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Auswirkung von Beschneiung auf die Umwelt

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Dachstein
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Auswirkung von Beschneiung auf die Umwelt

Beitrag von Dachstein » 28.10.2006 - 17:21

künstliche Beschneiung:

- Zunahme der Beunruhigung für Tiere durch Lärm
- Bergwaldrodung
- Veränderung der Vegetation
- Wasserverbrauch (Flüsse oder Trinkwasser)
- Energieverbrauch

„Sanierung“ des Skigebietes am Stümpfling, Spitzing- und Suttengebietes als Gesamtmaßnahme über mehrere Jahre
- Neubau der Stümpflingbahn (4er-Sesselbahn) mit Kapazitätserweiterung von 700 auf 2100 Pers./h.
- Neubauten von Berg- und Talstation,
- ein neues Gastronomiegebäude auf dem Stümpfling,
- Erweiterung von Pisten um ca. 4 m mit Bergwaldrodung (z.T. Schutzwald).
- eine Lastwagen-befahrbare Bau- und Versorgungsstraße auf den Stümpfling
- Parkplatzerweiterungen
- Beschneiungsanlage im Bau.
So mal ein paar Gegenargumente:

Tiere gewöhnen sich sehr schnell an neue Verhältnisse. Der Mensch übrigens auch, sonnst könnte vermtutlich kein Mensch mehr neben der Autobahn oder Eisenbahn schlafen. Die Tiere werden die neuen Verhältnisse zuerst beäugen, dann werden sie sehen, dass keine Gefahr besteht, und dann ist es ihnen egal, was die Schneekanone macht.

Dass in Mitteleurpa mittlerweile mehr Wald nachwächst, als abgeholzt wird, sollte denen aber schon bekannt sein, besonders dann, wenn sie es meines Wissens selbst propagandieren.

Veränderung der Vegetation: durch was bitte? Die Vegetation passt sich lediglich der Umwelt an, die dezeit generell im Wandel ist. Das ist nicht unbedingt durch ein Skigebiet bedingt.

Wasserhaushalt = const. So würde es vermutlich mein ehemaliger Matehprofessor ausdrücken. Wenn ich Wasser aus einem Gebirgsbach entnehme, wird es nach der Schneeschmelze wieder dort landen. Wasser kann nicht verbraucht werden. Es wird immer nur umgewandelt. Macht übrigens die Natur im großen Umfang.

Energie = const. Energie kann immer nur umgewandelt werden, aber nicht verbraucht. Und übrigens: die großen "Energiefresser" sind nicht die Skigebiete.

Steigerung der Beförderungsleistung: na was soll denn sonst gemacht werden? Vielleicht downgegraden? Viellicht sollte da mal wer wirtschaftlich denken. Denn im Gegensatz zu Energie und Wasser kann man geld verwohl vernichten.

Neubau Stationen: Dass übrigens neue Stationen und Seilbahnen viel umweltverträglicher sind, wissen sie eh noch nicht, oder? Sage nur: Alles gekapselt, keine offenen Getriebe mehr, Schmiermittel biologisch abbaubar, etc.

Neue Gastronomie: Warum nicht? Verhindert immerhin, dass die Leute ihre Jasensackeln vom Lift werfen. Denn wenn einer auf der Hütte ißt, dann braucht er am Lift nicht mehr essen. Und übrigens sind sehr viele Hütten sehr auf die Ökologie bedacht.

Versorgungsstraße: Dass man auf einer Versorgungsstraße auch Müll hinunterführen kann, was erheblich billiger ist, sollte man auch einmal erwähnen.
Wenn man was neues bauen will, und keine Straße hat, muss man übrigens mit dem Heli fliegen. Und der macht viel Deck und ist laut.

Parkplatzerweiterung: Und wenn alle Leute in der Pampa stehen, dann regt sich der Umweltschutz auch auf. Kenne ich Beispiele zur Genüge.

