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In Österreich verbaute Kuppelklemmen

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In Österreich verbaute Kuppelklemmen

Beitrag von Dachstein » 19.09.2009 - 22:06

Ich hab mir heute den Kopf zerbrochen, welche Kuppelklemmen alle in Österreich zum Einsatz kamen.

Bis jetzt habe ich mal:

Einseil:

Doppelmayr:
zuerst gab es mal die Schweizer Ära: Da gab der Städeli Klemmen: DS heißt ja Doppelmayr Städeli. Vorsicht, Irrtum: DS heißt Doppelmayr System!
Danach kamen die Torsionsstabmodelle und die AK Klemmen

Girak:
zuerst wurde die Müllerklemme verbaut.
dann kam die Nockenklemme in zwei Typen.

Swoboda und SSG:
verbauten das Städeli Patent

Garaventa:
Nockenklemme und die AK Klemme

De Pretis:
Kaufte bei Girak ein (Nockenklemme)

Leitner:
ihre Leitnerklemmen

Poma:
die typische Pomaklemmen

Felix Wopfner
Nauten ihre eignene Kuppelklemme, nur wenige Bahnen.

Oehler:
Baute die Katrinbahn. Etwas seltsames Kuppelpatent mit fixen Klemmen und kuppelbaren Gondeln?

Zweiseil:

Wallmannsberger (Voest, Girak)
Wurfhebelklemme aus Polig basierend, sowie die klassische Wallmannsbergerklemme

Waagner Biro:
setzte auf die Giraksche Nockenklemme.

3 Seil:
DM Dreiseillaufwerk mit einem AK Abkömmling.

Soweit mal meine Liste: Frage: was ist falsch, was ist zu ergänzen, was gibt es für zusätzliche Info, welche Kuppelklemmen gab es noch, sond aber nicht mehr im Einsatz?

MFG Dachstein


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Re: In Österreich verbaute Kuppelklemmen

Beitrag von ATV » 19.09.2009 - 22:12

Die legendäre Von Roll Baureihe 102 fehlt. Ein Novum war die integrierte dauernde Klemm/Abzugkraftprüfung am Seil.
Gibts heute nur noch ganz wenige. Schindlergrat, Mellau, Ochsengarten usw. zum Beispiel.

Sowieso eine kurze Zeit der Einseilumlaufbahnen der 1/2. Generation in Österreich. Mittlerweile ist ja Österreich schon fast Seilbahntechnisches Ödland wenn man das überspitz formuliert.
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Re: In Österreich verbaute Kuppelklemmen

Beitrag von Ram-Brand » 19.09.2009 - 22:33

Falsch ist da was bei Doppelmayr.

DS = Doppelmayr System
DT = Doppelmayr Torsion


Am Anfang wurde die vonRoll Doppelklemme VR102_1968 für 4er Kabinen eingesetzt.
Max Steigung 90%.

Danach kam die "Schwaiger- oder Knieklemme". Erster Einsatz 1976 an der Wildkogelbahn in Neukirchen.

Aus dieser Klemme wurde dann die DS Klemme entwickelt.
DS 103 wurde 1983 erstmals beim Petersbodenlift in Lech eingesetzt.
DS 104 wurde 1984 das erste Mal bei der Jungeralmbahn in Bad Hofgastein eingesetzt.
DS 106 Versettla 1+2 (Silvretta Nova)
DS 108 Gondelbahn Hochsöll in Söll

Erste DT Klemme:
1993 4-CLD/B Silberbrünnl in Sölden
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Re: In Österreich verbaute Kuppelklemmen

Beitrag von Ram-Brand » 19.09.2009 - 22:44

ATV hat geschrieben:Die legendäre Von Roll Baureihe 102 fehlt. Ein Novum war die integrierte dauernde Klemm/Abzugkraftprüfung am Seil.
Gibts heute nur noch ganz wenige. Schindlergrat, Mellau, Ochsengarten usw. zum Beispiel.

Sowieso eine kurze Zeit der Einseilumlaufbahnen der 1/2. Generation in Österreich. Mittlerweile ist ja Österreich schon fast Seilbahntechnisches Ödland wenn man das überspitz formuliert.

