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Serfaus Fiss Ladis - 20.-21.01.2019 - Ich liebe es einfach! (noch)

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Wibbe
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Serfaus Fiss Ladis - 20.-21.01.2019 - Ich liebe es einfach! (noch)

Beitrag von Wibbe » 27.01.2019 - 12:56

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Wieder hat es mich in mein Lieblingsgebiet verschlagen. Nachdem wir ja schon zu Schneestart in der Vorweihnachtswoche in SFL so wunderbare Bedingungen hatten, sollte es nun noch besser sein.

Wobei ich diesmal auch ein paar negative Worte loswerden muss. Ja, ja, ich zähle ja eigentlich zu den SFL-Fan-Boys, die das Gebiet immer verteidigen. Aber irgendwann ist auch bei mir eine Grenze erreicht. Wir schreiben den 20.01. So gut wie keine Nation hat irgendeine Ferienzeit. Aber ich musste so sehr wie sonst nicht einmal zur Hauptsaison um eine Unterkunft kämpfen. Selbst am Freitag Abend um 19:00 waren viele Vermieter am Telefon nicht dazu bereit, ein Zimmer für 2 Nächte von Samstag bis Montag an mich zu vergeben. Es könne ja noch jemand kommen und das Zimmer für die gesamte Woche nehmen. Glücklicherweise fand ich dann doch noch eine gemütliche kleine Pension in Ladis.

Was den Füllungsgrad betrifft, schwante mir beim Buchen ja schön Böses. (Zu diesem Thema werde ich am Ende des Berichts noch meine Meinung kundtun.) Warum bin ich dann überhaupt hin? Naja, die Wettermodelle prophezeiten ja eine hohe Wahrscheinlichkeit von Bewölkung. Da zog ich halt dann SFL aufgrund der höheren Anzahl an Wald einem Gebiet wie Gurgl oder Sölden vor, wo ich locker ein Quartier bekommen hätte können. Im Nachhinein ist man ja immer schlauer. So auch diesmal. Ich erwischte in SFL sogar "schlechteres" Wetter, als es im Ötztal der Fall gewesen wäre. Das ärgert mich aber keineswegs, denn ich hatte hier 2 überragende Tage. Außerdem kenne ich mich hier ja aus, und mit einer hohen Frequentierung komme ich klar.

20.01.2019 - Der beste (Ski-)Tag meines Lebens
Da meine Unterkunft in Ladis recht weit weg von der Sonnenbahn war, musste ich aufs Auto ausweichen. Deshalb fuhr ich gleich zur Waldbahn. Ein Einstieg von dort ist mir nämlich lieber als in Ladis, da man sonst gleich immer mitten im Fiss-Getümmel ist. Außerdem hatte ich so 10 Minuten mehr Zeit zum Frühstücken. Nach der Waldbahn folgt sofort eine Fahrt mit der Sattelbahn. Die gemeldeten Wolken waren bereits vorhanden. Sie sollen ja im Tagesverlauf dichter werden. Hm, noch habe ich eine gute Bodensicht. Mal abwarten...

