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Zillertal 3000 | 01.01.2019 | Mal ausprobiert

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vovo
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Zillertal 3000 | 01.01.2019 | Mal ausprobiert

Beitrag von vovo » 13.01.2019 - 19:04

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Die Gutes-Wetter-Lücke am Neujahrstag motivierte mich, früh aufzustehen und ins Zillertal zu fahren. Das war die richtige Entscheidung, denn oben sollte sich ganztags die Sonne halten und bei der leicht verspäteten Anreise – ganz so früh kam ich doch nicht raus aus dem Bett – war auf den Straßen immer noch kaum etwas los.

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Am Irschenberg kaufte ich mir noch eine Vignette, da ich keine Lust auf das Gezockel über den Achenpass hatte. Kurz zuvor war die Sonne durchgebrochen und verzauberte mit ihrem Licht den ersten Morgen des neues Jahres. Münchens Straßen waren leer, die A8 war leer und selbst am Inntaldreieck und auf der Zillertalstraße sollte es kaum Verkehr geben.

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Leider kam dann auf dem Weg Richtung Mayrhofen dichter Nebel auf und so zog es sich hin...irgendwann erreichte ich schließlich die Horbergbahn, wo der Parkplatz allerdings schon ziemlich gut gefüllt war. Offenbar hatten viele nur leicht gefeiert...wahrscheinlich auch wegen der Wettervorhersage.

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Premierenfahrt in der langen Horbergbahn, die ich nur vom Zoomen vom Gerlosstein aus kannte bzw. vom nördlichen Nachbarberg, wo ich 2015 mal auf LSAP-Suche gegangen war. Ich hatte mich noch gefreut, eine Kabine mit viel freien Plätzen und angenehmen Mitfahrern ergattert zu haben, ehe dann in letzter Sekunde ein älterer Mann mit seiner Frau angehechtet kam, sich halb auf mich setzte und anschließend permanent quatschen musste – in einem schönen Einersessel kann einem so etwas nicht passieren, aber dann hätte man auch ewig unten anstehen müssen und wäre durchfroren oben angekommen...

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Nachdem die Nebelsuppe im Tal unten überwunden war, sah man ein bisserl was von der endlosen Waldtrasse – oben geht es dann noch ein Stück wieder runter und in eine Art Hochtal hinein. Irgendwie eine interessante EUB, die ich einfach mal fahren wollte. Diese Anlage wurde 2000 errichtet – zuvor gab es ab 1982 eine 4EUB. Wiederum vor dieser verlief hier eine Materialseilbahn, welche vom Magnesitwerk Tux oberhalb von Vorderlansersbach das abgebaute Material ins Tal brachte, wo es in die Zillertalbahn verladen wurde (die MSB ging oben natürlich weiter hinauf und dann rüber über die Wanglspitze und wieder runter).

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Hier sieht man noch ein Fundament der bis 1976 betriebenen Bahn.

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Oben tummelten sich etliche Leute...eigentlich mag ich solchen Massentourismus gar nicht und sehne mir jedes Mal ein uriges Kleingebiet vor...aber irgendwann wollte ich hier auch mal Ski fahren, einmal wenigstens.

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An der 8KSB Tappenalm ging alles ganz schnell...aber an der Verbindungs-Pendelbahn staute es sich ordentlich. Allerdings war ich dann doch überrascht, was die wegschaufelte. Ich glaube, ich habe nur 20 min gewartet.

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Trotz des Andrangs wirkten alle gelassen und keiner drängelte. Wahrscheinlich freute sich jeder, dass sich wegen des guten Pulverschnees und des fast freien Himmels das Aufstehen gelohnt hatte. Manch einer oder eine schwelgte vielleicht auch noch an die Party in der Nacht, das gute Essen, die Getränke...

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Oben angekommen – der Wind blies, aber viele blieben erst mal stehen und genossen die Aussicht. Bis 2001 gab es hier dann keine Möglichkeit, zum Rastkogel zu wechseln, oder?

