07.12.2019 | Kaunertaler Gletscher | Mit dem Funifor aufs Falginjoch

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WackelPudding
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07.12.2019 | Kaunertaler Gletscher | Mit dem Funifor aufs Falginjoch

Beitrag von WackelPudding »

07.12.2019: Kaunertaler Gletscher:

Nachdem die Pisten in SFL gestern so naja waren, brauchte ich heute mal ein paar gescheite Pisten, auf denen sich keine Gedanken über die Breite, Schläge oder Steine machen musste. Die Wahl fiel daher auf den Kaunertaler Gletscher. Dort sollte ja ausreichend Schnee vorhanden sein und präparieren können die da. Das gleicht dann das vergleichsweise kleine Angebot ja wieder aus. Außerdem sollte dort die neue Falginjochbahn erstmalig fahren.

Beim Thema Wetter ging der Wetterpoker voll auf. Die Wolken rissen schnell auf uns so kam es, dass es den Großteil des Tages ungetrübt sonnig war. Erst am späteren Nachmittag zogen wieder ein paar Wölkchen auf. Die Temperaturen lagen rund um den Gefrierpunkt. Wind war absolut kein Thema.

Wie bereits erwartet waren die Skipisten heute am Kaunertaler wieder perfekt präpariert. Über Nacht gab es ganz wenige Millimeter Neuschnee. Diese Auflage war aber auf den super präparierten Pisten herrlich zu fahren. Geöffnet war im Gebiet soweit alles, außer die Wiesjaggl-Variante (Hauptpiste geöffnet) und die neue schwarze Piste an der neuen Falginjochbahn. Steine waren weitestgehend kein Thema. Nur am Ausstieg der Falginjochbahn war es steinig. Gegen 16:00 Uhr gab es auch am Karlesjoch-Starthang ein paar Steinchen. Das war aber weitaus weniger tragisch, als in SFL. Insgesamt waren die Pisten wunderbar harmonisch präpariert, sodass man auch bei kurzzeitig diffusen Phasen problemlos carven konnte. Das hatte ich gestern wirklich vermisst.

Der Andrang an anderen Skifahrer war kein nenneswertes Thema. Bis ca. 10:30 Uhr war das Skigebiet ein Privatgebiet. Danach wurde es merklich voller, man konnte an den Liften aber immer direkt durchgehen. Leider macht die Karlesjochbahn hier eine Ausnahme. Dadurch, dass der Park nun ja hier liegt, wird die Bahn stärker frequentiert, sodass man zur Hauptzeit um ca. 10:45 Uhr auch mal 3 Gondeln warten musste. Wenn die ihren Einstiegsbereich besser lösen würden, hätte man aber auch einfach durchgehen können und die Gondel als Einzelfahrer voll machen.

Nun zur neuen Falginjochbahn. Heute war hier ja die große Eröffnung. Am Vormittag veranstalteten die Bergbahnen an der Bergstation einen Sektempfang. Die Getränke lehnte ich aber stets ab, denn sonst wäre man ja ziemlich schnell angeheitert gewesen. Außerdem gilt für mich auch beim Skifahren „Don‘t drink and drive“.
Was bei der neuen Bahn wirklich erstaunlich ist, ist die hohe Geschwindigkeit. Das ist jetzt kein Vergleich mehr mit dem Vorgänger-Schlepplift. Aber ob die 100er-Gondel wirklich als Qualitätssprung zu bezeichnen ist mag ich bezweifeln. In den Spitzenzeiten steht man dort eingepfercht und wird hoch transportiert, da war der Schlepplift schon entspannter (aber eben auch kälter). Außerdem entfällt die Möglichkeit für Anfänger, die unteren leichten Pisten zu nutzen. Als fortgeschrittener Skifahrer entfällt die Möglichkeit, nur den oberen interessanteren Teil zu fahren (wobei das nach dem Lawinenabgang ja eh nicht mehr ging). Die Kapazität der Bahn war heute absolut ausreichend. Man erwischte immer problemlos die nächste Kabine. In der Hauptsaison und im Herbst wird man sich hier aber die Beine in den Bauch stehen, denn die 100 Personen pro Kabine sind ja auch nur theoretischer Natur, denn gerade durch die Fokussierung auf die Monoskifahrer geht da ja viel Platz in der Kabine verloren. Bitte nicht falsch verstehen, das Engagement der Bergbahnen für die Barrierefreiheit schätze ich sehr.

