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Freeride 19.04 Hochfügen, 20.04 Arlberg

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Freeride 19.04 Hochfügen, 20.04 Arlberg

Beitrag von extremecarver » 20.04.2017 - 21:21

Auch wenn ich eigentlich absolut noch nicht freeriden dürfte - Schulter Bankart Labrum OP ist heute genau 6 Wochen her - so ließ mir der Wintereinbruch einfach kein Wahl. Gestern war ich in Hochfügen - da ich nicht damit gerechnet hatte dass es am Arlberg schon aufreißt (und sorry - Arlberg voll in Wolken - da kann man kaum was fahren, und der wenige Wald ist innerhalb von Minuten zershreddet) da es Schlussendlich wohl den halben Tag sonnig war, und auch sonst nur 1-2 Stunden richtig mieses Wetter anhand der Webcams - hätte ich nicht nach Hochfügen gesollt. Rein vom Neuschnee her war Hochfügen mit das meiste in Tirol - NACH dem Arlberg (wobei in St.Anton/St.Christoph wars nicht soviel. Viel hats in Stuben bis Warth geschneit). Dazu war die Schneefallgrenze am Arlberg eindeutig deutlich höher - in St. Anton wurde es heute schon wieder grün unten - und die Talabfahrt ab kurz vor Moserwirt war sehr sehr braun (gab überhaupt kein weißes durchkommen mehr - auch einige kleine Steine - Morgen würde ich da nicht mehr mit guten Ski runter - mit Freerideequipment ist das natürlich egal).

Vom Schnee her wars Gestern in Hochfügen eindeutig besser! 80-90cm die noch nicht gesetzt sind - sind einfach besser wie vielleicht 120-130cm am Arlberg die sich schon recht weit gesetzt hatten.
Aber die Sicht in Hochfügen Gestern einfach uiuiui.

Insgesamt zwei sehr gute Tage - aber nicht absolute Top Tage. Irgendwie ist Tirol einfach zu voll zum gescheiten freeriden. Absolute Top Tage habe ich in den letzten Jahren nur noch Krippenstein und Östlich - oder Kanin, oder Aosta, Schweiz und Frankreich gehabt. Im Westen Österreichs wimmelts einfach nur so von Freeridern. Zu viel für absolute Top Tage wie noch in den 90er oder Beginn der 2000er Jahre (ich bin damals noch viel mehr freeriden gewesen - mein Brett ist auch Baujahr 2004, letztes von 12 aus meinem Rossi Swallow Bestand). Alle Photos ab 9:45 heute bis auf Ostseite Zürs sind von Gelände wo Gestern die Lifte noch standen! (naja und bis auf das Schlussphoto von St. Anton).

Los gings um 8:00 Uhr in Kaltenbach - war etwas später dran hab es nicht rechzeitig aus dem Bett geschafft.

Erste Spur untern Schnee Express gezogen - die Sicht war da eigentlich noch gut - aber beim rauffahren im Lift verschwand sie dann:
https://lh3.googleusercontent.com/gRFTY ... 9-h2009-no

Kurz später wars ganz aus. Nicht mal auf der Piste war ich mir sicher ob ich am fahren oder stehen bin (mit Snowboard ist das schwerer zum einschätzen wie auf Ski) - absolut keine Sicht mehr - Sichtweite war unter 10m! Also rüber nach Hochfügen. Doch oben bei der Verbindungspiste zum Wedelexpress - welche ich eigentlich super kenne - gleichmal verfahren. Es war einfach nicht mehr abschätzbar wo die Piste ist und wo nicht. Also nachdem ich mir dachte ich bin falsch 7-8min wieder retour raufgestapft. Um 9:10 beim Wedelexpress angekommen - und nachdem ich durchs Drehkreuz durch war sah ich der Lift steht (vorher war der Lift einfach nicht sichtbar!). Liftware meinte dann zu mir ich sei der erste und stellte den Lift an (Öffnungszeit offiziell 8:30). Oben beim aussteigen war die Sicht so übel - dass ich das 20-25m entfernte Gebäude des Zillertal Shuttles auch nicht sehen konnte - naja ich weiß ja einfach geradeaus und nach ein paar Metern tauchte es auf.