Ja die VR102 gefällt mir :-)
Wie wird den das mit der Klemmkraftpüfung bei dieser Klemme gemacht?
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Re: In Österreich verbaute Kuppelklemmen

Beitrag von Petz » 20.09.2009 - 08:02

Auch an Materialseilbahnen denken denn z. B. die Bergwerksseilbahn in Hochfilzen dürfte eher nen anderen Klemmentyp als Wallmannsberger bzw. Girak besitzen.
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Re: In Österreich verbaute Kuppelklemmen

Beitrag von ATV » 20.09.2009 - 09:33

Ram-Brand hat geschrieben:1993 4-CLD/B Silberbrünnl in Sölden
War nicht Sareisjoch in Malbun die erste? Behaupten sie jedenfalls. Speiereck Gipfelbahn behauptet selbiges auch. :lol:

Funktion VR102. Sorry min Paint gemalt. Hab kein CAE auf dem Labtop.
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Re: In Österreich verbaute Kuppelklemmen

Beitrag von Dachstein » 20.09.2009 - 09:49

@ All: Danke für die Infos bis jetzt. Jetzt wäre nur mehr ein Bild zu jeder Klemme ein Hit. ;)
Ram-Brand hat geschrieben:Falsch ist da was bei Doppelmayr.
DS = Doppelmayr System
DT = Doppelmayr Torsion
Da bekam ich einen andere Auskunft?! Nach einem Bl. heißt DS Doppelmayr Städeli. Aber gut, werde da mal nachforschen gehen. Kann durchaus sein, dass beide Abkürzungen ihre Richtigkeit haben.

Schweigerklemme heißt das Ding übrigens aufgrund der Firma Schweiger in Fulpmes in Tirol, wekche die Klemmen für DM hergestellt hat. Machen anscheinend jetzt nich fixe Klemmen.

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Re: In Österreich verbaute Kuppelklemmen

Beitrag von Ram-Brand » 20.09.2009 - 14:36

Deine Auskunft ist leider falsch.
Brauchst aber nicht nachforschen, da ja meine Antwort stimmt. Habe es aus einer Broschüre von Doppelmayr.

(Da wären wir wieder beim Thema von Seilbahner: "Was man sagt wird immer angezweifelt!" :wink: )


Zur DT 104 Klemme.
Ja 1993 gab es mehrere Bahnen mit dieser Klemme. Wollte jetzt nicht alle aufzählen, aber hier der Vollständigkeit halber:
Die ersten DT-Klemmen, die DT 104, kamen annon '93 u. a. bei den 4-CLD
"Sareiser Joch", Malbun, Lichtenstein
"Silberbrünnl, Sölden, Österreich
"Speyereck-Gipfelbahn", St. Michael, Österreich
"Steinermandl", Lienz, Österreich
zum Einsatz.
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Re: In Österreich verbaute Kuppelklemmen

Beitrag von seilbahner » 20.09.2009 - 14:48

(wobei diese Auskunft nicht von mir stammt)

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Re: In Österreich verbaute Kuppelklemmen

Beitrag von Ram-Brand » 20.09.2009 - 14:56

Ne.

Es ist nur halt komisch, das wenn Du etwas falsches korrigierst es gleich angezweifelt wird und man alles mehrmals durch kauen muss.

Seilbahner, du weißt ja wovon ich rede. :roll:
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Re: In Österreich verbaute Kuppelklemmen

Beitrag von PHB » 20.09.2009 - 15:02

@DS in einer Broschüre über die Klemmenhistorie von Doppelmayr wird es Doppelmayr System genannt.

Doppelmayr hat 1973 mit der 4MGD Mellau seine erste Kuppelbare Einseilumlaufbahn errichtet. Die Klemmen waren wie schon erwähnt die VR102_1968 für 4er Kabinen mit max. 90% Steigung.

Ursprünglich hatte Von Roll das Patent schon an die VÖEST vergeben. Die VÖEST hatte zu dem Zeitpunkt jedoch keinen AUftrag in aussicht, sodass Doppelmayr die Rechte erwerben konnte.

