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Skiroadtrip Feb. 2020 | Ski&Tour rund um Tirol (neu: Bivio)

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Skiroadtrip Feb. 2020 | Ski&Tour rund um Tirol (neu: Bivio)

Beitrag von Skitobi » 24.04.2020 - 22:26

Skiroadtrip Feb. 2020 | Ski&Tour rund um Tirol
Obertauern - Fanningberg - Ankogel - Heiligenblut - Klausberg - Cresta Bianca - Bivio - Fcla. Valletta/Avers - Golm - Lindauer Hütte

Vor zwei Jahren haben wir schonmal einen Skiausflug gemacht. Mit Touren - und Abfahrtsski die schönsten, ruhigsten und besten Plätze gesucht, um unser Hobby zu betreiben. Letztes Jahr war - trotz Rekordschneelage - leider verletzungsbedingt so etwas nicht möglich, aber jetzt konnten wir wieder so eine Tour angehen. 2018 ging es noch mit einem festen Übernachtungsort rund ums Allgäu, heuer konnten wir das noch deutlich übertreffen. Mit einem neuen mobilen Übernachtungsort erweitern sich die Möglichkeiten doch sehr stark und wir konnten diesmal eine ganz große Runde planen. Wobei planen schon übertrieben wäre, denn die einzelnen Ziele wurden eigentlich immer erst am Vortag so richtig konkret ausgewählt. Die Spontanität ist dabei ein riesiger Vorteil. Und das kam dabei raus:

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alle GE-Screenshots anklicken zum Vergrößern!
Eine große Tirol - (Halb-)Umrundung mit Zielen im Salzburger Land, Kärnten, Südtirol, Graubünden und Vorarlberg. Für die ganze Runde würde natürlich noch Bayern fehlen, da hat in diesem Fall aber leider der Schnee gefehlt - den wir woanders dafür umso mehr hatten!

Der Zeitraum war durch Semesterferien und Urlaub schon länger festgelegt. Bei den Zielen ließen wir uns alles offen. Los gehts in Innsbruck, wir hatten genug Ideen für Ziele sowohl im Osten Österreichs als auch in der Schweiz. Ausschlaggebend für das erste Ziel war dann, dass Freunde von uns gerade in Obertauern Urlaub machten. Stürmisch sollte es werden - da war Orkan Sabine gerade im Anmarsch. Aber vor allem sollte es auch endlich mal in dieser Saison so richtig schneien!

Obertauern 10.+11.02.2020 | Pistenpowdern

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Das einzige klassische Großskigebiet unserer Reise

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Am Morgen ging es noch ganz normal zu. Eine riesige Schlange erwartete uns an der Grünwaldkopf-Kombibahn, deswegen wichen wir gleich mal auf den Sonnenlift aus, um ins Gebiet zu kommen. Zuerst fahren wir ein paar Runden auf den Pisten.

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Der Füllungsstand der Pisten ist einfach ein Wahnsinn - vor allem die Piste rechts oben! Kein Wunder, wenn bei beiden Anlagen dort hin massiv die Kapazität erweitert wurde. Aber Abhilfe ist im Anmarsch in Form der grauen Wolke...

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Der Wind wird stärker und es zieht zu

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In den großen Skigebieten besteht die Kunst immer darin, die leeren Pisten zu finden :biggrin:

Und dann begann der richtig gute Teil des Tages:

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massiver Schneefall! Das Skigebiet hatte sich schlagartig geleert.

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Der Neuschnee fuhr sich schon sehr gut im Plattenkarbereich

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Und am Schaidberg - hier war kein Mensch unterwegs! Ich habe selten so viel Schneefall in so kurzer Zeit erlebt - wo vorher noch Piste war, war jetzt einfach feinster Powder. Nach einigen Runden ging es dann zurück - den Rückweg zum Kehrkopf haben wir gerade so geschafft, kurz bevor die Verbindungslifte wegen Sturm geschlossen wurden. Komplett unerwartet ein extrem guter erster Powdertag!

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Am nächsten morgen mussten wir unser Schlafdomizil - ein Caddy mit selbstgebautem Schlafausbau - etwas ausgraben. Denn es hatte wieder ordentlich geschneit :yau:

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Noch einmal ging es ins Skigebiet Obertauern

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Als erstes ging es dann zur Zehnerkarbahn, die gestern als Einzige ganztags wegen Sturm geschlossen war.

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Auch heute Pistenpowder!

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Aber auch nebendran...

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Erste Sprungmöglichkeiten, so hätte es weiter gehen können...
Aber schon nach der zweiten Fahrt wurde die Zehnerkarbahn wegen dem immer stärkeren Sturm geschlossen. Grünwaldkopf auch grad zu. Dann bleibt nur der Sonnenlift, der hat dann aber auch recht schnell aufgegeben.

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Dann bleibt uns erstmal nichts anderes übrig als einen Kaffee trinken zu gehen und später zu Fuß die Straße entlang zum Auto am Kehrkopf zu gehen.

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Der dortige Schlepplift war noch so ziemlich als Einziges geöffnet - macht aber bei dem Sturm überhaupt kein Spaß. In Obertauern geht heute nichts mehr.

