Informationen zum Coronavirus SARS CoV 2


Informationsthread / Diskussionsthread

Das Alpinforum wird ausschließlich durch Werbung finanziert.
Wir würden uns freuen, wenn du deinen Adblocker für das Alpinforum deaktivieren würdest! Danke!

Karlift, Waldrastlift, Moosberglift am 02.03.2019

Austria, Autriche, Austria

Moderatoren: tmueller, TPD, Huppi, schlitz3r, snowflat

Forumsregeln
Benutzeravatar
vovo
Nebelhorn (2224m)
Beiträge: 2258
Registriert: 04.10.2006 - 20:22
Skitage 17/18: 13
Skitage 18/19: 12
Skitage 19/20: 5
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: München
Hat sich bedankt: 71 Mal
Danksagung erhalten: 143 Mal

Karlift, Waldrastlift, Moosberglift am 02.03.2019

Beitrag von vovo » 19.11.2019 - 00:10

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

10 Jahre, nachdem ich mal im späten April 2009 an der Talstation herumgelungert hatte und den benachbarten LSAP-Schlepper in Heiterwang abgelaufen war, sollte es sich endlich einmal ausgehen, den Karlift im Winter zu besuchen. Ich hatte zwischenzeitlich nicht damit gerechnet, dass dieser einzelne Schlepper dort unten so lange überleben würde. So war ich froh, an jenem trüben 2. März 2019 hier ein paar Abfahrten und vor allem Liftauffahrten unternehmen zu können.

Danach ging es noch zum Waldrastlift nach Reutte und schließlich noch zum Moosberglift, einem Kurzbügler mit Liftomat 2000 in Weissenbach im Lechtal.

Bild
In der Früh hatte ich mir leider zu viel Zeit gelassen und musste am Ende der A 95 bei Eschenlohe ewig im Stau stehen, was ich sonst eigentlich nur von den Rückfahrten kenne. Schon davor hatte es Stau gegeben und auch weiter auf dem Fernpass ging es später nur sehr zäh weiter. Insgesamt benötigte ich die doppelte Zeit für die Anfahrt. Aber später erfuhr ich, dass es an jenem Tag in den Morgenstunden auf jener Straße ganz in der Nähe vom Karlift einen tödlichen Unfall hatte. Da ist so ein Stau dann wieder plötzlich gar nichts.

Bild
Bald historisch: Die B2-Durchfahrt in Oberau. In wenigen Jahren rollt man hier durch den Tunnel und so sehr ich manchen Ersatz bei alten Bahnen und Liften verfluche – bei Straßenbauten verhält sich das umgekehrt. Bis 2000 ist man in Farchant, wo es dreispurig durchs Dorf ging, auch noch immer gestanden...

Bild

Bild
Immer wieder hatte ich mich über freie Fahrt gefreut, um gleich darauf wieder im Staut zu stehen. So war das Eintreffen am Karliftparkplatz ein befreiender Moment. Endlich hatte es nicht nur in Bezug auf die 10 Jahre „in Planung“, sondern auch auf die endlose Anfahrt geklappt. Während auf der dicht, aber unsichtbar neben der Talstation vorbeiführenden Fernpaßstraße weiterhin Stau und stockender Verkehr herrschte, erkundete ich den Schlepper.

Bild

Bild

Bild

Bild
Eigentlich sind solche urigen Einkehrmöglichkeiten immer ganz nett (außer die „Currywurst“ im Wiedhagstüberl vor dem KSB-Bau...), aber in Anbetracht des zähen Verkehrs setzte ich später lieber ohne Mittagspause nach Reutte über.

Bild
Blick auf Heiterwang – rechts die neue Fernpass-Umgehungsstraße, links hinten halb durch den Ort die alte Strecke, die seinerzeit aber bereits eine Ausbaustrecke darstellte, da es ganz früher mal in Kurven durchs ganze Dorf ging.
Vor 10 Jahren beim Frühjahrsbesuch hier war die Umgehung noch im Bau – sie führt genau da vorbei, wo einst der 2. Heiterwanger Lift startete. Vermutlich hat man das Talstationshäusl gleich mit abgerissen. Schade – ein 2. Schlepper wäre noch ganz nett gewesen, aber ich war ja froh, den Karlift wenigstens noch fahren zu können.

