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Brandnertal am 08.02.2019 - Licht und Schatten

Verfasst: 18.02.2019 - 16:43
von Chense
Bevor ich zu meinem bisherigen Highlight der Saison komme schiebe ich noch einen Kurzbericht nach.

Am 8.2.2019 ging es zum Firmenskitag und passenderweise nach 8 Jahren mal wieder ins Brandnertal ... Natürlich habe ich nicht allzuviele Fotos geschosssen, dennoch wollte ich euch ein paar Eindrücke nicht vorenthalten.

Vorab: Es hat sich bestätigt, was ich schon vor 8 Jahren dachte.

Um 7:15 ging es in Doren mit dem Bus los Richtung Brand und der Wettergott hatte es gut gemeint ... Angenehme Temperaturen, die es erlaubten in der Fleecejacke zu fahren, kaum Wind und Sonne ohne Ende ... ja so kann ein Tag los gehen.

So ging es dann auch gegen 9.15 mit der Dorfbahn rauf ins Skigebiet und zuerst wurden einmal 2 Runden an der Gulmabahn gedreht, auch um ein wenig die Gruppen zusammenzubringen die am Ende dann auch den ganzen Tag so verbrachten ... nennen wir sie die Verrückten und die ein bisschen weniger Verrückten.

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^ Nach der Findungsphase ging es dann zum klaren Highlight des Gebietes - Der Glattjochbahn - Los war wie man sehen konnte nicht viel aber auch nicht garnichts, doch im Endeffekt verteilte es sich sehr gut ^

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^ Während der Fahrt hinauf auf immerhin knapp 2000m dachte ich mir wie schon damals, wie schön dort hinten links in der Geländekammer noch ein Lift wäre (allerdings ziemlich lawinengefährlich das ganze) - Hier sieht man auch schon einen der Gründe, warum ich die Glattjochbahn als Highlight sehe - Voll in der Sonne und sehr viele (ich glaube 6) Abfahrtsvarianten, die sich doch ziemlich unterscheiden ^

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^ An der Bergstation angekommen - Jawoll Kaiserwetter! ^

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^ Sehr gut gefiel mir die Route, die zwar präpariert ist, aber einfach nochmal ein ganz anderes Profil hat als die anderen Pisten - Oben recht steil ... ^

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^ Dann sanft kupiert und Carvingtauglich ... immer mit leichter Querneigung - Bevor sie unten flach ausläuft und in den Ziehweg mündet der zur Talstation führt ... ^

Ja und da fangen wir dann auch nach all dem Licht langsam ein wenig mit dem Schatten an (allerdings mit dem weniger schlimmen) ... Unten kommen die Route und 2 Pistenvarianten auf einen Ziehweg zusammen, bei dem die Einfädlung der Route nicht wirklich gut gelöst ist (gefährliche Situationen möglich) zudem war der Weg schon bei dem wenigen Andrang relativ voll ...

Bevor ich aber weiter meckere machten wir uns nach noch einigen Runden auf die Talabfahrt nach Palüd ..

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^ Diese hat oben ein wirklich geniales Gefälle zum Carven und den Ski einfach mal ziehen lassen ... ^

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^ ... bietet zwischendrin wie auch einige andere Punkte im Skigebiet einen netten Ausblick Richtung Lünersee ... ^

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^ ... um dann unten leider recht flach und stellenweise vollplaniert auszulaufen ... Schade der obere Teil wäre nämlich "GEIL!" ^

Also ging es dann auch gleich wieder rauf mit der Palüdbahn und aufs Glattjoch um ins Lorenzital und damit wieder zurück Richtung Dorfbahn / Gulma zu wechseln ..

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^ Rückblick vom Lorenzital Richtung Glattjoch - Der Bereich ist wirklich wirklich toll ^

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^ Ist es doch quasi eine Außenrumabfahrt mitten durchs Skigebiet ... man fühlt sich wie im nirgendwo ^

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^ und für Leute die das besser beherrschen als ich ist es auch ein sehr netter Tiefschneehang - allerdings läuft das Tal sehr flach aus ^

Wir drehten dann noch eine Runde an der Gulmabahn, wo sich dann einige Richtung Bierchen an der Niggenkopfbergstation verabschiedeten, während wir wenigstens nochmal runter fuhren zur Talstation der Niggenkopfbahn 2 und mit der gemütlichen DSB raufschwebten um ein Bier zu trinken ... anschließend nochmal eine Runde an der Gulmabahn, bevor es dann zur Panoramabahn ging

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^ Die 2007 erbaute Panoramabahn von Steurer verbindet ja die beiden Skigebiete Brand und Bürserberg miteinander - Wir waren gegenüber im Frööd zum Essen eingeladen ^

Naja und ab da wurde es dann eben ziemlich ... "schattig" ... und die Erinnerungen an das letzte mal Brand flammten wieder auf.

