Gleitweggleiter‘s Kleinwalsertal 2021/22 ***Tallift-Ranking***

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Gleitweggleiter
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Re: Gleitweggleiter‘s Kleinwalsertal 2021/2 ***Aus der Lüchlemulde nach Baad***

Beitrag von Gleitweggleiter »

23.01.2022 - Teil 2
Wildental

Nach dem kleinen Offpiste-Abenteuer im weichen Schnee am Vormittag gibt es für den Nachmittag pulvrig-harte aber stets super griffige Pisten am 1SL Wildental. Die schlechte Erreichbarkeit ist Fluch aber vor allem Segen zugleich. Die Pisten sind erneut bis Betriebsschluss um halb fünf in einem 1a Zustand.

Rund um Weinachten ein Schattenloch par excellence mit einer Stunde Sonne am Tag schafft sie es mittlerweile über den Bärenkopf sodass man herrliche Nachmittagssonne bis 16.20 Uhr genießen kann. Heute gehen sich noch gut 2 Stunden Fahrtzeit inkl. Kaffeepause auf der empfehlenswerten Wildentalhütte aus, wobei keine Langeweile aufkommt.

Die Busfahrten kosten mich als Tagesgast insgesamt 6,50 EUR. Parkplätze für Liftnutzer sind zwar ausgewiesen aber auch diesmal nicht geräumt.
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Beim Umsteigen in Bödmen noch eine Fahrt am 1SL Jedermann. Super Piste aber halt arg kurz und der Lift schleicht gefühlt mit 0,5 m/s (was man dem Wildental sicher nicht vorwerfen kann).
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Pistenplan Wildental. Es gibt hauptsächlich 3 Pisten, daneben aber noch einige nicht verzeichnete Varianten. Markierungen gibt es auch nicht. Insofern ein bisschen wie am Hohen Kranzberg. Am Söllereck würde man hier sicherlich eine oder besser gleich zwei 6KSB hinklatschen…

Die direkten Abfahrten am Lift gehen super, ebenso die Waldabfahrt. Die Panoramapiste aussenrum fällt auch diesmal ein wenig ab: Dank Südausrichtung etwas stumpf und im Mittelteil schon ziemlich flach, sodass kein richtiger Rhythmus aufkommt.
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Die Panoramapiste.
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Stimmungsbild. Ganz ohne künstliche Hilfe geht’s auch hier nicht, es gibt auch einen kleinen Schneiteich.
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Start der super Direktabfahrt
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Direktabfahrt aus dem Lift gesehen. Auf der anderen Liftseite kann man auch fahren, heute aber nur teilweise gewalzt.
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Seitenblick zum Gottesacker
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Die Waldabfahrt…
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…die sich in einige Varianten auffächert

Angesichts der Top-Verhältnisse gibt’s auch mal zwei Videos.

Einmal die direkte Abfahrt:
Direktlink
Und die Waldabfahrt:
Direktlink
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Um 16:20 verschwindet die Sonne, um 16:25 kommt der Bus - also perfektes Timing.

Nach dem zweiten (richtigen) Ausflug kann ich schon ein Fazit zu diesem Lift und seinen tollen Pisten ziehen. Ich würde ihn momentan als meine Nr. 2 der Tallifte einsortieren und gar nicht so weit unterhalb des Schlössle. Das Plus ist die Vielfalt der Pistenvarianten, die wie am Schlössle normalerweise in ganztags gutem Zustand sein dürften, das war ja auch bei Skischulbetrieb so. Die Pisten sind teilweise auch nett kupiert aber halt nicht so stark wie am Schlössle, was die dortige Piste zu einer ganz außergewöhnlichen macht. Daneben punktet der Hirschegger Kurzbügler natürlich noch durch den Gitterportalmasten Retro-Style, sodass er unter dem Strich schon die Nase vorne hat.
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Abendstimmung in Mittelberg. Wie erwähnt kann ich durch eine längere Einkehr die Rückfahrt bis 18 Uhr herauszögern sodass es keine richtigen Staus mehr gibt. Ein durchweg gelungener und abwechslungsreicher (trotz „nur“ zwei gefahrener Wiederholungsanlagen) Skitag geht damit angemessen zu Ende.
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2023/24: 24 Tage - 13x Kleinwalsertal, je 2x Zugspitze,Kappl/See, Fendels, Spitzingsee, je 1x Adelharz/Buron, Balderschwang, Hintertux
2022/23: 17 Tage - 13x Kleinwalsertal, je 1x Venet, Kampenwand, See, Hintertux
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2020/21: 5 Tage - 2x Samnaun, 3x Kleinwalsertal Spezial
2019/20: 8 Tage - 6x Kleinwalsertal, 1x Fendels, 1x Skijuwel
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Re: Gleitweggleiter‘s Kleinwalsertal 2021/22 **Spassgarant Wildental***

Beitrag von Gleitweggleiter »

26.02.2022

Und weiter geht’s. Die Überschrift ist heute unverändert gültig. Heute zum Einfahren am Wildentalschlepper. Nach etwa 5-10cm Neuschnee aus der Nacht waren zwei Varianten (Panorama und Wald) frisch gewalzt. Dort in der Sonne teils etwas weich aber noch gut griffig. Ausserhalb davon natürlich etwas pappig. Betrieb war wie üblich wenig, heute noch keine Skikurse.
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Re: Gleitweggleiter‘s Kleinwalsertal 2021/22 **Spassgarant Wildental***

Beitrag von Gleitweggleiter »

27.02.2022

Heute mal wieder ins Höhenschigebiet Ifen 2000. Auf dem Weg dorthin ca. 15 Min. Wartezeit am Zaferna - die Luggi Leitner sah zwar schon lecker aus aber so macht das natürlich wenig Sinn. Am Heubergsessel nochmals wenige Minuten, dann aber gleich den gut gefüllten Pendelbus zur Auenhütte bekommen (so auch am Rückweg).
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Zaferna mit der eigentlich bisher immer erstaunlich disziplinierten- dafür auch entsprechend langen - Warteschlange..

Am Ifen natürlich einiges an Andrang aber auf den 5 Pisten oben hat es sich gut verteilt und der Zustand war auch mittags noch relativ gut, in den steileren Hängen an der Mittelstation aber zunehmend recht aufgefahren. Wartezeiten mit wenigen Minuten erträglich. Früher war natürlich einiges aber nicht alles besser - in der 2KSB wäre es im eisigen Ostwind heute sicherlich auch mit den obligatorischen Decken recht ungemütlich gewesen..


