Pfronten, Vils und Seeg | 10.02.2013 | Ein Traumtag

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vovo
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Pfronten, Vils und Seeg | 10.02.2013 | Ein Traumtag

Beitrag von vovo »

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Es war nicht nur wegen des perfekten Wetters ein Traumtag – vielmehr gingen an jenem sonnigen Sonntag zwei lang gehegte Wünsche in Erfüllung. Zum einen gibt es ja da jenen Pendel-Schlepper in Seeg – ein Eigenbaulift mit Holzstütze – der mir schon seit geraumer Zeit als unbedingt zu fahren durch den Kopf gegeistert ist. Etliche Male habe ich bereits bei Schneefällen bis ins Flachland hinein die netten Mitarbeiterinnen der Seeger Tourismusinformation nach dem Liftstatus befragt, doch die letzten beiden Saisonen hatte ich jedes Mal Pech. Einmal fuhr ich auf gut Glück vorbei und fand den Lift verlassen in der Winterlandschaft vor.

Vor drei Wochen war ich wieder im Allgäu Ski fahren und rief vom Buchenberg aus in Seeg an – wieder kein Betrieb! Aber ich hatte nicht ernsthaft damit gerechnet, denn damals war die Naturschneedecke eher dürftig und am späteren Nachmittag bekam ich am Ilgenlift live vor Augen geführt, wie schnell das Weiß vom Hang geputzt ist und man eigentlich einpacken kann.

So wartete ich wieder den nächsten Wintereinbruch ab und hoffte am Samstag, Seeg aufsuchen zu können. Ich besuchte gerade den alten Heuss-Lift in Habach an der B472, als ich voller Hoffnung wieder die Mitarbeiter der Tourismusbehörde anklingelte. So bekam ich mitgeteilt, dass am nächsten Tag, also dem gestrigen Sonntag, der Lift in Betrieb gehen würde. Ich machte innerlich einen Luftsprung – endlich sollte es soweit sein und während ich den Samstag an der Brombergalm bei einem alten Stemag mit Kurzbügeln und Liftomat 2000 ausklingen ließ, musste ich die ganze Zeit an den Pendel-Schlepper zu Seeg denken.

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Da der Lift eh erst ab 13 Uhr geöffnet sein sollte, bot sich für den Vormittag der Breitenberg in Pfronten an. Dort war ich immerhin seit 1994 nicht mehr Ski fahren und allein deswegen wollte ich mal wieder dort oben herumkurven und die herrliche Aussicht genießen. Außerdem – bei meinen Besuchen dort in der ersten Hälfte der 90er Jahre, schaffte ich es nie, den steilen Standardlift zu fahren. Meist lag keiner oder zu wenig Schnee. Ich war damals in einer Guppe unterwegs und da hätte ich auch nicht einfach mal alleine dort rüber fahren können. (Stattdessen fuhren wir den ganzen Tag den steilen, 1.400 m langen Aggensteinlift oder diese schreckliche, alte DSB mit so komischen Sitzen, die beim Ausstieg zur Seite wegklappen ;) )

Jedenfalls hab ich damals schon beim Vorbeifahren immer zum Lift hinaufgeschaut und mir vorgenommen, „wenn ich mal erwachsen bin“, wiederzukommen. Ein wenig verspätet (das Jugendstrafrecht kommt schon lange nicht mehr für meine Schandtaten zur Geltung ;) ) ist nun jener Wunsch am gestrigen Sonntag endlich in Erfüllung gegangen und ich konnte den steilen Lift fahren. (Und lernte dabei auch noch zwei Forumskollegen kennen...)

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Ist er nicht steil?

Mitfahrvideo vom Pendellift in Seeg:
Direktlink


[EDIT: Film noch ergänzt, da ich ein paar Clips vergessen hatte]

Doch nun der Reihe nach...


