Es war bisher meine beste Skisaison überhaupt. Ich durfte viele neue Gebiete kennenlernen und hatte nicht nur mehr Saisontage als je zuvor, sondern auch eine unglaubliche Dichte an überragenden Skitagen. Der geniale Winter ermöglichte jede Menge Pulverschneetage - sogar Ende März. Aber etwas fehlte bisher. Etwas entscheidendes: Richtiges Frühlingsskifahren. Und genau das versprach die Wetterprognose von mehr als 20°C und Kaiserwetter. Es gehört um diese Jahreszeit einfach dazu
Zur Abwechslung besuchte ich wieder einmal gut bekannte Gebiete. Aufgrund der schnellen Erreichbarkeit entschied ich mich an beiden Wochenenden fürs schöne Zillertal. Bis auf den Gletscher war ich überall anzutreffen:
07.04.2018: Hochzillertal-Hochfügen
08.04.2018: Mayrhofen
14.04.2018: Zillertal Arena
15.04.2018: Zillertal Arena
Es gibt zwar schon einige Zillertal-Berichte von diesem Zeitraum. Da ich aber für jeden meiner Skitage bisher einen Bericht verfasst habe, will ich diese Serie auch für den Abschluss noch fortführen. Ich bin mittlerweile leider eh etwas spät dran und die Gebiete haben auch schon geschlossen. Aber dann sind die Fotos eben etwas fürs kommende Sommerloch.
Ich starte gleich mit dem Firn-Sulz-Tag Nummer 1:
07.04.2018: Hochzillertal-Hochfügen

Kaltenbach ist der Ort, an dem ich zuletzt sehr oft vorbeigefahren bin. Dieses über-erschlossene Skigebiet meide ich in der Hauptsaison wie die Pest. Deshalb liegt mein letzter Besuch dort bereits 3 Jahre zurück. Zu unausgewogen ist das dortige Lift-Pistenverhältnis. In der Nachsaison habe ich aber nun doch wieder einen Skitag dort gewagt und bin mit einem tollen, Höhenmeter-intensiven Tag belohnt worden.
Positiv:
- Es ist Frühling!
- Lange Betriebszeiten
- Persönlicher Tages-Rekord von 23.405 Hm
- Relativ wenig Andrang vgl. mit der Hauptsaison (Einzige Wartezeiten <1 min am Schnee-Express)
- Abfahrt bis ins Tal immer noch möglich
Negativ:
- Uninteressante Pisten im Hochzillertalbereich
Bereits um 7:25 konnte ich mit der ersten Gondel nach oben fahren. Daran könnten sich so manche Gebiete ein Beispiel nehmen; v.a. diejenigen, welche erst ab 8:45 oder noch später öffnen. Nach dem Aufwärmen gemütliches Einschwingen zur Marendalm, ...

... bevor es mit dem Sonnenjet weiter hoch ging.

Die Piste sieht zwar gut aus und war auch bis auf einige Übergänge gut gewalzt. Sie war aber noch pickelhart. Der so frühe Beginn ist für diese Jahreszeit leider doch etwas zu früh. Es hatte nämlich noch nirgends zu firnen begonnen.

Es dauerte 2-3 Abfahrten bis ca. 8:30 die Piste zum Kristall-Express so richtig auffirnte - Dieser Schlusshang war ein Traum.

Ab jetzt begann es überall weicher zu werden. Auch die Piste 8 war im Fenster, was aber viele erkannt hatten.

Überblick über den Kaltenbach-Hauptbereich. Ein Gebiet, bei dem ich in der Hauptsaison überhaupt nicht auf die Idee kommen würde, es zu besuchen. Zu Saisonende lässt es sich hier aber gut aushalten - obwohl der Schnee-Express immer noch gut ausgelastet ist. Länger als 1 Minute musste ich allerdings nicht warten. Immerhin gibt es hier einige Abfahrtsvarianten, sodass sich die Leute gut verteilten.

Zum Beispiel die schwarze 7 - aha "schwarz"

Grün-Weiß-Kontraste an der Neuhüttenbahn. Die schauen auch nur im April wirklich gut aus, wenn das "Grün" schon richtig "saftig" ist.


Nachdem ich gegen 11 Uhr auf Hochzillertal-Seite schon alles mehrfach abgefahren war, wollte ich weiter zum Wedelexpress, um nach Hochfügen zu gelangen.

Rückblick zur Rückbringerbahn namens Top-Jet. Ich bin sicher nicht der Erste, der das schreibt, aber es muss sein: Wie dämlich ist dieser Name, v.a. wenn man bedenkt, dass er der einzige fixgeklemmte 4er im Gebiet ist?

