Die Wahl fiel auf das Pitztal:
- Es gab eine günstige Unterkunft von Aschermittwoch bis Samstag
- Hochzeiger und Gletscher waren bei der Familie bekannt und bereits gut angekommen
- Das Pitztal ist weit genug weg um für Tagesausflüge aus der Region München unattraktiv zu sein (subjektive Einschätzung meinerseits)
- Familienfreundliche Skipasspreise: Bambini-Freikarte bis Jahrgang 2010, Kindertarif bis Jahrgang 2004!
Abhängig vom Wetter wollten wir die Anreise früh durchführen und am ersten Tag vielleicht auf dem Weg ins Pitztal irgendwo Skifahren gehen. Dank wunderbarem Mistwetter entschieden wir uns für die gemütliche Anreise über die A12 und wurden nicht enttäuscht. Der Stau blieb aus, das Wetter war beschissen. Ankunft zur Kaffeezeit in St. Leonhard - schon winterlicher als in der Region Ingolstadt...

^ Schnee im Winter 2019 / 2020
Hochzeiger 27.02.2020
Die Wettervorhersage prophezeite ab Nachmittag Sturm. Also fiel die Wahl für den ersten Tag des Kurzurlaubs auf den Hochzeiger, denn erstens erwartete ich wegen der geringeren Höhe eine weniger ausgeprägte Windanfälligkeit der Anlagen, zweitens war ein Nachmittagsprogramm in Imst so mit weniger Fahrerei zu realisieren.
Die Anreise zum Hochzeiger zieht sich ja immer ein bisschen. In Jerzens denkt man sich "Gleich geschafft", je nach Bus oder sonstigem Fahrzeug vor einem verlangen die Spitzkehren zum Skigebiet dann aber noch mal etwas Geduld.
Start gegen 09:30 Uhr an der Hochzeigerbahn. Natürlich mussten wir etwas warten und uns anstellen, gefühlt aber sicher nicht mehr als ~5 Minuten, Schlange erst nach dem Drehkreuz. Oben angekommen direkt rüber zur Rotmoosbahn, hier keine Wartezeit. Das Thermometer der Bergstation versprach frostige -15°C, bei Sonnenschein aber gut auszuhalten.

^ Blick auf die Piste 1 rüber zum Sechszeiger
Natürlich waren wir nicht mehr ganz die "frühen Vögel", Piste daher schon ein wenig zerfahren, aber noch gut machbar. Dannach Aufstieg mit der DSB Sechszeiger.

^ Blick auf die Pisten 1 / 1b / 9
Wir arbeiten uns nun über die Zirbenbahn zur Panorama-Abfahrt vor.

^ Blick auf die Piste 10, Richtung Tal

^ Blick auf die Piste 10, Richtung Berg
Die Panorama-Abfahrt ist landschaftlich zwar sehr schön, aber bei unseren bisherigen Besuchen am Hochzeiger auch meistens eine der schlechteren Pisten mit abgefahrenen, eisigen / harschigen Stücken.
Das war es leider mit den Bildern vom Hochzeiger, das schöne Wetter verabschiedete sich ab 12:00 Uhr auch zunehmends, Kontrast nahm ab, Wind nahm zu.
Die Talabfahrt über die Pisten 9 / 2b / 1c war ziemlich gut, auch wenn den ganzen Tag die Lanzen liefen. Die 10a durch den Wald war vom Schnee her sehr gut zu fahren, allerdings ist die leider ziemlich schmal und daher nicht so massentauglich.
Entdeckung des Tages war für mich die schwarze Piste 5, da kommt Achterbahn-Feeling auf!
Frühe Flucht um 14:30 Uhr nach Imst zum Bouldern.
Rifflsee 28.02.2020
Der Sturm hatte einiges an Neuschnee mitgebracht und so waren wir beim Frühstück noch nicht so sicher, was gehen würde - aber es wurde ein Traumtag, anders kann man es nicht sagen! Anfangs war der Grubenkopflift noch eingaragiert und Lawinensprengungen waren zu hören. Von der Rifflseebahn aus konnten wir auch eine Schlange an der Sunna Alm Bahn erkennen, also sind wir zum Muttenkopfgestartet.

^ Blick auf die schwarze Piste 3
Hier hielten wir uns auf der 1a / 2 und 3 eine ganze auf, ohne jemals mehr als eine handvoll Sessel warten zu müssen.

^ Blick zum Grubenkopf
Aber die Pisten dann am Grubenkopf sind der Hammer, sie gehen in meine persönliche "Hall of Fame" ein, nicht zuletzt wegen der wahnsinnigen Aussicht und der Länge der Abfahrt. Ich fand die Pisten auch noch Nachmittags gut zu fahren.

^ Die Hänge zwischen den Pisten waren dann natürlich nicht mehr unverspurt. Was solls, bleiben als Familie eh auf der Piste.

^ Pano 1

^ Grubenkopf, Gabelung rot / schwarz (links)

^ Grubenkopf, 13:30 Uhr
Eigentlich wollten wir ja nach dem Mittagessen zum Gletscher rüber - da das Skigebiet aber zum Privat-Skigebiet mutierte blieben wir am Rifflsee

^ Schwarze 10 - die ist IMHO zu Recht schwarz

^ Grubenkopf nachmittags
Als das Skigebiet dann immer leerer wurde, sind wir auch noch ausgiebig über die blaue 7 geheizt, haben zum Spaß auch noch den Teller-Lift mitgenommen und die vereiste mini-schwarze Piste 8. Besondere Herausforerdung war die Schwarze 4, die war IMHO nicht präpariert und im Zustand einer Skiroute. War ein richtiges Abenteuer mit den Mengen an Neuschnee...
Die Talabfahrt haben wir uns übrigens gespart, zum Gletscher soll die gut sein, zum Parkplatz an der Rifflseebahn eine lange Zieherei - also gemütlich ins Tal gegondelt.
Gletscher 29.02.2020
Ein Blick in "Windy" lies mich vermuten, dass bis ca. 13 Uhr mit Vollbetrieb zu rechnen war. Also haben wir trotz Abreisetag versucht, früh oben am Gletscher zu sein.
Die meisten Höhenmeter haben wir dann mit der Mittelbergbahn gemacht. Die "Wellenbahn" an der Piste 36 zieht bei Kindern extrem. Keine Wartezeiten.

^ Blick aus der Gondel

^ Da abzufahren wäre ja nichts für mich
Punkt 12 waren die Mägen der Kinder dann auf Mittagessen eingestellt. Meine Hinweise auf die befürchtete Schließung gegen 13 Uhr wurden aber ignoriert...

^ So hatten wir dann kurz nach 12 Uhr zwar ein leeres Restaurant (2. OG!)...
... aber der Wind wurde dann immer stärker, so dass erst Wildspitzbahn eingaragiert wurde und dann die Mittelbergbahn - ohne die beiden Bahnen wird das Gebiet doch recht klein, viele sind wahrscheinlich zum Rifflsee geflüchtet.

^ Daher war es dann auch bei den verbliebenen Anlagen leer.

^ Aber auch dort wurde irgendwann wegen des Sturm weitestgehend aufgegeben...
Alles in allem war es ein sehr entspannter Kurzurlaub im Pitztal. Die Pisten waren überwiegend gut, die Liftler alle super nett - und unter Quarantäne wurden wir bisher auch nicht gestellt...