Noch auf der 14c mit Blick zu den Hängen am Palinkopf. Die Piste ist einfach der Hammer. Leider läuft die Abfahrt unten mit der glatten 14a zusammen.
Silvretta Arena Ischgl - Samnaun 08.02.2020
Am Samstag fuhr Schneebeben nach Samnaun. Der Wecker klingelte um 01 Uhr, um 02 Uhr fuhr der Bus in Nürnberg ab und um 08.30 Uhr waren wir in Samnaun. Nach der Ausgabe der Skipässe und dem Umziehen standen wir um 09 Uhr an der Bahn. Hier erst einmal der Schock. Schneebeben war mit 55 (!) Bussen vor Ort. Das spürte man an der Talstation gewaltig.
Der restliche Skitag verlief dann entspannt ohne lange Wartezeiten. Wir fuhren zuerst im Samnauner Bereich, dann zur Greitspitze, wo wir uns an der Langen Wand aufhielten. Mittags genossen wir die Talabfahrt nach Ischgl, sowie die tolle Piste an der Velilleckbahn. Anschließend erkundeten wir noch die Bereiche Palinkopf, Gampen und Höllspitz.
Abfahrt des Busses war dann wieder kurz nach 16.30 Uhr, Ankunft in Nürnberg um 23.30 Uhr.
Wetter
-es herrschte den ganzen Tag Kaiserwetter
-die Temperaturen lagen bei -4°C am Morgen in Samnaun und +2°C nachmittags im Gebiet
Geöffnet
-alle Lifte
-alle Pisten außer die Roten 42 und 61, die Schwarzen 41 und 81, sowie ein paar Skirouten
Schnee
-ganztags Pulverschnee in allen Lagen
-am Morgen noch genial griffig
-gegen Mittag auf Westhängen teils sehr rutschig/glatt
-die Pisten haben fast ausnahmslos wirklich genug Schnee; Steine in größerer Zahl gab es nur manchmal auf Ziehwegen an Felswänden
Wartezeiten
-am Morgen leider 25 Minuten am Twinliner gewartet
-vormittags im Gebiet dann manchmal 2-4 Minuten angestanden
-ab 12 Uhr in 75% der Fälle einen Privatsessel und keine Wartezeiten mehr
-die Pistenfrequentierung in der Früh teils voller, später dann wesentlich leerer
Nun zu den Bildern:
Um 07.30 Uhr ein vielversprechender Blick ins Inntal auf der Raststätte Trofana bei Imst
Um 9 Uhr am Twinliner. Leider wurden wir hier mit 25 Minuten Anstehen belohnt :(
Gegen halb 10 waren wir dann oben. Der Blick zur Alp Trida machte unsere Laune gleich viel besser. Die Piste war schön pulvrig-griffig.
Unser erstes Ziel war heute die neue Visnitzbahn. Trotz Warteschlange mussten wir nur 2 Minuten warten. Eine schöne neue Bahn
Oben angekommen, die Piste 67 war sehr gut.
Bei der 2. Fahrt nahmen wir die 66 zur Mullerbahn
Weiter unten, sie schlängelt sich schön durchs Gelände und war perfekt.
An der Bergstation der Mullerbahn
Wir nahmen die geniale 68b. Leer, griffig, toll.
Ein letztes Mal ging es mit der Visnitzbahn nach oben
Wenig los auf einer tollen Piste mit schönem Panorama
Ich nahm diese Bullyspur. Fast erste Spur
An der Bergstation der Viderjochbahn 1 mit Blick zur Greitspitze
Auf der Piste 71 zur Greitspitzbahn mit wunderschönem Panorama
Nun am höchsten Punkt im Skigebiet. Greitspitze 2872m
Hier freuten wir uns auf die steilen Abfahrten an der Langen Wand. Die 14a war recht gut bevölkert. Der Pistenzustand war aber gut, wenn auch hier und da erste glatte Stellen.