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Blick runter ins Kellerloch, heute nicht gefahren.
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Die landschaftlich sehr reizvolle Ifenmulde
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Die 10EUB schaufelt schon gut was weg, früher waren Wartezeiten an der 2KSB von 20min normal, trotz sicherlich weniger Andrang als heute. Wobei man das mit dem flotten Kurvenschlepper in der Regel vermeiden konnte
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Impressionen der beiden blauen Pisten bzw. Gleitwege am Gottesacker
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Zum Schluss gegen halb 5 dann doch nochmal die Luggi Leitner. Da es heute erst spät auffirnte, war der Mittelberger Paradehang abgesehen vom untersten Stück noch in erstaunlich gutem Zustand.
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Re: Gleitweggleiter‘s Kleinwalsertal 2021/22 ***Ifen 2000***

Beitrag von Gleitweggleiter »

28.02.2022
Schlössle&Horn

Heute sollte es auf das Walmendingerhorn gehen. Auch gegen halb 11 ging die Warteschlange aber noch deutlich ums Gebäude rum - also ganz grob geschätzt eher vielleicht um 5 PB und damit eine halbe Stunde Wartezeit. Daher erst mal rüber nach Hirschegg, wobei es am Zaferna wieder gut 10 Minuten Wartezeit gab.
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Talpano beim Transfer nach Hirschegg
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In Hirschegg ist eine (für mich) neue Variante gewalzt, wodurch man sich kürzer der objektiv gefährlichen Heubergabfahrt aussetzen muss.
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Hier ist die Welt dann wieder in Ordnung…
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Der Schlössle-Starthang ist leicht ausgefahren, ansonsten aber alles gut griffig bei pulvrig-harten Verhältnissen
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Die genial kupierte Schlössleabfahrt
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Das Ambiente ist am Schlösse schon die halbe Miete…
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Nachdem genug Zeit „totgeschlagen“ wurde geht’s via Heubergmulde (jetzt kein Schattenloch mehr) zurück nach Mittelberg.
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Am Schöntal-SL gibt’s ein Skirennen

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Gegen 13 Uhr mit 1PB Wartezeit nun oben am Horn. Pisten bei leichten Minusgraden bis auf eine Ausnahme (s.u.) weitgehend pulvrig-griffig und nur leicht ausgefahren. Am Muttelberg ist eine neue Variante (rechts) gewalzt, aber grottig zu fahren.

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Wenn im KWT ein Hang auffirnt, dann ist es - neben dem Zafernahang im Tal - die Route Steilhang. Reiner Südhang und oben um 30 Grad steil. Zwar schon recht sulzig aber noch gut zu fahren, keine Buckelbildung. Immer wieder gut, wenngleich es schon gut in die Beine geht…
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Die (obere) Lüchlealpe
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Die Zufahrt zur Lüchlemulde auch heute schmal und wellig mit wenig Bremsmöglichkeiten (das ist auch nicht walzbar da nur Skidoo-breit). Ich bleibe dabei: Die Route ist insgesamt nicht rot sondern schwarz, wie die anderen beiden auch. Erst das letzte Stück hat man hier walzen können.
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In der heute gewalzten Lüchlemulde, sie kann heute nicht ganz überzeugen, schon etwas zu ausgefahren
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Die unteren Hänge der Lüchlemulde
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Die Talabfahrt insgesamt gut fahrbar, aber die letzte Kurve mal wieder ein kleiner Tragödienhang. Ich bin ja an sich überhaupt kein Fan von Modellierungen- aber mit vergleichsweise geringen Eingriffen müsste man hier eigentlich noch eine zusätzliche Raupenbreite hinbekommen können, ohne dass es gleich nach Ischgl ausschaut.
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Mal wieder das Mittelberger Postkartenmotiv

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Zum Schluss nochmal die Luggi Leitner am Zaferna. Heute aber mit bereits leicht angefrorenen Sulzbuckeln grottig zu fahren, da es bereits deutlich früher als am Vortag auffirnte. Der richtige Moment für diesen Mittelberger Paradehang sollte aber noch kommen…
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Dede
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Re: Gleitweggleiter‘s Kleinwalsertal 2021/2 ***Aus der Lüchlemulde nach Baad***

Beitrag von Dede »

Gleitweggleiter hat geschrieben: 27.01.2022 - 19:52 Die Talabfahrt insgesamt gut fahrbar, aber die letzte Kurve mal wieder ein kleiner Tragödienhang. Ich bin ja an sich überhaupt kein Fan von Modellierungen- aber mit vergleichsweise geringen Eingriffen müsste man hier eigentlich noch eine zusätzliche Raupenbreite hinbekommen können, ohne dass es gleich nach Ischgl ausschaut.
100% deiner Meinung. Da sollte man etwas tun - auch wenn ich scheinbar genau wie du ein Fan von nicht modellierten Pisten bin.
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Re: Gleitweggleiter‘s Kleinwalsertal 2021/22 ***Schlössle&Horn***

Beitrag von Gleitweggleiter »

01.03.2022

Heute gibt’s an der DSB Zaferna endlich mal deutlich kürzere Wartezeiten, sodass Fahrten auf der genial aufgefirnten Luggi Leitner möglich sind. Das Ganze so etwa zwischen 11 und 12 Uhr, wobei es vermutlich auch schon früher aufgefirnt hatte. Bei der Rückkehr nach Mittelberg gegen halb 3 sah es dann halt schon sehr verbuckelt aus.
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Der Mittelberger Paradehang im Firnfenster. Tolle, etwas kupierte Piste mit Gefällewechseln. Zwar nicht durchgängig steil, aber die schwarze Klassifizierung geht in Ordnung. Geht auch nicht jeden Winter, da der (unbeschneite) Hang eben sehr exponiert ist und viel Schnee braucht. Man hat etwas Schnee reingeschoben, sodass die braunen Stellen erstmal großteils wieder verschwunden sind. Sollte noch eine Zeit lang durchhalten.
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Absolut erträgliche Wartezeiten an der DSB mit nominell 700 p/H Kapazität, tatsächlich wegen einiger Fußgänger wohl weniger. Das optisch hochwertige Stationsgebäude dürfte noch vom Vorgänger-ESL stammen.

