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Osttirol + Oberkärnten, 26. 12. 2018 - 2. 1. 2019

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Osttirol + Oberkärnten, 26. 12. 2018 - 2. 1. 2019

Beitrag von miki » 27.12.2018 - 06:46

Gestern war es wieder einmal soweit: Mausi und ich sind in unseren traditionellen Weihnachtsurlaub gefahren, und wieder einmal ist unser Feriendomizil eine FeWo in der Umgebung von Lienz. Am Anfahrstag fahren wir traditionell irgendwo am Weg ski, in den vergangenen Jahren waren es meistens die Gerlitzen, BKK oder Nassfeld. Aber nach der Erfahrung von der Petzen am Vortag wollte ich unbednigt höher hinauf, irgenwohin wo es keinen (eis)Regen gab. Und es wurde

Mölltaler Gletscher, 26. 12. 2018

Die Anfahrt war denkbar unproblematisch, die Strassen trocken und leer, Verkehrsbehinderer gibt es in dieser Saison am Grablach keine mehr, wodurch ich mir die 5 Minuten Umweg über den Raunjak sparen kann :zustimm: und auf der Autobahn östlich von Klagenfurt gibt es auch nur noch eine Tunnelbaustelle. Somit waren wir in rekordverdächtiger Zeit am Parkplatz, und schon auf den ersten Blick wurde und klar dass wir ein leeres Skigebiet vorfinden werden, um 9:20 konnten wir noch auf dem Dach der STSB parken :D .

Im Skigebiet war es zwar recht windig, aber ab ca. halb Elf durchwegs sonnig und nicht einmal allzu kalt, so zwischen -3 und -5. Es ist alles offen, Alteck erst ab ca. 11 Uhr. Es war wenig los, wobei die EUB noch am besten besucht war, dort mussten wir am Vormittag sogar mal 2 oder 3 Kabinen abwarten. Am besten war aber der Schnee: trockener, windgepresster, kompakter Naturschnee, die Art von Schnee die ich ihn mag (Powder macht die Pisten eh kaputt und auf Beton hatte ich keine Lust). Näheres bei den Fotos:

Klassiches Foto, aufgenommen nicht etwa um 8:01 oder eineh ähnlich unchristlichen Stunde, sondern kurz vor 11 Uhr:
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Rote Mittelstationsabfahrt, war gestern perfekt und lief mit starkem Rückenwind auch im Flachen überraschned schnell:
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Die schwarze Mittelstationsabfahrt sind wir nur einmal gefahren, die war als einzige Piste im Skigebiet gestern hart - abgeweht:
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Selbst die 4SB Schwarzkopf war in Betrieb und absolut leer:
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Rechte Piste an der Panoramabahn, durch eingewehten Schnee recht weich:
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Die windexponiertere Linke hingegen eher hart - griffig, aber nicht eisig:
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Alteck wurde am Morgen nocht präpariert und erst gegen 11 eröffnet, die Pisten waren dadurch recht weich, aber auch wenig befahren:
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Nach der Einkehr sind wir die letzten eineinhalb Stunden nur noch am Gletscher gefahren, Pisten immer noch perfekt und fast nichts los:
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Abendimpressionen:
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Fazit: perfekter Tag, wird schwer zu toppen sein ...
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Re: Osttirol + Oberkärnten, 26. 12. 2018 - 2. 1. 2019

Beitrag von miki » 28.12.2018 - 07:09

Sillian, 27. 12. 2018

Der zweite Urlaubstag war Sillian bzw. seinem Skigebiet an Thurntaler gewidmet. Nach einer problemlosen Anfahrt in knapp 30 Minuten (musste nur einen Italiener überholen der die ganze Zeit konstant genau 75 km/h gefahren ist, egal ob dort wo man 100 fahren darf, oder an 80er und 60er Schildern vorbei ... ). Am Parkplatz sind wir etwa 15 Minuten nach 9 angekommen und mussten bereits am 'linken' Parkplatz (südlich der Strasse) parken, was eigentlich ein recht volles Skigebiet bedeuten sollte. Das war aber an dem Tag nicht so, keine Ahnung wo all die Leute waren. An der EUB mussten wir gerade mal 3 Kabinen abwarten, waren dafür aber alleine in der 6er Gondel. Der erste Blick auf die Pisten ist schon mal vielversprechend, wenig los und sehr gut gewalzt. So leer waren die Pisten natürlich nicht immer und überall, die Präparation war aber wirklich hervorragend - diesbezüglich haben sie heute die Aufnahmeprüfung für einen zukünftigen Beitritt in die Dolomitisuperski schon einmal bestanden ...
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Ein paar unkommentierte Fotos von der Auffahrt mit der 6KSB, IMO sehr fotogene Bahn und Landschaft:
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Immer wieder schön: Gratabfahrt 'rechtsrum' von der 6KSB - Bergstation:
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Nachdem wir alle Pistenvarianten an der 6KSB (es gibt ja eingentlich nur je eine Piste links und rechts mit ein paar kurzen Verzweigungen) abgehakt haben – und alle waren am Vormittag perfekt griffig und wirklich gut zu fahren – wollten wir eigentlich gegen 11 Uhr die Talabfahrt ausprobieren. Zum Glück habe ich knapp unterhalb der Bergstation gemerkt, dass sie Bahn stillsteht. Kurz abgewartet, schon war die Duchsage zu hören: wegen technischer Probleme 20 Minuten Betriebsunterbrechung. Na toll. Wir konnten gerade noch zur Talstation der 4SB Gadein abbiegen, während der Bergfahrt mit der ultralahmen fixen Bahn hat man viel Zeit um zu fotografieren und kalt war es heute wirklich nicht, deshalb konnte man ohne Bedenken die Handschuhe ausziehen:
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Als sich auch 15 Minuten später die EUB noch keinen Millimeter bewegt hat, haben wir lieber ein paar Abfahrten zur 4KSB Ausservilgraten gemacht, das hatten wir sowieso auch geplant, aber eben etwas später. Der Schnee dort ist eher von der härteren und grobkörnigen Sorte, da aber noch weniger los war als an der 6KSB oben, konnte man leicht frische Raupenspuren wit weicherem Schnee finden, wo man wirklich hervorragend kurzschwingen konnte:
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Es war bereits Mittag als die 6EUB wieder normal gelaufen ist, also nichts wie los ins Tal. Bingo, die beste Piste des Tages! Sehr wenig befahren (der Stillstand der Bahn hat da bestimmt auch was beigetragen), guter und perefekt präparierter Schnee, unten auch frischer Kanonenpowder von heute und gestern. In der Sonne wurde es da und dort sogar leicht sulzig. Genial, die musste ich viermal hintereinander fahren:
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Dank nächtlicher Beschneiung perfekt griffiger Schlusshang. Inzwischen hat man auch in Sillian die Dolomitenmetode gelernt, dass man Pisten die eigentlich schon genug Schnee haben, in der Nacht - nach der Präparation - ganz kurz beschneit damit man am Morgen eine dünne Pulverschicht vorfindet:
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Damit war der Tag natürlich nicht zu Ende, aber die Fotos würden sich eh nur wiederholen. Nach etwa 14 Uhr waren die Pisten an der 6KSB schon tlw. eisig abgerutscht, vor allem auf den letzten 100 HM. OK, ein Foto kommt noch, hier wo bei besseren Schneeverhältnissen geradeaus eine kurze unbeschneite Pistenvariante führt, sieht man deutlich wie wenig Schnee auf fast 2400 m liegt:
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Gegen 15 Uhr werden in diesem ostseitig gelegenen Skigebiet dann alle Pisten schattig, also Time to say goodbye und nach einer weiteren Fahrt über die immer noch gute Talabfahrt den Tag beendet. Man muss die alten Knochen schonen, die Woche wird noch lang ...
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Re: Osttirol + Oberkärnten, 26. 12. 2018 - 2. 1. 2019

