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30/31.03.2019 | Kleinwalsertal Teil 3 - Dorfliftidylle und Traumfirn am Muttelberg

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30/31.03.2019 | Kleinwalsertal Teil 3 - Dorfliftidylle und Traumfirn am Muttelberg

Beitrag von Gleitweggleiter » 05.04.2019 - 22:03

Fakten:
Anfahrt: München - A96 - B12 (Marktoberdorf) - Mittelberg in 2:05h (keine Verzögerung) und retour
Wetter: klassische Frühjahrsverhältnisse, moderat warm (ca. 5 Grad @ 2000m)
Wartezeiten: 0 FBM
Schneeverhältnisse: sulzig, am W'horn in steiler S-Seite bis Mittag gefroren; am Muttelberg SO-seitig toller Firn auch im Gelände; wirklich aufgefahren nur am Ifen; keine Eisplatten/Steine

Gefallen:
- immer wieder großartig im Kwt in und zwischen den Dörfern ski zu fahren, wohl eine einmalige Kulisse
- Lieblingslifte erneut: Schlössle und Maisäß, praktisch Privatpiste
- geniale Firnverhältnisse auch neben der Piste am Muttelberg

Nicht gefallen:
- doch vergleichsweise zerfahren am Ifen - erster Eindruck der Modernisierung somit negativ (hat aber eine zweite Chanche verdient)
- durch Sulz doch etwas Schieberei auf den Verbindungswegen

Gefahren: (beide Tage)
Mittelberg
- 2SB Zaferna (3x)
- 1SL Moos (2x)
- Förderband Schützabühl: 2x
- 2SL Maisäß: 5x
- PB Walmendingerhorn (1x)
- 4SB Muttelberg (3x)

Hirschegg
- 2SL Schlössle (3x)
- 2SL Hubertus (1x)
- 4KSB Heuberg (4x)
- 2SL Heubergmulde (2x)
- 2SL Schöntal (1x)
- 10EUB Ifen I+II (1x)

Noch einmal ging es an diesem traumhaften Wochenende ins wunderschöne Kleinwalsertal. Jetzt in der Nebensaison konnten wir auch ziemlich problemlos spontan eine Unterkunft in Mittelberg finden, was sonst im Winter ja eher nicht so einfach ist. Aufgehalten haben wir uns an beiden Tagen links der Breitach, also überwiegend im Talskigebiet und am Walmendingerhorn; am durchmodernisierten Ifen hat es leider nur für einen kurzen Abstecher und eine Abfahrt gereicht. Die entspannte Stimmung im Tal war wieder einmal großartig - vor allem an den SL Schlößle und Maisäß wo man wie üblich auch nachmittags noch frische Spuren ziehen konnte. Dazu dann noch traumhafter Firn am Muttelberg - was will man denn mehr? Der Abstecher zum Ifen fiel dann leider etwas ab. Ich kenne das Gebiet nur vor der Modernisierung und insofern hätte dank der Kapazitätssteigerungen klar sein müssen, dass hier nachmittags schon alles kaputt gefahren sein würde. Hier muss ich mir das Gebiet aber nochmal am Vormittag anschauen, um ein fundiertes Urteil bilden zu können - der Flair und Charme (wozu als Kehrseite zugegebenermaßen auch Wartezeiten von 20min gehörten) ist aber auf jeden Fall großteils verschwunden.
Logistisch hat es für die beiden SL Wildental (müsste man von Mittelberg/Jedermannlift mit dem Bus fahren) sowie Ideallift und Schwandlift in Riezlern (laufen über Breitachbrücke) leider wieder nicht gerreicht, somit gibt's noch was zu entdecken für nächste Saison...