Zu dieser Firnabfahrt gibt’s auch noch ein Video (etwa 1:30min):
Direktlink
Danach noch rüber nach Hirschegg - aber nicht bis zum Hubertus oder Ifen gekommen da mal wieder am Schlössle festgehangen…
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Für Schlössle-Verhältnisse heute sogar relativ stark abgefahren, speziell am Starthang doch ziemlich hart, fast schon eisig. Es sind auch 1-2 Skikursgruppen unterwegs. Aber gut, für einen Faschingsdienstag kann man sich nicht beschweren und jede Fahrt sichert potenziell das Überleben.
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Aufgrund eines längeren Stillstandes dann auch mal eine Offpiste-Abfahrt, wo es sogar noch 2-3 halbwegs brauchbare Schwünge gibt. Natürlich kein Vergleich zu den Powderabfahrten des letzten Winters.
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In der Heubergmulde ist diese sehr gut fahrbare Naturschneevariante präpariert. Da steht zwar ein Schild mit Hinweis auf Skirennen, die Absperrung ist aber abgehängt und von einem Rennen ist weit und breit nichts zu sehen…
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Dann wieder zurück nach Mittelberg…
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…über die präparierte Abfahrt zum rückwärtigen M-Preis Parkplatz nahe des Zafernas und zu Fuss ein kurzes Stück zum 4er-Bus. Der Tag soll würdig am Wildentalschlepper ausklingen.
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Hier war zwar die sehr attraktive Direktabfahrt durch ein lokales Skirennen gesperrt, es war aber die ebenfalls rassige schmale Variante auf der anderen Liftseite präpariert. Damit standen immernoch im Prinzip 3 Pisten zur Verfügung, die wie gewohnt bis zum Betriebsschluss in sehr gutem Zustand waren. Um 15 Uhr gab es mit den letzten Skikursen noch Wartezeiten von 5 Minuten, was sich aber bald deutlich auf meist 2-3 Teller reduzierte. Wenn mal ein größerer Schwung reinkam, auch noch mal 2 Minuten, aber das nimmt man hier gerne in Kauf, wenn das der Preis für ganztägig sehr gute Pistenqualität ist.
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Der Start in die rassige „alternative“ Direktabfahrt..
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..die zwischendurch kaum mehr als raupenbreit ist und Kurzschwung erfordert…
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…später aber wie die meisten Varianten hier flach ausläuft.
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Auch die Panoramapiste mit ihrem Genusscarving-Hang geht heute wieder super. Hier in der letzten Abfahrt um 16:52 Uhr. Der private Betreiber fährt auch mal ein bisschen länger, wenn es noch Leute hat.
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Re: Gleitweggleiter‘s Kleinwalsertal 2021/22 ***Luggi Leitner***

Beitrag von Bergwanderer »

Danke für Deinen Bericht, gleitender Wegbegleiter ... :wink:

Bevor es für mich neben der Zaferna-Bahn wieder die Schwarze Piste runter nach Mittelberg geht, genieße ich gerne auf der Holzbank vor der Sonna-Alp noch einen Kaffee oder Espresso und genieße die wunderbare Aussicht ...
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Re: Gleitweggleiter‘s Kleinwalsertal 2021/22 ***Luggi Leitner***

Beitrag von Gleitweggleiter »

Bergwanderer hat geschrieben: 03.03.2022 - 23:07 Danke für Deinen Bericht, gleitender Wegbegleiter ... :wink:

Bevor es für mich neben der Zaferna-Bahn wieder die Schwarze Piste runter nach Mittelberg geht, genieße ich gerne auf der Holzbank vor der Sonna-Alp noch einen Kaffee oder Espresso und genieße die wunderbare Aussicht ...
Danke für Deinen Kommentar. Das mache ich auch sehr gerne, aber da sind wir natürlich nicht die einzigen. Meiner Erfahrung nach muss man zumindest in der Hochsaison schon früh dran sein, eher noch vor halb 12, um einen der begehrten Aussichtsplätze zu ergattern oder reservieren. Es hat hier ja auch viele Fußgänger. Aber ansonsten lässt es sich angesichts der sehr guten bodenständigen Küche und des professionellen und zugleich freundlichen Services auch drinnen gut aushalten, wie ich finde.
2025/25: 7 Tage - 5x Kleinwalsertal, je 1x GO, Buron
2024/25: 18 Tage - 11x Kleinwalsertal, je 1x GO, Buron, Warth/Lech, St. Anton, Zugspitze, See, Hintertux
2023/24: 24 Tage - 13x Kleinwalsertal, je 2x Zugspitze,Kappl/See, Fendels, Spitzingsee, je 1x Adelharz/Buron, Balderschwang, Hintertux
2022/23: 17 Tage - 13x Kleinwalsertal, je 1x Venet, Kampenwand, See, Hintertux
2021/22: 24 Tage - 19x Kleinwalsertal, 1x Bödele, 1x Kranzberg, 2x Kitzbühel, 1x See
2020/21: 5 Tage - 2x Samnaun, 3x Kleinwalsertal Spezial
2019/20: 8 Tage - 6x Kleinwalsertal, 1x Fendels, 1x Skijuwel
2018/19: 8 Tage - 4x Kleinwalsertal, 2x Hündle, 1x Venet, 1x Kitzbühel
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Re: Gleitweggleiter‘s Kleinwalsertal 2021/22 ***Luggi Leitner***

Beitrag von Gleitweggleiter »

05.03.2022
Erster Geländefirn

Trotz einer Nullgradgrenze um 1300m gab es heute den ersten Firn im Gelände, jedenfalls im Tal (namentlich an Hubertus und Zaferna) im Bereich etwa 1200-1400m auf der Exposition Südost mit mäßig steilen Hängen. Die kräftige Märzsonne macht schon was aus. Dennoch war ich bei Firnabfahrten wohl noch nie so dick angezogen wie heute. Auf den Nordhängen hat‘s mich dennoch gefroren, auf den Sonnenhängen ging es aber. Das klassische Firn-Feeling mit weit geöffneter Jacke und dünnen oder gar keinen Handschuhen kam so natürlich nicht auf. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Das Gelände war noch mitten in der Übergangsphase zwischen den zerhackten Hängen des Winters und der typischen homogen Frühjahrsoberfläche. Somit war es teilweise noch etwas hakelig, teilweise ging es aber auch schon richtig gut. Ostseitig blieb es meist hart und südseitig wurde es fast schon zu tief, Südost war heute also goldrichtig. Der Tagesgang dabei schwach ausgeprägt, so blieb das Firnfenster praktisch den ganzen Nachmittag geöffnet. Selbst um 15 Uhr zischte es noch am Hubertus.

