Ski Arlberg 26.2. - 3.3.17: wenig Bilder, aber Tannegg & RoF

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Ski Arlberg 26.2. - 3.3.17: wenig Bilder, aber Tannegg & RoF

Beitrag von Florian86 » 08.03.2017 - 23:08

Dies ist sozusagem die Fortsetzung vom Bericht aus der Tiroler Zugspitzregion. Am Arlberg selbst hab ich eher wenig Bilder gemacht, weil ich schon recht oft da war. Deshalb gibts mehr Text, ist ja vielleicht auch mal schön.

Nach einem wunderbaren Abendessen in der Kaiserkrone in Elmen waren wir alle recht müde, weshalb wir am Anreisesamstag alle vergleichsweise früh ins Bett gingen.

Am Sonntag Morgen trafen wir uns dann zu siebt (5 Erwachsene, 2 Kinder mit 5 und 7 Jahren) am Frühstückstisch in freudiger Erwartung auf die Skiwoche. Aber natürlich lief alles noch nicht so richtig geschmiert und wir kamen erst gegen 8:40 los. An sich genug Zeit, um die Kinder bis 10:00 an der Skischule in Warth abzugeben. Doch kurz vor Warth die Ernüchterung: Steffisalp-Parkplatz voll. Das kurze Anhalten auf dem Gehsteig um sich abzusprechen kam bei den Parkplatzwächtern nicht allzu gut an, aber relativ schnell war dann klar: meine Schwester bleibt mit den Kindern an der Steffisalp und der Rest fährt weiter zur Jägeralp, wo es noch freie Parkplätze gab.

Dumm nur, dass die Ski von meiner Schwester bei uns in der Skibox waren. Aber auch das ließ sich organisieren: wir nahmen die Zusatz-Ski und -Stöcke kurzerhand einfach auf der Piste mit. An der Steffisalp trafen wir eine völlig fertige Schwester, da Skipasskaufen, Handschuhe kaufen (der Kleine hatte seine auf dem Weg vom Hotel verloren) und Kinder abliefern alleine auch erstmal organisiert sein will. Hinzu kam die Fehlinformation der Skischule, dass für den Kleinen ein Schneemann-Pass und für die Große ein Kinderskipass gekauft werden soll. Dass das ein Fehler war, da Jahrgang 2009 noch unter Schneemann fällt, kam leider erst hinterher raus. Also etwa 150€ zu viel bezahlt. Auf Nachfrage an der Kasse kam nur die relativ, unfreundliche Antwort, dass man einen benutzten Skipass nicht mehr umtauschen kann, persönliches Pech also. Nicht sehr kundenfreundlich auf jeden Fall. Vor allem war die Fehlinfo der Skischule ungünstig, da das Geburtsjahr eines jeden Kindes ja bekannt ist, außerdem könnte man auch an der Kasse mal nachfragen, welchen Jahrgang das Kind hat. Andererseits hatte ich meiner Schwester gesagt, dass beide Kinder nur 10€ kosten sollten, aber wenn man eh schon gestresst ist rechnet man halt nicht unbedingt sofort nach...

Im Nachhinein stellte sich glücklicherweise heraus: das Umtauschen geht doch, war allerdings etwas aufwändiger, auch organisationstechnisch. Warum das die erste Frau an der Kasse nicht gleich gesagt hat? Keine Ahnung, hätte einiges an Ärger erspart. Auf Nachfrage des Freundes meiner Schwester an einer anderen Kasse kam nämlich die Antwort, dass man den Liftpass sehr wohl gegen einen Schneemann-Pass umtauschen kann. Also versuchte meine Schwester das zu machen, dann sagte man ihr aber, dass sie das erst am Ende der Woche machen soll, und Fritzi den Skipass "ausfahren" soll, sozusagen. Aber immerhin konnte sie sich den Fehlkauf zumindest auf dem Kassenzettel bestätigen lassen. Am letzten Tag als wir nachmittags an der Jägeralp ankamen waren jedoch leider die Kassen schon zu, also mussten die vier am Heimreisetag nochmal talaufwärts fahren. Zum Glück gibts an der Jöchelspitze auch eine Skiarlberg-Kasse, was die Fahrtzeit aus Elmen zumindest halbiert hatte im Vergleich zur Fahrt nach Warth.