Bild
Weils grad passt: an einer Hütte etwas weiter oben hängt direkt zur Schlepptrasse gewandt noch ein historischer Plan, der hier schon mal im Forum aufgetaucht ist. Der linke ist der LSAP-Lift, der rechte der Karlift eben.

Bild

Bild
Ich hatte den Schlepper fast für mich alleine...einsam zog es einen durch den Wald. Aufgrund des trüben Märztages herrschte da oben irgendwie eine düstere Stimmung. Die in Nebelfetzten gehüllte Burgruine Ehrenberg rundete dieses Bild ganz gut ab.

Bild

Bild

Bild

Bild
Seitenblick Richtung Reutte

Bild
Bist auf den Liftler ganz allein...

Bild
Düstere Stimmung hoch über der Fernpassroute

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild
Die Abfahrt enttäuscht – sie geht flach dahin – aber ich war ja hauptsächlich gekommen, um den Einzellift mal zu fahren.

Bild
Nach ein paar Fahrten begab ich mich wieder auf die Fernpassstraße und rollte Reutte entgegen. Dank Navi fand ich den Waldrastlift unterhalb der Ruine Ehrenberg recht schnell – nach 10 Jahren hätte ich den Weg dorthin nicht mehr gewusst. Vor Ort am Stadtrand hätte es noch einen weiteren Lift gegeben, aber das war lt. 2009er-Besuch nur ein Seillift, sodass ich direkt Richtung Ruine steuerte. Gegenüber läuft links der Hahnenkammbahn noch der Schollwiesenlift, den ich schon kannte und zwei weitere Reuttener Talschlepper rechts des Hauptskigebiets schlummern längst im LSAP-Himmel.


Bild
Am Waldrastlift war gut was los, aber ich hatte Glück bei der Parkplatzsuche und trotz eines Kinderrennens war eine Piste fürs gemeine Volk geöffnet. Trotz Andrang herrschte eine gelassene Stimmung – allein schon die Leute vom Lift waren total freundlich. Man schwatzte noch über den Stau und die Schneelage ehe ich mich in die Schlange stellte.

Bild
Ein Holzsessel von einem ESL??? Der Liftler erzählte mir dann auf Nachfrage, dass es hier ganz früher mal einen ESL gegeben hätte, was ich bis dato nicht gewusst hatte. Jahreszahlen kannte er aber keine auswendig und angeblich gibt es außer dem umgebauten Talstation keine Reste mehr, auch nicht oben. Aufgrund des trüben Tages konnte man im Wald hinter der Bergstation nichts erkennen. Der ESL soll lt. Liftler die gleiche Trasse wie der Schlepper gehabt haben.

Bild

Bild
Zoom auf die Trasse

Bild

Bild

Bild
Da sollte man nicht rechts von der Spur hinausfallen (also links von oben gesehen)...

Bild
Interessant fand ich diese Niederhalter, die auffallend oft verbaut waren.

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild
Trüber Märztag in Reutte – aber der Schnee war noch recht fahrbar und bei Sonne wäre es ganz schnell ganz weich geworden.

Bild

Bild

Bild
Die Burgruine und der Lift – das hatte was.

Bild

Bild

Bild
Jesus neben der Schlepptrasse... gehört sich für einen kultigen Einzellift.

Bild

Bild
Später mal noch ein Telezoom zum flachen Schollwiesenlift, den ich 2010 mal gefahren bin.

Bild
Da müsste rechts der Hahnenkammbahn mal noch einer der beiden LSAP-Tallifte verlaufen sein. 2009 standen Berg- und Talstation noch – in letzterer samt Antrieb.