Beitrag von gernot » 28.12.2018 - 12:33

danke für die bilder!

täuscht mein eindruck oder liegt am mölltaler (auch) wenig naturschnee?!
hat's den verweht?

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miki
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Re: Osttirol + Oberkärnten, 26. 12. 2018 - 2. 1. 2019

Beitrag von miki » 28.12.2018 - 21:25

@gernot: du hast schon recht, auch am Mölltaler liegt für die Jahreszeit wenig Schnee. Immerhin aber mehr als z. B. in Sillian auf der selben Höhe. Die Piste an der 4SB Schwarzkopf hat z. B. keine Beschneiung, ist aber trotzdem offen und sogar steinfrei, mit ein paar Grashalmen. Hier in Osttirol (Zettersfald, Sillian) geht auf 2100 m ohne Beschneiung gar nichts.

Heute haben wir bei etwas wolkigerem Wetter als an den Vortagen unsere klassische Lienzer Kombi gemacht, das heisst

Hochstein + Zettersfeld, 28. 12. 2018

Die Wetterprognose hat für den Vormittag wolkiges Wetter vorhergesagt, für den Nachmittag Sonne. Klarer Fall also für Hochstein (= Waldpisten) am Vormittag, Zettersfeld am Nachmittag. Am Hochstein ist so wenig offen wie schon lange nicht, in Betrieb sind Sektionen 1 (Kombibahn) und 2 (DSB) mit eigentlich nur einer Piste, schwarze 3 bis zur Abzweigung der roten 8 sowie schwarze 7 (siehe Pistenplan). Der Schnee war hier wieder ganz anders als an den Vortagen, eigentlich hatte ich jeden der vergangenen 4 Tage andere Pistenverhältnisse: Betonschnee auf der Petzen, kompakten Naturschnee am Mölltaler, typische Kunstschneeverhältisse (Maschinenpowder auf harter Unterlage) in Sillian. Und heute am Hochstein war es nicht gefrorener grobkörniger Zuckerschnee, der am Morgen zwar weich und gut zu fahren war, die Piste hielt aber nicht lange, zumal für Hochsteiner Verhältnisse gar nicht so wenig los war. Die Piste der 2. Sektion habe ich noch nie so voll erlebt 8O :
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An der 3. Sektion wurden unten wo es Beschneiung gibt zwar ein paar Schneehaufen gemacht, generell ist aber viel zu wenig Schnee um an einen Betrieb zu denken:
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Noch ein paar unkommentierte Fotos von oben nach unten (nicht chronologisch):
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Am Hochstein kann ich es selbst bei Vollbetrieb kaum einen ganzen Tag aushalten, vor allem weil die Pisten nur bis etwa Mittag sonnig sind, nachmittags total im Schatten. Heute mit dem bescheidenen Angebot haben wir bereits um halb zwölf die Seiten gewechselt :wink: und auf das Zettersfeld gefahren. Die dortigen südseitgen Pisten waren sonnig, auch hier war es voll - an der 6KSB mussten wir bei der ersten Fahrt kurz vor Mittag auch mal 5 Minuten anstehen und selbst um 15 Uhr musste man noch 2 oder 3 Sessel abwarten. Die Schneelage war auch nicht ideal, harte bis eisige Unterlage, der weichere Schnee zu kleinen Haufen zusammengeschoben, und ein paar besonders sonnenexponierte Hänge waren aufgefirnt (dort war es natürlich am besten). In Betrieb sind alle Lifte ausser SL Schoberköpfl (Schneemangel), an den Sesselbahnen waren fast alle Pisten offen, auch solche die in vergangenen Jahren bei ähnlich schlechten Naturschneeverhältnissen geschlossen waren. So waren z. B. die Pisten 2 und 2a (Osthang) sowie der obere Teil der 8a offen und in guten Zustand. Nur der Mittelhang (rote 3) ist noch unbeschneit und gesperrt.