Jedenfalls ging's am Samstag nur noch nachmittags von Mittelberg mal kurz zum Heuberg rüber, und hier vor allem für ein paar Fahrten am Schlößle. Wie immer ein Traum. Momentan mein absoluter Lieblingslift (vor Maisäß und Prodel in Thalkirchdorf). Die Heuberglift-Abfahrt war dafür nicht so toll, in den schmalen Passagen doch ganz schon aufgefahren. Im Frühjahr verträgt das die Piste nicht so gut. Hubertus war ganz okay, hier war es etwas zerfahrener als am Schlößle, denn in die Abfahrt fährt man von oben relativ schnell mal rein (auch wenn man es nicht aufs Schlepperfahren absieht), während man für den Schlößle ja unten erst ums Eck fahren muss, man ihn also schon gezielt suchen muss.
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1- Sehnsuchtsziel Wildentallift, hat leider wieder nicht geklappt
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2- Der fotogene Schlösslelift
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3- Pistenzustand Schlössle nachmittags gegen 15 Uhr bei ca. 10 Grad...
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4- Hubertus, im Vergleich schon etwas aufgefahrener aber okay
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5- Rückkehr nach Mittelberg
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6- In Mittelberg am Förderband
Am Sonntag ging es dann zwar relativ früh, dank der Zeitumstellung aber doch recht spät aufs Horn - der Parkplatz war am letzten Betriebstag übrigends vielleicht zu einem viertel gefüllt, wenn überhaupt. Wartezeiten an der PB gab es keine bzw. nur 2-3 Minuten auf die Abfahrt, die Kabine war aber schon fast voll. Oben dann eine kleine Überraschung: Da es letztlich doch schon halb 12 war, hätte ich erwartet dass die steile Südseite schon arg bremsig wäre. Das Gegenteil war der Fall, noch knallhart gefroren. Im flachen Auslauf war es dann aber schon angenehm aufgeweicht. Das Highlight waren aber die Abfahrten auf und neben der Route "Steilhang" am Muttelberg, dank Bombenfirn war das auch im "Gelände" super zu fahren, praktisch wie auf der natürlich ebenfalls tollen Piste. Die Außenrum-Route war vermutlich wegen Lawinengefahr geschlossen, die führt ja unter sehr steilen Grashängen entlang.
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7- Standardbild W'horn - markant der Widderstein, höchster Kleinwalsertaler
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8- Irgendwo hier müsste früher der Guntschaulift in Baad gewesen sein...
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9- Hauptabfahrt am Horn, mittags noch knallhart
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10- Einfahrt in die Route "Steilhang" am Muttelberg (präpariert, also faktisch schwarze Piste)
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11- Firntraum am Muttelberg
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12- Firntraum am Muttelberg
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13- Firntraum am Muttelberg
Nach ein paar Abfahrten ging es dann aber wieder nach Mittelberg runter, weil wir noch zum Ifen rüber wollten (im nachhinein gesehen war es wohl zu optimistisch, da sich die Verbindung doch zieht). Die Talabfahrt ging jedenfalls gut, im Flachstück kam man trotz Sulz fast ohne Schieben durch. Um direkt zum Maisäß-Schlepper rüberzukommen ging es über die Bühl-Route runter, das ist eine wirkliche Route, also nicht präpariert und ziemlich anspruchsvoll. Eigentlich eine astreine Buckelpiste, heute war es aber eher loser Sulz auf hartem Untergrund, nicht leicht zu fahren. An einer Stelle musste man aufpassen, nicht in einem Gleitschneeanriss hängenzubleiben (Lawinengefahr hier aber von der Neigung her wohl nicht gegeben), mir hat's dann an einer anderen Stelle im tiefen Sulz trotzdem noch (ungefährlich) den Ski ausgezogen. Insgesamt also ein ziemliches Gewürge (wenn halt die Technik fehlt), aber die Schieberei vom Mosslift her wäre bei dem Schnee auch nicht weniger anstrengend. Die Mühe hatte sich aber gelohnt, mal wieder praktisch Privatlift am Maisäß, ähnlich wie am Schlößle. Er ist mit etwa 70 HM zwar recht kurz, die blaue Piste ist aber interessant gewellt und daneben hat man einen ganz netten Wellenkurs aufgebaut.
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14- Talabfahrt Horn
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15- Entspannter Beginn der Bühl-Route
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16- Wieder Schwerstarbeit in der Bühl-Route
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17- Kupierte Piste am Maisäß
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18 - Maisäß mit Trasse
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19 - Maisäß
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20 - Talstation Maisäß und dahinter Mittelberg
Durch recht späten Start und die Trödelei am Maisäß war es doch schon recht spät, es ging aber noch Richtung Heuberg. Hier gab es noch ein Zeitfenster von einer knappen Stunde für den Ifen - klingt erstmal nach ausreichend für 2-3 Abfahrten, aber durch die (kurze) Busfahrt (Pendelbus Fuchsfarm-Ifen) mit etwas Warten etc. geht doch einiges an Zeit verloren und effektiv hat es - ohne Stress - für eine komplette Abfahrt am Ifen gereicht, das sind ja auch einige Kilometer. Hier war dann selbst die blaue Abfahrt (den tollen Außenrum-Gleitweg leider verpasst, hier muss man an der Bergstation gleich links abbiegen) doch arg zerfahren, war okay, aber auch nicht wirklich spaßig. Sicherlich auch eine Folge der Modernisierung - für ein abschließendes Urteil muss ich hier aber wie gesagt nochmal für ein paar Stunden morgens/vormittags antreten. Warscheinlich wäre es besser gewesen, noch ein bisschen am Parsenn und natürlich Schlößle zu cruisen - aber geschenkt.
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21- Blaue Abfahrt am Ifen, für mehr Fotos hat's leider nicht gereicht
Zurück hat es dann auch gerade so für den 16 Uhr Pendelbus gepasst, und damit auch via Heubergbahn für die letzte Auffahrt in der Heubergmulde (kurz vor Liftschluss um 16:30), von wo aus man dann ja ohne weitere Lifte bis zum Parkplatz am Walmendingerhorn zurück gleiten kann. Notfalls könnte man aber problemlos auch vom Walserhaus (Talstation Heubergbahn) mit dem Bus zurückfahren, der aber nur mit Gästekarte inkludiert ist.
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22- Letzte Aufahrt in der Heubergmulde, die Piste sah eigentlich auch lecker aus, besser jedenfalls als am Ifen...
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23- Gleiterei zurück nach Mittelberg
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24- Wieder an der Talstation Walmendingerhorn
Damit ging ein großartiges Wochenende zu Ende, wo mal wieder der Genuss, Pistenqualität, Ästhetik und Flair im Vordergrund standen und nicht unbedingt das Höhenmeterfressen - nur der Ifen passt insofern vermutlich nicht (mehr) ganz dazu...
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