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Dreiländereck - Der Kampf gegen die Zeit

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Mathi
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Dreiländereck - Der Kampf gegen die Zeit

Beitrag von Mathi » 27.01.2019 - 20:41

Warum ich den Titel gewählt habe ? Weil dort Verhältnisse vorherrschen die so vielleicht vor 30 Jahren akzeptabel waren, heute nicht mehr. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich in den letzten Jahren solch braune Pisten erlebt habe. Die Präparierung der Pisten war nicht schlecht, doch einfach viel zu wenig Schnee auf den Pisten, die Talabfahrt ohne Steinkontakt zu bewältigen war teilweise nicht möglich. Die Abfahrt am Stole ist sowieso eine Katastrophe, dort dürfte auch niemand eine Wiederholungsfahrt gemacht haben. Am Hahnenwipfel war immerhin die Abfahrt sporadisch beschneit, in der Liftspur musste man fast im Slalomschwung an den Fichten und anderen Gewächsen vorbeifahren. Das Highlight ist sowieso das Schneekanonemuseum an der Bergstation der 3KSB, genaueres dazu gibt es eh in einem Sommerbericht? eines AF-Kollegen. Wann die Genehmigung für die 3Ksb ausläuft weiß ich nicht, zumindest hat man bereits die Wetterschutzhauben in den vergangen Jahren abmontiert, aus welchen Grund kann ich ebenfalls nicht sagen, aber ich denk nicht freiwillig. Eines steht fest, über kurz oder lang wird man sich was überlegen müssen, denn nicht nur die Beschneiungsanlagen sind in die Jahre gekommen, sondern auch die Liftanlagen.

Schlussteil der Abfahrt am Stole, so sah fast die gesamte Abfahrt aus.
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Abfahrt am Hahnenwipfel, bereits am Morgen braun, aber noch traumhaft im Vergleich zur Liftspur
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Kann mir jemand erklären warum man solche Schneehäufen produziert und nicht verteilt obwohl die ganze Piste voll mit Steinchen ist ?
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Re: Dreiländereck - Der Kampf gegen die Zeit

Beitrag von Felsachtal » 27.01.2019 - 21:42

Hallo,
ich war heute auch am Dreiländereck unterwegs und kann einige deiner Aussagen kaum verstehen!
Die Talabfahrt ist in einem Top zustand , von der präparation und auch von der Schneelage her und die von dir angesprochen Steine befinden sich in einem kurzen Abschnitt im Steilhang. Dieser ist aber an jener Stelle extrem breit und man kann dort einwandfrei an den Steinen vorbeifahren , im rechten Teil, der beschneit wird ist kein einziger zu finden! Stole war heute das erste Mal in Betrieb und ist eine reine Naturschneeabfahrt und dort kann es schon mal passieren das ein wenig der Dreck zu sehen ist . Für eine optimale Piste fehlen noch rund 20-30 cm Schnee , die kommen aber diese Woche bzw. jetzt :D
Am Hahnenwipfel ist die Liftspur in einem sehr guten Zustand! Max. Im oberen Teil sind 2-3 kleine Bäumchen zu sehen !
Kann mir jemand erklären warum man solche Schneehäufen produziert und nicht verteilt obwohl die ganze Piste voll mit Steinchen ist ?
Kann ich gerne machen! Dieser wurde in der Nachtschicht von Dienstag auf Mittwoch geschneit. Danach sollte der Haufen 2-3 Tage absitzen damit das Wasser abrinnen kann . So leider entstehen beim anteilen und präparieren von Maschinenschnee Knollen die niemand gerne hat und damit am Wochenende keine knollige Piste ist wurde damit noch gewartet . Der Haufen wird heute Nacht verschoben :D

Schade das in deinem Bericht leider die tollen Verhältnisse an den anderen Liften keine Erwähnung finden !
Vielleicht gibst du dem Dreiländereck demnächst noch eine Chance , wenn es so sein sollte kannst du dich gerne davor bei mir Melden :D
LG
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Re: Dreiländereck - Der Kampf gegen die Zeit

