Ausrotten? Man sollte wohl besser lernen damit zu leben, ebenso wie mit der Influenza! Aber so 15 Leute eng beieinander sitzend (als dann die letzten von den 35 angekommen sind warens noch mehr), weil Staatsdiener geht, als Zivilist Bußgeld 150€ oder mehr :esreicht: (Stand vor nem Monat! wie das jetzt geregelt ist weiß ich nicht, weil ja nix zu finden ist was darf man, was ned! und sich eh keiner mehr Auskennt)

mFg Widdi
Zuletzt geändert von Widdi am 29.06.2020 - 22:52, insgesamt 1-mal geändert.
Winter 2019/2020: 37 Tage

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Re: Coronavirus 2019-nCoV

Beitrag von Petz » 29.06.2020 - 22:12

Widdi hat geschrieben:
29.06.2020 - 21:29
Die rechtfertigt ausgenommen für Gütersloh keine weiteren Einschränkungen, da könnte man wenn man wollte eigtl. alles auf Vor-Corona-Niveau hochfahren.
Nicht ganz denn bei Großveranstaltungen und besonders jenen in geschlossenen Räumen erscheint mir das Risiko nach wie vor und solange für zu hoch bis es nen Impfstoff gibt. Allerdings würde ich diese Beschränkung für grundrechtskonform halten da dort sicher nach wie vor eine höhere Infektionsgefahr besteht was der Fall Tönnies leider deutlich bewiesen hat.

Beim Lockdown in Gütersloh hätte es meiner Meinung nach aber ausgereicht wenn man den Kindern die Tönniesmitarbeitern und deren Freundeskreis zuzuordnen sind den Besuch von Kitas und Schulden untersagt hätte anstelle wieder alle Eltern mit dem erneuten Betreuungsausfall zu stressen.
Petz beendet seine Mitgliedschaft mit Ende Juni 2020 aufgrund unüberbrückbarer Differenzen bez. der Auslegung der Forennettique welche ich in der aktuell von den Moderatoren praktizierten Form als Zensur einstufe. Ich bleibe aber bis auf Weiteres per PN für Fragen, Hilfe beim Modellbau etc. erreichbar.

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bamigoreng
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Re: Coronavirus 2019-nCoV

Beitrag von bamigoreng » 29.06.2020 - 22:17

https://www.bbc.com/news/world-us-canada-53088352
As hair salons, churches and restaurants reopen across the US, so are eviction courts. Advocates and experts say that an unprecedented crush of evictions is coming, threatening millions of Americans with homelessness as a possible second wave of the pandemic looms.
Eine mögliche zweite Welle an Räumungen und Obdachlosen bahnt sich an.
In Kansas City, local courts declared a moratorium on evictions after a campaign by local tenants' rights activists. Similar campaigns have had success nationally, and as the pandemic went into full swing in the US in mid-to-late March, most places halted eviction proceedings in some form - either on the state or local level - as both a means of shoring up newly out-of-work renters and as a precaution against the spread of coronavirus.
The federal CARES Act, which passed in early April, froze evictions for renters living in federally subsidised housing or in property backed by government loans.
Surveys estimated that in the month of May, nearly a third of renters failed to pay their landlords on time, and over half had lost jobs due to the crisis.
Es wurde ein Moratorium (eine behördliche Fristverlängerung) für Räumungen zu Beginn der Krise verhängt. Ähnliche behördliche Vorgänge gab es im ganzen Land. Dies aufgrund der vielen plötzlich arbeitslosen Mieter und zur Vorsichtsmassnahme zur Eindämmung des Virus. Der "CARES act", welcher Ende April startete, verbot Räumungen in vom Staat subventionierten Wohnungen/Häusern und zurückholen von Eigentum welches durch staatliche Kredite finanziert wurde.
Umfragen zeigen dass in Mai fast ein Drittel aller Mieter ihre offenen Beträge nicht bezahlen konnten und über die Hälfte ihre Jobs verloren haben durch die Krise.
Jetzt beginnen aber die Öffnungen und 40% der Staaten bieten diese Fristverlängerung nicht mehr an. Der "CARES act" unterstützte 1/3 der 108 Mio Mieter im Lande.
Im Staat Michigan werden 75'000 Räumungen angeordnet und alleine in New-York werden 50'000 Räumungen angeordnet werden sobald der Staat dort die Fristenverlängerung beendet.
"The United States can expect an avalanche of evictions and it will negatively impact entire communities… We will be recovering from that for generations to come without federal intervention."
Die USA erwartet eine Lawine an Räumungen welche einen negativen Einfluss auf unsere Gesellschaft haben wird. Ohne staatliche Unterstützung wird man über Generationen diese Krise spüren.
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Re: Coronavirus 2019-nCoV