Aber der Tag ist noch nicht vorbei! Ich hatte an der Kasse einen Pistenplan für den mir bisher unbekannten Skipassverbund "Lungo" in die Hände bekommen. Neben Obertauern sind da die Skigebiete Katschberg, Großeck/Speiereck und Fanningberg dabei. Mit all denen hatte ich mich noch nie wirklich beschäftigt. So kam ich jetzt in die Lage, nur anhand des Pistenplanes die umliegenden Skigebiete zu beurteilen - es fühlte sich an "wie früher", ganz analog. Ich weiß nicht, wann ich zuletzt in einem neuen Skigebiet war, ohne vorher einen Forenbericht darüber gelesen zu haben... :lach:

Fanningberg 11.02.2020 | Die große Überraschung

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Mit dem aktuellen Öffnungsstatus hat sich für den angebrochenen Tag der Fanningberg als beste Möglichkeit ergeben. Vor allem die Hänge am Zirbenjet sahen am Pistenplan und von der Hangausrichtung (zum Wind) vielversprechend aus.

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Das Skigebiet hat einen ganz anderen Charakter - oben lockerer Baumbestand und unten Wald, dazu eine super Fernsicht. Der Sturm war hier zum Glück gar kein Thema, wir sind auf der windabgewandten Seite.

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Zuerst die Abfahrt in der Lifttrasse - krass gut, aber bei der Länge der Abfahrt auch krass anstrengend 8O

Nach zwei extra-Runden in der langen Hauptbahn, weil meine Stöcke hinten aus dem Bubble geflogen waren :oops: (wenn man den Bubble schließt, kann was rausfallen!) ging es dann auch endlich zum Zirbenjet.

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Der Hang sieht super aus und ist es auch!

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Dass es hier so gut zum Powdern geht, hätten wir niemals gedacht

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Hier in der alten Schlepptrasse

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Fazit: Total unerwartet gutes Skigebiet, gerne wieder!

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Am Abend gab es dann beim Teekochen noch einen sehr schönen Mond zu betrachten

-- NEXT: Ankogel! --
Zuletzt geändert von Skitobi am 29.06.2020 - 23:29, insgesamt 7-mal geändert.
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Re: Skiroadtrip Feb. 2020 | Ski&Tour rund um Tirol

Beitrag von Gletscherfloh » 25.04.2020 - 07:44

Vielversprechender Beginn! Ich freue mich schon auf die Fortsetzung(en). Eure Reiseroute hat ja einige Schmankerln dabei ;).
Wäre ja wirklich witzig gewesen, wenn wir uns bei eurem Avers-Abstecher getroffen hätten (hätten wir natürlich nie gedacht, dass zur gleichen Zeit da auch ein AF-ler herumtourt ...).
P.S.: Bonuspunkte für das mobile Hotel ;)
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Re: Skiroadtrip Feb. 2020 | Ski&Tour rund um Tirol

Beitrag von Skitobi » 29.04.2020 - 21:01

Ankogel 12.02.2020 | Ohne Ende

Den nächsten Tag ging es an den Ankogel. Während am Abend vorher die Fahrt durch das Mölltal noch durch grüne Landschaften ging, war die Hochebene bei Mallnitz mit Neuschnee gesegnet. So richtig Schnee gab es eben, wie eigentlich grundsätzlich diesen Winter, nur am Alpenhauptkamm.

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Der Ankogel ist wirklich ein tolles Skigebiet ganz nach unserem Geschmack. Keine Kapazitätsmonster, durch die abseitige Lage auch grundsätzlich wenig Leute. Die Hauptbahnen sind zwei (Gruppen-) Pendelbahnen und ansonsten gibt es neben den Übungsliften im Tal eh nur noch einen Schlepplift. Der wurde wohl in den letzten Jahren seiner Parallelanlage beraubt und steht jetzt alleine da. Sonst gibts nix, das ganze ist sehr hochalpin gelegen und bietet viel Gelände. Und das wurde heute ausgiebig genutzt :mrgreen:

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Los gehts! Das Skigebiet liegt sehr schön am "Ende der Zivilisation". Die Stationen strahlen den Charme vergangener Zeiten aus - das ist uns aber viel lieber als der Trubel, den neue Anlagen so meistens mit sich bringen.

Natürlich nutze ich wieder meine Powderski (die auch meine Tourenski sind). Zum Glück habe ich für die noch rechtzeitig vor der Reise neue Skischuhe gekauft. Vorher hatte ich Tourenskischuhe, jetzt "Freetourer" - ein Unterschied wie Tag und Nacht! Mit den alten Schuhen hätte ich mich nur aufgeregt auf der ganzen Reise 8O

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Hinter der Talstation kommt nur noch das Seebachtal und dann die Berge. Abfahrten in das Tal würden (abseits der Talabfahrt) wohl an einer Felsstufe enden- daher sollte man oben immer aufpassen, rechtzeitig zur Mittelstation rüber zu queren...

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Von der Mittelstation schauen wir ins Tal und auf die Talabfahrt. Das war auch gleich unsere erste Abfahrt - eine sehr gute Wahl, denn es lagen 15cm Powder auf der schwarzen Piste - ein Traum zu fahren!

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Doch dann ging es zum wirklichen Highlight des Gebietes: Die obere Sektion mit der riesigen Schneeschüssel rechts davon, die sich hier aber großteils im Nebel versteckt

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Wir sind begeistert!

