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08.02.2020 | Kleinwalsertal - Kleine Talsafari von Riezlern zum Walmendingerhorn

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08.02.2020 | Kleinwalsertal - Kleine Talsafari von Riezlern zum Walmendingerhorn

Beitrag von Gleitweggleiter » 12.02.2020 - 22:38

Fakten
Anfahrt: München - A95/B12 - Hirschegg in 2:10h (ca. 5min Verlust bei Fischen) und retour in 2:20h (ca. 10min Verlust oberer Parsenn-Breitachbrücke (!) und ca. 5min bei Fischen)
Pistenverhältnisse: S/O-seitig recht weich und schwer (aber eher pappig als sulzig); N-seitig recht pulvrig; teils etwas hart/abgefahren, vereinzelt eisig
Wartezeiten: am Parsenn mal 1min, sonst keine oder wenige FBM
Fahrzeit: 11:45-16:30

Gefahrene Anlagen:
4KSB/Kombi Parsenn: 2x
2SL Hubertus: 3x
2SL Schlössle: 4x
4KSB Heuberg: 2x
2SL Heubergmulde: 1x
40PB Walmendingerhorn: 1x
4SB Muttelberg: 3x
Förderband Schützabühl: 1x
2SB Zaferna: 2x
Seillift Sonnenhang: 1x
1SL Ideal: 1x
2SL Kessler: 2x
2SL Schwand: 3x

Ganz so klein war diese Talsafari nicht gerade, aber für die "große" Safari fehlten eben noch die weiteren Mittelberger Dorflifte (vor allem der schöne Maisäß-Schlepper) und auch der etwas umständlich per Bus zu erreichende Wildentallift. Mit sportlicher Begleitung war dann aber eher das Horn gefragt, wo man sich etwa auf den steilen Routen am Muttelberg austoben konnte.

Teil I: Hirschegg
Los ging es jedenfalls ganz klassisch mittags am (oberen) Parsenn, wo gerade ein Parkplatz direkt an der Piste frei wurde. Weiter zum Hubertus, der bei meinem Kurzurlaub Anfang Januar noch geschlossen war. Dank der Ostexposition war der Schnee hier natürlich schon recht weich, aber auch nicht übermässig aufgefahren. Im Vergleich zum Schlössle ist hier ja immer ein wenig mehr los, da der Lift nicht so versteckt liegt und man schnell auch mal unbeabsichtigt von oben hier einfährt. Danach ging es zum klaren Highlight, dem kultigen Schlösslelift. Die genial kupierte Piste fuhr sich wie immer sehr gut, das ganze dank Nordhang griffig-pulvrig und keineswegs hart oder abgefahren, dazu das ganze auf reinem Naturschnee. Langweilig wird es hier so schnell nicht, aber es sollte ja noch weitergehen...
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Start am Parsenn
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Im Hubertus
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Am urigen 2SL Schlössle, wie immer geniale Piste und wenig bis sehr wenig los
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Stilleben am Schlössle...
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Hirschegger Dorfidylle

Teil II: Walmendingerhorn
...nach Mittelberg bzw. genauer aufs Walmendingerhorn, bis auf den Zaferna (der auf der Verbindung liegt) wurden die lokalen Dorflifte ausgelassen. An der Talstation ging es mit kurzer Wartezeit direkt in die nächste Bahn - normalerweise fährt die im 15-Min-Takt, wenn etwas mehr los ist aber auch durchgehend, d.h. im 5 Min-Takt. (plus 1min Einsteigzeit ergibt bei 40 Personen pro Gondel eine Kapazität von 400 p/h). Oben am Horn hat sich einmal wieder meine Meinung bestätigt, dass die Verbindung zum Ifen eine absolute Schnapsidee war und dass es gut ist, dass das nicht so gekommen ist. Natürlich war es heute ein warmer Tag (ca. 5 Grad auch auf 2000m) und bei der S/O-Ausrichtung der Hänge ist der Schnee hier logischerweise eher auf der weichen-schwereren Seite. Aber unabhängig von den Verhältnissen verträgt der Berg auch nicht mehr. Klar, die Hauptabfahrt an der 2SB ist wirklich mega-breit und es gibt dazu eine Variante. Andererseits ist das obere Stück ordentlich steil (also dunkelrot), dazu ist die Zufahrt oben relativ schmal. Alles andere, also am Muttelberg, ist schmal (wie die einzige rote Piste) und/oder ordentlich steil, so wie alle 3 (präparierte) Routen. Von der teils sehr schmalen Talabfahrt einmal ganz zu schweigen. Heute liess sich das alles noch halbwegs passabel befahren, d.h. es gab auch mittags nach 13 Uhr hier keine wirklichen Buckel. Bei einer Verbindung zum Ifen hätte das aber sicherlich ganz anders ausgesehen. Dem Übernachtungsgast - den man angeblich im Blick hatte - hätte das Ganze dabei ziemlich wenig gebracht und im Gegenzug noch mehr Tagesausflügler und noch mehr Verkehr angelockt. Wie auch immer, das Projekt wurde ja glücklicherweise beerdigt.