Als Erster oben angekommen, nehme ich zuerst die Harbalobabfahrt, denn ich wollte ja gleich weiter zur Scheid. Mein Grobplan sah vormittags Scheid/Lazid und nachmittags Sattelkopf vor.
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Klasse, ist die Harbalob heute in einem super Zustand! Da muss ich nochmal hoch.
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Also gleich wieder zur Königsleithebahn.
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Ich glaube ich muss meinen Plan über den Haufen werfen! Denn weil hier der Schnee so gut war, wollte ich dann lieber die Gondeabfahrt nehmen. Ich ahnte, dass diese ähnlich gut sein könnte und diese Vermutung war goldrichtig.
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Blick nach Fiss. Noch habe ich die Hoffnung, dass die Wartezeit an der Sattelbahn überschaubar ist.
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Denkste, war leider klar. :roll: Das waren am Ende 3-4 Minuten. Aber hey, die Abfahrt war gerade der absolute Hammer. Da kann man das schon einmal verkraften. Lieber eine derart leere und pulvrig griffige Abfahrt und Wartezeit am Lift als umgekehrt. Außerdem fährt die Sattelbahn wenigstens volles Tempo. Da macht man wieder Zeit gut.
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Und weil die Pisten so gut sind, stelle ich mich freiwillig gleich wieder in die Warteschlange. Was mir jetzt auch bewusst wird: Der Himmel wird eher blauer als bewölkter (wie eigentlich gemeldet). Das wird ein richtig guter Tag :ja:
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Weil man an der Königsleithebahn zum Glück nie anstehen muss, nahm ich zur Abwechslung wieder einmal die Harbalob.
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Geil, geil, geil! Entschuldigt die Wortwahl, aber mehr fällt mir dazu nicht mehr ein. Alle fahren sie die Jochabfahrt, damit sie ja rechtzeitig mit den tausenden anderen im Masner sind, wo sich sich dann die Beine in den Bauch stehen. Ich werde die Menschheit nie verstehen ;D
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Kurzzeitig reihe ich mich aber auch in die Herde ein, um dann auf die noch einsamere Gristabfahrt abzubiegen.
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Das muss ich eigentlich nicht kommentieren, oder?
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Und weiterer Verlauf.
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Nach ein paar Wiederholungen hier fahre ich wieder einmal zur Sattelbahn hinunter. Dieses Mal nehme ich die Gfall - sensationell guter Schnee. So gut habe ich all diese Pisten noch nie erlebt. Naturschnee ist halt doch durch nichts zu ersetzen.
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Dito, es staubt einfach nur. Die immer noch bestehende Wartezeit an der Sattelbahn nehme ich nach wie vor gerne in Kauf.
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Trotzdem wechsle ich wieder zur Grist, denn an der Königsleithe habe ich fast immer einen Privatsessel. Ein kurzer Seitentblick noch zu den Starthängen am Sattelkopf, die teilweise zugegeben immer wieder deutlich voller waren als auf meinem Foto. V.a. auf den ganz linken schwarzen Starthang der Harbalob trifft das zu. Da müssen halt alle durch, die zur Jochabfahrt wollen.
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Der Wechsel ist aber nur von kurzer Dauer. Zu sehr stickt mich schon wieder die Gonde :wink:
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Schussstück der Fissabfahrt unter der Sattelbahn.
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Der untere Bereich der Fissabfahrt lädt dann v.a. auf der rechten Seite trotz der zahlreich vorhandenen Gäste immer wieder zum Carven ein. Und man kann erkennen, dass die Schlange an der Sattelbahn kürzer wird.
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Nächste Abfahrt. Dabei nehme ich übrigens immer diesen kleinen Umweg, von dem aus dieses Foto gerade entstanden ist - Warum? Hierhin verirrt sich kaum jemand. Lieber fahren alle durch die bereits vorhandenen Buckel auf der Hauptabfahrt. Auf "meiner" Variante kann ich ungestört carven und habe dann den kurzen Ziehweg mit der immer wieder beeindruckenden Aussicht. Das sind einfach diese kleinen Feinheiten, die für mich das Gebiet so besonders machen.
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Königsleithebahn. Irgendwie komme ich nicht vom Sattelkopf weg. Es ist mittlerweile schon fast Mittag und ich bin nach wie vor nur diese beiden Bahnen gefahren.
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Während einer erneuten Bergfahrt sah die Kerbboden ziemlich leer aus (das ist hier nicht selbstverständlich). Die Gelegenheit packte ich aber gleich beim Schopfe. Der Schein trügte nicht. Die Präparierung war jedoch hier leider eher auf Arlberg-Niveau. Einmal reicht also.
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Dann doch lieber wieder Grist. Die ist sowieso in jeder Beziehung viel besser. Super Schnee, anspruchsvolles kuppiertes Gelände, gute Präperierung. Das ist eine meiner absoluten Lieblingspisten - nicht nur in SFL, sondern generell.
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Und sie fährt einfach keiner. 8)
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Dazu auch bei der Bergfahrt etwas fürs Auge. Ein sehr rares Bild unter der Leithebahn. Es ist ca. 50 cm tief verschneit.
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Und noch einmal die Grist. Gefühlt bereits das 6. oder 7. Mal für heute. Aber was sieht man auf dem Bild? 2 andere Skifahrer. Das war ungelogen das erste Mal, dass ich mir diese Abfahrt teilen musste. Jetzt ist es an der Zeit, weiter zu ziehen. :lach:
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Die Südabfahrt war aber eine schlechte Wahl. Voll, voll, voll. Da kann der Ausblick noch so gut aussehen. Hier gefällt es mir nicht.
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Also gleich weiter über Alpkopf und Plansegg (Mittags hielt sich an der 6 KSB/B der Andrang in Grenzen; zuvor sah es immer nach min. 5 Minuten Wartezeit aus). Ich wollte ohnehin sofort zur Scheid. Deshalb nahm ich die Kerbabfahrt. Kleine Randnotiz: Der Wetterbericht sagt mittlerweile für den gesamten Tag blauen Himmel. Jawoll, der Wetterpoker hat funktioniert!
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Das Scheidgebiet schien mir auch eine gute Wahl zu sein.
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Bei der Auffahrt mit der 4 KSB Obere Scheid eine kleine Enttäschung. Eine meiner Favoriten, die mittlere Scheid, war offensichtlich miserabel präpariert.
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Ne, da nehme ich lieber die obere Variante, die zwar schon etwas zerfahren war. Aber halt pulvrig und ultragriffig. Was will man denn mehr?
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Nun nehme ich für die nächsten paar Fahrten die 6 KSB/B (hier mit Blick zur Lazid-Piste).
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Das Foto zeigt die Situation ganz gut. Die Herde fährt auf der breiten Scheidabfahrt und die geniale Böderkopf wird vernachlässigt. Genau die ist jetzt auch mein Ziel.
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Blick nach unten beim Weg dorthin.
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BÖDERKOPF :love: Also Grist und Gonde hatten es mir ja heute schon richtig angetan. Aber die Böderkopf war nochmal ein Hauseck spaßiger zu fahren. Von oben bis unten durchgezogen über das Quergefälle die Wellen und die Kuppen. Wahnsinn! Ich fand hier einfach eine perfekt flüssige, gecarvte Linie (Und damit meine ich für die eigenen Ansprüche perfekt. Ich bilde mir keinesfalls ein, tatsächlich perfekt gefahren zu sein). Wer kennt dieses Gefühl von der perfekten Abfahrt noch, bei der man sämtliche Kuppen und Wellen von oben bis unten in einem Zug und einem Flow beim maximal möglichen Tempo mitnimmt? Ich hatte es jetzt zum ersten Mal. Das eben war DIE Abfahrt meines Lebens! Das ist Skifahren! Dafür lebe ich!
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Weitere Wiederholungsfahrten mussten folgen. Aber dieses Mal war sie nicht völlig leer. Ich brauche die Abfahrt aber komplett für mich alleine, um das gerade Erlebte zu reproduzieren. Also weiter zu einer anderen Piste. Dann fahr ich halt nochmal hoch.
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Das ist die Variante, die ich Ersatzweise wählte. Die 2. Abzweigung der Arzköpflabfahrt zur Böderkopf ist von ersterer aus schwer zu finden und daher immer leer. Ein perfekter Hang zum Carven.
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Ich nahm die Böderkopf noch ein paar Mal, diese Abfahrten waren allesamt sehr gut, kamen aber nicht mehr an diese eine heran. Ich erwischte die Linie einfach nicht mehr. Naja vielleicht morgen. Ich hatte schon so dermaßen Hunger, deshalb musste ich leider weiter. Ist schon fast 14:00, die Peischlkopf nehme ich aber noch schnell mit.
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Nicht schlecht, aber lange nicht so toll wie das bisher gefahrene. Positiv war, dass das schwarze Schlussstück heuer geöffnet ist.
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Noch schnell ein Foto von der Lawensbahn während ich eine Skigruppe abwarte, die gerade den Steilhang fährt.
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Danach hatte ich die Piste für mich alleine. Hier bin ich im Schlussstück vor der Lawensbahn. Mensch, bin ich vielleicht hungrig. Ich muss jetzt dringend was essen. Der Unterzucker droht. Irgendwie habe ich heute dazu einfach keine Zeit, weil Skifahren einfach zu schön ist.
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Ok, eine Abfahrt noch, weil sie sich von Lawens aus anbietet. Die Lazid-Nord. Oben war sie super zu fahren, unten raus nach der Abzweigung ins Laustal leider ziemlich ruppig präpariert.
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Blick zurück. Noch eine Fahrt mit der Lazidbahn und dann kehre ich im Lassida ein. Und danach kommen diese schattigen Pisten noch dran.
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Während der ausführlichen Mittagspause konnte ich es kaum erwarten, bis es weiter ging. Zurück auf den Skiern biege ich gleich hinter der Lassida-Hütte in die Tschein ein.
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Tip-Top. Griffige Unterlage, feine Pulverschicht oben drauf. Klasse!
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Leider konnte ich bereits bei der Abfahrt erkennen, dass es sich gerade richtig an der Laustalbahn staute. Ok, ich hatte ohnehin Schwung genug, um direkt zum Stierlerhüttelift durchzufahren. Dort konnte ich direkt rein gehen. Mein Plan war, via Plansegg wieder zurück zur Lazid-Bahn zu kommen. Aber auch daraus wurde nichts, wie das Bild zeigt. Gampen voller als voll. Daher auch die Plansegg mit Sicherheit mit 5 Minuten Wartezeit. Also wählte ich Plan C und nahm die Familienbahn als direkten Rückbringer zur Lazid-EUB, ganz schön umständlich. So voll habe ich es hier seit unserem Silvesterurlaub im Winter 13/14 nicht mehr gesehen. Und wir hätten eigentlich "Januar-Loch". :nein:
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Und wieder hoch mit der EUB. Zumindest gibt es hier keine Wartezeiten. Es will keiner mehr hoch. Auf dem Bild erkennt man gut, was los ist. Der Almabtrieb aus dem Masnergebiet ist in vollem Gange. Wahnsinn, wie voll es dort heute gewesen sein muss. Dazu fällt mir nur noch dieser Smiley ein: :stupid:
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Mir egal, was die anderen machen. Ich fahre noch ein paar mal hier runter. Dann stelle ich mich halt wohl oder übel in die Laustal-Schlange. Gleich darf ich wieder raus und diese ultragriffigen steilen Pisten genießen. :D
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Nun war die X-Dream an der Reihe. Bisher fand ich die immer grenzwertig hart. Heute nicht. Trotz schon lange nicht mehr geschliffener Kanten ein super Halt. Schöner könnte eine konstant 70% Piste nicht sein. :top: Die nehme ich gleich nochmal!
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Die Situation im Laustal entspannte sich ein wenig. Die Ankunftsrate an der Bahn nahm etwas ab, sodass die Schlange etwas kürzer wurde. Hier ein Standard-Foto, das ich in diesem Lift immer schieße.
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Bei jeder Bergfahrt fällt mir schon die Malfrist auf, die ich jetzt dann auch noch fahren werde.
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Gesagt getan. Am Plansegg war es zwar selbst ca. 15:40 noch nicht ganz leer, aber diese Piste war es mir noch wert. Leider war sie nicht gut präpariert, sodass ich sie nicht carven konnte, sondern kurzschwingen musste. Eine weitere Fahrt am Lazid wäre die bessere Wahl gewesen.
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Plansegg ging sich noch einmal aus. Ich nahm die Seables, die eigentlich auch eine meiner Favoriten ist. Heute war sie aber schon ziemlich zerfahren. Aber: Wie gestern am Arlberg heißt das nicht, dass sie mir nicht gefallen hat. Es war ja zwischen den Buckeln kein Eis, sonder eine griffige Unterlage. So müsste das immer sein!
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Die letzte Fahrt des Tages führt mich - wie könnte es auch anders sein - auf den Mittleren Sattelkopf.
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Das ist für mich jetzt fast schon ein Ritual - zumindest wenn ich alleine unterwegs bin - dass ich mich noch hier in den Schnee setze und den Sonnenuntergang beobachte, während die Leithebahn garagiert wird.
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Als letzter hier oben mache ich mich nach Sonnenuntergang auf den Weg ins Tal über Sattel- und Waldabfahrt Fiss zu meinem Auto. Auch diese waren bis unten noch genial zu fahren (sogar noch zu carven).
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Was war das heute nur für eine weltklasse Skitag! Ja, es gab Momente, die mir nicht gefallen haben. Das lag bei ein paar Pisten an der Präparierung und an ein paar kurzen Momenten an der Frequentierung. Zu 90% habe ich aber heute einfach nur überragende Pistenverhältnisse gehabt. So pulvrig griffige und gleichzeitig kompakte Pisten habe ich noch nie in dieser Dichte erlebt. Dann kommt noch dazu, dass ich die besagten kuppierten bzw. richtig steilen Pisten ohnehin liebe und zumeist für mich allein hatte. Ich bin mir mittlerweile ziemlich sicher: Das war der beste Skitag meines Lebens (bisher)! Ich bin 26 und fahre seit 6 Jahren regelmäßig in die Alpen, aber so oft und lange wie ich heute dieses Grinsen im Gesicht hatte und beim Bericht schreiben 1 Woche später immer noch habe, das gab es noch nie.