Schon beim zweiten mal rauffahren im 8er Jet - meine Spur ist eine der dortigen. Richtig schön tiefer Pulver - allerdings nicht so schlimm dass man per Purzelbaum anfahren musste. Unten im Tal auf 1300m warens eher nur 40-45cm - wobei die untersten 20-25cm sehr pappig und kompakt waren - allerdings am Gras abrutschten unte 1450m. War ja schon alles grün hier vor dem Schneefall.
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Sicht ist mal wieder mieser - aber im Wald gings eigentlich immer ganz gut. Man musste oben halt nur die Verbindungspisten finden. Ab 11:00 oder 12:00 wurde es dann generell besser.
Das Bild zur Schneetiefe - siehe oberen Fahrer bis zur Hüften im Schnee:
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Parkplatz um 10:20 - wie man sieht nix los - die Hälfte wohl angestellte - und aus Kaltenbach fand noch kaum jemand den Weg. Gegen 10:30 wurde es dann aber schlagartig voller - evtl war nun in Kaltenbach die Sicht besser so dass die Leute die Verbindung fanden? Oder sind einige per Skibus rauf?:
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Gibt irgendwie immer weniger Boarder mit gescheiten Freeride Brettern - das Pogo einzige andere gescheite Brett - wenn auch mit nur so 175 etwas kurz (auch am Arlberg nur zwei gescheite Freeridebretter sichten können. Freundin von Liz und mir unbekannt):
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Gegen 13:00 Uhr begann es endlich etwas aufzureißen - so gut war es aber nie ganz oben - und eher immer nur von kurzer Dauer:
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Sicht nach oben:
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Ah wie geil - so tiefe Spuren gabs heute am Arlberg nie, ganz davon abgesehen dass ich Gestern 90% unverspurt fuhr - heute aber gut suchen musste (zum Glück fahren Swallowtails besser wie alles andere durch etwas zerpflügten Pow und lassen sich dadurch kaum aus der Ruhe bringen):
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Hier der unterste Pistenteil beim Shuttle war etwas kritisch- der Schnee rutschte teils bis zum rasen ab. Inzwischen auch einige Spuren (oben massig Platz) - einzige mal richtig blauer Himmel kleines Loch:
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Die Fahrt rüber nach Kaltenbach war dann wieder Chaos. Die Piste in der früh noch frisch gewalzt hatte teils 50-50cm hohe Schneeverwehungen drauf am Wedelexpress. War echt nicht leicht zu finden. Ohne gute Kentniss hätte man die leicht verloren.
Talfahrt per Gondel nach Kaltenbach kurz vor 16:00 Uhr - im Zillertal selber ist es sonnig. Tja in großen Tälern ist es immer sonniger:
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20.04 Arlberg.
Eigentlich wollte ich ja zur Alpe Rauz parken - aber anderseits wollte ich zumindest kurz sehen wie es in St.Anton/Christoph ausschaut - als der kleine Gratisparkplatz mit 5min Fußweg zur Galzigbahn noch frei war - parkte ich kurzentschlossen da (FEHLER!!!). 8:30 per Galzibahn rauf.
Man siehts jetzt nicht so gut - aber hier wurde Gestern quasi alles verspurt was zu verspuren geht:
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Piste astrein - hat nur so 2-3cm noch geschneit in der Nacht:
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Was läuft hier falsch?
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Nach St. Christoph runter - war SCHEISSE. Warum? Naja Harschdeckel von Gestern drauf - somit kein großer Spaß zu fahren. Man broch zwar durch - aber recht schwer einschätzbar:
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Alles heute schon verspurt - Gestern lief hier nix:
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20 nach 9:00 - und schon verspurt - hier oben war der Schnee noch top:
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Also so schnell wie möglich gen Stuben. Die Freerideabfahrt zur Alpe Rauz war oben super, unten Schrott.