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Ich beschloss, gleich mal zur Eggalm zu fahren, die mir vom Plan und einem Sommerbesuch her als urige Ecke erschien, was sich auch bewahrheiten sollte. Natürlich interessierte mich dort der letzte gescheite Schlepper da oben – der Beilspitzlift (von den Hasenmuldeliften am Penken vielleicht mal abgesehen, die aber nur bessere Übungslifte darstellen).
Auch die Rastkogelbahn wollte ich unbedingt mal fahren – bei meinem Sommerbesuch vor ein paar Jahren ging das leider nicht, weil diese Anlage nur im Winter läuft. Wenigstens ist sich damals noch eine Fahrt mit der alten Finkenberger Almbahn ausgegangen, die ja nun auch ersetzt wurde – und natürlich der Eggalmbahn.
Diese und die Rastkogelbahn sind ja umgebaute Sesselbahnen, oder? Also nicht Ersatz, sondern Umbau der Stationen unter Verwendung der bisherigen Stützen? Die Eggalmbahn müsste doch mal eine DSB gewesen sein und die Rastkogelbahn eine 3KSB? Die alte Finkenberger Almbahn war ja vor 1987 eine DSB – die EUB hat deren Stützen weiterverwendet. Das kenne ich sonst noch von der alten Loferer Almbahn I (erst DSB, dann 4EUB) und auch von der Salvistabahn in Itter, die 1986 als lange DSB errichtet und bereits drei Jahre später zur 4EUB umgebaut wurde.

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Ich merkte bald, dass ich noch nicht so richtig in Form war und legte eine kleine Pause ein – Zeit für das Teleobjektiv...

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Kennt jeder...

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Da ich neu hier oben war, wusste ich gar nicht, dass es eine Pistenverbindung zur Eggalm gibt. Ich habe gedacht, man müsse mit der Rastkogelbahn ins Tal runter fahren.

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Die Verbindung gefiel mir irgendwie total – ein schöner Ziehweg durch die Wälder mit idyllischen Seitenblicken.

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Eine urige Hütte gibt es da auch noch, aber ich war noch vom Racletteessen dermaßen satt, dass ich auf eine Einkehr verzichtete.

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Zumal hier eh schon ein großer Andrang herrschte.

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Blick auf die Eggalm-Nordbahn...bis 2004 stand hier noch eine 1984er DSB – in jenem Jahr hat man den Rastkogel erst erschlossen, während es an der Eggalm schon weit vorher Skigebtrieb gegeben hat. Ich habe mal was von einem ESL gelesen und vor der Lattenalmbahn hat es dort auch noch zwei weitere Schlepper gegeben (also vor der DSB Lattenalm, der Vorgängerin der jetzigen KSB).

1984 müsste dann eben die DSB Eggalm-Nord, die 3 KSB Rastkogelbahn, die DSBen Lämmerbichl und Rastkogel sowie der Lämmerbichllift dazugekommen sein.

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Die Talstation der DSB Eggalm Nord befand sich offenbar auf der anderen Seite des Bachs – da ist die Erreichbarkeit jetzt besser.

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Oben angekommen. Hier war es gut zu fahren, aber recht bald bildeten sich aufgrund der vielen Leute diverse Buckel.

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Zoom zur markanten Bergstation der Rastkogelbahn...damals errichtete man noch solche wuchtigen Gebäudekomplexe.

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Verlief die DSB Rastkogel trassengleich wie die jetzige Bahn?

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Kennt auch wieder jeder...

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Zoom zur Schrofenalm oberhalb von Vorderlanersbach. Von 1961 bis 1976 befand sich unterhalb davon die Bergstation der Schrofenbahn, deren Talstationsleiche noch im Ort vor sich hin dümpelt.

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Die Pendelbahn diente als Zubringer zum Magnesitwerk Tux, das sich bis 1976 hier auf diesem Gelände (Tagebau) befand, das in den Jahren nach der Stilllegung renaturiert wurde. Vor 1961 gab es eine Materialseilbahn weiter links.