Schneeanlage: Dass eine dicke Schneeschcht den Boden eher schützt, als eine Dünne, sollte auch bekannt sein.

Irgendwie verstehe ich die Welt langsam nicht mehr. Wenn nicht ausgebaut wird, geht der Tourismus zugrunde, was nicht förderlich für die Wirtschaft ist, die den Umweltschutz fördert. Meines Erachtens beißt sich der Umweltschutz mit manchen Verhinderungsaktionen selber.

Also lieber Seilbahnunternehmen: zeigt den Umweltschützer mal klipp und klar, was alles für den Umweltschutz von euch getan wird, was andere nicht machen.
MFG Dachstein


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Beitrag von k2k » 28.10.2006 - 17:58

Dachstein hat geschrieben:Veränderung der Vegetation: durch was bitte?
Dadurch, dass die Kunstschneedecke länger hält als die Naturschneedecke verkürzt sich die Vegetationsperiode. Gibt ernsthafte Untersuchungen diesbezüglich.
Dachstein hat geschrieben:Energie = const. Energie kann immer nur umgewandelt werden, aber nicht verbraucht. Und übrigens: die großen "Energiefresser" sind nicht die Skigebiete.
Hammer-Argument. Energieerhaltungssatz hin oder her, das ist doch Erbsenzählerei. Was mit dem Begriff Energieverbrauch gemeint ist, dürfte ja wohl klar sein - ob der Begriff nun physikalisch korrekt ist oder nicht spielt sicher keine Rolle in der Diskussion.

Insbesondere letzteres nur mal exemplarisch, um zu zeigen, daß die Diskussion von beiden Seiten mit allen nur erdenklichen Tricksereien geführt wird. Man könnte auch sagen "fundamentalistisch". Siehe auch die Pitztal-Geschichte.
Das ist es was mich eigentlich stört. Es gibt sicher das eine oder andere Körnchen Wahrheit in den Darstellungen der Naturschützer, genauso wie es an vielen Stellen stichhaltige Argumente von Seiten der Liftbetreiber gibt. Was aber gänzlich fehlt ist eine ideologiefreie Betrachtung, die auch ein paar Grautöne zulässt und nicht nur schwarz und weiß.
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Beitrag von Huppi » 28.10.2006 - 18:12

Super Argumente, Dachstein! Schicke diese doch mal an den BN per E-Mail! ;-)
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Beitrag von Dachstein » 28.10.2006 - 18:14

k2k hat geschrieben:
Dachstein hat geschrieben:Veränderung der Vegetation: durch was bitte?
Dadurch, dass die Kunstschneedecke länger hält als die Naturschneedecke verkürzt sich die Vegetationsperiode. Gibt ernsthafte Untersuchungen diesbezüglich.
Dachstein hat geschrieben:Energie = const. Energie kann immer nur umgewandelt werden, aber nicht verbraucht. Und übrigens: die großen "Energiefresser" sind nicht die Skigebiete.
Hammer-Argument. Energieerhaltungssatz hin oder her, das ist doch Erbsenzählerei. Was mit dem Begriff Energieverbrauch gemeint ist, dürfte ja wohl klar sein - ob der Begriff nun physikalisch korrekt ist oder nicht spielt sicher keine Rolle in der Diskussion.
Interessanterweise kommt es nicht darauf an, wieviel beschniehen wurde, sondern wie der Schnee komaktiert wurde. Denn ein stark kompaktierter Schnee schmilzt wesentlich schlechter als ein weniger strakt kompaktierter.
Dann müsste man eigentlich da noch andere Faktoren hineinbringen, so zum Beispiel Hangneigung, Sonnentage, Durchschnittstemperatur, etc. Ich kann mir daher nicht so ganz vorstellen, das die Studien da wirklich recht haben. Denn da sind so unendlich viele Ungenauigkeiten drinnen, dass ich das eher anzweifle.