9:45 - und schon via Albonagrat als einer der ersten nach Stuben. Hier übern den Latschen kann man oft fahren - derzeit viel zu wenig Schnee:
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(nur so 30cm lagen in Stuben, gut viel besser wie die 10cm im Tal in St. Anton)

Meine Lieblingsline in Stuben - direkt über die Lawinenverbauungen - leider mangelts arg an Schnee dafür:
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9:50 - und shcon viele Spuren im Albonagrathang - aber noch super natürlich:
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10:00 Uhr - an der Albohna 2 - ist jetzt echt schon fast alles gutes verspurt:
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10:08 - war vor 30min noch recht unverspurt - nun so:
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11:33 - in Stuben ist nix mehr zu holen (außer ganz hinten, bzw Abfahrt nach Langen. Aber da dürfte es unten wohl an Schnee mangeln). Ein Wahnsinn wie schnell das am Arlberg geht. So viel Gelände - aber umsooooo mehr Freerider (seit 9:45 sind alle PHotos von Bereichen die Gestern noch zu waren!)
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Die ersten fahren schon zum Arlbergpass. Keinen Bock da drauf weil ich den Busfahrplan nicht kenne - und der seit der Flexenbahn sehr ausgedünnt ist:
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Alles heute verspurt - zum Glück sind die steileren Hänge oben vom Trittkopf weg noch viel besser:
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Bin 4x Trittkopf gefahren - war noch sehr gut - dann drei mal Hexenboden. Da ich mich im Zürser Kessel sehr gut auskenne die unteren 200HM immer auf Spezialline wo außer mir niemand runter ist - dazu mehr Float als ich hat hier quasi niemand solange es um flache Tiefschneestücke geht um zum nächsten steileren Stück zu kommen. Aber unten raus wurde es dann doch schon sehr pappig und schwer. Also um 13:25 rauf zum Madlochgrat - hier nicht gefahren - aber ein paar Lines könntem an noch finden - aber viel nicht mehr:
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Kaum verspurt - aber viel zu sonnig und daher kaum mehr fahrbar - dazu die elendigen bergaufstücke entlang der Madlochgratbahn - 90% fahren daher auch weiter nach Zug:
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Von hier weg nach ganz links gefahren - runter ins tiefe Tal. Dass waren dann noch 600HM fast unverspurt. Unten am Bach entlang raus ging ganz gut - dass kennt kaum jemand - wenn man wo Morgen noch Powder findet dann hier (weil Nordhang - und kaum jemand fährt links runter ins Tal - fast alle nur rechts):
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Blick zurück:
Auch wenn schlecht errreichbar - man sieht am Langen Zug auch schon sehr sehr gut verspurt:
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Via Rüfikopf retour nach Stuben. Die Abfahrt vom Rüfikopf runter - war trotz 2300-2000m durch die Exposition schon Knochenbrecherschnee abseits. Da wäre ich fast besser auf der Piste geblieben:
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Einige Nassschnelawinen auf Südhängen - vor allem zwischen 2100 und 1800m, in St Anton waren es noch deutlich mehr:
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Einziges mal warten - ein paar Idioten fallen aus dem Lift raus kurz nach Einstieg - für einen 20. April unter der Woche am Arlberg finde ich es doch recht voll - wobei das natürlich trotzdem leer ist. Schätze so Lifte laufen auf 20% Kapazität heute. Im Zillertal Gestern war es allerdings eher 5% Kapazität:
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15:48 - retour in St. Anton. Die Talabfahrt ab kurz vor Mooserwirt bis auf das letzte Stück sehr sehr braun. Es hat 2° - deutlich wärmer wie angekündigt im Wetterbericht (hätte nicht über -3° haben sollen - das "warme" Wetter kam deutlich früher - naja Gestern riss es ja auch entgegen der Vorhersagen deutlich früher auf am Arlberg):
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Re: Freeride 19.04 Hochfügen, 20.04 Arlberg

Beitrag von extremecarver » 20.04.2017 - 21:35

Achso - heute 20800HM (davon 85% Offpiste) laut GPS Tracker - Gestern 12.000HM (davon 11:000HM Offpiste). Gestern mit der schlechten Sicht oben und dazu einer Mittagspause - waren es halt doch deutlich weniger Höhenmeter. Dazu Talabfahrt ja per Gondel 1000HM (die daher in den 12K auch nicht inkludiert sind) - laut Skiline. Immerhin die besten Freeridetage eine schlechten Saison - wo ich dazu noch 12 Wochen wegen Verletzung nicht freeriden konnte.