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An diesem Grat befinden sich noch zwei Stolleneingänge des ehemaligen Bergwerks. Einer ist verrammelt, der andere zwar einsehbar, aber offenbar nicht mehr begehbar. Der rote Pfeil oben rechts markiert die Stelle, wo bis 1976 der ESL Kristaller endete. Dieser Sessellift startete in der Werkssiedlung an der Schrofenalm und diente als Zubringer für die Arbeiter ins obere Bergwerksareal. Lt. Internet soll er ihnen im Winter auch als Skilift gedient haben.
Das wäre, wenn das Ganze heute noch so existieren würde (am besten noch das aufgelassene Bergwerk daneben, aber der ESL noch in Betrieb...) sicherlich wahnsinnig interessant für einen Besuch.

Von der ESL-Bergstation sind noch Rest übrig. Im Sommer vor fast vier Jahren bin ich da mal hinauf gestiefelt

→ Erkundung Magnesitwerk Tux im August 2015

Weitere Links:

https://gschichten.com/tux-finkenberg/2 ... zillertal/

https://gschichten.com/tux-finkenberg/2 ... -bergbahn/

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... stafel.jpg[/img]
(Übersichtstafel!)

http://dietmarwalch.at/magnesit.html

http://www.sagen.at/doku/bergbau/magnesit_tux.html

https://gschichten.com/tux-finkenberg/2 ... werk_lift/
(Bild vom ESL Kristaller!)


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Kurze Zeit später war ich beim Beilspitzlift angelangt, der sich da hinten irgendwie gehalten hat und kaum besucht war. Das ist immer noch das zusätzliche Zuckerl an Schleppliften – in größeren KSB-Gebieten werden sie von den Massen gemieden und man hat seine Ruhe. Das war bis 2010 an der Reiteralm am Holzerlift auch immer wunderbar...doch leider lang schon vorbei.

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Im Lift...oben wird es steil und man hat eine gute Aussicht.

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Blick zurück...

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Seitenblick nach links...

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Vor der DSB Lattenalm (die mittlerweile durch die KSB ersetzt wurde) muss es hier zwei Schlepper gegeben haben. Sieht verdächtig nach Liftlerhäusl aus. Die Trasse des unteren Lifts kann man von der Schrofenalm aus gut erkennen – siehe Zoombilder im verlinkten Bericht.

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Leider hielt sich unten der Nebel, der recht bald wieder dichter wurde auf höher stieg,

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Zur Eggalmbahn führt ein langer Zieher am Steilhang über dem Tal entlang...

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Die urige Eggalmbahn. Hier war auch so gut wie nichts los und bei meiner Auffahrt hatte ich die Gondelkabine für mich allein. Leider war das bei den beiden Rastkogelfahrten nicht so – dort standen sie unten an, wenn auch noch recht moderat.

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Weiter hinten hätte es auch noch einen alten Tellerlift, den mir fast zeitgleich auch Zottel per WhatsApp noch empfahl, aber ich hatte dann doch keine Lust, wegen diesem Lift da hinter zu stiefeln.

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Irgendwie kam es mir vor, dass die Bäume entlang der Bahntrasse weniger geworden sind im Vergleich zum Sommer 2015...

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Genau im Knipsmoment wurde ich bemerkt...

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Dann endlich die Rastkogelbahn. Leider lag der untere Bereich voll im Nebel...

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Bei der ersten Auffahrt herrschte unmittelbar an der Talstation wenigstens noch Sicht, später war hier dann auch Suppe angesagt.

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Aufgrund der Nebelsuppe im Tal ergaben sich von oben ein paar eindrucksvolle Ausblicke.

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Bis 1990 war dies noch eine 3KSB-Bergstation...ähnlich wuchtig hat man noch bei der 3KSB an der Planai gebaut (Bj. 1980).

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Ausblick bei der Bergstation der 8KSB...

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Hier blies der Wind recht stark...

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Immer wieder Ausblick auf die Nebeldecke überm Tuxertal.