Zum " Hammerargumet" wollte ich noch eine Kleinigkeit ergänzen, wir haben das jüngst bei uns auf der Uni durchgekaut. Ganz mal abgesehen von der immer falschen Bezeichnung.
Man sollte da vielleicht mal noch viel weiter denken. Denn mit dem Argument, dass Energie verbraucht (also umgewandelt) wird, stimmt zwar, aber dass diese Energieumwandlung ja auch immerhin Geld bringt, der wiederum in das Skigebiet gesteckt werden kann, um den Energeiverbrauch zu minimieren, ist nicht nicht vielen aufgefallen. Viele Sachen sind im Endeffekt eine Umwegrentabilität, die man als Aussenstehender eher schwer verstehen und nachvollziehen kann. Denn wenn ich durch den gesicherten Skigebiet mehr Umsatz mache, den ich dann in energiesparendere und leisere Schneeerzeuger stecken kann, dan macht es durchaus Sinn.

Übrigens wollte ich zum Termodynamikgesetz noch einen Smily dazusetzten, hab ich aber leider verabsäumt. :oops: Mich stört nur, dass viele Leute, besonders Umweltschützer immer von Energievernichtung sprechen, obwohl man eigentlich was ganz anderes meint. Das Schlimme ist, dass es viele Leute diese Halbwarheiten auch noch glauben.

MFG Dachstein

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Beitrag von k2k » 28.10.2006 - 18:29

Zur Studie, die das mit den Veränderungen der Vegetation differenziert betrachtet:
http://www.slf.ch/lebensraum-alpen/kuns ... lt-de.html
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Beitrag von Dachstein » 28.10.2006 - 18:41

Dass sich die Pflanzenwelt verändert, glaube ich jetzt langsam.
Was mich aber nach wie vor erheblich an der Studie stört, ist die Tatsache, dass man sich hier auf Kunstschnee, also mit Zusätzen, und nicht auf Maschinenschnee bezieht denn wenn ich maschninell hergestellten Schnee mit Naturschnee vergleiche, kommt man vermutlich wieder zu einem anderen Ergebnis.

Man muss imo noch mehr differenzieren, ob nun Kunst- oder Maschinenschnee verwendet wurden denn Kunstschnee hält sich durch die Zusätze länger als Maschinenschnee.
Ausserdem frag' ich mich, woher die Nährstoffe kommen, die im Schneiwasser drinnen sind. Meine Vermutung: aus der Landwirtschaft und Industrie, die nicht umweltverträglich arbeiten. Die Skigebiete haben anscheinend das Problem, mit diesem Wasser arbeiten zu müssen. Es kommt also darauf an, woher das Wasser kommt.
Alleine schon deswegen stimme ich hier mit einem meiner Uniprofs überein, dass solche Studien im Einzelen kein zu großes Gweicht haben, erst wenn man die Summe zieht, bekommen sie Modellcharakter. Mich würde daher interessieren, wo die Studie gemacht wurde. Sollte die Studie immer im gleichen Gebiet gemacht worden sein, hat sie im einen Fehler.

Übrigens bitte die Diskussion abtrenne, wir sind OT.

MFG Dachstein

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Beitrag von k2k » 28.10.2006 - 18:50

Keine Angst, es wurde seriös gearbeitet. Die Wissenschaftler vom SLF haben vermutlich auch mal ne Uni von innen gesehen :D
Hier die Zusammenfassung der Studie (PDF): http://www.slf.ch/lebensraum-alpen/pdfs ... rojekt.PDF

So wie ich das lese wurde auch nicht ausschließlich nur techn. Schnee mit Zusätzen untersucht sondern auch ohne.