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Re: Freeride 19.04 Hochfügen, 20.04 Arlberg

Beitrag von Arlbergfan » 20.04.2017 - 22:41

Dich nehme ich nicht mehr ernst! Und das ist auch gut so!
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Re: Freeride 19.04 Hochfügen, 20.04 Arlberg

Beitrag von Leonkopsch123 » 20.04.2017 - 23:06

Schöner Bericht, meine Frage wäre jetzt nur, warum dort oben die Schneilanze in Betrieb ist. Dort ist doch kein Gletscher, nichts. Weißt du zufällig mehr?

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Re: Freeride 19.04 Hochfügen, 20.04 Arlberg

Beitrag von molotov » 21.04.2017 - 01:09

Die ersten fahren schon zum Arlbergpass. Keinen Bock da drauf weil ich den Busfahrplan nicht kenne - und der seit der Flexenbahn sehr ausgedünnt ist:
Haha die kenn ich, war einer der geilsten Abfahrten heute, haben wir übrigens zweimal gemacht, BUS fährt übrigens keiner mehr. Aber dafür gibts Beine.
Der Schnee um halb 5 zurück zur Trittalp war vielleicht kein Hochgenuss mehr aber weit entfernt von Knochenbrecher.
Entweder war St. Anton heute tatsächlich deutlich wärmer, aber wenn abends um 6 die Bäume in Stuben immer noch komplett weiß sind trotz 11 Stunden Sonne, dann hats bestimmt keine +3 Grad.
BTW: Wo ist es denn nach einem schönen Tag nicht verspurt, ich finds auch nicht schön, aber FR ist halt gerade der heiße Scheiß....
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Re: Freeride 19.04 Hochfügen, 20.04 Arlberg

Beitrag von MarkusW » 21.04.2017 - 02:10

Arlbergfan hat geschrieben:Dich nehme ich nicht mehr ernst! Und das ist auch gut so!
:) Das Gleiche hab ich mir bei deinen Beiträgen auch schon öfters gedacht

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Re: Freeride 19.04 Hochfügen, 20.04 Arlberg

Beitrag von danimaniac » 21.04.2017 - 06:44

Gibt irgendwie immer weniger Boarder mit gescheiten Freeride Brettern - das Pogo einzige andere gescheite Brett - wenn auch mit nur so 175 etwas kurz (auch am Arlberg nur zwei gescheite Freeridebretter sichten können. Freundin von Liz und mir unbekannt):
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ACH KOMM: Das machst du an der Länge fest? Wie antiquiert ist das denn? Es gibt so schöne Freeride Bretter unter 160cm. Schonmal was vom Volume Shift gehört? Da kann man so ein schönes bottomless taugliches Arbor Splitboard schon ab 145cm gebrauchen! Und dann kann man auf einmal richtig geile Cut-Backs fahren wie beim Surfen, durch engen Baumbestand heizen...
wird mal wieder Zeit für ein Snowboard-Abenteuer in Skandinavien...


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Re: Freeride 19.04 Hochfügen, 20.04 Arlberg