Beitrag von Chense » 27.01.2019 - 22:16

Die Wetterschutzhauben mussten übrigens abmontiert werden, weil die Behörde eine Gefährdung darin sah (der einzige Eingriff dort) ... angeblich wurde allerdings ja inzwischen einiges revisioniert ... den Zustand der Anlagen kann man anhand der Bilder allerdings nicht abschätzen, villeicht kann Felsachtal dazu etwas sagen.
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Re: Dreiländereck - Der Kampf gegen die Zeit

Beitrag von GIFWilli59 » 27.01.2019 - 23:29

Anhand deiner Bilder kann man die Aussagen zum Pistenzustand nicht wirklich belegen...ich habe schon weitaus schlechtere Pisten gesehen und teilweise auch befahren.

Bei einem eher mittelklassigen Gebiet sollte man generell die Ansprüche an die Pistenqualität etwas zurückschrauben...
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Re: Dreiländereck - Der Kampf gegen die Zeit

Beitrag von Mathi » 28.01.2019 - 04:10

Naja wenn ihr das so seht sind vermutlich die Ansprüche zu hoch, da lernt man das vor der Haustüre (Koralpe) wieder zu schätzen, sowas find ich dort bei der schlechtesten Naturschneelage nicht vor, zu günstigeren Tarifen.
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Re: Dreiländereck - Der Kampf gegen die Zeit

Beitrag von Schneeloewe » 28.01.2019 - 15:49

Die Kritik von Mathi kann ich schon nachvollziehen.
Als ich vor drei Jahren da war der SL Stole trotz ausreichender Schneelage zu, die Pisten 1b, 2 und 4, alles Varianten bzw. Zweitpisten waren ganz grottig und hatten, wenn überhaupt die letzte Pistenpflege schon lange hinter sich und die Hauptpisten waren auch nicht wirklich gut gepflegt, d.h. knollig, nur die halbe Pistenbreite präpariert, mit Absätzen zwischen den Raupenspuren, ...
Und das galt für beide male, da ich einem Skigebiet meist eine zweite Chance einräume.
Ich war ziemlich enttäuscht. Und dabei könnte es mit der langen und eigentlich schönen Talabfahrt inkl. der schwarzer Alternative und dem Panorama von dort Pluspunkte sammeln. Könnte...
So aber fällt es bei mir als ruhiges Alternativgebiet zur Gerlitzen Alpe oder Nassfeld glatt durch. Da hat mir dann sogar Weißbriach erheblich besser gefallen. Die konnten wenigstens erheblich besser präparieren und sind ein ideales Schlechtwettergebiet.

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Re: Dreiländereck - Der Kampf gegen die Zeit

Beitrag von rabe » 28.01.2019 - 19:58

Um noch mal auf diesen, fast legendären Sommerbericht (viewtopic.php?t=55895) zurück zu kommen und besonders als Frage an den Local Felsach:

Haben sich die technischen Gegebenheiten seither verbessert? Wurden die teils eklatanten Mängel behoben und ist das Dreiländereck wieder "gefahrenlos"?

Hätte mir dazu eigentlich auch ein paar Fotos von Mathi erwartet :wink:
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Re: Dreiländereck - Der Kampf gegen die Zeit

Beitrag von daho » 26.10.2019 - 09:11

Gibt es hierzu ein Update seitens der kritikübenden Personen? Haben sich die beklagten Umstände verbessert?

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Re: Dreiländereck - Der Kampf gegen die Zeit

Beitrag von Mathi » 27.10.2019 - 12:15

Nein kann ich nicht beurteilen, war eigentlich nur ein Gelegenheitsbesuch und wird vielleicht auch dabei bleiben. 250km fahren für das eher geringe Angebot ist mir zu viel, vielleicht weiß jemand anderes Genaueres ?
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Re: Dreiländereck - Der Kampf gegen die Zeit

Beitrag von daho » 27.10.2019 - 15:00

Ja das wäre spannend zu wissen, vor allem da hier
rabe hat geschrieben:
28.01.2019 - 19:58
Um noch mal auf diesen, fast legendären Sommerbericht (viewtopic.php?t=55895) zurück zu kommen und besonders als Frage an den Local Felsach:

Haben sich die technischen Gegebenheiten seither verbessert? Wurden die teils eklatanten Mängel behoben und ist das Dreiländereck wieder "gefahrenlos"?