Ich trenne die Diskussion dann bei Gelegenheit auch noch ab und verschiebe sie zur Technik/Beschneiung.
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Beitrag von PB_300_Polar » 28.10.2006 - 18:53

Ich kann nur dazu sagen,dass mir der Schneimeister von den Bergbahnen Füssner Jöchle in Grän gesagt hat,dass man ein Modellversuch gemacht hat. Auf der Piste ohne Beschneiung gabe es, sagen wir 100 verschiedene Arten auf 1 m² (Ich weiß die Zahl ist zu hoch, aber es ist einfacher es so auszudrücken).
Auf einer beschneiten Piste hatte man nur 60% der Arten voll ausgeprägt. ABER die restlichen 40 Arten waren immernoch vorhanden - schwächer ausgeprägt als vorher aber sie waren noch da. Das Jahr darauf hat man wieder gezählt und es waren 75 -80% der ursprünglichen Arten noch vorhanden - der Rest wieder nur schwach ausgeprägt. Die darauffolgende Saison waren es wieder mehr - also lässt sich daraus schließen,dass jede Pflanze die ökologische Nische, die diese besitzt, sich etwas umändert aber im Gesamtresultat immer nochvorhanden ist. Also so ist die Argumentation Maschinenschnee ist schlecht einfach falsch. Denn zu einem schützt der Schnee die Grasnarbe und auf der anderen dämpft der Schnee die Stöße von Skistöcken und Skikanten.
Der Schnee kommt.....


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Beitrag von k2k » 28.10.2006 - 18:56

PB_300_Polar hat geschrieben:Also so ist die Argumentation Maschinenschnee ist schlecht einfach falsch.
Blöderweise diskutieren wir darüber gar nicht. Es geht um Veränderungen in der Vegetation, und daß zwar vieles ideologisch geprägt aber nicht alles falsch ist was "die bösen Umweltschützer" behaupten.
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Beitrag von McMaf » 28.10.2006 - 19:23

k2k hat geschrieben: Blöderweise diskutieren wir darüber gar nicht. Es geht um Veränderungen in der Vegetation, und daß zwar vieles ideologisch geprägt aber nicht alles falsch ist was "die bösen Umweltschützer" behaupten.
Ihr könntet die Diskussion auch gut in das Topic "Ausbauwahn in Bayern" integrieren.
Natürlich hast du Recht, wenn du sagst, dass diese ganze Kunstschneediskussion (Eingriffe in die Umwelt etc...) von beiden Seiten ein Stück weit objektiver geführt werden sollte. Ich würde den aktuellen Diskussionsverlauf aber nicht unbedingt als ideologisch motiviert abstempeln. Zumindest nicht von Seiten der Bergbahnbetreiber. Dort sind es doch meist ganz konkrete Sachzwänge (Im schlimmsten Fall am Ende die Pleite oder Arbeitslosigkeit, wie seilbahner im "Winklmossalmnewstopic" beschrieben hatte), welche die Bergbahnen dazu bringen, so zu argumentieren wie sie halt argumentieren. Ich würde nicht unbedingt meinen, dass da eine "Ideologie" hinter steckt.
Von daher bin ich der Meinung, dass man die verschiedenen Interessen schon sinnvoll (zugunsten der Bergbahnen) gewichten müsste.

Edit: Und eh ich mich versehen habe, ist das Topic schon gesplittet ... Na gut

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Beitrag von Seilbahnjunkie » 28.10.2006 - 20:39

@Dachstein: Du hast schon recht, dass es auf die Komprimierung des Schnees ankommt, aber komprimiert wird eh jede Piste, beschneit oder nicht. Der Unterschied ist aber, dass auf der beschneite einfach mehr Schnee lieg und mehr Schnee braucht auch länger zum tauen.

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Beitrag von Emilius3557 » 29.10.2006 - 00:57

Mal ein paar Literaturtipps:

WIPF S., RIXEN C., FISCHER M., SCHMID B., STOECKLI, V. (2005), Effects of ski piste preparation on alpine vegetation. In: Journal of Applied Ecology, 42, S. 306-316.

PRÖBSTL U. (2006), Kunstschnee und Umwelt: Entwicklung und Auswirkungen der technischen Beschneiung. Bern.

RIXEN C., HAEBERLI W., STOECKLI V. (2004), Ground temperatures under ski pistes with artificial and natural snow. In: Arctic Antarctic and Alpine Research, 36, S. 419-427.