Wie so oft gab es damals zähe Verhandlungen mit Wien was das ganze Projekt in Mellau in die länge zog. Wien sagte immer wieder, die Klemme würde rutschen. So entschloss man sich in Mellau mit dem Bau zu beginnen ohne eine Erlaubnis dafür zu haben. Als der Verhandlungsleiter dann die Teilnehmer an der zukünftigen Talstation versammelte musste er feststellen, dass bereits alle Stützenfundamente und ein Keller erstellt worden waren. Dies gab zwar seitens der Behörden ärger, trotzdem konnten die Verhandlungen in angenehmer atmosphäre weitergeführt werden.

Der damalige Firmenchef Artur Doppelmayr war jedoch auch an Kuppelbaren Sesselliften interessiert.
Eines seiner besten Argumente dafür war folgendes " Viel Damen holen sich beim Einsteigen aufgrund der hohen Fahrgeschwindigkeit einer Fixgeklemmten Sesselbahn blaue Flecken an den schönen Beinen..." (Quelle WIR NR 164)

Aus der Von Roll Klemme wurde so eine Einfachklemme nach eigenem System entwickelt.
Diese Kniehebelklemme wurde auch Schwaigerklemme genannt weil sie von der Firma Schwaiger Fulpmes/Tirol hergestellt wurde. Das Hause Doppelmayr war seinerzeit noch nicht für die effiziente Fertigung einer Kuppelklemme eingerichtet.

Mit der 2KSB Wildkogelbahn in Neukirchen wurde dann die erste Kuppelbare Sesselbahn errichtet.

Die nächste Hürde war aber schon gestellt.

Dipl.-Ing Michael Manhart von den Skiliften Lech war seinerzeit schon lange von den Vorzügen der Kuppeltechnik bei Sesselbahnen überzeugt. Um endlich eine höhere Förderleistung an der DSB Kriegerhorn zu erreichen wollte er unbedinngt eine Kuppelbare 3er Sesselbahn durchsetzten.

Seitens der Behörden hieß es, 2 Personen eine Klemme, mehr als 2 Personen Zweifachklemme.

Da eine Zweifachklemme für einen 3er Sesselbahn viel zu überdimensioniert ist und auch hinsichtlich der Kosten zu teuer wäre entwickelte man für das Kriegerhorn eine verstärkte Schwaigerklemme. Aus den Kniehebelklemmen leitete sich somit der Name "D"oppelmayr-"S"ystem ab.

Kurios ist, dass am Kriegerhorn anfangs nur 2er Sessel liefen. Die Verhandlungen mit den Behörden waren zäher als gedacht. Nach der ersten Saison wurde die Kriegerhornbahn dann endlich mit 3er Sesseln ausgestattet.

Nach der von Von Roll abgeleiteten Kniehebelklemme entwickelte man die erste eigene Doppelmayr klemme für die 6MGD Valiserbahn. Die Valiserbahn war somit auch die erste 6MGD. Zum einsatz kam eine DS Doppelklemme. (1981)

1983 war es Bernd Meindl dann gelungen die DS 103 in Serie gehen zu lassen. Bernd Meindl gilt als der Mitbestreiter der Kuppeltechnik im Hause Doppelmayr.

Die DS 103 wurde zum ersten mal an der 3KSB Petersbodenbahn in lech (heute Wettersteinbahn in Ehrwald) eingesetzt.
Leicht Modifiziert konnte sie als DS 104 auch für 4 Personen Sessel eingesetzt werden wie es 1984 an der Jungeralmbahn in Bad Hofgastein der erste Fall war.

Zum Glück zeigte sich in diesen Jahren bei den Österreichischen Behörden ein entscheidender Sinneswandel.
Man gestattete nun auch mehrplätzige Fahrzeuge nur mit einer Klemme auszurüsten.

1986 wurde die DS 106 an der 6MGD Versettler 1+2 eingesetzt.

1987 wurde die erste DS 212/215 an der Schönleitenbahn (12MGD) eingesetzt. Die Bezeichnung DS 212 setzt sich aus 2 für 2 Klemmen und 12 für 12 Personen zusammen.

1988 wurde die erste 8MGD mit der DS 108 ausgestattet. Die DS 108 ist nur eine modifizierte DS 106.

