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Lech Zürs Saison 12.05.2019 - ***Muttertagsgeschenk***

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JohannesSKI
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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von JohannesSKI » 13.01.2019 - 20:09

beatle hat geschrieben:
13.01.2019 - 18:13
Gute rationale Analyse. Man sieht, dass hier viele gar nicht mit den Reduktionsmethoden vertraut sind. Es geht bei weitem nicht nur um die Hangneigung!!


Wenn ich ins Ausland zum Skifahren gehe, dann erkundige ich mich vor Ort über die örtlichen Begebenheiten, den örtlichen Lawinenlagebericht und nehme Kontakt zu Skischulen, Berführern oder anderen (erfahrenen) Freeridern auf. Bin ich der Sprache nicht mächtig oder kann nicht mit örtlichen Skischulen etc. kommunizieren, so habe ich der Sicherheit vorrang zu geben. So habe ich in Gulmarg / Kashmir in Indien auch vor Befahrung des Geländes mit Chris Werren (Anbieter und "Local" aus der Schweiz) gesprochen und einen Guide gehabt für zwei Tage. Dieser half uns die Situation besser einzuschätzen.

Kommen nun US-Amerikaner oder Kanadier oder andere Nationalitäten nach Österreich, so erwarte ich dasselbe, wenn sie das Pistengelände verlassen. Also dass sie sich über die Situation informieren. Das Skigebiet informiert über das Verlassen der Pisten, so dass nur geöffnete Pisten und Skirouten lawinensicher sind. All das ist in Lech-Zürs sowie in anderen Skigebieten der Fall: steht auf jedem Skiprospekt, auch der Webseite allgemein usw. und ist sicher in Österreich Pflicht und eine Sache der Haftung.

Das trifft für diesen Fall aber eh nicht zu: die Sprache war kein Problem, die Deutschen sind des "Österreichischen" mächtig gewesen.

Wasserschloss sagt mir jetzt nichts, ich kann die Hangneigung somit nicht einschätzen, allerdings ist es sicher nicht mehr im Einzugsbereich des Langen Zugs. Aber Spekulation von mir...
Nochmal: Die kennen es nicht, dass nicht der komplette Berg gesichert ist! Außerdem, ohne jetzt Klischees hervorholen zu wollen, wissen vor allem viele Amis überhaupt nicht, wie es in anderen Ländern so ist und übertragen die Gegebenheiten in Amerika einfach auf andere Länder (persönliche Erfahrungen)
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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von Theo » 13.01.2019 - 20:11

Ich bin eher der Meinung, die Skigebiet in Österreich (oder den Alpen) müssen sich in Zukunft bei der Lawinensicherung eher an den Gebieten in den USA und Kanada orientieren. Also innerhalb eines sehr deutlich gekennzeichneten Bereiches die Hänge sichern und nicht nur die präparierten Abfahrten. Außerhalb dieser Bereiche muss dann deutlich vor den Gefahren gewarnt werden (Schilder, Absperrungen...). Die Leute wollen nämlich im "Gelände" fahren also auf unpräparierten Abfahrten. In diesem Bereich wurde jetzt über Jahre mit intensiven Marketing eine Nachfrage erzeugt und so kommen immer mehr Leute auf den Berg die die tollen Bilder kennen aber wenig über die Gefahren wissen. Darauf sollten die Anbieter (Skigebiete) jetzt reagieren.
Das wird doch schon gemacht, nur kann man nicht alles am gleichen Tag machen.

Bitte korrigieren wenn ich jetzt was falsches schreibe weil ich mich mit der Situation dort zuwenig auskenne.
Wenn Rüfikopf für Skifahrer auf war so dann doch weil man da über die gesicherten Pisten nach Zürs gekommen ist, weil sonst hätte es ja keinen Sinn gemacht. Jetzt kann man aber nicht die Bahn und damit die Gebietsverbindung zu lassen weil auf der anderen Seite die Route noch nicht gesichert werden konnte. Genau dass müsste man aber machen wenn es Idiotensicher sein sollte, aber vielleicht kommt jetzt dann noch einer mit der Idee man solle in Lech zuerst alle Routen sichern bevor man die normalen Pisten präpariert. Schilder und Absperrungen waren sicher genug und gut verständlich vorhanden und Lawinentote gibt es auch in Nordamerika wen man sämtliche Sicherheitshinweise ignoriert.
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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von Malli » 13.01.2019 - 20:12

