extreme Preissteigerung bei Übernachtungen - Auswirkung auf Saison 22/23

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basti.ethal
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extreme Preissteigerung bei Übernachtungen - Auswirkung auf Saison 22/23

Beitrag von basti.ethal » 11.04.2022 - 13:13

Ich möchte dieses Thema eröffnen, da ich aktuell versucht habe für den Gletscherherbst (Anfang Oktober) in Hintertux ein günstiges Frühbucherangebot zu finden.
Allerdings bin ich nun fast vom Glauben abgefallen, als ich gesehen habe, welche Preise aktuell aufgerufen werden.
So werden in meinem Fall für den kommenden Oktober pro Nacht/Person 35€ mehr aufgerufen wie noch im vergangenen Jahr zur selben Zeit.
Der Check von anderen Hotels auf gleichem Niveau hat im gesamten Zillertal gleiches Ergebnis gebracht.
Daher habe ich mich nun dazu entschieden, erst einmal nicht zu buchen und dann evtl. ein kurzfristiges Angebot abzuwarten.

Nun bin ich in der Regel ja niemand, der auf jeden Euro schaut (vermutlich werde ich dennoch fahren), aber die Steigerungen finde ich akut.
Da es dabei ja aber sicherlich nicht nur mir so geht, Frage ich mich, ob man mit diesen Preisen die Unterkünfte überhaupt noch füllen kann oder ob man sich hierdurch nicht die Gäste verprellt?
Ich möchte mir dabei gar nicht ausdenken, wieviel dann im nächsten Winter für die Skipässe aufgerufen wird.
Dabei frage ich mich weiterhin, wieviel % der heutigen Gäste den Urlaub dann einfach finanziell nicht mehr stemmen können.
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Re: extreme Preissteigerung bei Übernachtungen - Auswirkung auf Saison 22/23

Beitrag von Spezialwidde » 11.04.2022 - 13:30

Ja, was willste machen, es wird für jeden teurer. Auch für die Hotels, Energie und Lebensmittel sprengen ja gerade jeden Rahmen. Die die auf jeden Euro schauen müssen werden sowieso daheimbleiben, die anderen kommen auch trotz den höheren Preise. Es ist ja flächendeckend.
Genieße den Winter solange es ihn noch gibt

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Re: extreme Preissteigerung bei Übernachtungen - Auswirkung auf Saison 22/23

Beitrag von Whistlercarver » 11.04.2022 - 13:30

Das wird denke ich diesen Sommer ein großes Thema werden wie sich die Preise auf nächste Saison in den Skigebieten verhalten.

Ich persönlich rechne damit, dass die Tageskarten im Schnitt um 5€ teurer werden wie diese Saison. Begründet durch die steigenden Energiepreise.
Die Hotellerie und Gastronomie wird bei diesem allgemeinen Preistrend sicherlich auch mitgehen. Leider wird mit Preiserhöhungen mitgegangen egal ob sie für den einzelnen Betrieb nötig sind oder nicht.
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Re: extreme Preissteigerung bei Übernachtungen - Auswirkung auf Saison 22/23

Beitrag von molotov » 11.04.2022 - 13:53

Es gibt ja viel hohles Gelaber seitens unserer Politiker, aber mit der Aussage, dass der Wohlstandspeak überschritten ist werden sie leider recht behalten...
Wir haben eine so massive Teuerung, auch bei uns im Betrieb, wenn ich schaue was wir war fast ohne Widerspruch in den Markt drücken, weil es gerade normal ist (wir es aber auch brauchen), kanns einem aber nur schlecht werden...
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Re: extreme Preissteigerung bei Übernachtungen - Auswirkung auf Saison 22/23

Beitrag von NeusserGletscher » 11.04.2022 - 14:22

molotov hat geschrieben:
11.04.2022 - 13:53
....aber mit der Aussage, dass der Wohlstandspeak überschritten ist werden sie leider recht behalten...
Der Wohlstandspeak wurde schon Anfang der 1980er überschritten, als durch unsere Journaille der Rheinische Kapitalismus sturmreif geschrieben wurde. Seit dem wird eine Krisen-Sau nach der anderen durchs Dorf getrieben, um unliebsame Entscheidungen, die längst auf der Agenda stehen, handstreichartig durchzudrücken. Und dass die Geldschwemme der EZB irgendwann auf die Verbraucherpreise durchschlagen wird, war auch klar. Es haben genügen Ökonomen vor dem "Ketschup-Efekt" gewarnt, also dass die angestaute Inflation sich wie bei einer kräftig geschüttelten Flasche Ketschup schlagartig entlädt.
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Re: extreme Preissteigerung bei Übernachtungen - Auswirkung auf Saison 22/23