21.01.2019 - Der Tag nach dem besten Tag
Der Wecker läutet um 7:00. Ich bin hundemüde und habe überhaupt keine Lust auf Skifahren. Ich bewege mich aus dem Bett und mir tut so ziemlich jeder Muskel weh, den ich habe. Die letzten beiden Tage und insbesondere der gestrige haben deutliche Spuren hinterlassen. So aggressiv fahre ich sonst nicht. Oje, das wird heute eine Qual. Und dabei wollte doch unbedingt verstärkt nochmal am Lazid fahren.
Naja, wird schon werden. Erstmal ausführlich Frühstücken (manchmal bin ich über mich selber überrascht, wie viel ich in kurzer Zeit in mich hineinstopfen kann) und dann auschecken und ab zur Waldbahn, denn der Wetterbericht versprach Sonne pur. Aber bereits bei den Aufwärmübungen merkte ich, dass ich eigentlich keine Kraft mehr habe. Alles klar, Planänderung: Ich fahre zur Lawensbahn. Erstens war es noch leicht bewölkt und ich versprach mir dort am Südhang eine gute Sicht. Die hatte ich zwar, aber obwohl die Pisten in einem ausgezeichneten Zustand waren, machte es nicht viel Spaß. Ich war selber einfach zu schwerfällig.
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Das Wetter wurde auch nicht viel besser. Hm, dann nähere ich mich mal dem Tal, weil Waldabfahrten dann doch besser sind als sich hier oben aufzuhalten.
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Währenddessen herrschte ein heilloses Durcheinander am Gampen. (Ich habe leider kein Foto gemacht). Der Grund war eine technische Störung am Plansegg. Niemand wusste nun, wo er hin soll. Ich habe sofort die Flucht ergriffen und nahm die Waldabfahrt Serfaus.
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Nach einer Fahrt mit dem Sunliner (nach 2 Minuten Wartezeit! Hatte ich hier noch nie) auch noch gleich die Waldabfahrt Fiss hinterher. Das Gute daran war: Auf den Talabfahrten war ich zum Kurzschwung gezwungen, was mich wieder wach werden ließ. Die Freude am Fahren kam zurück. In der Leithebahn setzt nun Schneefall ein, aber es wird heller.
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Trotzdem verstehe ich heute die Welt nicht. Wenn Plansegg ausfällt, bricht scheinbar das Chaos aus. Selbst die Harbalob-Piste, die sonst eigentlich recht leer ist, war heute ein Ameisenhaufen. Da werde ich jetzt sicher nicht runter fahren.
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Also fiel meine Wahl auf die Gfall, wo ich ausreichend Bodensicht und eine jungfräuliche Piste hatte.
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Achja: Und ich war hier allein - sogar an der Bahn.
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Das schreit ja nach Wiederholungsfahrten. Na, dann fahre ich halt heute wieder am Sattelkopf. Was soll's. Der Bereich gefällt mir eh so gut.
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Ein Ziel hatte ich aber heute noch: Und zwar wollte ich noch auf die Nordseite zur Naggalunabfahrt. Dazu fuhr ich zunächst über die Langwiese ins Tal nach Fiss.
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Selbst um 11:30 musste ich an der Schönjochbahn noch 2 Minuten anstehen. Wahnsinn, was an diesen Tagen los ist. Dieselbe Wartezeit hatte ich übrigens eine Liftfahrt später an der Schöngampbahn, was mich wiederum nicht so sehr schockierte. Das ist ja eh Standard.
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Die Plazör ist auch extrem stark frequentiert.
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Zum Glück sah es auf der Naggalun besser aus. Das ist einfach eine nette Piste. Leider schlich die 8 KSB mit gedrosseltem Tempo gemächlich nach oben. Und das trotz Warteschlange. Das ist ein No-Go. Deshalb beließ ich es bei 2 Fahrten. Randnotiz zum Wetter: Heute hätte es von der Früh weg sonnig sein sollen und es ist immer noch fast vollständig zugezogen. Gestern genau das Gegenteil. Tolle Leistung der Modelle :rolleyes:
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Ich wollte zurück zum Sattelkopf. Am schnellsten gelingt das mit der Diretissima. Klasse zu fahren!
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Blick zur Kerbboden. Sah gut aus, ich bin sie aber nicht gefahren.
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Auf Serfauser Seite ist es schon deutlicher heller. Also nichts wie rüber.
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Zuerst wollte ich die Joch-Piste nehmen.
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Bin dann aber doch wieder spontan in die Grist eingebogen, die auch heute wieder gut war. Die Diretissima hat aber kraftmäßig Spuren hinterlassen. Der Joch-Ziehweg wäre in meiner Situation sicherlich sinnvoller gewesen.
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Ein 3-Gang-Mittagsmenu an der Seealm Hög soll noch einmal für die letzten 3 Std. die letzten Kräfte mobilisieren. Ich fühle mich tatsächlich nun viel besser. Waldabfahrt Serfaus. Auch das Wetter ist mittlerweile endlich wie versprochen.
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Erstmal wieder hoch mit der Komperdell-Bahn. Am Gampen herrscht offensichtlich wieder Normalität. Plansegg läuft ja auch wieder. Brauche ich aber selber nicht.
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An der Mittelstation stieg ich gleich um in die Lazid-EUB, um schließlich den genialen Starthang der Lazid-Nord zu fahren.
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Noch einmal kurz zur Oberen Scheid. Die Mittlere Scheidabfahrt sah verdammt gut aus.
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Blick zur Bergstation der Scheid. Noch ist nicht viel los hier. Heute waren nicht so viele im Masner.
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Zum Glück scheint endlich die Sonne. Das hebt meine Laune gleich noch mal ein bisschen.
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Oben an der Bergstation ergab sich diese interessante Spiegelung. Die Luft ist ganz schön feucht, was sich auch auf die gefühlte Temperatur niederschlug.
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Ich folgte dem Ziehweg um den Berg herum und genoss die Stimmung.
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Biege aber dann scharf links ab.
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Wie man sieht war die Piste leider auch heute mies präpariert. Schade drum. Ich mag sie sonst so gerne.
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Deshalb nahm ich noch einmal die Scheid. Ich beließ es aber bei einer Wiederholungsfahrt, da ich diese eine Linie von gestern eh nicht mehr treffe. Trotzdem machts natürlich Spaß.
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Der kurze Lazid-Lift bringt mich zum Lawens-Bereich. Der ist immer meine Wahl anstatt des Laustalziehwegs, den die restliche Meute nimmt.
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Sofort ging es weiter mit der Peischlkopf, die noch sensationell gut war. Die gefiel mir deutlich besser als heute in der Früh, was mit Sicherheit an der nun guten Sicht lag.
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Dito. Ich war wieder komplett alleine.
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Also gleich noch einmal auf der anderen Seite hinunter.
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Das Mittagessen hat sich rentiert. Ich habe noch einmal Power, um den Lazid abzufahren. Alle Pisten auch heute wieder traumhaft. Also gleich wieder hoch.
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Zeitsprung zur letzen Piste, die ich heute in dem Bereich fahre. Am Ausläufer der Nord-Abfahrt, die heute besser gewalzt war. Deshalb gefiel sie mir auch von den schwarzen heute am besten.
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Noch ein Zoom zur 6 EUB. Dann war's das mit dem Lazid.
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Zum Abschluss geht es wieder zum Sattelkopf. Wohin auch sonst. :wink:
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Standardritual vor der letzten Abfahrt. Fast absolute Ruhe. Man hört nur das leise Brummen der 6 KSB.
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Wieder einmal hat sich bestätigt, dass SFL einfach mein unangefochtener Favorit ist. Kuppierte, anspruchsvolle und leere Pisten bei überwiegend guter Präparierung und diesmal auch noch genialem Pulverschnee. Das finde ich in dieser Häufigkeit sonst in keinem Skigebiet, das ich bisher besucht habe. Dieses Mal haben sich der Sattelkopf sowie Scheid/Lazid als meine absoluten Favoriten herausgestellt. Sogar diese beiden doch eher kleinen Bereiche reichen mir locker für 2 Tage, Masner/Pezid und die Nordseite bieten ja bekanntlich auch reizvolle Pisten, die ich gerne gefahren wäre. Aber ich kann nicht überall gleichzeitig sein, obwohl ich das während des Skitags am liebsten wäre. Auch dieses Gefühl habe sonst nirgends. Dazu kommt noch das angenehme Klientel.