4SB Wartschenbrunn mit der blauen 7, dort wird gerade eine kleine Funslope zusammengeschoben:
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6KSB Faschingalm mit der roten Peheim, eine der besseren Pisten des Tages:
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6KSB Faschingalm und blaue 1:
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Blaue 8, bereits zu Mittag eisig abgerutscht - und trotzdem die vollste Piste im Skigebiet. Man muss es ja nicht verstehen ... :
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4KSB Steinermandl mit den Pisten 4 und 4a:
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Blick von der Bergstation Steinermandl zum geschlossenen SL Schoberköpfl und dem Schleinitz im Hintergrund:
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Fazit: es war skitechnisch nicht gerade der beste Skitag in unserem bisherigen Urlaub, Spass hats trotzdem gemacht.
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Re: Osttirol + Oberkärnten, 26. 12. 2018 - 2. 1. 2019

Beitrag von miki » 30.12.2018 - 07:17

Heiligenblut, 29. 12. 2018: naturnahes Skifahren

Das Wort 'naturnahes' in der Überschrift ist, wie sich die meisten denken können, durchaus sakrastisch gemeint. Ich weiss dass ich es in meinen Berichten schon mehr als einmal geschreiben habe, aber kurz als Erinnerung: einmal war ich nach einem Skitag mit schlechten Schneeverhältnissen so verärgert, dass ich den Dampf ablassen muste und eine Mail an die Bergbahnen Heiligenblut geschrieben habe, mit der Frage warum sie so sparsam sind beim Ausbau der Beschneiungsanlage. Ich habe ehrlich gesagt nicht erwartet eine Antwort zu bekommen, aber die kam trotzdem, recht freundlich und ziemlich lang, inhaltlich aber zum Weinen: das Skigebiet in Heiligenblut strebt 'wegen seiner Nähe zum Nationalpark' keinen extentiven Ausbau der Beschneiung an (WTF? der Mölltaler grenzt auch an einen Nationalpark, sogar an den selben) und möchte statt dessen den Gästen 'naturnahes Skifahren' anbieten. Vor allem den letzten Satz habe ich mir sehr gut gemerkt, immer wenn ich in Heiligenblut auf Gras und zwischen Steinen herumrutsche, denke ich an die (blöde) Phrase von 'naturnahen Skifahren'. Was streng genommen sogar stimmt, auf 5 cm Schnee/Grasmischung bin ich der Natur ganz bestimmt näher als z. B. auf einem Kronplatz wo sich zwischen meinen Skiern und der Natur 1 m Kunstschnee befindet :twisted: .

Bevor mich jemand fragt warum ich trotzdem nach Heiligenblut fahre: die Landschfat dort ist wunderschön, die Pisten sonnig (Südseite) und lang, auch die Lifte sind ganz OK (3 x EUB, eine 4KSB/B). Und ja, ich habe suboptimale Schneeverhltnisse erwartet, wir beide waren mit den älteren Ski unterwegs, ich habe extra wegen dem Tag in Heiligenblut mein Skipaar Nr. 3 in den Urlaub genommen, die ich heuer nur zweimal benutzt habe (Klippitz und einmal Petzen). Weiteres bei den Fotos, und zum leichteren Folgen Link zum Pistenplan: http://www.gross-glockner.at/de/winter/ ... pistenplan

Vom Parkplatz an der Mautstelle geht es erst einmal ins Tal, die Piste war kurz nach 9 noch bretthart, 2 Stunden später war sie leicht aufgefirnt perfekt zu fahren, eigentlich eine der besten Abfahrten gestern. Dieses Foto gibt es in jedem meiner Heiligenblut - Berichte, ich kann mir nicht helfen, aber der Blick ist immer wieder toll:
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Erster Blick von der Bergstation am 2604 m hohen Schareck nach S ... :
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... sowie nach NW. Was machen denn die Wolken hier? Noch am Morgen habe ich ein paar Wetterprognosen gecheckt, eigentlich sollte es den ganzen Tag strahlend sonnig sein?
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Die Hauptpiste Nr. 4 war nicht gerade ideal, harte, aber griffige Abschnitte wechselten mit eisigen, dazwischen war es mal knollig, in den flacheren Bereichen auch pulvrig. Ein paar Steine und kleinere apere Flecken gab es auch hier, einige fast genau unter den Lanzen?!
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Nun aber die unbeschneiten 2 und 3, Tauernabfahrt und Seppenalmabfahrt: bereits die gemeinsame Einfahrt ist so ziemlich fleckig:
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Die Seppenalmabfahrt war am Morgen mit den alten Ski sogar ganz gut zu fahren, der Schnee griffig, aber leider überall viel zu viele Fremdkröper im Schnee. Zu 95% handelt es sich zwar um Gras und Erdklumpen, es waren aber definitiv auch Steine dabei:
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Bei der Bergstation des SL Tauernberg sind wir natürlich nach links auf die beschneite Piste abgebogen; dort gab es zwar kaum (!) Fremdkörper, dafür aber an manchen stellen Blankeis :nein: :
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Ein besonderes Schmankerl der 'naturnahen' Art war aber die blaue Tauernabfahrt: wenn ich die Seppenalmabfahrt mit zusammengabissenen Zähnen noch evtl. als 'bedingt befahrbar' durchgehen lasse, ist das hier nur noch Schande für jeden Skigebietbetreiber. Auf solchen Pisten bin ich manchmal am Pohorje in den 70ern gefahren, aber der Kartenpreis war damals in Yu - Zeiten Peanuts, Heiligenblut verreichnet hingegen seelenruhig 45 Euro für sowas:
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Jawohl, das oben links am Waldrand ist ein Hydrant. Ihr wisst schon, das Ding mit Strom und Wasser wo man ne Schneekanone anschliessen kann damit vorne Schnee rauskommt. Nix da:
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Auch der Abstecher zur Fleissalm konnte den Gesamteindruck nicht mehr retten. Offen ist dort nur eine Piste, die beschneite blaue 11, und die war als einzige (!) Piste gestern in gutem Zustand, das heisst (a) ohne Fremdkörper und (b) mit gutem, kompaktem, aber grossteils nicht eisigem Lanzenschnee. Leider hat es zu diesem Zeitpunkt aber zugezogen:
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Apropos Hochfleiss: der SL war diese Saison noch nicht in Betrieb, die (unbeschneite) Piste ist grossteils angeschoben, gestern wurde der letzte Abschnitt vor der Einnmüdung in die 11 hergerichtet, mit Naturschnee den man von den umliegenden Wiesen zusammenkratzt hat:
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Um halb vier hatten wir genug, noch ein Foto vom SL Tauernberg ... :
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... sowie auf den unteren Abschnitt der Seppenalmabfahrt, den kann man zwar umgehen falls man bei der Bergstation des SL Tauernberg links auf die beschneite Piste quert. Der linke Zweig neben dem SL ist gesperrt, der rechte jedoch offen (!!). Ohne Worte:
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Fazit: die werden es dort wohl nie lernen :( . Und dabei hat ihnen die Mutter Natur wirklich viel gegeben, nur machen sie so wenig daraus. Bei der Beschneiung gibt es in Heiligenblut kein Dilemma zwischen Qualität und Quantität, weil keines davon stimmt: erstens sind noch zu viele Pisten unbeschneit. Mindestens die 2 und 3 brauchen dringend Beschneiung, ebenfalls die rote 12 auf der Fleissalm. 'Naturnahes' retro - Skifahren sollen sie meinetwegen auf der Panoramabahn und am Viehbühel praktizieren. Zweitens wird auch dort wo es Beschneiung gibt tlw. zu wenig beschneit, auch auf beschneiten Pisten kommt da und dort der Boden durch, wenn auch viel weniger wie auf unbeschneiten. Und drittens ist die Qualität des Kunstschnees auf den wenigen beschneiten Pisten tlw. katastrophal schlecht, so viele blau Eisplatten habe ich schon lange nicht gesehen. Letzteres hängt IMO ein wenig auch mit dem Alter der Kanonen zusammen, besonders eisig war es immer vor den alten Hedcos. Auf der Fleissalm, wo die Beschneiung 2017 gebaut wurde und genug moderne Lanzen stehen, war der Pistenzustand gut, das sollte den Verantwortlichen eingentlich was sagen? Andererseits, auch am Zettersfeld sind noch etliche Hedcos im Einsatz, und trotzdem war es nirgends so extrem eisig wie in Heiligenblut. Der Schneimeister gehört sofort pensioniert und durch einen fähigeren ersetzt ...
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Re: Osttirol + Oberkärnten, 26. 12. 2018 - 2. 1. 2019

