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Kirchbach 6. 1. 2019 Flucht vor dem Schneechaos

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chr
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Kirchbach 6. 1. 2019 Flucht vor dem Schneechaos

Beitrag von chr » 07.01.2019 - 20:08

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Die Alpennordseite Österreichs versinkt im Schnee. Der Schnee, über den wir Schifahrer jubeln, wird aber diesmal schön langsam zu viel. Manch Schigebiet in meiner Umgebung ist wegen Straßensperren nicht mehr erreichbar. (Gestern Niederalpl, heute Hochkar) Und auch bei den geöffneten Schigebieten gibt es laufend Sturmsperren bei einzelnen Anlagen.

Ganz wollte ich aufs Schifahren aber nicht verzichten. Nach Studium der lokalen Wetterberichte entschied ich mich, den Sonntag Vormittag im Waldviertel zu verbringen. Am Samstag sollte es dort noch 10cm Neuschnee geben, in der Nacht auf Sonntag waren weitere 3cm angesagt. Da hoffte ich auf eine kompakte Piste mit leichter Neuschnee-Auflage.

Am Rückweg war ein Stopp in Krems geplant, wo ich im Karikatur-Museum die Thomas Spitzer – Ausstellung (EAV) besuchen wollte.
Sowohl Schipass als auch Museumsbesuch sind in der Niederösterreich-Card includiert, es sollte also ein preisgünstiges Vergnügen werden. Daher starteten meine Frau und ich am Morgen den Ausflug.

Wetter:
In Kirchbach war es bei -3°C stark bewölkt und leicht windig.

Also geht es zur ersten Bergfahrt.
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Es sah zunächst sehr gut aus. Die Piste war in voller Breite präpariert, doch der Zustand war stark unter den Erwartungen.

Pistenzustand:
Die Piste wurde am Abend noch perfekt hergerichtet. In der Nacht gab es aber keine 3cm Neuschnee, sondern eine ordentliche Menge Regen. Die Piste war daher pickelhart, aber zumindest in der ersten Betriebsstunde griffig.

Bei der dritten Bergfahrt tauchte dann ein neues Problem auf. Die halbe Piste wurde wegen eines Rennens (Kiddy-Race) gesperrt. Auf dem Bild erkennt man außerdem, dass für den Publikumsschilauf nur die steile Piste neben dem Lift zur Verfügung stand. Die Steilhangumfahrung war durch die Rennstrecke abgeschnitten.
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Alle Schifahrer am schmalen Steilhang; das sorgte dafür, dass die pickelharte Piste immer mehr Gripp verlor. So manch Ungeübter und manches Kind waren daher in dieser Situation leicht überfordert.
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Immer öfter haben Schifahrer den Schlepplift vor dem Steilstück verlassen. Für mich unverständlich, dass ein Kleinstschigebiet, das auf Anfänger und Familien ausgerichtet ist, den anwesenden Gästen das Leben schwer macht.

Immer mehr Rennteilnehmer sind angekommen und immer mehr Individualtouristen haben das Schigebiet frühzeitig verlassen. Der Parkplatz war gut gefüllt. Die Wartezeiten für die kurze Bergfahrt betrugen manchmal bis zu fünf Minuten.
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Wieder eine Bergfahrt. Auf der schmalen Restpiste ist viel los.
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Nach einer Stunde hat meine Frau um 10:00Uhr den Schitag wieder beendet und einen Spaziergang durch Kirchbach unternommen. Ich bin noch auf der Schipiste geblieben, den Seillift habe ich aber nicht verwendet.
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Nicht fotografiert habe ich das Kamera-Team von Servus-TV, das vom Kiddy-Race berichtet hat. Schon fotografiert habe ich ein weiteres Kind, das am Steilhang Probleme hatte.
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Nach insgesamt 2,5 Stunden Schifahren (davon eine gefühlte Ewigkeit immer wieder in der Warteschlange beim Lift) ist es mir dann auch zu langweilig geworden. Ein letztes Mal hinunter zum Lift.
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Ein letzter Blick hinauf…
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…und es geht weiter nach Krems ins Karikaturmuseum.

Fazit:
Dass man zu einer Zeit, wo die Alpen im Schnee versinken, die wohl einzige vereiste pickelharte Piste im gesamten Großraum erwischt, ist eine spezielle Kunst.
Dank Karikatur-Museum hat der Tag aber einen versöhnlichen Ausklang genommen.
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Re: Kirchbach 6. 1. 2019 Flucht vor dem Schneechaos

Beitrag von fellow » 11.01.2019 - 19:18

Sehr schöner Bericht. Faszinierend finde ich an Kirchbach die geballte Schlagkraft in Sachen Beschneiung und der Wille der Verantwortlichen etwas Voranzubringen!
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Fabsl
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