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Die Allermeisten Gäste des Tages waren Pistenfahrer. Geländefahrer gab es extrem wenig, man konnte sie fast an zwei Händen abzählen und traf sich dann immer wieder an der Bahn. Das war für uns, die beide in Innsbruck wohnen, nahezu unglaublich. Wenn das Skigebiet bei Innsbruck wäre, wäre spätestens zu Mittag alles zerfahren. Wie gut ist das denn hier?! :yau:

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In Erinnerung an die Zeit, in der dicht gedrängte Menschen in Pendelbahnen noch nicht als Virenschleuder galten - und man noch einfach so über Grenzen fahren konnte :cry:

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8) 8) 8)

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Mitten in der Schneeschüssel

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Bei den Bedingungen ist die Bewölkung auch egal

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Ein nettes kleines Add-on zum Rest, der Hang von der Bergstation zum Hannoverhaus

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Hinter dem Haus geht es über den Grat...

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Und wieder in den Hang

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Blick über die Ankogelbahn II zum Schlepplift

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Und in "unseren" Hang

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Man konnte auch am Nachmittag noch völlig problemlos ohne Ende "first lines" ziehen :love:

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Dem Schlepplift statteten wir auch einen Besuch ab und fuhren sogar die Piste, die war mit dem Neuschnee natürlich schon stark zerfahren. Wenn es mal kein Powder hat, ist das aber sicher auch ein super Pistenskigebiet! Die Pisten verlaufen auch sehr natürlich und unmodelliert :top:

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Besonders viele hochalpine und nicht stark ausgebaute Skigebiete gibt es eben leider gar nicht

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Zum Schluss ging es dann auf eine heiße Schokolade in die kleine Hütte neben der Mittelstation - die war mir aber doch etwas unsympatisch, denn die Wand ist zugepflastert mit Fußball-Fan-Gegenständen :surprised: Echt lustig, dass ich von Fußball spätestens seit ich in Innsbruck wohne so gar nichts mehr mitbekomme - nicht mal zur WM gibt es schwarz-rot-gold-"Fanartikel" überall :lach:

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Danach kam die finale Talabfahrt, die Bahn war noch zu einer Betriebsfahrt unterwegs

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Was für ein genialer Tag, der noch lange in Erinnerung bleiben wird!

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Am Abend gehen wir noch in Mallnitz ins Hallenbad, mal richtig aufwärmen und vor allem Duschen. Der Tag ist aber noch nicht um, zum Essen gehen wir ins Hotel Alber in Mallnitz. Es scheint dort unüblich zu sein, als nicht-Hausgast essen zu gehen, die zugehörige Restaurant "Almstuben" hatte aber Ruhetag. Erst waren sie etwas zögerlich, das Personal war aber super nett und hat sich dann richtig für unsere a la Carte-Wünsche ins Zeug gelegt. Nach der sehr guten Suppe und Hauptspeise gab es noch eine lokale Nachspeise - Kletzennudeln müssten das gewesen sein. Wenn man schon mal so gut essen geht, dann auch richtig. Sehr empfehlenswert!

Danach war es natürlich wieder recht spät. Bei der Fahrt in Richtung unseres nächsten Zieles Heiligenblut kam es dann noch zu einer kuriosen Situation. Bei einer Routine-Polizeikontrolle wurden wir - mit unserem hessischen Kennzeichen und mittlerweile ganz gutem Tiroler Dialekt - angehalten. Wir wurden gefragt, wo wir herkommen und wo wir denn zu später Stunde noch hinfahren, ob wir etwas gebucht haben wo wir denn schlafen würden. Die Antwort "In diesem Auto" verwunderte etwas, nach Inspizierung des Bettausbaus waren sie aber dann zufrieden. Irritiert hat sie aber, wofür wir denn mit zwei Personen 5 Paar Ski brauchen - und woher sie wissen, ob die uns auch gehören. Na gut, 1x Pistenski, 1x Funpark/Allmountain und 1x Powder/Tourenski für mich - weniger geht halt für einen gelungenen Skiurlaub nicht - und Jannis hatte ja sogar noch zwei Paar daheim gelassen :lach: Die Polizisten fanden das wohl alles etwas seltsam, aber sie ließen uns fahren. Da wurde uns mal wieder klar, wie weit das, was wir da machen, vom klassischen Skitourismus weg ist.

Bei Heiligenblut war es dann das Einzige Mal wirklich schwierig, einen Übernachtungsplatz zu finden - denn fast überall, wo es sich anbieten würde, ist ein explizites Campingverbot ausgewiesen. Das hat wohl mit der Großglockner-Hochalpenstraße zu tun, die im Sommer anscheinend auch viele Camper anzieht. Für unseren kleinen Wagen haben wir dann zum Glück doch etwas gefunden und kamen so heute auch noch irgendwann zum Schlafen.

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Re: Skiroadtrip Feb. 2020 | Ski&Tour rund um Tirol (neu: Ankogel)

Beitrag von Skitobi » 07.05.2020 - 23:11

Heiligenblut 13.12.2020 | Heute mit Sonne!

Es geht weiter in unserer Runde - Heiligenblut steht an! Und weil uns nur Powder auf Dauer nicht reicht, gab es heute erstmalig auf unserer Reise richtig Sonne dazu :biggrin: 8)

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Heiligenblut ist ein mittelgroßes Skigebiet, das sich gut in einem "halb-modernem" Zustand gehalten hat. Zubringer und Hauptbahn sind 2 Sektionen 4er-Gondelbahn, es gibt jeweils eine neuere Sessel- und Gondelbahn, aber auch wirklich tolle lange Schlepplifte als Beschäftigungsanlagen. So verteilt es sich auch hier sehr gut auf den Pisten.
Und dann gibt es da natürlich noch die kuriose Hängeschienen-Tunnelstollen-Gruppen-Pendelbahn, die den Fleißalm-Gebietsteil ans Kerngebiet anbindet.