Beitrag von Schwoab » 30.12.2018 - 10:04

Miki wie immer möchte ich mich für die beeindruckenden Bilder bedanken. Die Schneeverhältnisse machen einem wirklich Angst.

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Re: Osttirol + Oberkärnten, 26. 12. 2018 - 2. 1. 2019

Beitrag von Cruzader » 30.12.2018 - 13:32

Vielen Dank für die Schnee-Berichte!

Es hat also (wie eigentlich fast jedes Jahr) allgemein sehr wenig Schnee in Kärnten+Osttirol :(
Saison 19/20: 3xMönichkirchen-Mariensee 2xNiederalpl 1xVeitsch 1xAnnaberg 1xGemeindealpe 2xSt.Corona 3xAflenz 1xPuchberg

Saison 18/19: 1x Arabichl 5xAflenz 1xSt.Corona 1xBreitenfurt 6xPuchberg/Schneeberg 1xGemeindealpe 2xUnterberg 1xHochkar

Saison 17/18: 3xGemeindealpe 1xHochbärneck 2xAflenz 5xAnnaberg 2xPuchberg/Schneeberg 3xMariazell 1xKönigsberg 2xWerfenweng 1xSemmering 1xArabichl

Saison 16/17:4xStubaier Gletscher 7xAnnaberg 4xGemeindealpe 4xBürgeralpe 2xPuchenstuben 1xReiteralm+Hochwurzen 1xBad Kleinkirchheim 3xAineck-Katschberg 1xGroßeck-Speiereck 2xPuchberg/Schneeberg 1xUnterberg 1xMönichwald 1xKönigsberg 1x St.Corona FSL 2xTurracher Höhe 2xNassfeld


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Re: Osttirol + Oberkärnten, 26. 12. 2018 - 2. 1. 2019

Beitrag von christopher91 » 30.12.2018 - 13:58

Schon bitter, heiligenblut hätte ja eigentlich eine ordentliche Höhenlage zwecks Beschneiuung und ist ja nun kein Naturschneeloch außer in Südwintern.

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Beitrag von vetriolo » 30.12.2018 - 15:27

Diese Bilder lassen einen schaudern, zerstörte Pisten mit Buckeln, Haufen und meinetwegen etwas Eis gehen ja um die Zeit völlig in Ordnung, aber einen derartigen Acker habe ich seit Jahrzehnten nicht gesehen. Eine einzige gute blaue Piste ist ja nicht gerade das, wofür man in ein so ein Gebiet fährt. Das lässt die Probleme woanders doch weit weniger gravierend erscheinen. Bilder sind aber trotzdem klasse, halt mit einem etwas herben Beigeschmack.

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Re: Osttirol + Oberkärnten, 26. 12. 2018 - 2. 1. 2019

Beitrag von ski-chrigel » 30.12.2018 - 17:23

Danke für den Bericht aus einem Skigebiet, das ich nicht kenne. Da war es gestern bei mir auf der Klewenalp noch besser. Dort ist man unfreiwillig naturnah, weil sie sich einfach nicht mehr als drei Kanonen leisten können und auch das nötige Wasser fehlt. Wie ist das denn in Heiligenblut bezüglich Finanzen? Ist das „naturnah“ möglicherweise nicht auch nur ein Vorwand?

Was ich mich etwas wundere: Wenn Du ja schon weisst, dass es so ist und sogar die alten Skis deswegen mitnehmt, wieso fährt ihr denn überhaupt da hin? Für mich sind Gebiete, die mich so enttäuschten, dann tabu, ausser ich weiss, dass es unüblich viel Schnee hat (natürlich ausser die Klewenalp, weil sich mein Haus nicht einfach so verschieben lässt).
2019/20:96Tg:31xLaax,9xKlewen,4xA’matt,7xH’tux,4xDolo,3xSölden,je2xSavognin,Engadin,LHA,Titlis,Pitz,je1xSFee,Davos,Brigels,Malbun,24xSkitouren
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2016/17:127Tg:29xLaax,20xKlewen,14xH'tux,7xSölden,je6x3V,Engadin,Ischgl,je4xA'matt,Gurgl,Pitztaler,Stubai,je3xLHA,Titlis,SiMo,je2xTux,Kauni,SFL,Davos,je1xDiv
2015/16:129Tg:29xLaax,24xKlewen,13xIschgl,8xGurgl,je7xEngadin,H'tux,6xDolo,5xSFL,4xSölden,je3xLHA,Stubaigl.,Titlis,je2xDavos,Golm,SiMo,je1xDiv
2014/15:121Tg 2013/14:65Tg 2012/13:48Tg 2011/12:62Tg 2010/11:83Tg

Leonkopsch123
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Re: Osttirol + Oberkärnten, 26. 12. 2018 - 2. 1. 2019

Beitrag von Leonkopsch123 » 30.12.2018 - 17:37

Danke für die Bilder.
Ich bin gerade ein bisschen geschockt wie wenig Naturschnee die dort in Osttirol haben. Da liegt ja gefühlt nischt.
Warum die keinen Kunstschnee produziert haben versteh ich auch nicht, dass haben andere Gebiete dort in der Nähe viel besser hinbekommen, sieht man ja auch auf deinen anderen Bildern.

powdertiger
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Re: Osttirol + Oberkärnten, 26. 12. 2018 - 2. 1. 2019

Beitrag von powdertiger » 30.12.2018 - 21:47

Auch von mir vielen Dank für die Fotos und den Bericht aus Heiligenblut.
Seid ihr auch Fallbichl und Viehbühel gefahren? Wie sieht es dort aus?