Die Pisten im Falginjochbahn-Berich wurden oben neu angelegt. Es gab nun eine blaue Piste und eine Rote, die sich weiter unten aufteilt. Die Pisten sind gerade im oberen Teil sehr schmal. Das müsste m.E. noch verbessert werden. Ob die Pistengestaltung aber bereits final war, kann ich nicht beurteilen. Vielleicht tut sich da ja ohnehin noch etwas.

Architektonisch ist die neue Bahn eine Bausünde sondergleichen. Man könnte fast meinen, die Tuxer haben hier mit „Rat und Tat“ zur Seite gestanden. Bei meiner ersten Bergfahrt mit der Ochsenalmbahn war ich schockiert, als ich über die Kuppe kam. Die monströse und hässliche Station und die noch viel monströseren Stützen verschandeln den Gletscher maßlos. Die Karlesjochbahn zum Vergleich fügt sich da harmonisch in den Gletscher ein. Der Architekt müsste sich bei mir, wenn ich was bauen wollte, nicht blicken lassen. So etwas scheußliches baut man einfach nicht in den Berg.
Schade, dass die Bergbahnen nicht noch ein oder zwei Jahre gewartet haben, bis sie einfach ein Stetigförderer in Form einer KSB oder EUB bauen hätten können. Dies hätte sich wesentlich besser in die Landschaft eingefügt und der Gletscherschwund sollte ja bald genügend freie Flächen für Stützen freilegen.

Gefallen:
:D Wetter viel besser als gedacht
:D Harmonisch zu fahrende Pisten
:D Gute Pistenpräparation
:D Recht wenig los
:D TSC

Nicht gefallen:
:-( Schattenloch (aber hier gilt: selbst schuld)

Zur neuen Falginjochbahn stehe ich aus skitechnischer Sicht unentschieden und gebe daher kein „Gefallen“ oder „Nicht gefallen“ ab. Bei der Architektur sähe es anders aus…

Daher: :D :D :D :D von :D :D :D :D :D

Bilder:

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Morgendlicher Bergblick an der Talstation der Ochsenalmbahn. Sieht ja schonmal vielversprechend aus.

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Oben erwartet einen dann die neue Falginjochbahn. Naja, schön ist anders

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Man beachte die Dimensionen im Vergleich.

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An der Bergstation der Karlesjochbahn wartet dann erstmal der klassische Blick ins Vinschgau in Süd-Tirol

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Blick ins Skigebiet vom Karlesjoch

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Bedrgstation der Falginjochbahn. Die ist ja eigentlich fast schon klein. Ein Vorteil hat die neue Bahn definitiv. Man hat immer eine freie Piste für sich. Da die anderen Skifahrer meist so langsam sind, kann man ganz gemütlich ein paar Bilder machen, die Skier anschnallen und ist immer noch der erste auf der Piste. Am besten steigt man auch ganz zuletzt ein, denn dann kommt man als erstes wieder raus.

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Von der Bergstation der neuen Bahn ergibt sich nun auch ohne jegliche Mühen eine neue Aussichtsperspektive nach Süd-Tirol.

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Blick auf den Start der neugeordneten Pisten an der Falginjochbahn. Die Blaue beginnt links und geht dann über eine enge Linkskurve zum Falginlift. Die roten Pisten folgen im wesentlichen dem ehemaligen Trainingsareal.

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Bergstation der Falginjochbahn

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Blick nach oben entlang der Karlesjochbahn.

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Blick auf das Gletscher-Restaurant und die dortigen Liftstationen

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Auf der Abfahrt zur Ochsenalmbahn

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An der unteren Sektion der Ochsenalmbahn

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Auch der Falginlift wurde gefahren

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Schon bald am Tag hatte man Traumwetter, so wie hier an der Karlesjochbahn.