Nun gut, aber zurück zum Skifahren: nach der ersten Abfahrt stellte mein Papa schon fest, dass das Knie nicht so gut hält wie gedacht. Hier war wohl schon klar, dass die große St. Anton-Tour zusammen eher nicht möglich sein wird.

Flo und ich verabschiedeten uns an diesem Tag dann doch schnell, um nach Lech rüberzufahren während der Rest in Warth verblieb, auch um für die Kinder da zu sein falls doch was sein sollte. Fürn Weißen Ring wars dann aber schon recht spät, also beschlossen wir eher die ein oder andere noch unbekannte Route in Lech zu fahren. Los gings mit Tannegg vom Rüfikopf. Besonders toll find ich ja immer das Stück bis zum Schafalp-Schlepplift. Die Kuppen sind einfach toll und man kann in der Mitte der präparierten Route super springen, zu schnell sollte man allerdings nicht fahren.

Die Tannegg-Route war so ziemlich das schwierigste was ich jemals gefahren bin, nicht nur wegen der Steile sondern v.a. wegen der Länge in Verbindung damit. Glücklicherweise wars recht griffig in den Buckeln.

Es geht immer ziemlich nah an den Lawinenverbauungen vorbei.
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Blick nach oben zurück.
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Und ein Blick Richtung Oberlech, auch hier kann man die Steile erahnen.
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Und nochmal ein Blick nach unten, weils so schön ist. ;-)
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Vor dem Strommasten auf dem Bild gehts links rüber, sehr breit ist die Stelle nicht und beim Strommasten gehts schon recht steil runter.
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Hier hätts mich auch fast hingehaun, hätte blöd ausgehn können, aber glücklicherweise hab ich mich gefangen.

An derselben Stelle ein Blick nach oben.
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Danach gings rüber zum Kriegerhorn, aus dem Sessel kann man schön zu den Madloch-Routen rüberschaun.
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Die Skirouten vom Kriegerhorn im oberen Bereich sind noch flach.
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Wir entschieden uns für die Südroute, schön steil nach der Einfahrt, bei der man einen geöffneten Fangzaun durchquert.
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Bisschen mehr Schnee wär aber auch nicht schlecht gewesen.

Blick Richtung Tannegg rüber, die Route müsste so ziemlich entlang des Grates in der Bilddiagonale verlaufen, zumindest im oberen Bereich.
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Der untere Teil vom Rüfikopf ist schon steil.
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Ohne Mittagspause (es gab Restbrote vom Vortag in der Rückfahrt mit dem Auenfeld-Jet) gings zurück nach Warth. Dort schauten wir, dass wir die andern wieder treffen können, wobei mein Papa am Telefon meinte, er ruht sich vorm Hotel an der Jägeralp aus. Nach kurzer Beratung mit den Kindseltern beschlossen wir, dass wir die Kinder schon irgendwie zur Jägeralp kriegen auf Ski, das sollte sich aber noch als schwieriger als gedacht herausstellen. Für die Ältere, Fritzi, kein Problem, für den Jüngeren, Ferdi, der erst seinen 2. Skikurs machte (und der 1. war ein Light-Kurs in Italien), war das allerdings schwieriger. Um 15:55 waren wir an der Steffisalp oben und mit Torschluss um 16:15 erreichten wir gerade so den Warterhorn-Sessel. Ferdi wollte sich halt auch nicht zwischen die Beine nehmen lassen, fiel aber grad auf den steileren Stücken öfter hin, wollte es aber immer selbst weiter probieren. Bisschen Biss ist ja gar nicht so schlecht, und pflugbremsen an sich ging ja schon.

Die Fahrt vom Wartherhorn zum Jägeralp-Parkplatz dauerte dann aber auch ewig: auf den Anstiegstücken der Familienabfahrt kam Ferdi nicht hoch und musste geschoben werden und die steileren Stücke waren auch nicht so leicht für ihn. Glücklicherweise ließ er sich irgendwann dann doch noch zwischen die Beine nehmen, und wir kamen gegen 16:50 ziemlich fertig an der Talstation an. Papa war natürlich auch schon angesäuert, da er sich Sorgen gemacht hatte.