Wahrscheinlich wäre damit auch das Sonderdach in Bezau, mit dem ich geliebäugelt hatte, gut gegangen (dort 1300-1700m, Expo Süd, recht steil). Aber da waren letztlich eh zuviele Fragezeichen, angefangen beim potentiellen Engpass Funifor. Selbst aus der 40-45 Grad steilen Südflanke des 2400+ hohen Zitterklapfen wurden gute Firnverhältnisse gemeldet. Man sollte also nicht den Einfluss der Lufttemperaturen überschätzen und den der Exposition unterschätzen.

Zurück nach Hirschegg, wo ich mal wieder meine Münzgeldsammlung opfere.
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Seit Ewigkeiten mal wieder die Heubergabfahrt gefahren, hier die äußere Variante. Eigentlich ganz nett, in der Hochsaison halt unfahrbar. Heute war es für einen Bettenwechseltag nach der Hauptferienzeit gar nicht mal soo leer, auch viel NL. Ende Januar war gefühlt weniger los.
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Nun am Hubertus. Hier oben in einer neuen Variante, auch in der Mitte ist eine weitere Piste gewalzt, die recht viel Schnee braucht.
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Unten war die lustige Wellenvariante leider nicht mehr präpariert. Merkwürdig, denn am Schnee sollte es eigentlich nicht liegen.
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Hubertus-Hauptabfahrt
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Nun im Hubertus-Firn, oberer Bereich
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Mittelteil, immer wieder muss etwas gequert werden um 3-4 südostseitige Schwünge abzugreifen
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Das Firngelände aus dem Lift gesehen.

Weiter geht’s zum Zaferna:
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Die Luggi Leitner gegen 13 Uhr doch schon zerstört.
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Im SO-seitigen Offpistegelände. Oben raus noch ziemlich hakelig…
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…dann aber doch recht lässig.
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Unten raus steiler, man kommt ungefähr am Förderband Schüatzabüal oben raus
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Unten kommt man gerade noch durch
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Firn-Impression
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Willkommen in Firnhausen!

Video (1:46min):
Direktlink
Dann wieder zurück nach Hirschegg.
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Am Schlössle nur eine halbe Abfahrt, der Lift stand mal wieder länger still und die Zukunft ist ja wohl mal wieder ungewiss.
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Auch mal wieder im Schöntal-SL, der rote Hang ist in diesen Tagen immer durch einen Rennkurs abgesperrt; Teams waren aber nie zu sehen…
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Wieder am Hubertus, wo es auch gegen 3 noch gut firnte.
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Zisch!

Auch dazu noch ein Video (2:24min):
Direktlink
Zum Schluss rüber nach Riezlern.
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Am Ideallift ist eine dritte Piste gewalzt, die viel Schnee braucht.
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Am Kessler heisst es wie immer Augen auf und durch, Dank der Kanzelwand ist das m.E. der mit Abstand unattraktivste Tallift.
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Über die erneut recht eisige Zufahrt gehts zum Schwandlift, wo unten der (durchaus dunkelrote) Steilhang gewalzt ist. War im Dezember und Januar noch nicht, braucht viel Schnee.
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Blaue Piste oben, hier war die rote Piste erneut nicht hergerichtet. Die braucht vermutlich noch mehr als den knappen Meter, der wir momentan haben
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Außenrum-Variante, ging wegen des eisigen Nordost-Gegenwindes nicht gut
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Der Steilhang unten, zwar wie alles heute recht hart, aber gut fahrbar und sehr nett.

Auch noch ein Video der blauen Piste (0:59min):
Direktlink
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Zurück geht’s zur Breitachbrücke, um 16:28 Uhr mit der Parsennbahn zurück…
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…zum Walserhaus, wo ein intensiver Skinachmittag zu Ende geht.

Zuletzt auch noch einige Statistiken:
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(1) Gesamtplan
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(2) Zaferna Offpiste
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(3) Hubertus, Karte gedreht. Links Pisten, rechts Offpiste
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(3) Schwand, Karte gedreht

Und da hier ja gerne mal mit Höhenmetern geprahlt werden: bei mir waren es heute sensationelle 5.000 bei 27 Liftfahrten ;)
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Re: Gleitweggleiter‘s Kleinwalsertal 2021/22 ***Erster Geländefirn***

Beitrag von Gleitweggleiter »

20.03.2022
Sahara-Sulz

Wie schon im Dezember in der Einleitung zu dieser unerwartet intensiven Kleinwalsertal-Saison angekündigt wird das Finale traditionell durch Firnabfahrten am Muttelberg, mit einem Ausklang am Schlössle, markiert. So wie auch schon am 31.03.19 und 15.03.20. Ausgeschlossen ist es zwar nicht dass Richtung April bei guten Verhältnissen nochmal was geht - aber da dürfte es mich firntechnisch eher eine Ebene höher ins Tiroler Oberland ziehen.

Effektiv los am Muttelberg ging’s gegen halb 11 - natürlich ein fauler Kompromiss zwischen nicht arg früh aufstehen und noch etwas Firn abgreifen. Nachdem aber am letzten Wochenende die meisten Hänge in Kitzbühel noch sehr zerhackt aus dem Winter waren und es nun den Saharastaub gibt, war ich mir eh nicht so sicher, ob das heute überhaupt etwas werden könnte.

Vom Gelände her waren die Hänge oben am Muttelberg noch relativ heterogen (ich denke da würde generell nur Neuschnee helfen, den gab es bei den letzten Saisonfinalen auch einige Tage vorher). Mein bevorzugtes Freeride-Gebiet weiter unten an der verschneiten Alm ging insofern aber recht gut, d.h die Wunden aus dem Winter waren dort weitgehend verheilt, die alten Spuren großteils verwischt. Und im Frühjahr gibt’s hier schon gar keinen Stress.