RIXEN C., STOECKLI V., AMMANN W. (2003), Does artificial snow production affect soil and vegetation of ski pistes? A review. In: Perspectives in Plant Ecology Evolution and Systematics, 5, S. 219-230.

Die Studien wurden immer auf den selben Vergleichsflächen durchgeführt - sofern sie den Forschern nicht durch die Bergbahnen Davos mittels Bulldozerisierung plattgemacht worden sind.

Zum Thema Energieverbrauch: man vergleicht ja gerne den Energieverbrauch von Beschneiungsanlagen mit dem anderer Freizeiteinrichtungen z.B. Hallenbäder oder Kunsteisbahnen. Dabei schneidet die Beschneiung wohl gar nicht schlecht ab, v.a. was die erzielte Wertschöpfung angeht. Nur - zu argumentieren, dass Beschneiung vom Energieverbrauch her nicht negativ zu bewerten sei, weil eben Hallenbäder etc. auch sehr viel Energie fressen ist meiner Ansicht nach nicht wirklich zulässig. Hallenbäder oder andere Einrichtungen sind ja auch nicht gerade vom Himmel gefallen bzw. Gott gegeben. Ökologisch betrachtet wäre wohl kein Energieverbrauch der bessere.
Besinnung auf die Kernkompetenzen - altbewährte Dummschwätzerei...


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Beitrag von Dachstein » 29.10.2006 - 09:35

Gerade das ewige Vergleichen ist hier imo das größte Problem. Solange sich eine Sache über die Umwegrentabilität rechnet, verschwende ich ja keine Energie, sondern setze sie dazu ein, um Geld zu machen. Erst wenn ich mehr Energie verschneie als ich über die Umwegrentabilität reinbekomme, sollte man sie dache überdenken. Allerdungs muss man die Rechnung über einen längeren Zeitraum betrachten, denn wenn ich einen schlechten winter habe, dann wird die Schneeanlage möglicherweise nichts dadagen ausrichen können.

Übrigens Danke für die Literaturtipps, ich werde mal schauen, die müssten bei uns in der Unibibliothek aufliegen. Werde maich da mal schlau machen

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Beitrag von Hägar » 29.10.2006 - 10:57

Ich möchte hier noch einen anderen Aspekt erwähnen.
Bekanntlich ist der Grund und Boden in der Regel einem Bauer. Wenigsten wenn wir von Wiesen sprechen. An exponierten Stellen entsteht dann durch die Raupen bei Schneemangel teilweise nicht unerheblicher Landschaden. Diese Schäden müssen dann von Liftbetrieber nach Saisinschluss möglichs rasch wieder instandgestellt werden. Die geschieht (je nach Schadenumfang) mit Schaufel , Rechen usw. Ein ansähen wird dann oft auch notwendig. An gewissen Stellen geschieht das dann fast jährlich.

Ich kenne nun schon die ersten Bauern, die eine Beschneiung verlangen, wenn Ihr Land überfahren werden soll. Das Motte wird sein, lieber Flächendeckend eine Woche Verzug mit dem Graswuchs, als jeden Frühling gewisse Stellen jedesmal wieder ansähen usw.

Fakt ist aber ganz klar, für die Wiese wäre es das beste, keinen, Skibetrieb. Wenn Skibetrieb, dann eine Beschneiung, halt das kleinere Übel.

Der Maschinenschnee ist effektiv noch kompakter und "wiederstandsfähiger" als "normaler Schnee".
Das ist daran zu erkennen, dass an exponierten Stellen Pisten mit normalem Schnee an einen Spitzentag am Mittag hinüber sind (Hügel, ausgefahren usw), ein Jahr später mit Maschinenschnee 1 - 2 Stunden länger halten. Dieses Problem kommt von den heute möglichen Förderleistungen der neuen Bahnen. Da gibt es Pistenabschnitte, die pro Tag von 30 - 40'000 Leuten befahren werden. (Einflussbereich von zB 3 Bahnen mit Tagesförderzahlen von 3 x 14000)
Vielleicht gibt es sogar an einzelnen Stellen noch grössere Zahlen. Diese Zahlen haben sich in den letzten 15 - 20 Jahren rund verdreifacht. Ein DSB schaffte in den 70 ern in der Regel die 1000 P / h nicht ganz, heute liegt alles zwischen 2200 bis gegen 3000 P/h