ghostbikersback hat geschrieben:
13.01.2019 - 18:04
Malli hat geschrieben:
13.01.2019 - 17:09
die route war gesperrt, klar. aber der Lagebericht hat eine mäßige Lawinengefahr in Höhen unter 2200m ausgegeben. Nach der Reduktionsmethode wäre dieser Hang dann sogar fahrbar...
Nach Reduktionsmethode komme ich auf 1.5 und damit auf STOP. Man kann den Hang nach den massiven Schneefällen nicht als vollständig befahren einstufen. Ich halte die Reduktionsmethode auch für extrem fehleranfällig (wie man an unseren divergierenden Einschätzungen wieder sehr schön sieht) und daher nicht geeignet. Es geht aus meiner Sicht viel einfacher: Beim 2er nicht steiler als 40 Grad, beim 3er nicht mehr als 35 Grad und beim 4er max. 25-30 Grad.

Dazu noch Gehirn einschalten (Triebschnee?, Nordhang?, eingeschneite Gleitschicht/Untergrund?, viel Neuschnee in den letzten Tagen?, Bauchgefühl?, Entlastungsabstände) und über 80% der tödlichen Unfälle würden nicht passieren. Wer mehr Risiko mag kann ein bisschen spielen aber wie das tragische Unglück in Lech zeigt, geht es mit dem Restrisiko dann sehr schnell nach oben. Deshalb: Keep it simple!
ich kann dir nicht ganz folgen. laut deiner einfachen einschätzung wäre das dann ein GO bei den vorherschenden bedingungen (2er und unter 40°)?

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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von Pitcairn » 13.01.2019 - 20:18

Arlbergfan hat geschrieben:
13.01.2019 - 15:05
Hi Franke, ich wollte Dich in keinem Fall dissen oder einen Beef anzetteln. Du fährst wahrscheinlich besser Ski als alle hier zusammen. Ich liebe deine Berichterstattung und Deine Bilder. Du bist zusammen mit @starli hier in diesem Forum einer meiner Helden, wobei letztgenannter hier wirklich ein Privatskilover zu schein ist. Soweit ich es einschätze, arbeitest Du sehr wohl für den TVB Lech. Du machst das super, also stelle Deine Berichterstattung bloss nicht ein. Ich bin mir sicher, daß Du die Qualität eines Skiguides hast. Heads up - berichte nach wie vor so gut - und kritisch am Arlberg.

Dennoch - die Unglücke die passiert sind, sind tragisch allesamt. Die Verantwortung liegt bei den Ausführenden, mein Beileid den Angehörigen. Verständnis für die Aktionisten habe ich derzeit nicht. All die Ausrüstung, in denen sie sich wogen, haben ihnen auch nicht geholfen.

Grüße aus Bamberg
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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von ghostbikersback » 13.01.2019 - 21:17

Malli hat geschrieben:
13.01.2019 - 20:12
ghostbikersback hat geschrieben:
13.01.2019 - 18:04
Malli hat geschrieben:
13.01.2019 - 17:09
die route war gesperrt, klar. aber der Lagebericht hat eine mäßige Lawinengefahr in Höhen unter 2200m ausgegeben. Nach der Reduktionsmethode wäre dieser Hang dann sogar fahrbar...
Nach Reduktionsmethode komme ich auf 1.5 und damit auf STOP. Man kann den Hang nach den massiven Schneefällen nicht als vollständig befahren einstufen. Ich halte die Reduktionsmethode auch für extrem fehleranfällig (wie man an unseren divergierenden Einschätzungen wieder sehr schön sieht) und daher nicht geeignet. Es geht aus meiner Sicht viel einfacher: Beim 2er nicht steiler als 40 Grad, beim 3er nicht mehr als 35 Grad und beim 4er max. 25-30 Grad.