Gerade an den Richtung Ost exponierten Hängen war ich schon etwas spät dran, daher eher schon Sahara-Sulz als Firn. Auch fuhr sich der Staub doch gefühlt etwas bremsig. Dennoch ging es mit den breiten Latten so bis etwa halb 12 ganz gut. Die Hänge dort haben effektiv vielleicht nur 80 Höhenmeter, durch die starke Kupierung ist es aber sehr abwechslungsreich und es gibt einige Varianten, mir gefällt das da unten sehr gut.

Die Abstrahlung in der Nacht war mit einer Oberflächentemperatur von minus 10 Grad gut. Mittags ging die Nullgradgrenze zwar deutlich über 2000m und damit höher als erwartet, aber die Luftfeuchtigkeit war mit unter 30 Prozent niedrig und damit gab es auch keine diffuse Bewölkung oder ähnliches. Also auf dem Papier normale Frühjahrsverhältnisse. Dennoch hatte ich selten derart tiefen und oft bremssigen Sulz auf den Pisten - auch nordseitig - erlebt. Ob da vielleicht doch der Staub eine Rolle spielt? Andererseits gab es in den Vortagen miserabele Strahlungsverhältnisse, sodass die Schneedecke komplett durchnässte, also isotherm wurde. Die zuvor noch vorhandenen Temperaturreserven waren aufgebraucht, was auch durch zahlreiche Nassschneelawinen bezeugt wurde. Eine Pistenraupe kann den natürlichen Harschdeckel dann nur bedingt ersetzen. Selbst Fußgänger sind auf der Piste tief eingesackt. Der - sonst tendenziell immer eher harte - Schlössle war bei den Verhältnissen natürlich etwas gewöhnungsbedürftig, aber letztlich doch spassig und auch die sonst immer verschmähte Heubergmulde war mal an der Reihe.
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Nach 1PB Wartezeit geht’s hoch.
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Standardbild W‘horn, Sahara-Edition
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So ab etwa 11:30 waren draußen alle Plätze besetzt, aber klar, da war pistentechnisch und auch im Gelände der Drops gelutscht.
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Die Zufahrt zur Route Lüchlemulde war heute als schwer gekennzeichnet. Mit 1,80m Latten ziemlich tricky, mit Slalomski tut man sich sicherlich leichter. Daher keine Wiederholung.
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Daher über die Route Steilhang, aber schon ziemlich versulzt.
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Hier fangen die guten Hänge an. Normalerweise kommt die Frühjahrslawine bis kurz vor die Alm, weiter oben muss man also schon etwas aufpassen. Heute sollte aber schon alles abgegangen sein.
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Tolles kupiertes Gelände, auch bei nicht ganz perfekten Verhältnissen kann man ganz gut spielen. Im Januar waren die Bäche noch nicht ganz eingeschneit, da musste man noch mehr aufpassen.
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Rückblick, hier quert man zurück…
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…zur 4SB, zuletzt sogar gewalzt.
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Dann auch mal eine direktere Variante ausprobiert- kurz über die Route Muttelberg und dann…

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…ab ins Gelände. Da eher nach Süd als nach Ost ausgerichtet, war der Hang noch mehr im Firnfenster. Ging aber dennoch nicht so gut wie es hier ausschaut, da der Untergrund recht uneben ist. Wäre mit guter Technik wahrscheinlich alles kein Problem ;)
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Wieder in der unteren Lüchlemulde, die Schneelage ist grob mit 2020 vergleichbar. 2019 dürfte die Alm komplett eingeschneit gewesen sein.
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Natürlich ein nettes Fotomotiv, mit etwas Vorsicht kann man auch drüber fahren. Ich versuche normalerweise schon halbwegs im Firnfenster zu bleiben um auch die Hänge nicht kaputt zu machen (wobei im Frühjahr hier ja nur wenige unterwegs sind), die letzten 1-2 Fahrten waren insofern schon etwas grenzwertig.
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Die Abfahrt nach Baad schaut hier richtig lecker aus. Aber auch im Januar hatte ich mich von diesem Hang locken lassen, wofür ich dann später in einem steileren Südhang Laufen musste. Und weiter unten wäre es sicherlich arg sumpfig geworden.

Auch noch ein kurzes Video zur unteren Lüchlemulde (1:39min):
Direktlink
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Übersicht, wurden dann doch einige Fahrten.
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Daher normale Talabfahrt und auch mal Erstbesuch an der Maxhütte (SB, einfache Küche) zum Mittag. Die Abfahrt war sehr bremsig mit einigem Schieben, was ich sonst hier eigentlich nie muss. Entsprechend auch schon ziemlich verbuckelt. Soo viel schlechter wäre die Baader Abfahrt dann auch kaum gewesen.
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Frühjahrsstimmung am Zaferna
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Die Luggi Leitner - bei passenden Verhältnissen der Mittelberger Paradehang - ist logischerweise schon Geschichte.
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Wildental schaut wie immer lecker aus, am Ende aber nicht mehr geschafft.

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Schon bald in Hirschegg…
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…am Schlössle, klar wo sonst. Auf diesem sehr gering frequentierten Nordhang kann man normalerweise auch an solchen warmen Tagen noch um 16 Uhr bei bestem Pistenfirn carven. Heute war es wie gesagt schon ein ziemlicher tiefer Pistensulz. Nachdem man sich darauf eingestellt hatte ging es aber doch ziemlich gut. Gerade am Rand und in den Varianten gab es noch frische Bullyspuren. Der Lift lief heute auch mal ohne Probleme. Damit habe ich in dieser Saison hier weitgehend alle Verhältnisse abgedeckt - regenweich im Dezember, fluffiger Neuschnee im Januar, griffig-hart im Februar und jetzt eben diesen Pistensulz.
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Der Starthang ist wie immer etwas mehr zerfahren, danach geht’s aber wie gesagt gut.