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Endlich in Pfronten angekommen – ich war von München aus gestartet und da zieht sich die Fahrt schon ein bisserl hin. Wenigstens ist die Strecke südlich von Marktoberdorf in den letzten Jahren ausgebaut worden. Verkehr hatte es so gut wie gar keinen – freie Fahrt auf der A96, der B12 und eben der gut ausgebauten Strecke ab MOD. In Höhe des Ammersees war die Sonne aufgegangen und hatte ihr Morgenlicht auf die Winterwunderlandschaft geworfen – später ging es dann bei blauem Himmel und glitzerndem Schnee durch die Dörfer des südlichen Allgäus – am liebsten wäre ich da schon immer wieder rechts ran gefahren und hätte geknipst. Doch ich wollte ja noch lieber schnell auf die Piste – bei so einem Schnee!

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1994 beim letzten Besuch war die Girak-4EUB brandneu. Die Talstation der alten Umlaufbahn hatte man gebäudemäßig stehen gelassen.

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Da geht es ganz schön steil hinauf – erst mal jedoch führt die Bahn relativ flach vom Parkplatz aus zum Berg hin So ähnlich wie früher bei der alten Brauneckbahn.

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Nach 19 Jahren wieder...

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Hier das erwähnte Flachstück.

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Leider waren die Kabinen derart mit Raureif beschlagen, dass man nicht gescheit knipsen konnte. Also gab es erst an der Bergstation wieder Arbeit für den leidgeplagten Sensor...

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Der Ausblick von dort oben ist wirklich gigantisch – 1994 als 14jähriger hat mich das irgendwie gar nicht so interessiert. (Am linken Bildrand müsste die Talabfahrt am Tegelberg zu sehen sein.)

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Ein nettes, kleines Gebiet unterhalb des Aggensteins...

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Leider bereits erneuert – aber wer noch so eine alte Bahn fahren will, bei der die Sessel am Ausstieg zur Seite wegklappen, muss eben nach Bad Kohlgrub. Die ist wenigstens auch länger und von der Trasse her interessanter als die alte Hochalpbahn.

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Vom Schnee her herrschten wirklich 1A-Bedingungen da oben.

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Die erste Fahrt gebührte dem Mittaglift. Der war bei den 90er-Jahre besuchen fast immer außer Betrieb, weil er ja auch keine separate Abfahrt bedient. Ich glaube, den bin ich seinerzeit nur ein einziges Mal hinauf.




Die restlichen Bilder werde ich im Laufe der nächsten Woche reinstellen...
Zuletzt geändert von vovo am 16.02.2013 - 02:17, insgesamt 1-mal geändert.
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starli
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Re: Pfronten, Vils und Seeg | 10.02.2013 | Ein Traumtag

Beitrag von starli »

Pendel-SL: Könnt ein bissl schneller laufen, oder? :)
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thun
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Re: Pfronten, Vils und Seeg | 10.02.2013 | Ein Traumtag

Beitrag von thun »

:lach: :lach: Bin schon gespannt, ob ich mich auf weiteren Breitenberg-Fotos entdecken werde...

Schnee hatte es massig, allerdings so viel, dass Variantenfahren nur eingeschränkt möglich ist, da man in vielen flacheren Bereichen einfach steckengeblieben ist.

Wartezeit am Aggenstein ca. 5min, der Mittagslift auch am Mittag ohne Wartezeit. Dafür war dessen Piste dann schon ziemlich mitgenommen, denn mit der Präparierung haben die's am Breitenberg nicht so wirklich.
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Alpenpowder
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Re: Pfronten, Vils und Seeg | 10.02.2013 | Ein Traumtag

Beitrag von Alpenpowder »

thun hat geschrieben:
Wartezeit am Aggenstein ca. 5min, der Mittagslift auch am Mittag ohne Wartezeit. Dafür war dessen Piste dann schon ziemlich mitgenommen, denn mit der Präparierung haben die's am Breitenberg nicht so wirklich.
Als ich irgendwann mal am Breitenberg war, waren wirklich super Bedingungen und von schlechter Präparation habe ich nichts gemerkt.
Allerdings hat mich die lahme 4SB schon sehr genervt, :x da hätten sie auch eine KSB bauen können.
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thun
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Re: Pfronten, Vils und Seeg | 10.02.2013 | Ein Traumtag