Allgemein ist der Zustand wirklich traurig, dabei wären die Voraussetzungen - Pisten, Panorama, Sonne, viel Platz - doch gut.
Wir sind an Fasching dort und hoffen, dass sich bis dahin die Verhältnisse deutlich verbessern. Letztes Jahr (Februar 2018) waren sie gut und so gehen wir März 2019 wieder hin. Nachdem mir die Schneeprobleme in Heiligenblut seit bald 30 Jahren bekannt sind habe ich für mich den Schluss gezogen, bei langfristiger Buchung nur mehr den Zeitraum Ende Januar bis Mitte März ins Auge zu fassen. Über den Jahreswechsel z.B. war Hochfleiss sehr selten in Betrieb.

Ich gehe davon aus, dass der Bergbahngesellschaft die finanziellen Ressourcen fehlen, die Situation wesentlich zu verbessern.

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Re: Osttirol + Oberkärnten, 26. 12. 2018 - 2. 1. 2019

Beitrag von extremecarver » 30.12.2018 - 22:57

Na dann bin ich mal gespannt wies weitergeht. Heiligenblut fahre bin ich früher immer erst bei 1m Schnee angefahren, dann ist es recht nett (irgendwie hats mich aber selten so richtig gereizt, die Alternativen die meist sogar detulich schneller erreichbar waren - mit Katschberg, Nassfeld und Sella Nevea/Bovec boten mir meist einfach klar mehr - egal ob On oder Offpiste).


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Re: Osttirol + Oberkärnten, 26. 12. 2018 - 2. 1. 2019

Beitrag von miki » 31.12.2018 - 07:29

@ski-chrigel:
Was ich mich etwas wundere: Wenn Du ja schon weisst, dass es so ist und sogar die alten Skis deswegen mitnehmt, wieso fährt ihr denn überhaupt da hin?
Gute Frage. Im Nachhinein war es wahrscheinlich ein Fehler, zumal auch das Wetter (trotz gegenteiliger Vorhersage) deutlich schlechter war als in nur wenig südlicher gelegenen Skigebieten (Lienz, Sillian :( ). Wofür die Bergbahnen natürlich nichts können, somit war ich noch auf den ganzen Verein von wetter.orf.at, bergfex, snowforecast etc. sauer. Nun, ein paar Tage zuvor war ein Kollege aus dem slowenischen Forum oben und hat einen relativ postitven Bericht geschrieben, guter Naturschnee und nur da und dort ein wenig Gras. Entweder haben wir andere Kriterien oder es hat sich die Situation in den paar Tagen so sehr verschlechtert, keine Ahnung. Und Mausi wollte unbedingt hin, ihr gefällt die Landschaft dort noch mehr als mir. Aber nach den Erfahrungen von vorgestern ist auch sie 'geheilt' :wink: .

@powdertiger:
Seid ihr auch Fallbichl und Viehbühel gefahren?
Nein. Wie gesagt, wurde das Wetter tagsüber schlechter und vor allem in der Ecke unter dem Hochtor, also genau dort wo die beiden Lifte liegen, hat es immer wieder von Norden her Wolken und Nebel hinengedrückt. Schon wenig südlich, z. B. im Bereich der 4EUB - Mittelstaion, war die Sicht deutlich besser.

Nun aber zum gestrigen Tag: Obertilliach, 30. 12. 2018

Viel gibt es nicht zu schreiben: in Betrieb sind die EUB, die beiden Tallifte sowie der kurze steile SL Bloas am Berg. Naturschnee gibt es im Tal keinen, am Berg bei der Messstelle sind es 25 cm. Alle offenen Pisten sind mit genug Maschinenschnee hergerichtet, vor allem die kurvige Dorfabfahrt war am Vormittag perfekt, nachmittags dann abgerutscht, ein paar kleine Steinchen habe ich dann in den Kurven auch gesehen. Die Ralsabfahrt ist relativ hart und (wie leider oft) abschnittsweise knollig, die schwarze am Bloas perfekt griffig. Es hat den ganzen Vormittag und bis ca. 14 Uhr leicht geschneit, am Berg sind ca. 3 cm dazugekommen, im Tal ist der Neuschnee am Nachmittag als die Sonne endlich durchgekommen ist binnen einer Stunde geschmolzen 8O .

Los war wenig, wir sind um halb zehn angekommen und konnten direkt an der Piste parken, es waren zu dem Zeitpunkt keine 20 Autos am Parkplatz, und in der Seilbahn die erste Kabine bekommen. Eine Stunde später wurde es dan 'voll', sprich man musste an der EUB manchmal 2 Kabinen abwarten. So mag ich es.

Ralsabfahrt bei leichtem Schneefall:
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Dorfabfahrt:
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Dieses Motiv mag ich einfach:
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Mit dem Auto auf die Piste (ja, auch unser Wagen ist auf dem Foto ... und zur Erinnerung, wir waren erst um halb zehn dort):
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Am Bloas:
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Der Glamplift ist noch gesperrt, es waren auch keine Schneekanonen an der 2017 gebauten Schneeanlage zu sehen. Keine Ahnung warum, evtl. ist das Wasser knapp? Einerseits schade, andererseits habe ich lieber 3 gut beschneite Pisten als 4 schlecht beschneite. Mausis Kommentar (ja, sie wird langsam so sarkastisch wie ich): naja, in Heiligenblut wäre der Lift bei dieser Schneelage bestimmt in Betrieb und alle Pisten offen :biggrin: :
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Noch ein paar Nachmittagsimpressionen:
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Re: Osttirol + Oberkärnten, 26. 12. 2018 - 2. 1. 2019

Beitrag von miki » 01.01.2019 - 07:25

Sillian, 31. 12. 2018

Den letzten Tag des Jahres haben wir in Sillian bzw. auf dem Thurntaler verbracht. Der Grund war die Wetterlage, im nördlichen Osttirol war wolkiges Wetter mit leichtem Schneefall vorhergesagt, für die südlicheren Gebiete etwas Sonnenschein. Diesmal war die Prognose auch richtig, wir hatten ein recht freundliches Sonne - Wolken Mix und die meiste Zeit gute Sicht. Da es nur wenig nördlich geschneit hat, südlich von uns aber der Himmel blau war, hat sich dank der tiefstehenden Sonne der kuriose Fall ergeben, dass es manchmal bei Sonnenschein leicht geschneit hat, cool.