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Zoom zum LSAP Gspielkopflift...der sagte mir bis zum 01.01.2019 gar nichts. Aber mir fiel beim interaktiven Pistenplan in der Früh noch auf, dass dort ein kleiner Schlepper rot eingezeichnet war und da er nicht aufgebügelt ist, gehe ich davon aus, dass er nicht mehr läuft. Lt. Liftworld wohl schon länger, obwohl er erst 1995 errichtet wurde.

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Dort sah es wieder voll nach Massentourismus aus und dort sollte ich auch landen, denn mich verschlug es zur Nordhangbahn, der im Bild links heraufkommt. Später fuhr ich dann auch noch zur Leitner-6KSB runter, die Katzmoosbahn, die rechts zu sehen ist – bis 2012 noch eine DM-DSB. Aber dennoch eine nette Tour – man führt eine landschaftlich sehr schöne Piste runter und irgendwo kommt man dann bei der Talstation heraus, um dann erst durch den Wald und dann die hochalpinen Almwiesen wieder zur Bergstation zu gelangen.

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Seitenblick

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Ahornzoom – rechts noch die leere Schneise der abgebauten & ersetzten DSB Ebenwald

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Good Bye, Beilspitzlift...

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Wieder im Horbergkessel zurück. Ich war froh, dass man nicht wieder an der PB anstehen musste, was ich zuerst befürchtet hatte.

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Die Nordhangbahn...von der Trasse her sehr steil und interessant. Die benachbarte Knorrenbahn verläuft ähnlich – sie habe ich leider nicht mehr geschafft. Wie bei allen Bahnen hier oben gab es als Vorgängeranlagen jeweils die typischen DM-DSBen der 80er-Jahre...im LSAP-Forum sind da recht viele Bilder enthalten. Beim Lärchwaldexpress links der Knorrenbahn hat man sogar die Stützen behalten...

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In der Nordhangbahn...ein aus Italien stammendes Pärchen und ein Amerikaner fuhren mit und tauschten sich über ihre Deutschkenntnisse aus, was interessant war mitzuhören.

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Der Gspielkopflift aus einer anderen Perspektive.

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Massenandrang auch hier...ich war aber noch immer so gesättigt vom Raclette, dass an Essen erst wieder abends zurück in München zu denken war.

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Den Leitner wusste ich noch von einer Sommerfahrt mit der alten Penkenbahn vor ein paar Jahren...zwar nur ein Übungslift, aber da es meine Lieblingsoldtimer sind, fuhr ich natürlich damit.

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Die leere Talstation. Ich wunderte mich, dass hier kein Liftlerhäusl und keine Zugangskontrollen vorhanden waren und wollte mir schon einen Teller schnappen. Da checkte ich, dass der vermeintliche Zwischeneinstieg weiter oben der tatsächliche Einstieg war – vermutlich, damit die weniger geübten Anfänger sich den Steilhang sparten, denn jenseits davon verlaufen beide Lifte flach dahin. Also rüber zum 2er-Lift, der in den 70ern den 1969 erbauten Leitner ergänzte.

Wenn ich tatsächlich schon hier unten eingestiegen wäre – das wäre oben bei der Stütze sicherlich knapp geworden und der Liftler hätte sicherlich nicht schlecht geschaut. Das hätte mal wieder so richtig Ärger gegeben...

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Rüber zum Nachbarlift.

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Auf dem Weg zur Katzmoosbahn...

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Trotz moderner Bahn irgendwie eine urige Ecke.

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Seitenblick

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Wieder oben...

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Kurz überlegte ich, direkt zum LSAP-Lift zu fahren, doch dort war ein explicites Verbotsschild und so ließ ich es sein. Mit dem Tele ging es ja auch ganz gut.

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Verbindungsschlepper auf dem Rückweg zur Horbergbahn...ich überlegte noch Talabfahrt ja / nein, bis ich später draufkam, dass es gar keine gibt ;) (Bzw. nur eine Route von weiter drüben, aber meine Kraft war sowieso bald aufgebraucht.)

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Ich wollte mit dem Lärchwaldexpress fahren (der mit den DSB-Stützen) und stellte mich aus Versehen bei der Tappenalmbahn an...da merkte ich, dass nun doch die Müdigkeit sich bemerkbar machte.