Beitrag von thun »

Die 4SB ist für Rodler und Schönwetterfahrer und vor allem die vielen Sommerurlauber doch ideal, die freuen sich, je länger die sitzen und sich die Sonne auf's Hirn knallen lassen können. 8)
Für Leute, die viel Ski fahren wollen, hat sie eh nur begrenzten Wert, die Piste an der 4SB ist vergleichsweise uninteressant und mit Aggenstein- und Mittaglift wird alles wesentlich besser erschlossen.
Und bevor jetzt gefragt wird: Nein, man hätte nicht besser den Aggensteinlift als KSB gebaut, da der Breitenberg sehr stark auf Sommerbetrieb ausgerichtet ist und somit die Sesselbahn auf der richtigen Trasse steht.
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Alpenpowder
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Re: Pfronten, Vils und Seeg | 10.02.2013 | Ein Traumtag

Beitrag von Alpenpowder »

...und die Vorgänger DSB war schon uralt, da wird es wohl auch Probleme bzgl. TÜV gegeben haben.
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Zottel
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Re: Pfronten, Vils und Seeg | 10.02.2013 | Ein Traumtag

Beitrag von Zottel »

Alpenpowder hat geschrieben:...und die Vorgänger DSB war schon uralt, da wird es wohl auch Probleme bzgl. TÜV gegeben haben.
Ob das der Grund war? Die Schwesteranlage am Hörnle ist laut liftworld noch 2 Jahre älter und fährt nach wie vor. Ersatzteile dürften aber wohl ein Problem sein? Ich würd mir vorstellen, dass man in Pfronten Geld in die Hand genommen hat, um das Gebiet mit neuer EUB und DSB 'aus der Steinzeit zu holen' (analog zum Slogan in Mönichkirchen).
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Re: Pfronten, Vils und Seeg | 10.02.2013 | Ein Traumtag

Beitrag von Alpenpowder »

Der Hauptgrund wird es wohl nicht gewesen sein, allerdings wird es wohl auch ein Teil ausgemacht haben.
Die Förderleistung kann es jedenfalls nicht gewesen sein, denn sonst hätten die schon was Besseres gebaut.
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vovo
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Re: Pfronten, Vils und Seeg | 10.02.2013 | Ein Traumtag

Beitrag von vovo »

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Endlich habe ich die Zeit gefunden, noch die restlichen Bilder jenes Traumsonntags reinzustellen ...
[Hab auch das Video vom Pendellift geändert – die Nikon-Filmclips hatte ich zunächst ganz vergessen.]

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Einstieg am Mittaglift mit Blick ins Flachland und den südlichen Landkreis OAL. Rechts die Ruine Falkenstein, die ich 2011 mal an einem wunderschönen Herbstabend besichtigt habe. Unterhalb der Ruine muss es mal zumindest einen Seillift neben einem Gasthof gegeben haben; in einer Uraltkarte ist er noch verzeichnet und am Gelände kann man den Trassenverlauf noch erkennen.

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Am Sonntag war ja noch Fasching- so auch hier am Mittaglift...

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Schon wieder gleitet der Blick in Richtung Burgruine Falkenstein. Also vom Blick her ist die Wanderung da hinauf sehr zu empfehlen.

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Überm Skigebiet wacht der Aggenstein...

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Einfach 1A – So einen Tag hat es einfach gebraucht! Da erinnert man sich noch lange gerne daran zurück.

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Nach 19 Jahren endlich mal wieder am Aggensteinlift! Damals ist er ja noch mit Dieselantrieb gelaufen und mir fiel gleich auf, dass die Station irgendwie verändert aussah. Mir war, als hätten sie gegenüber 1994 auch die Trasse unten etwas ausgeholzt. Damals sind wir mit der Schulklasse ein paar Tage hier oben gewesen und fast ausschließlich mit diesem Lift gefahren. Da hing er selbst mir dann nach 20 Fahrten zum Hals heraus, aber nach nur zwei Dekaden Pause machte es wieder Spaß, damit zu fahren.

