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Talabfahrt unter der Seilbahn | Stubaier Gletscher | 3.5.13

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Talabfahrt unter der Seilbahn | Stubaier Gletscher | 3.5.13

Beitrag von bastian-m » 04.05.2013 - 09:58

Talabfahrt unter der Seilbahn
Wo ein Rest ist, ist auch ein Weg - Teil 5
Stubaier Gletscher, 3.5.2013

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In der Serie bisher erschienen: Ich habe aus zweierlei Gründen etwas gezweifelt, ob ich zu diesem Unterfangen etwas online stelle. Von mir ist man zwar rein fotograsisch gesehen qualitativ schlechte Bilder gewohnt, aber dieses Mal hatte ich nur das Handy dabei (GoPro-Ladekabel vergessen :-( ) und zu allem Überfluss hatte ich unbemerkt beim Hantieren auch noch den Weißabgleich auf Glühbirnenlicht gestellt, was hinterher per Bildbearbeitung nur leidlich zu korrigieren war. Ich übernehme also keine Haftung für Kopfschmerzen, Augenkrebs und tote Haustiere.
Ganz wichtig: Grund zwei, warum ich gezögert habe - diese Route führt, auch wenn man sich durch die permanent begleitende Seilbahninfrastruktur nicht so vorkommt, durch ungesichertes, alpines Gelände. Es gibt zwei größere Steilstufen mit Felsabbrüchen, wer sich hier nicht auskennt und nicht genau weiß was fahrbar ist, begibt sich in große Gefahr. Viele Abschnitte sind zusätzlich sehr lawinengefährdet! Dieser Bericht ist KEINE Anleitung und erst recht keine Routenempfehlung!

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Wie schon am Vortag in Hintertux, kippte das Wetter zuverlässig zum Nachmittag hin und beim Einstieg in die Talabfahrt setzte leichter Regen ein. Starli hatte den unerfreulichen Zustand der Wildn Grube bereits dokumentiert und mein Pensum an Abschnallen und weiten Laufstrecken hatte ich in Hintertux schon erfüllt. Theoretisch gibt es eine zweite Variante zu Tal zu kommen, nämlich unter den Zubringerbahnen hindurch. Schaut man sich das Gelände bei der Auffahrt einmal an, fallen einem zwei größere Steilstufen und viel felsiges Terrain auf. Es wird mehrere Varianten geben, wie man dort hindurchkommen kann, ich kenne nur eine und die erschien mir bei den aktuellen Restschneekonditionen auch die einzig noch halbwegs machbare zu sein. Einerseits braucht es an einigen Stellen eine nicht gerade dünne Schneeauflage, andererseits kreuzt die Route zahlreiche Lawinenstriche. Ich würde mich die Abfahrt außer im Spätfrühjahr, wo die oberen Hänge überwiegend schneefrei sind, vermutlich nicht trauen. Zum ersten Einstieg gelangt man links von der Dresdener Hütte.

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Wir folgen geradeaus dem Wanderweg. Auf dem Schild steht übrigens etwas mit Dresden 500irgendwas Kilometer.

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Das rote Schild ist eine gute Landmarke, dahinter gehts in den ersten Hang.

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Auf dem Foto leider kaum zu sehen, aber als ich an die Kante trat und sich der Blick hinab ins Tal bis zu den Parkplätzen öffnete, erwartete mich als Empfang zu meiner kleinen Mission ein Regenbogen!

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Von links sieht man einen alten Lawinenstrich, der Hang war schön zu fahren. Unten darf man sich nicht verleiten lassen, dem Schneefeld zu folgen, stattdessen durchquert man die kleine Ebene nach rechts und überquert beim Kreuzen der Seilbahntrasse einen etwas größeren Wildbach. Über den Bach gab es noch eine einsame Schneebrücke mit den Resten alter Skispuren, der traute ich aber nicht mehr und lief stattdessen ein paar Meter bis zu einer kleinen Brücke.

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Blick zurück nach oben. In meinem Rücken folgt die Bachquerung (die ich irgendwie vergessen habe zu fotografieren)

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Man befindet sich nun oberhalb der nächsten größeren Steilstufe und sieht eigentlich nur Latschenkiefern. Wer nicht genau weiß wohin, steht irgendwann am Felsabbruch.

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Das Rohr ist ein brauchbarer Orientierungspunkt (soweit ich weiß, steht hier jedenfalls kein zweites davon). Rechts daran vorbei geht es zu einer fahrbaren Rinne.

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Nämlich zu dieser hier. Das kommt auf Fotos bekanntlich immer schlecht rüber, aber die ist schon recht steil und schmal. EIgentlich ist es nur ein zugeschneiter Bachlauf, hier und da kam das Wasser auch wieder gurgelnd zum Vorschein. Am Ende der Rinne muss man scharf nach rechts weg durch die Latschen queren, sonst steht man in den Felsen.

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Blick zurück nach oben.

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Da kam ich her.

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Das nächste Stück ist wieder zum genießen. Der Parkplatz kommt auch langsam in Sicht.

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Nochmal der Blick zurück. Schön zu sehen, dass ich zwischendrin wieder ein paar Schritte aufsteigen musste, weil ich zu spät nach talwärts gesehen rechts abgebogen war.

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Über etwas ziehwegähnliches geht es durch das Gebüsch Richtung Parkplatz. Nochmal der Blick zurück.

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Es gibt fast durchgängig Schnee.

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Ich musste inklusive der Bachquerung insgesamt nur drei Mal abschnallen und nie weit laufen.

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Am Ziel.