Weniger cool ist die Schneelage, die ist in 4 Tagen deutlich schlechter geworden. Obwohl es am Berg kein Tauwetter hatte, obwohl es inzwischen 5 cm geschneit hat und in den Nächten nachbeschneit wurde, gibt es im Bereich der 6KSB deutlich weniger Schnee als noch am Freitag. Dank dem stürmschen Wind der nun schon seit 3 Tagen über die Berge fegt wurde alles was weich war verblasen, und das tlw. auf langen Abschnitten. Was zurückgeblieben ist, ist tlw. kompakter, windgepresster Schnee auf dem die Kanten gerade noch Halt finden, tlw. aber auch Blankeis. Ausserdem gibt es auf einigen Kuppen nun auch schon kleine apere stellen und kleine Steinchen, nichts extremes, aber vor 4 Tagen waren sie noch nicht da. Ich hoffe dass die Bilder zeigen wovon ich schreibe:
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Natürlich gab es auch windgeschützte Bereiche, dort gab es genug vom weichen Zeug mit leichter Buckelbildung:
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Oben war also wenig zu holen, deutlich besser waren die Waldabfahrten, also die Piste nach Villgraten (Foto nur von der Bahn):
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... sowie die Talabfahrt, die war definitiv die Piste des Tages. An der EUB mussten wir am Vormittag auch schon mal anstehen, einmal 5 Minuten, sonst 1 - 2 Minuten, während die Wartezeiten an der 6KSB minimal waren (2 - 3 Sessel), an der 4KSB Aussevilgraten war sowieso nicht los, siehe Foto oben:
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Die Lanzen sorgen nicht nur für gute Pistenverhältisse, sonder für ganz leichte Winterstimmung am Pistenrand :biggrin:. In diesem Sinne wünsche ich allen Forumlern ein gutes neues Jahr 2019!
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Re: Osttirol + Oberkärnten, 26. 12. 2018 - 2. 1. 2019

Beitrag von Jojo » 02.01.2019 - 17:54

Gutes Neues Jahr miki (und Mausi von miki :D)!
Schon krass, wie der Unterschied der Schneelage von diesem und letzten Jahr ist. Letztes Jahr waren wir an Neujahr am Hochstein zusammen "powdern". Gemeinsam noch mit Thommy - ist er der auch wieder vor Ort?

Kartitsch sieht ja trotz wenig Naturschnee gut "eingeschneit" aus?!
Der Bundesgesundheitsminister warnt:
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Re: Osttirol + Oberkärnten, 26. 12. 2018 - 2. 1. 2019

Beitrag von miki » 03.01.2019 - 22:29

@jojo: vielen Dank für die freundlichen Neujahrswünsche, auch dir und deiner Familie wünche ich natürlich alles Gute. Ja, so unterschiedlich können die Schneeverhältnisse von Jahr zu Jahr sein, aber irgendwie macht es immer Spass, wenn man das Positive in Vordergrund stellt. Tiefster Winter mit Neuschnee ist auf seine Weise schön, Sonnenschein mit Maschinenschneestreifen auf braunem Hintergrund (und trockenen Strassen) hat aber auch seine Vorteile :wink: . Natürlich war Tomi mit seinem Camper auch in Osttirol, die meiste Zeit waren wir zwar in verschiedenen Skigebieten unterwegs, zweimal (Lienz am 28. und Sillian am 31. 12.) waren wir auch zusammen skifahren.

Zwei Berichte bin ich noch schuldig, wobei der vom 2. Januar eher kurz ausfallen wird. Zunächst geht es aber nach

