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Alpe d´Huez/Grandes Rousses || F || 5./7./10. März 2006

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Alpe d´Huez/Grandes Rousses || F || 5./7./10. März 2006

Beitrag von Emilius3557 » 02.05.2006 - 18:29

Anreise + Unterkunft etc.

vgl.

http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?t=16034

Destination:

http://www.alpedhuez.com

Skigebiet:

http://www.alpedhuez.com/page.php?page= ... =hivers_fr (dort auch Link zum leider nicht gut lesbaren Skiplan)

Wer sich einen sehr guten Eindruck verschaffen will, der lese Miki´s exzellenten Bericht vom letzten Jahr mit vielen tollen Photos: LINK zu Mikis Bericht

Skiplan:

http://www.skimaps.com/map1903 (leider nicht aktuell)

Fakten:

Höchster Punkt: 3323 m, Pic (du Lac) Blanc
Tiefster Punkt: ca. 1100 m, Talstation GUB Enversin-Vaujany

Gesamtes Skigelände 10.000 ha

245 km Piste
121 Abfahrten, davon
17 schwarze
34 rote
32 blaue
38 grüne

Beschneiung auf 58 km Piste mit 770 Schneeerzeugern

Längste Abfahrt: „Sarenne“ (16-18 km), 3320-1500 m (1820 Hm)
Größte Höhendifferenz: „Tunnel“/“Chocards“/“Rousses“/“Chalets“/“Fare“ (3320-1100 m, 2220 Hm)

7 Pendelbahnen (davon 2x 160er, 1 Funitel Jig-back)
9 Kabinenbahnen (davon 2 DMC)
4 KSB (= 16%)
21 fixgeklemmte Sessellifte (davon 13 4-SB, 7 DSB)
41 Schlepplifte (davon 2 Triple-SLte!)

85.170 p/h
27.436.388 PHm/h

Skisaison:

Anfang Dezember bis Ende April (dieses Jahr 30.4.)
Juli (drei Wochen maximal, meistens kürzer)
Allerheiligen (die letzten Jahre meistens wg Schneemangel ausgefallen)

Allgemeine Übersicht:

Das Skigebiet von Alpe d´Huez und seinen Satelliten-Stationen müsste man korrekterweise als Domaine des Grandes Rousses bezeichnen – so nennt sich eines der traditionsreichsten, größten und interessantesten Skigebiete Frankreichs auch offiziell.
Die Grandes Rousses sind ein in Nord-Süd-Richtung verlaufendes Gebirgsmassiv, das in 2. Reihe direkt am Alpenwestrand aufragt. Aufragen deshalb, weil es mit knapp 3500 Metern – Pic de l´Etendard, 3470 m - eine im Verhältnis zum Flachland bei Grenoble (250 m) enorme Höhe erreicht, die vorgelagerte Belledonne-Kette gleich einmal um 500 Hm übertrifft und aus dem tief eingeschnittenen Romanche-Tal in einem Schwung von 700 m direkt hinaufzieht. Der westlichste Gipfel der Grandes Rousses ist der im Vergleich zu seinen „Kollegen“ eher unbedeutende Pic du Lac Blanc, 3323 m, der Werbewirksamkeit seit längerem als Pic Blanc bekannt. Der Pic Blanc und sein südseitiger Kargletscher Glacier de Sarenne sind spätestens seit den 1960er Jahren per Seilbahn aus zugänglich. Der Hauptteil des Skigebietes erstreckt sich auf der Südwest-Abdachung des Grandes Rousses-Massifs und ist konsequenterweise auch vornehmlich in diese Himmelsrichtung exponiert. Von der Reliefstruktur kann man das Gebiet in drei hypsometrisch abgegrenzte Zonen untergliedern: den Gipfelbereich des Pic Blanc mit steilen Felswänden auf der Westseite und den firnfeldartigen Resten des Glacier des Rousses sowie dem südseitigem Riesenkar in dem der einstmals mächtige Glacier de Sarenne rapide abschmilzt. Neben großen Schuttfeldern finden wir hier auch eine große Menge anstehenden Gesteins.
Die Zweite Höhenzone wird von den sog. Petits Rousses eingenommen, das ist im Grunde genommen tatsächlich eine Miniatur-Ausgabe der Hauptkette mit vorgelagerten Felsgipfeln wie dem per Seilbahn erschlossenen Dome des Petits Rousses (2810 m). Auch die Stationen Troncon 2-Pic Blanc oder Marmottes 2/3 stehen in diesem Bereich. Von der Hauptkette wird hebt er sich mind. 100 Hm ab, in dieser Senke liegen etliche Bergseen u.a. der gar nicht kleine Lac Blanc. Von der Morphologie sind die Grandes Rousses egtl ziemlich ungeeignet für den Pistenskilauf: wie bei antiken Pyramiden sind mehrere Felswülste übereinander geschichtet, die das Anlegen von breiten Skipisten in Arbeit ausarten lassen, das Variantenfahren wegen der Abbrüche gefährlich werden lassen, aber eben auch für sehr spannende Felsformationen und Abnormitäten wie den „Canyon“ sorgt. Eine Ausnahme, die von der Morphologie eher dem großen Sarenne-Kar ähnelt ist die Combe Charbonnière, ein halbwegs breites, ebenfalls südexponiertes Kar unterhalb der kilometerlangen Felsabbrüche des Crête de l´Herpie.
Die dritte Höhenzone beginnt unterhalb von etwa 2100 m. Wer einmal mit der 6-EUB Marmottes 1 gefahren ist, wird diesen Unterschied schnell verspüren: unten teilweise kilometer breite, ideal geneigte, komplett Hindernislose Almwiesen, darüber steiles, schroffes Felsrelief. Von dieser Zone hat der Ort auch seinen Namen: eben die Hochweide des Ortes Huez auf einer abschüssigen Terrasse bzw. einem Sonnenbalkon, das fluviale Abtragungsprozesse des Sarenne-Baches im Süden abrupt abschneiden. Der Bach trennt in diesem Bereich die geologisch offensichtlich zusammengehörigen Bereiche um Alpe d´Huez, den Signal und den gegenüberliegenden Signal de l´Homme und Auris. Die beiden Signals scheinen echt erdgeschichtliche Zwillinge zu sein, entfernte Verwandte des großen Bruders Kronplatz: ideale Skiberge auf mindestens 2 Seiten, teilweise ordentlich steil, aber glatte Wiesenhänge, sehr breit, abgerundete Buckel. Auf der riesig-breiten Westflanke des Signals bzw. der Grande Sure liegt Villard Reculas auf einer schmalen eiszeitlichen Terrassenverebnung direkt über dem als großes glaziales Trogtal eingetieften Tal der Romanche in der Nähe von Bourg d´Oisans. Ähnlich, aber nicht ganz so schwalbennestartig liegt Auris-en-Oisans auf der Südflanke d. Signal de l´Homme, direkt über den Gorges de l´Infernet, die uns schon auf dem Weg nach Les Deux Alpes begegnet sind. Das Sarenne-Kar läuft in diesem Höhenbereich trichterartig zusammen und bildet mit einem 90°-Knick nach Westen die teilweise beeindruckend tief und übersteilen Gorges de Sarenne (ab 1800 m). Im nördlichen Teil des Gebietes finden wir ab dieser Höhenlage die einzigen richtigen Waldbestände, wenn man vom Ortsbereich Auris oder Maronne einmal absieht. Hier hat sich mit Ausnahme der von Süden nach Norden abfallende Verflachung im Bereich Alpette bis Montfrais, wo sich auch die überwiegende Mehrzahl d. Lifte und Abfahrten verteilt (Nordexposition), das unruhige, steil-felsige Relief der Petits Rousses bis ins Val d´Olle fortgesetzt, was sich sehr stark auf die Charakteristik d. Pisten und die Variantenmöglichkeiten auswirkt. Die nordwärts in Richtung Oz-en-Oisans abfallende Combe de Poutran ist ein durchgehend ziemlich steiler Bereich, eine Abfolge von Mulden u. Abbrüchen, in dem, ebenso wie weiter oben einiges an morphologischer Abwechslung in Form v. Felsstufen etc. geboten wird. Richtig dichte Waldpartien finden wir nur im großen Steilabfall von der Alpette hinunter nach Enversin d´Oz, durch den sich die Piste „Fare“ schlängelt.
Von den Niederschlagsverhältnissen her betrachtet kann man wohl nicht sagen, dass die Grandes Rousses eine klassische Staulage einnehmen würden. Dafür sind zum einen die vorgelagerten Kalkmassiv des Vercors und Chartreuse und zum anderen die bis 3000 m hohe Belledonne-Kette zu starke Niederschlagsfänger. Die südliche Lage am Alpenbogen und tut ihr übrigens, so dass in den Bereichen unterhalb von 1800 m ohne Beschneiung wohl kaum wirtschaftlicher Skibetrieb möglich wäre. Bedingt durch die hypsometrische Niederschlagssummenzunahme bekommen die Hochlagen aber ordentliche Mengen der winterlichen, weißen Pracht ab – dass aber auch hier die Klimaerwärmung zuschlägt zeigt sich am rekordverdächtig starken Schrumpfen des Sarenne-Gletschers, das möglicherweise neben der allgemeinen Temperaturzunahme auch an geringeren Winterniederschlägen liegen könnte. Kritisch in diesen Bereichen ist v.a. die völlig freie Lage des Massivs, das starke Winde geradezu herausfordert, was sich in häufiger Windverblasung und entsprechender Lawinengefahr äußert, zu der das Steilrelief sein Übriges tut. Im wilden Fels- u. Geröllgelände oberhalb von 2100 m sind für genussreichen Skibetrieb massive Schneemengen erforderlich, zumal für unpräparierte Abfahrten und Varianten. Aus diesem Grund ist ein Besuch im Frühjahr oder späten Hochwinter möglicherweise anzuraten, wenn sich dort genügend Schnee akkumuliert hat.
Ein Plus der südlichen Lage ist die offensichtlich hohe Zahl an Sonnenstunden, weshalb Alpe d´Huez mit dem Slogan „L´Ile au soleil“ (Insel unter der Sonne ?) wirbt und im Skiatlas zu lesen ist: „wenn hier die Sonne nicht scheint, ist es Nacht“. Dies hat zur Folge, dass hier Berichten zu Folge bereits im Januar eine Einstrahlung hat, die in Ostalpen erst im März anzutreffen ist, wozu die überwiegend südliche Ausrichtung d. Gebietes ihren Beitrag leistet.
Echte Nordhänge gibt es nicht viele: Abfahrten nach Oz, der Bereich „Rousses“-Alpette-Montfrais, der riesige Idealhang „Fontfroide/Vernettes/Lombards“ am Signal de l´Homme.
Osthänge sind die Signal-Wiesen nach Alpe d´Huez und die „Col de Cluy“.
Westexponiert ist v.a. der Riesenhang nach Villard-Reculas.
Die „Tunnel“ und weiterführende Hauptabfahrten nach Alpe sind südwestexponiert, die „Sarenne“ reine Südflanke.