Beitrag von Che » 30.06.2020 - 05:51

bamigoreng hat geschrieben:
28.06.2020 - 19:02
Gerne.

Januar 2018, Überlastung der Spitäler in Texas aufgrund Grippesaison
https://dfw.cbslocal.com/2018/01/08/hos ... them-away/

Januar 2018, Überlastung der Spitäler in California aufgrund Grippesaison
https://www.latimes.com/local/lanow/la- ... tory.html#
Der eine Kerl, der noch immer nicht begriffen hat, dass diese Überlastung 2018 ohne Maßnahmen und die Überlastung jetzt mit Maßnahmen und Sensibilisierung der Bevölkerung stattgefunden hat. :lol:
Dem kleinen Hamster scheint es in seinem Rad zu gefallen :lol:
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Re: Coronavirus 2019-nCoV

Beitrag von extremecarver » 30.06.2020 - 22:17

Bei den Antikörper Tests gibt es übrigens eine sehr interessante Sache - die Schnelltest haben nur etwa halb so viele positive wie jene Tests wo man eine größere Menge Blut im Labor testet. Sprich die Antikörperzahlen von vielen Gegenden muss man verdoppeln - da meist nur PCR Schnelltests gemacht wurden/werden.
Die Durchseuchung ist also schon weiter als bisher gedacht.

Inwieweit/lange die Antikörper vor Neuansteckung schützen - ist natürlich weiter unklar.
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Re: Coronavirus 2019-nCoV

Beitrag von Pilatus » 30.06.2020 - 22:59

extremecarver hat geschrieben:
30.06.2020 - 22:17
Bei den Antikörper Tests gibt es übrigens eine sehr interessante Sache - die Schnelltest haben nur etwa halb so viele positive wie jene Tests wo man eine größere Menge Blut im Labor testet. Sprich die Antikörperzahlen von vielen Gegenden muss man verdoppeln - da meist nur PCR Schnelltests gemacht wurden/werden.
Die Durchseuchung ist also schon weiter als bisher gedacht.

Inwieweit/lange die Antikörper vor Neuansteckung schützen - ist natürlich weiter unklar.
Von was sprichst du jetzt? PCR oder Serologie? Abstrich oder Blutprobe?
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Re: Coronavirus 2019-nCoV

Beitrag von j-d-s » 30.06.2020 - 23:41

Ist man den Antikörpertests inzwischen denn schon sicher, ob der verlässlich auf das "neue Coronavirus" bezogen ist oder ob der auch anschlägt wenn Antikörper gegen "alte Coronaviren" (bekannt als "Erkältung") vorhanden sind?
Saison 18/19 [41]: Schladming/4Berge, Dachstein West, Großeck-Speiereck, Tarvis, Nassfeld, Bad Kleinkirchheim, Pizol, Toggenburg, Flumserberg, Parsenn+Madrisa, Obersaxen, Silvretta Montafon, Mythenregion/Hoch-Ybrig, Sedrun-Andermatt+Gemsstock, Titlis, Laax, Arlberg, Golm, Corvatsch+Corviglia, Lenzerheide-Arosa, Bardonecchia+Jafferau, Serre Chevalier, Limone Piemonte, Mondole Ski, Pila, Vars-Risoul, Combloux-Megeve-La Giettaz, Valmorel-SFL, Espace Diamant, Les Contamines-Hauteluce, La Rosiere-La Thuile, Areches Beaufort, Alpe d'Huez, Val d'Isere, Grand Massif, 3x Trois Vallees, Les Gets-Morzine, 2x Paradiski
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Re: Coronavirus 2019-nCoV