Zum Abendessen an diesem Tag waren wir dann schon 13 Leute, da Flos Eltern, Tante und Bruder mit zwei Kindern dazu kam. Das machte das Ganze natürlich nicht ruhiger, war aber schön.

Am nächsten Morgen wollten wir früher losfahren, aber dennoch reichte 9:10 an der Steffisalp nicht, um dort einen Parkplatz zu ergattern, eigentlich schon krass bei offizieller Liftöffnung um 9:00. Andererseits wars halt Rosenmontag und der Parkplatz ist nicht riesig. Also fuhr unser Auto weiter zur Jägeralp und die Schwester-Familie konnte auf nem Hotelparkplatz gegen Kauf eines 5€-Gutscheins parken. Nur gabs wieder das Problem, dass wir diesmal sogar die Ski von meiner Schwester und das Board von ihrem Freund, Julian, in der Skibox hatten. Aber mein Papa erklärte sich bereit, am Auto zu warten und die zwei andern kamen mit dem Bus rüber. Also fuhren Flo und ich ein bisschen alleine und machten dann telefonisch einen Treffpunkt aus.

Ungefähr 50m vor der Jägeralp-Talstation rief meine Schwester an, dass sie jetzt an der Jägeralp hochfahren. Als ich meinte, sie sollen doch warten hieß es: wir stehen schon mitten in der Schlange. Flo und ich wollten eh noch kurz auf die Toilette und ich wollte mir was ausziehen, nun gut, müssen die andern halt warten. Schlau wie Flo und ich sind stellten wir uns an der Außenkurve an. Ungefähr beim Drehkreuz meinte Flo dann zu mir, dass wohl mein Papa ein paar Reihen hinter uns stünde. Also waren Flo und ich ein paar Minuten früher oben als die Anderen, obwohl wir viel später in die Schlange kamen, irgendwie witzig. Das rufte durchaus Erstaunen hervor.

Alle zusammen fuhren wir nach Lech rüber und schauten, dass wir eher leichtere Sachen fahren. Zum Beispiel gings mal zum Steinmähder, wo es interessante Zacken gab.
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Die Pisten selbst waren schon sehr sulzig. Irgendwie wurde mir sofort klar, warum wir dort grundsätzlich selten fahren.
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Der Zuger Tobel war auch schön, vor allem landschaftlich, allerdings nicht so super Snowboard-geeignet, da musste ich Julian das ein oder andere Mal ziehen. Vom Balmengrat fuhren wir dann auf flachen Pisten direkt zur Salome zum Einkehren. Zurück gings dann über Schlosskopf und ich überredete Alle noch, über den Rotschrofen und die schöne Bergeralpe-Route zum Auenfeld-Jet zu fahren. Das war jedoch ein Fehler, denn sobalds bisschen steiler ist, wurde mein Papa das Nadelöhr von der Geschwindigkeit her, also in Flachstücken der Snowboarder, in den Steilstücken der "Alte". ;-) Flo und ich fuhren noch bisschen am Salober rum und schickten den Rest alleine zurück zur Steffisalp. Aber auch das war ungünstig, da sich die Anderen im Skigebiet nicht so gut auskannten und deshalb die Kinder 15 – 20min zu spät abholten, was ein mittelgroßes Drama war. Im Nachhinein halb so wild, aber im ersten Moment schon blöd für die Kinder und die Skilehrer, die nach dem Kurs noch zum Training (oder "Training"? ;-)) müssen. Andererseits kam der griechische Skilehrer von Ferdi wohl auch immer auf den letzten Drücker oder noch später.