Nun ist das Frööd ja ohnehin nicht gerade der Typ "gemütliche Hütte" wo ich zum Essen hingehen würde ... aber für den Anspruch den die da haben war ich schon sehr enttäuscht ... wir trafen um kurz vor 1 an unseren reservierten Tischen ein ... gegen halb 2 war dann endlich mal ein Getränk da kurz darauf die Suppe ... dünn ... sehr dünn aber naja ist man aus Skihütten ja gewohnt ... um 2 ging es mit dem Hauptgang weiter ... Hirschburger ... nur leider kalt ... nicht gewürzt ... das "getoastete Bauernbrot" waren 2 Scheiben die eher an labbrigen Toast erinnerten ... nunja gegen halb 3 verabschiedete ich mich dann vorerst von den Kollegen ... ich wollte ja noch ins Tal runter und die uralte Steurer DSB fahren. Immerhin ja zusammen mit den Anlagen in Andelsbuch die älteste noch in Betrieb befindliche Steurer-Sesselbahn aus dem Jahre 72.

Naja die Pisten konnten mich wie beim letzten mal nicht überzeugen ... da mag auch der hereinziehende Schatten damit zu tun gehabt haben, aber auch allgemein ... sie wirkten obwohl nicht mehr modelliert wie in Brand langweilig ... lieblos präpariert ... der Spaß war nicht so ganz da ... dem Faß den Boden ausgeschlagen hat dann aber die Bergfahrt mit der Anlage ...

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^ Die Bahn wäre ja schön ... wenn sie nicht durch hässliche Podeste total verunstaltet worden wäre ... und am heutigen Tage nicht mit etwa 1,2 bis 1,5 m/s dahingetingelt wäre und bei JEDEM einzelnen Fußgänger der unten ausstieg angehalten worden wäre und das für mehrere Minuten ... ich hatte schon Angst mir würde es am Ende wie Karl-Friedrich-Sattmann gehen.

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^ Weiter ging es dann mit dieser Krücke ... zwischendrin fuhren wir mal ein paar Minuten lang "ultraschleich" also gefühlt 0,3 m/s ... mir kam der Gedanke, warum man nicht diesen Gebietsteil einfach sterben lässt ... schade drum wärs nicht ^

Eigentlich wollte ich dann nur noch mit der DSB rauf und rüberfahren, aber gerade oben am Ausstieg traf ich meine Kollegen wieder und die wollten nochmal die durchaus rassige schwarze nehmen ... ich fuhr natürlich mit und wurde etwas versöhnt ... die Piste ist wenigstens schön steil ... war die am besten präparierte im Skigebiet und machte im Ansatz sogar Spaß.

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^ Nun wurde es aber Zeit zurückzufahren ... über eine durchaus urige Abfahrt geht es zum hintersten Schlepper im Gebiet der gleichzeitig die Anbindung Richtung Brand herstellt ^

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^ Noch waren wir frohen Mutes ... naja wir wussten ja nicht was uns erwartet ^

Den Verbindungsziehweg kannte ich vom letzten mal nicht, sonst wäre ich ihn sicher nicht gefahren ... eh schon durchgehend eher eine Langlaufloipe mit mehreren kurzen Schiebestücken (und das bei dem schnellen Schnee na gut nacht wenns bremsig ist) muss man am Ende noch einen Anstieg von etwa 20 Höhenmetern bewältigen um dann im flachen Teil des Lorenzitals zu landen und wieder Richtung Gulmabahn zu kommen.

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^ Mit dem schlechten Eindruck wollte ich den Tag aber nicht beenden, also nochmal mit der Gulmabahn rauf - Die Piste war immernoch in ordentlichem Zustand ... also gleich nochmal ^

Dann ging es aber endgültig über die Talabfahrt die mit menschlichen Slalomstangen und Familientragödien gespickt war runter und in den Heuboden zum Apres-Ski bevor uns der Bus wieder zurückbrachte ... am Abend kam dann noch ein "Relikt der Seilbahntechnik" zu mir zu Besuch um die nächsten 2 Tage skizufahren ...