An Ostern 2016 wollte Frans einen Kurzurlaub in der Steiermark verbringen, Highlight sollte der Präbichl mit dem ESL Polster Classic in seinem lt. damaligem Stand und auch heute noch letzten Winter. Weiteres "Beiwerk" waren die Gebiete Tauplitz und Lachtal und zuletzt eines der Murauer Skigebiete, wobei wir uns im Nachhinein für das falsche Gebiet entschieden - den Kreischberg.
Ich begleitete Frans in diesen mir noch unbekannten Teil Österreichs; von der Steiermark kannte ich bis dahin nur die Gegend um Schladming/Ramsau a. D.
Jedenfalls fuhren wir am frühen Karfreitag oder späten Gründonnerstag im heimischen Sauerland los und erreichten nach nächtlicher Autofahrt gegen Morgen die Tauplitz bzw. den Ort Tauplitz, der den klassischen Einstiegspunkt in das Skigebiet, das sich über Lawinenstein, Schneiderkogel und Tauplitzalm erstreckt, bildet.
Damals kannte ich weder das Skigebiet noch Lokalmatadoren wie gerrit und v. a. Greithner, sonst hätte man da vielleicht noch ein kleines Forumstreffen draus machen können.
Eckdaten:
Start: 8.42 Uhr
7:39 h
105,1 km
13,7 km/h Durchschnitt
62,9 km/h Spitze
10.742 hm (lt. Skiline)
Fahrten:
4x 4KSB/B Tauplitz 1
5x 4KSB/B Tauplitz 2
2x 2SL Großseelift 1 (l.)
4x 2SL Großseelift 2 (r.)
5x 4SB Schneiderkogel
3x 6KSB/B Lawinenstein
1x 2SL Gipfellift 1
6x 8MGD Mitterstein 1+2
3x 2SL Grafenwiesenlift
2x 1SL Tauplitzseelift
2x 2SL Lärchkogellift
1x 1SL Schartenlift
3x 1SL Hollhaushanglift
= 41 (47) Fahrten
Mit einem GPS-Track kann ich leider nicht dienen, irgendwie ist der auf der Strecke geblieben.
#1 Parkplatz mit dem Grimming in Wolken. Über Nacht hatte es ein wenig geschneit. #2 Nach dem Kauf der Tageskarte begann der Skitag mit der Fahrt in der 4KSB/B Tauplitz 1. #3 Grafenwiesenlift vor dem Weißkirchl (1526 m). #4 Die Tauplitz 1 ist recht flach, auf rund 1,9 km Strecke werden lediglich 230 hm überwunden. Von der Steilheit also durchaus vergleichbar mit dem Brembergkopf 1 in Winterberg. Dies war aber nicht das Einzige, was uns ans Mittelgebirge erinnerte, doch dazu später mehr. Ein wichtiger Unterschied ist jedoch, dass es von der Tauplitz 1 keine Abfahrt gibt. #5 Das letzte Viertel der Strecke verläuft im Wald. #6 Die Bergstation ist in Sicht, mit rund 30 m Abstand schließt sich direkt die Talstation der zweiten Sektion an, das habe ich so bisher nirgends gesehen. #7 Nach dem steilen Waldstück kommt die Tauplitzalm in Sicht, zuvor geht es nochmal durch eine kleine Senke. Auffällig sind hier die etwas längeren Gehängearme im Vergleich zur ersten Sektion.
Die Bahnen gehören zu den wenigen Haubensesselbahnen ohne Garagierung, was sie schon etwas besonders macht.
Wenn ich mich recht entsinne, sagte Frans damals etwas von einem geplanten Ersetz durch eine 10MGD, aber dazu kam es ja bis heute nicht.
#8 Die Tauplitzalm rückt näher. Hinten links sieht man die Bergstation der 4SB Schneiderkogel auf dem gleichnamigen Berg (1765 m). #9 Um von der Bergstation der Tauplitz möglichst nicht nur Ziehwege fahrend in den Hauptteil des Gebiets zu kommen, bietet sich der Umweg über die Großseelifte an. Die könnten mit ihrer Länge von 300 m auch im Sauerland stehen bzw. gestanden haben
Nach einer weiteren Fahrt dort fuhren wir entlang der Lawinensteinbahn wieder Richtung Tauplitz-Talstation. #23 Kurz davor nahmen wir noch den Grafenwiesenlift mit - gegenüber sieht man den Gwendlingstein (1645 m). #24 Im Gegensatz zur Talabfahrt bietet dieser Hang ein durchaus ansprechendes Gefälle. #25 Bergstation #26 Wiederholungsfahrt. Der Lift ist auch mit Flutlicht ausgestattet, wenn ich das richtig sehe. #27 Zurück auf der sehr flachen Talabfahrt. #28 Flache Tauplitz 1 mit steilerer Tauplitz 2 im Hintergrund. #29 Blick zur Talstation, das letzte Stück ist dann nochmal etwas steiler.