Dazu noch Gehirn einschalten (Triebschnee?, Nordhang?, eingeschneite Gleitschicht/Untergrund?, viel Neuschnee in den letzten Tagen?, Bauchgefühl?, Entlastungsabstände) und über 80% der tödlichen Unfälle würden nicht passieren. Wer mehr Risiko mag kann ein bisschen spielen aber wie das tragische Unglück in Lech zeigt, geht es mit dem Restrisiko dann sehr schnell nach oben. Deshalb: Keep it simple!
ich kann dir nicht ganz folgen. laut deiner einfachen einschätzung wäre das dann ein GO bei den vorherschenden bedingungen (2er und unter 40°)?
Am Start der Route befinden wir uns bei LWS 3 und das determiniert die Route. Mit viel Wohlwollen kann man nach Reduktionsmethode von Stufe 2-3 ausgehen. Davon ausgehend kommt man auf 1.5 und damit ein STOP. Wer es nachvollziehen möchte:

https://www.bergfreunde.eu/munter-reduc ... alculator/

Nach der einfachen Methode: Steilste Stelle mind. 37°, also NICHT einfahren. End of story.

Ein guter, umsichtiger Guide bezieht allerdings noch weitere Faktoren mit ein: 1. Zwei Tage vor dem Unglück gab es noch einen 4er, d.h. die Einstufung 2 ist nach meinem Dafürhalten schon arg positiv. Wäre es meine Tour gewesen, wäre ich für die Beurteilung durchgängig von einem 3er ausgegangen (= extra Sicherheitspolster, für alle die am Abend heil zur Familie heim möchten). 2. Daneben gab es in den Tagen zuvor massiven Schneefall und Wind bei großer Kälte (= viel Neuschnee+Triebschnee und allgemein wenig Setzung). 3. Der Untergrund war entweder eisig oder zumindest nicht vollständig befahren, evtl. beides zusammen (= Gleitschneeschicht). 4. Rinnen bieten gds. viel Platz für Triebschnee, fast unabhängig von der Windrichtung. 5. Es war ein nach Norden exponierter Hang. 6. Es wurden ganz offensichtlich keine geeigneten Entlastungsabstände bei der Abfahrt eingehalten (sonst wären nicht alle verschüttet worden). Damit ist wohl alles gesagt auch wenn sich die Liste noch fortsetzen liesse. Kurzform: Grundregeln verstehen (!) und einhalten. Wer sich dabei nicht 100% sicher ist, Skiguide/Bergführer engagieren. Oder: Rent a guide and stay alive!

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Beitrag von Arlbergfan » 13.01.2019 - 21:25

So - unabhängig von der sehr interessanten Lawinen-Sicherheits-Vernunft-Diskussion noch einige Bilder von heute. Der Pass ging um 16 Uhr zu - ich stand geschlagene 30 Minuten an der Tafel wo die Öffnungen der Straßen geändert werden, nur um den Moment des Grün-Rot-Wechseln zu filmen...
Ansonsten ist die Situation diesmal schon eher angespannt, wenngleich in den Orten alles läuft.

Straße Lech-Zürs ab 22 Uhr geschlossen.
Straße Lech-Zug ab 22:30 Uhr geschlossen.
Straße Lech-Oberlech ab 22:30 Uhr geschlossen.

Allgemein muss man sagen, dass die Destination auf Schnee wirklich gut eingestellt ist. Der Bauhof Lech leistet unglaublich gute Arbeit. Ich kenne keinen Ort, der die Straßen und Wege bei diesen Schneemassen so gut sauber hält.

Morgen wird der kritischte Tag. Es herrscht LWS 5 - an abseits Fahren denkt morgen niemand!

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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von Malli » 13.01.2019 - 22:01

ghostbikersback hat geschrieben:
13.01.2019 - 21:17
Malli hat geschrieben:
13.01.2019 - 20:12
ghostbikersback hat geschrieben:
13.01.2019 - 18:04


Nach Reduktionsmethode komme ich auf 1.5 und damit auf STOP. Man kann den Hang nach den massiven Schneefällen nicht als vollständig befahren einstufen. Ich halte die Reduktionsmethode auch für extrem fehleranfällig (wie man an unseren divergierenden Einschätzungen wieder sehr schön sieht) und daher nicht geeignet. Es geht aus meiner Sicht viel einfacher: Beim 2er nicht steiler als 40 Grad, beim 3er nicht mehr als 35 Grad und beim 4er max. 25-30 Grad.