Bild
Das modernisierte Skigebiet Hahnenkamm mit der alten Pendelbahn-Bergstation rechts am Bildrand. Die neue Bahn bin ich noch gar nicht gefahren – man kann neben ihr noch die Schneise der langen DSB Höfener Alm erkennen.
Den Vorgänger-Schlepper der 4KSB oben (lief etwas links, wie man weiter oben an der Schneise im Wald sieht) habe ich nicht mehr kennen gelernt. Den kurzen Jochhalde-Lift (uralte T-Stützen) hat man wohl ebenso abgebaut? Na – wenigstens der Kurvenschlepper steht oben wohl noch (im Februar vo Nesselwängle aus die Umlenkung am Berg oben noch erzoomt).

Bild
Sieht wie eine Liftschneise aus, dürfte aber Zufall sein.

Bild
Zoom zur Ruine...

Bild
In der Talstations-Boazn hängen noch Bilder vom ESL, der aber nicht gescheit darauf erkennbar ist.

Bild

Bild
Nach diesem interessanten Uraltschlepperbesuch am Fuße einer Ruine – passend dazu das düstere Wetter – fuhr ich noch weiter nach Weissenbach im Lechtal, wo ein Kurzbügler mit Liftomat 2000 steht. Ein Bericht aus dem Forum hatte mich drauf gebracht, denn ich wähnte den Lift schon stillgelegt. 2011 hatte ich ihn mal im November besucht und seitdem war immer mal wieder in Planung, die verbliebenen Lechtal-Dorflifte aufzusuchen.

Bild

Bild

Bild

Bild
Vor Ort war hier überhaupt gar nichts los, aber der Lift lief und gegen eine milde Gabe an der Talstation durfte ich mich hier noch bis Feierabend fast alleine (kurz waren mal noch zwei, 3 Jugendliche da) austoben. Vom Trassenverlauf sollte das hier der langweiligste aus dem Einzelliftetrio jenes Tages sein, von der Piste dafür der Beste. Beim Karlift verhielt es sich andersherum und mittendrin – nicht nur geographisch und zeitlich – der Waldrastlift mit Ruine und Jesus ;)

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild
Immer wieder nett, dass es so etwas noch gibt!

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild
Das Wetter war hier nicht ganz so duster und zwischendrin schaffte es die Sonne sogar fast.

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild
Gegenüber: Der Gaichtpass – auf der anderen Seite oben kommt Nesselwängle, wo ich Ende Februar 2019 den letzten Skitag vor diesem Trip hier verbracht hatte.

Bild
So schloss sich da nun der Kreis und Kurzbügler fahren sauste ich einsem den nun weichen Frühjahrsschnee herab. Zwischendrinn immer wieder Stops, hie und da ein Zoom... einfach entspannend, so Ski zu fahren.

Bild
Am Rande der Piste kündigte sich bereits das Saisonende in Form von grüner Wiese an.

Bild

Bild
Ich hielt es noch bis Liftschluss aus, dann ging es wieder heim – allerdings fuhr ich lieber Richtung Füssen und benutzte die alte Strecke abseits der Fernpassstraße, wo sich die Stoßstangen nahe kamen. So mied in Garmisch und den Wahnsinn auf der B2, ganz zu schweigen vom Fernpass bis Lermoos. Dann lieber im Allgäu herumtuckern ;)

Bild
In Füssen regelten sie das Verkehrschaos und ich fuhr auf der recht leeren B 17 gen Norden, um in Buching noch in der nahenden Dämmerung einen liftbedingten Zwischenstop einzulegen.

Bild
Hier war bereits Saisonende angesagt und leider hat man nun endgültig die beiden Talschlepper links und rechts der DSB stillgelegt. Jahrelang habe ich versucht, sie mal „zu erwischen“, aber die waren fast immer außer Betrieb und einmal bin ich dann so zum Skifahren dorthin. Die Abfahrtsmöglichkeiten sind für einen Abstecher recht nett, wenn auch jetzt nur noch die Sesselbahn als Aufstiegshilfe vorhanden ist. Früher hat es oben noch einen Schlepper gegeben, der aber seit etlichen Jahren wohl nicht mehr existiert. Bis 1988 gab es hier noch eine Poma-DSB statt der jetzigen von Leitner.