En Détail:

(1) Alpette-Vaujany-Oz:

So klein und übersichtlich Oz-en-Oisans (1350 m) als Skistation auch ist, hat man morgens trotzdem die Qual der Wahl mit welcher der beiden baugleichen 12-EUBs man den Skitag beginnt. Für die Mehrzahl der Unterkünfte liegt die 12-EUB Poutran (Poma, 1987) günstiger, sie startet auch etwa 20 Hm tiefer als die 12-EUB Alpette (Poma, 1988, 2000 p/h), zu der man folglich von den unteren Wohnungen ein wenig Morgengymnastik einlegen muss, mehr als 3-5 min ist man jedoch nicht unterwegs. Die 12-EUB Poutran führt anders als es der Skiplan suggeriert schnurgerade den reinen Nordhang in Richtung Col du Poutran hinauf, der über seinen weiten, sanften Sattel die Verbindung zwischen Alpe d´Huez und den riesigen Skiwiesen zwischen Signal und Marmottes sowie der weiten Abflachung unterhalb der Petits Rousses zwischen Montfrais im Norden und der Mittelstation Jeux im Süden sowie der nach Norden bald ziemlich jäh abfallenden Combe de l´Olmet herstellt. Von der Bergstation der 12-EUB Poutran II auf 2106 m kann man direkt nach Alpe d´Huez abfahren oder via 2.Sektion des DMC Grandes Rousses weiter in Richtung Pic Blanc hinauffahren.
Die beschneite Talabfahrt nach Oz (oben „Poutran“ unten „Olmet“) führt aber nicht durch diese Combe sondern immer talwärts gesehen an ihrem rechten Rand hinunter, mal ordentlich steil, mal mit Schusspassagen, immer abwechslungsreich, aber nie extrem breit. Eine zweite Talabfahrtsvariante startet an der Mittelstation der 12-EUB Poutran, die man von oben kommend aber nur mit Hilfe des kurzen SLte Champclotury erreicht. Sie ist auch nicht mehr als 2-3 Raupenspuren breit, dafür aber schnurgerade und immer angenehm geneigt sowie ziemlich leer.
Die 12-EUB Alpette – bei „nur“ 1600 p/h mit sehr großem Gondelabstand – überwindet die große Felsstufe zwischen der Combe de l´Olmet, wo Oz liegt und der weiten Hochfläche von Alpette. Dem entsprechend unterschiedlich ist die gleichnamige, beschneite Talabfahrt. Auf den ersten 100-200 Hm ideales Almgelände, danach eine kilometerlang in den Berg geschlagene Trasse, nicht mehr als 3-4 Raupenspuren breit, immer die selbe Neigung, immer Fangnetze auf der Talseite und Eiskaskaden auf der Bergseite. Im Wald oberhalb von Oz vereinigt sich diese sehr artifizielle aber dennoch genussreiche Abfahrt (endlich mal ein Carving-Hang) mit der „Champclotury“ und der „Olmet“ zu einem gemeinsamen größeren Zielbereich wo sich auch ein nettes Anfängergelände befindet.
Das Skigebiet von Vaujany liegt zum Großteil auf der sanft nach Norden abfallenden Terrasse zwischen den Felsabbrüchen der Petits Rousses und der ins Vallée d´Olle abstürzenden Steilstufe, weshalb die teilweise bewaldeten und fast ausnahmslos beschneiten Abfahrten auch praktisch komplett auf Nordhängen liegen, Ausnahmen sind die Piste der 4-SB Vallonet „Edelweiss“ (Westhang) und der ziehwegartige Schlussabschnitt der Talabfahrt „Vaujaniate“ (Südwest). Von der 2050 m hoch gelegenen Drehscheibe Alpette kann man in einem Schwung bis nach Vaujany abfahren – bzw. nach Enversin d´Oz bzw. nach Villette, denn nach Vaujany selbst, das auf dem sonnenseitigen Gegenhang liegt führt keine Talabfahrt. Von der Alpette führt die breite und leichte Genussabfahrt „Chalets“ entlang der 4-SB Clos Giraud (Poma, 1987, 1,5 km). Kurz vor deren Talstation muss man sich entscheiden: links die schwarze „Fare“ über die große Steilstufe bis ins Tal nach Enversin auf 1100 m und von dort via Gruppenumlaufbahn hinauf nach Vaujany, oder rechts einen erträglichen Ziehweg in Richtung Montfrais („Les travers“) zu den kurzen, aber flotten bis steilen Hängen um Montfrais. Ein Wort noch zur „Fare“, der einzigen richtigen Waldabfahrt der Grandes Rousses: sicherlich eines der Highlights, aber nicht nach jedem Geschmack. Sie ist nie extrem steil, aber immer ziemlich schmal, mit vielen engeren Kurven, viele Fangnetze und Stützbauten, dazu eine Armada an Schneeerzeugern. Erst auf den letzten 200 Hm, wenn die Steilstufe überwunden ist und die Abfahrt in die blau markierte „Fontbelle“ übergeht wird es sofort deutlich breiter.
Das Gebiet um Montfrais, 1650 m wird von den beiden 4-SB Montfrais und Vallonet, sowie den SLten Montfrais I+II erschlossen. Während die Montfrais-Lifte kürzere, aber durchaus steilere Genusstrecken bedienen, führt die abgelegene und wenig frequentierte 4-SB Vallonet zum nördlichsten Punkt des Skigebietes. Die von ihr bediente schwarze Abfahrt „Roche Melon“ ist gar nicht ausgesteckt, die blaue „Edelweiss“ hinterlässt einen seltsamen Eindruck. In egtl ziemlich steiles Gelände voller Felsabbrüche hat man eine ziemlich flache Abfahrt hineintrassiert, die vor allem unten als Ziehweg verläuft, aber generell nett zu befahren ist – man ist ja praktisch allein und kann es gut laufen lassen. Von Montfrais ins Tal führt die beschneite „Vaujaniate“, insgesamt blau, aber eher besser oben rot (Nordwest) und unten grün (Südwest). Oben wieder eine gerade in den Fels gesprengte Rampe unter ein malerischer Ziehweg durch Laubgebüsch, der an der Mittelstation der 6-EUB Vaujany-Villette-Monfrais endet. Von hier geht es entweder wieder hinauf nach Montfrais (sehr steile Trasse mit Bergungsbahn) oder etwas länger, aber sehr flach talwärts mit der Bahn bis nach Vaujany. Von dort startet die riesige 160-PB zur Alpette, die in einem Schwung 812 Hm überwindet und viel Zeit erspart. Die Talstation der PB erreicht man auch mit der GUB von Enversin und der Abfahrt „Fare“. An der Alpette angekommen kann man entweder nach Oz abfahren oder die zweite Sektion der PB auf den Dome de Petits Rousses bis auf 2810 m nehmen, die auf nur 1,6 km Länge 755 Hm überwindet, also ein sehr steiles, stützenloses Trassé befährt und die für eine PB erstaunliche Stundenleistung von 1920 p/h erreicht. Von der wirklich runden Gipfelkuppe des Dôme führen zwei rote Abfahrten in Richtung Lac Blanc und Bergstation DMC Rousses 2, die „Dôme“ über einen ostwärts gewandten Steilhang in die Senke des Lac Blanc und die „Belvédère“, wie der Name schon sagt, ziemlich direkt an der Abbruchkante der Petits Rousses mit phantastischem Fern- u. Tiefblick direkt zur 2610 m hohen Station – dafür muss man am Start aber die oben sehr flache Gipfelkuppe überwinden.
Von der Bergstation des DMC Rousses 2 führt die rote Abfahrt „Rousses“ wieder zurück zur Alpette. Die Abfahrt ist ziemlich lang und vor allem unten ziemlich flach mit schönen Schusspassagen, die rote Markierung verdient sie nur wegen ihrer extrem geringen Breite. Schon ein bisschen mehr Andrang führt zu zerfahrener Piste und unguten Stauungen. Sie ist im Endeffekt auch nur die Verbindungsabfahrt von Alpe d´Huez hinüber in Richtung Vaujany und wurde deshalb ziemlich mitten durch die schroffe Felsregion hineingesprengt.