Am 3. Tag war das Wetter nicht so dolle, und mein Papa machte eine Skipause. Parken konnten wir dieses Mal alle an der Steffisalp, auch weil wir rechtzeitig loskamen. Ab da hatten wir aber vorgesorgt und alle Wintersportgeräte waren gleich im dazugehörigen Auto. Mit meiner Schwester, ihrem Freund und Flos Bruder entschieden wir uns den Weißen Ring zu fahren. Wartezeiten gabs kaum welche, aber dennoch dauerte es seine Zeit und der Snowboarder musste immer wieder gezogen werden. Das Madloch wurde von allen als beste Abfahrt bezeichnet, da musste wenigstens niemand lange warten. Meine Schwester und ihr Freund verzichteten auf die Mittagspause bei Salome, um auf jeden Fall rechtzeitig bei den Kindern zu sein, so waren sie auch 20min vor Skikursschluss, aber hungrig an der Steffisalp. Flo und ich fuhren dann mit Flos Bruder zurück in Richtung Warth, aber arbeiteten uns eher langsam Richtung Steffisalp vor und wiederholten ein paar Abfahrten an Salober, Karhorn, Jägeralp und Steffisalp bis wir nirgendsmehr hoch kamen.

Und da ich jetzt schon viel Text geschrieben hab, kommen die nächsten 3 Tage inklusive einem etwas abgewandelten Run of Fame in den nächsten Tagen.
Zuletzt geändert von Florian86 am 13.03.2017 - 21:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ski Arlberg von 26.2. - 3.3.2017 (mit eher wenig Bildern

Beitrag von starli » 09.03.2017 - 12:32

Die Tannegg-Route war so ziemlich das schwierigste was ich jemals gefahren bin,
Ging mir bei meiner bisher ersten und einzigen Befahrung ähnlich. Hätte vor der Befahrung nicht damit gerechnet, dass die so anspruchsvoll ist. Wenn nur der nervige lange Skiweg raus zur DSB nicht wäre, würde ich die auch mal wieder fahren. (Ansonsten vom Anspruch her ist die Talabfahrt in Rochers-de-Naye ähnlich, aber in Summe abwechslungsreicher und das bissl Fußweg unten ist weniger störend)
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Re: Ski Arlberg von 26.2. - 3.3.2017 (mit eher wenig Bildern

Beitrag von schneeberglift » 09.03.2017 - 15:51

Netter Bericht und gut nachvollziehbar.
Die genannten Zacken sind die oberen Gipslöcher, ein Naturschutzgebiet und beeindruckende Landschaft:
https://www.geocaching.com/geocache/GC4 ... 145e79b3af
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Re: Ski Arlberg von 26.2. - 3.3.2017 (mit eher wenig Bildern

Beitrag von Florian86 » 12.03.2017 - 22:59

Am 4. Tag war das Wetter wieder etwas besser vorausgesagt, also beschlossen wir, sowas Ähnliches wie den Run of Fame zu fahren. Leider war das Wetter dann doch nicht so überragend, was aber letzten Endes ein Vorteil für die Wartezeiten war, denn die waren kaum vorhanden. Also ließen Flo und ich den Rest der Verwandtschaft für sich und stiegen um 9:15 in die Saloberbahn ein – den Warth-Teil wollten wir uns sparen. Auch am Auenfeldjet gabs keine Wartezeiten, ebenso wenig an der Rüfikopfbahn, sehr gut! Der Schnee war teilweise etwas langsam, und es hatte in der Nacht auch gut Neuschnee drauf geschneit. Den Schüttbodenschlepper ließen wir aus, sodass wir möglichst viel Zeit in St. Anton hatten. Wir querten aber nicht zur Bergstation des Schleppers zurück sondern suchten uns freie Hänge weiter in Richtung Trittalpbahn. Die waren aber eher windverblasen und bruchharschig, nicht sehr schön. Somit ham wir die gesparte Schleppzeit wohl teilweise wieder verloren.