Bild
Der Schlepper links der DSB...

Bild
Rechts dann noch dieser hier...

Bild

Bild

Bild

Bild

Bild
Schade – ich hoffe jetzt mal nicht drauf, dass die Lifte doch wieder in Betrieb gehen. Aber wenigstens mal die DSB und deren Skiabfahrt genossen, dachte ich mir. Aber gerade für Leute mir Nachwuchs wird da wieder etwas fehlen, wieder ein Übungshang weniger. Noch gibt es wenigstens in Ilgen wohl auch noch einen Lift, dazu der längere SEBA in Halblech und eben jene Talschlepper in Schwangau am Fuße des Tegelbergs. Rosshaupten müsste auch noch einen Tellerlift haben...

So stapfte ich durch den aufgeweichten, nun wieder anziehenden Schnee zum Parkplatz zurück, wo ein paar Tourengeher noch auf eine Dämmerungsrunde bergauf starteten.


Bild
Zoom zur Tegelbergbahn – auch dort hat man den Skibetrieb zwar belassen, aber oben leider den Gipfellift abgerissen und dazu noch zwei DSB'en. Aber die Hauptabfahrt ist im Hochwinter dennoch ein Genuss und im Tal hat es für die Schlepperfreunde noch einen modernen sowie drei Uraltlifte.


Bild
Die abendliche, vorfrühlingshafte Stille wurde jäh unterbrochen, als dieser Faschingswagen vorbeituckerte. Ich winkte den Feiernden – die Kamera um den Hals hängend - sie winkten zurück und schon wurde es wieder still in Buching.

Bild

Bild
Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor vovo für den Beitrag (Insgesamt 3):
tobi27Greithnerburgi83


Benutzeravatar
starli
Ski to the Max
Beiträge: 18311
Registriert: 16.04.2002 - 19:39
Skitage 17/18: 106
Skitage 18/19: 119
Skitage 19/20: 52
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Innsbruck/Austria
Hat sich bedankt: 333 Mal
Danksagung erhalten: 1312 Mal
Kontaktdaten:

Re: Karlift, Waldrastlift, Moosberglift am 02.03.2019

Beitrag von starli » 19.11.2019 - 12:25

Das mit dem ESL ist mir auch neu. Glaub, der hing bei meinem Besuch 2008 noch nicht dort, zumindest hatte ich damals wohl kein Foto von gemacht.
- Überblick Berichte Ski-Saison 1.10.2018-30.9.2019 (121 Tage, 73 Gebiete)
- Alternatives, übersichtlicheres und kompakteres Alpinforum-Design gewünscht? Hier lesen und gratis installieren: http://www.alpinforum.com/forum/viewtop ... 13&t=57692

Benutzeravatar
vovo
Nebelhorn (2224m)
Beiträge: 2258
Registriert: 04.10.2006 - 20:22
Skitage 17/18: 13
Skitage 18/19: 12
Skitage 19/20: 5
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: München
Hat sich bedankt: 71 Mal
Danksagung erhalten: 143 Mal

Re: Karlift, Waldrastlift, Moosberglift am 02.03.2019

Beitrag von vovo » 27.11.2019 - 20:07

Also im April 2009 dürfte er auch noch nicht dort gehangen haben - auf meinen damaligen Fotos habe ich ihn nich drauf. Bin an der Talstation gewesen und habe nur den Antrieb abgelichtet - der ESL wäre mir von dem Standpunkt aus sicher aufgefallen (man sieht den Bereich aber nicht im Bild).

Kurios das mit dem ESL - hat es ja nach dem Krieg öfters gegeben, diese Holzdinger, die dann von "modernen" Schleppern ersetzt wurden (Brauneck, Sudelfeld, in Garmisch am Kochelberg links von der Hausbergbahn).

Antworten

Zurück zu „Österreich“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 9 Gäste