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Bereits 1991 wurde die DSB Lärchwald zur 4KSB umgebaut...

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Eine Abfahrt, dachte ich noch, doch dann juckte mich die lange KSB gegenüber trotzdem.

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Fotopause, was den Beinen auch ganz gut tat.

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Tja...Zillertal eben...aber ich war trotzdem froh, auch dieses Areal mal besucht zu haben. Interessant ist es oberhalb von Mayrhofen alle Mal...

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Ich fuhr dann doch noch mit der Schneekarbahn am Gegenhang hinauf – leider gesellte sich zu mir noch eine Clique dazu, obwohl nix mehr los war und so saß ich genau zwischen den ganzen Leuten. Aber das waren wenigstens ganz nette Leute, die sich über ihren Urlaub in einer Skihütte unterhielten und die Saufeskapaden der vergangen Tage Revue passieren ließen...natürlich gab es einen Schnarcher, welche, die aus der Gruppe, die was miteinander anfingen, lustige Zwischenfälle, etc. etc...

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Abendstimmung am Neujahrstag '19...

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Wieder mal der Gspielkopflift aus einer anderen Perspektive...

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Auch hier gab es eine DM-DSB als Vorgängeranlage.

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Die letzte Abfahrt...ich wäre auch so oder so mit der Horbergbahn ins Tal gefahren, da meine Waden nicht mehr wollten.

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Wohl noch vom Gerentlift?

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Der müsste hier am Pistenrand rauf gegangen sein – es handelte sich ja um einen Kurvenschlepper.

Es folgte noch eine schöne Piste, aber dann musste man ewig an der Förderbandkette hinauf zur Bergstation anstehen. Im Nachhinein wäre ich besser gelaufen. Immer wieder ein Stop, weil zu viele Leute da waren. Einmal schmiss es einen kleinen Jungen, der sich weh tat und dann Angst hatte und ich rutschte einmal auch fast aus, das Drecksteil verfluchend. Irgendwie ein Witz – da kleistern sie alles mit KSBen voll und dann hier so etwas. Einen ordentlichen Tellerlift bzw. zwei parallele wegen dem Andrang hätte man doch noch hinstellen können.

Nach einer entspannten Gondel-Talfahrt war ich wieder im Tal angelangt, wo der Nebel sich gelichtet, aber das Tageslicht fast verschwunden war. Es folgte eine lange Heimfahrt durch die Dunkelheit mit Stau am Talausgang und dem Irschenberg, aber es hatte sich gelohnt, wenistens einmal dieses allseits bekannte Skiareal aufzusuchen – insbesondere wegen der urigen Ecke an der Eggalm hinten natürlich.
Irgendwann will ich noch mal in die Zillertalarena, wo ich es 2010 aber immerhin schon mal bis zum Vorkogellift geschafft habe, aber jenseits davon Richtung Königsleiten noch für mich unbekanntes Terrain wartet.

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christopher91
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Re: Zillertal 3000 | 01.01.2019 | Mal ausprobiert

Beitrag von christopher91 » 13.01.2019 - 19:17

Sehr schöne Bilder, danke dafür!

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Jojo
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Re: Zillertal 3000 | 01.01.2019 | Mal ausprobiert

Beitrag von Jojo » 13.01.2019 - 20:39

Ja, qualitativ ganz klasse Bilder. Und schön wie Du dieses oft dokumentierte Skigebiet ganz anders in Szene setzt. :top:
vovo hat geschrieben:
13.01.2019 - 19:04
Zoom zum LSAP Gspielkopflift...der sagte mir bis zum 01.01.2019 gar nichts. Aber mir fiel beim interaktiven Pistenplan in der Früh noch auf, dass dort ein kleiner Schlepper rot eingezeichnet war und da er nicht aufgebügelt ist, gehe ich davon aus, dass er nicht mehr läuft. Lt. Liftworld wohl schon länger, obwohl er erst 1995 errichtet wurde.
Ja, seit dem Zusammenschluss 2001 mehr oder weniger LSAP. Er erschloß die Piste 56, auf die man nun auch mit der Pendelbahn kommt.
Irgendwo wurde meine ich mal vorgeschlagen den alten "Gspielkopflift" zum Horberg statt den Förderbändern zu versetzen.
Der Bundesgesundheitsminister warnt:
Der vorangegangene Beitrag kann Spuren von Ironie, Zynismuns und Sarkasmus enthalten. Sollten sie mit einer dieser Substanzen
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flamesoldier
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Re: Zillertal 3000 | 01.01.2019 | Mal ausprobiert