1988 wurde nun auch das erste DLM mit einem Fahrwerk aus vier DS Klemmen gebaut. Diese Prototypen Anlage in Sölden wird im April 2010 das Zeitliche segnen.

1991-1993 wurde eine Torsionsklemme angestrebt und zur Serienreife gebracht. Diese neuartige Klemme zog auch eine neue Bezeichnung mit sich. aus DS wurde DT "D"oppelmayr "T"orsion.

Die erste DT 104 kam 1993 an der 4CLD Saiser Joch zum einsatz.

1995 mit der Sonnenbahn die erste DT 106, am Naßfeld die erste DT 108 und für die 15MGD Rudnigalmbahn die erste DT 215

Für das erste Funitel in Hintertux wurden vier DT 108 Klemmen verbaut. Hier wurde die Klemme ohne Stützrollen, Laufrollen und Reibblech montiert.

Bis 2003 wurden die DT Klemmen noch mit einer integrierten Klemmkraftprüfung verbaut.

2002 kam es zum ersten 3S Laufwerk welches in Zusammenarbeit mit den Ingenieuren der Von Roll konstruiert wurde.

Das 2S Laufwerk wurde 2002 für die 16BGD Kreuzeck interessanterweise in Lana entwickelt.

Zur Italienischen Seite;

1985 wurde durch Agamatic (schon damals mit Doppelmayr eng verbunden) in Lana die erste A 104 Klemme entwickelt.

Sie kam 1985 an der 4CLD Piz Sorega zum ersten Einsatz.

Aus zwei zusammengesetzten A 104 Klemmen entstand die A 206

1987 kam die erste A206 an der 6km langen 6MGD Groste in Madonna di Campiglio zum Einsatz.

1989 wurde die A106 zum ersten mal an der 6MGD Gassl-Kronplatz verbaut.

Die A Klemmen werden hauptsächlich in Italien und Frankreich verbaut. Auf Kundenwunsch fanden aber auch einige Ableger den weg nach Österreich und in die Schweiz.
Meine Informationen beziehen sich aus der WIR Nr. 164 der Firma Doppelmayr und vielen gesprächen mit Betriebsleitern und angestellten verschiedener Bergbahnen
Zuletzt geändert von PHB am 20.09.2009 - 15:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: In Österreich verbaute Kuppelklemmen

Beitrag von k2k » 20.09.2009 - 15:13

Zwei kleine Korrekturen und Ergänzungen:
- das erste DM-Funitel war '95 in Hintertux und nicht in Kaprun
- Agamatic war ein gemeinsames Tochterunternehmen von DM und Hölzl für den italienischen Markt
- Die A-Klemmen werden (wurden?) meines Wissens in Italien und Frankreich deshalb verbaut, weil es sich bei der Torsionsfederklemme um eine Totpunktklemme handelt, die dort nicht zugelassen war. Möglicherweise hat sich das aber im Zuge der EU-Vereinheitlichung geändert.

Ansonsten stehen ein paar Sachen schon weiter oben. Es gibt noch eine Broschüre "30 Jahre Kuppeltechnik bei DM". Da steht im Wesentlichen das selbe drin, was hier bereits erwähnt wurde. Dass DM aber jemals bei der Kuppeltechnik mit Städeli kooperiert hat, wäre mir auch neu. Das habe ich noch nie gehört.
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Re: In Österreich verbaute Kuppelklemmen

Beitrag von GMD » 20.09.2009 - 15:16

Das System Oehler funktionierte folgendermassen: Die Klemme und ein Teil des Gehänges waren fix ans Seil geklemmt. Die Kabinen wurden mit einem Hakenmechanismus daran gekuppelt. In der Tat ein kurioses System!
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Re: In Österreich verbaute Kuppelklemmen

Beitrag von seilbahner » 20.09.2009 - 15:29

Soweit ich Informiert bin, war die allererste Agamaticanlage in Brixen auf die Plose. Sie wurde 1985 in Betrieb genommen.