Beitrag von extremecarver » 21.04.2017 - 07:34

Naja - längere Bretter sind einfach universeller. Fahre jedes Jahr (wenn nicht verletzt) mindestens zu 1-2 Freeride Test Evens (bzw halt Longboard Classic). Brettern unter 168 kann ich nix abgewinnen. Never Summer Summit in 168 oder 17x (kleines x) mag ich sehr gerne im Pow. Richtig viel Taper und dadurch trotz der geringen Länge ordentlich auftrieb. Aber auf der Piste macht das wenig Spaß.
Longboards und gute Swallowtails sind da einfach viel universeller. Carven sehr gut auf harter Piste und sind im Pow eine Macht. Auch im Wald absolut kein Problem. Was ich nicht mag mit Longboards (und noch weniger mit Swallowtail) ist Buckelpiste. Da kann man dann straightlinen bis es einen zerlegt (Methode für Rennen) oder ist einfach langsamer. Aber ansonsten - einfach nur Vorteile. Mein Lieblingsbrett zum freeriden ist das Custom Powderequipment Type B in 192m. Lange Schaufel aber nicht Spitz (hat nur Nachteil beim queren von alten Spuren - da geht halt nix über die spitze Swallow Schaufel) - dazu ein relativ konventionelles Tail. Leider halt sau teuer - aber gut die Materialkosten sind halt deutlich höher wie bei allen Serienbrettern. Hat trotz 192cm nur 2.7kg!
LTB/Goodboards Longboards ab 185 - absolute Macht auf der Piste. Im Pow auch gut aber nicht super. Und natürlich Rad-Air Tanker 200 - ein echt geniales Brett was alles recht gut kann.

Hatte mal ein Radical 222 (Killer Loop Branding) - das war dann selbst mir zuviel. Bin mit 70kg/180cm halt auch einfach zu klein dafür. Für Mark Farmer hat das aber genau gepasst.

Mein Undertaker ist im Pow noch eine Macht - auf der Piste merkt man leider dass es alt ist - Die Gummimatten zur Dämpfung sind wohl spröde/ausgetrocknet und die Schaufel schwingt zu viel.

BTW - wenns wirklich nur um reine Powderperformance auf offenen Hänge geht - dann geht für mich nichts über Swellpanik, oder die alten Miura usw - die französichen Shaper wussten/wissen halt was sie tun. Ist auf österreichs überfülltem Freeridegelände aber einfach nicht optimal - und für Touren zu schwer. Aber gibt nichts schöneres wie an einem Traumtag in La Grave oder Chaomnix ein Miura Mucho Dinero auszufahren.


Mit Arbor hab ich mich nie so anfreunden können. Auch nicht mit Jones. Wobei beide Firmen schon aus der tristen Masse herausstechen. Pogo mag ich gerne - aber irgendwie nicht mein Fall. Wobei Powder Equipment ja aus derselben Manufaktur kam - aber anderer Shaper. Qualität von Pogo ist ganz ganz vorne anzusiedeln (im Gegensatz zur Haltbarkeit der Tanker - da merkt man halt dass sie aus der chinesischen K2 Fabrik kommen - bzw früher noch übler aus DE von Völkl).

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Re: Freeride 19.04 Hochfügen, 20.04 Arlberg

Beitrag von Mitleser » 21.04.2017 - 08:22

Jetzt muss ich doch auch mal Senf dazugeben: Andauernd schreibst Du, dass Du verletzt bist, nicht fahren darfst, und sehr gefährlich... überhaupt, wo hast Du die Zeit her jeden Tag auf die Piste zu gehen? Da bin ich echt neidisch. Was würde ein eventueller Arbeitgeber oder Krankenkasse zu einer weiteren Verletzung sagen?
Und in jedem Bericht von Dir fast nur negatives, über schweren Schnee, zu wenig Schnee, keine Sicht aber viel zu warm in der Sonne, weiche Pisten, wartezeiten an Liften ( 1 Minute weil einer beim Einstieg gefallen ist???) und dann noch das dauernde genörgle dass es noch andere Freerider ausser Dir gibt :roll:

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Re: Freeride 19.04 Hochfügen, 20.04 Arlberg

Beitrag von christopher91 » 21.04.2017 - 09:59

Geht nur wenn man sein eigener Arbeitgeber ist :D

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Re: Freeride 19.04 Hochfügen, 20.04 Arlberg

Beitrag von danimaniac » 21.04.2017 - 10:57

Bei nächstbester Gelegenheit solltest du dir vielleicht mal ein Terrapin unter die Füße schnallen.