Die letzten beiden Tage sprengen meine Wertungsskala mehrfach.
Ich gebe einfach mal :D :D :D :D :D :D :D :D :D von :D :D :D :D :D :D

Ich fühle ich mich hier einfach wohl, zumindest aktuell noch.

Denn die Orte und der Zulauf wachsen und wachsen. Das Thema wird ja hier im Forum schon seit Jahren immer wieder moniert und bisher sah ich noch kein zu großes Problem darin. Aber mir fällt natürlich auch auf, dass die Leute jedes Jahr mehr werden. Mittlerweile muss ich selbst im Januar schon voll antizyklisch fahren, um noch diese so geschätzte Ruhe zu haben. Wir haben jetzt in der Nebensaison einen Zustand, wie ich ihn vor 5 Jahren sonst im Februar vorgefunden haben. Das kann doch nicht ewig so weitergehen! Das Gebiet verträgt diese Leute irgendwann nicht mehr. Ja, es gibt überdurchschnittlich viele Abfahrtsvarianten pro Bahn wie in kaum einem anderen Gebiet. Aber irgendwann werden auch diese überlastet sein.

Das größte Problem, das ich sehe, wird der Kapazitätsausbau der Bahnen werden. Hier im Infrastruktur-Topic wurde das ja schon vielfach diskutiert. Als erste Lösung auf das Wartezeitenproblem wird auch hier gleich der Ruf nach neuen leistungsstarken Bahnen groß. Ich befürchte auch, dass das so kommen wird. Leider. Denn wenn man genauer nachdenkt, dann merkt man, dass das genau kontraproduktiv ist und das Skigebiet zerstört - wahrscheinlich auch für mich.

Nehmen wir einmal das Beispiel Möseralmbahn. Hier steht eine alte 6 EUB. Ersetzt man diese durch eine 10 EUB mit 4.000 P/h, wird die Schlange in Fiss sicher kürzer. Aber: Wo sollen denn diese Menschenmassen dann hin? Zur ohnehin schon überlasteten Sattelbahn, die ja sehr kapazitätsschwach ist. Kein Problem, dann machen wir daraus noch eine 8 KSB/B-S mit ebenfalls 4.000 P/h. Und dann? Dann sind die Wartezeiten kürzer. Toll. Aber dann ist für mich der Sattelkopf gestorben. Leere Pisten wie Gonde und Gfall würden der Geschichte angehören und die Situation an den Bergstationen möchte ich mir gar nicht vorstellen. Da stehe ich lieber bei jeder Fahrt mit der aktuellen 4 KSB 5 Minuten am Lift an und habe Pisten wie oben beschrieben.