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Wiesjaggl-Abfahrt kurz nach dem Skitunnel

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Blick auf die Mittelstation der Ochsenalmbahn

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Ochsenalmbahn nach oben an der oberen Sektion

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Die Piste am Nörderjoch I war wieder perfekt zum Heizen. Die Piste auf der anderen Seite war durch Trainierer belegt.

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Mit Sonne ist der Blick ins Vinschgau noch etwas schöner ;-)

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Hätte schlimmer sein können heute ;-)

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Blick zur Talstation der Ochsenalmbahn. Auf den Parkplatz war noch genügend Platz frei

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Auf einer blauen Variante an der Karlesjochbahn

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Talstation Falginjochbahn

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Auf den roten Abfahrten an der neuen Falginjochbahn.

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Gletscherbruch am ehem. Nörderjoch II

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Gegen 15:00 Uhr räumten dann die Stangerlfahrer auch auf der anderen Seite des Nörderjochlifts das Feld.

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Abendstimmung am Karlesjoch zum Abschluss

Fazit:
Skitechnisch war das heute ein wesentlich besserer Tag, als gestern in SFL. Die Pisten hier haben einfach genügend Schnee und wurden hervorragend präpariert. Auch die Schneekonsistenz war heute ziemlich gut. Positiv kam hinzu, dass nicht all zu viel los war.

Leider ist der Kaunertaler Gletscher halt kein riesiges Gebiet, dass all zu viel Abwechslung bietet. Für den heutigen Tag war das gebotene Angebot aber absolut in Ordnung.

Die neue Falginjochbahn sehe ich aus skifahrerischer Sicht neutral. Der große Wurf ist die Bahn aber gewiss nicht, denn ein Funifor ist ja nicht unbedingt das beste Bahnsystem in einem Skigebiet. Ich bin gespannt, was für ein Chaos die Bahn in der Hauptsaison verursacht, denn die Bahn hat schlichtweg viel zu wenig Kapazität, auch wenn die Bahn heute sogar ca. im 8-9min-Takt unterwegs war. Über die Optik kann man sich bei der Bahn aber trefflich streiten.

Rennstier
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Re: 07.12.2019 | Kaunertaler Gletscher | Mit dem Funifor aufs Falginjoch

Beitrag von Rennstier »

Danke für den schönen Bericht! Wenn die Bahn heute mit 8-9 Minuten Takt gefahren ist dürfte sich im Vollausbau ein 5-Minuten-Takt ausgehen. Das wären dann 1200p/h, was einem Schlepplift entspricht. Und außer im Herbst ist am Kauni eh nicht soviel los, sollte also den Großteil der Saison passen von der Kapazität. Ich finde die Architektur eigentlich gelungen, aber das ist ja Geschmackssache. Und komfortabler als der ewig lange Schlepplift vorher ist es auch, natürlich trotzdem deutlich weniger komfortabel als ne Umlaufbahn. Das Kaunertal hat wohl die Marktlücke Barrierefreiheit gefunden, sehr löblich wie ich finde, und dafür ist ne Bahn mit Pendelbetrieb wohl am Besten geeignet.
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Re: 07.12.2019 | Kaunertaler Gletscher | Mit dem Funifor aufs Falginjoch

Beitrag von WackelPudding »

Rennstier hat geschrieben: 07.12.2019 - 22:43 Danke für den schönen Bericht! Wenn die Bahn heute mit 8-9 Minuten Takt gefahren ist dürfte sich im Vollausbau ein 5-Minuten-Takt ausgehen. Das wären dann 1200p/h, was einem Schlepplift entspricht. Und außer im Herbst ist am Kauni eh nicht soviel los, sollte also den Großteil der Saison passen von der Kapazität. Ich finde die Architektur eigentlich gelungen, aber das ist ja Geschmackssache. Und komfortabler als der ewig lange Schlepplift vorher ist es auch, natürlich trotzdem deutlich weniger komfortabel als ne Umlaufbahn. Das Kaunertal hat wohl die Marktlücke Barrierefreiheit gefunden, sehr löblich wie ich finde, und dafür ist ne Bahn mit Pendelbetrieb wohl am Besten geeignet.
Ja, die Bahn ist auf jeden Fall insofern komfortabler, als dass eine Bergfahrt eben nur noch 4min dauert. Das dicht gedrängt stehen empfinde ich dabei zwar als sehr störend, aber das ist ja schnell vorbei.
Man muss halt leider immer den uninteressanten unteren Teil fahren.