http://arborcollective.com/snowboards/p ... /terrapin/

Bei so einem Hänfling wie dir ;-) (Ich mein nur... 70kg??) reicht die Fläche von dem Brett allemal.
Und wenn du dann mal so ein Riesenface mit dem Ding richtig schön runtergebombt bist kannst ja nochmal drüber nachdenken.
Oder unten im Wald weiterballern. Oder mal nen kleinen Cliffdrop mit nem Nose-butter anfahren und runter-spinnen.... :D

Länge läuft, ist klar. Unterschätz die kurzen breiten Bretter nicht. Da steckt ne Menge Spaß drin.
wird mal wieder Zeit für ein Snowboard-Abenteuer in Skandinavien...

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Re: Freeride 19.04 Hochfügen, 20.04 Arlberg

Beitrag von freerider » 21.04.2017 - 21:16

Vielen Dank für den Bericht!!!!

Leider konnte ich aus familiären Gründen nicht den April Powder geniessen :evil:
Trotzdem ein paar Fragen?

Swallowtails sind ja schön und gut aber angesichts der Fotos bin ich mir ziemlich sicher,
dass auch ein normales Freeridebrett genügt hätte...

Die Länge ist auch gar nicht so wichtig, ich habe nen K2 Eldo in 159cm und ein Head ICT in 157 (Peter Bauer) und trotzdem
fährt mein altes Nitro Suprateam in 155cm mit Abstand am Besten durch den Pow...Naja, ich wieg auch mit 63kg nicht viel...

@Arlbergfan: Warum nimmst du Extremecarver nicht mehr ernst und was soll daran gut sein? Was soll überhaupt dieser Zickenkrieg, schätze mal
wir lieben alle den Schnee und für einen Powder Tag würden wir immer 10 Pistentage eintauschen....

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Re: Freeride 19.04 Hochfügen, 20.04 Arlberg

Beitrag von extremecarver » 21.04.2017 - 22:08

Bezüglich: Rüfi - Trittalp - evtl ging das um halb 5 schon wieder besser - weil stärker gesetzt. Fand das Teils abseits wo unverspurt definitiv Knochenbrecherschnee. Das beste Zeichen für Knochenbrecherschnee sind frische Nassschneelawinen als Selbstauslösung. Die gabs Gestern zu Hauf (vor allem in St. Anton).
Für mich bedeutet dass einfach sau schwerer und recht viel nicht gesetzter Neuschnee. Wenn man einen Turn zu hart ansetzt schneidet man ein und bleibt stecken. Je nach Exposition hatte es das Gestern (nur nicht im Wald und nicht auf steileren Nordhängen). Dazu generell in Zürs ab 13:00 Uhr ab knapp oberhalb des Übungsliftes wars vorbei. Wurde so anstrengend dass oben nicht mehr für unten entschädigt hat und ich beschloss gen Madloch zu fahren.

BTW - in Lech war es defintiv kälter. Max Temp in Lech Gestern etwa unter -1° laut ORF Wetterstation. In St. Anton dagegn 4 Stunden lang über 2° - max so 2.5°. Warum keine Ahnung - aber die 120HM Unterschied sollten normalerweise nicht 3.5° ausmachen - machten sie aber Gestern. War damit auch 3-4° wärmer als in den Vorhersagen. Eigentlich sollte es ja max -2° auf 1500m haben.


kurze boards wie das Arbor:
Genügt sicher - aber mehr Spaß machts mit dem Swallow. Swallowtail bringt einfach mehr Speed. Hab ja auch ein paar Longboards (etwa ein Goodboards 188W) - dass ist trotz mehr Länge einfach langsamer. Dazu komme ich halt aus der alten Schule - jeden Turn voll übern vorderen Fuß einfahren - da bohr ich mich mit einem kurzen Rockerbrett sofort ein. K2 Eldo war nur in 168 ein gutes Brett - aber das ist ja Uralt. 1998/99 war ein Eldo in 168 mein Lieblingsbrett. Die kürzeren waren nichts gescheites. Mit einem starken Taper/Pintail sauft man auch nicht ab - aber man ist klar langsamer. Swallowtail ist halt blöd wenn man keinen Speed hat - unter 7-8km/h werden die kaum manövrierbar außer mit Gewalt. Auch Jumpturns sind keine Stärke eines Swallows. Das Eldo in 168 war trotzdem etwas ein Meilenstein in der Geschichte der Boardentwicklung - ähnlich wie halt das K2 Gyrator (erstmal 08/09 glaub ich) - mehr oder weniger das erste funktionelle Freeridebrett in kurzer Länge OHNE Taper/Pintail sondern mit Rocker. Aber auch da hab ich gute Rider vor allem am 168er gesehen (guter Freund von mir ist damit echt pervers gefahren)