Deshalb ist meine persönliche Meinung zum Skigebietsausbau, dass er nicht funktioniert. Es geht nicht mehr. Das Gebiet ist ideal erschlossen. Es sind einfach zu viele Leute da. Und da ist das Grundproblem nur der nicht enden wollende Ausbau der Hotellerie. Das Skigebiet befindet sich definitiv auf einem Scheideweg (oder schon darüber) und ich bin gespannt, ob die Verantwortlichen die Zeichen der Zeit erkennen und dem noch gegensteuern. Allein mir fehlt aber der Glaube daran. Ich hoffe zutiefst, dass ich mich nicht in 5 Jahren mit Wehmut an diese wunderbaren Tage zurückerinnere und sage: SFL, das war einmal mein absoluter Favorit. Aber jetzt bringt mich dort nichts mehr hin. Es bleibt abzuwarten, ob sich die aufkommenden Wolken wieder verziehen, oder das einst so schillernde Licht dauerhaft verdecken.
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Im Moment werden zumindest die gegenüberliegenden Gipfel noch angestrahlt und bieten mir die Bodensicht, um die letzte Abfahrt in vollen Zügen zu genießen.
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Letzter Blick zum Bergstationsbereich Unterer Sattelkopf. Eine gut zu fahrende Waldabfahrt später stehe ich dann schon am Parkplatz und trete die Heimfahrt an. Ich freue mich auf den nächsten Besuch. Aber jetzt ruft erst einmal wieder die Arbeit :naja:
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Re: Serfaus Fiss Ladis - 20.-21.01.2019 - Ich liebe es einfach! (noch)

Beitrag von Jojo » 27.01.2019 - 14:35

Danke für den schönen Bericht, mit euphorischen, aber auch kritischen Kommentaren und schönen Bildern.

Meine Favoriten bei den Abfahrten waren immer: Zwölfer/Schirm, Zwischenholz, Seables, Zanboden, Böderkopf, Lawens.
Malfrist, Grist und Harbalob waren damals noch Skirouten, würden aber (nach den Bildern geurteilt) auch absolut in meine Lieblingskategorie fallen. Mich hält der Füllegrad im Gebiet ab, wieder dort hin zu fahren. Damit meine ich nicht etwa 5 Minuten Wartezeit an der Sattelbahn, denn wie Du richtig schreibst: lieber etwas am Lift warten und dafür leerere Piste haben.
Ich meine dort generell oft in Stresssituationen zu geraten, die ich im Urlaub einfach nicht brauche (Ellenbogen im Sportgeschäft abbekommen, die riesen Warteschlangen morgens in Fiss, wo man so viele Leute sieht wie in anderen Skigebeiten am ganzen Tag, keine freien Plätze in Restaurants, etc...).
Ich habe es geschafft, in unseren letzten Skiurlauben genau diese Stressfaktoren nicht erlebt zu haben: Osttirol, Kärnten, Schweiz... Und eigentlich habe ich nicht mal nennenswerte Wartezeiten an Liften gehabt (auch mehrere Male jetzt zwischen den Jahren, also in der Hauptsaison) und wir hatten jedesmal top Urlaube!

By the way: Der Sunliner ist bei schönem Wetter einfach eine super fotogene Anlage 8) .
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Re: Serfaus Fiss Ladis - 20.-21.01.2019 - Ich liebe es einfach! (noch)

Beitrag von EKL » 27.01.2019 - 14:46

Danke für den Bericht! Mir ist es letztes Jahr auch aufgefallen, dass obwohl eigentlich nirgendwo Ferien waren, es im März ziemlich voll war. Der Vorteil ist, wie auch geschrieben, dass man in SFL dem Andrang halbwegs aus dem Weg gehen kann, entweder vorneweg fahren (so hatten wir es meist gehandhabt) oder an einer Stelle verharren (so wie hier beschrieben). Natürlich ist das Skigebiet nicht ohne Grund voll, deswegen sind Du und ich ja auch hingefahren, es gibt tolle Landschaft, schöne Pisten, meist gute Präparierung und ein schönes Ambiente in den Orten und auf den Hütten. Aber mehr Leute verträgt das Gebiet wirklich nicht, ich traue den Entscheidern aber zu hier die richtigen Maßnahmen in die Wege zu leiten. Bahnneubauten werden und müssen (Investitionsstau ist keine Lösung) kommen, aber man wird sich hier schon überlegen ob man nicht bei der Kapazität etwas weniger macht als möglich, sonst landet man in dem von Dir beschriebenen Teufelskreis. Eventuell ist der Arlberg hier ja ein mahnendes Beispiel für die Chefetagen in SFL.
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Re: Serfaus Fiss Ladis - 20.-21.01.2019 - Ich liebe es einfach! (noch)

Beitrag von David93 » 27.01.2019 - 16:05

Gerade der Bericht des ersten Tages zeigt, dass man oft viel mehr Spaß hat wenn man sich keine großen Rundenziele quer durchs Gebiet setzt, sondern ganz gezielt die tollen und ruhigen Pisten fährt. Zumindest an vollen Tagen gilt das. Daran sollte ich selbst mir auch mal ein Beispiel nehmen, versuche ich doch viel zu oft möglichst alles abzufahren weil man sonst irgendwie das Gefühl hat was zu verpassen. Dabei ist es gerade umgekehrt wie man sieht.
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Re: Serfaus Fiss Ladis - 20.-21.01.2019 - Ich liebe es einfach! (noch)

Beitrag von Julian96 » 27.01.2019 - 16:11

Auch von mir vielen Dank für den wirklich tollen Bericht, bei dem man einfach merkt, dass der Autor ein Skifahrer von Herzen ist. Einem solchen Bericht kann man echt nichts mehr hinzufügen. Nichts außer einer eigenen Erfahrung :lol: .

Ich war am 19.1 das erste mal in SFL und hatte dort ebenfalls einen Traumtag. Da ich beim Erstbesuch eines Gebiets immer versuche die Gesamtheit des Gebiets grob zu erfassen, bin ich mindestens einmal an jeder Anlage gefahren. Natürlich habe ich an einem Tag nicht jede Variante geschafft und es gibt noch einige unbefahrene Pisten, aber ich kann direkt sagen, dass SFL für mich mit Obergurgl/Hochgurgl das beste Skigebiet ist, in dem ich bisher war (Und die Liste ist recht lang :) ). Die Pisten, das Panorama, einfach alles ist traumhaft in diesem Gebiet. Und auch wenn ich hier ja schon viel anderes gelesen habe, an diesem Samstag war es trotz bestem Wetter unfassbar leer. Ich musste an keiner Anlage auch nur ein FBM warten. :mrgreen:

Was der Ausbau/Neubau der Anlagen mit sich bringt...mir gefallen zwar viele neue Bahnen sehr, da ich generell ein Technik- und Seilbahnfan bin, aber es wäre sicher nicht das erste Gebiet, dass unter einer Überkapazität der Anlagen leiden würde.
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Re: Serfaus Fiss Ladis - 20.-21.01.2019 - Ich liebe es einfach! (noch)

Beitrag von spinne08 » 27.01.2019 - 19:17

Wibbe, vielen Dank für den Bericht und die Eindrücke. SFL gehört auch zu meinen Lieblingsgebieten, wo ich schon viele Skitage verbracht habe. Vor allem deine kritischen Worte haben mich begeistert. So etwas liest man selten im Forum. Meist wird gemeckert. Bei dir zeigen sich Herz und Verstand für das Skifahren.
Grüße von der Nordsee.
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Re: Serfaus Fiss Ladis - 20.-21.01.2019 - Ich liebe es einfach! (noch)

Beitrag von Locke » 28.01.2019 - 15:16

Herzlichen Dank für deinen Bericht und die schönen Fotos.
Als langjähriger begeisterter Stammgast dieser Gegend liebe ich das Skigebiet, den wunderschön gelegenen Ort Fiss, das Panorama, die netten Leute und so einiges mehr.
Und offensichtlich geht es vielen anderen genauso, sonst wäre es nicht so voll. (Und das mit einer riesigen Anzahl von Stammgästen)
Und da nehme ich auch so manche leicht negative Dinge in Kauf, weil die positiven einfach immer noch extrem überwiegen.