Beitrag von Theo » 11.04.2022 - 18:22

Österreich hatte ja schon bevor Putin komplett durchdrehte fast 5% Teuerung. Die Gründe dafür sind glaube ich allen bekannt. Irgendwo gab es diesen Winter ein Topic wo es ziemlich heiss zuging beim Thema Personallöhne in Skigebieten.
Zusamengefasst: Vorher schon Teuerung, höhere Löhne wo bezahlt werden sollen + dass was da in den letzten 1.5 Monaten dazu kam = Preissteigerung in allen Bereichen.
Der letzte Regierungsvertreter wo an einer Pressekonferenz etwas für die Menschen positives gesagt hat und dies dann auch später eingehalten hat war Günter Schabowski am 9.11.1989.

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Re: extreme Preissteigerung bei Übernachtungen - Auswirkung auf Saison 22/23

Beitrag von Neandertaler » 11.04.2022 - 19:47

Ja nun, die Kredite werden jetzt fällig gestellt.

Wir haben eine Erde die immer den gleichen Wert hat. So werden wir diesen einen Wert an alle verteilen müssen auf das jeder davon leben kann.

Teuer wird es aber nicht werden, nur sehr seltsam. Die Preise werden bald der Wahrheit entsprechen, die Subventionen haben nichts gebracht, viele Geschäfte sind eigentlich sinnfrei.

Z.B. Schi fahren. Es werden tonnenweise Kohle und Erze gefördert, diese zu Stahl, Kupfer und anderem geschmolzen, in Form gebracht das man sich darauf sitzend in Erdöl, das zu Polymeren verwandelt und dies in optisch teilweise grenzwertige Produkte verarbeitet ist, gekleidet um sich vor Kälte geschützt in die unwirkliche Bergwinterlandschaft nach oben transportieren zu lassen. Dort stellen wir uns verlassen von allen guten Geistern auf zwei Bretter die zu allem Unfug noch so bearbeitet sind, das es möglichst schnell nach unten geht. Wenn dann bei der Ankunft im Tal keine Knochen lädiert sind wird das ganze nochmal und nochmal und nochmal wiederholt. Eigentlich total sinnlos, aber er leider geil!

Bloß sinnfrei kann nur verkauft werden, wenn es billig ist. Und genau dieses wird nicht mehr ewig so bleiben.
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Re: extreme Preissteigerung bei Übernachtungen - Auswirkung auf Saison 22/23

Beitrag von Neandertaler » 16.04.2022 - 20:26

Interessanter Artikel zum Thema der wahre Preis

https://www.derstandard.at/story/200013 ... n-muessten
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Re: extreme Preissteigerung bei Übernachtungen - Auswirkung auf Saison 22/23

Beitrag von spinne08 » 16.04.2022 - 22:03

Der Artikel geht in die richtige Richtung. Unsere Preise beinhalten nur die Kosten der Herstellung einer Ware. Die komplette Entsorgung wird völlig ausser Acht gelassen. Diese Kosten übernehmen wieder andere Unternehmen oder gar keiner, wie bei der billigen Atomenergie. Hier setzt man auf Zeit. :evil:
2017/18: 3x Gurgl, 6x SFL, 1x Willingen
2018/19: 2x Winterberg, 1x Biberwier, 3x Lermoos, 1x Zugspitze, 1x Ehrwald, 3x Pitztaler Gletscher und Rifflsee
2019/20: Skihalle Neuss, 7xSFL
2020/21: 3x Winterberg
2021/22: 2x Winterberg, 5x SHLF, 4x Sölden

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Re: extreme Preissteigerung bei Übernachtungen - Auswirkung auf Saison 22/23