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Aufgewacht bei Heiligenblut - das sieht doch mal gut aus! Weils gestern spät war, kommen wir nicht ganz so früh los heute. Es braucht eben doch immer seine Zeit - Aufstehen, Frühstücken, evtl. Tee kochen, Auto in Fahrzustand umbauen, umziehen... Aber insgesamt funktionierte das Leben im Auto wirklich gut!

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An der Mittelstation hat man die Wahl, die Bahn zum Schareck zu nehmen oder mit der Tunnelbahn zur Fleißalm zu wechseln. Dorthin kommt man aber auch über eine Skiroute, die Variante haben wir dann später genommen.

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Und wir sind auf dem Schareck und schauen runter richtung Viehbühel-Lift. Im Sommer verläuft dort auch die Großglockner-Hochalpenstraße.
Gleich zur ersten Powder-Abfahrt dort runter, leider war hier doch nicht ganz so viel Neuschnee und es war etwas enttäuschend. Wahrscheinlich waren wir aber nur extrem verwöhnt von den vorigen Tagen 8O

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Die Spuren dort hoch sahen einladend aus, da haben wir wirklich Lust drauf bekommen. Die Felle waren aber leider im Auto, was im Parkhaus auch recht weit von der Bahn weg war. Also bleiben wir im Skigebiet.

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Das Panorama ist nicht zu verachten

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Hier am Lift konnte man dann doch ein paar Spuren in den Neuschnee ziehen

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Wieder zurück am Schareck geht der Blick in die andere Richtung: Das Fleißalmgebiet wird durch einen Sessellift und den langen Schlepplift Hochfleiß erschlossen, der tatsächlich noch deutlich höher endet als wir jetzt stehen: auf 2900m! Und unterhalb ein riesiger breiter Freeride-Hang.

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Also rein in die Route, die auch auf einem langen breiten Hang verläuft. Oben wars gut, weiter unten wurde der Schnee im südöstlich ausgerichteten Hang dann schon ganz schön schwer. Unten muss man dann noch ein gutes Stück aus dem Tal aufsteigen. Danach war die Mittagspause verdient.

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Erst machen wir eine Runde an der Sesselbahn. Blick zurück auf Schareck und den Hang der Verbindungs-Skiroute

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Und dann geht es ganz rauf mit dem Hochfleiß-Lift

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Einfach schön, wenn solche Gipfellifte noch Schlepplifte sind

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Und dann kommt die Fahrt mit der Tunnelbahn. Der Tunnel ist eigentlich ein Wasser-Überleitstollen für ein Kraftwerk, die Seilbahn wohl nur ein "Nebeneffekt". Die Fahrt ist echt ein Erlebnis. Die Liftler schauen sehr genau, dass die Ski gut in den Köchern stecken - ein verkeilter Ski im Tunnel wäre sicher nicht lustig. Erst geht es steil hinunter in den Stollen, dann dreht die Bahn richtig auf. Sehr viel sieht man nicht, irgendwann ziehen die beleuchteten Gegegenkabinen vorbei. Es fühlt sich echt schnell an und braucht doch ordentlich Zeit, bis die Fahrt vorbei ist.

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Wenigstens auf der kurzen Strecke am Tageslicht sieht man auch die farbenfrohen Kabinen

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Jetzt gibt es noch einen Skigebietsteil zu besichtigen: An den Schleppliften Tauernberg und Seppenalm gibt es gute und leere Pisten. So gefällt uns das!

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Perfekt zum Cruisen

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Weil die letzten Tage doch insgesamt recht anstrengend waren, ließen wir es heute schon etwas früher gut sein.

Fazit Heiligenblut: Ein tolles hochalpines Skigebiet, das noch nicht übermäßig modernisiert wurde und entsprechend von den Massen verschont wird. Vor allem die Bereiche an den Schleppliften bieten einfach top Pisten. Wenn es so was nur in Nordtirol gäbe...

Am Abend ging es für uns weiter nach Südtirol. Zum Essen ging es heute ins "Mexico City" in Toblach. Dort gab es eine sehr gute Pizza, schnell und professionell serviert von einem Heimkollegen von mir :biggthumpup: Das war echt ein lustiges Treffen :D

Und mit Treffen geht es gleich weiter, denn am nächsten Tag sind wir gleich mit einer ganzen Gruppe von Leuten aus meinem Wohnheim verabredet.

-- NEXT: Klausberg --
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Re: Skiroadtrip Feb. 2020 | Ski&Tour rund um Tirol (neu: Heiligenblut)

Beitrag von Skitobi » 23.05.2020 - 00:38

Klausberg 14.02.2020 | Klausberg, Klausberg, Klausberg!