Es ist nicht so, dass ich keine anderen Skigebiete kenne.
Ich hab auch schon Haupturlaube in Obergurgl, Ischgl, Nauders, Warth erlebt und suche mir für Kurzurlaube immer wieder neue Skigebiete.
(Mitte Januar war ich erst für 4 Tage in Alta Badia, wo es mir durchaus auch gefiel.
Ich bin nur nicht die perfekt planierten Pisten gewohnt, denn das kenne ich aus SFL eigentlich nicht, weil sich im März oft schnell auf stark frequentierten Pisten riesige Haufen bilden und man sich mit Sulz durchaus anfreunden sollte. Aber es gibt auch Zeiten, da firnen bestimmte Hänge wunderbar auf. Da dann darüber zu surfen lässt mich innerlich und auch mal äußerlich regelrecht aufjubeln)
Aber es zieht mich immer wieder regelmäßig nach SFL, wobei man die Veränderungen gut verfolgen kann, denn mein erster Besuch liegt bereits 21 Jahre zurück.

Ich kann nicht wirklich beurteilen wie voll es jeweils in den unterschiedlichen Monaten ist, da ich immer Anfang März dort bin.
Dieses Jahr geht es aber erst Mitte März wieder für eine Woche nach Fiss, weil ich es konsequent vermeide mich an Fasching und Ferienzeiten einzufinden, denn das muss echt der Horror sein. Also kann ich mich folglich mal so richtig in deine Schilderungen einfinden.

Allerdings bin ich eher eine Genussfahrerin und Spätstarter (geh nicht so gerne früh ins Bett, um 10.30 stehe ich im Tal nicht mehr besonders an, fahre Mittags gerne durch, wo man oft recht leere Pisten vorfinden kann und genieße eine letzte, späte Abfahrt, bei der ich sogar oft noch voller Vorfreude abwarte, dass ich allein bin. Trink noch was an den Hütten bis sie Schluss machen und dann fahre ich
z. B vom Schönjoch oben über die geniale Wonneabfahrt mit herrlichem Blick ins Tal ab)
Allerdings bin ich jemand, der keine Pläne mehr für den Skitag macht und spontan entscheide, wo ich fahre. Insbesondere da, wo gerade die Sonne scheint.
Ich weiß auch genau, wo und wann ich bestimmte Pisten/Lifte meide und weiche aus bzw. lasse mich gerne zu Wiederholungsfahrten hinreißen. Besonders, wenn mir dort die Pistenverhältnisse gefallen, denn diese sind durchaus sehr unterschiedlich)
Und wie du bereits schreibst. Die Leute besitzen einen Herdentrieb und lassen manche geniale Piste links liegen.
Insbesondere die Schwarzen fahren nicht wirklich viele.
Ich hatte auch im März schon mehrfach das Vergnügen, die Gonde, Gfall, Grist, ZwölferSportiv, Sportabfahrt, Frommes Extrem - alles für mich tolle Pisten - komplett allein mit meiner Begleitung fahren zu können.
Und es gibt immer noch Pisten, die ich im Gebiet noch nie gefahren bin, weil ich nicht mehr die Jüngste bin, aufgrund von Knieverletzungen und Problemen vorsichtiger fahre und als eher mittelprächtige Skifahrerin mit dennoch Ambitionen vor gewissen Pisten Respekt besitze.
Wie zum Beispiel die Direttissima (die habe ich mir aber diesmal fest vorgenommen) und die schwarzen "Rinnen" am Lazid.
Da habe ich immer Angst, dass die eisig sind.
Eisig (oder mit hohen Buckeln) und extrem steil sind Kombinationen, die für mich gar nicht gehen, wobei ich z. B. die Obere Scheidabfahrt bei guten Pistenverhältnisse liebe)

Auch stimmt es, dass man kurzfristig keine Unterkunft bekommt (und ein Zimmer im Schlosshotel können und wollen sich die meisten dann doch nicht leisten) und ich in meiner Pension auch schon 1 Jahr im Voraus reserviere.
Auch die Hütten sind immer rappelvoll (wobei ich da für mich auch schon ein Konzept entwickelt habe) und abends kann man meist in den Restaurants nur auf zwei Schichten essen.
Ohne Reservierung bist du verratzt, wobei man los Stammgast durchaus auch mal Privilegien genießt.

Ich hoffe, die SFLer besinnen sich und überlegen gut und klug, was sie ihren Orten und dem Skigebiet noch zumuten können.
Aber ich bin guter Hoffnung, dass sie Fehler, die andere begangen haben, vermeiden und bei gewissen Dingen aus Eigeninteresse den Riegel vorschieben.
Sie haben nämlich ihren guten Ruf zu verlieren und auch ein Gebiet, das sich durchaus von anderen abhebt. *
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Re: Serfaus Fiss Ladis - 20.-21.01.2019 - Ich liebe es einfach! (noch)

Beitrag von extremecarver » 28.01.2019 - 17:57

Ich war ja am 24. und 25.01 in SFL - besser als im Dezember da stimme ich dir eindeutig zu. Mir kam es auch etwas besser vor als im Zillertal in selber Woche/Vorwoche - auch wenn die Pisten einfach nur Österreichischen Durchschnitt präpariert werden (und im Zillertal etwas besser finde ich, bzw ist dort der Anteil der sehr gut gewalzten Pisten für mich höher). Im Dezember gibt es einfach keine sonnigen mittelsteile bis steile Pisten auf denen man den Leuten ausweichen kann - da hat man wenn nur die Wahl schattig und leer, oder sonnig und voll - etwa eben weil an der Königsleithenbahn vor Weihnachten meist nur die Verbindung zur Plansegg offen ist, und wenn die Harbalober offen ist - diese meist einfach nicht in gutem Zustand. Die Gristabfahrt ist dann sowieso noch nicht auf. Dazu steht die Sonne im Dezember einfach zu tief (SFL öffnet ja dazu in den letzten Jahren immer erst zur zweiten Dezember Woche).