Dazu noch Gehirn einschalten (Triebschnee?, Nordhang?, eingeschneite Gleitschicht/Untergrund?, viel Neuschnee in den letzten Tagen?, Bauchgefühl?, Entlastungsabstände) und über 80% der tödlichen Unfälle würden nicht passieren. Wer mehr Risiko mag kann ein bisschen spielen aber wie das tragische Unglück in Lech zeigt, geht es mit dem Restrisiko dann sehr schnell nach oben. Deshalb: Keep it simple!
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Am Start der Route befinden wir uns bei LWS 3 und das determiniert die Route. Mit viel Wohlwollen kann man nach Reduktionsmethode von Stufe 2-3 ausgehen. Davon ausgehend kommt man auf 1.5 und damit ein STOP. Wer es nachvollziehen möchte:

https://www.bergfreunde.eu/munter-reduc ... alculator/

Nach der einfachen Methode: Steilste Stelle mind. 37°, also NICHT einfahren. End of story.

Ein guter, umsichtiger Guide bezieht allerdings noch weitere Faktoren mit ein: 1. Zwei Tage vor dem Unglück gab es noch einen 4er, d.h. die Einstufung 2 ist nach meinem Dafürhalten schon arg positiv. Wäre es meine Tour gewesen, wäre ich für die Beurteilung durchgängig von einem 3er ausgegangen (= extra Sicherheitspolster, für alle die am Abend heil zur Familie heim möchten). 2. Daneben gab es in den Tagen zuvor massiven Schneefall und Wind bei großer Kälte (= viel Neuschnee+Triebschnee und allgemein wenig Setzung). 3. Der Untergrund war entweder eisig oder zumindest nicht vollständig befahren, evtl. beides zusammen (= Gleitschneeschicht). 4. Rinnen bieten gds. viel Platz für Triebschnee, fast unabhängig von der Windrichtung. 5. Es war ein nach Norden exponierter Hang. 6. Es wurden ganz offensichtlich keine geeigneten Entlastungsabstände bei der Abfahrt eingehalten (sonst wären nicht alle verschüttet worden). Damit ist wohl alles gesagt auch wenn sich die Liste noch fortsetzen liesse. Kurzform: Grundregeln verstehen (!) und einhalten. Wer sich dabei nicht 100% sicher ist, Skiguide/Bergführer engagieren. Oder: Rent a guide and stay alive!
sorry arlbergfan, dass ich das nochmal aufgreife...

ghostbikersback, ich verstehe deine Ausführungen sehr gut und bin vollkommen d'accord, dass es genug Warnzeichen gab um die Hänge nicht zu befahren. Trotzdem möchte ich darauf hinweisen, dass man mit Warnstufe 2, die zu dieser Zeit herrschte, eine maximalen Hangneigung <40° und einer kleinen Gruppe (mit oder ohne Abstand) mit der Reduktionsmethode auf ein Restrisiko <= 1 kommt.


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Re: Lech Zürs Saison 13.01.2019 - ***Wieder EINGESCHNEIT***

Beitrag von Werna76 » 13.01.2019 - 22:20

Bitte aufhören bei solchen Verhältnissen von 2-3 zu sprechen :evil:
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Re: Lech Zürs Saison 13.01.2019 - ***Wieder EINGESCHNEIT***

Beitrag von Arlbergfan » 13.01.2019 - 22:26

Übrigens, grad wieder eine Diskussion im ORF2 - über die Unvernunft der Skifahrer... bzw. Variantenfahrer - polarisiert durch die Bilder/Videos sehr. Schwierig, die Berichterstattung als Unbeteiligter richtig einzuordnen. Wir werden morgen alle Hände voll zu tun haben, die aufkommenden Medienanfragen an unserem Gebiet ordentlich beantworten zu können!
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Re: Lech Zürs Saison 13.01.2019 - ***Wieder EINGESCHNEIT***

Beitrag von extremecarver » 13.01.2019 - 23:00

Nachdem es ja nicht die Route an sich war, sondern eine steilere Variante sieht man doch dass es eh okay gewesen wäre von 2-3 zu sprechen. Gestern war es 20km Luftlinie entfernt definitiv 2-3 oberhalb der Waldgrenze, und 2 unterhalb. Der Anstieg zum 5er ab morgen ist dennoch oder gerade deswegen gerechtfertigt, weil die Schicht die instabil war - der kalte lockere Schnee von Freitag Abend auf Samstag morgen für sich alleine zwar leicht abging y aber unter 40grad nicht Vorankam. Waren 20km entfernt auch nur etwa 15cm. Am Arlberg aber wohl ähnlich -aber eine einzelne Rinne kann oft stark abweichen. Evtl lag da viel mehr drinnen.