Unser erster Tag in Südtirol führt uns zum Klausberg, wo wir mit gleich 3 Leuten aus meinem Wohnheim verabredet waren. Ich wollte schon lange mal deren "Heimskigebiet" besuchen, jetzt hat es endlich geklappt :D

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Der Klausberg im Ahrntal ist ein mittelgroßes, recht modernes Skigebiet, das aber nicht sehr überlaufen ist

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Zum Start geht es gleich mal ganz rauf

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Blick auf die Panoramabahn - Während wir die letzten zwei Tage fast gar keine Schneekanonen gesehen haben, gibt es hier das volle Programm an Pistenmodellierung, Fangzäunen und Beschneiung.

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Unten liegt das Skigebiet komplett in einem bewaldeten Talkessel

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Weil es über Nacht geschneit hatte, war der Snowpark leider noch geschlossen. Dafür war das dann für uns der 5. Powdertag in Folge :yau:
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Die Hügel im Snowpark können sich sehen lassen, für uns heute aber nicht benutzbar

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Dafür konnten wir an Pistenkanten ordentlich weit springen, wenn sich einer von uns zum "freigeben" an die Kante gestellt hat 8O :mrgreen:

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Die kleinen Obstacles wurden später dann wenigstens noch freigegeben, so konnten wir doch ein wenig im Park fahren.

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Das war ein super Tag mit euch!

Am Abend ging es dann um die Planung für den nächsten Tag. Wir wollten endlich auch mal unsere Felle aufziehen und eine Skitour machen. Das natürlich am Besten in den nahen Dolomiten mit dem interessantem Gelände und dem grandiosen Panorama. So sind wir auf den Cristallo-Gebirgsstock gekommen.

Und da kommen die Probleme, wenn man jeden Tag woanders ist. Wir durften uns eh schon fast jeden Tag mit einer anderen Website für den Lawinenlagebericht auseinandersetzen - einheitlich (und damit auch dreisprachig) gibt es den nur für Tirol, Südtirol und Trentino. Knapp daneben, Cristallo ist schon im Veneto. Zum Glück kann ich etwas italienisch und man kann auch noch guten Gewissens den Südtiroler Bericht - direkt angrenzend - als Vergleich hernehmen.

Das nächste Problem sind dann die Karten - meine digitalen AV-Karten gibt es für dort nicht. So bin ich dann auf die Tabacco-Karten gekommen, die man am Handy kachelweise kaufen kann. Das war gleich eine positive Überraschung, die stellen das Gelände wirklich extrem gut dar, da können die AV-Karten einpacken.
Als Hangneigungskarte nutze ich openslopemap - und hier das gleiche Problem wie für den LLB: Es ist im Veneto, die Slopemap gibts nur bis Südtirol und die ist wirklich sauber abgeschnitten. Dann muss es wohl ohne gehen, die Bedingungen sind eh gut.

Gut gewappnet fahren wir also zum Ausgangspunkt für den nächsten Tag. Die Nacht wird kalt, so kalt dass mein Handy (mit den Karten drauf) beim Anstecken nicht laden will. Nach Aufwärmen unter der Kleidung ging es wieder, in die Daunenjacke eingepackt hat es auch voll geladen. Wir packen uns in die Daunenschlafsäcke ein und sind gespannt, ob unsere spontane Planung für den nächsten Tag aufgeht.

-- NEXT: Skitour Ex Ghiaccio di Cresta Bianca --

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Re: Skiroadtrip Feb. 2020 | Ski&Tour rund um Tirol (neu: Klausberg)

Beitrag von starli » 25.05.2020 - 12:50

Einfach schön, wenn solche Gipfellifte noch Schlepplifte sind

:top:
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Re: Skiroadtrip Feb. 2020 | Ski&Tour rund um Tirol (neu: Klausberg)

Beitrag von Wursti » 25.05.2020 - 13:08

Vielen Dank für die tollen Berichte bisher!

Kannst du vielleicht noch etwas genauer erläutern wie genau ihr das mit dem Auto gemacht habt?
Umziehen? Schlafen? Toilettengänge? Duschen?! Kälte nachts im Auto?

Ich kann mir das gerade nur schwerlich vorstellen.


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Re: Skiroadtrip Feb. 2020 | Ski&Tour rund um Tirol (neu: Klausberg)

Beitrag von Skitobi » 26.05.2020 - 20:32

Wursti hat geschrieben:
25.05.2020 - 13:08
Vielen Dank für die tollen Berichte bisher!

Kannst du vielleicht noch etwas genauer erläutern wie genau ihr das mit dem Auto gemacht habt?
Umziehen? Schlafen? Toilettengänge? Duschen?! Kälte nachts im Auto?

Ich kann mir das gerade nur schwerlich vorstellen.
Klar, das bietet nicht ganz den gleichen Komfort wie ein Hotelzimmer :lol:
Wir haben mit solchen Unternehmungen schon seit Jahren Erfahrung von Boulderreisen, wo wir meistens im Zelt oder unter Felsen geschlafen haben. Neu war jetzt, dass das ganze im Winter stattfindet, dafür erleichtert die Infrastruktur von den Skigebieten aber auch Einiges. Mit diesem Auto war es auch die erste große Tour.

Umziehen? Entweder noch morgens "im Bett" oder eben mal draußen in der Kälte. Geht schon!
Man hat dann eh mehr oder weniger den ganzen Tag dasselbe an, die Skikleidung ist auch gut wenn es abends kalt wird.