Auch angesichts der ungewissen Zukunft mal wieder ein Video einer Variante - zuletzt sogar standesgemäß mit wartendem Auto…(1:10min)
Direktlink
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Dann auch mal drei Fahrten in der sonst so verschmähten Heubergmulde. In Fahrtrichtung rechts, also am Waldrand, ging’s richtig gut. Sogar griffig-hart und nur leicht aufgefirnt, halt ziemlich hängend.
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Für den Wildentalschlepper war ich dann doch irgendwie zu müde und die Westhänge wären am Nachmittag sicherlich auch sehr weich gewesen, daher dann doch lieber bei einem Kaffee etwas in die Sonne gelegt…
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Talstation der Walmendingerhornbahn, dahinter die Zaferna Firnhänge von vor 2 Wochen, natürlich auch schon Geschichte.
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Gesamtübersicht.
2025/25: 7 Tage - 5x Kleinwalsertal, je 1x GO, Buron
2024/25: 18 Tage - 11x Kleinwalsertal, je 1x GO, Buron, Warth/Lech, St. Anton, Zugspitze, See, Hintertux
2023/24: 24 Tage - 13x Kleinwalsertal, je 2x Zugspitze,Kappl/See, Fendels, Spitzingsee, je 1x Adelharz/Buron, Balderschwang, Hintertux
2022/23: 17 Tage - 13x Kleinwalsertal, je 1x Venet, Kampenwand, See, Hintertux
2021/22: 24 Tage - 19x Kleinwalsertal, 1x Bödele, 1x Kranzberg, 2x Kitzbühel, 1x See
2020/21: 5 Tage - 2x Samnaun, 3x Kleinwalsertal Spezial
2019/20: 8 Tage - 6x Kleinwalsertal, 1x Fendels, 1x Skijuwel
2018/19: 8 Tage - 4x Kleinwalsertal, 2x Hündle, 1x Venet, 1x Kitzbühel
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Re: Gleitweggleiter‘s Kleinwalsertal 2021/22 ***Sahara-Sulz***

Beitrag von tobi27 »

ich glaube wir waren im gleichen Zeitfenster am Schlössle, zumindest wenn du mit Rucksack unterwegs warst. Hatte schon so eine kleine Vermutung da nur selten andere so oft den Schlössle fahren bzw. die kleinen gewalzten Nebenrouten kennen aber mich dann doch nicht getraut dich anzusprechen :naja: :mrgreen:

Viele Grüße
Saison 2025/26 - Skitage (gesamt 36) bzw. Skigebietsbesuche (gesamt 39): 1*Schwärzenlifte, 1*Sinswang, 3*Söllereck, 1*Oberwilhams, 2*Hochhäderich, 4*Grasgehren, 2*Bödele, 2*Warth-Schröcken, 2*Oberjoch, 1*Mellau-Damüls, 1*Fellhorn-Kanzelwand, 1*Bolsterlang, 1*Ofterschwang-Gunzesried, 5*Neunerköpfle, 2*Füssener Jöchle, 1*Schattwald-Zöblen, 2*Thaler Höhe, 1*Buronlifte, 2*Spieserlifte, 1*Hündle, 1*Adelharz-Breitenstein, 1*Iberg, 1*Hagenberglift
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Re: Gleitweggleiter‘s Kleinwalsertal 2021/22 ***Sahara-Sulz***

Beitrag von Gleitweggleiter »

tobi27 hat geschrieben: 20.03.2022 - 22:55 ich glaube wir waren im gleichen Zeitfenster am Schlössle, zumindest wenn du mit Rucksack unterwegs warst. Hatte schon so eine kleine Vermutung da nur selten andere so oft den Schlössle fahren bzw. die kleinen gewalzten Nebenrouten kennen aber mich dann doch nicht getraut dich anzusprechen :naja: :mrgreen:

Viele Grüße
Ja schau her, tatsächlich. Viel los war ja mal wieder nicht. Hatte schon auch fast gedacht, dass hier vielleicht noch ein anderer bekennender Schlössle-Fan unterwegs sein könnte, aber das ist natürlich schon ein Zufall.

Das nächste Mal dann gerne, dann nehm ich Dich auch gleich ins Wildental mit. Der fehlt dir doch glaube ich noch in deiner Sammlung der Vorarlberger Einzellifte und müsste dir eigentlich auch sehr gut gefallen!
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Re: Gleitweggleiter‘s Kleinwalsertal 2021/22 ***Tallift-Ranking***

Beitrag von Gleitweggleiter »

Nach dieser dann doch unerwartet langen und intensiven Saison ist es an der Zeit, ein Fazit zu ziehen. Das möchte ich in Form eines subjektiven Tallift-Rankings tun. Das kann und soll den wegweisenden und zum Großteil weiterhin gültigen Tallift-Guide von Chasseral aus dem Jahr 2004 (Link: viewtopic.php?f=7&t=4444) nicht ersetzen sondern allenfalls ergänzen. Ich möchte den Fokus dabei auch etwas mehr auf die Pisten legen, denn diese und deren typischer Zustand sind für mich letztlich ausschlaggebend für die Bewertung, wobei das Ambiente auch eine wichtige Rolle spielt. Dazu stelle ich zumindest für die Top 8-Lifte die Pistenverläufe samt Schwierigkeitseinstufung (teilweise auch meine eigenen "inoffiziellen" Routen) graphisch dar - der offizielle Pistenplan ist oft etwas ungenau oder sogar falsch.

Ich zähle insgesamt 14 Tallifte ohne Förderbänder und Seillifte; zwei Anlagen hierunter muss man aufgrund ihrer Kürze wohl als reinen Anfängerlift bezeichnen. Neben zwei modernen kuppelbaren und einem fixgeklemmten Sessellift handelt es sich um Schlepplifte verschiedener Arten. Die drei Riezler Dorflifte sind mit einem kurzen Fußmarsch zu erreichen, der Wildentallift nur per Bus. Ansonsten sind alle Anlagen direkt über Pisten verbunden. Auch wenn es leider 1-2 Wackelkandidaten gibt, bleibt festzuhalten dass das Talskigebiet in Art und Umfang weltweit warscheinlich immer noch einzigartig ist.

(1) Schlößle - Der Kultige
Schlössle 2.JPG
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Schlössle 1.jpg (202.09 KiB) 3846 mal betrachtet
Ort: Hirschegg
Länge: 530m
Höhe: 130m
Besonderheit: Kurzbügler und Straßenquerung

Nummer 1 bleibt und ist der Schlößle, auch wenn der Wildentalschlepper aus meiner Sicht deutlich aufgeholt hat. Neben dem Kult-Faktor des Liftes an sich und dem herausragenden Ambiente sticht hier die genial kupierte und meist wenig befahrene Piste heraus - da kann man es auch verschmerzen, dass es nur zwei kleine Varianten dazu gibt. Die Zukunft ist ja mal wieder ungewiss (Baujahr 1956) - ohne den Schlößle würde dem Talschigebiet auf jeden Fall etwas fehlen.