Der große Neuschnee von Montag bis Mittwoch dagegen hat sich zumindest im Tiroler Oberland überraschend gut und schnell verbunden. Ich nehme an am Arlberg genauso (was ja auch den Post vom Arlbergfan zum 12.01 erklärt)

Ich hab heute morgen im wetterthread genau auf diese Schwachschicht hingewiesen, heute Nachmittag wird sie auch im lwd ausdrücklich erwähnt.

Mit dem schweren Neuschnee nun auf genau dieser Schicht drauf, ist es nun aber brandgefährlich, auch für sehr große Lawinen. Weil dann sind es statt 15cm die easy abgehen evtl 1-1.5m, und die mit schwerem Schnee. Dass kann dann auch in flacheren Hängen die Schichten drunter evtl mitreißen.

Irgendwie weiß noch immer niemand hier Details zu dem Unglück - ausser dass es ein deutlich steilerer und viel weniger befahrenen Hang ist laut Arlbergfan. Damit ist ganz kalt Stop nach egal welcher Methode! Fährt man dennoch sollte man genau wissen was man tut, und so eine Rinne falls da keine Safe spots sind, muss dann halt mit 2-3min Abstand gefahren werden, damit man sicher ist dass der vorherige ganz runter ist. Weil in einer Rinne selber gibt es meist keinen echten Safe spot
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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von ghostbikersback » 14.01.2019 - 11:42

Malli hat geschrieben:
13.01.2019 - 22:01

ghostbikersback, ich verstehe deine Ausführungen sehr gut und bin vollkommen d'accord, dass es genug Warnzeichen gab um die Hänge nicht zu befahren. Trotzdem möchte ich darauf hinweisen, dass man mit Warnstufe 2, die zu dieser Zeit herrschte, eine maximalen Hangneigung <40° und einer kleinen Gruppe (mit oder ohne Abstand) mit der Reduktionsmethode auf ein Restrisiko <= 1 kommt.
Sorry, wenn ich das hier nochmal richtigstellen muss, die Ausführungen zeigen aber ein exemplarisches Problem: Es ist wichtig den Lawinenlagebericht abzurufen aber noch VIEL wichtiger ist es ihn zu verstehen und korrekt anzuwenden!

Es herrschte an dem Tag die ALLGEMEINE LWS 3 und es wurde außerdem ausdrücklich vor Triebschnee in Rinnen oberhalb von 2000m gewarnt. (der Originalbericht: http://warndienste.cnv.at/dibos/lawine/ ... ericht.pdf). Lediglich unterhalb von 2200/2000m galt regional die LWS 2. Die Bergstation Rüfikopf (Start der Abfahrt) liegt auf ca. 2400m. Wenn man jetzt (wie offenbar Malli) annimmt, dass zu dieser Zeit im fraglichen Gebiet die Stufe 2 herrschte ist dies ein klassischer Anwendungsfehler. Die allgemeine LWS kann man nicht einfach ausblenden selbst wenn Teile der Abfahrt durch weniger gefährliches Gebiet führen. Dies gilt hier umso mehr im Kontext der vorherigen Tage. Wenn Du oben in der Route eine Lawine auslöst (wie hier mutmaßlich geschehen), nützt es Dir gar nichts, dass unten lediglich LWS 2 herrschte. Sollte eigentlich nicht so schwer zu verstehen sein...Lawinenkunde ist auch nichts was 100% wie eine mathematische Formel funktioniert. Hier zu einer LWS 2 zu kommen ("die zu dieser Zeit herrschte") ist leider eine krasse Fehleinschätzung, die nicht passieren darf. Lawinenkunde ist auch kein trial and error, sondern muss 100% sitzen bevor man Verantwortung für sich und andere übernimmt.
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Re: Lech Zürs Saison 13.01.2019 - ***Wieder EINGESCHNEIT***

Beitrag von Werna76 » 14.01.2019 - 11:46

Hier noch der Tiroler Lawinenlagebericht von diesem Tag, den ich für den Arlberg/Lech dem Vorarlberger vorziehe:
https://avalanche.report/albina_files/2 ... -12_de.pdf
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Re: Lech Zürs Saison 13.01.2019 - ***Wieder EINGESCHNEIT***

Beitrag von L&S » 14.01.2019 - 12:13

Der Lawinenlagebericht ist leider schon von vorgestern.