Das Undertaker in 185 vs das Undertaker in 198 etwa komplett unterschiedlich. Das 198er war für Hardboots, das 185er für Softboots. Selber Name - nix gemeinsam - ich bin überhaupt kein Freund von Hardboots zum freeriden (auf einer tollen Piste macht ein Raceboard mit Hardboots aber viel viel Spaß). Allerdings - von den Brettern prä 2000 - da würde ich echt nur die von den französischen Shapern als Miura oder Swellpanik noch fahren - andere Freeridebretter aus der Zeit sind einfach extremst überholt - auch das Eldo 168... Erst so die letzten 10 Jahre stagniert es IMHO etwas - bis halt auf die Rocker (wobei mir da im Prinzip die Swallowtailphilosophie mit Long Slow Rise mehr gefällt - weil halt schneller und agressiver fahrbar - dafür weniger drehfreudig)

Ich hab mir auch öfters in alte Longboards ein Swallow selbst reingesägt (verkürzt das brett um etwa 10cm - bei so 25cm tiefe). Ist bei harten Brettern eigentlich super - weil man verliert keine effektive Kantenlänge aber bekommt nochmal klar mehr Float. Fakie fahr ich eh kaum - außer um mal kurz wo retour zu kommen - das geht auch mit jedem Swallow - nur schwerer. Mit einem Swallowtail wird man halt geschult gute Linie und vorausschauend zu fahren.


Mir gehen die Jubelberichte voll am Arsch. ein besonderer Markeingschreiber sticht da hervor am Arlberg. Objektiv schreiben heißt auch kritisch sein. Kein Tag ist perfekt - ich schreib eh dazu wie ich den TAg einordne (werde auf knapp 60 Tage heuer kommen - vor allem bei guten Bedingungen - 20 davon sind aber nur Teiltage - sprich in der früh skifahren, um 13 oder 14:00 retour in Innsbruck und arbeiten. Gestern war ein Tag den ich in einer guten Saison so als Top 5-8 einordne. In einer schlechten Platz 3-5. Für eine saumadige Saison samt Verletzung wie heuer - wars dann halt der beste Tag. In einer guten Saison komme ich normalerweise auf 20-25 Powdertage. Platz 5-8 ist da doch eh sehr gut.

War ja schon länger nicht mehr am Arlberg - dabei war Arlberg früher mein absolutes Lieblingsgebiet zum freeriden (von 1999-2004) - aber damals hatte man 3-4mal soviel Zeit. Rein vom Potential ist der Arlberg sicher das beste in Österreich - ABER IMHO etwa 90% des Geländes ist von leicht erreichbaren Stellen gut einsehbar. Das ist einrseits super - andererseits halt richtig blöd - weil das führt dazu dass quasi überall wo man ohne langes hiken hinkommt sehr schnell zerfahren wird. In anderen Gebieten ist teils die Hälfte oder mehr des Geländes so schlecht einsehbar - dass es einfach sehr viele abschreckt. Dazu gibts am Arlberg kaum Dead Ends, gibt keine Spalten, keine Dolinen, usw. Kanin, Krippenstein, Ötscher, La Grave, Chamonix usw meine Lieblingsspots derzeit sind zum Freeriden da das Gegenteil - sehr viel Gelände ist von nirgends wo man leicht hinkommt einsehbar dazu viele Gefährliche Ecken. Damit muss man sich sehr oft fragen ob man wo runterkommt oder nicht (was halt am Krippenstein zu zig Helikopterflügen führt weil jemand wo weder vor noch zurück kommt - obwohl da kaum Freerider sind in der Menge vs Arlberg - und die noch dazu ein durchschnittlich deutlich höheres Level haben. Absolut evtl weniger als am Arlberg - weiß ich nicht. Aber relativ dürfte das Faktor 50:1 sein oder ähnlich). Daher ist halt der Arlberg trotz des immens großen Geländes - sau schnell verspurt. Ist einfach sehr attraktiv und (zu) geringe Einstiegshürde.

