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Brunnalm, Hohe Veitsch 22. 2. 2020 ...Freundschaft wird das nicht mehr...

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Brunnalm, Hohe Veitsch 22. 2. 2020 ...Freundschaft wird das nicht mehr...

Beitrag von chr » 23.02.2020 - 11:50

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Kennt Ihr das auch? Da hat man so seine Lieblingsschigebiete, die man regelmäßig besucht, und dann gibt es andererseits Gebiete, wo man länger nicht war, und sich die Frage stellt, warum das eigentlich so ist?
Bei mir zählt das Schigebiet Brunnalm-Hohe Veitsch zu letzterem. Mein letzter Besuch fand dort 2015 statt. Da war aber nur die 4SB mit zwei Pisten geöffnet. Mein letzter Besuch bei Vollbetrieb war der Neujahrstag 2011. Damals war ich vor allem von den Pisten direkt neben dem Brunnalmlift begeistert. Leider haben diese Hänge seit dem Bau der 4SB letzte Priorität bei der Beschneiung. Nun wurden auf der Homepage des Schigebiets alle Pisten als „geöffnet“ angegeben – Zeit also, wieder einmal dorthin zu fahren.

Wetter:
Bei Temperaturen zwischen +1 und +8°C war es sehr sonnig. Hohe dünne Schleierwolken störten nicht. Kein Niederschlag, kein nennenswerter Wind.

Lift- und Pistenstatus:
Offiziell alles geöffnet, zur Realität komme ich noch während des Berichts.

Wartezeiten:
Vormittags an der 4SB einige Minuten, sonst 0-5 FBM.

Pistenzustand:
Die präparierten Pisten waren perfekt. Am Morgen pulvrig-griffig, dann die Sonnenhänge schnell weich werdend mit der klassischen Hügelbildung. Sonnkoglroute, Eschenriegel und Sterndlgassl blieben hart-griffig.

Bilder:
Erster Blick nach dem Liftkartenkauf auf die Piste.
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Bergfahrt mit der 4SB. Dabei blicken wir auf die Pisten Holzerriegel,…
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…Familienabfahrt,…
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…und Sterndlgassl.
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Nun stelle ich den Sonnkogllift vor.
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Blick auf die Pisten Kanonenrohr und Kanonenrücken. Im Prinzip handelt es sich dabei um nur eine Waldschneise. Da man im unmodellierten Gelände in der Mitte der Schneise nicht präpariert, entstehen statt einer breiten zwei schmale Pisten.
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Dass die Pisten über weite Teile des Schigebiets eher schmal sind, ist an einem Schönwetter-Wochenende, bei gutem Besuch, sehr nachteilig. So lange es die Sesselbahn nicht gab, war die Pistenfläche ja noch ausreichend, aber jetzt passt das Verhältnis Besucherzahl zu Pistenfläche überhaupt nicht.