Ich glaube, im jetzigen Ausbau kommt man auch an normalen Hauptsaisontagen an Kapazitätsgrenzen. Vor allem wenn man bedenkt, dass im Endausbau vielleicht realistisch 1000p/h befördert werden können (die 200p/h gehen durch Monobob, Rucksäcke, etc. verloren) und der SL im Ursprungszustand 3600p/h (1 durchgehender + 1 geteilter SL), wobei realistischer Weise vielleicht 2500p/h befördert wurden. Im Herbst wird das auf jeden Fall interessant. Aber warten wir einfach mal ab. So wie gestern war die Bahn auf jeden Fall brauchbar.
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Re: 07.12.2019 | Kaunertaler Gletscher | Mit dem Funifor aufs Falginjoch

Beitrag von beatle »

Quatsch meiner Meinung nach so eine Pendelbahn für die kurze Distanz. Wenn die dann wenigstens 1000 Höhenmeter macht und oder steiles Gelände überbrückt... so irgendwie lächerlich. Naja... machts nicht attraktiver, Skier abschnallen wegen 200 Höhenmeter... wenns die überhaupt sind.
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15/16: 28 u. A. Skitouren Allalingletscher, Saas Fee, Gulmarg mit Heliski und Nordstau I, Nordstau II 100cm, Respekt.
14/15: 27 u. A. Japan, Arlberg, Stuben-Lech-Zürs.
13/14: 33 u. A. Sonnenkopf, St. Moritz, Canada Road Trip, Vialattea, Serre Chevalier, La Forêt Blanche. 12/13: 38 u. A. Kitzsteinhorn Mai, Utah, Kössen 11/12: 25 10/11: 19 u. A. Colorado Road Trip 09/10: 17 08/09: 29
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Re: 07.12.2019 | Kaunertaler Gletscher | Mit dem Funifor aufs Falginjoch

Beitrag von maba04 »

beatle hat geschrieben: 08.12.2019 - 18:16 Naja... machts nicht attraktiver, Skier abschnallen wegen 200 Höhenmeter... wenns die überhaupt sind.
363 Höhenmeter sinds :wink:: http://www.seilbahntechnik.net/de/lifts/19009/datas.htm
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Re: 07.12.2019 | Kaunertaler Gletscher | Mit dem Funifor aufs Falginjoch

Beitrag von markman »

beatle hat geschrieben: 08.12.2019 - 18:16 Quatsch meiner Meinung nach so eine Pendelbahn für die kurze Distanz. Wenn die dann wenigstens 1000 Höhenmeter macht und oder steiles Gelände überbrückt... so irgendwie lächerlich. Naja... machts nicht attraktiver, Skier abschnallen wegen 200 Höhenmeter... wenns die überhaupt sind.
ich war erst ein Mal am Kaunertaler, da war zum Abgewöhnen. Nun aber statt einem "gemütlichen Schlepplift" abschnallen und warten um ein paar Höhenmeter zu machen. Wie du schon sagst, lächerlich. Da wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Kostet so eine Pendelbahn weniger als ein Sessellift?

Gruß,
Markman
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Re: 07.12.2019 | Kaunertaler Gletscher | Mit dem Funifor aufs Falginjoch

Beitrag von David93 »

Ich denke man scheute sich davor Gletscherstützen zu errichten. Die hätte es bei einer KSB auf alle Fälle gebraucht.
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beatle
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Re: 07.12.2019 | Kaunertaler Gletscher | Mit dem Funifor aufs Falginjoch

Beitrag von beatle »

In 3-4 Jahren wären die nicht mehr nötig gewesen...
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Re: 07.12.2019 | Kaunertaler Gletscher | Mit dem Funifor aufs Falginjoch

Beitrag von ski-chrigel »

beatle hat geschrieben: 09.12.2019 - 22:17 In 3-4 Jahren wären die nicht mehr nötig gewesen...
Dumm nur, dass die Lawine nicht 3-4 Jahre gewartet hat... :rolleyes:
Meine Berichte findet man seit 23.11.23 in einem anderen Forum