An der Trittalp gabs dann das erste Bild, das Wetter war wirklich nicht so dolle.
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Von dort aus gings auch direkt weiter zur Trittkopfbahn I mit Umstieg zur Flexenbahn. Auch hier kaum Wartezeiten und wir hatten die Gondeln für uns.
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Ein bisschen lichteten sich da auch die Wolken dann.
Blick zur Valfagehrbahn.
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Die Stützen der Flexenbahn sind schon eher hoch und im oberen Bereich teilweise rot-weiß, die der Trittkopfbahn übrigens auch.
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Man sah auch immer wieder Gemsen unterhalb der Flexenbahn, die stört das wohl nicht, dass die Leute über "ihre" Felsen drüber gondeln.
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Mit der Valfagehrbahn gings ohne Wartezeiten weiter, und von dort zur Schindlergratbahn, ich mag ja kuppelbare Dreier. ;-) Für Fotos wars mir aber zu kalt. Ich hab mich aber gefragt, wozu die Seilbahn oberhalb des eigentlichen Liftes da ist?
Von dort gings über die Skirouten 86 und 87 ins Steissbachtal. Die 86 war superschön zu fahren, gab viel unverspurten Tiefschnee, die 87 war aber bescheiden. Mich haute es gleich mal hin beim ersten Schwung. Es hatte nämlich drauf geschneit, aber nicht allzu viel, sodass die hartgefrorenen Buckel unten durchkamen. Das Problem was aber: man sah nicht, wo die Buckel waren, d.h. man ist mit den Ski mal mehr mal weniger eingesunken. Flo kam damit überhaupt nicht klar und verfluchte den ganzen Ausflug, Tiefschnee kann ich halt doch etwas besser.

Aber auf der blauen 55 gings dann schon wieder und wir fuhren gingen zur Rendlbahn rüber. Dort mussten wir 5min warten, auch weil kurz bevor wir dran gewesen wären die Schleusen dicht gemacht wurden, sodass nicht so viele Menschen sich in die Gondeln drängen. Obem am Rendl wollten wir bis zur Riffelbahn 2, dort war auch das Wetter am Besten.
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Die Skiroute 16 war ziemlich ausgefahren, weil echt viele Leute dort unterwegs waren, sie ging aber ganz gut.

Da Flo gern mal Schiss kriegt, wenn die Zeit zu knapp wird, traten wir uns auch nach diesem Kurzausflug zum Rendl schon den Rückweg an, aber die Talabfahrt ist ja auch ganz schön. Von dort gings über die Galzigbahn, in der wir zu Mittag aßen, nach St. Christoph, den kurzen Schlenker konnt ich Flo noch abringen.

Und zur Valluga hoch musste schon auch sein. Trotz der geringen Kapazität kamen wir in die erste Gondel rein, wohl auch wegen des schlechten Wetters. Immerhin konnten wir nen verschwommenen Blick zur Schindlergratbahn genießen.
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Der Schnee oben war gut, und ein Schulter-zusammen-Schild hatte ich vorher auch noch an keinem Schlepplift gesehen.

Ohne Umwege gings von dort zurück zur Flexenbahn. Es war gerade erst 13:30, aber ich konnte Flo leider nicht mal mehr zu einer Fahrt mit der neuen Albonabahn II bewegen. Irgendwie war er halt ziemlich ko, erstmal... Wie hier im Forum übrigens schon mehrmals angesprochen wurde: die Piste 100 war um diese Zeit schon wirklich sehr ausgefahren und echt blöd zu fahren.

In Zürs gings dann noch bis ganz hoch zum Trittkopf, und auch hier waren die Pisten nicht so toll wie in den Jahren zuvor, eigentlich eine richtige Enttäuschung. Zusätzlich war das Wetter überhaupt nicht schön. Bis zum Balmengrat gings dann von dort aus auf dem direkten Weg, das Madloch ging wirklich gut, es waren an dem Tag noch wenige Leute dort gefahren und der Neuschnee bekam der Abfahrt sehr gut.

Vom Balmengrat aus war sogar dann wieder genug Energie für die Skiroute Liezen da, ebenso für zwei Fahrten am Steinmähder. Hier war das Wetter dann auch wieder besser als in Zürs vorher.
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Um 15:37, also 23min vor Betriebsschluss nahmen wir den Auenfeldjet zurück und hängten sogar noch 3 Fahrten am Salober ran.