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Und zum Ende hin schien sogar wieder die Sonne :-)

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Re: AW: Talabfahrt unter der Seilbahn | Stubaier Gletscher |

Beitrag von whiteout » 04.05.2013 - 11:15

Vor 4 Wochen hat das eindeutig mehr Spaß gemacht ;)
Wieder mal sehr schön dokumentiert!Hier kannst du ja garnicht sagen "Die Piste war offen,ich bin sie trotzdem gefahren" ;)

Deine Route ist aber nicht die Department Route oder?
Und das mit GoPro kenn ich...ist mir am Donnerstag im Kaunertal passiert,ich habs aber dann mit den Bildern ganz gelassen weil mein S2 lässt sich mit Handschuhe nicht bedienen :nein:
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Re: Talabfahrt unter der Seilbahn | Stubaier Gletscher | 3.5

Beitrag von noisi » 04.05.2013 - 11:22

Bermekenswerte Aktionen :D - In den Skigebieten selbst wart du aber auch unterwegs oder?
Da mein Bildhoster seine Verzeichnisstruktur geändert hat, werden die Bilder in meinen Berichten z.T. nicht mehr angezeigt. Auf konkreten Wunsch stelle ich sie wieder her.

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Re: AW: Talabfahrt unter der Seilbahn | Stubaier Gletscher |

Beitrag von bastian-m » 04.05.2013 - 11:28

Ja, aber davon gibts schon so viele Fotos. Jetzt durchquere ich gerade das Pitztaler Gebiet und grübel, wie ich hier nachher wieder runterkomme. Ich bin ja grundsätzlich der Meinung, dass die frühen Ingenieurpioniere diese verdrahteten Beförderungseinrichtungen nicht Bergbahnen genannt hätten, wären sie auch zur Talbeförderung gedacht... ;-)

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Re: Talabfahrt unter der Seilbahn | Stubaier Gletscher | 3.5

Beitrag von Talabfahrer » 04.05.2013 - 19:39

Das ist ja witzig. Als ich heute Vormittag mit der unteren Sektion der Eisgratbahn hochfuhr, hab ich auch nach einer durchgängig fahrbaren Linie in diesem Hang geschaut und dann gedacht: Eigentlich wär das ja was für den Bastian! Insbesondere fiel mir die Querfahrt nach der steilen Rinne auf, weil da mindestens eine Spur drinnen war. Jetzt weiß ich, wo die herkam. Schöne Aktion :zustimm:
Im Winter hab ich Boarder regelmäßig den nördlichen Hang weiter runterfahren und dann tiefer im Abfahrtssinn nach rechts queren gesehen. Der Hang ist eine große Lawinen-Schussrinne und unten jetzt nur noch Bach.

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Re: Talabfahrt unter der Seilbahn | Stubaier Gletscher | 3.5

Beitrag von margau » 04.05.2013 - 21:56

Coole Aktion!
Das mit den Bergbahnen, im Winter ja,
aber im Sommer zu Fuß vom Brandstadl in Scheffau runnerlatschen?
Brauch ich nich wirklich. Dann geh ich im Sommer lieber noch mal die kleineren Lifte im "Sommerschlaf" ab, und fahr dann runter.

Strengenommen hast du garnicht recht, denn das sind ja UMLAUFbahnen :ja:

Grüße
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Re: AW: Talabfahrt unter der Seilbahn | Stubaier Gletscher |

Beitrag von Pistencarver » 05.05.2013 - 15:38

bastian-m hat geschrieben:Ja, aber davon gibts schon so viele Fotos. Jetzt durchquere ich gerade das Pitztaler Gebiet und grübel, wie ich hier nachher wieder runterkomme. Ich bin ja grundsätzlich der Meinung, dass die frühen Ingenieurpioniere diese verdrahteten Beförderungseinrichtungen nicht Bergbahnen genannt hätten, wären sie auch zur Talbeförderung gedacht... ;-)


Aber da Geb ich dir vollkommen recht, ich sag auch ich fahr bei jeden Schnee (solange es halbwegs geht) ins Tal ich bin ja zum Skifahren dort und nicht zum Gondelfahren :lach:
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Re: Talabfahrt unter der Seilbahn | Stubaier Gletscher | 3.5

Beitrag von starli » 06.05.2013 - 12:34

Die Abfahrt hab ich mich auch noch nie fahren trauen, obwohl ich sie von der Gondel bei meinem letzten Besuch auch als "machbar" eingestuft hätte. Das Problem, das man ja auch anhand deiner Bilder sehen kann, dass man sich von oben kommend gleich viel schwerer tut, die richtige Strecke zu finden, und eine falsche Abzweigung blöd enden kann ....

.. die sollten mal ein paar Skirouten-Schilder reinstecken. Könnte man ja von der Wildn Grubn nehmen, die ab Mitte April regelmäßig gesperrt wird ;)
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Re: AW: Talabfahrt unter der Seilbahn | Stubaier Gletscher |

Beitrag von whiteout » 06.05.2013 - 14:58

Die Abfahrt ist nicht ganz ohne aber die geht gut,wenn man sich in etwa an die PowderDepartment Routen hält,und hat man den Bach oben einmal gequert passiert eig. Nichtsmehr.;-)
Viel schöner ist allerdings oben in der Fernau-Mauer (vom Berg gesehen) sich rechts zu halten und den Hang (zum Berg blickend) links der Gondeln recht lang zu queren und dann nach den Felsen etwa direkt oberhalb der TS abzufahren,keine Departmenthang der schnell verspurt ist,aber hald Schneebrettgefähred da recht steil.

Seits die Runs gibt trauen sich leider aber auch Leute die Abfahrt zu,de eigentlich auf der Piste wesentlich besser aufgehpoben sind:-|
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Re: Talabfahrt unter der Seilbahn | Stubaier Gletscher | 3.5

Beitrag von xcarver » 07.05.2013 - 23:13

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