Schlafen? Das Auto hat wirklich einen sehr gut durchdachten Bettausbau, man schläft auf einem ausziehbaren Holzkasten, wo sich Ski und andere Utensilien gut erreichbar verstauen lassen. Die Schlaffläche geht über die gesamte Autobreite und von den maximal nach vorne gestellten Vordersitzen bis zur Heckscheibe. Morgens braucht es aber einen kleinen Umbau, um mit dem Auto fahren zu können.

Toilettengänge? Dank der Skigebiete überhaupt kein Thema.

Duschen? Natürlich nicht jeden Tag, aber doch ein paar mal auf der Reise. Wer bis hier aufmerksam gelesen hat, die erste Dusche wurde schon erwähnt :wink:

Kälte nachts im Auto? Dank Daunenschlafsäcken gar kein Problem, das Problem war eher in wärmeren Nächten, dass der Schlafsack zu warm war :lach:
Eher ein Thema war es, die Skisachen trocken zu bekommen. Das war bei uns nur deswegen kaum ein Problem, weil wir fast jeden Tag eine längere Strecke gefahren sind und dabei das Auto warm wurde. Deshalb ist auch noch geplant, eine Standheizung ins Auto einzubauen.

Beim Essen haben wir uns meistens den Luxus gegönnt, in einem Restaurant Essen zu gehen. Mal haben wir aber auch am Gaskocher gekocht, mit nur einem "Kochfeld" ist das halt etwas langwierig (außer für Nudeln mit Pesto) und bei Regen oder Schneesturm wäre es eher unangenehm.

Wasser haben wir in 2 großen Kanistern dabei gehabt, auch da bieten die Skigebiete natürlich den Luxus, ständig wieder auffüllen zu können.

Dass wir beide einen klassischen Skiurlaub im Wellnesshotel eher nicht zahlen könnten, auf jeden Fall nicht zahlen wollen, kann man schon dazu sagen. Dass wir in Österreich grundsätzlich nichts für Skipässe zahlen mussten, kommt noch dazu - günstiger geht Skiurlaub wirklich nicht.
Wir sehen das aber nicht als Einschränkung oder "Geldsparmethode", sondern einfach als die coolere Variante für Skiurlaub 8)
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Re: Skiroadtrip Feb. 2020 | Ski&Tour rund um Tirol (neu: Klausberg)

Beitrag von Skitobi » 12.06.2020 - 00:58

Skitour Ex Ghiaccio di Cresta Bianca 15.02.2020 | Dolomitisuperskitour

Unsere Planung für heute war, die Forcella Staunies von Norden zu erreichen. Diese Scharte dürfte Einigen bekannt sein durch den imposanten Lift (-> LINK, der dort von Norden hin führte - leider seit 2016 stillgelegt. Dass der Lift gerne als "Cristallo-Schartenlift" bezeichnet wird, bringt eine gewisse Verwechslungsgefahr mit sich: Die Cristallo-Scharte ist ein gutes Stück weiter östlich im Massiv.

Vom Val Fonda aus ist die Skitour eine interessante Unternehmung - wir wissen auch nicht, ob man von der Nordseite überhaupt ohne Klettereien die Station erreicht. Es ist für uns aber eher eine Richtungs- als eine Zielangabe - oder anders gesagt: wir schauen einfach mal, wie weit wir da kommen.

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Um es gleich vorweg zu nehmen: Wir sind nicht bis zur Station gekommen, wohl aber auf den "Ex Ghiaccio di Cresta Bianca", den ehemaligen Gletscher. Es wurde dann eine Rundtour, Aufstieg links durch das Val Fonda, Abfahrt rechts im Val Pra de Vécia.

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Der Mond steht noch am Himmel, heute brechen wir früh auf. Endlich eine Skitour, und dann gleich in dieser Landschaft - die Vorfreude ist groß!

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Zuerst geht es sanft durchs Tal, aber schon mitten in den Felsen

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Auch einen Eisfall gibt es zu sehen

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Für uns geht es auf den rechten Hang, dann weiter hinter den Felsen

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Schon deutlich weiter oben...

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Über diesen Hang würde es rechts weiter in die "echte" Cristallo-Scharte gehen

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Dolomiten! :love:

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Die Sonne spitzt hier gerade so über die Felsen, ansonsten war der Aufstieg großteils schattig.

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Hier blieb der Schnee auch noch einigermaßen locker, aber der letzte Schneefall war hier schon länger her. Den Powder der letzten Tage gab es nur direkt am Alpenhauptkamm.

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Nachdem wir dann doch einen anstrengenden Teil in der Sonne aufsteigen mussten, gönnten wir uns eine Pause. Dabei kamen uns zwei Italiener entgegen, die wohl die ganze Tour andersrum machten.

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Weiter gehts zum Glück im Schatten

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Da gehts rauf, den Spuren folgen - es wird enger.

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Ein Seitenblick zu einer anderen Rinne

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Unzählige Spitzkehren später...

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... aber irgendwann ging es nicht mehr weiter mit Ski an den Füßen. Oben in der Rinne mussten wir abschnallen und im Schnee Stufen schlagen. Die Kante ist nicht mehr weit, aber das zieht sich!

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Und geschafft! Endlich sieht man die andere Seite, das ehemalige Gletscherbecken und die Hänge hinauf richtung Forcella Staunies

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Gleich haben wir es beide geschafft...

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Erleichterung am Ausstieg der Rinne

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Das letzte Stück hat doch sehr viel Zeit gekostet, daher beschließen wir es, es bei diesem schönen Endpunkt zu belassen, der eben in der Karte als "Ex Ghiaccio di Cresta Bianca" bezeichnet ist.