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Re: In Österreich verbaute Kuppelklemmen

Beitrag von Petz » 20.09.2009 - 18:15

Ram-Brand hat geschrieben:Es ist nur halt komisch, das wenn Du etwas falsches korrigierst es gleich angezweifelt wird und man alles mehrmals durchkauen muss.
Seilbahner, du weißt ja wovon ich rede. :roll:
Wenn Du Deine Quelle gleich angegeben hättest wären sicher keine Zweifel aufgekommen aber bei einem Betriebsleiter, der Dachstein beauskunftete, muß man eigentlich annehmen das er weiß wovon er spricht und insoferne waren die Zweifel meiner Ansicht nach nicht ungerechtfertigt.
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Re: In Österreich verbaute Kuppelklemmen

Beitrag von Ram-Brand » 20.09.2009 - 19:00

^^ Gut. Werde ich dann jetzt immer machen.

Ich hoffe doch "Seilbahner" wird jetzt auch immer seine Quelle sofort mit angeben.
:schlaumeier: :wink:
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Re: In Österreich verbaute Kuppelklemmen

Beitrag von Pilatus » 20.09.2009 - 19:10

Naja, ist aber so. Eine Info ohne Quelle ist nichts wert.

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Re: In Österreich verbaute Kuppelklemmen

Beitrag von seilbahner » 20.09.2009 - 19:12

Wie mach ich dann das bei eigener Erfahrung oder selber erlebten Dingen? Muss ich in Zukunft immer Zeugen mitnehmen?

Aber wahrscheinlich bin ich nur ein fake und in Wirklichkeit 12 jahre alt und alles was ich so weiß hab ich erfunden! :biggrin:
Zuletzt geändert von seilbahner am 20.09.2009 - 19:13, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: In Österreich verbaute Kuppelklemmen

Beitrag von Pilatus » 20.09.2009 - 19:12

Dann muss das so deklariert sein. :wink:


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Re: In Österreich verbaute Kuppelklemmen

Beitrag von Petz » 20.09.2009 - 19:27

seilbahner hat geschrieben:Aber wahrscheinlich bin ich nur ein Fake und in Wirklichkeit 12 Jahre alt
Dann hast Du Dich aber verdammt fix entwickelt - ein Seilbahnwunderkind wär ja auch mal was neues...:wink: :mrgreen:

Offensichtlich gibt es halt wie überall auch in Euren Reihen einige nicht so kompetente Leute und an einen von denen dürfte Kollege Dachstein geraten sein; der bestellt dann möglicherweise auch Leitnerklemmen als E - Teile für ne DM - KSB und staunt dann Bauklötze wenn der Sessel im Beschleuniger feststeckt...:rofl:

@GMD, wie hat Oehler dann die Synchronisierung zusammengebracht, stelle mir das reichlich fehleranfällig vor ?
Zuletzt geändert von Petz am 20.09.2009 - 19:35, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: In Österreich verbaute Kuppelklemmen

Beitrag von ATV » 20.09.2009 - 19:28

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Re: In Österreich verbaute Kuppelklemmen

Beitrag von Dachstein » 20.09.2009 - 19:29

Okay, wenn Dm das schreibt, dann heißt es Doppelmayr System. Sämtliche Zweifel ausgeräumt, eine falsche Info, die ich da bekam.
Dass DM aber jemals bei der Kuppeltechnik mit Städeli kooperiert hat, wäre mir auch neu. Das habe ich noch nie gehört.
War mir ehrlich gesagt auch neu - und ich mag es eigentlich auch nicht ganz glauben - allerdings stammt die Info von einem Betriebsleiter, der mir plausibel erklärt hat, dass DM da Ideen von Städeli verbaut hat. Ich hatte das mal übernommen, da sich der Bl recht gut auskennt und es auch plausibel auf den ersten Blick war. Die Klemmen unterscheiden sich äußerlich für einen Laien kaum.

Eine zugegebenermaßen blöde Frage habe ich aber noch: vergleicht man die Städeliklemme von Swoboda (Hössbahn) und die DM Klemme der Planaibahn in Schladming, so schauen sich die Klemmen eben verdammt ähnlich. Ganz baugleich sind sie sich nicht, jedoch erfolgt die Betätigung der Klemme in einer sehr ähnlichen Weise. Hat wer Infos zu diesen beiden Klemmen? Wo liegen die Unterschiede?