Für Tirol ist SFL an den sonnigen Tagen in letzter Zeit sicher mit am Optimum gewesen wenn man ein vielfältiges Gebiet möchte - aber mit so einigen Gebieten in Schweiz/Italien zur Nebensaison/Vorsaison kann es für mich eindeutig nicht mithalten, und halt auch nicht mit Skitagen im April in Tirol wenn man dann Wetterglück hat. Dafür ist einfach zuviel los - und man muss halt antizyklisch fahren. Immerhin bis auf Plansegg die Schlangen tagsüber (keine Ahnung wie es 9:15-10:30 in Fiss ausschaut - dass vermeiden ja alle die es können zu Recht) noch okay um mal in einen anderen Gebietsteil zu kommen auch wenn da grad auch viele andere Unterwegs sind (bei mir so 15min anstehen in 2 Tagen insgesamt, wobei das halt durch die schnellere Fahrzeit der Bahnen vs erste Betriebswoche oder Ende April ausgeglichen wird). Und einige Pisten mögen zwar leer sein - waren aber einfach zumindest an beiden Tagen wo ich da war so schlecht gewalzt dass sie mir keinen Spaß machten für mehr als einmal durchfahren (etwa komplette Fisser Südseite, 15,16,17 oder ein paar der Pisten an der oberen Scheid). Die Harbalober war für mich auch Mittags kaputt gefahren, bis dahin aber super! Pezid super, und etwa die 18 wie 19 ganztags super. Grist ganztags super (aber die ist absolut am unteren Ende für mich von der Steilheit her was ich mag). Am Plansegg brauchte man vor 14:30 dafür etwa gar nicht hinfahren - wollte man nicht 2-5min Minimum warten. Lazid zwar einige Pisten gut - aber mir macht das keinen Spaß dort weil bis man wieder oben ist braucht es einfach zu lang für ein kurzes interessantes Stück. Und auch wenn die Pisten in der früh gut ausschauen - sie lösen sich einfach deutlich schneller auf als wenn man da alles mit Seilwinde und viel Aufwand walzen würde (die Einhängepunkte für Pistenraupen in SFL sind ziemlich wenige) - aber je nach Ansprüchen werden dass einige sogar lieber haben als die mit Winde sehr hart gewalzten italienischen Pisten - solange sie halt nicht verbuckeln.
Würden sie in SFL genauso gut walzen wie in großen Teilen Italiens, Zinal oder St. Moritz - dann wären die Tage für mich absolut top gewesen (9 von 10)

Und auch mir wird es in SFL analog den großen Gebieten einfach zu voll. Derzeit im "Januarloch" empfinde ich es als voller wie vor 7-8 Jahren in der Weihnachtswoche auf den Pisten. für mich ist der Punkt in SFL also einfach schon überschritten, und selbiges gilt eigentlich für alle großen Gebiete von 4Berge bis Silvretta. Der Begriff Januarloch war ja mal so weils wirklich leer war auf den Pisten - und keine Wartezeiten an den Liften. Inzwischen sprechen viele Leute ja schon von leer wenn sie kaum anstehen müssen - dass hat mit leer vor 10-20 Jahren (als dazu die Liftkapazitäten nur halb so groß waren, die Pistenflächen aber fast ident bei genug Schnee) einfach nichts mehr zu tun. Mein Lieblingstag in SFL bleibt noch immer der Saisonabschlusstag - bei gutem Wetter. Dann ist es wirklich super leer - und wenns nicht allzu warm ist hat man perfekte Pisten ohne Leute. Es sind ersten etwas mehr Leute geworden wir früher - und zweitens und dass ist glaube ich noch mehr das Problem - die meisten Leute fahren heutzutage einfach mehr Höhenmeter als vor 10-20 Jahren. Sprich evtl "nur" 20-30% mehr Ersteintritte vs damals, aber 100% mehr Skifahrerhöhenmeter pro Tag (grade mit leicht gerockerten Ski (etwa 15% Rocker- 75% Camber- 10% Rocker) fahren Leute mit schlechter/mittelmäßiger Technik einfach leichter als mit den zweiten/dritten Generationen von Carvingski, von alten langen Ski ganz abgesehen). Leider gibt es dazu ja kaum Statistiken - selbst die Ersteintritte werden ja schon kaum veröffentlicht. Im Feber fahre ich außer Samstags ja schon gar nicht mehr in große Gebiete - oder wenn nur bis 10:00 Uhr (und dann halt wohin wo um 7:30 oder noch früher geöffnet wird).

BTW - die Schlange am Bild bei der Sattelbahn - dass sind eher 6-7min und nicht 3-4 IMHO. Hast du da wirklich auf die Uhr geschaut - von den Kartenkontrollen bis zum einsteigen braucht meist alleine schon 3-4min wenn die Leute dicht stehen. Immerhin fuhr sie immer mit 19km/h bei Andrang (wenn sie halt nicht stand was bei mir am ersten Vormittag fast Dauerzustand war).

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Re: Serfaus Fiss Ladis - 20.-21.01.2019 - Ich liebe es einfach! (noch)

Beitrag von Flachlandtiroler » 28.01.2019 - 18:25

Ich war ja nach langer Zeit letzten März wieder dort und muss sagen, dass es für mich wohl vorerst das letzte Mal war. Es ist so unfassbar voll auf den Pisten, dass man nirgends mehr entspannt fahren kann, außer auf den schwarzen Pisten. Meine Freundin, die dort Skifahren lernen wollte, war mit den Massen so überfordert, dass es ihr vollständig den Spaß verdorben hat und ich sie womöglich nie wieder auf die Bretter bekomme. Mit dem Ausbau von Masner und Almlift habe ich befürchtet, dass das Ende beginnt, und so ist es nun auch gekommen. Schade, war lange ein Traumgebiet für mich.
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Re: Serfaus Fiss Ladis - 20.-21.01.2019 - Ich liebe es einfach! (noch)

Beitrag von Wibbe » 28.01.2019 - 19:16

Danke euch allen für das nette Feedback. Freut mich wirklich! Scheint so, als sei meine Leidenschaft für das Skifahren und auch das Gebiet rübergekommen.

Es ist auch sehr interessant, von euren Erfahrungen zu lesen. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass es dem einen schon jetzt zu voll ist und anderen genau so geht wie einem selber.
extremecarver hat geschrieben:
28.01.2019 - 17:57
BTW - die Schlange am Bild bei der Sattelbahn - dass sind eher 6-7min und nicht 3-4 IMHO. Hast du da wirklich auf die Uhr geschaut - von den Kartenkontrollen bis zum einsteigen braucht meist alleine schon 3-4min wenn die Leute dicht stehen.
Nein. Das waren ganz sicher nicht mehr als 3-4 Minuten. Ich bin mehrmals in einer Schlange dieser Länge gestanden und es waren nie mehr - tendenziell sogar weniger. Ich habe sogar extra auf die Uhr geschaut (natürlich bis zum Einstieg). Ich habe nämlich sogar mit diesem Kommentar zum Bild gerechnet, weshalb ich es genau wissen wollte :wink: Ich bin der Meinung, dass Wartezeiten tendenziell immer überschätzt werden. Wenn man ungeduldig ist und wieder hoch möchte, kommen einem eben 3 Minuten oder anders ausgedrückt 180 Sekunden ziemlich lange vor.

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Re: Serfaus Fiss Ladis - 20.-21.01.2019 - Ich liebe es einfach! (noch)

Beitrag von markman » 28.01.2019 - 19:24

Wibbe hat geschrieben:
28.01.2019 - 19:16
Danke euch allen für das nette Feedback. Freut mich wirklich! Scheint so, als sei meine Leidenschaft für das Skifahren und auch das Gebiet rübergekommen.

Es ist auch sehr interessant, von euren Erfahrungen zu lesen. Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass es dem einen schon jetzt zu voll ist und anderen genau so geht wie einem selber.
extremecarver hat geschrieben:
28.01.2019 - 17:57
BTW - die Schlange am Bild bei der Sattelbahn - dass sind eher 6-7min und nicht 3-4 IMHO. Hast du da wirklich auf die Uhr geschaut - von den Kartenkontrollen bis zum einsteigen braucht meist alleine schon 3-4min wenn die Leute dicht stehen.
Nein. Das waren ganz sicher nicht mehr als 3-4 Minuten. Ich bin mehrmals in einer Schlange dieser Länge gestanden und es waren nie mehr - tendenziell sogar weniger. Ich habe sogar extra auf die Uhr geschaut (natürlich bis zum Einstieg). Ich habe nämlich sogar mit diesem Kommentar zum Bild gerechnet, weshalb ich es genau wissen wollte :wink: Ich bin der Meinung, dass Wartezeiten tendenziell immer überschätzt werden. Wenn man ungeduldig ist und wieder hoch möchte, kommen einem eben 3 Minuten oder anders ausgedrückt 180 Sekunden ziemlich lange vor.
also ein Mal Zähneputzen wäre die Wartezeit? Ne, nicht bei der Bahn mit dieser Schlange. Aber viel wichtiger: Vielen Dank für Deinen sehr ausführlichen Bericht!