Rückblick auf das 70% Steilstück. Schöne Kulisse mit der Langen Wand. Der Hang war sehr anspruchsvoll wegen seiner harten, glatten Stellen.
Rückblick auf das 70% Steilstück. Schöne Kulisse mit der Langen Wand. Der Hang war sehr anspruchsvoll wegen seiner harten, glatten Stellen.
Oben noch einmal der Ausblick in die Schweiz
Als nächstes nahmen wir die 14c. Sie lag oben zwar im Schatten, war aber besser und deutlich leerer als die 14a. Dieser Hang war sehr steil und hatte ein paar kleine Steinchen, die aber kein Problem darstellten.
An diesem Blick kann man sich nicht sattsehen
Wir mussten die 14c nochmal fahren...
Dieser Hang ist ein Traum! Gegenüber sieht man die tolle rote 32, die wir später auch noch in Angriff nahmen.
Über die Abfahrt 13 machten wir uns auf die 1400 Höhenmeter nach Ischgl.
Eine meiner Lieblingsabfahrten. Sie war kurvig, leer und hatte noch Bullyspuren. Ein Carvingtraum! :D
Unbeschreiblich, einfach perfekt!
Start in die Talabfahrten nach Ischgl
Die Talabfahrt war wirklich gut zu fahren und schön leer. Vermutlich aufgrund des Regens zuvor etwas härter, aber nach wie vor gut griffig.
Auch der Prennerhang war sehr gut. Danke für den Tipp, die Talabfahrten nach Ischgl mittags zu fahren, es hat sich gelohnt.
Die Pardatschgratbahn brachte uns zu unserem nächsten Ziel. Die neue Velilleckbahn. Die schwarze 4 ging schon mal sehr gut.
Das Highlight war aber dann dieser tolle Steilhang der 4a. Offiziell rot, in meinen Augen ganz klar schwarz.
In der neuen Bahn mit spannender Trasse
Hier mussten wir nochmal runter! Man sieht gut die exponierte Trasse, auf der man einen schönen Ausblick hat.
Links sieht man das Velilltal.
Der tolle Hang 4a nochmal aus dem Sessel fotografiert. Man merkte, dass es im Skigebiet bereits leerer wurde. Erstmals hatten wir einen Privatsessel.
Am Pardatschgrat nahmen wir die neue präparierte Skiroute 6a. Sie ging sehr gut.
Über die breiten Hänge der Idalp fuhren wir nun zur Höllkarbahn.
Anschließend am Palinkopf
Die schwarze 20 war noch gut griffig.
Mit der Langen Wand - Bahn ging es wieder zur Greitspitze.
Hier hat man einen schönen Weitblick.
Wir nahmen die 14b in Angriff. Auf dem Bild sieht sie zwar gut aus, tatsächlich war sie aber sehr glatt und man fand schlecht Halt.
Aber die 21 am Palinkopf ging noch gut zu fahren.
Der Komfort in Ischgl ist echt top. Keine Wartezeiten mehr.
Ausblick vom Palinkopf zum Fimbatal. Die Schneelage ist mittlerweile (endlich) an den meisten Stellen gut, wie man auch gut hier an den schneebedeckten Hängen und Felsen sieht. Leider ist auf einigen Westhängen durch den starken Wind während der Schneefälle die Schneedecke trotzdem eher dünn und löchrig.
Auf der roten 40 an der Gampenbahn. Hier im oberen Teil konnte man mit gutem Aufkanten schön fahren. Generell trägt das Panorama in Ischgl auch sehr zum Pistenerlebnis bei. Die Gampenbahn ist wirklich auch eine tolle Bahn mit ihren fast 1000 Höhenmetern. Ich persönlich befürworte auch die Ausführung als KSB. Sie fuhr mit ordentlicher Geschwindigkeit, sodass eine Bergfahrt nur 8 Minuten dauerte.