Wäre auch zu schön.............
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Re: Lech Zürs Saison 13.01.2019 - ***Wieder EINGESCHNEIT***

Beitrag von Werna76 » 14.01.2019 - 13:15

Ähm, ja weil vorgestern das Unglück mit der Lawine passiert ist, das diese Diskussion hier ausgelöst hat.
Zuletzt geändert von Werna76 am 14.01.2019 - 14:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Lech Zürs Saison 13.01.2019 - ***Wieder EINGESCHNEIT***

Beitrag von gernot » 14.01.2019 - 13:44

ich denke man sollte den LWB um Infografiken erweitern, gerade für Gebiete wie den Arlberg!
D.h. nicht nur eine verbale Beschreibung, sondern basierend auf einer topogr.Landkarte entsprechende Layer, die man ein- und ausblenden kann:

1. Hangneigung
2. LWS für die entsprechenden Routen/Hänge

Der LWD Steiermark bietet so etwas z.B. an http://www.snowmaps-steiermark.com/

oder auch http://www.bergundkarte.at/pc/files/cac ... 686259.jpg

Ich glaube nämlich, dass viele Freerider gar nicht wissen was 30° Hangneigung bedeutet oder wie das Einzugsgebiet bei LWS4 oder 5 einzuschätzen ist.
Merkt man ja auch hier im Forum bei so manchen Meldungen...
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Re: Lech Zürs Saison 13.01.2019 - ***Wieder EINGESCHNEIT***

Beitrag von Arlbergfan » 14.01.2019 - 14:58

Das mit der LWS für entsprechende Hänge finde ich für Freerideregionen wie unserer einen sehr guten Vorschlag. Ich werde das auch mal als Vorschlag an entsprechende Stelle weitergeben - mal schauen ob das schon angedacht wurde! Wir haben ja auch jährlich zu Beginn der Wintersaison eine Snow and Safety Conference - auf der genau solche Themen besprochen und diskutiert werden. Das wäre doch mal ein gute Diskussion!

Aktuell ein paar Impressionen von heute Vormittag. Die mediale Berichterstattung ist der Wahnsinn. ZDF, RTL, N-TV, ORF sind alle mit Medienteams vor Ort und berichten live!

Die Straßensperren zwischen den einzelnen Orten bleiben heute den ganzen Tag aufrecht!
Auch alle Loipen und Winterwanderwege außer der Weg hoch zum Burgplateau sind gesperrt!
Liftbetrieb am Schlegelkopf, Petersboden, Schlosskopf und Weibermahd.

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Re: Lech Zürs Saison 13.01.2019 - ***Wieder EINGESCHNEIT***

Beitrag von larshansen » 14.01.2019 - 15:06

Arlbergfan hat geschrieben:
14.01.2019 - 14:58

Aktuell ein paar Impressionen von heute Vormittag. Die mediale Berichterstattung ist der Wahnsinn. ZDF, RTL, N-TV, ORF sind alle mit Medienteams vor Ort und berichten live!
Das ist wo ähnlich wie bei uns bei einem Hochwasser, da stehen sie auch mit ihren Kameras am liebsten im Wasser.
Ob das alles immer so sein muss ist schon die Frage.

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Re: Lech Zürs Saison 13.01.2019 - ***Wieder EINGESCHNEIT***

Beitrag von Kapi » 14.01.2019 - 15:07

Da werden die ORF-Kollegen viel Spaß haben, ihren SNG auszubuddeln und die Schüssel zu schrubben. :biggrin:

K.
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Re: Lech Zürs Saison 13.01.2019 - ***Wieder EINGESCHNEIT***

Beitrag von Pancho » 14.01.2019 - 15:35

Arlbergfan hat geschrieben:
14.01.2019 - 14:58
Die mediale Berichterstattung ist der Wahnsinn. ZDF, RTL, N-TV, ORF sind alle mit Medienteams vor Ort und berichten live!
Zumindest das, was ich auf dem ZDF sehen konnte, erschien durchaus sehr ausgewogen und neutral zu sein.
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Re: Lech Zürs Saison 13.01.2019 - ***Wieder EINGESCHNEIT***