Bild

^^ Swoboda (Städeli) - Hössbahn (Sorry, die CAs sind grauenhaft)

Bild

^^ DM - Planaibahn (verm. Doppelklemme aufgrund Behördenvorschrieb)

Übrigens: eine einmalig in Österreich verbaute Klemme habe ich glatt oben auch noch vergessen: es handelt sich um die Klemme der D DSB in Hochimst. Muss eine Art AK oder AK ähnliche Klemme sein. Nach WIR wurde diese Klemme nur 2 mal verbaut. Kennt wer deren Typenbezeichnung?

MFG Dachstein

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Re: In Österreich verbaute Kuppelklemmen

Beitrag von k2k » 20.09.2009 - 23:05

Dachstein hat geschrieben:Übrigens: eine einmalig in Österreich verbaute Klemme habe ich glatt oben auch noch vergessen: es handelt sich um die Klemme der D DSB in Hochimst. Muss eine Art AK oder AK ähnliche Klemme sein. Nach WIR wurde diese Klemme nur 2 mal verbaut. Kennt wer deren Typenbezeichnung?
Typenbezeichnung kenne ich nicht aber die Klemme entspricht dem Typ, der in der von PHB genannten WIR-Ausgabe Nr. 164 (die, wie ich festgestellt habe, identisch mit der von mir genannten Broschüre "30 Jahre Kuppeltechnik bei DM" ist) als Prototyp eines Nachrüstsatzes für fix geklemmte Dreiersesselbahnen bezeichnet wird.

Zu den beiden ähnlichen Klemmen von DM und Städeli: Die Montaz-Kuppelklemme könnte man in diese Reihe auch noch aufnehmen. Wobei diese meines Wissens auf Creissels zurück geht. Habe aber keinen Beleg dafür.
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Re: In Österreich verbaute Kuppelklemmen

Beitrag von Dachstein » 21.09.2009 - 12:20

k2k hat geschrieben: Typenbezeichnung kenne ich nicht aber die Klemme entspricht dem Typ, der in der von PHB genannten WIR-Ausgabe Nr. 164 (die, wie ich festgestellt habe, identisch mit der von mir genannten Broschüre "30 Jahre Kuppeltechnik bei DM" ist) als Prototyp eines Nachrüstsatzes für fix geklemmte Dreiersesselbahnen bezeichnet wird.
Das ist ja das komische an der Klemme. Kein Mensch, den ich bis jetzt gefragt habe, kennt die Typenbezeichnung von dieser Klemme. Es sind auch nur 2 Einsätze bei Anlagen bekannt. 3 Stück liegen bei DM als Schauobjekt herum.
k2k hat geschrieben: Zu den beiden ähnlichen Klemmen von DM und Städeli: Die Montaz-Kuppelklemme könnte man in diese Reihe auch noch aufnehmen. Wobei diese meines Wissens auf Creissels zurück geht. Habe aber keinen Beleg dafür.
Kleine Frage an dich: hast du ein Bild von der MM Kuppelklemme?
An der Lösung der anderen Frage bin ich inzwischen dran, werde mal schaun, dass ich von beiden Klemmen Bilder im zerlegten Zustand bekomme, dann können wir vergleichen.

MFG Dachstein

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Re: In Österreich verbaute Kuppelklemmen

Beitrag von Theo » 21.09.2009 - 18:23

Der Unterschied zwischen der von aussen ähnlichen Klemmen von DM und Städeli ist: Bei DM kam jeweils eine Spiralfeder zum Einsatz, Städeli benutzte Tellerfedern.
MM benutzte ebenfalls Tellerfedern.

Dann noch eine Frage: Was für einen Klemmentyp hatte denn die Silvrettabahn 1982, ab 1998 Fimbabahn?

Dann habe ich noch ein Bild von einer zerlegten MM Klemme von der KSB-4 in Argentiere.
Dateianhänge
MM Klemme Argentiere
MM Klemme Argentiere
Bautagebuch 3S Bahn Klein Matterhorn
https://drive.google.com/drive/folders/ ... sp=sharing


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