Nach einiger Abstinenz meinerseits in Tirol, habe ich nun die Möglichkeit, wieder ein langes Wochenende frei zu nehmen und etwas Skifahren zu gehen.
Da die Unterkunft im Oberpinzgau liegt, bot sich da Kitzbühel bei der Anreise super an. Da ich trotz Samstag super durchkam, fuhr ich auch gleich hinter bis Breitmoos und startete somit an der 2. Sektion der Panoramabahn in den Skitag.
Die letzten Tage müssen für den Schnee übel gewesen sein, z.B. mit Regen bis nach ganz oben. Am Morgen waren die Verhältnisse nahezu unfahrbar, zumindest in den oberen Lagen. In den höheren Lagen lag Betonschnee, in den man einfach keinen Schwung gescheit setzen konnte. Unten raus war es dann halt einfach nur sulzig, was ich nicht schlimm fand. Die ersten 1,5h musste man daher einfach zusehen, dass man die Zeit rumbringt und nicht stürzt, weil an Skifahren war nicht wirklich zu denken. Sobald es aber auch oben normal sulzig wurde, war dann alles wieder gut fahrbar. Vor allem unter Anbetracht dessen, dass ich heute um 03:10 Uhr aufgestanden bin und anschließend noch 4h Auto gefahren bin, war ein solcher Start in den Skitag natürlich sehr anstrengend.
Da leider sehr viel los war, wurden die Pisten binnen kürzester Zeit zu Grunde gerichtet, sodass auch hier der Skispaß sehr schnell gemindert wurde. Die Hauptpisten waren höllisch aufgebuckelt und daher überhaupt keine Freude. Ich habe mich dann vorzugsweise auf die Talabfahrten zurückgezogen, da diese zwar sehr weich waren, aber aufgrund der geringeren Frequentierung nur wenig verbuckelt.
Das Wetter startete bewölkt mit diffuser Sicht. Vor Mittag setzte sich dann die Sonne durch und blieb dann auch bis kurz vor Betriebsschluss, ehe wieder Wolken aufzogen. Dazu wehte stürmischer Wind, der aber keine Auswirkungen auf die Lifte und Bahnen hatte.
Ich habe wieder bewusst den Skitag im hinteren Skigebietsteil begonnen, um etwas antizyklisch fahren zu können. Dieser Plan ging zwar grundsätzlich auf, aber es war heute deutlichst mehr los, als bei meinem letzten Besuch diese Saison. An den KSBen im Paß Thurn-Gebiet kam es schnell zu Wartezeiten von ca. 3-4min. Die Verbindungspisten waren überfüllt. Als ich gegen Mittag im Hauptgebiet ankam, waren die Wartezeiten frühlingstypisch nicht mehr vorhanden, da wahrscheinlich die meisten Leute sich auf eine Hütte gesetzt haben. Man konnte allerdings beobachten, dass das antizyklische Fahren sich grundsätzlich wieder ausgezahlt hat, weil auf dem Rückweg war am SL Gauxjoch eine riesen Warteschlange von bestimmt 15-30min (kann das schlecht abschätzen) vorhanden.
Insgesamt war das heute aber ein sehr schlechter Skitag und muss sich so nicht so schnell wiederholen. Insbesondere der Betonschnee war sehr ätzend.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher:
Bilder:

Morgendlicher Blick zur Resterhöhebahn. Die Wolken waren noch dicht und der Schnee war Beton.

In Richtung Süden zeigen sich aber bereits die ersten Wolkenöffnungen

Blick Richtung Zweitausender vom Trattenbach, wo es langsam auflockert. Die Route am Dreier war präpariert und daher am Morgen gut zu fahren, besser als alle sonstigen Pisten im Bereich

Auf dem Weg ins Hauptgebiet streute ich eine Abfahrt am Bärenbadkogel II ein, wohlwissend, dass man an der Talstation anstehen muss. Aber dafür war die Abfahrt ganz nett

Die Talabfahrt nach Jochberg ging dann gut. Sie war zwar weich, dafür aber nicht übermäßig befahren.

Im Kitzbüheler Hauptgebiet waren dann die Pisten schon arg gebeutelt. Hier auf dem Weg zur Brunn

Blick in Richtung Pengelstein. Die Fernsicht war heute toll, sobald es aufgelockert war

Da es im Gebiet oben ziemlich schlecht zu fahren bin, fuhr ich dann vorzugsweise auf den Talabfahrten, wie z.B. hier auf der Maierl-Talabfahrt. Die Talabfahrten waren in Anbetracht der Umstände gut zu fahren.

Blick von der Ehrenbachhöhe Richtung Steinbergkogel

Auch die Fleck war an sich in Ordnung zu fahren.

Einfahrtstützen Fleckalmbahn

Auf der Fleck. An sich eine schöne Abfahrt, die ich sehr selten fahre

Blick aus der Jufenbahn

Schlusshang zur Talstation 8KSB Steinbergkogel. Trotz der großen Haufenbildung heute eine der „besseren“ Pisten

Gegen 14:30 Uhr machte ich mich dann mit der 3S auf den Rückweg und war hier schon wieder am Gauxjoch

Diejenigen, die wieder zurück nach Kitzbühel mussten, müssen sich am Gauxjoch die Beine in den Bauch stehen. Keine Ahnung, wie lange das dauert. Aufgrund unfähiger Menschen hielt der Lift auch ständig an oder musste verlangsamen und Bügel blieben leer oder wurden nicht voll besetzt.
Die klassische Runde in Kitzbühel ist einfach sehr wartezeitanfällig. Glücklicherweise kann man die klassische Runde sehr leicht antizyklisch fahren.

Pinzgau-Blick. Immer wieder schön

Bergstation Panoramabahn

Panoramaabfahrt. Auch ein ziemlicher Acker zum Schluss.
Fazit:
Das war heute gar kein guter Tag. Das Wetter hat es aber wohl auch nicht möglich gemacht, dass die Bergbahnen bessere Verhältnisse anbieten hätten können. Der viele Regen bis ganz hoch und der Beton-Neuschnee sorgten für sehr schwere Verhältnisse. Gerade am Morgen war es in den Bereichen, wo es den „Neuschnee“ gab, war es unfahrbar. Sobald es nur sulzig war, ging es dann, wobei der Sulz heute aufgrund der Vorgeschichte des Wetters noch schwerer als üblich war, sodass das Sulzskifahren nicht so viel Spaß machte, wie sonst.