Gruß,
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Re: Serfaus Fiss Ladis - 20.-21.01.2019 - Ich liebe es einfach! (noch)

Beitrag von Königswelle » 28.01.2019 - 22:55

Vielen Dank für den ausführlichen Bericht! :)

Genau deswegen halte ich auch nichts von einer Verbindung nach See oder irgendwelchen Zubringern aus dem Inntal/Ried.
Auch die geplante Frommesbahn schafft nur noch mehr Leute auf den Berg, und auch wenn am Frommes neue Abfahrten erschlossen werden, zerstört das m.M.n. mehr, als das es das Gebiet aufwertet.

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Re: Serfaus Fiss Ladis - 20.-21.01.2019 - Ich liebe es einfach! (noch)

Beitrag von Wibbe » 29.01.2019 - 17:06

@Königswelle: Genau. Und die Schöngampabfahrten machen nach Bau der Frommesbahn sicher keinen Spaß mehr :naja:
markman hat geschrieben:
28.01.2019 - 19:24
Wibbe hat geschrieben:
28.01.2019 - 19:16
extremecarver hat geschrieben:
28.01.2019 - 17:57
BTW - die Schlange am Bild bei der Sattelbahn - dass sind eher 6-7min und nicht 3-4 IMHO. Hast du da wirklich auf die Uhr geschaut - von den Kartenkontrollen bis zum einsteigen braucht meist alleine schon 3-4min wenn die Leute dicht stehen.
Nein. Das waren ganz sicher nicht mehr als 3-4 Minuten. Ich bin mehrmals in einer Schlange dieser Länge gestanden und es waren nie mehr - tendenziell sogar weniger. Ich habe sogar extra auf die Uhr geschaut (natürlich bis zum Einstieg). Ich habe nämlich sogar mit diesem Kommentar zum Bild gerechnet, weshalb ich es genau wissen wollte :wink: Ich bin der Meinung, dass Wartezeiten tendenziell immer überschätzt werden. Wenn man ungeduldig ist und wieder hoch möchte, kommen einem eben 3 Minuten oder anders ausgedrückt 180 Sekunden ziemlich lange vor.
also ein Mal Zähneputzen wäre die Wartezeit? Ne, nicht bei der Bahn mit dieser Schlange.
Nein, das sehe ich nicht so. Machen wir doch kurz einen Plausicheck:
Die Sattelbahn hat eine max. Förderleistung von 1.750 P/h. Sie fuhr volles Tempo.
Wenn die Bahn vollbesetzt wäre, sind das 87 Personen in 3 min. bzw. 116 Personen in 4 min.

Ein realistischeres Szenario ist eine durchschnittliche Besetzung von 75% (also 3 Personen pro Sessel).
In diesem Fall haben wir 66 Personen in 3 min. bzw. 87 Personen in 4 min. Wenn ich mir jetzt das Foto von der Sattelbahn ansehe, komme ich mit viel wohlwollen auf höchstens 80 Leute. Ihr dürft gerne nachzählen :wink: Zudem war ich ja alleine unterwegs, wodurch ich in der Schlange schneller vorankomme als eine Gruppe.


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Re: Serfaus Fiss Ladis - 20.-21.01.2019 - Ich liebe es einfach! (noch)

Beitrag von Der Obere-Scheidler » 12.03.2019 - 20:16

Um Serfaus-Fiss-Ladis auch in Zukunft attraktiv zu halten, sind m.E. einige Investitionen, vor allem in die Infrastruktur der Aufstiegsanlagen, zu tätigen. Einfach um die Qualität des Schigebtietes zu erhalten und mit den direkten Konkurrenten Ischgl und Lech qualitätsmäßig gleich zu ziehen:

1. Neue Planseggbahn, 8er Sessel, kinderfreundlich
Neue Planseggbahn 2, 8er Sessel, kinderfreundlich, Trasse (mit gleichem Ausgangspunkt wie bisher) nach rechts in Richtung Brunnenkopf, Abfahrtsmöglichkeiten zurück zum Komperdell oder
in Richtung Südabfahrt/Königsleithe etc.
2. Alte Lazidbahn mit neuem Einstieg im Laustal, für Wiederholungsabfahrten am Lazid
3. Neue Lazidbahn, Trasse nach links versetzt, Ausstieg links neben Lassida/Hohe-Pleis
4. Lift (Pendelbahn) zum Furgler, Glockhäuser, um interessante (schwarze) Abfahrten zu erschließen und gleichzeitig (irgendwann) ein Hinüberwechseln nach See ermöglichen
5. Austausch der carvatech-Gondeln gegen CWA-LW1-Gondeln (v.a. Alpkopf/Sunliner), Umbau der Einstiege auf ebenerdig (low entry) - die Gondeln sollten den SFL-Qualitätsgedanken transportieren.
6. Anbindung des Sunliners über ein Förderband (durch die jetzigen Toilettenanlagen der Komperdellbahn-Talstation), um die Anstehsituation morgens im Tal zu entlasten. Generell
wird diese Bahn zu wenig frequentiert. Dies liegt m.E. an der schlechten Anbindung... dort durch die Massen an der Mittelabfahrt zu laufen hält allein schon Viele von der Benutzung ab - und
morgens wäre eine optimale Anbindung vom Vorplatz Komperdellbahn Talstation zum Sunliner geradezu ideal.
7. Schidepot bei der Komperdellbahn in die bestehende Garage ebenerdig verlegen, Seilbahn-Garage nach unten. Damit wird die Barrierefreiheit erreicht und eine angenehme Deckenhöhe bei
gleichzeitig mehr Raum und besserem Belüftungssystem. Die Gäste würden es definitiv danken.
8. Rolltreppe nach unten vom Vorplatz durch das Gebäude zum Ende der Waldabfahrt. Ältere Gäste und Kinder werden es danken.
9. Die Zwischenstation Alpkopf... ein bisschen Unsinn?! Die Station sollte eine echte Mittelstation mit zweiseitigem Zustieg sein. Kinderwagen über die Schipiste und erst ganz nach oben ist ein Witz...
mit einem Einstieg auf Talabfahrtseite wäre der Zustieg wesentlich einfacher und die Gondeln leer (zumindest bis ca. 15:00 Uhr).
10. Anbindung von Ladis an die Nordseite: Längst (!) überfällig. Warum gibt es das nicht? Das bisherige System - erst nach Fiss und dann nach oben - wer hat sich das ausgedacht?
Eine direkte Bahn müsste dort längst stehen.

Alles in allem ein Top-Schigebiet, aber die letzten Jahre wurde die Infrastruktur (abgesehen von der Dorfbahn) etwas vernachlässigt. SFL sollte den Anschluss nicht verlieren.
Besser Ski-fahren als Lang(e) laufen

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