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CWA Omega V

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CWA Omega V

Beitrag von Sabre43 » 09.10.2018 - 20:58

Heute ist auf dem Doppelmayr- YouTube Kanal folgendes Video erschienen:

Direktlink


Mir gefällt die neue Gondel ausgesprochen gut! Was haltet ihr von der?
Unangefochtener Weltmarktführer im Seilbahnbau in Scrap Mechanic!

Es gibt genug Mist von Leitner Schrottways auf dieser Welt, make the Spieljochbahn Girak again!


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Re: CWA Omega V

Beitrag von Spezialwidde » 10.10.2018 - 09:02

Naja die Kameraführung und Darstellung ist wirklich nicht der Hit...Ich kann anahnd dieses Videos wenig sagen, man müsste sich das schon mal detaillierter ansehen können.
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Re: CWA Omega V

Beitrag von Skyworld » 10.10.2018 - 11:18

Hier noch weitere Infos:

https://www.cwa.ch/angebot/omegav/


Direktlink


Mir gefällt die neue, leicht angepasste Form sehr gut und auch die Ausstattung ist zum Vorgänger in einigen Teilen besser geworden, v.a. die bessere Anpassung auf das Thema Urban. Auch die kleiner und schlanker gewordenen Gummipuffer an den Ecken mit integrierten LED-Leuchten gefallen mir optisch ebenso wie die nun besser ins Fahrzeug integrierten Skihalter außen. Und auch die integrierte Aufhängung macht die Kabine optisch gefälliger.

Mein erster Eindruck: Sehr gut gelungen!
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Re: CWA Omega V

Beitrag von Lagorce » 10.10.2018 - 19:45

Spezialwidde hat geschrieben:
10.10.2018 - 09:02
Naja die Kameraführung und Darstellung ist wirklich nicht der Hit...Ich kann anahnd dieses Videos wenig sagen, man müsste sich das schon mal detaillierter ansehen können.
S*******. :)
Nochmals versehentlich auf diesen idiotischen "Danke" Button gecklickt. War dort nicht der Button fü Antwort mit Zitat?
Da möchte ich die Funktion in den User Preferences sperren können.
Bitte niemals für ein Post meinerseits danken.

YouTube Video ist mindestens teilweise eine 3D Computersimulation und wie dargestellt ist Kabine m.E. onehin nicht zulassungsfähig.
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Re: CWA Omega V

Beitrag von David93 » 10.10.2018 - 20:23

Die neue Kohlmaisbahn in Saalbach wird die erste Bahn mit diesen Kabinen werden. Bzw. ist es schon, weil die Kabinen hängen ja schon, wenn auch noch eingepackt.
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Re: CWA Omega V

Beitrag von Xtream » 12.10.2018 - 12:52

warum ist die kabine wie dargestellt nicht zulassungsfähig und gibt es eigentlich irgendwo eine aufstellung mit bildern omega I - V ?

gerade der unterschied III zur IV würde mich mal interessieren!

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Re: CWA Omega V

Beitrag von Mr400Liter » 12.10.2018 - 17:21

III und IV sehen grundsätzlich ziemlich ähnlich aus. Der markanteste Unterschied ist, dass die Omega III in der Tür nur ca zu 2/3 verglast ist. Der unterste Teil der Tür bei der Omega III ist Alu.

Bei der Omega IV ist auch die Tür bis unten verglast.

Beispiele für Omega III sind in etwa die Gondeln der Roten 8er in Wagrain, die Zehnerkarbahn in Obertauern, Kaserebenbahn in Gastein, ...


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Re: CWA Omega V

Beitrag von Mr400Liter » 12.10.2018 - 17:24

Hier ein schönes Beispiel für eine Omega III

https://lift-world.info/de/lifts/430/datas.htm

Lagorce
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Re: CWA Omega V

Beitrag von Lagorce » 12.10.2018 - 22:14

Gehe davon aus, dass eine alleinige Vollverglasung nicht zulässig ist, zumindest muss irgendein Querteil, z.B. aus Metall, ein Herausfallen oder -schleudern der Fahrgäste verhindern.
Siehe ebenfalls EN 13796-1:2017 unter 11.2 und insbes. 11.2.1.2.

Würde man trotzdem vollverglaste Wände ohne zusätzliche Schutzmassnahmen zulassen, wäre dies m.E. ein Fehlentscheid der zuständigen Zulassungsstellen.

Zumindest in gewissen 3D Darstellungen sind reine Vollverglasung als Seitenwang auf der Spurinnenseite (Bahnachse) dargestellt.