Beitrag von NeusserGletscher » 17.04.2022 - 08:37

Der Grund, warum derzeit die Preise steigen, hat aber nichts mit Gerechtigkeit, Umwelt oder Nachhaltigkeit zu tun. In einigen Bereichen fallen Lieferungen aus, weil die Staaten nicht liefern können oder wir aus politischen Motiven deren Waren nicht mehr wollen. Im Energiesektor sind die Preissteigerungen rein spekulativ. Bei den Rohstoffen aber sind die Herstellungskosten nicht gestiegen. Öl- und Gasförderung kosten heuer nicht wesentlich mehr als letztes Jahr. Und bislang ist, abgesehen bei Steinkohle, auch noch keine Liefequelle ausgefallen. Also landet das, was wir mehr bezahlen, in den Taschen von Konzernen und Spekulanten. Und die haben so viel Geld, mit Gas und Öl zu spekulieren, weil sie im Gegensatz zum arbeitenden Volk leicht an das von der EZB so günstig bereit gestellte Geld kommen. Dass 2015 die damalige Bundesregierung den Aufbau einer nationalen Gasreserve mit der Begründung ablehnte, es stünden genügend andere Quellen zur Verfügung, ist dabei auch nur eine von vielen Fehlleistungen.

Deswegen wird halt alles teurer, auch der nächste Urlaub.
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Re: extreme Preissteigerung bei Übernachtungen - Auswirkung auf Saison 22/23

Beitrag von Julian96 » 17.04.2022 - 12:08

Sehe ich auch so. Es besteht doch keinerlei Verbindung zwischen den aktuellen Preissteigerungen und einem wachsendem Bewusstsein für wahre Kosten.
Dann dürften wir viele Dinge gar nicht nutzen. Zum Beispiel alle Geräte die einen Akku besitzen. Für die Produktion werden viele Dinge (Natur) nämlich unwiderbringlich zerstört. Und unwiderbringlich heißt es ist irreversibel und kann nicht in Geld aufgewogen werden.

Wir haben doch in so vielen Bereichen eine massive Verbilligung in den letzten Jahren/Jahrzehnten gehabt. Fernseher z.B. Für die hat man früher statistisch Monate gearbeitet, heute hat man sie innerhalb weniger Tage bezahlt.
Die Spritpreise über die sich aktuell viele so beschweren... 1960 hat man für den Liter Benzin ganze 16min gearbeitet. Bei über 2€/Liter sind wir aktuell bei gut 6min. Und dazu verbrauchen die Autos nur die Hälfte von dem was sie 1960 verbraucht haben.

Dazu sind die Steuerfreibeträge und Löhne heute viel höher als früher.
Durch die Möglichkeiten des Internets hat man dazu so viel mehr Möglichkeiten viel billiger zu leben.

In meinen Augen ist aktuell nicht das Problem dass alles teurer wird, eher dass vieles schon viel zu lange viel zu billig war. Viel zu viele Menschen haben in den letzten 20 Jahren teils absurd übertriebenen Luxus einfach als völlig selbstverständlich angesehen und den Bezug zum Wesentlichen verloren. Ich würde nicht direkt von einem Wohlstandsverlust sprechen, eher von einer teils nötigen Besinnung.

Das fängt schon bei ganz grundsätzlichen Dingen im Leben an. In Deutschland hat jeder Bürger statistisch mit 23 die erste eigene Wohnung. In vielen Fällen wozu? Weil es gesellschaftlich im Trend ist schnell die eigene Bude zu haben? Dieses Alter lag früher mal bei um die 30 und liegt in Italien z.B. noch heute dort. 7 Jahre a 6000€ Miete, da lassen sich schnell mal über 40.000€ zusätzlich sparen.

Mit einem steigenden Bewusstsein hat all das in meinen Augen aber kaum was zu tun. Geld hat einfach weniger wert und es sind größere Summen im Umlauf. Dem Durchschnittsbürger fällt aber offenbar verstärkt nur auf, wo er mehr ausgibt, nicht dass er mehr einnimmt. Mein Vater rechnet auch immer gern in Mark um. Ich sage dann immer wann hast du denn früher 4 Mark für das Kilo Kartoffeln auf dem Markt bekommen?
Und weil ichs grade so gefunden habe. Der Lohn eines ungelernten Mitarbeiters im Einzelhandel lag 1990 bei rund 1500 Mark. Heute bekommt er das gleiche in Euro.
Ich verstehe nicht so ganz, warum aktuell viele eine solche Panik schieben und ich bin jetzt sicher nicht in einer Familie mit dem höchsten Einkommen aufgewachsen. Man darf halt nur nicht zu faul sein um zu schauen wo man bleibt und es sich vor allem nicht unnötig schwerer/komplizierter und teurer machen als nötig und da kenne ich ne Menge leute die das machen :lol:
Saison 21/22: Skitage 6: 1x Ofterschwanger Horn, 1x Ischgl, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Nauders, 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Sölden
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher

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Re: extreme Preissteigerung bei Übernachtungen - Auswirkung auf Saison 22/23

Beitrag von molotov » 22.04.2022 - 10:05

Julian96 hat geschrieben:
17.04.2022 - 12:08
Das fängt schon bei ganz grundsätzlichen Dingen im Leben an. In Deutschland hat jeder Bürger statistisch mit 23 die erste eigene Wohnung. In vielen Fällen wozu? Weil es gesellschaftlich im Trend ist schnell die eigene Bude zu haben? Dieses Alter lag früher mal bei um die 30 und liegt in Italien z.B. noch heute dort. 7 Jahre a 6000€ Miete, da lassen sich schnell mal über 40.000€ zusätzlich sparen.

Mit einem steigenden Bewusstsein hat all das in meinen Augen aber kaum was zu tun. Geld hat einfach weniger wert und es sind größere Summen im Umlauf. Dem Durchschnittsbürger fällt aber offenbar verstärkt nur auf, wo er mehr ausgibt, nicht dass er mehr einnimmt. Mein Vater rechnet auch immer gern in Mark um. Ich sage dann immer wann hast du denn früher 4 Mark für das Kilo Kartoffeln auf dem Markt bekommen?
Und weil ichs grade so gefunden habe. Der Lohn eines ungelernten Mitarbeiters im Einzelhandel lag 1990 bei rund 1500 Mark. Heute bekommt er das gleiche in Euro.
Ich verstehe nicht so ganz, warum aktuell viele eine solche Panik schieben und ich bin jetzt sicher nicht in einer Familie mit dem höchsten Einkommen aufgewachsen. Man darf halt nur nicht zu faul sein um zu schauen wo man bleibt und es sich vor allem nicht unnötig schwerer/komplizierter und teurer machen als nötig und da kenne ich ne Menge leute die das machen :lol:
Der Fehler ist nicht die eigene Wohnung ;) Der Fehler ist dann das zurückbleibende EFH mit 150qm Wfl und zwei Bewohnern ;)

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Re: extreme Preissteigerung bei Übernachtungen - Auswirkung auf Saison 22/23

Beitrag von GIFWilli59 » 22.04.2022 - 11:00

Julian96 hat geschrieben:
17.04.2022 - 12:08
Dann dürften wir viele Dinge gar nicht nutzen. Zum Beispiel alle Geräte die einen Akku besitzen. Für die Produktion werden viele Dinge (Natur) nämlich unwiderbringlich zerstört. Und unwiderbringlich heißt es ist irreversibel und kann nicht in Geld aufgewogen werden.

Oder fossile Brennstoffe nutzen...auch wenn der Schaden nicht immer so groß ist, wie bei Kohletagebauen.
Julian96 hat geschrieben:
17.04.2022 - 12:08
Wir haben doch in so vielen Bereichen eine massive Verbilligung in den letzten Jahren/Jahrzehnten gehabt. Fernseher z.B. Für die hat man früher statistisch Monate gearbeitet, heute hat man sie innerhalb weniger Tage bezahlt.
Die Spritpreise über die sich aktuell viele so beschweren... 1960 hat man für den Liter Benzin ganze 16min gearbeitet. Bei über 2€/Liter sind wir aktuell bei gut 6min. Und dazu verbrauchen die Autos nur die Hälfte von dem was sie 1960 verbraucht haben.

Dazu sind die Steuerfreibeträge und Löhne heute viel höher als früher.
16 min arbeitet man vielleicht nicht mehr, aber für 6 min braucht man ja 20€ Stundenlohn - netto. Bei einer 40h Woche, also 173,3 h im Monat, sind das 3460 € im Monat. Grob gerechnet braucht man dafür 6000€ brutto. Das verdienen nicht mehr allzu viele Leute (mag sein, dass das in deinem Bekanntenkreis anders ist).