Hätte mir dazu eigentlich auch ein paar Fotos von Mathi erwartet :wink:
im verlinkten Beitrag ja sehr offensiv vorgegangen wurde. Und es dann plötzlich still darum wurde.

Ich bin grundsätzlich relativ oft dort oben, vorzugsweise Donnerstag Abends mit den Tourenski, aber da ich kein Seilbahntechniker bin kann ich den technischen Zustand der Anlagen leider nicht feststellen :nein:

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Re: Dreiländereck - Der Kampf gegen die Zeit

Beitrag von Chense » 27.10.2019 - 15:41

rabe hat geschrieben:
28.01.2019 - 19:58
Um noch mal auf diesen, fast legendären Sommerbericht (viewtopic.php?t=55895) zurück zu kommen und besonders als Frage an den Local Felsach:

Haben sich die technischen Gegebenheiten seither verbessert? Wurden die teils eklatanten Mängel behoben und ist das Dreiländereck wieder "gefahrenlos"?

Hätte mir dazu eigentlich auch ein paar Fotos von Mathi erwartet :wink:
Da ich inzwischen nichtmehr in der Nähe lebe kann ich nichts dazu sagen - Mein letzter Stand war dass man sich von Landesseite kümmern wollte und laut Felsachtal einiges gemacht worden sei.

Villeicht mag ja jemand diesen Winter mal ein paar Fotos der Anlagen beisteuern aus denen sich etwas ergibt.
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Re: Dreiländereck - Der Kampf gegen die Zeit

