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Seilbahnen mit unterschiedlicher Förderleistungen auf zwei Sektionen

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ronyspin
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Seilbahnen mit unterschiedlicher Förderleistungen auf zwei Sektionen

Beitrag von ronyspin » 22.05.2018 - 16:32

Kann mir jemand sagen ob ausser der Ried-Gipfel 10EUB am Kronplatz weitere Seilbahnen mit der "Quick-Switch" Weichen oder ähnlicher Technik für unterschiedliche Förderleistungen auf zwei Sektionen gebaut wurden und ob sich diese bewährt haben.


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Seilbahnjunkie
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Re: Seilbahnen mit unterschiedlicher Förderleistungen auf zwei Sektionen

Beitrag von Seilbahnjunkie » 22.05.2018 - 16:43

Ich glaube der Gletscher Jet 3 und 4 in Kaprun kann das in einem seiner Betriebsmodi.

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ronyspin
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Re: Seilbahnen mit unterschiedlicher Förderleistungen auf zwei Sektionen

Beitrag von ronyspin » 22.05.2018 - 18:29

Seilbahnjunkie hat geschrieben:
22.05.2018 - 16:43
Ich glaube der Gletscher Jet 3 und 4 in Kaprun kann das in einem seiner Betriebsmodi.
Danke Seilbahnjunkie für die Angabe. Da ist es ja noch spezieller, da es unten eine Kombibahn ist und oben eine reine EUB.
Gibt es irgendwo auch eine andere Aufteilung als die 1zu2? 2zu3 oder 3zu4? Ist das im laufenden betrieb umschaltbar?

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sunset
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Re: Seilbahnen mit unterschiedlicher Förderleistungen auf zwei Sektionen

Beitrag von sunset » 22.05.2018 - 19:59

Im laufenden Betrieb umschaltbare Anlagen kenne ich nicht. Beim Umschaltvorgang müssten sich entweder Abstand und/oder Kabinenzahl ändern, eine Umsetzung davon stelle ich mir relativ umständlich vor.

Gletscherjet 3/4 ist eine spannende Sache: Die gesamten Kabinen der ersten Sektion fahren auf die 2. Sektion per Schnellweiche durch. Zur Verdopplung der Kapazität verkehren jedoch auf Sektion II weitere Kabinen, die an der Mittelstation im bergseitigen Umlauf wieder wenden und gar nicht auf Sektion I kommen.

Weitere Anlagen mit einem ähnlichen System:
Die 2-Sektionen-Anlage in Juschno Sachalinsk (http://lift-world.info/de/lifts/12630/datas.htm und http://lift-world.info/de/lifts/12631/datas.htm), die spannenderweise sogar unterschiedliche Geschwindigkeiten auf beiden Sektionen fährt,
Weibermahdbahn in Lech/Warth (ähnlich Juschno Sachalinsk, bloß mit gleicher Geschwindigkeit)
Trittkopfbahn in St. Anton,
Sogar die 6-CLD(/B) Bollin-Fresse mit Baujahr 1997 konnte das schon (Auf lift-world nicht gut ersichtlich, vgl. http://lift-world.info/de/lifts/217/datas.htm und http://lift-world.info/de/lifts/218/datas.htm)

Gibt natürlich noch weitere Anlagen, mehr fallen mir aber gerade aus dem Kopf nicht ein. ;)
LG, Max

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Re: Seilbahnen mit unterschiedlicher Förderleistungen auf zwei Sektionen

Beitrag von Radim » 22.05.2018 - 20:03

sunset hat geschrieben:
22.05.2018 - 19:59
Gibt natürlich noch weitere Anlagen, mehr fallen mir aber gerade aus dem Kopf nicht ein. ;)
8EUB Pedagà + Piz de Plaies in St. Vigil (2005), Funktion ist aber nicht mehr benutzt.
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Re: Seilbahnen mit unterschiedlicher Förderleistungen auf zwei Sektionen

Beitrag von Naturschneeliftler » 22.05.2018 - 20:20

Bei Pendelbahnen gibt es das auch teilweise. z.B. ändert sich neben der Kabinengröße auch die Förderkapazität zwischen Sektion 1 und 2 bei der
- Hochfellnbahn (S.1: 70er Kabinen; 500 Pers/h, S.2: 45er Kabinen; 600 Pers/h)
- Goldeckbahn (S.1: 40er Kabinen 342 Pers/h, S.2: 30er Kabinen; 480 Pers/h)
Warum man das damals so gebaut hat verstehe ich nicht, und sich verkleinernde Kabinen sind doch im allgemeinen eher unpraktisch, oder?
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Re: Seilbahnen mit unterschiedlicher Förderleistungen auf zwei Sektionen

Beitrag von Radim » 22.05.2018 - 20:22

Hier ist Rede über Bahnen, die einen Durchfahrbetrieb der FBM haben, Pendelbahnen sind somit ausgeschlossen :wink:
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Re: Seilbahnen mit unterschiedlicher Förderleistungen auf zwei Sektionen

Beitrag von ronyspin » 23.05.2018 - 06:56

Hallo zusammen

Danke vielmals für eure Angaben. :top:

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Re: Seilbahnen mit unterschiedlicher Förderleistungen auf zwei Sektionen