Beitrag von flamesoldier » 13.01.2019 - 21:43

Schöner Bericht!
Die DSB Eggalm-Nord bin ich als Kind noch gefahren, sie hatte einen Zwischeneinstieg knapp unterhalb der Pistenkreuzung nach dem Waldstück. Vom Rastkogel kommend musste man am Vogelnest vorbei und dann etwas den Berg hochstapfen, fand ich damals immer zum Kotzen :D
Ab und an haben wir als Familie die Straßenquerung auf der Skiroute vom Rastkogel zur Eggalm als Einstiegspunkt genutzt, weil wir nicht weit entfernt am Hang unsere Unterkunft hatten.
45 Skitage in der Saison 17/18:
14x Saalbach, 9x Hintertuxer Gletscher, 5x Kitzsteinhorn, 3x Zillertalarena, 3x Warth/Schröcken, 3x Mellau-Damüls (davon 1x inkl. Faschina), 1x Kitzbühel, 1x Wildkogel Arena, 1x Silvretta Montafon, 1x Schmittenhöhe, 1x Diedamskopf, 1x Sonnenkopf, 1x Fellhorn-Kanzelwand, 1x Ski Arlberg

48 Skitage in der Saison 18/19:
11x Saalbach, 8x Hintertuxer Gletscher, 7x Serfaus-Fiss-Ladis, 5x Sörenberg, 3.5x Axamer Lizum, 2x Mellau/Damüls, 2x Savognin, 2x Ischgl-Samnaun, 2x Warth-Schröcken, 2x Obergurgl/Hochgurgl, 2x Diedamskopf, 1x Sölden, 0.5x Muttereralm

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Re: Zillertal 3000 | 01.01.2019 | Mal ausprobiert

Beitrag von krimmler » 13.01.2019 - 23:17

Toller Bericht!
vovo hat geschrieben:
13.01.2019 - 19:04
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Ahornzoom – rechts noch die leere Schneise der abgebauten & ersetzten DSB Ebenwald
Kleiner Irrtum, die Schneise ist nicht von der DSB Ebenwald (die zuvor auch die DSB Lärchwald war denn die wurde von den Stationen und Sesseln umgesetzt zum Ahorn), sondern die Schneise des Vorgänger SL.
Die alte DSB Ebenwald verlief etwas anders:

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Hier sah man die alten Stützen noch weil die 6er Ebenwald ein Spätprojekt war und erst im Oktober glaube ich angefangen wurde.

Was das Skigebiet angeht würde ich zu gerne eine Zeitreise in die späten 1980´er machen, denn Mayrhofen- Finkenberg, Rastkogel-Eggalm waren fast total mit DSB´s bestückt.
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Re: Zillertal 3000 | 01.01.2019 | Mal ausprobiert

Beitrag von GIFWilli59 » 13.01.2019 - 23:36

Danke für den Bericht, insbes. auch für die Fotos/Verweise auf die Schrofenalm/Magnesitwerk. Die Talstation der PB war mir 2014 bei unserem Urlaub in Vorderlanersbach schon aufgefallen.
vovo hat geschrieben:
13.01.2019 - 19:04
Später fuhr ich dann auch noch zur Leitner-6KSB runter, die Katzmoosbahn, die rechts zu sehen ist – bis 2012 noch eine DM-DSB.
Streng genommen bis 2011. Am 05.04.2012 bin ich schon die 6KSB gefahren...

