Die großen Schneefälle der vergangenen Woche haben es ermöglicht, dass dieses Wochenende bereits einige Nichtgletscherskigebiete frühzeitig in die Saison gestartet sind, darunter beispielsweise Schladming, die Reiteralm oder die Turracher Höhe. Die Wahl fiel schließlich auf Schladming mit der Planai, da sie mit drei Beschäftigungsanlagen (Lärchkogel, Burgstallalm, Märchenwiese) und mindestens zwei Pisten pro Bahn das beste Angebot zu bieten hatte. Als Zubringerbahn war die Planai West geöffnet, da die Hauptseilbahn leider erst im Probebetrieb war.
Laut Wetterbericht waren Wolken, sowie Windstärken von ca. 50km/h vorhergesagt. Das hätte uns fast abgehalten dorthin zu fahren. Jedoch hat sich das Pokern gelohnt, da es großteils sonnig und windstill (!) war. Nur am Nachmittag wurde es leicht bewölkt und es hat dann ein paar wenige Schneeflocken gegeben.
Zur Schneelage: Es gibt bereits einiges an Schnee für diese Jahreszeit. Das reicht in Kombination mit ein bisschen Kunstschnee, dass man die Pisten in voller Breite präparieren konnte. Nur an ein paar wenigen Stellen kamen ein paar braune Stellen zum Vorschein. Abseits ist natürlich noch viel zu wenig vorhanden, es sei denn man hat sehr alte Ski, bei denen ein paar Kratzer mehr nichts ausmachen.
Zum Pistenzustand: Über Nacht gab es im oberen Bereich, ca. bis auf Höhe Talstation Burgstallalmbahn noch ca. 20cm an Neuschnee, der stellenweise nicht nochmals präpariert wurde. Das, in Kombination mit Plusgraden, hatte zur Folge, dass der Schnee teilweise sehr schwer war, wie man es normal nach Neuschnee im Frühling kennt. Dementsprechend gab es bereits von der Früh weg Buckelbildung im oberen Bereich. Tiefer hinunter gab es dann einen Höhenmeterabschnitt mit Kunstschneepulverauflage, gefolgt von einem kurzen Abschnitt, der extrem hart bzw. vereist war, und schließlich kurz vor der Talstation der Lärchkogelbahn war der Schnee fast aufgefirnt.
^ Ankunft an der Bergstation Lärchkogel mit Blick auf die Märchenwiese. Die Stimmung ist tiefwinterlich.
^ Wie bereits erwähnt gab es großteils Sonne, die manchmal von ein paar Wolken verdeckt wurde. Die Sicht blieb aber bis zum Nachmittag gut.
^ Bei der Burgstallalmbahn waren die Pisten 9, 9a, sowie der obere Teil der Damen-WM-Strecke (2) bis zur Abzweigung zur Burgstallalmbahn offen. Letztere war dabei am wenigsten Zerfahren und dadurch in bestem Zustand.
^ Am Weg zur Burgstallalmbahn kommt man natürlich auch bei der Bergstation der neuen Hauptseilbahn vorbei. Die Bergstation finde ich gut gelungen, da auch der Sender gut integriert wirkt.
^ Blick nach oben auf der Piste 9a. Man kann den schweren Schnee gut erkennen.
^ Gleicher Standort, andere Richtung mit Blick ins verschneite Ennstal.
^ Die Piste 1 war bis zur Talstation Lärchkogel geöffnet. Auf deren Abfahrt hat man immer die neue Hauptseilbahn im Blick, die gerade im Probebetrieb mit noch eingepackten Kabinen ihre Runden drehte. Zu Begin wurde nur mit der oberen, dann nur mit der unteren und am Ende mit beiden Sektionen gefahren.
^ Hier kam man dann in den sehr abgerutschten/eisigen Bereich. Hervorzuheben ist, dass die Pisten großteils in voller Breite geöffnet werden konnten.
^ An der Märchenwiese waren auch alle möglichen Varianten geöffnet. Dieser Bereich im Bild war noch in sehr guten Zustand, da er durch den anfänglichen Ziehweg ein bisschen "versteckt" ist.
^ Auch abseits wurde bereits gefahren, was ich aber nicht empfehlen kann, da an manchen Stellen doch noch der Untergrund herauskam.
^ Die leicht bucklige direkte Piste an der Burgstallalmbahn.
^ Sehr interessant war auch die Piste 4 (Kraiterabfahrt) an der Lärchkogelbahn, da sie weniger frequentiert war.
^ Die Piste 5 (Lärchkogelabfahrt) war nur im unteren Teil geöffnet.
^ Wie bereits erwähnt waren die Pisten in voller Breite geöffnet
^ Die einzige gröbere braune Stelle war an der Kraiterabfahrt, aber diese war sehr leicht umfahrbar.
^ Rückblick aus der Planai West Gondelbahn auf deren Mittelstation. Es waren auch hier bereits ein paar Skispuren zu sehen.
Fazit: Das Angebot um diese Jahreszeit kann sich definitiv sehen lassen. Positiv zu erwähnen sind vor allem die zahlreichen offenen Pistenabschnitte, die großteils in voller Breite geöffnet waren. Für den Neuschnee über Nacht und damit die Buckel, können die Betreiber eher nichts dafür, da auch eine morgendliche Präparierung vermutlich nicht mehr viel gebracht hätte. Trotz des vollen Parkplatzes an der Planai West Talstation hielten sich die Wartezeiten in Grenzen. Am längsten hat es einmal am Lärchkogel gedauert, da dieser wegen eines (technischen?) Problems für ca. 10 Minuten stand. Zusammenfassend kann ich einen Besuch nur empfehlen, da meiner Meinung nach das Beste aus der aktuellen Saison gemacht wurde