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Ein echtes Gefühl von Freiheit, hier über die weiten Hänge zu cruisen

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magico!

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Blick zurück nach oben - interessante Hängebrücke zwischen den Gipfeln, das wär vielleicht mal was für den Sommer...

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Weiter unten war der Schnee dann leider sehr hart, der Preis für die gute Lawinenlage. Dafür wäre sonst die Tour so nicht möglich gewesen.

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Die letzten Sonnenstrahlen auf Dolomitenfels

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Der Talboden ist erreicht, zurück zum Auto geht es jetzt über die Langlaufloipe. Großteils geht es leicht bergab und man kann relativ gut dahingleiten. Im letzten Stück geht es dann bergauf und wir merken, dass wir heute doch einiges geschafft haben - in Zahlen 1274hm. Pünktlich zur Dämmerung erreichen wir das Auto. Der Plan ist super aufgegangen!

Fazit: Super alpine Skitour, super Landschaft, leider etwas harter Schnee in der Abfahrt - aber man kann ja nicht alles haben 8) War mal etwas ganz Anderes als unsere bisherigen Touren, die eher "Klassiker" und entsprechend viel begangen waren. Hier war auch mal etwas Wegfindung gefragt und der alpine Aspekt kam auch nicht zu kurz :wink:

Am Abend ging es nach einer guten Pizza in Bruneck noch bis in die Meraner Gegend, denn den nächsten Tag verbrachten wir einmal anders. Nach insgesamt 6 Skitagen war mal ein Pausentag angebracht. Und was macht man an so einem richtig entspannten Pausentag? Sport natürlich - also auf in die Kletterhalle! Eigentlich ein Frevel, wenn man das Bouldergebiet Algund vor der Nase hat, aber wir hatten eben leider keine Crashpads dabei und außerdem ging es uns natürlich auch um den Wellness-Faktor der Kletterhalle (Duschen!). Der Boulderraum war leider geschlossen und wir mussten deswegen extra Seil und Gurte leihen. Aber egal, fürs entspannte Pausentags-Klettern vielleicht sogar besser, beim Bouldern ist die Motivation zu Höchstleistung doch gleich mal höher :D

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Am Morgen oberhalb von Meran - Im Vergleich zum Vortag ists hier fast schon sommerlich

Danach besuchten wir noch einen Heimkollegen von mir in Meran - eigentlich nur zum Wasser auffüllen, wir wurden aber gleich mal mit Spaghetti Aglio+Olio verwöhnt - Gut wars!

Und weiter geht die Reise, am Abend ging es noch durch den Vinschgau und über den Ofenpass ins Engadin.

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Zuletzt geändert von Skitobi am 30.06.2020 - 00:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Skiroadtrip Feb. 2020 | Ski&Tour rund um Tirol (neu: Skitour Ex Ghiaccio di Cresta Bianca)

Beitrag von Skitobi » 29.06.2020 - 23:28

Bivio 16.02.2020 | stürmisch

Grüezi i de Schwiiz, Bainvegni a Grischun!
Ich liebe es, in die Schweiz zu fahren! Es ist ein Land mit einem ganz besonderen Charakter. Alleine die Sprachen der Schweiz sind ein spannendes Kapitel. Wer meint, dass 4 Amtssprachen viel sind für die kleine Schweiz, muss sich mal Graubünden genauer anschauen. In diesem einen Kanton werden mit (Schweizer-)Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch gleich 3 der 4 Sprachen gesprochen!
Es ist eben alles etwas individueller, für EU-Bürger tun sich da doch gleich mal Luxusprobleme auf. An die eigene Währung sind wir mittlerweile nach einigen Schweiz-Besuchen ja schon gewöhnt. Ein anderes Problem zeigt sich erst so richtig, seit es das EU-Roaming gibt. Als häufiger Nutzer kann man sich fast gar nicht mehr vorstellen, dass es jemals anders war - gerade mal 3 Jahre ist die Einführung jetzt her. In der Schweiz siehts aber anders aus: Zuletzt kostete im EU-Ausland ein MB Internet noch 6ct, in der Schweiz würde ich mit meinem Vertrag aber genau das 100-fache zahlen: 6€ pro MB!

Das ist natürlich nicht sinnvoll nutzbar. Bisher haben wir bei allen Schweiz-Reisen ganz klassisch auf Papier-Straßenatlas, Wanderkarte oder Boulderführer vertraut, diesmal waren wir aber einfach auf die elektronischen Medien angewiesen. OSM für Navigation und Schlafplatzsuche, Karten-Apps für Skitouren, Tourenrecherche, Skigebietsauswahl, Wetterbericht... Ohne Internet würde uns das viel Spontanität kosten.

Leider haben wir bei der Planung auch keinen sinnvollen Weg gefunden, im Voraus Datenpakete zu buchen - und so führt uns am Morgen der erste Weg in einen Discounter, um dort eine SIM-Karte zu besorgen.

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Da wir wegen der SIM-Karte einige Zeit im Kassenbereich waren, konnte ich hier zum ersten Mal Rätoromanisch als Alltagssprache erleben. Es ist schon interessant, wie die Kassiererinnen je nach Kunde die Sprachen switchen - rätoromanisch, schweizerdeutsch, hochdeutsch und auch mal englisch.