Beitrag von Philipp2 » 03.11.2019 - 17:11

Chense hat geschrieben:
27.10.2019 - 15:41
rabe hat geschrieben:
28.01.2019 - 19:58
Um noch mal auf diesen, fast legendären Sommerbericht (viewtopic.php?t=55895) zurück zu kommen und besonders als Frage an den Local Felsach:
Haben sich die technischen Gegebenheiten seither verbessert? Wurden die teils eklatanten Mängel behoben und ist das Dreiländereck wieder "gefahrenlos"?
Hätte mir dazu eigentlich auch ein paar Fotos von Mathi erwartet :wink:
Da ich inzwischen nichtmehr in der Nähe lebe kann ich nichts dazu sagen - Mein letzter Stand war dass man sich von Landesseite kümmern wollte und laut Felsachtal einiges gemacht worden sei.
Villeicht mag ja jemand diesen Winter mal ein paar Fotos der Anlagen beisteuern aus denen sich etwas ergibt.
Es hat sich soweit ich weiß einiges getan, der neue Betriebsleiter hat dafür Sorge getragen, dass die gröbsten Mängel aus der Welt geschafft wurden, u.a. wurden die Rollenbatterien der Tellerlifte von einer dazu befugten Schlosserei überholt und neu montiert. Außerdem wurde in Teil der Beschneiungsanlage erneuert und etliche alte Kanonen wurden mitsamt dem Schrotthaufen auf dem Parkplatz der Verwertung übergeben. Der Zahn der Zeit nagt natürlich nach wir vor an den Anlagen, aber mehr kann und will ich an dieser Stelle nicht dazu sagen, da ich dieses Jahr erst ein Mal oben war. Die oben angesprochenen Pistenverhältnisse waren bei meinen Besuchen eigentlich recht moderat bis gut, da war die Schneelage aber auch fantastisch.
20190713_141437-kopie.jpg
20190713_141437-kopie.jpg (2.4 MiB) 1563 mal betrachtet
Stützen mit "Sonnenbrand" zu streichen, dafür dürfte das Geld nicht reichen - zwar technisch nicht erforderlich, wäre jedoch optisch eine Aufwertung um 20 Jahre.
Mathi hat geschrieben:
27.01.2019 - 20:41
Wann die Genehmigung für die 3Ksb ausläuft weiß ich nicht,...
Die ursprüngliche DSB ist von 1975, d.h. spätestens im Januar 2036 läuft nach nunmehr 60 Jahren die Konzession ab - eine Verlängerung dürfte allein schon aufgrund der alten einbetonierten Stützenschäfte nicht möglich sein, da man hierfür entsprechende Gutachten über den statischen Zustand des ca. 0,8 m tief einbetonierten Teiles bräuchte. Selbst wenn man diese untersuchen könnte, würde man vermutlich Korrosion feststellen, was die zulässige Haftspannung zwischen Schaft und Beton herabsetzen und die Tragfähigkeit zumindest bei den Niederhaltestützen vermindern würde. Zum Vergleich hier ein paar Fotos eines baugleichen Stützenunterteiles der DSB Verditz III nach 42 Jahren:
20190608_114038.jpg
20190608_114038.jpg (6.5 MiB) 1563 mal betrachtet
20190608_114102.jpg
20190608_114102.jpg (4.09 MiB) 1563 mal betrachtet
20190608_114107.jpg
20190608_114107.jpg (4.49 MiB) 1563 mal betrachtet
20190608_114126.jpg
20190608_114126.jpg (4.49 MiB) 1563 mal betrachtet
20190608_114236.jpg
Stoßstelle zwischen Ober- und Unterteil
20190608_114236.jpg (4.01 MiB) 1563 mal betrachtet
8 mm starke Vollwandkonstruktion, abgekantet und an den Ecken verschweißt. Außenanstrich Minium, Innenanstrich Inertol - die unteren 800 mm sind zwecks Bindung an den Beton ohne Anstrich belassen worden. Die Stützen sind nicht dicht geschweißt - nach Aussage der Demontagearbeiter spritzten ihnen beim Anschneiden Wasserfontänen entgegen.
Zwar ist die Korrosion augenscheinlich nicht sehr dramatisch, man muss aber bedenken, dass die DSB Verditz in eher trockenem Gelände stand, während die DSB Dreiländerecke in einem schattigen und feuchten Graben mit eher unsicherem Gelände gebaut wurde. Außerdem wurde bei der DSB Dreiländerecke die Betonauffüllung im Stützenschaft, die man hier unter dem Wasser erkennen kann, eventuell gar nicht bis zur Entwässerungsöffnung hochgeführt, da dies auch bei bei der DSB Schwarzsee nicht Stand der Technik war und hier erst im Nachhinein auf Hinweis eines Sachverständigen durchgeführt wurde.
Auch de Pretis hat seinerzeit schon die Option der aufgeschraubten Stützen + Ankergarnitur angeboten, aber der entsprechende Aufpreis von ca. S 9400,- pro Stück (Quelle: Ausschreibung von 1981 - DSB Seetal/Goldeck Ost) war auch hier zu viel des Guten.
Bezüglich einer Konzessionsverlängerung würde ich mir aber eher wegen der Höhenlage als wegen eventueller technischer Unzulänglichkeiten Sorgen machen.

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Re: Dreiländereck - Der Kampf gegen die Zeit

Beitrag von daho » 03.11.2019 - 17:45

Oha, das klingt ja interessant.