Das Medianeinkommen lag netto 2016 bei 1869€:
https://www.sueddeutsche.de/projekte/ar ... l-e557028/
Übersicht über meine Berichte
2020/21: 101 Tage
Skitouren (75): 18x Willingen, 15x Steinach, 12x Winterberg, 7x Gr. Inselsberg, 6x Ilmenau, 6x Ernstthal, 5x Schneekopf, je 1x Elkeringhausen, Döllberg/Suhl, Goldlauter, Jena, Kassel, Oberhof
Ski Alpin (14): 8x Willingen, 5x Winterberg, 1x Winterberg+Willingen
Resteski (12): 8x Winterberg, 2x Schneekopf, 2x Steinach


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Re: extreme Preissteigerung bei Übernachtungen - Auswirkung auf Saison 22/23

Beitrag von NeusserGletscher » 22.04.2022 - 15:24

molotov hat geschrieben:
22.04.2022 - 10:05
Der Fehler ist nicht die eigene Wohnung ;) Der Fehler ist dann das zurückbleibende EFH mit 150qm Wfl und zwei Bewohnern ;)
In den mir bekannten Geschichtsbüchern steht noch, dass in den Anfängen des Kapitalismus die Menschen in Mietskasernen ohne jeden Komfort gepfercht wurden und sich zum Teil mehrere Bewohner ein Bett teilen mussten. Ein eigenes Bett und eigenes Bad wird noch als Ausdruck steigenden Wohlstands interpretiert.

Wenn Die Grünen weiter solche Fortschritte bei der Umerziehung des Volkes machen, dann wird in naher Zukunft in den Geschichtsbüchern stehen, dass im Zuge des ökologischen, solidarischen und gendergerechten Umbaus der Gesellschaft der Besitz von Einfamilienhäsuern erfolgreich durch die "freiwiillige" Umsiedlung in Mietskasernen überwunden werden konnte. ;)

BTW, was die Grünen offenbar mehrheitlich nicht verstanden haben, ist der Umstand, dass ein EFH sich wegen des Verhältnis von Dachfläche zu Wohnfläche noch mit am ehesten dazu eignet, sich durch Solarthermie und -energie weitgehend klimaneutral und autark zu versorgen. Bei einem Mehrfamilienhaus wird dies mit zunehmender Zahl der Wohneinheiten immer schwieriger. Aber mit dem technischen Sachverstand ist das halt so eine Sache. ;)
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Re: extreme Preissteigerung bei Übernachtungen - Auswirkung auf Saison 22/23

Beitrag von Julian96 » 22.04.2022 - 18:31

GIFWilli59 hat geschrieben:
22.04.2022 - 11:00
Oder fossile Brennstoffe nutzen...auch wenn der Schaden nicht immer so groß ist, wie bei Kohletagebauen.
Natürlich, wie gesagt sehr vieles.
16 min arbeitet man vielleicht nicht mehr, aber für 6 min braucht man ja 20€ Stundenlohn - netto. Bei einer 40h Woche, also 173,3 h im Monat, sind das 3460 € im Monat. Grob gerechnet braucht man dafür 6000€ brutto. Das verdienen nicht mehr allzu viele Leute (mag sein, dass das in deinem Bekanntenkreis anders ist).

Das Medianeinkommen lag netto 2016 bei 1869€:
https://www.sueddeutsche.de/projekte/ar ... l-e557028/
Ich habe die Löhne hierfür nichtmal beachtet, ich habe das einfach dieser Statistik entnommen:
https://de.statista.com/infografik/1748 ... utschland/
6000€ brutto verdient wohl wirklich kaum einer. Tatsächlich kenne ich aber einen Kollegen der mit mir studiert hat und ziemlich genau so viel verdient. Die Chance darauf hätte ich auch gehabt, aber Geld ist dann doch nicht alles und meine Priorität war es eigentlich fast unabhängig vom Lohn dort hin zu gehen wo ich mich sehe. Mir war eh klar, dass meine finanzielle Situation für das was ich kenne und wie ich lebe so oder so um ein vielfaches besser wird als zuvor. Und dann wurde ich auch noch positiv überrascht, worüber ich mich natürlich auch nicht beschwert habe :lol:
Im Moment komme ich mit unter 1000€ im Monat klar und da haben meine Eltern sogar auch noch was von. Für den Rest hab ich dann schon Verwendung...ohne zu unvernünftig sein zu wollen, mindestens einen Traum muss ich mir noch erfüllen, bevor der Verbrenner verboten werden sollte :lol:

So viel muss es aber auch nicht sein, da deine Rechnung nicht ganz stimmt
Mit einer üblichen Anzahl an Urlaubstagen kommt man im Jahr so auf rund 220-225 Arbeitstage, macht etwa 1800h im Jahr bei einer 40h Woche und 1575h bei einer 35h Woche. Womit wir bei 2625-3000€ Netto wären und das kommt schon hin.
molotov hat geschrieben:
22.04.2022 - 10:05
Der Fehler ist nicht die eigene Wohnung ;) Der Fehler ist dann das zurückbleibende EFH mit 150qm Wfl und zwei Bewohnern ;)
Absolut richtig, so kann mans dazu auch noch sehen. Generell hinterfrage ich schon manchmal warum wir in Deutschland eigentlich Häuser für 100 Jahre bauen, wenn die wenigsten sie überhaupt so lange nutzen wollen. In Amerika läuft das an vielen Orten anders. Hier wird eher billig für die Mittelfrist gebaut und wenn was baufällig ist, wird halt neu gebaut. Oder billig umgebaut. Vielen gefallen die eigenen 4 Wände ja bereits nach wenigen Jahren nicht mehr, da würde der Amerikanische Stil eigentlich besser zum Zeitgeist passen.
Aber ich bin dann doch ganz froh, dass mein Haus auch noch nach einem durchschnittlichen Unwetter steht :lol:
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Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher

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Re: extreme Preissteigerung bei Übernachtungen - Auswirkung auf Saison 22/23

Beitrag von scratch » 23.04.2022 - 16:10

NeusserGletscher hat geschrieben:
22.04.2022 - 15:24
BTW, was die Grünen offenbar mehrheitlich nicht verstanden haben, ist der Umstand, dass ein EFH sich wegen des Verhältnis von Dachfläche zu Wohnfläche noch mit am ehesten dazu eignet, sich durch Solarthermie und -energie weitgehend klimaneutral und autark zu versorgen. Bei einem Mehrfamilienhaus wird dies mit zunehmender Zahl der Wohneinheiten immer schwieriger. Aber mit dem technischen Sachverstand ist das halt so eine Sache. ;)
Glaubst du eigentlich den Schwachsinn, den du hier schreibst, selber? Oder hast du nur mal wieder einen Grund gesucht, einfach pauschal gegen eine Partei zu stänkern?

Julian96
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Re: extreme Preissteigerung bei Übernachtungen - Auswirkung auf Saison 22/23

Beitrag von Julian96 » 23.04.2022 - 21:12

Ich könnte mir ein Leben in einem Mehrfamilienhaus ja gar nicht vorstellen, aber unabhängig davon hat ein Mehrfamilienhaus klare energetische Vorteile.
Ein großer Teil der Energie wird wohl in jedem Haushalt für die Heizung verbraucht und eine Mehrfamilienwohnung hat wohl immer pro Wohnfläche die kleinste Außenfassade über die Wärme abgegeben wird.

Klar kann man in einem mehrstöckigen Haus auf nur einem Dach Strom erzeugen, man verbaut aber insgesamt einfach weniger Fläche, was wohl der größere Vorteil ist. Und außerdem kann man Solarpanele auch an den Wänden anbringen und nicht nur auf dem Dach.

Ich persönlich bin ja generell ein Freund von einem relativ kleinen, aber durchaus komfortablen/luxuriösen Haus mit einer optimalen Nutzung des verfügbaren Wohnraums. Unnötige Fläche muss man nur beheizen und pflegen.
Dazu mit dicken Wänden gebaut und möglichst vielen Naturwerkstoffen gut isoliert. Das Dach hauptsächlich nach Süden ausgerichtet und mit einem ordentlichen Überstand über den Grundriss, das schafft Platz für Solar und schützt die Fassade. Diese ganzen modernen Häuser bei denen das Dach quasi mit der Wand endet sind in meinen Augen das dümmste was es gibt.
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Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher


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