Frühlings-Panorama.

Die Obitraudi war leider noch sehr hart. Ich wechselte etwas zu früh.

Dafür war der Pfaffenbühel-Bereich gerade super.


Ebenso die Waidoffen-Pisten.

Meine Jungfernfahrt mit einem D-Line Sessellift. Wahnsinn, wie leise der ist. Beim Einfahren ins Stationsgebäude dachte ich, der Lift wäre gerade ausgeschaltet.

Nach einer kurzen Mittagspause an der 8er Alm widmete ich mich den Abfahrten 10...

... und 7. Beide waren einfach nur genial.

Diese Fotopause tat mir innerlich weh, wollte ich doch eigentlich nicht anhalten

Blick zu dem perfekten Hang der Piste 7, die gerade im Firnfenster war.

Dafür versäumte ich leider dieses Firnfenster bei den Abfahrten am Zillertal-Shuttle. Hier war es schon sulziger - Sehr schön, keine Frage. Aber die Abfahrten zuvor waren einfach noch ein Stückchen besser.

Dasselbe Bild am Holzalm 6er. Es war mittlerweile übrigens richtig leer. Der Lift fuhr fast nur wegen mir.


Blick rüber zur Pfaffenbühelseite.

Und hier das Highlight des Tages: Das Schlussstück der Piste 2 wurde heute scheinbar kaum befahren. Hier konnte ich noch eine Erste Spur in ca. 15 cm tiefem Sulz ziehen

Langsam musste ich aber leider diesen Bereich verlassen. Es war erst zwar erst 15:30, aber noch eine Abfahrt traute ich mir nicht mehr zu hier. Wenn man mit Schwindel aus dem Zillertal-Shuttle aussteigt, muss man sich eingestehen, dass seine Grenze erreicht ist. Die Piste am Wedelexpress war zum Glück noch nicht zu sehr zerfahren und im Mittelteil fast noch pulvrig. So konnte ich mich noch zu ein paar Wiederholungsfahrten aufraffen.

Bergauf- / bergab-Trasse des Wedelexpress.

Wedelhütte - sieht wirklich nett aus, aber bei der fürchterlichen Musik legte ich gleich wieder den Rückwärtsgang ein. Dann fahre ich halt gleich hinunter ins Tal - vor Liftschluss und freiwillig, das hatte ich schon lange nicht mehr, aber mein Körper dankte es mir.

Das Foto zeigt die Bergstation des Sonnenjets, welcher bereits garagiert wird.

Blick zum Schnee- und Kristallexpress.

Tiefblick ins grüne Tal, das ich jetzt noch auf Ski erreichen wollte.

Noch ist es winterlich hier oben.

Die Piste zur Mittelstation wurde nicht mehr präpariert, weil bereits gesperrt. Das kann ich nicht ganz nachvollziehen, denn Schnee hatte es noch genug.

Die weichen Sulzbuckel waren noch ganz lässig zu fahren - plötzlich hatte ich auch wieder die nötige Kraft dafür.

Unterhalb der Mittelstation. Ich konnte verstehen, warum die Abfahrt gesperrt war. War mir aber egal, schließlich hatte ich heute extra für diesen Zweck die Steinski dabei.

Gleich erreichte ich ein kurzes Abschnallstück - es sollte aber das einzige seiner Art bleiben.

Es gab aber auch immer wieder schöne Stellen zwischendurch.


Alles noch fahrbar.

Schmales Schlussstück.

Hier war dann aber wirklich Schluss. Hat Spaß gemacht. Klar, das muss man nicht fahren und mit neuen Ski hätte ich das natürlich auch nicht gemacht

Fazit:
Ein klasse Skitag heute, der mich tatsächlich an (naja, oder eher über) die Grenze meiner Leistungsfähigkeit gebracht hat - damit kenne ich die jetzt auch
Dennoch werde ich grundsätzlich mit dem Skigebiet nicht ganz warm. Die Pisten finde ich hier - mit ein paar Ausnahmen in Hochfügen - alle zu eintönig. Bei diesen schönen Sulzbedingungen spielt das aber keine Rolle. Zu dieser Jahreszeit stehen bei mir das richtige Firnfenster und der perfekte Sulz im Vordergrund, die Topographie ist dann zweitrangig. Im Pulverschnee wäre mir dieses Gebiet aber definitiv zu totplaniert. Zum Saisonschluss komme ich aber gerne wieder hierher.
Der Tag bekommt
Die Berichte der kommenden Tage wird noch folgen. Kann aber einige Tage dauern (Mountainbike-Training ist aktuell wichtiger











































