Beitrag von baeckerbursch » 01.07.2020 - 06:59

Vielleicht für den einen oder andren interessant:

Man verlagert sich in der Berichterstattung immer weiter hin von Toten zu Infizierten und strickt daraus Horrormeldungen. Weshalb?

Z.B. USA, wo sich tatsächlich so viele Infizieren wie nie zuvor.

Jedoch sinkt die Sterblichkeit.

Einfach mal Googlen, da gibt es eine gute Statistik direkt bei Google. Ganz ohne Aluhut.

https://www.google.com/search?q=tote+co ... e&ie=UTF-8
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Re: Coronavirus 2019-nCoV

Beitrag von extremecarver » 01.07.2020 - 07:59

https://noe.orf.at/stories/3055760/

Leider steht da nicht genau wie. Aber Schnelltest mit ein paar Tropfen Blut vs Reagenzglas und Labor Analyse.
Mit nur ein paar Tropfen viel geringere Anzahl erkannt.

Schnelltest sind jedoch die Norm derzeit bei den Antikörper Test.
Leider auch keine Erklärung wieso.


Kann den genaueren Bericht. Hierzu leider nicht mehr finden.

Edit - besserer Artikel aber auch nicht vollständig: https://www.derstandard.at/story/200011 ... ntikoerper

Demnach per Schnelltest sogar nur 1/3 vs Labor. Außerdem false positive im Schnelltest

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Re: Coronavirus 2019-nCoV

Beitrag von Wursti » 01.07.2020 - 09:33

baeckerbursch hat geschrieben:
01.07.2020 - 06:59
Vielleicht für den einen oder andren interessant:

Man verlagert sich in der Berichterstattung immer weiter hin von Toten zu Infizierten und strickt daraus Horrormeldungen. Weshalb?

Z.B. USA, wo sich tatsächlich so viele Infizieren wie nie zuvor.

Jedoch sinkt die Sterblichkeit.

Einfach mal Googlen, da gibt es eine gute Statistik direkt bei Google. Ganz ohne Aluhut.

https://www.google.com/search?q=tote+co ... e&ie=UTF-8
Danke für die Statistik, war mir so tatsächlich nicht bewusst.
Ich habe (ohne weitere eigene Recherche) bisher tatsächlich nur etwas von wieder rapide steigenden Fallzahlen in den US mitbekommen.
Woran kann das liegen?

Eine ungefährlichere Variante des Virus, die sich mit der Zeit langsam durchgesetzt hat? Bessere medizinische Versorgung in den Krankenhäusern?
Oder der zeitliche Verlauf, da die Sterbefälle den neu diagnostizierten Fällen immer ein paar Tage/Wochen hinterherhinken?

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Re: Coronavirus 2019-nCoV

Beitrag von Bergwanderer » 01.07.2020 - 10:25

baeckerbursch hat geschrieben:
01.07.2020 - 06:59
Vielleicht für den einen oder andren interessant:

Man verlagert sich in der Berichterstattung immer weiter hin von Toten zu Infizierten und strickt daraus Horrormeldungen. Weshalb?

Z.B. USA, wo sich tatsächlich so viele Infizieren wie nie zuvor.

Jedoch sinkt die Sterblichkeit.

Einfach mal Googlen, da gibt es eine gute Statistik direkt bei Google. Ganz ohne Aluhut.

https://www.google.com/search?q=tote+co ... e&ie=UTF-8
Es herrscht u. a. Wahlkampf in den USA und der wird sich in den nächsten Monaten noch verschärfen!


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