Ich habe jetzt nochmal meine Bilder auf Standort durchsucht und kann euch ein Bild vom Winter und Sommer anbieten. Das Winterbild ist im Dezember 2018 entstanden und das Sommerbild im August 2019.
Philipp2 hat geschrieben:
03.11.2019 - 17:11
Die ursprüngliche DSB ist von 1975, d.h. spätestens im Januar 2036 läuft nach nunmehr 60 Jahren die Konzession ab -
Das würde also bedeuten, dass die Bahn theoretisch noch 17 Jahre in Betrieb gehen könnte? Ich kenne die Pläne der zuständigen Region, in dem Fall Villach, nicht wie es mit Förderungen in dem Gebiet aussieht. Aber theoretisch könnten sie, wenn sie tatsächlich eine neue Bahn dort aufstellen wollen würden, bis 2036 damit warten? 8O
Philipp2 hat geschrieben:
03.11.2019 - 17:11
(Quelle: Ausschreibung von 1981 - DSB Seetal/Goldeck Ost)
Ist dieses Dokument öffentlich einsehbar?
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20181228_125101.jpg
Dezember 2018
20181228_125101.jpg (4.4 MiB) 1530 mal betrachtet
20190810_153225.jpg
August 2019
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Re: Dreiländereck - Der Kampf gegen die Zeit

Beitrag von Philipp2 » 04.11.2019 - 09:27

daho hat geschrieben:
03.11.2019 - 17:45
Oha, das klingt ja interessant.

Ich habe jetzt nochmal meine Bilder auf Standort durchsucht und kann euch ein Bild vom Winter und Sommer anbieten. Das Winterbild ist im Dezember 2018 entstanden und das Sommerbild im August 2019.
Philipp2 hat geschrieben:
03.11.2019 - 17:11
Die ursprüngliche DSB ist von 1975, d.h. spätestens im Januar 2036 läuft nach nunmehr 60 Jahren die Konzession ab -
Das würde also bedeuten, dass die Bahn theoretisch noch 17 Jahre in Betrieb gehen könnte? Ich kenne die Pläne der zuständigen Region, in dem Fall Villach, nicht wie es mit Förderungen in dem Gebiet aussieht. Aber theoretisch könnten sie, wenn sie tatsächlich eine neue Bahn dort aufstellen wollen würden, bis 2036 damit warten? 8O
Philipp2 hat geschrieben:
03.11.2019 - 17:11
(Quelle: Ausschreibung von 1981 - DSB Seetal/Goldeck Ost)
Ist dieses Dokument öffentlich einsehbar?
Ja, sofern der technische Zustand es zulässt und weiterhin Ersatzteile verfügbar sind, wird es wohl darauf hinauslaufen. Die Konzession für Doppelsesselbahnen wurde damals immer auf 60 Jahre ab dem Tag der öffentlichen Betriebsaufnahme erteilt und, weil es ja nur ein Umbau war, bei der Erweiterung auf die 3-SBK mit Sicherheit nicht geändert. Die Inbetriebnahme war bei de Pretis-Anlagen stets im Januar, der Tag ist mir nicht bekannt.
2. Nein. Wäre rechtlich auch nach 40 Jahren etwas kompliziert. Nur so viel: Die Mehrkosten für Stützen mit Schraubanker wurden für die DSB Seetal in der Entwurfsphase im Schnitt mit ca. 9400 S/Stütze exkl. USt bei 10 Stützen mit 96 lfm Stützenschaft veranschlagt, gewählt hat man auch hier die einbetonierte Variante. Aber die Erschließung der Ostseite des Goldecks ist ein ganz anderes Drama, auf das ich hier lieber nicht eingehen werde - schon mal etwas über die DSB Kapelleralm gehört? Die haben jetzt übrigens das Dorf Goldeck und den Eggeralmlift quasi stillgelegt, das Skigebiet besteht nur noch aus 3 "richtigen" Liftanlagen. :roll:
Es ist mir sowieso ein Rätsel, wie man das Dreiländereck auf gut 1800 m überhaupt bis 2036 halten will - finanziell, technisch und meteorologisch wären da einige Wunder nötig.
Förderungen :lach: ... da oben würde es wesentlich besser aussehen, wenn sie mehr Förderung bekämen, nur mit den aktuellen Summen kannst du keinen Kübel Stützenfarbe kaufen. Förderungen gäbe es erst, wenn die ganze Gesellschaft mit ein paar Millionen Minus in den Konkurs fahren würde, so wie es auch bei anderen Kleinskigebieten in Kärnten passiert ist und das wird man wohl tunlichst zu vermeiden versuchen - allein schon der Auflagen wegen.