Matrei + Kals, 1. 1. 2019

Am Neujahrstag war das Wetter wieder so wie es in Osttirol sein sollte, also den ganzen Tag sonnig. Die Entscheidung nach Matrei bzw. Kals zu fahren war nicht schwierig, ohne das 'GG Resort' wäre der Urlaub nicht vollständig. Wir hatten es nicht allzu eilig, es war 9.15 als wir am Parkplatz in Matrei geparkt haben und ein paar Minuten später in die EUB Goldried 1 eingestiegen sind, dann weiter mit der 6KSB Cimaross, wo ich zum ersten Mal die Kamera ausgepackt habe. Die eine blaue Turmkanone neben der Adler Lounge scheint mir neu zu sein:
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Erst mal geht es nach Kals:
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Im Vergleich zu anderen Skiorten in Osttirol war Kals recht dick eingeschneit, da lagen im Ort mindestens 30 cm Naturschnee, schön anzusehen, aber weniger schön zu fahren - schaut euch die tiefen Skispuren der Skifahren vor mir an, und dabei handelt es sich hier um hellblaues Gefälle:
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Die Pisten an den beiden fixen Sesselliften sind nett, die Bahnen aber nur noch nervig. An der 3er - StSB Figol* musste man vor jeder Bergfahrt mindestens 5 min anstehen, dann geht es unendlich langsam bergauf, pro Fahrt hat die Bahn im Durchschnitt mindestens 5 x verlangsamt und 2 - 3 x gestoppt, nerv. Selbst an der Blauspitz gab es kurze Wartezeiten und Stillstände. Slow skiing zum entschleunigen, so heisst doch dieses Modewort :? ? Wenigstens war es sonnig und mild:
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Schwarze 17a, sieht lecker aus:
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Zum Pistenfahren war es leider keineswegs so gut wie es eventuell aussehen mag, es gab einfach zu viel Neuschnee bei zu hohen Temperaturen, tagsüber in der Sonne auch bis zu +5 Grad, wodurch der Neuschnee leider bremsig - pappig wurde, vor allem auf den sonnigen Pisten die ich normalerweise so liebe. Die schattigeren waren besser, z. B. die schwarze 18:
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... oder die rote 17 zum Campingplatz, hier haben wir noch mittags frische Raupenspuren gefunden:
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Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte ... oder auch nicht. Zu diesem Foto könnte ich schreiben dass es der coolste, beste, lässigste, bluebirdigste oder whatever Tag der Woche war - und die meisten würden es mir sogar glauben - aber das wäre gelogen. Es war ein schöner sonniger milder Tag, zum Skifahren waren aber fast alle Urlaubstage (mit Ausnahme Heiligenblut) besser.
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Gegen 13 Uhr waren wir dann wieder auf der matreier Seite, wo man sofort merkt dass hier - auf gleicher Höhe - wesentlich weniger Naturschnee liegt als in Kals. Nichts dagegen, am Cimaross ging es noch sehr gut:
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Kurz vor halb zwei dann die erste Talabfahrt, definitiv die beste Piste des Tages. Hätte ich das gewusst, würden wir gar nicht nach Kals fahren und lieber zwischen Mittag und ca. halb drei ein paar Wiederholungsabfahrten ins Tal machen, zu dieser Zeit ist die Piste in der Neujjahrszeit sonnig. Ab der Talstation Happeck gab es noch frische Raupenspuren und perfekten Frühjahrssulz. Da es auf dieser Höhe in Matrei nur Maschinenschnee gibt, war es deutlich besser zu fahren als in Kals auf sulzigem Naturschnee. Das einzig nervige ist dass man immer auf die Uhr schauen muss um den nächsten Bus zu erwischen, deshalb nur ein Foto von ganz unten. Aber schon krass, die Schneemengen hier mit denen von Kals zu vergleichen. Es ist mir schon klar dass Matrei auf 1000m und Kals auf 1300 m liegt, aber in Matrei sind die Hänge auch auf 1300m aper:
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Spielerei mit der Kamera während der Auffahrt mit der EUB:
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Ein paar Wiederholungsabfahrten an der Goldried 2, die rote 2 war schon ziemlich mitgenommen (Buckel mit Eisplatten dazwischen, aber keine Steine), die schwarze 6 auf den zweiten Foto deutlich besser (und die sonnige 4 war leider noch gesperrt):
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Um halb vier haben wir mit einer zweiten Talabfahrt den Tag beendet. Fazit: schöner Tag, schönes Wetter und schöne Fotos, skitechnisch aber unterdurchschnittlich ...

*: StSB = Stotter - Sesselbahn; und 3er weil trotz Warteschlange die Sessel maximal zu dritt benutzt wurden, machnmal auch zu zweit. Vier Personen pro Sessel waren absolute Ausnahme :evil:
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Re: Osttirol + Oberkärnten, 26. 12. 2018 - 2. 1. 2019

Beitrag von miki » 04.01.2019 - 21:39

Zu Beginn der Weihnachtsferien denke ich eigentlich immer dass sie niemals zu Ende gehen werden. Vor allem wenn sie so lange dauern wie 2018/19, mit 3 Tagen Urlaub konnten wir ganze 12 Tage frei sein. Zugegeben, ich habe mit dem Gedanken gespielt noch Do + Fr frei zu nehmen und den Urlaub um 4 weitere Tage zu verlängern, aber Mausi war von der Idee nicht begeistert, 8 Tage skifahren ist genug. Naja, dann eben nicht :? , was mich betrifft hätte ich auch nach 12 Skitagen noch nicht genug (und jetzt im Nachhinein waren Donnerstag und Freitag in Osttirol gar nicht so schlecht, in Sillian oder Obertilliach war es sogar tlw. sonnig).

Aber egal, einmal kommt er immer. Der letzte Urlaubstag nämlich. Die Wetterprognose für den Mittwoch war nicht gerade vielversprechend, Kaltfront von Norden her, wolkig mit etwas Schneefall (das würde noch gehen) und stürmischer Wind (das geht mal gar nicht). Was ich im Bericht vom 1. 1. nicht erwähnt habe: bereits an diesem Tag musste am Nachmittag die Verbindung zwischen Matrei und Kals (6KSB Cimaross und 8EUB Kals 1 + 2) um etwa 15 Uhr geschlossen werden, am Ende des Skitages wurden dann die 'gestrandeten' Wintersportler mit dem Bus zwischen Kals und Matrei transportiert. Wir haben es noch rechtzeitig zurückgeschafft. Wohin soll es also gehen? Kals, Matrei oder St. Jakob auf keinen Fall, zu nahe am Haupkamm und zu sehr windausgesetzt. Später am Tag habe ich die Situation gecheckt: Matrei war ganz zu, in Kals liefen nur die untere 4SB sowie die Talschlepper, in St. Jakob die EUB und zwei Talschlepper. Sillian oder Obertilliach wären wettermässig zwar besser, aber in die falsche Richtung gelegen, ich will am Tag der Heimreise nicht zuerst eine halbe Stunde in die 'falsche' Richtung fahren. Nassfeld war auch eine Option, immerhin liegt es am Heimweg und auch das Wetter sollte dort am besten sein, andererseits hatte ich Angst dass dort die Hölle los sein könnte, dazu die Pisten eisig, und weil wir zuerst noch die FeWo räumen mussten wären wir frühestens um 10 dort ... kein Bock. Als Kompromisslösung haben wir uns letztendlich wieder einmal für den Hochstein entschieden, das Wetter war zwar auch in Lienz nicht so toll, wolkig mit elichtem Schneefall, aber die Sicht war auf den Waldpisten ganz OK und die Pisten um halb zehn noch frisch. Am Parkplatz standen zwar 30 oder 40 Autos, die meisten aber offensichtlich von Pistengehern.