SebastianJ
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Re: 07.12.2019 | Kaunertaler Gletscher | Mit dem Funifor aufs Falginjoch

Beitrag von SebastianJ »

Die meisten verstehen nicht dass da immer mit Lawinen Probleme gibt.
So wie letzte Saison der schlepper von ner Lawine platt gemacht wurde.
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Re: 07.12.2019 | Kaunertaler Gletscher | Mit dem Funifor aufs Falginjoch

Beitrag von Reginleif »

markman hat geschrieben: 09.12.2019 - 16:01 Kostet so eine Pendelbahn weniger als ein Sessellift?
Gruß,
Markman
Ich kann versichern, dass eine Pendelbahn um Welten billiger ist als eine Umlaufbahn. Die Technik ist viel simpler gestaltet. Bei einer Pendelbahn brauchst du im Prinzip nur einen Antrieb und ein paar Scheiben die das Zugseil umlenken. Dazu wurde nur eine Stütze gebaut, die zwar groß ist, aber die Summe der bewegten Teile ist aufgrund der geringen Rollenzahl viel geringer. Bei einer Umlaufbahn (insbesondere natürlich kuppelbare Anlagen) ist der Stationsaufbau viel komplexer. Es sind auch einige Stützen und damit mehr Rollen nötig. Außerdem darf man auch nicht vergessen, dass es vorgeschrieben ist, dass eine kuppelbare Anlage bei Betrriebsschluss garagiert werden muss...auch dafür muss die Architektur da sein. :wink:

Der Betrieb einer Pendelbahn ist auch noch günstiger, da sie (vor allem mit zwei Kabinen deren Masse sich teilweise ausgleicht) wesentlich weniger Antriebsleistung braucht. Vom Wirkungsgrad ist eine EUB die schlechteste Anlage. Die Energie die durch das Seil und die Rollenreibung verloren geht ist enorm (das können mehrere 100 kw sein, die nur für die Überwindung der Reibung benötigt werden). Eine 3S oder Pendelbahn ist da deutlich günstiger, da das tragende Seil vom bewegten getrennt werden kann. Somit kann das bewegte Seil dünner ausgeführt werden, die bewegte Masse und die Rollenreibung ist damit geringer und die Energie die beim Biegen des Seils verloren geht ebenfalls.
Zuletzt geändert von Reginleif am 13.02.2024 - 06:07, insgesamt 1-mal geändert.
Saison 22/23: Skitage 7: 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Sölden, 1x Hintertuxer Gletscher, 1x See, 1x Ischgl
Saison 21/22: Skitage 6: 1x Ofterschwanger Horn, 1x Ischgl, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Nauders, 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Sölden
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher
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Re: 07.12.2019 | Kaunertaler Gletscher | Mit dem Funifor aufs Falginjoch

Beitrag von maba04 »

Julian96 hat geschrieben: 19.12.2019 - 18:24 Außerdem darf man auch nicht vergessen, dass es vorgeschrieben ist, dass eine kuppelbare Anlage bei Betrriebsschluss garagiert werden muss...auch dafür muss die Architektur da sein. :wink:
Das gilt aber nur für EUB's und KSB's mit Bubble, oder :?: Die ganzen KSB's ohne Hauben werden ja meistens nur in den Sommermonaten garagiert...
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Re: 07.12.2019 | Kaunertaler Gletscher | Mit dem Funifor aufs Falginjoch

Beitrag von flamesoldier »

maba04 hat geschrieben: 19.12.2019 - 19:32
Julian96 hat geschrieben: 19.12.2019 - 18:24 Außerdem darf man auch nicht vergessen, dass es vorgeschrieben ist, dass eine kuppelbare Anlage bei Betrriebsschluss garagiert werden muss...auch dafür muss die Architektur da sein. :wink:
Das gilt aber nur für EUB's und KSB's mit Bubble, oder :?: Die ganzen KSB's ohne Hauben werden ja meistens nur in den Sommermonaten garagiert...
Alle mir bekannten KSB ohne Haube werden täglich garagiert.
45 Skitage in der Saison 17/18:
14x Saalbach, 9x Hintertuxer Gletscher, 5x Kitzsteinhorn, 3x Zillertalarena, 3x Warth/Schröcken, 3x Mellau-Damüls (davon 1x inkl. Faschina), 1x Kitzbühel, 1x Wildkogel Arena, 1x Silvretta Montafon, 1x Schmittenhöhe, 1x Diedamskopf, 1x Sonnenkopf, 1x Fellhorn-Kanzelwand, 1x Ski Arlberg