Ein Beispiel: An dieser Gruppe gab es auf der Familienabfahrt fast kein Vorbeikommen. Auch hinter der Kante war die Situation nicht besser.
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Die Piste Scheiklüberfahrt ist ohnehin das schlimmste Nadelöhr im Schigebiet.
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Aber ich will nicht nur meckern. Im Bereich Sonnkogllift war die Piste Sterndlgassl den ganzen Tag in einem Top-Zustand.
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Und auf der Fortsetzung Kanonenrohr hielt sich die Hügelbildung auch stark in Grenzen, weshalb ich hier zahlreiche Wiederholungen mache.
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Also gleich wieder hinauf mit dem Sonnkogllift, und dabei immer wieder die schönen Felsen der hohen Veitsch im Blick.
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Auch die Sonnkoglroute bin ich ein paar Mal gefahren, Hier einige Bilder von dem unpräparierten Hang.
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Doch nun genug von den schmalen Pisten und Routen in diesem Bereich. Wechsel zum Brunnalmlift.
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Bei der Bergstation blicke ich zunächst zum Stuhleck,…
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…und dann ins Tal. Und schon bin ich schwer enttäuscht. Das soll eine geöffnete Piste sein? Pachlerrinne und Brunnwiese sehen so aus.
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Nur ganz am Rand ist die Piste Holterrinne präpariert.
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Aus der Traum, die einzig wirklich breite Carvingpiste fahren zu können. Schade, dass auf der Homepage falsche Angaben gemacht werden.
Also geht es die schmale Holterrinne hinunter. Fairerweise muss aber auch hier gesagt werden, dass die Piste vor allem am Vormittag in einem ausgezeichnet guten Zustand war.
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Nochmals hinauf mit dem Brunnalmlift.
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Blick zum Sterndlgassl.
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Der Vollständigkeit halber bin ich auch den Muldenlift gefahren.
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Zu Mittag war ich im Gasthof Scheikl. Den Anbau bei der Terrasse kannte ich noch nicht.
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Nicht nur auf der Terrasse des Gasthofs wird man mit lauter Musik zwangsbeglückt, auch bei dieser Schnapsbude neben dem Schneiteich wird akustische Umweltverschmutzung fabriziert, die bis zum Sonnkogl zu hören ist.
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Die hohe Veitsch ist bei Tourengehern sehr beliebt. Während mich das Pistengehen überhaupt nicht reizt, kann ich dieser Form des Tourengehens durchaus etwas abgewinnen.
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Selber Standort. Zoom zu einer Gruppe von Tourengehern.
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Ich habe keine Tourengeherausrüstung und verstehe auch nichts von Lawinenkunde. Ich bleibe im markierten und gesicherten Schigebiet,…
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…aber nicht immer auf der präparierten Piste. Da die Hügel im präparierten Bereich der Holterrinne immer höher werden, weiche ich immer öfter auf den unpräparierten Teil daneben aus. Auf kleine apere Stellen muss man achten, kann man aber gut umfahren.
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Später habe ich dann auch einen Weg in die „geöffnete“ Schipiste Pachlerrinne gefunden, bei dem man nur zwei bis drei Schilängen über Gras Steigen musste.
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Gleich vorweg:
Bei der Rückgabe der Keycard habe ich an der Kasse mitgeteilt, dass ich es für sehr mutig halte, die Pisten Pachlerrinne und Brunnwiese auf der Homepage als „geöffnet“ anzugeben. Als Antwort erhielt ich, dass sie derzeit nicht als Piste sondern als Freeride-Area geöffnet sind, und dass eine Tafel bei der Bergstation des Brunnalmliftes darauf hinweist.
Wenn dieses Beispiel Schule macht, dann sind Angaben im Internet bezüglich offener Pisten hinfällig. Dann sind immer alle Pisten offiziell geöffnet und falls doch zu wenig Schnee ist, dann stellt man am Beginn der Piste eine Tafel auf, das sie als Freeride-Area geöffnet ist. :roll:

Nach 15:00 Uhr waren dann immer mehr Pisten im Schatten. Hier wieder die Holterrinne…
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…und hier der Holzerriegel.
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Daher habe ich den Schitag kurz vor 15:30 Uhr beendet.

Fazit:
Freunde werden die Brunnalm und ich wohl nicht mehr werden. Das Verhältnis Liftkapazität zu Pistenfläche passt hier nicht wirklich. Die von der kleinen Bar ausgehende weit hörbare Musik passt eher in ein Ballermann-Schigebiet aber nicht ins idyllische Panorama der hohen Veitsch. Die Art und Weise, wie man den Pistenstatus schönfärbt, ist ebenfalls nicht vertrauensbildend.
In guter Erinnerung behalte ich die netten Schlepplift-Trassen durch den Wald, die wirklich gut präparierten griffigen Pisten am Morgen und vor allem das einzigartig schöne Panorama der Hohen Veitsch.
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Re: Brunnalm, Hohe Veitsch 22. 2. 2020 ...Freundschaft wird das nicht mehr...

Beitrag von NIC » 23.02.2020 - 20:56

Danke für deinen interessanten Bericht :) Mit der Engstelle unterhalb der 4 SB hast du recht, die ist bei viel Andrang wirklich problematisch. Es scheint so, als ob jeder seine "Lieblinge" hat. Ich hab die Brunnalm sehr gern und sie wäre mir auch in dem von dir dokumentierten Zustand mit den vielen geschlossenen/schmalen Pisten lieber als z.B. das Niederalpl, welches du meines Wissens sehr gerne hast. Letzten März war ich ziemlich enttäuscht vom Niederalpl, wie wenig "richtige" Pisten es da gibt. Die meisten Pisten sind zu kurz, die am SL Sohlenalm viel zu flach, die relativ schöne Waldabfahrt führt nicht "gescheit" sondern im Zickzack den Berg runter und die 4 SB ist einfach viel zu langsam, selbst für eine fixe Sesselbahn. Aber das macht ja nichts, ist ja schön wenn jeder seine Lieblingsskigebiete hat :)
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Re: Brunnalm, Hohe Veitsch 22. 2. 2020 ...Freundschaft wird das nicht mehr...