(2) Signal-Villard Reculas:

Wie bereits erwähnt erstreckt sich zwischen der runden Kronplatz-Gipfelglatze des Signal, dem Col de Poutran und der Bergstation Poutran bzw. DMC Rousses 1 ein gigantisches Anfängergelände mit insgesamt 8 Poma-SLten. Wer hier nicht Skifahren lernt, der lernt es wohl nirgends mehr. Der Signal als solcher ist morphologisch das Gegenbild zu der anthropogen überprägten Caterpillar- & Dynamit-Pistenregion von Vaujany – ein perfekter Skiberg, bei dem man bedauert, dass er nicht nordseitig orientiert ist und nicht doppelt so lange Flanken aufweist. Direkt vom Rond Point des Pistes Alpe d´Huez auf 1860 m startet die 4-SB (Poma, 1985) und die drei parallelen Poma-SLte, die zusammen knapp 4000 p/h die 250 Hm auf den 2112 m hohen Gipfel schaufeln. Diese vier Parallel-Anlagen sollen womöglich schon diesem Sommer in einer großangelegten Entrümpelungsaktion einer 6-KSB weichen, wobei kapazitätsmäßig guten Gewissens eine 8-KSB anzuraten wäre, oder zumindest ein SL für Notfälle.
Vor allem links und rechts der Lifttrassen ist das Gelände ordentlich steil, etwas inkonsequent aber teilweise blau oder rot markiert, Ausrichtung Südost. Erst Ost- dann Südseitig fährt weit ausholend die „Hirondelles“ für die schwächeren Fahrer, schön knackig ist das „Stade de Slalom“, an dem auch Nachtskilauf betrieben wird und das bei unserem Besuch Frankreich-untypisch sogar allgemeinzugänglich war. Aus dem unteren Ortstil Eclose führt die antike DSB Grand Sure auch auf den Signal, allerdings einen prallen Südhang voll von Baumpflanzungen. Da hier nicht beschneit wird und das Gelände recht steil ist muss man hier mit weniger guten Schneebedingungen rechnen. Die Nicht-Schauseite des Signal ist für Skifahrer aber wohl die Schokoladenseite: der riesig breite Westhang des Berges zum Dorf Villard-Reculas, fast 600 Hm hoch, mit mehreren Steilstufen, keinerlei natürliche Hindernisse. Praktisch vier völlig getrennte Abfahrten werden von der 4-KSB Villarais (Leitner, 1997) und den Doppel-SLten Petit Prince als Beschäftigungsanlage bedient. Entgegen ihres Namens führt auch die schwarze „Forêt“ nicht durch Wald übrigens, alles komplett waldfrei, unten gibt es einige vereinzelte Bäume. Bis zum Bau der neuen 6-KSB im Sommer 2005 war die 4-KSB hier die einzige wirklich brauchbare Skifahrer-KSB in den gesamten Grandes Rousses. Mittlerweile werden die Talhänge von Villard auch beschneit, mit einer Ausweitung bis zum Signal-Gipfel ist zu rechnen. Bei guter Sicht hat man hier einen schönen Ausblick auf die nördlichen Randketten der Alpen sowie einen ziemlich direkten Tiefblick auf die Agrarparzellen des Romanche-Tals.

(3) 1er Etage:

Als Premier Etage bezeichne ich jetzt mal das Gebiet zwischen SLte Jeux/DMC Rousses 1 und 6-EUB Marmottes 1. Die 1. Sektion des 1986 erbauten DMC Grandes Rousses (Poma, 3000 p/h, 25er Kabinen) und die parallel verlaufenden Triple-SLte Jeux (zusammen 1830 p/h) bedienen drei rekordverdächtig breite grüne Carving-Autobahnen, die im Alpenraum ihresgleichen suchen. Trotz fast 5000 p/h hat man hier Platz ohne Ende und fast immer freie Bahn. Anders als der Skiplan suggeriert startet auch der SL Lac Blanc direkt neben/unten den beiden erwähnten Achsen, wendet sich aber in Richtung Marmottes-Felsen und bietet neben zwei grünen Autobahnen eine Verbindung sowohl zu den Marmottes-Talstationen/Bergers Viertel als auch zur Mittelstation DMC, da er ein paar Hm mehr überwindet. Sein Pendant ist die 1,75 km lange 4-SB Fontbelle (Poma, 1994), die vom 1805 m hoch gelegenen Bergers-Viertel schräg über die riesige Hochweide fast bis zur Mittelstation DMC verläuft. Generell sind aber die Entfernungen zwischen DMC- u. Marmottes-Achse geringer/kürzer, als es der Skiplan suggeriert. So kann man von der Mittelstation DMC auch ohne Lift problemlos auf der grünen Abfahrt „Retour Bergers“ hinüberfahren, ebenso wie man von der neuen 6-KSB Romains/Bergers (2005, Leitner/Poma, 3600 p/h) zunächst auf einem Ziehweg und der unten fast zu flachen „Lac Blanc“-Abfahrt direkt zur Talstation DMC fahren kann. Die neue 6-KSB, eine interessante Mischung aus Leitner und Poma-Bauteilen, bedient egtl den gesamten Almbereich, direkt oberhalb ihrer Bergstation beginnen die steileren Felsen der Petits Rousses-Stufe. Die hohe Kapazität der neuen Bahn ist angesichts des Ansturms von Skikursen und Anfängern gerechtfertigt – schon die Trippel-SLte Bergers haben zusammen 2500 p/h transportiert. Die grünen Autobahnen im Bergers-Sektor sind nicht ganz so perfekt wie drüben am DMC, die Pisten hängen mehr und sind unten fast zu flach, zudem sind sie deutlich stärker frequentiert.
Als zweite Hauptanlage startet die angejahrte 6-EUB Marmottes 1 (Poma, 1986, 2160 p/h, Rücken-an-Rücken-Kabinen). Von der Mittelstation Marmottes 2335 m – Aussteigen, kein Durchfahrbetrieb – starten fünf Abfahrten: „Dahut“, ein Ziehweg zur „Couloir“, „Poutat“ & „Course“ kürzere, mittelsteile, aber entgegen des Skiplans ziemlich direkte Abfahrten hinunter zur Mittelstation DMC. Die blaue, beschneite „Vachettes“ ist die Hauptabfahrt des Sektors überwindet die Felsstufe elegant mit einigen Serpentinenartigen Kurven und mündet dann in die endlosbreiten Almhänge. Die rote, früher auch schwarze „Olympique“ bleibt trotz des klangvollen Namens ein Mysterium (leider nicht gefahren), aus der Vogelperspektive der Gondel konnte ihr Verlauf, vor allem im spannenden Abschnitt der Felsenbereichs nicht zweifelsfrei identifiziert werden. In diesem Sektor spielt sich aber auf jeden Fall ein Großteil des Skibetriebs von Alpe d´Huez ab, denn was darüber kommt ist nur noch in Ausnahmefällen massentauglich. Das führt auch dazu, dass die 6-EUB Marmottes 1 dem Ansturm nicht immer gewachsen ist, hier sind Wartezeiten anscheinend die Regel, da erstens die Kapazität von 2160 p/h nicht ausreicht und zweitens diese Kapazität heute auch gar nicht ausgeschöpft wird, wegen der schlechten Belegungsquote der ungünstig zu besteigenden Kabinen oder dem Gruppenverhalten der Gäste. Zudem scheinen sich technische Pannen der Bahn zu häufen, Anfang April mussten bspw. 150 Passagiere abgeseilt werden.