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Re: CWA Omega V

Beitrag von Drahtseil » 12.10.2018 - 22:30

Lagorce hat geschrieben:
12.10.2018 - 22:14
Würde man trotzdem vollverglaste Wände ohne zusätzliche Schutzmassnahmen zulassen, wäre dies m.E. ein Fehlentscheid der zuständigen Zulassungsstellen.
So weit ich weiß ist diese "Schutzmassnahme" nunmehr als Option verfügbar und nennt sich Handlauf. Demnach sind die vollverglasten Kabinen bereits zugelassen.
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Re: CWA Omega V

Beitrag von Lagorce » 13.10.2018 - 00:42

Dass man sowas zugelassen kriegt erstaunt mich nicht, man hat ja auch die sog. integrierte Räumung (auch integrierte Bergung, integrierte Rettung, usw.) eingeführt; die in gewissen Ländern in denen nun nach CEN Seilbahnen gebaut werden sind die vormals obligatorischen mechanischen Übergeschwindigkeitsauslöser (Zentrifugalschalter) der Sicherheitsbremse nicht mehr vorgeschrieben; zum Thema Fangbremse habe ich mich meine Meinung nie geändert, usw. Brandschutz wäre auch noch so ein Sorgenkind.

Man könnte noch sehr lange über fragwürdige Kompromisse diskutieren. Spätestens bei einem Zwischenfall wird dann eine eigentlich bekannte Problematik wieder aufgegriffen.

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Re: CWA Omega V

Beitrag von Mr400Liter » 13.10.2018 - 09:39

Lagorce hat geschrieben:
13.10.2018 - 00:42
Man könnte noch sehr lange über fragwürdige Kompromisse diskutieren. Spätestens bei einem Zwischenfall wird dann eine eigentlich bekannte Problematik wieder aufgegriffen.
Bin da voll und ganz deiner Ansicht. Vor allem beim Thema mit den Fangbremsen....

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Re: CWA Omega V

Beitrag von falk90 » 13.10.2018 - 18:47

Lagorce hat geschrieben:
12.10.2018 - 22:14
Gehe davon aus, dass eine alleinige Vollverglasung nicht zulässig ist, zumindest muss irgendein Querteil, z.B. aus Metall, ein Herausfallen oder -schleudern der Fahrgäste verhindern.
Siehe ebenfalls EN 13796-1:2017 unter 11.2 und insbes. 11.2.1.2.

Würde man trotzdem vollverglaste Wände ohne zusätzliche Schutzmassnahmen zulassen, wäre dies m.E. ein Fehlentscheid der zuständigen Zulassungsstellen.

Zumindest in gewissen 3D Darstellungen sind reine Vollverglasung als Seitenwang auf der Spurinnenseite (Bahnachse) dargestellt.
Es läuft eigentlich immer auf einen Nachweis gleicher Sicherheit hinaus.
Kennst du die Konstruktion soweit im Detail, dass du dir solche Aussagen leisten kanst? Es stört mittlerweile in vielen Topics hier.


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Re: CWA Omega V

Beitrag von Seilbahnjunkie » 13.10.2018 - 20:17

Also ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Entwickler bei CWA/Doppelmayr nicht vorher überlegt haben ob ihr neues Produkt zulassungsfähig in den Kernmärkten ist.

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Re: CWA Omega V

Beitrag von Lagorce » 14.10.2018 - 14:47

falk90 hat geschrieben:
13.10.2018 - 18:47
Lagorce hat geschrieben:
12.10.2018 - 22:14
Gehe davon aus, dass eine alleinige Vollverglasung nicht zulässig ist, zumindest muss irgendein Querteil, z.B. aus Metall, ein Herausfallen oder -schleudern der Fahrgäste verhindern.
Siehe ebenfalls EN 13796-1:2017 unter 11.2 und insbes. 11.2.1.2.

Würde man trotzdem vollverglaste Wände ohne zusätzliche Schutzmassnahmen zulassen, wäre dies m.E. ein Fehlentscheid der zuständigen Zulassungsstellen.

Zumindest in gewissen 3D Darstellungen sind reine Vollverglasung als Seitenwang auf der Spurinnenseite (Bahnachse) dargestellt.
Es läuft eigentlich immer auf einen Nachweis gleicher Sicherheit hinaus.
Kennst du die Konstruktion soweit im Detail, dass du dir solche Aussagen leisten kanst? Es stört mittlerweile in vielen Topics hier.
Es geht hier ebenfalls um die Grundsatzfrage, ob man es als zulässig betrachtet, eine Vollverglasung ohne weitere Zusatzmittel einzusetzen.

