Schon lange ist es wieder her, als im Anfang Juni am Kaunertaler Gletscher die Saison wiedereröffnet habe. Eigentlich wollte ich dazwischen schon eher mal wieder runter fahren und wieder Skifahren mit Wandern kombinieren, aber irgendwie kam immer etwas dazwischen (schlechtes Wetter, keine Zeit, etc.) - Jetzt sollte es aber endlich klappen.
Am Sonntagmorgen um kurz nach 04:00 Uhr ging es dann bei mir los, um dann gleich gegen 08:00 Uhr in Maurach an der Rofanseilbahn zu sein, um von dort eine kleinere Bergtour zu machen. Am Nachmittag ging es dann ins Ziller- und Tuxertal zur Unterkunft.
Den heutigen Montag habe ich mir aufgrund der besseren Wettervorhersage direkt ausgesucht zum Skifahren.
Den Tipps hier im Forum entsprechend war ich ungewohnter Weise nicht zu Betriebsbeginn an der Talstation, sondern erst um 08:45 Uhr, sodass ich entspannt bergwärts gondeln konnte. Auf der Zubringerachse liefen heute die 8EUB und der GB2.
Oben waren dann neben dem GB3, DSB und der 10EUB auch der rechte GW-SL und der linke Olperer-SL geöffnet. Da der Andrang nicht all zu groß war, wäre eine Öffnung der Parallelanlagen auch nicht notwendig gewesen.
Der Andrang war, wie bereits beschrieben, recht moderat. Morgens musste man am Olperer stets ein paar Bügel warten. Hier war dann am „meisten“ los, da hier auch die Bedingungen am Besten waren.
Am GW-SL sowie an der DSB und der 10EUB konnte ich immer direkt durchgehen. Nervig war, dass der Liftler an der Talstation der 10EUB auch in solchen Fällen immer auf das Tragen der Maske bestand – Macht ja schließlich auch Sinn, wenn 50m um einen herum niemand ist. Aber seis drum, geschwind hoch gezogen, und nach der Ausfahrt in der Gondel, in der ich selbstverständlich alleine saß, wieder abgelegt.
Bitte nicht falsch verstehen, auch wenn ich die Maskenpflicht ablehne, trage ich selbstverständlich in der Umgebung von Menschen in geschlossenen Räumen eine Maske. Eh interessant, dass das jede Bergbahn doch sehr eigen lebt (hier die Vergleiche mit den Bergbahnen, die ich die Tage aufgrund der TSC-Gültigkeit noch mitgenommen habe):
- Rofanseilbahn: MASKE, MASKE, MASKE und die kuriosesten Absperrungen, so war z.B. auf dem Spielplatz am Berg die Wippe gesperrt – warum auch immer, die Kinder säßen sich ja an der frischen Luft 3m auseinander. Wahrscheinlich liegt das halt zu nah an München und den ganzen … Städtern
- Spieljochbahn: Winzige Hinweise auf Maskenpflicht aber keine Durchsetzung (ok gut, es war auch nix los
- Finkenberger Almbahn: Maskenpflicht wird kommuniziert und durchgesetzt, auch wenn niemand da ist
- Reitherkogelbahn: Weder Hinweise auf die Maskenpflicht an den Stationen (nur in den Gondeln) noch Durchsetzung
Aber da mir das eh egal ist nun back to topic.
Wie Snow4Carve schon bei der aktuellen Schneesituation geschrieben hat, waren die Bedingungen morgens am Olperer sehr gut. Die Pisten waren firnig-sulzig weich und sehr angenehm zu fahren. An der GW war es noch sehr hart bis eisig und aufgrund schlechter Präparation schlagig. Die Abfahrt zum TFH war früh sulzig, was aber bis zu einem gewissen Grad nicht störte. Später gab es hier unten heraus doch größere Sulzbuckel, die sich aber problemlos umfahren liesen.
Gegen Mittag wurde es dann auch an der GW weich, sodass man hier auch gute Schwünge ziehen konnte.
Den Pistenzustand nach 13:00 Uhr kann ich nicht beurteilen, da ich dann wieder ins Tal fuhr. Auf den Ski wurde es mir dann zu langweilig und ich nahm dann lieber noch eine Sommerbergbahn mit.
Das Wetter war heute in der Früh ungetrübt sonnig. Später zogen ein paar harmlose Wolken auf. Die Temperaturen waren sehr sommerlich und später im Tal waren Skiklamotten definitiv die falsche Wahl
Da ich es nun bis zum 02.08.2020 definitiv nicht mehr während er Gültigkeit der TSC zum Skifahren schaffen werde, war das heute damit mein deutlich verspäteter Saisonabschluss. Auch wenn es sich nach dem 02.08.2020 nochmal ausgehen sollte, so muss ich sagen, dass Sommerski zwar schon mal taugt, aber extra Geld dafür zahlen muss dann aber eigentlich auch nicht sein.
Gefallen:
Nicht gefallen:
Daher:
Bilder:

Morgendlicher Standardblick von der Gefrorenen Wand zum Olperer – schaut ja schonmal gut aus.

Gerade im Sommer ergeben sich schöne Kontraste zum grünen Tal. Hier der GW-SL vor der Bergstation der 10EUB und der Talstation der 6KSB

An der Gefrorenen Wand war die Präparation mal wieder Käse. In den anderen Bereichen war das deutlich besser.

Auch hier nochmal die Präparation im Detail. Das machte die harten Pisten an der Gefrorenen Wand nicht angenehmer zu fahren, weswegen ich die Abfahrten dort am Morgen mied.

Nun der Standardblick zurück vom Olperer zur Gefrorenen Wand. Die Pisten am Olperer waren am Morgen echt super. Es ist lange her, dass ich am Olperer so viele Wiederholungsfahrten machte, denn normalerweise ist es mir hier immer zu voll.

Und nun noch der Standardblick von der anderen Liftseite. Die Abfahrten waren echt schön sulzig, aber noch kaum aufgefahren, sodass das viel Spaß machte. Auch das Flachstück unten raus zum Lift ging sehr lange problemlos zu fahren.

Auf der TFH-Abfahrt war soweit auch alles gut

Blick zum Tuxer Fernerhaus

Ausblick von der Panoramaterrasse auf der Bergstation des GB3

Und der Blick von ebendort ins Skigebiet. Später sah man auch sehr viele Fußgänger da oben

Trasse des GB3 und die Bergstation der DSB im Zoom

Und jetzt nur der GB3 mit seiner spektakulären Trasse. Der nervige Störton kurz vor der Bergstation war bei allen meiner Fahrten deutlich hörbar.

Die Pisten an der Gefrorenen Wand wurden nun gegen Mittag auch gut und das Gebiet wurde auch deutlich leerer. Es wurde also ein toller und würdiger Ausstand dieser merkwürdigen Skisaison 2019/2020

Auch am Olperer gab es nochmal eine Abschiedsfahrt

Auch die DSB-Abfahrt war nun gut zu fahren.

Blick nach unten auf der DSB-Abfahrt

Am besten war es dann aber im Trainingsareal an den GW-SL, als die Stangerlfahrer abgezogen sind.

Blick aus dem Trainingsareal zur Bergstation der 10EUB.

Rückblick auf der TFH-Abfahrt, die mittlerweile schon sehr sulzig war.

Und das waren dann die letzten Meter der Saison.
Fazit:
Das heute war ein wirklich schöner und gelungener Abschluss der Skisaison. Gerade auch im Vergleich mit meinem anderen Sommerskitag im Kaunertal glänzte der heutige Tag sehr. Es war deutlich weniger los und der Schnee war deutlich besser. Dennoch wird der Sommerski nicht mein ganz großer Favorit werden. Sicher, Sommerski ist echt mal nett, aber halt auch kein Vergleich zu Winterskitagen, wo es auch ein deutlich abwechslungsreicheres Angebot gibt.
Es war aber auf jeden Fall ein versöhnliches Ende mit dieser komischen Skisaison. Hoffen wir, dass die nächste Saison ohne Probleme von Statten gehen kann und mal schauen, ob und wenn ja, welche Saisonkarte ich nächste Saison wählen werde.
Eigentlich war ich gedanklich schon sehr stark in Graubünden angekommen, aber durch die besonderen Umstände dieses Jahr, ist ja nun schon ein nicht unerheblicher Teil des Gültigkeitszeitraums dort verstrichen und den hatte ich dort schon irgendwie bei der Amortisation einberechnet – also schauen wir mal, wo die Reise hinführen wird. Prognosen zur nächsten Skisaison sind ohnehin noch nicht belastbar.