(4) 2ième Etage:

Die zweite Etage reicht bis zur Bergstation DMC Rousses 2 (2610 m) bzw. 6-EUB Marmottes 2 (2770 m). Auch die zweite Sektion des DMC (Durchfahrbetrieb aber ordentliche Fluktuation in der Mittelstation da viele aus- und einsteigen) verläuft nicht sehr steil. Die Hauptabfahrt „Couloir“ verläuft ziemlich gerade durch die großen Felsstufen in diesem Bereich (unten wurde wohl früher viel gesprengt und aufgeschüttet), wie der Name bereits sagt, in einer überdimensionalen Rinne, die für die vielen Skifahrer in diesem Bereich (Wiederholungsfahrer, Leute aus Vaujany, Rückkehrer nach Oz etc.) leider ein bisschen eng ist. Definitiv die vollste Abfahrt in Alpe d´Huez, deshalb „flaps down“ und gerne verbuckelt. Die rote „Chamois“ wäre ein sehr sinnvoller Entsatz, insgesamt wohl auch die interessantere Abfahrt, leider ist sie nicht beschneit und nicht immer gewalzt, was zu Folge hat, dass sie z.T. komplett leer ist, trotz guter Bedingungen, weil jeder so auf ihr Pendant fixiert ist.
Die einzige Beschäftigungsanlage dieses Sektors ist die 1,45 km lange 4-SB Lièvre Blanc (GMM, 1998). Überraschenderweise ist es tatsächlich kein Verlust, dass es keine KSB geworden ist. Die einzige wirklich von ihr bediente rote Piste „Lièvre blanc“ ist nicht sehr lang, aber brauchbar – die typische, schmale, in die Felsen gesprengte Rampe dieses Sektors und mündet früher als es einem lieb ist in die volle „Couloir“. Man kann aber sehr bald auf die breite, flache Verbindungsabfahrt „Boulevard d. Marmottes“ wechseln und an zwei riesigen Speicherteichen zur 2335 m hohen Mittelstation Marmottes schießen. Dort steht das recht große, aber weiß gestrichene Gebäude der Kabinengaragierung. Die 2. Sektion 6-EUB Marmottes 2 (Poma, 2000, 1650 p/h) hat jemand im frz. Forum mal als „Resterampe“ bezeichnet, zumindest der Fahrkomfort bestätigt das: es rumpelt und scheppert überall. Wenigstens die Kabinen sind normal groß und sechs Personen passen gut hinein, was von der ersten Sektion nicht unbedingt gesagt werden kann. Die Trasse Marmottes 2 ist spannend und durchaus spektakulär, zwei große Steilstufen hinauf zum Clocher de Macle werden überwunden, man kann die wartenden Aufgaben gut aus sicherer Warte begutachten. Wenn das weiterführende Funitel Jig-back Marmottes 3 nicht fährt – was wegen schlechter Sicht, Lawinengefahr, Sturm etc. des öfteren vorkommt – führen egtl alle Wege die schwarze Abfahrt „Clocher de Macle“ hinunter, eine der wenigen beschneiten und gewalzten Schwarzen in Alpe d´Huez. Auch diese Abfahrt ist nicht sehr breit, weshalb in diesem Fall selbst die 1650 p/h zu viel sind. Problematisch ist, dass man normalerweise von der „Clocher de Macle“ nicht auf die „Lièvre blanc“ weiterwechseln kann, da gut 10 Hm Gegensteigung dazwischen liegen: da muss schon ordentlich Schuss gefahren werden. So folgen Mann und Maus der roten „Deversoir“ (eine knackige Abkürzung ist hier bereits möglich), welche die Lièvre-Blanc-Steilstufe mittels elegant gesprengter Serpentine überwindet und als schmaler Ziehweg zur Mittelstation Marmottes zurückführt.
Die anderen vier Abfahrten der 6-EUB Marmottes 2 sind das egtl Interessante dieses Sektors, aber nehmen keine Massen auf – und sollen das auch nicht, da es sich allesamt um unpräpariertes hochalpinstes Freeride-Gelände handelt. Die „Balcons“ soll ziemlich parallel zur „Clocher de Macle“ bis zur 4-SB Lièvre Blanc führen – der genaue Verlauf ist mir allerdings unklar geblieben, offiziell gesperrt ist sie sowieso egtl immer. Ebenso auf 2780 m startet die großartige „Combe Charbonnière“, die ihren Namen von den ehemaligen Kohlebergwerken in ihrem unteren Abschnitt erhalten hat und in diesem Bereich sicherlich das absolute Highlight darstellt und der „Sarenne“ an landschaftlichen Eindrücken in Nichts nachsteht – vom skifahrerischen Ansprüchen ist sie als ungewalzte Tourenabfahrt sowie eine ganz andere Liga. Von der Bergstation Marmottes 2 muss man zuerst das obligatorische „fermé“-Schild dezent umfahren und ein lawinöses Kar rasch queren, möglichst im Schuß ohne viel Höhe zu verlieren, dann steht man am eigentlichen Einstieg zur Combe an einem Absatz. Dann geht es über 500 Hm immer steil, aber nie extrem ein ziemlich direktes Kar (es ist deutlich breiter als eine Rinne) hinunter. Kommt dann die DSB Chalvet ins Bild kann man sich entweder für eine Querung und gemütliches Finale in Richtung „Campanules“ und Bergers-Viertel entscheiden oder für ein deutlich knackigeres über die „Mines“-Hänge oder deutlich steiler links davon die freien bzw. von leichtem Gebüsch bewachsenen Steilhänge in die Gorges de Sarenne. Das sind dann gute 1100 Hm vom Clocher de Macle (reine Südlage).
Die ebenfalls schwarze „Balme“ startet in der großen Serpentine der „Deversoir“ und nimmt wohl ähnlich der Charbonnière eine der couloirartigen Rinnen dieser riesigen Südflanke um dann auf sanften Almwiesen oberhalb des Altiports auszuklingen.
Deutlich kompetenter kann ich mich über den „Canyon“ (rot) äußern, der am Beginn des „Deversoir“-Ziehwegs abzweigt und nomen est omen – in diesem Fall! Es ist wirklich ein Canyon, eine schmale Rinne, umgeben von steilen Felswänden, bis auf die Einfahrt nicht sehr steil, aber ziemlich schmal, man muss halfpipe-artig fahren. Ganz unten ist es dann so flach, dass man es ordentlich laufen lassen muss, es ist alles ungewalzt, man sieht nichts und niemanden, ist allein mit sich und der großartigen Landschaft und Abfahrt bis einen der Canyon dann auf die Skiwiesen um Bergers wieder ausspuckt. Vernünftigerweise (Lawinen!) ist auch diese Abfahrt häufiger gesperrt.
0815-Carving-Tempobolz-Pistenparkett gibt es in der 2. Etage also nicht sehr zahlreich.

(5) Pic Blanc/Tunnel:

Wenn von Alpe d´Huez die Rede ist, denken alle Skifahrer egtl sofort an den 3330 m hohen Pic Blanc und seine beiden legendären Abfahrten „Sarenne“ und „Le Tunnel“. Zunächst zur Südwestflanke und ihren hochalpinen Steilabfahrten, die über den „Tunnel des Grandes Rousses“ erreichbar sind, der laut Schild mit 200 Metern Länge, in einer Höhe von etwa 3000 m (wenn ich richtig Karten lesen kann liegt der Tunnel aber eher auf 3100 m, was auch vom Gefühl her besser passt) und 3% Gefälle von der Südflanke des Glacier de Sarenne direkt unter die sehr steilen Felswände der West-/Südwestflanke des Pic Blanc führt, wo sich die Reste des Glacier des Rousses halten. Zum „Tunnel“ hält man sich am mittelsteilen Gipfelhang des Pic Blanc rechts und biegt unterhalb der 4-SB Glacier in die deutlich steilere direkte Südflanke ein, wohl einer der anspruchsvollsten Sommerskiabfahrten überhaupt. Wer diese Superflanke von ganz oben befahren will, steigt an der Bergstation der 80-PB Pic Blanc von der Terrasse auf Metalltreppen hinunter zur Bergstation der 4-SB Glacier und nimmt nicht den kurzen Ziehweg zur „Sarenne“-Einfahrt. Den Tunnel kann man dank des markanten Portals kaum verfehlen und ist merklich alter Schule: sehr schmal, höchstens halbe Walzenbreite, teilweise steinig, kein Vergleich zu dem Autobahntunnel bspw. in Sölden am Gletscher. Besonders berühmt ist ja die Ausfahrt Tunnel, es geht nach rechts ums Eck und… steht wohl wegen des Gletscherschwunds auf einem mit Schnee bedeckten Metallgestell. Von dem v.a. bei Skipass heftigst kritisierten Ziehweg zur Entschärfung des ersten Steilhangs und der heiklen Einfahrt ist überhaupt nichts zu sehen! Abgeschmolzen in der Hitze des Sommers 2003? Auf jeden Fall ist hier alles naturbelassen, ein paar übel ausgefahrene Buckel, die einen wie auf einem Rodeo-Bullen herumhauen und man steht im berühmten „Tunnel“-Steilhang. Steil ist es in der Tat, aber nicht schmal, viel los ist sowieso nicht, wer nicht direkt hineinstechen will kann durch Querungen einiges an Höhe abbauen. Die zweite, untere Hälfte des ersten Steilhangs kann man egtl gleich in Schussposition verbringen, ansonsten reicht der Schwung nicht für das Flachstück und die Gegensteigung zu einer Art Brêche, die aber nichts mit der Abfahrt gleichen Namens zu tun hat. Hinter diesem natürlichen Felseinschnitt liegt der egtl heiklere weil viel engere, schmalere zweite Steilhang, in dessen Folge es dann problemlos, mittelsteil und flott zum Lac Blanc hinabgeht. Weiterhin in großartiger Umgebung, am skitechnisch entspannt, unten sogar dann planiert. Am Ufer des Lac Blanc auf 2525 m hat man dann exakt 800 Hm hinter sich und eine der großartigsten Abfahrten der Alpen: aber keine platt gemachte Tempo-Bolzerei sondern eine stark von den Verhältnissen abhängige, hochalpine unpräparierte Naturpiste! Die 2003 von Skirail gebaute 4-SB Lac Blanc führt steil und kurz hinauf zur Talstation der PB Pic Blanc auf 2610 m.
Für die Varianten der „Tunnel“, die „Chocards“ und die „Brêche“ kann ich leider nichts fundiertes sagen.