(2) Wildental - Der Abgelegene
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Ort: Mittelberg
Länge: 550m
Höhe: 120m
Besonderheit: Nur per Bus zu erreichen.

Der Wildentalschlepper ist der einzige Lift, der nicht mit dem sonstigen Talskigebiet verbunden ist. Das ist Fluch und Segen zugleich: Die Anreise ist nur mit Bus - am besten ab der Talstation des Jedermannliftes oder aus dem Mittelberger Zentrum nahe des Zafernas - möglich (Parkplätze sind zwar markiert, aber bisher nie geräumt gewesen...), was natürlich etwas mühsam ist. So ist es andererseits aber meistens auch sehr ruhig hier außerhalb der Skikurszeiten. Dann sind durchaus Wartezeiten um 3 Minuten möglich. Das Verhältnis von Pistenfläche zu Liftkapazität ist aber derart genial - je nach Zählweise gibt es 3-4 Pistenvarianten - dass selbst dann die Pisten nachmittags noch in einem guten Zustand sind. Gerade die roten Direktabfahrten sind dabei durchaus rassig und nett kupiert, für die Anfänger gibt es aber auch genügend Platz. Abgerundet wird das durch die sehr nette Einkehrmöglichkeit an der Wildentalhütte. Nachteil: Im Hochwinter hat man nur etwa eine Stunde Sonne.

(3) Schwand - Der Versteckte
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Schwand 1.JPG (191.7 KiB) 3846 mal betrachtet
Ort: Riezlern
Länge: 390m
Höhe: 100m
Besonderheit: Zufahrt oft etwas tricky

Leicht zu finden ist er für Ortsunkundige in der Tat nicht; auch ist die Zufahrt, die meist nur auf Skidoo-Breite präpariert ist, ziemlich verwinkelt und gerne mal vereist. Die blaue Hauptpiste, die in der Mitte die Lifttrasse quert, ist ganz nett zu fahren. Viel los ist hier normalerweise nicht, vermutlich auch nur zu Skikurszeiten. Die beiden roten Pistenvarianten benötigen viel Schnee und so war der untere Steilhang heuer erst im Februar gewalzt; die obere Variante habe ich bisher (also 2020 und 2022) sogar noch gar nicht präpariert gesehen. Aufgrund der Westexposition ist der Hang ähnlich den Warmfronten ausgesetzt wie etwas das Söllereck. Man hier hier Nachmittags mit am längsten Sonne.

(4) Zaferna - Der Steile
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Zaferna 2.jpeg (221.61 KiB) 3846 mal betrachtet
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Zaferna 1.JPG (183.45 KiB) 3846 mal betrachtet
Ort: Mittelberg
Länge: 540m
Höhe: 200m
Besonderheit: Fußgängertransport und sehr beliebte Hütte an der Bergstation
Diese DSB ist vor allem relevant als Zubringer von Mittelberg nach Hirschegg. Meistens ist nur die blaue Abfahrt möglich, die zwar ganz nett ist, im unteren Ziehwegbereich aber oft abgefahren und vereist ist. Bei sehr guter Schneelage (d.h. etwa 70-100cm Schnee in Mittelberg) ist aber die schwarze Direktabfahrt - die Luggi Leitner - gewalzt, die dann durchaus als Mittelberger Paradehang bezeichnet werden kann. Ein schöner Hang mit Gefällewechseln. Neben der Route Steilhang am Muttelberg ist das im Hochwinter oft der einzige Hang im KWT, der bereits auffirnt. Im Firnfenster ist der Hang natürlich erst recht ein Traum. Aufgrund der Exposition ist aber auch nach dem besten Winter normalerweise Anfang März Schluss. Daneben bietet sich bei entsprechenden Firnverhältnissen im Spätwinter (wie heuer Anfang März) eine nette Offpiste-Variante etwas außenrum an, oben gestrichelt eingezeichnet.

(5) Maisäß - Der Inaktive
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Maisäß 1.JPG
Ort: Mittelberg
Länge: ~300m
Höhe: ~70m
Besonderheit: momentan stillgelegt
Seit dieser Wintersaison ist der zweitälteste Tallift (Baujahr 1959) erstmal stillgelegt, Zukunft ungewiss. Damit ist der - wenn bisher schon etwas mühsame - Einstieg in das Gesamtskigebiet für Bödmer Übernachtungsgäste (darunter das größte Hotel des KWT) deutlich erschwert; momentan ist ein Fußmarsch von etwa 500 Metern zum Mooslift nötig. Eine Verbindung mit dem darunter liegenden Jedermannlift (hier eingezeichnet) und mögliche Varianten wurden hier im Forum ja schon diskutiert. Das würde durchaus Sinn machen, denn die Jedermannpiste ist an sich nett kupiert, aber schon arg kurz. Bisher schon wurde der Lift nur auf der unteren Hälfte genutzt - darüber reicht er bis in die schwere Bühl-Route hinauf, was für die Skikurse dann sicherlich zu schwierig war.

(6) Hubertus - Der Beschneite
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Hubertus 2.jpeg (268.19 KiB) 3846 mal betrachtet
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Ort: Hirschegg
Länge: 530m
Höhe: 150m
Besonderheit: Talschlepper mit der größten Höhendifferenz

Die Beschneiungsinfrastruktur - die bisher genannten Lifte sind gar nicht oder nur teilweise beschneit - ist am Hubertus ziemlich auffällig, was dem Ambiente aber nur wenig schadet. Die an sich recht rassige Abfahrt ist dadurch auch meist auf der harten Seite. Im Vergleich zu den anderen Schleppern ist hier schon relativ viel los. Es gibt daneben noch Pistenvarianten, die aber ziemlich viel Schnee benötigen und daher meist erst im Spätwinter gewalzt sind. In den Südosthängen auf der anderen Liftseite gibt es eine schöne Firnroute (gestrichelt eingezeichnet), die heuer Anfang März sehr gut ging.