Mein Fazit: so ein Tag ist eher stressig, man sitzt auch viel in Verbindungsgondeln und hat auch die ein oder andre sehr flache Abfahrt dabei. Obwohl wir beide recht gute Skifahrer sind, hätt ich mich über die ein oder andere zusätzliche Abfahrt im Gebiet von St. Anton gefreut, was aber aus den genannten Gründen net ging. Auch fahr ich gern Tiefschnee, was an dem Tag super ging, Flo eher net. Insofern denk ich, dass ich in Zukunft so eine große Tour eher ganz alleine machen würde, weil man wohl nie die Bedürfnisse von allen erfüllen kann und das zu Konflikten führt. Deshalb stell ich mir auch in einer größeren Gruppe solch eine Tour noch schwieriger vor.

Der Donnerstag war dann als eher sonnig vorausgesagt, aber das Gegenteil war der Fall. Der Plan war mit Flos Brüdern und deren erwachsenen und jugendlichen Kindern nach Lech rüber zu fahren, evtl. auch den weißen Ring. Auf der Schlegelkopf-Piste teilte sich die Gruppe dann aber auf. Die einen wollten nur bisschen rumboarden, der Jüngste jammerte, er könne keinen gescheiten Schwung machen, weil der Schnee und das Wetter doof wären und so weiter. Also setzten Flo und ich uns ab und wir fuhren nach Zürs rüber in der Hoffnung auf besseres Wetter. Dieses Mal fuhren wir auch ne Wiederholung am Schüttbodenlift, außerdem ein paar Mal Trittalp, Hexenboden und einmal zum Trittkopf. Die Piste war aber wieder nicht so toll an dem Tag, im Mittelteil außerdem brutal neblig. Gern wären wir auch auf der anderen Talseite gefahren, aber die Lifte schlossen grad wegen Wind als wir dort unten ankamen. Also war die Idee erstmal Mittagspause in der Trittalm zu machen und dann mal zu schaun. Da das Wetter net besser wurde, entschieden wir uns aber für den Bus nach Lech zurück. Es war echt gut, dass wir bis zur Talstation Trittkopf abfuhren, denn alle anderen Haltestellen in Zürs wurden wegen Überfüllung einfach passiert. Wir hingegen stiegen ungefähr 20s vor Abfahrt in den Bus ein, perfekt getimet. Zu dieser Zeit gingen zwar Zürserseebahn und Seekopfbahn wieder in Betrieb, aber das Wetter war immer noch miserabel. Über Schlegelkopf II, Petersboden und Rotschrofen gings dann direkt nach Warth zurück, und oh Wunder: dort wurde das Wetter wieder besser. Deshalb arbeiteten wir uns langsam vor zur Steffisalp mit diversen Wiederholungen: zwei mal Sonnen-Jet, zwei mal Salober, zwei mal Jägeralp und drei mal Wartherhorn-Express. Besonders schön waren die Pisten 267 und der obere Teil der 282, die wir oft ignoriert haben.
Da das Wetter über große Zeit recht schlecht war, hab ich an dem Tag übrigens gar keine Bilder gemacht. Und als das Wetter am Nachmittag gut wurde, wollt ich vor allem eins: fahren, fahren fahren. ;-)

Die Abende waren übrigens immer recht ähnlich: gemeinsam fürstlich speisen, was trinken, quatschen und die ein oder andere Runde Kniffel und/oder Sechsundsechzig.

Am letzten Tag am Arlberg schien nun endlich dauerhaft die Sonne. Flo wollte mit seinen Brüdern nun tatsächlich den weißen Ring fahren, und ich wollte das Skirennen und die Siegerehrung von meiner Nichte und meinem Neffen sehn. Außerdem wollt ich mal wieder ne Talabfahrt nach Schröcken machen. Also teilten wir uns auf, ich fuhr aber erstmal bis zum Auenfeldjet mit Flo mit. Dort gabs aber eine Riesenschlange, weshalb Flo erstmal zum Sonnenjet mitfuhr. Auch hier mussten wir gut 10min warten und Flo sprach nach Rückkehr davon, dass er etwa 30min für die Rüberfahrt nach Lech anstand. Und für die Rückfahrt sind sie oben an der Weibermahdbahn eingestiegen, weil unten so viel los war.

Nun ja: ich machte ich dann aber gleich mal auf Richtung Falken und studierte an der Talstation am Körbersee den Busfahrplan aus Schröcken.
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Leider ging sich das aber nicht aus, um rechtzeitig zum Skirennen in Warth zu sein. Was ich aber nicht vorher nachgeschaut hatte: es gibt eigentlich doppelt so viele Busse, wie auf dem Fahrplan am Körbersee aushängen.