(6) Sarenne:

Neulich las ich im SZ-Skijournal folgenden Test-Bericht der „Sarenne“, dem ich mich hier einmal anschließen möchte:

„Vor der rauschenden Abfahrt haben die Ski-Götter manchmal eine Geduldsprobe gesetzt. So war die Mammut-Abfahrt „Sarenne“ in Alpe d´Huez während einer Skiwoche exakt einen Tag zugänglich. Ansonsten blieben die Zubringerbahnen zum 3323 m hohen Pic Blanc wegen Lawinengefahr, schlechter Sicht und Sturm vernünftigerweise geschlossen. Aber das Warten lohnt sich: 1800 Höhenmeter wollen bewältigt sein, vom sehr steilen, windverblasenen Gipfelhang, dem unverspurten Gletscherrest, den mittelsteilen, abwechslungsreichen und beinahe endlosen Hängen des riesigen, südexponierten Kars bis zur flotten Schussfahrt auf dem Ziehweg in die eindrucksvollen Sarenne-Schluchten wo es per Sessellift wieder hinauf nach Alpe d´Huez geht. Ob die Abfahrt nun 16 oder 18 km lang ist – Marketing-Kosmetik! Was zählt sind die landschaftlichen Eindrücke und skifahrerischen Genüsse, die jedoch durch zu viele unsichere Skifahrer auf der an sich großartigen Abfahrt ein wenig getrübt werden. Wer allein unterwegs sein möchte, dem sei bspw. die knackige „Tunnel“-Abfahrt ans Herz legt. Alpe d´Huez besteht eben nicht nur aus der „Sarenne“.“

Neben dem „Tunnel“-Bereich ist es vor allem die riesige Südflanke des Pic Blanc mit der Mammut-Abfahrt „Sarenne“, welche die Grandes Rousses in die Champions League der alpinen Skistationen befördert. Warum ist das so? Ist dieser legendäre Ruf gerechtfertigt? Versuchen wir ein mal möglichst objektiv die Fakten und Eindrücke zu ordnen:

- Länge: die Angaben variieren zwischen 16 und 18 km. Definitiv 4 km lang ist der Ziehweg in und durch die Gorges de Sarenne. Vom Beginn des Ziehwegs auf ca. 1800 m bis zum Pic Blanc auf 3320 m sind es laut IGN-Karte in Luftlinie 5,1 km. Da eine Piste nie in Luftlinie verläuft, übrigens in diesem Fall auch nicht am Glacier de Sarenne und speziell dort nicht, ist die doppelte Länge möglicherweise realistisch, wobei wir in der Summe bei vielleicht 14 km sind

- Höhendifferenz: vom Pic Blanc, 3323 m bis zum Einstieg in die 4-KSB Alpauris auf 1500 m sind es 1820 Hm, bis zum Beginn des Ziehwegs sind es exakt 1500 Hm. Von der Bergstation Marmottes 3 auf 3061 m sind es 1560 Hm bzw. 1230 Hm.

- Gefälle u. Neigung: die „Sarenne“ ist schwarz markiert, was sich durch ihre Länge und konditionellen Anforderungen rechtfertigt und als Abschreckung für wenig gute Fahrer. Ihre Einzelpartien sind es bis auf Ausnahmen nicht. Der Ziehweg ist grün, die Einfahrt über den Grat und Gletscher erst „schwarz“ dann „rot/blau“, der Gletscher-Rest „blau/grün“, der „erste Hang“ ab der 4-SB Herpie Talstation ist gerechtfertigt „schwarz“, danach ist es durchgehend „rot“. Etwas anders sieht es bei der direkten Einfahrt vom Gipfel entlang der 4-SB Glacier aus: hier ist es durchgehend sehr steil, also zu recht „schwarz“. Insgesamt ist aber die „Aiguille Rouge“ in Les Arcs in jedem Abschnitt deutlich steiler als die „Sarenne“.

- Routenwahl: wie wir sehen, hängen Länge, Höhendifferenz und Schwierigkeit stark davon ab, welche „Sarenne“ man fährt, da bis zum Poste de Secours tief unten im Kar fast immer mehrere Varianten möglich sind:

o „Sarenne“ nach Beschilderung: von der Holzterrasse des Pic Blanc-Gipfels 10-20 Meter enger, verbuckelter Ziehweg, der die ersten Kandidaten gleich in Schwierigkeiten bringt, dann ein nicht zu langer schwarzer Steilhang auf dem Grat, der sich ab der Abzweigung in Richtung „Tunnel“ verflacht und mit Ziehwegpassagen den oberen Rand des Gletscherrests Glacier de Sarenne erreicht (gut erkennbar an der gleichförmigen Geländestruktur, ansonsten hier ja alles sehr felsig). Hier natürlich sehr breite Piste bzw. freies, hindernisloses Gelände zum Schönschwingen, gletschertypisch sanft unten muss man es laufen lassen um nicht zur Geländekante schieben zu müssen. Ein kürzerer, canalone-artiger, schmälerer Abschnitt führt von dort rasch zur Talstation der 4-SB Herpie, die zur Bergstation des Funitel Marmottes 3 hinauf führt und 330 zusätzliche Hm offeriert (womit wir bei 2150 Hm wären). Nicht weit hinter der Talstation der 4-SB geht es dann richtig los: der erste richtige Steilhang, nicht sehr breit, danach geht es immer gut flott mittelsteil weiter, erst ein wenig nach Südosten hängend (dort mündet die „Chateau noir“ ein), dann ein Turn nach Südwesten, generell immer über Absätze, Richtungs- und Gefällewechsel, die Abwechslung und immer neue Eindrücke und Einblicke bringen. Die Abfahrt macht aber nirgends einen wirklich künstlich angelegten Eindruck, sie nützt das Relief sehr gut und logisch. Immer tiefer kommt man im Kar, die Berge um einen herum werden immer höher und mächtiger, schließlich taucht man in einen schmalen Felseinschnitt ein, der einen sehr breiten Auslauf mit direkter und weiterer Variante bietet, unten rechts kann man schon die Einfahrt in den Ziehweg erahnen, bis zu der man am Besten jede Menge Speed aufnimmt. Im Idealfall fährt man also spätestens ab der Hälfte des letzten Hangs Schuß, hofft, dass sich bei der Einfahrt in den Ziehweg in plötzlich ein Snowboarder querstellt (wie es mir passiert ist…) und blocht mit richtig Schmackes in die Gorges de Sarenne (Sarenne-Schluchten). Zunächst nur umgeben von abgerundeten Kuppen ähnlich den beiden Signals entwickelt sich die Schlucht zu einer solchen mit senkrechten Felswänden, man erreicht wieder die Vegetation (Sträucher, später Wälder) und lässt es einfach nur laufen auf dem durch die Windungen des Tals vorgegebenen Pfad und kassiert je nach Aerodynamik der Schuss-Hocke, Gleiteigenschaften der Skier, persönlichem Gewicht oder Kondition mehr oder weniger viele langsamere Vorausfahrer. Nach einiger Zeit weitet sich die Schlucht deutlich, von Norden münden die „Mine“-Steilhänge aus der Combe Charbonnière, von Süden die „Col de Cluy“-Abfahrt vom Signal de l´Homme, eine Biegung weiter ist dann die DSB Chalvet erreicht, die nach Alpe d´Huez zurückführt und spannend direkt die Felsabbrüche der Schlucht überwindet um oberhalb auf den völlig freien Almhängen der 1.Etage zu landen, welch ein Kontrast! Hier unten gibt es auch ein nett aussehendes Restaurant für müde Sarenne-Fahrer. Weiter geht es auf dem Ziehweg zur 4-SB Lombards, dem einzigen direkten Rückbringer nach Auris und nicht weit danach zur einseitigen Mittelstation der 4-KSB Alpauris. Jeder zweite Sessel ist frei und fährt sehr steil aus der Schlucht hinauf auf das Sonnenplateau von Alpe d´Huez, oben völlig flach durch das Bergers-Viertel und einen kuriosen Tunnel unter der Start- und Landebahn des Altiports. Die Sessel aus AdH in Richtung Auris fahren in der Mittelstation durch. Von der DSB Chalvet führt die rote „Campanules“ zurück zum Bergers-Viertel, eine breite und genussreiche Autobahn, die vor allem in den ersten 2/3 links und rechts exzellente Tiefschneemöglichkeiten in völlig freiem, hindernislosen Gelände bietet. Die Abfahrt „Mine“ ist tief gelegen, praller, steiler Südhang, also selten in guten Verhältnissen, zumal sie bei viel Neuschnee stark lawinengefährdet ist. Wie bereits beschrieben ist ihre ideale Rolle ein furioses Finale der grandiosen „Combe Charbonnière“. Die als solche beschrieben Hauptabfahrt „Sarenne“ wird jeden Tag gewalzt und soll in Zukunft auch beschneit werden, in welchem Umfang ist unbekannt. Problematisch ist neben der extremen Südlage der sehr steinige Untergrund der große Schneemengen verlangt, besonders in den Steilpassagen. Am Gipfel ist Windverblasung leider ein großes Thema, unten sind es Steine, die anscheinend zur „Sarenne“ gehören wie die grandiose Landschaft.