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Re: Dreiländereck - Der Kampf gegen die Zeit

Beitrag von daho » 04.11.2019 - 21:43

Philipp2 hat geschrieben:
04.11.2019 - 09:27
2. Nein. Wäre rechtlich auch nach 40 Jahren etwas kompliziert.
Hätte mich nur interessiert, wie so was ausschaut und was da drin steht. Ist ja nicht mein Fachgebiet :mrgreen:
Philipp2 hat geschrieben:
04.11.2019 - 09:27
Aber die Erschließung der Ostseite des Goldecks ist ein ganz anderes Drama, auf das ich hier lieber nicht eingehen werde
Ja habe einige Beiträge darüber hier gelesen. Zum Glück sind auch noch viele Bilder hier online. Bei Verditz fehlt ja leider ein Teil der Bilder. :naja:
Philipp2 hat geschrieben:
04.11.2019 - 09:27
schon mal etwas über die DSB Kapelleralm gehört? Die haben jetzt übrigens das Dorf Goldeck und den Eggeralmlift quasi stillgelegt, das Skigebiet besteht nur noch aus 3 "richtigen" Liftanlagen. :roll:
Nein sagt mir jetzt gar nichts. Ja so wie der "Sportberg" Goldeck momentan gestellt ist, ist echt nicht schön. War letzte Saison einmal oben und es war neben der EUB nur ein Lift offen, der andere war geschlossen wegen dem Wetter :rolleyes:
Philipp2 hat geschrieben:
04.11.2019 - 09:27
Förderungen :lach: ... da oben würde es wesentlich besser aussehen, wenn sie mehr Förderung bekämen
Wie war das damals am Verditz, waren die nicht unter der "Haube" der Gerlitzen Bergbahnen bzw. bekamen die keine Förderungen für den Erhalt?

Und weil wir hier grade das Thema LSAP anschreiben, Villach müsste ja meines Wissens nach ursprünglich 5 Skigebiete gehabt haben. Neben den bestehenden fallen mir noch Dobratsch/Heiligengeist, Baumgartnerhöhe und Verditz ein, wobei ich nur am letzteren nie Ski gefahren bin. Und zu zweiterem hab ich hier noch gar nix gefunden, dürfe also wirklich sehr unbekannt sein :wink:

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Re: Dreiländereck - Der Kampf gegen die Zeit

Beitrag von Philipp2 » 04.11.2019 - 23:35

daho hat geschrieben:
04.11.2019 - 21:43
Und weil wir hier grade das Thema LSAP anschreiben, Villach müsste ja meines Wissens nach ursprünglich 5 Skigebiete gehabt haben. Neben den bestehenden fallen mir noch Dobratsch/Heiligengeist, Baumgartnerhöhe und Verditz ein, wobei ich nur am letzteren nie Ski gefahren bin. Und zu zweiterem hab ich hier noch gar nix gefunden, dürfe also wirklich sehr unbekannt sein :wink:
Mir bekannte abgetragene Seilbahnen Bezirk Villach-Land:
Schlepplift auf den Badstuben in KG Kreuth/Bad Bleiberg (über den weiß ich auch nix)
Schlepplift in Greuth/Arnoldstein - ein kurzer, steiler STEMAG des Skiclub Arnoldstein
2 Schlepplifte auf der Baugartnerhöhe, ein alter DM-Portalstützenlift mit Sommerrodelbahn, welchen ein STEMAG-Kurvenlift auf neuer Trasse ersetzte - abgetragen um 2010
2 Schlepplifte in Kopein, ein kurzer Tellerlift und ein Schlepplift, beide de Pretis
6 Schlepplifte (davon ein Tellerlift) und ein Sessellift auf der Villacher Alpe, alle de Pretis - die Pendelbahn zum Sender ist ebenfalls de Pretis und nach wie vor in Betrieb
1 Tellerlift und ein Seillift bei Treffen, beide de Pretis
2 ESL, eine DSB, zwei Schlepplifte und zwei Seillifte am Verditz, alle de Pretis bis auf einen der Seillifte, der war ein Bruckschlögel
1 Schlepplift in Gassen, Afritz (Wiese hinter der Tankstelle bis hoch zum Waldrand), de Pretis
1 Schlepplift beim Thurnerhof in Feld am See bei Untertweng, de Pretis
1 Schlepplift mit Portalstützen in Gschriet/Ferndorf, de Pretis
4 Schlepplifte, 2 DSB und 4 ESL auf der Gerlitzen (könnte mich verzählt haben, die hab ich nicht alle auf Anhieb im Kopf)
1 DSB Seetal mit zwei Linkskurven nach Baco und zwei Schlepplifte, davon ein Tellerlift im Seetal/Stockenboi, alles de Pretis bis auf den Tellerlift, der war ein DM und steht aktuell im Dorf Goldeck
1 ESL und 4 Schlepplifte am Goldeck, davon ein Kurvenlift und einer mit Portalstützen, de Pretis