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Das Engadin hat noch eine besondere Weite, die man so aus Tirol nicht kennt. Dort wäre wahrscheinlich der gesamte Talboden zugebaut.
Für uns geht es aber noch ein Stück weiter: Bivio! Hinter dem Julierpass gelegen, ist es ein Skigebiet mit gerade mal 3 Schleppliften.

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Auf dem Pistenplan sieht das schon sehr gut aus: 3 lange Lifte in zwei Etagen über 800hm, bis auf 2560m. Viele Pistenvarianten, auch schwarze dabei, und genug freies Gelände.

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Wir fahren also über den Julierpass ins Albula. Bivio ist der erste Ort nach dieser Schneelandschaft, sehr schön knapp oberhalb der Waldgrenze gelegen.

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Angekommen, Karte gekauft, und los gehts im Tua-Lift

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Hier ist man sofort im Hochalpinen

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Es war wirklich sehr windig. Der Bügel vor uns tanzte schon gewaltig durch die Gegend...

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Die Pisten sind hier jedenfalls nicht überfüllt

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Wechsel in die zweite Sektion. Spoiler: Über den Bergrücken im Hintergrund verläuft der Rückweg der morgigen Skitour.

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Der obere Lift "Al Cant" hat zwei Steilstufen, ansonsten ist er vor allem lang... und damit leider etwas flacher als erwartet.

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Bergstation erreicht.

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klassischer Liftler mit Pfeife

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Die Passstraße sieht man hier auch gut

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Bei der Abfahrt hatten wir zum Glück Rückenwind, so kann man die Hänge gut runtercruisen

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Natürlich unmodelliert und unbeschneit :D

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Talstation Al Cant - raufwärts war es schon etwas unangenehm im Gegenwind. Ein Sessellift wäre aber bei dem Sturm aber wahrscheinlich schon längst eingestellt.

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Am unteren rechten Lift Camon ist es zum Glück etwas windgeschützter, der Tua-Lift hatte erwartungsgemäß mittlerweile kapituliert.

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Schön gelegene Alm im Val Beiva

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Und das war die beste Piste des Tages! Gute Neigung, viel Struktur, unten auch ein ordentlich weiter Sprung, das sind klassische Wiederholungsabfahrten für mich!

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Den Hang am Tua-Lift fuhr kein Mensch mehr, obwohl man von hier auch problemlos zum anderen Lift kommt...

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Die zweite Sektion fuhren wir irgendwann dann nicht mehr. Zu windig, dafür lohnt sich die Abfahrt zu wenig. Später wurde der obere Lift auch eingestellt, Camon hielt aber bis zum Schluss durch.

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Fazit Bivio: Leider insgesamt etwas flacher als gedacht, wirklich schwarz ist hier nichts. Trotzdem ein sehr schönes, hochalpines und ruhiges Skigebiet mit tollen Abfahrten. Das freie Gelände nutzten wir heute nicht, weil der Schnee recht hart war. Ansonsten gäbe es da sicher auch noch gute Möglichkeiten, wenn es nicht zu flach ist.

Einen Übernachtungsplatz fanden wir deutlich weiter unten im Tal, das Essen gab es heute mal vom Campingkocher. Bivio wurde uns aber noch nicht los, denn den nächsten Tag starteten wir wieder in diesem schönen Bergdorf.

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Re: Skiroadtrip Feb. 2020 | Ski&Tour rund um Tirol (neu: Bivio)

Beitrag von gerrit » 30.06.2020 - 12:23

Nachdem ich diesen Thread aus welch Gründen auch immer erst jetzt entdeckt habe: Herzlichen Dank für das Mitnehmen auf diese abwechslungsreiche Reise, bei der Ihr offenbar wirklich gute Bedingungen hattet. Das Übernachten im Auto wär wohl nicht so ganz meins (und noch viel weniger für meine bessere Hälfte :wink: ), aber so kommt man natürlich mit geringen Kosten durch. Irgendwo hab ich gelesen, dass ihr in Österreich nichts für die Liftkarten zahlen musstet, warum dieses?
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Re: Skiroadtrip Feb. 2020 | Ski&Tour rund um Tirol (neu: Bivio)

Beitrag von Skitobi » 30.06.2020 - 14:04

gerrit hat geschrieben:
30.06.2020 - 12:23
Nachdem ich diesen Thread aus welch Gründen auch immer erst jetzt entdeckt habe: Herzlichen Dank für das Mitnehmen auf diese abwechslungsreiche Reise, bei der Ihr offenbar wirklich gute Bedingungen hattet. Das Übernachten im Auto wär wohl nicht so ganz meins (und noch viel weniger für meine bessere Hälfte :wink: ), aber so kommt man natürlich mit geringen Kosten durch. Irgendwo hab ich gelesen, dass ihr in Österreich nichts für die Liftkarten zahlen musstet, warum dieses?
Danke für das Lob! Die Bedingungen waren wirklich sehr gut für den Winter. Wir sind natürlich schon bewusst immer dort hin gefahren, wo die Bedingungen passen, trotzdem hatten wir aber noch ordentlich Glück dabei.

Klar, Übernachtung im Auto ist nicht jedermanns Sache, aber flexibler als das kann man es kaum haben.

Das mit den Liftkarten hat mit dem Beruf von meinem Begleiter zu tun, ich kann mich nur nochmal herzlich bedanken, dass er mich daran teilhaben lässt.

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