
Letztes Wochenende ging es mal in den Süden Vorarlbergs, unter anderem auch, um endlich mal wieder das Nova-Gebiet zu besuchen. Dieses war das einzige große Skigebiet Vorarlbergs, das ich letzte Saison nicht besuchte und auch insgesamt liegt der letzte Besuch mehr als fünf Jahre zurück. Und bei dem meist sonnigen Wetter lohnte es sich besonders für die schönen Aussichten. Eine Stärke des Skigebiets Silvretta Montafon sind sicherlich die drei langen Talabfahrten. Insbesondere die Abfahrt nach Gaschurn, mit schönem Steilhang oben und neuer Trassierung unten, als vor allem die sehr abwechslungsreichen 1.700 Höhenmeter hinunter nach Schruns sind Highlights.
Samstagmorgen wollte ich pünktlich um 08:15 an der Talstation der neuen Valiserabahn starten. Allerdings streikte an diesem Morgen anscheinend das Zugangssystem der Bergbahnen. Ich hatte für meine Tageskarte bereits am Vorabend den 2G-Nachweis online hinterlegt, bekam morgens dennoch eine rote Fehlermeldung am Drehkreuz. Auch an den 2G-Automaten lies sich der Nachweis nicht hinterlegen. Zum Glück gab es einen engagierten Mitarbeiter an den Drehkreuzen, der die Tickets manuell am PC freischaltete. Gelang ihm allerdings auch erst beim zweiten Versuch und kostete mich insgesamt eine Viertelstunde. Außerdem ging es nicht nur mir, sondern Dutzenden weiteren Skifahrern so. Vielleicht ein Server überlastet?
Der Morgen startete oben erstmal mit dichtem Schneefall, wobei sich dann doch schnell die Wolken lichteten und sich ab dem Mittag ein wolkenloser Himmel zeigte. Durch die unpräparierten etwa 15 cm Neuschnee und das sich schnell füllende Skigebiet, bildeten sich sehr schnell Buckel auf den meisten Pisten. Dazwischen gab es erstaunlich glatten, kaum griffigen Schnee, den ich nach den ganzen Schneefällen nicht erwartet hatte. Der Schnee war am Diedamskopf am Vortag auf jeden Fall 1.000-mal besser. Manche Pisten wurde gefühlt sogar vor kurzem nochmals beschneit und auf den Talabfahrten gab es dadurch ordentliche Knollen.
Die Wartezeiten blieben trotzdem im Rahmen mit meist wenigen Sesseln oder wenigen Minuten an der Madrisellabahn. Ruhiger war es im oberen Bereich von Gaschurn, inklusive besserem Schnee. Der Burglift beispielsweise ziemlich ruhig. Noch geschlossen sind vor allem viele Skirouten und ein paar schwarze Pisten (siehe unten).
Für die letzten zwei Stunden wechselte ich noch ans Hochjoch. So konnte ich zum einen die schmale und eisige Talabfahrt zurück zur Valisera-/Grasjochbahn noch in einem leeren und wenig chaotischen Zustand befahren und gleichzeitig die Nachmittagssonne an der Hochalpilabahn genießen. Darüber hinaus war so die lange Abfahrt nach Schruns am Ende des Tages möglich. Der mittlere Teil im Bereich der Kropfenbahn fuhr sich noch ganz gut, darunter war es auf gesamter Länge eine äußerst eisige und unruhige Geschichte.
Am nächsten Tag startete ich wieder an der Valiserabahn. Diesmal gab es einen ziemlich sonnigen Start in den Tag, während es sich ab dem Mittag zunehmend zuzog. Bis auf eine Stunde am frühen Nachmittag war die Bodensicht allerdings immer gut. Die Pisten waren nun frisch präpariert und hielten den Tag auch viel besser durch. An vielen Stellen wurde es dennoch wieder glatt abgerutscht. Der Andrang ähnlich hoch, wobei man dann doch immer wieder ruhigere Pisten fand. Für die letzten zwei Stunden wechselte ich wieder zum Hochjoch, wo es wesentlich ruhiger war als am Nachmittag zuvor. Die letzte Abfahrt startete ich passend zum Liftschluss mit der schwarzen, sehr aussichtreichen Piste am Sennigrat, mit nettem Schnee und schönen Kurven. Auch die kurvige blaue im Bereich Kropfen mal wieder spaßig und die Talabfahrt nun leerer und weniger eisig.
Insgesamt also ein gelungener Ausflug in den Süden. Abgesehen vom Andrang hätten nur die Pisten gerne griffiger sein können.

> Rinderhüttenbahn war offen

Fotos von Samstag, 05.02.2022:


> Talabfahrt nach Gaschurn

> Gaschurn

> Nichts los

> Auf der Skiroute 53


> Piste 44



> Geschlossene Heimspitzbahn (auch Personalmangel?)


> Rinderhüttenbahn


> Ruhige Piste 31 (gab es hier oben nicht auch mal eine 32?)



> Skigebiet von Gargellen

> Neue autonome Valiserabahn



> Blick zum Hochjoch



> Garfrescha

> Wechsel zum Hochjoch





> Aussicht auf 2.400 m


> Auf der sehr langen Talabfahrt

> Schruns mit Schnee aber ohne Sonne

> Neue Valiserabahn. Die großstädtische Architektur fand ich ansprechend
Fotos vom Sonntag, 06.02.2022:

> Nette Pisten an der Spatlabahn

> Nova und interessante Wolken




> Rinderhüttenbahn



> Gaschurn

> Talabfahrt Gaschurn

> Blick ins Skigebiet von Galtür


> Nachmittags am Sennigrat mit tollem Tiefblick nach Schruns und leerer Piste