Beitrag von Schnee » 23.02.2020 - 23:38

Auch von mir Danke für den Bericht.

Die in vielen Berichten erwähnte Engstelle im unteren Bereich muss man nicht fahren: Man kann im unteren Bereich der Piste Holterrinne (relativ knapp vor der "Engstelle")
nach links abzweigen (diesen Winter: an der grünen Schneekanone vorbei) und einen Weg fahren, der den Brunnalmschlepplift überquert und kommt dann ein Stück oberhalb des Tellerliftes heraus (übrigens: so weit ging der Muldenlift früher hinauf, bis er wegen potentieller Lawinengefahr gekürzt wurde).
Auf dem Pistenplan heißt diese Pistenvariante "Nasshöhle".

Den beobachteten Schitourenbereich (Schallerrinnen von der Hohen Veitsch herunter) kann man auch ohne Schitourenausrüstung machen, wenn man die Schi hinaufträgt (am besten in einem Rucksack). Oberhalb der Rinnen (noch nicht ganz am Gipfel) ist das in den Ferien bewirtschaftete Meranhaus (Hütte).

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Re: Brunnalm, Hohe Veitsch 22. 2. 2020 ...Freundschaft wird das nicht mehr...

Beitrag von starli » 24.02.2020 - 12:36

Nicht nur auf der Terrasse des Gasthofs wird man mit lauter Musik zwangsbeglückt,
Das scheint leider überall in Europa immer schlimmer zu werden. Selbst die kleinsten Hütten müssen mit riesigen Lautsprechern, außen aufgestellt, auf sich aufmerksam machen, in manchen Hütten und Restaurants im Skigebiet und auch sonst wo kann man kaum noch Essen bestellen, weil der Kellner einen aufgrund lauter Musik nicht versteht. So richtig nervig wirds dann, wenn die krächzenden Liftstützenlautsprecher als Musiklautsprecher dienen, denn da hört sich selbst die eigene Lieblingsmusik grauenhaft an :(
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Re: Brunnalm, Hohe Veitsch 22. 2. 2020 ...Freundschaft wird das nicht mehr...

Beitrag von chr » 24.02.2020 - 16:57

Danke, für Eure Rückmeldungen.
Schnee hat geschrieben:
23.02.2020 - 23:38
Die in vielen Berichten erwähnte Engstelle im unteren Bereich muss man nicht fahren: Man kann im unteren Bereich der Piste Holterrinne (relativ knapp vor der "Engstelle")
nach links abzweigen (diesen Winter: an der grünen Schneekanone vorbei) und einen Weg fahren, der den Brunnalmschlepplift überquert und kommt dann ein Stück oberhalb des Tellerliftes heraus
Das, was Du beschreibst ist die Umfahrung des Holzerriegel. Den sehe ich überhaupt nicht als Nadelöhr. Der ist in der gleichen Breite wie die Holterrinne oberhalb präpariert. Ich sprach von der Piste Scheiklüberfahrt, das ist der Gegenhang, der im Bild sichtbar ist. Und da muss jeder durch, der zuvor Kanonenrohr, Kanonenrücken oder Familienabfahrt gefahren ist, und wieder zurück zum Sessellift will.
Schnee hat geschrieben:
23.02.2020 - 23:38
...Oberhalb der Rinnen (noch nicht ganz am Gipfel) ist das in den Ferien bewirtschaftete Meranhaus (Hütte)...
Mein Besuch auf der Brunnalm fand während der Steirischen Semesterferien statt. An der Bergstation des Sonnkogllifts stand ein Hinweisschild, dass das Graf Meran Haus geschlossen sei. (Nur Winterraum geöffnet)
NIC hat geschrieben:
23.02.2020 - 20:56
...Es scheint so, als ob jeder seine "Lieblinge" hat. Ich hab die Brunnalm sehr gern...
Gebe ich Dir völlig recht. Gut, dass jeder seine bevorzugten Schigebiete hat. Dass man die Brunnalm mögen kann, kann ich gut nachvollziehen. Ich erinnere mich sehr gerne an den Neujahrstag 2011, da hat es mir dort auch sehr gut gefallen. (siehe viewtopic.php?f=46&t=37756&p=4735023&hi ... m#p4735023 ) Und ich habe auch in diesem Bericht die positiven Aspekte erwähnt. Nur leider hatte ich weder vor noch nach dem Neujahrstag 2011 dort so einen schönen Tag.
starli hat geschrieben:
24.02.2020 - 12:36
Nicht nur auf der Terrasse des Gasthofs wird man mit lauter Musik zwangsbeglückt,
Das scheint leider überall in Europa immer schlimmer zu werden...
Mancherorts ist meiner Meinung nach auch nichts dagegen einzuwenden. Auf der Paznauner Taja zum Beispiel wird das ja auch von ziemlich allen Besuchern erwartet. Allerdings ist auf der Veitsch ein anderes Publikum als in Ischgl...
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Re: Brunnalm, Hohe Veitsch 22. 2. 2020 ...Freundschaft wird das nicht mehr...