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In der Früh war es im Schatten unten noch eisig kalt und man freute sich jedes Mal, die Sonnenzone oben zu erreichen.

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Verrenkblick...

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Oben nach der Kante kommt ein landschaflich sehr schönes Trassenstück. Während zur Linken der Aggenstein thront, wird man durch dieses baumfreie Gelände emporgezogen. Alles noch so wie 1994...

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Zoom zurück vom Ausstieg aus...

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Ich wusste noch von damals, dass rechts des Ausstiegs eine Materialseilbahn zu einer Berghütte hinauf führt. Damals stand ich an gleicher Stelle und wünschte mir einen weiteren Schlepper herbei, ein Südlifthang quasi....

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Dass die Umlenkung des Aggensteinlifts so weit hinten steht, wusste ich nach 19 Jahren nicht mehr. Aber sobald ich das dann letzten Sonntag nach der ersten Fahrt erblickte, war die Erinnerung an damals wieder präsent.

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Aber auch von der Liftespinnerei abgesehen hat es hier oben einer super Ausblick. Ich blieb eine Weile in der Sonne stehen und genoss die Szenerie da oben innig. Am nächsten Tag hatte ich ja dann wieder endlose Stunden in einem Büro zu verbringen...

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Der Schnee glitzerte und der Münchner Alltagsstress war irgendwo ganz weit weg.

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Da oben geht die MSB rauf. Ob das Gelände für einen Südhanglift getaugt hätte?

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Dass die Abfahrt da unterm Aggenstein vorbei recht schön ist, wusste ich auch noch...

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Am Ende der Abfahrt, wo man wieder auf den Aggensteinlift trifft und zum Namensgeber zurückblicken kann. (Und man nicht gerade damit beschäftigt ist, möglichst schnell wieder weiter zu hetzen.)

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Wieder am Ausstieg oben angelangt, diesmal ging es die andere Seite hinunter zur 4SB, die ich ja noch nie gefahren bin. Verlief die DSB eigentlich ein bisser weiter rechts von unten aus gehen? Ich weiß nur noch, dass unten kein Haus an der Talstation stand und eben die Schwenksessel wie in Bad Kohlgrub.

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Ein Seeblick musste auch mal wieder sein...

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Die Hochalpbahn mit Pfronten und seinen vielen Ortsteilen im Hintergrund.

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Hier endet der Mittaglift und im Hintergrund erscheint der Aggensteinlift wie seine Fortsetzung.

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Der 10.02.2013 war einfach eine Wucht!

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Nicht nur die Skifahrer kamen da auf ihre Kosten...

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Über einen Forstweg – zwischendrin durch eine Aufwärmstücke bereichert ;) - geht es ins Tal. Anfang der 90er hatte es da nie Schnee bei meinen Besuchen.

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Zoom ins Tal – da geht es ziemlich steil hinunter...

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Unter der Breitenbergbahn schlängelt sich dann der Fahrweg ins Tal hinunter.

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Schon wieder ist die Ruine Falkensteins ins Bild gerückt...

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Ich wollte zum Ideallift und verpasste die Abzweigung. So kämpfte ich mich querfeldein und zum Teil durch den Tiefschnee bis zur Talstation hinüber, wo ich erst einmal fix und fertig ausschnaufen musste. Aber andererseits tut eine solche Anstrengung nach einer 40 Stunden-Woche vorm Laptop auch mal ganz gut.

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Hier unten waren nun alle drei Lifte neu für mich. Der Ideallift ist der kleinste sozusagen, ein gut 400 m langer Tellerlift, der einen hinüber zum 600 m langen Familienlift (Heuss) bringt, der wiederum als Zugang zum besten Schlepper in Pfronten dient...

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Und schon wieder musste Falkenstein ins Bild...

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Am Familienlift musste ich mir erst mal die Beine in den Bauch stehen, denn der war sehr gefragt.

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Nur einmal gefahren – Blick zurück auf den Familienlift...