50 Skitage in der Saison 18/19:
11x Saalbach, 10x Hintertuxer Gletscher, 7x Serfaus-Fiss-Ladis, 5x Sörenberg, 3.5x Axamer Lizum, 2x Mellau/Damüls, 2x Savognin, 2x Ischgl-Samnaun, 2x Warth-Schröcken, 2x Obergurgl/Hochgurgl, 2x Diedamskopf, 1x Sölden, 0.5x Muttereralm

51 Skitage in der Saison 19/20:
14.5x Saalbach, 4x Kals/Matrei, 3x Hochgurgl, 3x Hochzeiger, 3x Kühtai, 2.5x Kappl, 2x Hintertux, 2x Sölden, 2x Glungezer, 2x Savognin, 2x Diedamskopf, 1x Galtür, 1x Ischgl, 1x Rifflsee, 1x Schlick2000, 1x Hochoetz, 1x Malbun, 1x Kitzsteinhorn/Maiskogel, 1x St. Jakob i.D., 1x Sillian Hochpustertal, 1x Wildkogel, 0.5x Schmittenhöhe, 0.5x See
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Re: 07.12.2019 | Kaunertaler Gletscher | Mit dem Funifor aufs Falginjoch

Beitrag von David93 »

Viele, aber nicht alle.
Ellmau in der Skiwelt lässt seine gerne mal draußen hängen, wäre größtenteils eh nur Stationsgaragierung dort. Und das Poma-Gerümpel (Sorry :versteck: ) in Gerlos beispielsweise hängt selbst im Sommer draußen. Dort gibts nichtmal eine Garagierung.
Reginleif
Feldberg (1493m)
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Re: 07.12.2019 | Kaunertaler Gletscher | Mit dem Funifor aufs Falginjoch

Beitrag von Reginleif »

Ja war vielleicht etwas falsch formuliert. Es ist offiziell so, dass die Betriebsanleitung vorsieht, dass man garagieren muss um eventuelle Schäden beispielsweise durch Sturm über Nacht zu vermeiden. Hält man sich nicht daran verstößt man nicht gegen ein Gesetz, aber im Schadensfall bleibt man evtl. auf den Kosten sitzen, da man die Bahn nicht sachgerecht bedient hat. Dass man nun viele Bahnen ohne Bubble draußen lässt ist selbsterklärend, die sind einfach viel weniger windanfällig und das Risiko wird halt eingegangen.
Ist etwas ähnlich wie im Falle eines Unfalls wenn man mehr als Richtgeschwindigkeit gefahren ist.

Grundsätzlich ändert das aber nichts daran, dass die Möglichkeit der Garagierung zumindest bestehen muss.

Hat jetzt aber nichts mehr mit der Schneesituation zu tun, sorry für Offtopic.
Saison 22/23: Skitage 7: 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Sölden, 1x Hintertuxer Gletscher, 1x See, 1x Ischgl
Saison 21/22: Skitage 6: 1x Ofterschwanger Horn, 1x Ischgl, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Nauders, 1x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Sölden
Saison 19/20: Skitage 9: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 1x Kappl, 1x See, 1x Nauders, 1x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Pitztaler Gletscher, 1x Diedamskopf, 1x Fellhorn/Kanzelwand
Saison 18/19: Skitage 16: 2x Hochgurgl/Obergurgl, 3x Davos, 1x Hochzeiger, 2x Sölden, 2x Serfaus-Fiss-Ladis, 1x Thaler Höhe, 1x Arlberg, 1x Iberg, 1x Oberjoch, 1x Brandnertal, 1x Pitztaler Gletscher
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