Beitrag von valdebagnes » 14.01.2019 - 15:41

ZDF, RTL, N-TV, ORF sind alle mit Medienteams vor Ort und berichten live!
sind mal wieder alle reingekommen nur um zu berichten, das man weder rein noch raus kommt, weil der Ort ja 'von der Außenwelt' abgeschnitten ist, was sich für mich immer so anhört wie wenn die Einwohner morgen wieder zu Lendenschurz und Steinaxt zurückgreifen müssen. :D
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Re: Lech Zürs Saison 13.01.2019 - ***Wieder EINGESCHNEIT***

Beitrag von Pancho » 14.01.2019 - 15:44

...und genau das wurde im ZDF nicht so dargestellt. Es wurde erwähnt, dass das normal im Winter ist, und jeden Winter vorkommt, es wurde genau gezeigt, dass man es sich eingeschneit da entspannt gut gehen lassen kann...
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Re: Lech Zürs Saison 13.01.2019 - ***Wieder EINGESCHNEIT***

Beitrag von waterl00 » 14.01.2019 - 17:07

Pancho hat geschrieben:
14.01.2019 - 15:35
Arlbergfan hat geschrieben:
14.01.2019 - 14:58
Die mediale Berichterstattung ist der Wahnsinn. ZDF, RTL, N-TV, ORF sind alle mit Medienteams vor Ort und berichten live!
Zumindest das, was ich auf dem ZDF sehen konnte, erschien durchaus sehr ausgewogen und neutral zu sein.
Ernsthaft?

Ich finde an der Berichterstattung im deutschen Fernsehen war so gar nichts neutral.

Bin ja selbst vor Ort und ausser den Medien findet hier niemand, dass es sich um eine ausgewogene Darstellung der Situation handelt. Ganz im Gegenteil. Es ist ein normaler Winter nach alter Väter Sitte und die Medien drehen am Rad und zwar nur um des berichten wegens und nicht wegen der Situation

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Re: Lech Zürs Saison 13.01.2019 - ***Wieder EINGESCHNEIT***

Beitrag von waterl00 » 14.01.2019 - 17:12

Ok dann meine ich die ARD Berichte mit Brennpunkt

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Re: Lech Zürs Saison 11.01.2019 - ***DAY OF THE SEASON!!***

Beitrag von Highlander » 14.01.2019 - 17:21

Arlbergfan hat geschrieben:
13.01.2019 - 15:05
Vielen Dank für die sachlich geführte Diskussion an dieser Stelle.
Auch ich hinterfrage mein Handeln natürlich an diesem Tage sehr und bin mehr als froh, dass bei meinen unzähligen Abfahrten im Gelände IMMER alles gut ging. Der hier schon angesprochene Schutzengel sollte wirklich nicht überstrapaziert werden - der war bei mir scheinbar immer mit an Board.

Bzgl. der Diskussion Warnung auf den Social Media Kanälen über die Lawinengefahr: Ich glaube, wenn alle öffentliche Medien über die Lawinengefahr berichten und für Hysterie bei Gästen sorgen, sollten doch wirklich alle über die aktue Lawinengefahr informiert sein. OE24 sprach sogar von einer "Ausgangssperre" in Zürs - was absolut nicht wahr war. Von daher ist es auch eine Aufgabe von einer Destination, die Gäste zu beruhigen und die Berichterstattung einigermaßen ins rechte Licht zu rücken.

Und noch was: Wie sich jetzt herausgestellt hat, sind die Kollegen "Wasserschloss" gefahren - nicht direkt die Route Langer Zug.
Hallo nochmals, ist denn inzwischen schon geklärt, wo dieses nun genau passiert ist ?
Laut dem Zeitungsbericht der Heimatzeitung der betroffenen Opfer ist dieses nun doch am Langen Zug passiert....

https://www.schwaebische.de/landkreis/l ... 92017.html

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Re: Lech Zürs Saison 13.01.2019 - ***Wieder EINGESCHNEIT***

Beitrag von rush_dc » 14.01.2019 - 17:25

Im lawis ist skiroute langer Zug angegeben.


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