Falls es dich nochmal dorthin verschlägt, so wären mMn die Pisten an Gerent, Unterbergalm und der Möslbahn auch empfehlenswert. Nicht zu vergessen auch die steile 6KSB Knorren inkl. steiler Abfahrt Harakiri.
Das Ahorngebiet ist ähnlich wie die Eggalm auch eher eine ruhige Ecke, mit dem SL Filzenlift wäre sicher auch was für dich dabei. Ich fand die Piste dort sehr ansprechend, wenn auch leider kurz. Nicht zuletzt sollte man dort auch die Talabfahrt mitnehmen.

krimmler hat geschrieben:
13.01.2019 - 23:17
Bild
Das Bild deckt ziemlich genau den Bereich ab, den man auch auf vovos Foto sieht:
vovo hat geschrieben:
13.01.2019 - 19:04
Bild
Ahornzoom – rechts noch die leere Schneise der abgebauten & ersetzten DSB Ebenwald
Links unter dem Pendelbahnkomplex übrigens der o. g. Filzenlift.

krimmler hat geschrieben:
13.01.2019 - 23:17
Hier sah man die alten Stützen noch weil die 6er Ebenwald ein Spätprojekt war und erst im Oktober glaube ich angefangen wurde.
Auf jeden Fall hat die Zeit nicht mehr ausgereicht, um den Neubau auch in die Pistenpläne einzupflegen, sodass wir dann doch eher negativ überrascht waren, als wir Anfang Januar 2014 die Überreste der DSB zu Gesicht bekamen.
krimmler hat geschrieben:
13.01.2019 - 23:17
Was das Skigebiet angeht würde ich zu gerne eine Zeitreise in die späten 1980´er machen, denn Mayrhofen- Finkenberg, Rastkogel-Eggalm waren fast total mit DSB´s bestückt.
Das finde ich an dem Gebiet auch interessant! Bis auf die ESL/3SB am Penken gab es eigentlich überall nur DSB bzw. SL (z. B. Gerent)

Dass die Schneise rechts zum Vorgänger SL gehört, wusste ich auch noch nicht..

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EKL
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Re: Zillertal 3000 | 01.01.2019 | Mal ausprobiert

Beitrag von EKL » 14.01.2019 - 18:48

(Wie immer) Herausragende Bilder, sehr guter Blick!


Daan!
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Re: Zillertal 3000 | 01.01.2019 | Mal ausprobiert

Beitrag von Daan! » 14.01.2019 - 22:52

An der 8KSB Tappenalm ging alles ganz schnell...aber an der Verbindungs-Pendelbahn staute es sich ordentlich. Allerdings war ich dann doch überrascht, was die wegschaufelte. Ich glaube, ich habe nur 20 min gewartet
20 Minuten ist zuviel Denke ich. In max zehn Jahren muss diese Bahn ersetzt werden durch ein 3S.

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Re: Zillertal 3000 | 01.01.2019 | Mal ausprobiert

Beitrag von stavro_ » 15.01.2019 - 09:39

auch wenn mich das gebiet selbst nicht sonderlich interessiert. sehr schöne fotos, super motivwahl, danke dafür.

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krimmler
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Re: Zillertal 3000 | 01.01.2019 | Mal ausprobiert

Beitrag von krimmler » 15.01.2019 - 18:04

Daan! hat geschrieben:
14.01.2019 - 22:52
An der 8KSB Tappenalm ging alles ganz schnell...aber an der Verbindungs-Pendelbahn staute es sich ordentlich. Allerdings war ich dann doch überrascht, was die wegschaufelte. Ich glaube, ich habe nur 20 min gewartet
20 Minuten ist zuviel Denke ich. In max zehn Jahren muss diese Bahn ersetzt werden durch ein 3S.
Für die paar Tage zu Weihnachten/Neujahr wo mal viel los ist wäre das herausgeworfenes Geld. Zwei Wochen vorher musste ich gar nicht anstehen und war mit 20-30 Personen in der Kabine so gegen 13 Uhr und auch frühs war nicht viel los. Selbst wenn ich im Februar dort bin gibts frühs maximal eine Kabine/Fahrt Wartezeit wenn man zu einer ungünstigen Zeit kommt.

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