Etliche alte Projekte gabs dort auch, u.a.
Erschließung des Mirnocks von Fresach aus - 3 Sektionen DSB, in Planung um 1977, erwählt in der Entwicklungsstudie Mirnock
Erschließung des Mirnocks von Gschriet aus - 2 Sektionen DSB, in Planung um 1970 - die Talstation der 1. Sektion wäre beim Schlepplift Gschriet (Bj. 1966) gewesen
Erschließung der Gerllitzen von Treffen ausgehend - Abfahrt über den Treffner Wald bzw. Ochsengarten, in Planung um 1965
Erschließung der Gerllitzen von Arriach über den Sauerwald bis Neugarten
Erschließung der Gerlitzen von Bodensdorf zur Bergeralm, immer wieder mal neu aufgewärmt
Diverse Varianten für die Erschließung des Dobratsch von allen möglichen Seiten
Stockenboi/Goldeck: Erschließung der Kapelleralm, sollte baugleich der DSB Seetal werden aber ohne Kurve + Zubringerlift Bürstelböden; Begradigung der Seetal-DSB inkl. Abfahrt vom Grat nach Dorf Goldeck + Rückbringerschlepplifte
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Re: Dreiländereck - Der Kampf gegen die Zeit

Beitrag von daho » 05.11.2019 - 05:59

Ja, wenn man die Umgebung dazuzählt kommen da ja einige dazu :top:
Philipp2 hat geschrieben:
04.11.2019 - 23:35
Schlepplift auf den Badstuben in KG Kreuth/Bad Bleiberg (über den weiß ich auch nix)
Kann ich dir demnächst den genauen Wortlaut sagen, muss ich nur nachfragen, aber von dem wusste ich auch.
Philipp2 hat geschrieben:
04.11.2019 - 23:35
6 Schlepplifte (davon ein Tellerlift) und ein Sessellift auf der Villacher Alpe, alle de Pretis
Wenn mich meine Errinerung nicht täuscht muss der Tellerlift der letzte sein, der abgetragen wurde. Der stand ja in Heiligengeis,t nicht direkt an der V73, und wurde dort auch noch ein paar Jahre nach der Schließung vom Gebiet "Dobratsch" betrieben. Vielleicht auch nur ein oder zwei Jahre, aber auf jeden Fall war ich dort mal mit der Schule oder so.
Philipp2 hat geschrieben:
04.11.2019 - 23:35
Erschließung der Gerlitzen von Bodensdorf zur Bergeralm, immer wieder mal neu aufgewärmt
Wäre ja auch bitter notwendig bei der Situation in Annenheim, aber mal schauen ob sie dort halten, was sie versprochen haben.