Am Muttelberg wurden alle 3 Routen einmal befahren:
* 3a Muttelberg (schwarz): war ziemlich hart (doch etwas abgefahren), aber nicht eisig
* 3b Steilhang (schwarz): sehr weich/pappig, dadurch recht mühsam zu fahren
* 3c Lüchlemulde (rot): Die Zufahrt war wie so oft recht kriminell - eine richtige Wellenbahn, wo man nur schwer bremsen oder kurven kann - vor allem wenn dann dort jemand stehen bleibt. In der Mulde selber war es ziemlich abgefahren, danach läuft's ja aber gemütlich aus.

Im Gelände sind auch ein paar gefahren, allzu spassig dürfte das aber nicht gewesen sein. Ob es wohl am Vormittag dort Firnverhältnisse gab? Warscheinlich nicht, dafür gab es vorher zuviel Neuschnee und es war erst Anfang Februar. Sicherlich kein Vergleich zu dem absoluten Firntraum, der sich am Muttelberg am 31.03.2019 bot...

Aufgrund der nicht ganz so tollen Schneeverhältnisse ging es dann über die eigentlich ganz passabel fahrbare Talabfahrt wieder hinunter nach MIttelberg. Auf dem Weg zurück nach Hirschegg sah der direkte Hang am Zaferna - die Luggi Leitner-Abfahrt - ziemlich einladend aus. Sie muss kürzlich erst präpariert worden sein und war jetzt gesperrt. Abgesehen von einigen grasigen Stellen sah sie aber eigentlich ganz nett und wenig abgefahren aus. Der Eindruck täuschte aber etwas, es war zumindest am Nachmittag doch eine Spur zu weich; vormittags wäre es aber vielleicht ganz spassig gewesen.
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Standardbild Muttelberg
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Zoom zum Muttelberg, links hinten die Route Lüchlemulde, rechts die Route Muttelberg
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Route Muttelberg von unten
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Route Steilhang (oben gut 30 Grad steil), im Hintergrund dominiert der Gr. Widderstein, der höchste Walser
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das ganze mit Blick nach oben
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Blick zum urigen Wildentalschlepper mit den drei Pistenvarianten direkt am Lift und jeweils außen
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Zurück in Mittelberg am Zaferna, das Talstationsgebäude (des alten ESL) hat doch schon deutlich mehr Stil als so eine 08/15 KSB/EUB- Plastikschüssel...
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Das klassische Mittelberger Fotomotiv...
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Blick Richtung Maisäß, musste heute leider ausgelassen werden
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Am Förderband mit Blick zum steilen Zafernahang
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Die schon teils ausgeaperte, aber kürzlich noch präaparierte Luggi-Leitner Abfahrt, war am nachmittag aber schon zu weich.
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Die blaue Abfahrt am Zaferna - nicht gefahren, sah aber eigentlich auch ganz gut aus...
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Der Vollständigkeit halber auch noch den Sonnenhang am Parsenn gefahren, hier gibt's (für die Kids) eine Speed-Messtrecke

Teil III: Riezlern
So ging es also via Heuberg-Bahn wieder zurück zum Parsenn, von dessen Talstation aus man ein Stück über die Breitach laufen muss, um zum Ideallift zu gelangen. Habe den Fussmarsch von wenigen Minuten aber nicht als dramatisch empfunden. Über den Ideallift - eine schöne Anfängeranlage mit flachen und sehr breiten Pisten (ohne Engstellen wie etwa am Parsenn) - ging es zum Kesslerlift, wo permanent Kanzelwand-Abfahrer eintrudelten. Auch durch die Apres-Ski Musik an der Talstation passt diese Anlage nicht so recht in das Bild der Walser Dorflifte, auch die Piste ist etwas steril und gar nicht kupiert.

Ein ganz anderes Bild dann am Schwandlift, dem eigentlichen Ziel meines Abstechers nach Riezlern. Die Zufahrt vom Kesslerlift auf markierter aber schmaler Spur (nicht präpariert) war schon leicht abenteuerlich und führte - typisch - zwischen Häusern und Heustadln durch.. An der urigen Anlage war vom Apres-Ski nichts mehr zu hören und los war auch sehr wenig. Geöffnet war nur eine Piste (oben in Fahrtrichtung die linke, unten die rechte; beide durch Querweg verbunden) und irgendwie fuhr sich das Ganze etwas unruhig - weder weich noch hart, weder auf- noch abgefahren, aber so richtig lief es hier nicht. Vielleicht war auch einfach am Ende dieses Skitages die Müdigkeit etwas zu spüren. Wenn die andere Piste offen hat, würde ich aber alleine schon auch aufgrund des Ambientes hier nochmal vorbeischauen.

Zurück ging es dann direkt zum Ideallift - wollte den eigentlich nochmal fahren, aber der macht bereits um 16.00 zu - so musste ich dann das längere Stück zur Breitachbrücke laufen (sonst kann man auf Ski näher ranfahren), es reichte aber noch locker für die letzte Parsennbahn um 16:30. Dieses kleine Ärgernis sollte dann aber nicht den insgesamt gelungenen und schönen Skinachmittag im urigen Kleinwalsertal trüben!
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Die SL Ideal und Kessler; der Schwandlift versteckt sich dahinter
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Das recht mondäne Riezlern
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Der Kessler, ein eher fürs KWT untypischer Dorflift
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Etwas abenteuerliche Zufahrt zum Schwandlift
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Die nicht gewalzte Piste am Schwandlift
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Impressionen am Schwandlift
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Zoom zum Parsenn und zum Hubertus (links)
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Weitere Impressionen am Schwandlift
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Rückfahrt Richtung Ideallift mit Blick zum Ifen
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