Die Entschädigungen für Überfahrtsrechte der Bahnen, Durchleitungsrechte für Leitungen, Standorte für Stützen, Beschneiungsschächte, Pistenflächen usw bewegen sich in der Grössenordnung von 3 - 7 % der Jahreseinnahmen einer Gesellschaft.

Ich will nicht weiter abschweifen, aber für die Bauern ist es nebst den Arbeitsplätzen im Winter ein nicht unerheblicher Zustupf.

Die Studien des SLF sind sehr zu Empfehlen. Ich durfte einmal einen Vortrag zu diesem Thema besuchen, da wurden diese Studien nebst einigem anderen vorgestellt.

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Beitrag von Dartfish » 29.10.2006 - 13:57

Nochmal zur Komprimierung, dann soll aber auch verboten werden dass auf Weltcup Pisten mit dem Sprühbalcken gearbeitet wird. Die machen aus dem Schnee eine Eisfläche, und ob die schneller abtaut?

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Beitrag von Dachstein » 29.10.2006 - 14:01

Dartfish hat geschrieben:Nochmal zur Komprimierung, dann soll aber auch verboten werden dass auf Weltcup Pisten mit dem Sprühbalcken gearbeitet wird. Die machen aus dem Schnee eine Eisfläche, und ob die schneller abtaut?
Und was passiert, wenn ein Warmlufteinbruch mit Regen kommt, der die Piste total aufweicht, und es dann wieder schlagartig kalt wird? Das Ergebnis dürfte dann dem Sprühbalken nahe kommen, denn bei der Technik wird ja auch nur Wasser in die Piste eingebracht, was der Regen auch tut, nur muss es da ganz schön schütten, um die ganze Piste zu durchweichen.

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Beitrag von Hägar » 29.10.2006 - 14:11

Das mit dem Sprühbalken ist nach mir nicht so tragisch.
Die Masse des Schnees wird ja nicht vergrössert. Einzig der Wasseranteil im Bezug auf die Schneemenge wird erhöht. Im Frühling wird dieses Eis ja dann auch einmal zu Wasser. Es wird sich eine grössere Wassermenge bilden. Aber im Frühling werden die Pisten ja auch dann und wann von der Natur verregnet. Ich gehe davon aus, das diese Mengen an Wasser die Mengen eingesprühtes Wasser deutlich übersteigen, zumal es dann am ganzen Berg flächendeckend regnet. Ein Weltcuppiste hingegen auf eine Pistenbreite beschränkt ist.

Meine Aussage beruht auf Vermutungen und Beobachtungen. Ich werde das nicht beweisen können.

Ob das Thema Sprühbalken im Bezug auf die Vegetation im Frühling schon von Wissenschaftlern untersucht wurde, weiss ich nicht. Wäre sicher interessant.

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Beitrag von Dachstein » 29.10.2006 - 14:19

Hägar hat geschrieben: Vermutungen und Beobachtungen
So ziemlich alles, was hier geschrieben wurde, sind Vermutungen und Beobachtungen, wobei Vermutungen manchmal etwas subjektiv ausfallen können.
Leider hat sich noch kein Schneimeister oder Pistengerätfahret sowie Seilbahner zu Wort gemeldet und geschrieben, was er von unseren Vermutungen hält, bzw was richig oder falsch ist.

MFG Dachstein


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Beitrag von Hägar » 29.10.2006 - 15:45

Dachstein hat geschrieben:So ziemlich alles, was hier geschrieben wurde, sind Vermutungen und Beobachtungen.......MFG Dachstein
Das sehe ich schon ein wenig anders. Aber jeder darf natürlich das glauben was er will.