Nachdem ich vom Ausstieg oben voll freudiger Erwartung zum sichtlich kaum besuchten Standardlift hinüberfuhr (leider die Talstation mit dem Schriftzug nicht geknipst...), rief plötzlich jemand nach mir. Ich hatte mich durch die Liftefotografiererei verdächtig gemacht. So hat es endlich mal wieder geklappt, vor Ort durch Zufall Leute aus dem Alpinforum (Tobi 27 und Gregor/ gReXi) kennen zu lernen. Zusammen fuhren wir dann ein paar mal den steilen Standardlift.

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Blick in die Talstation

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Die Trasse von unten aus...

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Ist doch ganz nett, oder?

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Links endet der Familienlift und damit die Zone, in der viel los war. Am Standardlift herrschte kaum Andrang.

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Die Stützen erinnern mich ein bisserl an den Weiherkopflift in Bolsterlang. Die alten Bilder vom einstmaligen Horngratschlepplift (ab 1963 bis 2001 ESL) kamen mir ebenso gleich in den Sinn.

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Oben angekommen – bei den Fahrten wurde natürlich über allerlei Lifte und Bahnen gesprochen. Die Abfahrt am Lift ist auch recht schön – außer einer Steilhangumfahrung, die leider total vereist gewesen ist.

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Schade, dass der Kurvenschlepper oben LSAP ist – das hätte uns natürlich noch gefallen! Der Lift lief wohl nur für die Skirennen, um den Start oben besser erreichen zu können.

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Den Lifttrassenflitzer hab ich erst daheim beim Bilderbearbeiten bemerkt...

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Nochmal bei der letzten Abfahrt Halt gemacht...

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Schön, dass es nach 2 Dekaden endlich mit einer Fahrt geklappt hat!



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Nachdem ich mich wieder über Ziehwege und eine Langlaufloipe zum Parkplatz der Breitenbergbahn gekämpft hatte, ging es weiter über die Grenze nach Vils. Den Schlepper dort kannte ich bislang nur von einer Wanderung im Sommer.

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Das sind doch die mit der Materialbahn quer durch den Ort?

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Nett :)

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Allerlei Kinder und Jugendliche aus der Gegend – viele in Faschingskostümen – rasten wie die Wilden die Piste hinab. Dazu erschall aus Lautsprechern Musik und ich knipste als Einziger den Lift. Leider liegt das Gelände so, dass die Sonne nicht drauf scheinen kann. Man muss sich also an solchen Tagen warm anziehen in Vils...

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Außer der Kurve ist der Schlepper eher mau – geht halt flach dahin...

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Na ja...

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Das einzige Highlight im Vilser Skigebiet...

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Die Piste vom Ausstieg aus – im Hintergrund sieht man die Berge um Füssen herum. Rechts fand ein Rennen statt und links rasten die Kleinen derart schnell den Hang hinunter, dass man sich fast schämte, normal ins Tal zu fahren.

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Weiter kam die Sonne nicht :(

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Die Kurve noch mal...

Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus, denn ich wusste ja, dass wohl ab 13 Uhr der Pendellift in Seeg in Betrieb sein würde. Da es schon nach zwei Uhr war, machte ich mich schließlich auf die Socken. Nun war ich ehrlich gesagt schon ein wenig aufgeregt – den Lift wollte ich schon seit Jahren fahren und nie hat es geklappt. Nie war der Wintereinbruch genug gewesen, immer wurden meine telefonischen Nachfragen im Fremdenverkehrsamt abschlägig beschieden... (Im Internet steht der Status des Schlepplifts leider nirgends.)
Nun sollte es also so weit sein und aufgeregt steuerte ich den Wagen durch den Grenztunnel Seeg entgegen...

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Endlich angekommen! So schnell habe ich schon lange nicht mehr meine Skischuhe angezogen und bin mit den Brettern in der Hand zum Lift gebrettert.

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Gleich sollte es soweit sein!

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Erst mal war die Riege vor mir dran...

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Der wirklich total relaxte Liftler passte zu diesem Pendelschlepper ;)

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Die kurze Trasse – der Hang daneben ist aber für ein paar Schwünge ganz nett. Es gibt auch noch zwei, drei weitere Varianten...

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Gleich sollte es losgehen!