Nachweis gleicher Sicherheit... Befasst man sich etwas vertiefter mit probabilistischen Risikoanalysen stellt man fest, das Beurteilungen nicht immer so objektiv sind (oder sein können) als man eigentlich erwarten (oder erhoffen) würde.

Siehe nochmals das Beispiel der rein mechanischen Übergeschwindigkeitsauslösung der Sicherheitsbremse, die mit den EN vom CEN/TC 242 nicht mehr obligatorisch sind, sofern mindestens eine mechanische Handauslösung vorhanden ist (wo die sein muss ist allerdings nicht vorgeschrieben und auch nicht, dass die volle Bremswirkung der SB zwingend bei jeglichem Steuerungsfheler aufbringen muss).
Probabilistisch gesehen muss ich eine totale Fehlreaktion des Betriebspersonals als extrem unwahrschenlich einstufen, damit ich davon ausgehen kann, dass im Fehlerfall, der Handabzug der SB nicht betätigt wird. Na ja, so idiotisch wird wohl niemand sein, bei geöffneter BB und entkoppeltem Antrieb, die SB zu öffnen und dann beim Beginn des Rollbacks nicht sofort wieder die SB zu schliessen.
Soweit mal die Ansicht der CEN Normokraten... Nun was geschah bei der 4-CLF Sadzele in Gudauri (Georgien)? Genau dass, etwas man genügend unwahrscheinlich betrachtete, um den Verzicht auf eine alte bestens bewährte Sicherheitsvorrichtung zu verzichten (hatte mich dazu mehrmals auf Alpinforum bereits vor IIRC ca. Jahren darüber geäusserst und bin stets gleicher Meinung.

Spezielle Verglasungen bewähren sich zwar bestens als betretbare Bodenflächen, Geländer, usw., dabei handelt es sich allerdings um relativ schwere und auch teure Spezialgläser (Mineralglas), dazu gibt es auch entsprechende Vorschriften.
Dass sowas rein technisch auch für vollverglaste Seitenwänden von Gondelbahnkabinen machbar ist, stelle ich nicht keineswegs in Frage, nur würde dies recht teuer und zudem noch schwer.

Auch organische Gläser, wie z.B. PMMA ("Plexiglas") werden mit sehr hohen Wandstärken z.B. für Grossaquarien eingesetzt (IIRC bis über 200 mm Wandstärle). PC ("Makrolon") ist ein weitverbreites Material für Kunststoffverglasungen. Ach Mineralglas wäre denkbar. Aber eben, wie gesagt, einiges teurer und schwerer.

Die Risikoanalyse bzgl. Einsatz von Vollverglasungen ist nicht ganz so einfach,wenn spezielle Beanspruchungen wie z.B. Kollisionen (inkl. Aufprall am Boden) berücksichtigt werden. Das Versagen von Plastikscheiben, insbes. dessen Herausfallen bzw. Herausdrücken ist ein bekanntes Problem, und dazu gibt est auch ausführliche Berichte (siehe z.B. die Untersuchungen und Empfehlungen vom französischen STRMTG die zu einer Verstärkung der Befestigungen der Verglasungen gewisser Kabinen führte, Links weiter unten).

Werden Kabinenholme bei einem Aufprall verformt können Verglasungen u.U. aus den Fassungen herausgedrückt werden. Zwar gibt es auch verschiendene Rückhaltevorrichtungen. Bleibe jedoch der Meinung, dass robuste Geländerstangen aus Metall vorteilhaft bleiben obwohl auch solche keine absolute Sicherheit gegen das Herausfallen oder -schleudern von Personen darstellt.

Zu beachten ist sowohl der mechanische Widerstand der Verglasung als Flächenmaterial wie auch die Art und Weise wie die Verglasungsteile montiert sind. In gewissen Fällen versagte die Befestigung der Verglasung, in anderen versagte das Materal als solches.

Bzgl. den effektiven Anforderungen lass ich Dich selbst in diversen Bereichen recherchieren (Fahrzeuge (Strasse, Bahn,...), Gebäude, usw.).
Dass man technisch alle Anforderungen erfüllen kann, bezweifle ich nicht, nur, ob dies wirtschafltich mit relativ dünnwandingen Kunststoffverglasungen machbar ist bin ich alles andere sicher. Auch entsprechendes Sicherheitsglas könnte man einsetzen, damit bei einem Bersten der Scheibe die mechanische Barriefefunktion ausreichen bleibt, benötigt man entsprechend dicke Verbundgläser, die m.E. eigentlich dann schnell zu schwer und teuer für kleine 10er Kabinen werden (maximale Aussenreite bzw. -tiefe der Kabine ohne Zuberhörteile so etwas im Bereich von ca. 1.9 bis 2.2 m, also ggf. mit einer entsprechen breiten Vollverglasung (an der breitesten Stelle gemessen, abzüglich Breitenbedarf der Holme).