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Re: Dreiländereck - Der Kampf gegen die Zeit

Beitrag von bone » 05.11.2019 - 07:21

Philipp2 hat geschrieben:
04.11.2019 - 23:35

Etliche alte Projekte gabs dort auch, u.a.
Erschließung des Mirnocks von Fresach aus - 3 Sektionen DSB, in Planung um 1977, erwählt in der Entwicklungsstudie Mirnock
gibt es die entwicklungsstudie irgendwo online zu finden?
2019/20: 1 x Mölltaler Gletscher

2018/19: 6 x Gerlitzen, 5 x Arlberg, 5 x Innerkrems, 4 x Nassfeld, 4 x Mölltaler Gletscher, 3 x Bad Kleinkirchheim, 2 x Katschberg, 2 x Heiligenblut-Großglockner, 2 x Ankogel, 1 x Dreiländereck, 1 x Turrach

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Re: Dreiländereck - Der Kampf gegen die Zeit

Beitrag von daho » 05.11.2019 - 08:02

Hab sie nicht online gefunden, aber werds mir hier ausborgen https://permalink.obvsg.at/UKL/AC01542230

Schreib mir sonst mal eine PN.


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Re: Dreiländereck - Der Kampf gegen die Zeit

Beitrag von GIFWilli59 » 08.11.2019 - 14:29

Philipp2 hat geschrieben:
03.11.2019 - 17:11
Die ursprüngliche DSB ist von 1975, d.h. spätestens im Januar 2036 läuft nach nunmehr 60 Jahren die Konzession ab - eine Verlängerung dürfte allein schon aufgrund der alten einbetonierten Stützenschäfte nicht möglich sein, da man hierfür entsprechende Gutachten über den statischen Zustand des ca. 0,8 m tief einbetonierten Teiles bräuchte. Selbst wenn man diese untersuchen könnte, würde man vermutlich Korrosion feststellen, was die zulässige Haftspannung zwischen Schaft und Beton herabsetzen und die Tragfähigkeit zumindest bei den Niederhaltestützen vermindern würde. Zum Vergleich hier ein paar Fotos eines baugleichen Stützenunterteiles der DSB Verditz III nach 42 Jahren:
20190608_114038.jpg
20190608_114102.jpg
20190608_114107.jpg
20190608_114126.jpg
20190608_114236.jpg
8 mm starke Vollwandkonstruktion, abgekantet und an den Ecken verschweißt. Außenanstrich Minium, Innenanstrich Inertol - die unteren 800 mm sind zwecks Bindung an den Beton ohne Anstrich belassen worden. Die Stützen sind nicht dicht geschweißt - nach Aussage der Demontagearbeiter spritzten ihnen beim Anschneiden Wasserfontänen entgegen.
Zwar ist die Korrosion augenscheinlich nicht sehr dramatisch, man muss aber bedenken, dass die DSB Verditz in eher trockenem Gelände stand, während die DSB Dreiländerecke in einem schattigen und feuchten Graben mit eher unsicherem Gelände gebaut wurde. Außerdem wurde bei der DSB Dreiländerecke die Betonauffüllung im Stützenschaft, die man hier unter dem Wasser erkennen kann, eventuell gar nicht bis zur Entwässerungsöffnung hochgeführt, da dies auch bei bei der DSB Schwarzsee nicht Stand der Technik war und hier erst im Nachhinein auf Hinweis eines Sachverständigen durchgeführt wurde.
Auch de Pretis hat seinerzeit schon die Option der aufgeschraubten Stützen + Ankergarnitur angeboten, aber der entsprechende Aufpreis von ca. S 9400,- pro Stück (Quelle: Ausschreibung von 1981 - DSB Seetal/Goldeck Ost) war auch hier zu viel des Guten.
Ist die Korrosionsanfälligkeit für die Bauart normal?

Bei den im Frühjahr 2018 abgebauten Köhlerhagenliften (Bj. 1968/1980) sahen die Stützen von innen noch besser aus:
GIFWilli59 hat geschrieben:
24.04.2018 - 23:55
Bild
#6 Außer den beiden Talstationsstehern wurden sämtliche Stützen/Stationen umgeflext. Hier Stütze 1 v. Kö 1.

Bild
#14 Zur Abwechslung nochmal eine der Stützen von Kö2 (Stütze 5).


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