Nun ja, seis drum, ich beschloss dann mal die Skiroute am Falken zu fahren, die ist zwar kurz aber auch ganz witzig. Da das Wetter so schön war, zog ich im Sessel nach oben dann die Handschuhe aus, legte sie neben mich und machte ein paar Fotos.
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Dort steht auch irgendwo ein Bürostuhl rum, warum auch immer.
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Und an der Stelle hatte es mich bei der Abfahrt ordentlich reingestaucht.
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Kurz vorm Ausstieg dann der Schreck: die Handschuhe sind weg. Mist! Leider wars wohl doch bisschen windig und unter den Niederhaltern wackelts halt doch immer ein bisschen. Also fuhr ich nochmal die Skiroute und fand den einen Handschuh unter einer Stütze, den Zweiten aber nicht. Dann rief mir aber von oben eine zu, dass 50m weiter noch ein Handschuh läge, sehr gut. Somit wurde natürlich alles zeitlich recht knapp, weshalb ich, obwohl ich in der Senke etwas drin war, über den Wanderweg zum Salober zurück schob. War zwar anstrengend, aber ich bin auch schon schlimmer geschoben. ;-)

Am Salober leider sehr viel Wartezeit, ebenfalls am Jägeralp, weshalb ich das Rennen meiner Nichte verpasste. Aber meinem Neffen konnt ich noch zujubeln und er war auch der einzige aus seinem Kurs, der alle Tore richtig nahm. Viele Kinder fuhren einfach geradeaus runter.

Nach dem Rennen fuhr ich ein bisschen mit meinem Papa, meiner Schwester und ihrem Freund Richtung Salober und dort ein bisschen rum. Ich verabschiedete mich dann aber doch Richtung Schröcken, weil ich keine richtige Mittagspause machen wollte. Dieses Jahr entschied ich mich dafür, die Skiroute zu fahren, war aber vielleicht eine schlechte Entscheidung. Der Schnee war super bremsig und die Bergaufstücke waren richtig anstrengend. Der Schlepper im Tal ist auch leider nicht mehr in Betrieb.

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In Schröcken hatt ich dann doch noch bisschen Zeit bis der Bus fuhr, ein mir unbekannter Bus war leider kurz vorher weggefahren. Also dacht ich mir, ich such schnell den Supermarkt auf und hol mir n Brötchen oder irgendwas Kleines zu essen. Aber der Supermarkt hatte doch tatsächlich Mittagspause, wie schade. Also gabs stattdessen vom SB-Restaurant am Salober ein paar Landjäger auf der Terrasse. Zurück zur Steffisalp gings dieses Mal net über den Salober sondern über die Kuchlbahn und den Ziehweg 286 zur Jägeralp. Dieser ging überraschend gut, ich musste kaum anschieben, hab ich auch schon anders erlebt.

Zur Siegerehrung war ich dann rechtzeitig an der Steffisalp, aber diese zog sich wirklich ewig hin. Der Redner war auch nicht so gut vorbereitet, maulte teilweise die Skilehrer an, wirkte nicht allzu professionell alles in Allem. Die Gruppe meiner Nichte, die übrigens gute Dritte wurde, wurde sogar ganz vergessen und dann noch schnell hinten nachgeschoben.

Danach fuhr ich mit den Kindern und deren Eltern einmal die Rennstrecke am Wannenkopf und dann machten wir uns auf zur Jägeralp. Dies ging deutlich besser als am ersten Tag, aber dauerte dennoch seine Zeit, in den Schiebestücken klagte Ferdi nämlich immer über Rückenschmerzen, die dann aber sobald er normal fahren konnte schlagartig wieder vorbei waren. ;-)

Am nächsten Morgen teilten sich dann endgültig die Wege, mein Papa, Flo und ich fuhren noch nach Berwang, wo wir bei strahlendem Sonnenschein leider nur einen halben Tag verbrachten. Dazu aber bald mehr in diesem anderen Beitrag.
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