Meine Vermutung bezieht sich auf die Sprühbalkengeschichte. Und die geht Flächenmässig mit 0,000.. % Anteil an den normalen technisch beschneiten Pisten unten. An den gesamten Pisten sowieso.

Der Rest ist eigentlich mit Studien bewiesen, bzw. das Gegenteil davon wurde auch noch nicht bewiesen.

Du schreibst aber, dass du mit Studien schlechte Erfahrungen gemacht hast. Ob du die Resultate einer Studie glauben magst, ist sicherlich dir überlassen.

Bei den Studien schaue ich mir wenn immer möglich den Auftraggeber an. Wenn eine Beschneiungsbauer eine Studie in Auftrag gibt, wird das Ziel oder die allgemeine Richtung in etwa schon vorgegeben sein. Hier sind Zweifel sicher angebracht. Es ist auch nicht so, dass in solchen sagen wir einmal etwas einseitigen Studien gelogen wird. Das eine oder andere wird einfach verschwiegen.

Die Studien des SLF erachte ich im übrigen als sehr seriös und neutral.

Bei Studien in der freien Natur ergeben sich auch immer Abweichungen, weil sich eben die Natur auch nicht an die Frühlingsanfänge der Kalender hält. Diesen Faktoren wird sicher dadurch Rechnung getragen, dass solche Beobachtungen über mehrere Jahre gemacht werden, und neue Erkenntnise laufen einfliessen.

Noch ein Wort zu meinen Beobachtungen:
Das sind jährliche Beobachtungen immer an der gleichen Stelle, teilweise aus dem Gegenhang mit Bildern dokumentiert, Gespräche mit den Grundbesitzern. Beobachtet werden nicht beschneite Pisten, beschneite Pisten und Weltcuppisten mit Sprühbalkentechnik. Das sich das im Mai und noch ein wenig in den Juni hineinzieht, liegt in der Art der Sache.

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Beitrag von Dachstein » 29.10.2006 - 17:13

Hägar hat geschrieben:
Der Rest ist eigentlich mit Studien bewiesen, bzw. das Gegenteil davon wurde auch noch nicht bewiesen.

Du schreibst aber, dass du mit Studien schlechte Erfahrungen gemacht hast. Ob du die Resultate einer Studie glauben magst, ist sicherlich dir überlassen.

Bei den Studien schaue ich mir wenn immer möglich den Auftraggeber an. Wenn eine Beschneiungsbauer eine Studie in Auftrag gibt, wird das Ziel oder die allgemeine Richtung in etwa schon vorgegeben sein. Hier sind Zweifel sicher angebracht. Es ist auch nicht so, dass in solchen sagen wir einmal etwas einseitigen Studien gelogen wird. Das eine oder andere wird einfach verschwiegen.
Wie du schon selber sagst, jemand muss die Sudie bezahlen, damit ist die Richtung schon vorgegeben. Und das ist schon oft passiert: Partei (nicht als politische Patrei zu verstehen) A gibt eine Studie in Aufrag, die Patrie B gibt eine auch eine Studie in Auftrag, diese Studie sagt genau das Gegenteil aus.

Und auch "freie" Studien sind imo. mit Vorsicht zu genießen, denn irgenwer hat die ja auch bezahlt, und aus Jucks und Tollerei macht keiner eine Studie.

Ich zweifle nicht die Studie an, ich bin nur sehr stark für Differenzieren, was die Aussagekraft einer Studie betrifft.
Ich denke, man muss sich sehr gut im Fachbereich der Studie auskennen, damit man sich durch den Dschungel der jeweiligen Studie durchblicken kann. Denn oft wird ja auch in fachchinesisch geschrieben, das macht die Sache für den Ottonormalverbraucher nicht gerade leicht.
Und von der Umweltverträglichkeit von Maschinenschnee und deren Auswirkung verstehe ich imo zu wenig, um da ganz durchzublicken.