Bei dem Hang im Hintergrund dachte ich mir beim Bilderauswählen schon, dass da vielleicht mal ein Lift gestanden haben könnte.
Lt. den Bildern von gerrit in diesem Thema stand dort tatsächlich mal ein Lift: viewtopic.php?f=32&t=7056&hilit=salzkammergut&start=100 #30 Nach der fast 4 km langen Auffahrt mit den beiden 4KSBen machten wir einen Abstecher zum Tauplitzseelift. #31 Ordentliche Eiszapfen hängen an dem Haus
Angesichts der Proportionen von Bügel und Stütze (2 von 2) vermute ich, dass der Lift ursprünglich mit Kurzbügeln betrieben wurde. #32 Blick auf die zweite Hälfte des rund 200 m kurzen Hangs. Wer unten nicht rechtzeitig bremst, fährt in den Tauplitzsee, der sich eingeschneit direkt hinter der Talstation befindet.
Dieses Bild verdeutlicht auch ein Problem/einen Nachteil des Gebietes. Die schöne Landschaft eignet sich zwar gut zum Wandern und Langlaufen, aber zum Skifahren taugt die Topographie eher weniger. #33 Über die Großseelifte ging es zum Lärchkogellift und dann zum... #34 ...Schartenlift, an dem wir allerdings nur eine Fahrt machten. #35 Hollhaushang mit einem gesteckten Kurs
Rechts befindet sich die Talstation des ehem. ESL Lawinenstein. #36 Ansonsten dient der Hollhaushanglift eher dem Zwischenanstieg-losen Wechsel vom Bereich Lawinenstein/Schneiderkogel auf die Abfahrten zur Mitterstein- und Tauplitzbahn. #37 Bergstation Hollhaushanglift mit Pisten-Ampel
Wir fuhren nun nochmal bis ins Tal nach Tauplitz und dann via Großseelifte zum Schneiderkogel... #39 Vom Schneiderkogel hat man einen guten Blick auf den Großsee und die gleichnamigen Lifte. #40 Talstationen Großseelifte. #41 Die Großsee-Hänge nochmal in voller Pracht. Links mittig befindet sich der Tauplitzseelift und rechts vom großen Gebäude in der Bildmitte die Bergstation der 4KSB/B Tauplitz 2. #42 Blick von der roten Piste 15 auf den Lärchkogellift. #43 Blick zu den Talstationen von Schneiderkogel und Lawinenstein. #44 Trassenführung der Lawinensteinbahn durch eine Senke und Ausstieg des Schartenlifts rechts zwischen den Bäumen. #45 Das erste Stück vom Schneiderkogel runter ist ordentlich steil. #46 Altes Schild an der Talstation des ESL Lawinenstein. #47 Alte und neue (r.) Trasse. #48 Talstation ESL Lawinenstein. #49 Lärchkogellift mit drei verschiedenen Stützentypen. #50 Recht urig mit dem schräg gelagerten Antriebsspannwagen. #51 Ist das eigentlich die Sparversion der Doppelmayr-Gittermaststütze oder eine frühe Variante oder ein anderer Hersteller? #52 Nach einer letzten Fahrt mit der Lawinensteinbahn um 16 Uhr fuhren wir über die Talabfahrt zurück nach Tauplitz. Hier das schwarze Stück der Talabfahrt (Piste Nr. 1).
Fazit zur Tauplitz:
Die Tauplitz fühlte sich wie eine Mischung aus Mittel- und Hochgebirge an, viele teils sehr kurze Lifte und nur wenige lange, die sich für Wiederholungsfahrten eignen. Das sieht zum Teil etwas nach Flickschusterei aus und hat uns nicht so recht überzeugen können.
Von Tauplitz fuhren wir dann zu unserer Pension, dem Almgasthof Spitzer im Preggraben. Dort erwartete uns auch ein kleines Skigebiet, das jedoch mangels Schnee leider nicht mehr geöffent war. Doch dazu werde ich noch einen separaten Bericht verfassen.
Ein weiteres Highlight unterwegs war auch der Knoten St. Michael, eine Mischung aus Kreisverkehr und Autobahnkreuz.
Steiermark Ostern 2016: Tauplitz 25.03.2016 | Lachtal 26.03.2016 | Präbichl 27.3.2016 | Kreischberg 28.03.2016 | Skilifte Almgasthof Spitzer Preggraben
Bilder von Onedrive ins AF migriert (09.07.2025)