o Einfahrt „Glacier“: wie bereits bei „Tunnel“ geschildert auf den erste Metern identisch mit der Zufahrt zum Tunnel. Wohl ein Hauptteil der Sommerskiabfahrten und als solche wirklich steil und spannend. Im Winter wohl selten bis nie gewalzt, was angesichts des Gefälles die Schwierigkeiten bzw. Spaßfaktor deutlich erhöht. Vom Ambiente exklusiv, eine der höchstgelegendsten wirklich steilen Abfahrten der Alpen, die mit Lifthilfe erreichbar sind. Top of the world-Feeling.

o „Chateau noir“: laut dem Pistenplan von diesem Jahr zweigt sie deutlich früher von der Hauptabfahrt ab, als in früheren Jahren. Tatsache ist, dass Chateau Noir ein östlich gelegenes Seitenkar des Sarenne-Kars bezeichnet, das man vom oberen Rand des Gletscher-Rests über eine längere Querung erreicht. Am Poste de Secours, schon tief unten im Kar, trifft sie wieder auf die Hauptabfahrt: unpräpariert, sehr felsiges Terrain, hochalpines Gelände.

o „Christaux“: führt in einem weiten Bogen über die freien Hänge südlich der 4-SB Herpie auf die Hauptabfahrt und trifft sie an der Geländekante zum „ersten Steilhang“. Vom Gefälle her sicher nicht schwarz, wird wohl aber nicht oft oder gar nicht gewalzt. Führt weit ab vom Lift durch die sonnige Südostflanke, sehr wenig befahren.

o „Herpie/Hermine/Christallière“: Eigentlich die Beschäftigungsabfahren an der 4-SB Herpie, nicht zu anspruchsvolle hochalpine Allerweltsabfahrten. Die „Herpie“ beschreibt einen Bogen nach Nordosten und würde bei entsprechender Präparierung mit Hilfe eines langen Schussstücks die Verbindung zur 4-SB Glacier erlauben. Dann biegt sie über den Gletscher-Rest nach Südosten und auf die Hauptabfahrt. „Hermine/Christallière“ verlaufen mehr oder weniger unterhalb der 4-SB in recht felsigem Gelände auf sonnigen Südosthängen mit Paradeblicken auf die Meije.

Und jetzt der subjektive Eindruck:
Die „Sarenne“ als solche gibt es nicht, wie wir gesehen haben, es gibt eine Menge möglicher Pisten und Abfahrten die man zu einer solchen Fahrt kombinieren kann. Genauso ist ihre Faszination ein komplexes Phänomen aus vielen verschiedenen Faktoren. Zu den oben genannten objektivierbaren gehört:

- die grandiose Landschaft: Gipfelschau von Pic Blanc und Marmottes 3, Tiefblicke von beiden über 2500 Hm tief ins Romanche-Tal, Ausblick über die niedrigeren Randketten in Richtung französisches Alpenvorland (bei guter Sicht angeblich bis zur Auvergne, das ist wohl das Pendant zum Bayerischen Wald-Blick von der Zugspitze!), im Süden das komplette Skigebiet von Les Deux Alpes mit den Plateaugletschern, die Meije als Schaustück der Region schlechthin, im Osten die spitzen Aiguilles d´Arves, allein die Dimensionen des hochalpinen Kares sucht ihresgleichen, weiter unten wie beschrieben die eindrucksvollen Gorges de Sarenne.

- die weitgehende Einsamkeit (spätestens ab der 4-SB Herpie; die beiden 4-SB fallen aber in der riesigen Schneeschüssel aber nicht stark auf, die 4-SB Glacier läuft zudem nicht allzu häufig, weshalb es gerechtfertigt war sie nicht als KSB zu bauen – zu wenig Betriebstage, zu starke Windbeeinträchtigung etc.), wobei man einschränken sollte, dass das guter Witterung und beiden offenen Zubringerbahnen für die Hauptabfahrt nicht gilt – hier ist die Piste zwar weit ab von jeder Zivilisation und jedem Lift, aber auf der Piste ist einiges los, was sich vor allem in Engstellen/Kanten und Steilhängen unangenehm bemerkbar macht. Richtig freie Fahrt hat man bei solchen Bedingungen wohl nur früh am Morgen oder spät am Abend. Für die beschriebenen Varianten gilt dies nicht, dort verteilt sich alles sehr gut. „Überfüllt“ ist sicher der falsche Ausdruck, aber die „Sarenne“ war nach der „Couloir“ während unserer drei Tage die vollste Piste.

- Exklusivität: allzu oft kommen gute Sicht, gute Schneelage, Öffnung der Zubringerbahnen, geringe Lawinengefahr nicht zusammen – und dann ist man meistens nicht vor Ort! Wenn man also so einen Tag oder gar mehrere davon erwischt, sollte man sich schon irgendwie glücklich schätzen

- Vielfalt: seien es jetzt 14 oder 18 km. Auf fast jedem Meter dieser Abfahrten kann man neue Eindrücke sammeln, eine andere Spur wählen, eine andere Variante befahren. Selbst wenn man fünf Mal die Hauptabfahrt nimmt, denke ich nicht, dass sie einem je langweilig wird. Und die Varianten sollte man sich als ambitionierter Skifahrer einfach alle einmal anschauen.

(7) Auris/Signal de l´Homme:

Die «great divide» der Gorge de Sarenne trennt diesen Teil des Skigebiets vollkommen vom großen Rest. Von Alpe d´Huez kann auf zwei Wegen dorthin gelangen, die alle ihren Reiz haben: via „Sarenne“ zur 4-SB Lombards (1985, GMM, 1,375 km, 566 Hm, 1600 p/h) und auf den 2176 m hohen Signal de l´Homme, oder im Bergers-Viertel in die 4-KSB Alpauris einsteigen und mit 5 m/s erst extrem steil in die Schlucht und wieder hinauf. So steil bergab mit einer high-speed-KSB dürfte nicht jedermanns Sache sein. Neben der Auris-seitigen Bergstation der 4-KSB starten die parallelen 4-SB Fontfroide (1988, Poma, 1,325 km, 451 Hm, 2200 p/h) und die gleichnamigen SLte, die gar nicht im Skiplan verzeichnet sind und die zusammen 3600 p/h transportieren am Gusto-Stück von Auris: dem schnörkellos direkten, ordentlich steilen Nordhang des Signal de l´Homme, der sich auf die beiden Abfahrten „Fontfroide“ u. „Vernettes“ verteilt. Die SLte haben durchaus ihre Daseinsberechtigung, da sie nicht nur deutlich schneller als die 4-SB sind, sondern auch deutlich windstabiler. Die von der 4-SB Lombards weiter östlich erschlossenen Hänge nicht ganz so perfekt, aber ebenfalls von beachtlichem Gefälle, aber deutlich mehr bewachsen unter sogar zum Teil im Wald verlaufend und führen über „Gua“ oder „Lys“ in die Gorge. Zudem ermöglicht die Lombards-Bahn den Zugang zum Geheimtipp schlechthin in Auris, der schwarzen „Col de Cluy“, die völlig weitab von jedem Lift den heftig steilen, sehr breiten Osthang des Signal de l´Homme zum namensgebenden Sattel führt und dann eigentlich blau hinunter in die Gorge, aber mit beeindruckendem Anblick des hier hoch aufragenden Grandes Rousses-Massivs, besonders die „Charbonnière“ kann man hier gut studieren. Der Mega-Steilhang ist vielleicht 200-300 Hm hoch und wird sogar gewalzt – was aber irgendwie niemand mitbekommt, wie auch die Abfahrt nicht viele Leute zu kennen scheinen, denn wir haben hier nachmittags noch frische Raupenspuren vorgefunden. Also noch ein skifahrerisches wie landschaftliches Highlight.
Vom Signal de l´Homme kann man natürlich auch nach Auris abfahren, hauptsächlich über die blaue „Col“, die leider über weite Strecken nur ein Ziehweg ist. Genussreicher ist es daher direkt die rote „Maronne“ zum gleichnamigen nordseitig tiefgelegenen Weiler abzufahren und mit Hilfe der erst 2000 wiederaufgestellten DSB den Grat der Sure zu erreichen und von dort erst nach Auris zu fahren. Im Ortsbereich von Auris erschließen die DSB Piegut und die 4-SB Sures recht kurze, aber nette, teilweise bewaldete Abfahrten, die vom Charakter her ein wenig an die Skiwelt Wilder Kaiser gemahnen. Ein großes Manko ist die Anbindung von Auris zum Signal-Gipfel. Die 4-KSB Auris Express ist wie Miki letztes Jahr richtig feststellte eine eklatante Fehlplanung: anstatt auf den Gipfel führt sie auf den Col und von dort aber wieder etliche Hm nach unten! Auf den Signal kommt man von dort entweder mit Hilfe der Fontfroide-Lifte oder der antiken, sehr steilen DSB Signal de l´Homme. Negativ ist auch, dass mit Ausnahme des Ortsbereichs und an der DSB Piegut in Auris nur die langweilige „Col“-Abfahrt beschneit wird.
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Orte:

Alpe d´Huez:

Als Station der 1. Generation ab 1935 ist AdH flächenmäßig sehr viel größer und weit weniger kompakt als die Stations intégrées der 1960er Jahre wie La Plagne, Tignes, Les Menuires oder Val Thorens. Bis auf die deutlich jüngeren Gebäude des Bergers-Viertel sind die meisten Häuser auch nicht sonderlich groß/monumental, aber auch nicht unbedingt hübscher. Aus meiner Sicht gibt es zwei-drei günstige Standorte zum Ski à pied-Wohnen – weshalb man ja nach Frankreich fährt! – direkt am Rond Point des Pistes wo das DMC, Jeux-Trippel-SL, die vier Signalbahnen und SL Lac Blanc sage und schreibe 9700 p/h wegschaufeln, im Bergers-Viertel wo die Marmottes-Liftkette und die Verbindung aus den Gorges de Sarenne bzw. Auris zusammenkommen, 7800 p/h sind hier parallel geschaltet. Ebenso günstig ist die erste Gebäudereihe entlang des Dorf-SLtes Rif Nel, da man mit Hilfe dieses Liftes zum Rond Point gelangt oder abfahrend nach Bergers. Die Ortsteile wie Eclose oder Vieil Alpe sind in meinen Augen wenig geeignet, da der Weg zu Liften und Pisten ganz schön weit ist. Im Gegensatz zu den Dorf-Stationen scheint es in AdH aber ein gewisses Nachtleben zu geben, dafür bin ich aber hier weder kompetent noch zuständig.
Ob für eine Skisafari die 13 km lange Bergstraße nach Bourg d´Oisans insgesamt schneller zu bewältigen ist als das „Eck“ von Oz etc. vermag ich nicht zu beurteilen.

Huez:

In Huez waren wir leider nicht und sind auch mit dem Auto nicht durchgefahren. Laut dem Skiplan ist die Anbindung an das Hauptskigebiet nicht ideal, da man erst mit weiteren Verbindungsliften entweder zum Bergers-Viertel oder zum Rond Point kommen muss. Die Skiabfahrt den prallen, steilen Südhang hinunter ist nicht beschneit, weshalb sie die meiste Zeit „peu enneigé“ oder „fermé“ ist – selbst wenn überall anders beste Bedingungen herrschen.

Oz-en-Oisans:

Von der Lage im Grandes Rousses-Gebiet ebenfalls ideal, sehr gute Anbindung in alle Richtungen. Bis man aber ins Tal und nach Bourg d´Oisans hinunter gekurvt ist, zieht es sich allerdings ganz ordentlich, was man für eine Skisafari einkalkulieren sollte.

Vaujany:

Eine sympathische Station, am sonnigen Südhang gelegen, vom Romanche-Tal aus relativ schnell zu erreichen, noch dörflicher Charakter, halbwegs diskrete Neubauten für französische Verhältnisse, schnelle, leistungsfähiger Zugang zu den Grandes Rousses mit Hilfe der 160-PB zur Alpette. Manko: das Fehlen einer direkten Talabfahrt, man muss immer entweder die 6-EUB hinunter oder die GUB hinauffahren. Wegen der relativ nördlichen Lage im Gebiet sind die Entfernungen hinüber in Richtung Auris bspw. doch ziemlich weit, d.h. man muss immer erst auf 2610 m hinauf oder nach Oz ins Tal um zurück zu kommen, für den Morgen gilt das Gleiche.

Villard-Reculas:

Wegen des Nebels habe ich den Ort selbst leider nicht zu Gesicht bekommen, würde ihn aber zu den sympathischen Dorf-Stationen der jüngeren Generation zählen. Dank der 4-KSB Villarais und dem erwarteten Ersatz der Signal-Bahnen schneller Zugang zum Grandes Rousses-Gebiet, der Lift startet nur etwas außerhalb des eigentlichen Ortes, der adlernestartig über dem Romanche-Tal thront. Wegen der kurvigen und ziemlich exponierten Zufahrtsstraßen für mich kein idealer Skisafari-Ausgangspunkt.

Auris-en-Oisans:

An sich kleine, überschaubare Station moderner Prägung mit nicht zu großen Häusern (ähnlich Oz) in schöner Südlage mit tollen Ausblicken hinüber nach Les Deux Alpes. Die Anbindung an das Hauptskigebiet der Grandes Rousses ist dank der beiden 4-KSB recht schnell, aber trotzdem irgendwie umständlich. Die große Stunde von Auris würde schlagen, falls man doch eines Tages eine Verbindungsbahn nach Les Deux Alpes bauen sollte. Als Eignungspunkt für eine Skisafari ist es eine Überlegung wert, da man nur 12 km von Freney d´Oisans entfernt ist, von wo es nur mehr 14 km nach Les Deux Alpes sind. Die 12 km hinunter ins Tal sind jedoch sehr kurvenreich und die Straße scheint weder besonders breit noch besonders gut gesichert zu sein (fehlende Leitplanken etc.), was die Lust dort ständig auf und ab zu fahren doch irgendwie mindert.

Liftsystem u. Verbesserungswünsche:

Wie in Les Deux Alpes ist das Liftsystem der Grandes Rousses generell sehr leistungsfähig. Hier wurden schon Mitte der 1980er Jahre Kapazitäten von 4000-5000 p/h pro Hang erreicht, als man das Wort 8-KSB noch nicht einmal buchstabieren konnte. Eine Eigenart des Systems ist die Tatsache, das relativ wenige Hauptanlagen sehr viele verschiedene Abfahrten erschließen und man immer wieder die selben Liftketten fährt – aber jedes Mal wieder eine andere Abfahrt, wenn man möchte.
Insgesamt besehen befindet sich das Liftsystem der Grandes Rousses gerade wieder am Anfang eines neuen Investitionszyklus, wenn man die Fertigstellung der Marmottes-Achse mit 6-EUB Sektion II und Funitel Jig-back sowie die Renovation des Gletscher-Sektors ausblendet. Der komplette Vaujany-Oz-Sektor wurde 1987 bis 1989 aus dem Boden gestampft, dort gibt es keine jüngeren Anlagen und keine KSB. In Auris hat sich außer dem Ersatz des steilen Maronne-SL 2000 durch die gebrauchte DSB seit 1991 auch nichts mehr getan. Die Hauptanlagen DMC und 6-EUB Marmottes 1 stammen aus dem Jahr 1986, wobei man ergänzen sollte, das die Marmottes-Bahn egtl aus dem Jahr 1976 stammt, da sie zuvor an Stelle des DMCs gestanden ist. Das DMC ist seiner Aufgabe sicherlich noch gewachsen. Mit dem Bau der 6-KSB Romains hat man aber offensichtlich die Zeichen der Zeit erkannt und setzt auf zeitgemäße Technik.
Die Wartezeiten an der 80-PB Pic Blanc oder auch am Funitel Marmottes 3 sind systembedingt und auch sinnvoll um den Sarenne- und Tunnel-Sektor nicht zu überlasten. Schon die heutigen Kapazitäten sind fast schon zu viel. Sehr sinnvoll ist deshalb die Trennung der drei Marmottes-Sektionen und die nach oben hin degressive Kapazität, da wie dargestellt v.a. Marmottes 2 nur massenuntaugliche Abfahrten bedient.
Es gibt also insgesamt weniger Wartezeiten- und Kapazitäten als mehr Komfortprobleme, gerade in den langen 4-SBs verbringt man schon sehr viel Zeit. Wohltuend sind da die vielen schnellen Poma-SLte, weshalb ich den geplanten Ersatz der verbleibenden Trippel-SLte am Signal und Jeux eher kritisch sehe. Es wäre sinnvoller zuerst die langsamen fixgeklemmten Sessellifte zu ersetzen.
Besonders fatal in meinen Augen war der Bau der langen 4-SBs Fontbelle (1994) und Lièvre blanc (1998!). Bedient letztere zwar kaum eigenständige Abfahrten hätte man sie aber dennoch als Alternative zur überlasteten 6-EUB Marmottes 1 ausbauen können. Und erstere ist so flach und lahm, dass man sich auf der Stelle einen Poma-Triple herbeiwünscht.
Bubbles hat keine einzige KSB. Immerhin haben einige 4-SBs Förderbänder, so die elendlange 4-SB Fontbelle. Typisch für die Grandes Rousses sind die großen Treppen vor jeder Hauptanlage. Irgendein Verantwortlicher dort scheint ein Treppen-Fetischist zu sein, denn außer der Rampe an Marmottes 1 muss man überall mehr oder weniger viele Stufen steigen oder schlimmer, dort anstehen. Dafür besteht hier nicht die Gefahr eines Hochwasserschadens wie an der 8-EUB in Mittersill, denn alle Kabinenbahnen sind explizit hoch aufgeständert, warum auch immer.