MFG Dachstein

Hägar
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Beitrag von Hägar » 29.10.2006 - 17:51

@ Dachstein

Ich stelle fast, dass wir uns praktisch einig sind.

Was ich darüber hinaus geschrieben habe (vielleicht etwas undeutlich) ist, dass ich auf den Studien des SLF relativ viel halte, und ich dieses Institut als sehr neutral halte. Meine Beobachtungen decken sich mit den Aussagen des SLF eigentlich relativ genau. Einzig bei den Zusätzen kann ich nicht mitreden, weil die bei uns nicht eingesetzt werden.

Wer übrigens die Studie dem SLF genau in Auftrag gegeben hat, kann ich dir auch nicht sagen. Kann mit aber gut vorstellen, dass der Staat da kräftig mitbezahlt hat, kann es aber (noch) nicht beweisen. Werde das bei Gelegenheit nochmals durchlesen.
Ein Link auf SMI ist in einer der Studien aufgeführt. Das ist aber wegen der Beschreibung, was Snomax überhaupt ist. Daraus schliesse ich nicht, dass SMI die Studie bezahlt hat.

Snomax ist in der Schweiz übrigens mit Ausnahme von Trinkwasserquellgebieten zugelassen, aber die Bauern als Grundbesitzer wollen es nicht. Und damit ist diese Diskussion vom Tisch.

Emilius3557
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Beitrag von Emilius3557 » 29.10.2006 - 21:42

Und die Leute, die das Thema am SLF bearbeitet haben sind sicherlich keine "Büttel der Seilbahnindustrie", da sie fast ausnahmslos egtl von der Ausbildung her aus der "ökologischen Ecke" kommen: Biologen etc., d.h. Leute, die Kunstschneeeinsatz eher kritisch gegenüber stehen.
meinen Beobachtungen:
Das sind jährliche Beobachtungen immer an der gleichen Stelle, teilweise aus dem Gegenhang mit Bildern dokumentiert, Gespräche mit den Grundbesitzern. Beobachtet werden nicht beschneite Pisten, beschneite Pisten und Weltcuppisten mit Sprühbalkentechnik
Das ist im Übrigen auch eine wissenschaftliche Methode und deshalb in jedem Fall verwertbar (Phänomenologie, teilnehmende Beobachtung etc.).
Besinnung auf die Kernkompetenzen - altbewährte Dummschwätzerei...

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Beitrag von Nuno » 29.10.2006 - 22:43

Dachstein hat geschrieben:Also lieber Seilbahnunternehmen: zeigt den Umweltschützer mal klipp und klar, was alles für den Umweltschutz von euch getan wird, was andere nicht machen.
Ich schatze mal so ein, dass für "die Naturschützer" die Ausgangspunkt ein Berglandschaft ohne seilbahntechnischen Infrastruktur und Unterstützungsbauwerken (Bescheiungsanlagen, Speicherteichen, Gastronomie, Entschliessungsstrassen usw) ist. Damit werden euf einem Schlag die von dir genannte Argumenten ungültig. Es kommt mir vor dass hier zwei Teams Fussball spielen, aber jedes Team hat eigen Spielregeln und Spielfeld. Sowieso kann ich über vielen Argumenten, von beider Seiten, nur schmunzeln.

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Umweltbelastung Schneeerzeugung

Beitrag von broesl » 22.03.2007 - 18:37

Der Threadtitel sagt alles:

Umweltbelastung Schneeerzeugung

Was meint ihr dazu? Eigentlich ja ein Irrsinn zu beschneien, da sich die künstliche Erzeugung von Schnee ja nicht wirklich vorteilhaft für den Klimaschutz erweist. Wir wollen Gebiete beschneien, weil die Natur nicht mehr genügend Schnee "macht", treten diese jedoch durch Schneekanonen weiterhin mit Füßen, bis die Natur letztendlich gar nicht mehr mitmacht :roll:

Freue mich auf eine schöne Diskussion.


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