Verletzungen:

Komplett Ausfall wegen Verletzungen waren 6-7 Wochen. Freeriden 12-13 Wochen. Dazu fehlte mir 2 Wochen lang die TSC und ich konnte nur in Freizeitticket Gebiete fahren - wollte nicht 60€ oder so für Neuaustellung zahlen, plus zur Polizei hatschen weil die italienische Post 18 Tage für einen Brief von Mailand nach Innsbruck braucht).
Hatte 2003 und 2004 eine Verletzungssträhne. Einmal Knie luxiert da war so einiges hin. Dann VKB Reruptur - dann noch Meniskus als ich versucht hab die Saison ohne VKB zu fahren. Dann war eigentlich alles okay viele Jahre lang - seit 3 Jahren jetzt eine noch ärgere Verletzungsserie - dabei bin ich seit 4-5 Jahren eigentlich deutlich vorsichtiger in allen Sportarten (extrem blöde Knöchelstauchung die 6 Monate brauchte um halbwegs auszuheilen, VKB zum dritten samt Meniskus nun 60% weg im linken Knie, Schulter, und einige kleinere Sachen). Bin jetzt die zweite Wintersaison also nur im Invalidenmodus unterwegs - also deutlich langsamer, kein Sprünge/Drops mehr usw. Life sucks. Im Sommer beim mtbiken gehts halbwegs. Letzen Sommer ziemlich guten Platz bei der Trans Rezia eingefahren und eigentlich EWS Startplatz qualifizieren für heuer vorgenommen (den Speed hatte ich im Herbst auf technischen Stücken, der Rest wäre Kondi/Muskeln gewesen) - dass kann ich wegen der Schulter nun schmeißen. Mal schaun ob ich nächsen Sommer die Vorbereitung Verletzungsfrei hinbekomme weil sonst keine Chance.


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Re: Freeride 19.04 Hochfügen, 20.04 Arlberg

Beitrag von beatle » 22.04.2017 - 19:55

Schöne Bilder, bissle blaustichig aber sonst ansehnlich. Zeigen ganz gut, dass auf den Hauptrouten alles verspurt ist.

Geil, dass ich schon am Mittwoch da war. Da war nämlich nichts verspurt, also am Ende schon, nachdem wir den gesamten Steinmähder und das halbe Lecher und Oberlecher Skigebiet mit fünf Mann geschreddert hatten. Wir hatten es echt eilig. Auch in Zürs war ich glaube ich vor dir und hab auch schon einiges geschreddert :mrgreen:
Also bei mir war vieles noch "first lines".

Trotzdem schöner Bericht.
18/19: 30 Qulität statt Quantiät Åre , Narvik, Lofoten, Tromsø
17/18: 34 Kaukasus
16/17: 17 u. A. Lech-Zürs 19.-21.4.
15/16: 28 u. A. Skitouren Allalingletscher, Saas Fee, Gulmarg mit Heliski und Nordstau I, Nordstau II 100cm, Respekt.
14/15: 27 u. A. Japan, Arlberg, Stuben-Lech-Zürs.
13/14: 33 u. A. Sonnenkopf, St. Moritz, Canada Road Trip, Vialattea, Serre Chevalier, La Forêt Blanche. 12/13: 38 u. A. Kitzsteinhorn Mai, Utah, Kössen 11/12: 25 10/11: 19 u. A. Colorado Road Trip 09/10: 17 08/09: 29

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