Wenn Dich was an meinen Aussagen stört, kannst Du jederzeit darüber antworten. In gewissen Fällen kann ich fundiert objektiv etwas beisteuern, in anderen äussere ich lediglich eine persönliche Meinung.
Habe mich in Posts schon geirrt, vollidiotisches poste ich hoffentlich dennoch nicht allzuoft.

Allgemein gesehen stelle ich fest, dass im Seilbahnbereich doch unter dem Druck der Hersteller manches zugelassen wurde, worüber auch Experten geteilter Meinung sein können und auch gewisse Vorschrifen der Normen sind fragwürdig oder sogar falsch. Darüber lass ich Dich z.B. in Gottfried Hofmann's sehr empfehlenswertem Fachbuch Ropeway Technology nachlesen.

Gesamthaft betrachtet ist im Seilbahnbereich das Restrisiko so gering, dass schwere Zwischenfälle extrem selten sind. Dies soll jedoch nicht dazu führen, dass man punkto Sicherheitsstandards fragliche Kompromisse eingeht.

Dass z.B. bei gewissen Stationen relativ hohe vermeidbare Brandlasten (insbes. Holz, .zT. auch Kunststoffe) in unmittelbarer Nähe der Seile befinden betrachte ich als Fehlentscheid. Da jedoch Zündquellen relativ selten sind, gibt es nur wenig Brände; unter ungünstigen Voraussetzungen könnten die Folgen dennoch katastrophal sein.

Brand einer Gondelbahnkabine, keine ernsthaft Verletzte, verursacht durch Feuerwerkskörper während Fernseh-Dreharbeiten:
Fire Accident in cable car
https://www.youtube.com/watch?v=Bnq8wQ1EFjg

Zum Thema Verglasungen von Gondelbahnkabinen:
http://www.bea-tt.equipement.gouv.fr/IM ... 7af618.pdf
http://www.bea-tt.equipement.gouv.fr/IM ... 029c71.pdf
https://www.economie.gouv.fr/files/file ... ABINES.pdf

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Re: CWA Omega V

Beitrag von Skyworld » 15.10.2018 - 10:40

Seilbahnjunkie hat geschrieben:
13.10.2018 - 20:17
Also ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die Entwickler bei CWA/Doppelmayr nicht vorher überlegt haben ob ihr neues Produkt zulassungsfähig in den Kernmärkten ist.
Die Leute von CWA wissen ganz genau, was sie da machen und überhaupt anzuzweifeln, dass die Omega V so zulassungsfähig ist, grunz für mich schon an Verhöhnung dieser Fachleute. Klingt hart, aber genau so meine ich das auch. Es gibt zudem doch mehr als genug Omega IV ohne Fangeinrichtung an der Seite in Betrieb und das schon seit langer Zeit. Die würde es ja sicher nicht geben, wenn sie angeblich nicht zulassungsfähig wären.

Das sind Spezialisten mit Jahrzehntelanger Erfahrung und Verglasung ist nicht gleich Verglasung, denn es kommt eben auch auf die Art des Glases an (Dicke, Mischung, Bruchfesttigkeit, Splitterverhalten, etc.). Es gibt ja auch Brücken und Aussichtsplattformen mit Glasböden ohne weitere Fangeinrichtungen. Dann wären die ja auch nicht zulassungsfähig - doch es gibt sie immer mehr und sie wurden korrekt zugelassen.

Also: Können wir jetzt bitte diese Nonsens-Diskussion abschließen? Danke...
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Re: CWA Omega V

Beitrag von Seilbahnjunkie » 15.10.2018 - 18:14

Ich bin gestern noch mal mit zwei Omega IV gefahren, da ist auch nur ein dünnes Matallrohr zwischen die Eckträger der Gondeln geschraubt, das kann man bei der V auch haben.

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Re: CWA Omega V

Beitrag von Seilbahnfreund » 29.11.2018 - 23:10

Wie man in Saalbach sehen kann, hat die Omega V doch eine Querstrebe bei der großen Seitenscheibe erhalten.


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