Wie bereits gesagt, die beiden Pisten waren gut, die obere an der DSB noch besser als die untere, sogar mit 3 cm Neuschneeauflage auf gewalztem Untergrund, nett. Wartezeiten gab es natürlich keine, ganz leer war es aber auch nicht, an der DSB habe ich mal 10 besetzte Sessel hintereinander gezählt 8O, für den Hochstein untypisch. Nur die Fotos sind wirklich nicht besonders geworden, bei diesem Wetter auch kein Wunder:
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Fazit: wieder einmal 8 schöne Tage verbracht, wir kommen wieder nach Lienz. Wenn es nach mir geht, zu Weihnachten 2020, wenn es nach Mausi geht bereits in einem Jahr :wink: .
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Re: Osttirol + Oberkärnten, 26. 12. 2018 - 2. 1. 2019

Beitrag von Jojo » 05.01.2019 - 12:24

miki hat geschrieben:
03.01.2019 - 22:29
Ja, so unterschiedlich können die Schneeverhältnisse von Jahr zu Jahr sein, aber irgendwie macht es immer Spass, wenn man das Positive in Vordergrund stellt. Tiefster Winter mit Neuschnee ist auf seine Weise schön, Sonnenschein mit Maschinenschneestreifen auf braunem Hintergrund (und trockenen Strassen) hat aber auch seine Vorteile :wink: .
Am letzten Tag unseres diesjährigen Urlaubs in Davos haben wir uns in der Familie auch darüber unterhalten.
Im Rückblick waren wir 15/16 und 16/17 in BKK und Umgebung - jeweils kaum Naturschnee, dafür super Kunstschnee und (fast) nur Sonne.
17/18 in Osttirol mit viel Naturschnee, ebenso dieses Jahr in Davos. Dafür dort jeweils auch etwa 50% Schlechtwettertage.
Wir waren uns alle einig: beides ist schön und hat seine Vorzüge :D.
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Re: Osttirol + Oberkärnten, 26. 12. 2018 - 2. 1. 2019

Beitrag von Skigongo » 01.04.2019 - 11:30

Servus,

wir planen zur Zeit unseren Skiurlaub Sylvester 2019/20.

Mal eine Frage: Welches der beiden Skigebiete Nassfeld oder St. Michael im Lungau (Katschberg, Aineck, Fanningberg, Großeck) würdet ihr für die Zeit vom 26.12. - 02.01.2020 vorziehen.
Insbesondere in Hinblick auf: Schneesicherheit, Pistenqualität, Wartezeiten bzw. volle Pisten, Abwechslung und Länge der Pisten und Sonnenscheinstunden.
Wir fahren als Familie mit zwei Kindern (7/10 Jahre), die aber beide schon recht gut fahren.

Danke!

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Re: Osttirol + Oberkärnten, 26. 12. 2018 - 2. 1. 2019

Beitrag von miki » 02.04.2019 - 21:14

Mein Tipp wäre in diesem Fall Lungau, vor allem wegen der zu erwartenden vollen Pisten und Wartezeiten an den Liften. Nassfeld und Katschberg schenken sich diesbezüglich zwar kaum was, aber im Lungau kannst du immer noch zum Grosseck und vor allem Fanningberg ausweichen. Auch wenn du lange Pisten suchst, bieten Katschberg und Grosseck mehr Abfahrten mit über 1000 m HU als Nassfeld. Die Wahrscheinlichkeit für sonniges Wetter ist hingegen am Nassfeld grösser.
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Re: Osttirol + Oberkärnten, 26. 12. 2018 - 2. 1. 2019

Beitrag von starli » 03.04.2019 - 12:57

Vermutlich bin ich ja mal wieder der einzige, aber diese naturnahen, braunen, wenig/nicht modellierten Pisten in Heiligenblut würd ich jederzeit eisbeschneiten (oder modellierten Dolomiten-) Pisten vorziehen ..
- Überblick Berichte Ski-Saison 1.10.2018-30.9.2019 (121 Tage, 73 Gebiete)
- Alternatives, übersichtlicheres und kompakteres Alpinforum-Design gewünscht? Hier lesen und gratis installieren: http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... 13&t=57692

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Re: Osttirol + Oberkärnten, 26. 12. 2018 - 2. 1. 2019

Beitrag von miki » 03.04.2019 - 15:15

Ja, warhscheinlich bist du wirklich der einzige. Aber: auf beschneiten Pisten (und das sind in Heiligenblut inzwischen auch so etwa 40%) würdest du in Heiligenblut garantiert jammern dass sie dir viel zu hart sind, im Vergleich zu den Dolomiten produziert Heiligenblut mit seinen Retro - Kanonen wesentlich schlechteren Maschinenschnee. Und Dank Teilbeschneiung enden alle dieser 'naturnahen, braunen, wenig/nicht modellierten Pisten' zwangsläufig noch vor den Talstationen in einer eisig hart beschneiten Piste. Also weder für dich noch für mich so richtig brauchbar :wink: ...
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Re: Osttirol + Oberkärnten, 26. 12. 2018 - 2. 1. 2019

Beitrag von powdertiger » 03.04.2019 - 21:21

Wir waren über Fasching in Heiligenblut und der Pistenzustand war einwandfrei. Dass sich südseitig bei warmen Temperaturen auf der Talabfahrt Sulz bildet, hat ja nichts mit schlechter Präparation oder Beschneiung zu tun. Sicherlich hatte es zwischen Jahreswechsel und Fasching einiges an Naturschnee gegeben, so dass die Bedeutung des Kunstschnees in den Hintergrund getreten ist.
Auch die Gratabfahrt war sehr gut präpariert und schön pulvrig.
Auch im Gelände konnte man gut seinen Spass haben.

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Re: Osttirol + Oberkärnten, 26. 12. 2018 - 2. 1. 2019

Beitrag von Skigongo » 04.04.2019 - 14:03

miki hat geschrieben:
02.04.2019 - 21:14
Mein Tipp wäre in diesem Fall Lungau, vor allem wegen der zu erwartenden vollen Pisten und Wartezeiten an den Liften. Nassfeld und Katschberg schenken sich diesbezüglich zwar kaum was, aber im Lungau kannst du immer noch zum Grosseck und vor allem Fanningberg ausweichen. Auch wenn du lange Pisten suchst, bieten Katschberg und Grosseck mehr Abfahrten mit über 1000 m HU als Nassfeld. Die Wahrscheinlichkeit für sonniges Wetter ist hingegen am Nassfeld grösser.
Danke - das ist schon mal eine gute Info.
so hatte ich es auch vermutet. Insbesondere weil Lungau (außer Katschberg) ja noch ein wenig unbekannter als Nassfeld sein sollte, dürfte der Ansturm eventuell etwas geringer sein.

Da wir dann wohl in St. Michael unterkommen würden, wäre vermutlich sowieso Grosseck und Fanningberg naheliegend und Katschberg mal einen Tag.

Wie sieht es denn mit der Qualität der Beschneiung im Vergleich aus - Nassfeld gilt ja nicht gerade als Schneeloch?


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