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Fahrtbild...

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Da oben schanzte an einer Unebenheit immer die ganzen Mitfahrer gleichzeitig...

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Oben angekommen...

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Skifahren vor den Alpen hat auch immer irgendwie was...

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Neben dem Ausstieg hat man einen herrlichen Blick über die Allgäuer Alpen. So schob ich mich durch den Tiefschnee bis zur Geländekante und genoss auch hier erst mal den Blick ausgiebig.

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Die Kirche von Seeg. Nun, ich war natürlich nun erst recht in Sonntagslaune, da dieses lang ersehnte Ziel endlich mal geklappt hat. Frohen Mutes fuhr ich die kurze Piste hinab und versuchte mich später noch an ein paar Tiefschneevarianten.

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Lautlos schwebte immer wieder eines der beiden Tellergehänge ins Tal.

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Holzstützen waren in den 40ern noch absolut üblich – auch bei Sesselliften...

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Osama...äh der Liftler freute sich an meinem Interesse für den Lift. So einen fände man so schnell nicht wieder, meinte er – nun bis auf Steibis mag er da Recht haben. Die Sonnenbrille lieh sich der Liftler anscheinend von einem der Skifahrer, weil zur jenen Stunde totales Gegenlicht herrschte und er die Trasse schlecht einsehen konnte. Als die Sonnte hinter einem Baum verschwand, gab er sie zurück. Solche Episoden – wie auch jene mit der Bierflasche am Schlepper in Geitau – gibt es halt aus Kaltenbach oder SFL nicht zu berichten. Hier, das ist eine ganz andere Art, Ski zu fahren und mal eine nette Abwechslung.

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Skifahren in Seeg...

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Mal ganz hinten durch den Wald gefahren.

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Eine Waldpiste in Seeg ;) Später fuhr ich unterhalb des Waldstücks einfach mal links mitten durch den Tiefschnee. Zwar musste ich dann unten quer zurück zum Lift zurückschieben, aber es hat sich gelohnt.

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Links vom Ausstieg...

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Um 16 Uhr sagte der Liftler „Eine Halbe noch!“ und meinte damit, ich dürfe bis zur Mitte fahren, wo die Gehänge über Nacht verbleiben würden. So kam ich noch dazu, mutterseelenallein im Pendellift nach oben gezogen zu werden. Noch ein paar Knipsereien, dann ging es ermüdet, aber hoch erfreut zum Auto zurück...

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xcarver
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Re: Pfronten, Vils und Seeg | 10.02.2013 | Ein Traumtag

Beitrag von xcarver »

Einfach toll, dass es so etwas heute noch gibt :D
Live-Ticker-Saison 2012/13
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(23x SFL, 7x Oberjoch, 6x SHL, 4x Stubaier Gletscher, 2x Gurgl, 1x Sölden, 2x Jungholz, 1x Warth, 1x Feldberg)
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Re: Pfronten, Vils und Seeg | 10.02.2013 | Ein Traumtag

Beitrag von thun »

Großartige Fotos! Bisher sicher die besten Berichte aus Steinach und Seeg!
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Re: Pfronten, Vils und Seeg | 10.02.2013 | Ein Traumtag

Beitrag von Alpenpowder »

Das Skizentrum sieht ja ganz akzeptabel aus und die Lifte (vor allem der Standartlift) sind echt nicht schlecht, aber leider war ich dort noch nie. :(
Wie sind dort eigentlich die Pisten? Ich habe mal einen Blick auf den Pistenplan geworfen, aber auf Diesem sieht das Gebiet nicht so interessant aus.
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Re: Pfronten, Vils und Seeg | 10.02.2013 | Ein Traumtag

Beitrag von Jojo »

Sehr schön, wie schnell laufen die Pendel-Skilifte eigentlich?!
Der Bundesgesundheitsminister warnt:
Der vorangegangene Beitrag kann Spuren von Ironie, Zynismus und Sarkasmus enthalten. Sollten sie mit einer dieser Substanzen
in Konflikt geraten oder einfach nicht in der Lage sein, diese zu erkennen, so konsultieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
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