(7) Ideal - Der ideale Anfängerlift
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Ideal 2.jpeg (296.28 KiB) 3846 mal betrachtet
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Ort: Riezlern
Länge: 420m
Höhe: 65m
Besonderheit: Kaffeautomat

Neben Moos und Jedermann (die beide aber schon sehr kurz sind) ist das hier sicherlich der perfekte Anfängerlift - flache Trasse sowie flache und breite Pisten. Für mich dient er meist als Transit zum Schwandlift, bei harten und damit schnellen Verhältnissen sind aber schon ein paar Genusscarving-Wiederholungen drin. Gerade vom Kesserlift kommend ist er für Ortsunkundige schwer zu finden, die Verbindung erfolgt in beide Richtungen über eine kleine Skibrücke. In Richtung Parsenn ist die Abfahrt bis zur Breitachbrücke möglich, dann sind es noch etwa 300 Meter Fußmarsch. In umgekehrter Richtung sind es vielleicht 500 Meter. Da man das meist nur jeweils einmal am Tag läuft, kann man das noch als praktisch verbunden ansehen.

(8) Parsenn- Der Lange
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Parsenn 1.JPG
Ort: Hirschegg
Länge: 1.350m
Höhe: 190m
Besonderheit: hat den Vorgänger-Schlepper mit Baujahr 1940 ersetzt

Lang, oft flach und zu Ferienzeiten auch sehr voll. Gerade rund um Neujahr ist oft nur die voll beschneite Hauptabfahrt schmal gewalzt. In den steileren Passagen spielen sich dann durchaus Dramen ab. Durch die Gondelbestückung ist er natürlich bei Anfängern und Skikursen sehr beliebt - m.E. ist er aber gerade bei suboptimalen Verhältnissen dafür gar nicht geeignet. Im Spätwinter kommen normalerweise noch mehr Varianten dazu, dann verteilt es sich auch ganz gut. Der Pisten sind teilweise schon ganz nett, der Lift lebt vor allem vom Ambiente. Hervorzuheben sind die zahlreichen Einkehrmöglichkeiten.

(9) Schöntal
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9-Schöntal.jpeg (155.58 KiB) 3846 mal betrachtet
Wie auch der Heubergmuldenlift zählt er schon nicht mehr zu den Talliften im engeren Sinne - die beiden Lifte erschließen hier oben eine mittelgebirgsartige Waldmulde, die keinen direkten Bezug zum Siedlungsraum hat.

(10) Heubergmulde
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10-Heubergmulde.jpeg (260.83 KiB) 3846 mal betrachtet
Rassige, wenn auch teils etwas hängende Piste. Im Winter ein Schattenloch, dafür im Frühjahr noch am längsten hart. Wird für die Verbindung nach Mittelberg benötigt.

(11) Heubergbahn
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Für mich normalerweise eine reine Verbindungsbahn. Gerade im unteren Bereich ist die schmale und vollbeschneite Piste meistens in einem miserable Zustand, da hier auch die Verbindungen in beide Talrichtungen aufgenommen werden.

(12) Kessler
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Rein optisch zwar ein netter älterer Talschlepper mit Gitterportalmaststützen. Die Piste ist aber - untypisch für einen hiesigen Tallift - völlig unkupiert und regelmäßig in einem miserablen Zustand, da sie auch die Kanzelwand-Talabfahrt aufnehmen muss. Wird von mir daher nur gezwungenermaßen und mit erhöhter Vorsicht für die Verbindung zum Schwandlift genutzt.


Außer Konkurenz da schon arg kurz:

(13) Jedermann
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(14) Moos
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Re: Gleitweggleiter‘s Kleinwalsertal 2021/22 ***Tallift-Ranking***

Beitrag von Wursti »

Schöne Zusammenstellung!

Einzig und allein bei der schlechten Platzierung des Heubergmuldenlifts bin ich nicht einverstanden.
Bei sehr warmen bis extrem heißen Temperaturen in der Spätsaison waren dort regelmäßig die besten Pistenverhältnisse. Daher würde ich persönlich die Ecke dort weiter oben platzieren.

P.S.: Aufgrund deiner vielen Berichte aus dem KWT und unseren Erzählungen war bei meinem Aufenthalt in Riezlern in einer größeren Gruppe der Schlößle am Ende als "der Kurzbügler" bekannt. Selbst bei Leuten, die sich sonst so gar nicht für Lifte interessieren. :wink:
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Re: Gleitweggleiter‘s Kleinwalsertal 2021/22 ***Tallift-Ranking***

Beitrag von Gleitweggleiter »

Wursti hat geschrieben: 30.04.2022 - 20:15 Schöne Zusammenstellung!

Einzig und allein bei der schlechten Platzierung des Heubergmuldenlifts bin ich nicht einverstanden.
Bei sehr warmen bis extrem heißen Temperaturen in der Spätsaison waren dort regelmäßig die besten Pistenverhältnisse. Daher würde ich persönlich die Ecke dort weiter oben platzieren.

P.S.: Aufgrund deiner vielen Berichte aus dem KWT und unseren Erzählungen war bei meinem Aufenthalt in Riezlern in einer größeren Gruppe der Schlößle am Ende als "der Kurzbügler" bekannt. Selbst bei Leuten, die sich sonst so gar nicht für Lifte interessieren. :wink:
Scheint aus Erzählungen auch wirklich eine gute Piste für Skikurse zu sein.
Danke für Deinen Einwurf, den ich gut nachvollziehen kann. Objektiv gesehen ist das sicherlich keine schlechte Piste und im Spätwinter - endlich mal mit Sonne - hatte sie mir schon ganz gut gefallen, gerade die vermeintliche Rennstrecke. Und wie du schon sagst spielt sie bei warmen Verhältnissen im Frühjahr ihre Stärken aus; es gibt ja auch sonst im Höhenskigebiet eigentlich nur an der Kanzelwand einen richtigen Nordhang. Dennoch ist bei mir noch nicht ganz der Funke übergesprungen, ähnlich wie am Schöntal. Das kann auch noch kommen. Ich denke mir persönlich fehlt halt dort oben ein bisschen das Ambiente, wie man es an den Dorfliften hat. Auch bin ich kein Fan von Waldschneisen und letztlich ist mir die Piste dann auch irgendwie zu gradlinig. Aber das ist ja auch nur meine ganz subjektive Einschätzung und ich weiß ja dass mein Geschmack teilweise schon etwas speziell ist :wink:
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Re: Gleitweggleiter‘s Kleinwalsertal 2021/22 ***Tallift-Ranking***

Beitrag von Firn77 »

Danke für die tolle Berichterstattung den Winter über und die tolle Zusammenfassung. Ich bin irgendwie noch nie im Winter im KWT gelandet, das sollte ich nächste Saison doch mal ändern... ;-)
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