Beitrag von Schusti » 24.02.2020 - 20:44

Ich denke das grundlegende Problem ist das es einfach nur 2 Zustände gibt. Offen oder Geschlossen, alles andere interessiert die Betreiber wohl nicht, ist ja schlecht für die Kassa.

Immer öfter passieren aber auch mir solche Erlebnisse z.B.

1)
Vor einigen Jahren Saisoneröffnung Dorfgastein im November, alle Pisten im oberen Bereich offen. Jjippiee!
=> Vielleicht zur hälfte, manchmal 2 Pistenraupen breit. Naja, den frühen Termin hab ich als Entschuldigung gelten lassen.

2)
Vor 2 Wochen am Stuhleck. Gleich in der Früh aus der Promi-Bahn ausgestiegen und mit vollem Karacho Richtung FIS-Abfahrt, über die Kuppe nach dem Funpark drüber und gleich mal neben der Piste gelandet. Ist vielleicht zu einem Drittel offen, der Rest ist nicht präpariert. Witzigerweise war der nicht präparierte Teil besser zum fahren weil Naturschnee, die offene Abfahrt ein pickelharte Kunstschneeplatte.

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Re: Brunnalm, Hohe Veitsch 22. 2. 2020 ...Freundschaft wird das nicht mehr...

Beitrag von chr » 25.02.2020 - 16:57

Ich glaube, Du verwechselst da etwas.
Dass Pisten wie die Holterrinne auf der Veitsch oder die Kaltenbach-Fis am Stuhleck als "offen" angegeben werden, wenn sie auch nur wenige Raupenspuren breit sind, ist für mich völlig in Ordnung.
Meine Kritik am Öffnungsstatus bezog sich auf die Pachlerrinne, die nur über Gras erreichbar war und heuer wahrscheinlich noch keine Pistenraupe gesehen hat. Dass man hier nicht von einer offenen Piste sprechen kann, ist sogar dem Betreiber bewusst, daher hat er ja auch die Tafel aufgestellt, dass hier derzeit Freeride-Areal ist. Trotzdem scheint sie auf der Homepage als offene Piste auf.


Interessant übrigens, dass es Dir am Stuhleck passiert ist, in den nicht präparierten Bereich der Kaltenbach-Fis zu gelangen. Denn dort ist oben bei der Abzweigung der Promi Familienabfahrt ein Transparent mit Pfeilen aufgestellt und auf der gesamten Pistenlänge sind in regelmäßigen Abständen Begrenzungstafeln.
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Diese Maßnahmen sucht man auf der Veitsch vergeblich.
(Ich persönlich halte sie auch nicht für zwingend nötig, sollte doch jeder Schifahrer in Eigenverantwortung schauen, wohin er fährt)
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Re: Brunnalm, Hohe Veitsch 22. 2. 2020 ...Freundschaft wird das nicht mehr...

Beitrag von Schusti » 28.02.2020 - 07:26

Da hast du Recht, es ist zwar ähnlich, aber nicht das gleiche.

Bzgl Stuhleck, ich bild mir ein die Absperrung war eher mittig und ich bin halt auf der falschen Seite vorbeigefahren :D
Am Hang selber war alles schön ausgesteckt das stimmt.

Danke nochmals für den Bericht.

LG,

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