Immernoch auf der roten 40
Die Abfahrt teilt sich im unteren Bereich in 3 Pisten auf. Dementsprechend leer war es dort. Die Stimmung mit der tollen Landschaft in Verbindung mit der Abgeschiedenheit machten die teils sehr glatten Pistenverhältnisse wett. Trotzdem frage ich mich warum speziell nur die Westhänge und zwar auch bis weit über die SFG der letzten Schneefälle so glatt sind?
Nach 2 Wiederholungen mit der Gampenbahn entschieden wir uns für die schwarze 33. Sie war oft unangenehm voll, ein Besoffener fuhr mich fast über den Haufen! Auch hier war es aber das selbe "Problem": die Piste war zwar von oben bis unten pulvrig, aber oft sehr glatt und extrem rutschig trotz des Neuschnees?
Im weiteren Verlauf dann auf der schwarzen 34. Auch sie war rutschig, trotzdem machte es natürlich Spaß. Generell haben die Abfahrten an der Höllspitzbahn und auch an den anderen Westhängen aber sehr viel Potenzial.
Am Ziehweg der roten 32 auf dem Weg zurück ins Höllkar. Die darauffolgende Abfahrt war, wie vorhin bereits von der Langen Wand aus erahnt, noch erstaunlich gut! Man merkt, dass sie wenig frequentiert ist, denn sie wies weder glatte Stellen noch Hügel auf.
Ein letztes Mal ging es an der Langen Wand hoch, um die tolle 14c zu fahren, die jetzt fast vollständig in der Sonne lag. Bis zur Kreuzung mit der 14a war sie noch einwandfrei in Schuss. Der anschließende, gemeinsame 70% Hang war schon sehr mitgenommen (glatt).
Leider hat auch ein schöner Tag ein Ende. Um 15.45 Uhr traten wir den Rückweg über die Samnauner Talabfahrt 80 an. Diese Abfahrt ist großartig! Einzigartiges Panorama und seeeehr lang, wenn auch unten nur als Weg. Die Piste war noch gut in Schuss und war ein toller Tagesabschluss.
Die untergehende Sonne an der idyllischen Bach-Piste im winterlichen Samnaun
Die letzten Meter zum Parkplatz...
13.193 Höhenmeter
Fazit
Wir durften einen tollen Tag in einem sehr abwechslungsreichen Skigebiet verbringen. Ischgl-Samnaun kann ganz klar mit modernen Bahnen und anspruchsvollen Pisten punkten. Lange Wartezeiten sind (bis auf an den Samnauner Zubringern) nicht vorhanden. Klar gibt es durch die leistungsstarken Lifte zu Stoßzeiten volle und aufgefahrene Pisten, gleichzeitig findet man aber auch immer wieder leere und ruhige Varianten. Außerdem hat man in Ischgl durch den Status als "Ballermannskigebiet" den Vorteil, dass ab mittags viele Leute in die Hütte gehen und dort auch den restlichen Tag bleiben. Trotzdem sind mir aber bis auf ein Ereignis an der Höllspitzbahn keine betrunkenen, unkontrollierten Skifahrer aufgefallen. Die besonders schönen Ecken sind meiner Meinung nach das Velilleck mit den Talbfahrten bis nach Ischgl, der Sektor Greitspitze/Lange Wand, sowie das Gelände rund um den Palinkopf. Der Tag wäre perfekt gewesen, wenn es keine glatten Pisten gegeben hätte, evtl. etwas kühler gewesen wäre und der Bus Ischgl anstatt Samnaun angefahren hätte (wegen der Wartezeiten). Dafür, dass es Samstag/Bettenwechseltag war, war aber doch recht viel los, was aber wohl auch mitunter an den 55 Bussen lag.
Daher:
Vielen Dank fürs Durchlesen. Ich freue mich immer über Eure Rückmeldung!
LG, Euer Skifan2019