Beitrag von Theo » 23.05.2018 - 17:59

Die neue Ifenbahn müsste eigentlich auch so sein. Die obere Sektion hat ja die doppelte Förderleistung wie die untere.
Die 6er Gondel in Grindelwald zum First hat auf den unteren beiden Sektionen 1200p/h, auf der dritten dann 1800p/h. Das wurde vor einigen Jahren so nachgerüstet.
Interessant auch die KSB-6 Bollin / Fresse in Tignes. Die Förderleistung ist zwar die gleiche, manche Sessel fahren aber nur bis zur Mitte und werden dafür auf der oberen Sektion durch die gleiche Anzahl wo nur oben fahren ersetzt. Das wurde zumindest ursprünglich so gebaut.
Bautagebuch 3S Bahn Klein Matterhorn
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Re: Seilbahnen mit unterschiedlicher Förderleistungen auf zwei Sektionen

Beitrag von Spezialwidde » 24.05.2018 - 09:52

Schon interessant zu lesen was die Technik so alles hergibt. Ich dachte eigentlich immer bei Bahnen mit unterschiedlichen Kapazitäten auf den Sektionen müsste man umsteigen (So ähnlich wie es beim ehemaligen Sessellift auf die Schneekoppe war). Wie geht das dann genau, nur dass man sich das mal vorstellen kann, werden dann einige Fahrbetriebsmittel der 2. Sektion in eine Kurzschlussschleife geleitet die dann gleich wieder hochfahren statt zur ersten Sektion überstellt zu werden während andere FBMs durchgereicht werden? Ich meine sinnvoll wäre sowas schon wenn an der Mittelstation zusätzlich Skifahrer zusteigen die nicht bis ins Tal abfahren wollen oder können.
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Re: Seilbahnen mit unterschiedlicher Förderleistungen auf zwei Sektionen

Beitrag von Talabfahrer » 24.05.2018 - 12:51

Technisch geht -theoretisch- viel. Ich kenne das nur vom Kitzsteinhorn, und dort gehen die bei echtem Bedarf, also wenn z.B. auf dem GJ 4 windbedingt langsamer gefahren werden soll als mit dem GJ 3, auf Nummer sicher und trennen die beiden Sektionen. Hat dann die Konsequenz, dass man auch dann, wenn man unten schon in eine Gondel steigt, an der Mittelstation raus muss, um eine Absperrung rum zum Eingang des GJ 4, dort wieder anstellen und durchs Drehkreuz dann zum Einstieg des GJ 4. Dafür klappt das dann unabhängig davon, wie gut die Steuerung mit dem Einschleusen der FBMs von unten nach oben zurecht kommt, und ob alle schnellen Weichen gerade so schalten, dass keine der Überwachungen mal kurz, aber dafür dann immer beide, Sektionen anhält. Die schnellen Weichen am GJ 3 und GJ 4 sollen übrigens angeblich bei der nächsten großen Revision getauscht werden, weil die von der Lebensdauer her auf eine bestimmte Zahl von Schaltvorgängen begrenzt sind, die jetzt bald erreicht ist.

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Re: Seilbahnen mit unterschiedlicher Förderleistungen auf zwei Sektionen

Beitrag von Seilbahnjunkie » 24.05.2018 - 14:04

Genau so funktioniert es, ein Teil der Gondeln wird an der Mittelstation wieder zurück geschickt. Dafür gibt es die genannten schnellen Weichen, weil die normalen Weichen nicht einfach bei voller Fahrgeschwindigkeit zwischen den einzelnen Gondeln umgestellt werden können.

Entwickelt wurden diese Weichen übrigens für was anderes, nämlich die in Frankreich beliebten Doppeleinstiege (korrigiert mich wenn ich da was durcheinander bringe). Dabei fahren die Sessel abwechselnd durch zwei Einstiegsbereiche was die Kapazität steigert. Man kann sie aber auch nutzen um die Einstiegsbereiche von Kombibahnen besser zu trennen. Das wurde z. B. bei der Kombibahn am Penken gemacht.

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Re: Seilbahnen mit unterschiedlicher Förderleistungen auf zwei Sektionen

Beitrag von sunset » 24.05.2018 - 16:54

Theo hat geschrieben:
23.05.2018 - 17:59
Interessant auch die KSB-6 Bollin / Fresse in Tignes. Die Förderleistung ist zwar die gleiche, manche Sessel fahren aber nur bis zur Mitte und werden dafür auf der oberen Sektion durch die gleiche Anzahl wo nur oben fahren ersetzt. Das wurde zumindest ursprünglich so gebaut.
Ist mittlerweile (sicher die letzten 10 Jahre schon) nicht mehr in dieser Form in Betrieb; die 2. Sektion Fresse hat nur noch die halbe Förderleistung wie die 1. Sektion. Ein Einstieg in der Mittelstation ist zumindest in den letzten Jahren nicht (mehr) möglich.
LG, Max


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Re: Seilbahnen mit unterschiedlicher Förderleistungen auf zwei Sektionen

Beitrag von thomasg » 24.05.2018 - 20:55

Als ich das erste Mal im Espace Killy war, was so um 1999 gewesen sein müsste, gab es bei Bollin/Fresse auch keinen Zustieg an der Mittelstation.

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