Für die kommende Saison sind derzeit noch keine Projekte offiziell bekannt. Folgendes scheint für die nächsten Jahre geplant zu sein u.a.:
- 6-KSB Signal ersetzt 4-SB und Trippel-SLte (warum keine 8-KSB?)
- 4-KSB Fontbelle ersetzt 4-SB
- 6-KSB Jeux ersetzt Trippel-SLte (bitte mit neuer Bergstation etwas oberhalb des DMC, damit man leichter an der Mittelstation einsteigen kann!)
- Abbau d. DSB Chalvet und neue Anlage von Bergers in Richtung Campanules
- Beschneiung «Sarenne»

Eine kleine Wunschliste meinerseits (in Ergänzung der oben aufgelisteten Maßnahmen) :
- Ersatz der 6-EUB Marmottes 1 durch eine zeitgemäße 8-EUB mit 3200 p/h und großen CWA-Kabinen
- Ersatz der 4-SB u. SLte Fontfroide durch eine 6- oder 8-KSB (obacht wegen Windgefährdung, evt. einen SL stehen lassen)
- Ersatz der 4-SB Clos Giraud u. des SL Montfrais 1 durch eine 6-KSB, möglicherweise mit Mittelstation (schnelle Rückkehr Montfrais-Alpette u. Wiederholungsfahrten)
- 4-SB Lombards als KSB neu bauen
- neue 8-EUB von Auris direkt auf den Signal de l´Homme anstatt der DSB.
- Ersatz der DSB Chalvet auf der gleichen Trasse durch eine reduzierte KSB

Insgesamt muss man festhalten, dass Alpe d´Huez im Liftsystem noch Etliches zu tun hat, dafür aber nicht mehr so viel auf Beschneiungssektor, wenn die „Sarenne“ und ihr Sektor beschneit sind
- Kompletter Auris-Sektor: „Fontfroide“, „Vernettes“, „Maronne“, „Bergerie“, „Têtras“
- Villard Reculas: «Les Vallons », « Petit prince », « Vallons », « Souveraine »
- 2. Etage : « Dome » od. « Belvedère » ; « Chamois » ; Déversoir », « Poutat », « Course », « Campanules »
- Auf der «Dorfwiese » kann man auch noch einiges machen (nur als Beispiele): « 1er Troncon », « Centrale », « Taburle », « Bergers », « Lac Blanc » etc.

Technische Daten:

160 PB Vaujany-Alpette (1989) 1180-2045 m. 2464 m. 812 Hm 1532 p/h
160 PB Alpette-Rousses (1989) 2045-2800 m. 1644 m. 755 Hm 1920 p/h
93 PB Pic Blanc (1980) 2616-3320 m. 2131 m. 696 Hm 1015 p/h

Funitel Jig-back Marmottes 3 (2004) 2770-3061 m. 788 m. 291 Hm 1056 p/h

25 DMC Grandes Rousses 1 (1986) 1862-2106 m. 1425 m. 244 Hm 3000 p/h
25 DMC Grandes Rousses 2 (1986) 2106-2616 m. 2000 m. 510 Hm 3000 p/h

12 EUB Alpette (1988) 1376-2045 m. 1950 m. 677 Hm 1600 p/h
12 EUB Poutran 1 (1987) 1340-1870 m. 1550 m. 530 Hm 2000 p/h
12 EUB Poutran 2 (1987) 1870-2106 m. 1100 m. 235 Hm 2000 p/h

6 EUB Marmottes 1 (1986) 1808-2335 m. 2243 m. 525 Hm 2160 p/h
6 EUB Marmottes 2 (2000) 2339-2770 m. 1474 m. 428 Hm 1650 p/h
6 EUB Vaujany-Villette (1987) 1180-1291 m. 1000 m. 111 Hm 1500 p/h
6 EUB Villette-Montfrais (1987) 1291-1658 m. 750 m. 367 Hm 1500 p/h

GUB Village (1981) 1470-1775 m. 1100 m. 305 Hm 436 p/h
GUB Telecentre (1982) 1770-1860 m. 900 m. 90 Hm 960 p/h
3x12GUB Vaujany-Enversin (1989) 1125-1180 m. 610 m. 113 Hm 607 p/h

6 KSB Bergers (2005) 1808-2019 m. 1050 m. 211 Hm 3600 p/h

4 KSB Villarais (1997) 1561-2100 m. 1890 m. 539 Hm 2000 p/h
4 KSB Auris Express (1991) 1609-1865 m. 1787 m. 267 Hm 1800 p/h
4 KSB Alpauris (1988) 1550-1800 m. 1437 m. 493 Hm 2400 p/h

4 SB Font belle (1994) 1800-2131 m. 1750 m. 331 Hm 2057 p/h
4 SB Clos Giraud (1987) 1818-2055 m. 1500 m. 237 Hm 1600 p/h
4 SB Lièvre blanc (1998) 2106-2543 m. 1450 m. 437 Hm 1800 p/h
4 SB Lombards (1985) 1563-2129 m. 1375 m. 566 Hm 1600 p/h
4 SB Fontfroide (1988) 1700-2151 m. 1325 m. 451 Hm 2200 p/h
4 SB Vallonet (1989) 1650-2021 m. 1025 m. 371 Hm 1600 p/h
4 SB Herpie (2002) 2733-3061 m. 993 m. 328 Hm 2000 p/h, 7min19s
4 SB Glacier (2001) 2955-3323 m. 960 m. 368 Hm 1600 p/h, 7min
4 SB Signal (1985) 1863-2112 m. 812 m. 252 Hm 1800 p/h
4 SB Sures (1988) 1599-1875 m. 700 m. 267 Hm 2400 p/h
4 SB Mont Frais (1987) 1655-1905 m. 675 m. 250 Hm 1200 p/h
4 SB Bergers (1986) 1806-1822 m. 650 m. 16 Hm 2400 p/h
4 SB Lac Blanc (2003) 2525-2616 m. 245 m. 104 Hm 2000 p/h

DSB Chalvet (1981) 1592-2210 m. 1550 m. 618 Hm 1029 p/h
DSB Signal de l´Homme (1972) 1703-2141 m. 1100 m. 438 Hm 900 p/h
DSB Maronnes (2000) 1458-1790 m. 950 m. 332 Hm 900 p/h
DSB Pegut (1981) 1599-1757 m. 925 m. 158 Hm 1200 p/h
DSB Grande Sure (1963) 1764-2114 m. 850 m. 350 Hm 480 p/h
DSB Louvets (1991) 1791-1865 m. 400 m. 74 Hm 1000 p/h
DSB Romains (1987) 1810-1856 m. 325 m. 46 Hm 1200 p/h
DSB Eclose (1986) 1775-1822 m. 300 m. 47 Hm 1500 p/h

SL Lac Blanc 1862-2126 m. 1500 m. 264 Hm 900 p/h
SLte Fontfroide 1+2 1700-2151 m. 1455 m. 470 Hm 1440 p/h (2x 720)
Trippel-SLte Jeux 1865-2097 m. 1425 m. 232 Hm 1834 p/h (720+600+514)
SLte Petit Prince 1+2 1822-2106 m. 1150 m. 284 Hm 1620 p/h (720+900)
SL Mont Frais 1 1663-1882 m. 975 m. 219 Hm 900 p/h
Trippel-SLte Signal 1863-2112 m. 923 m. 263 Hm 2160 p/h (3x 720)
SL Babars 1 1877-2030 m. 875 m. 153 Hm 600 p/h
SL Grange 1690-1870 m. 750 m. 180 Hm
SL Poutran 1886-2011 m. 750 m. 125 Hm 720 p/h
SLte Rifnel 1+2 1808-1867 m 735 m 59 Hm 600 p/h + x
SL Slalom 1857-2057 m. 625 m. 200 Hm 240 p/h
SL Alpette 1926-2055 m. 625 m. 129 Hm 720 p/h
SL Pierre belle 1180-1382 m. 600 m. 202 Hm
SL Sarrasins 1886-2050 m. 575 m. 164 Hm 900 p/h
SL Langaret 1562-1715 m. 550 m. 153 Hm 900 p/h
SL Babars 2 1877-1975 m. 525 m. 98 Hm 900 p/h
SL Fontbelle 1125-1319 m. 500 m. 194 Hm
SL Mont Frais 2 1663-1715 m. 350 m. 52 Hm 720 p/h
SL Bauchets 1 1620-1668 m. 350 m. 48 Hm 900 p/h
SL Bauchets 2 1597-1642 m. 300 m. 45 Hm 400 p/h

Ehemalige Lifte:

Trippel-SLte Bergers 1808-2011 m. 1050 m. 203 Hm 2520 p/h (2x 900 + 720)

Gesamtbeurteilung:

Die Grandes Rousses bieten mindestens für drei volle Skitage Abwechslung und Herausforderung – gute Wetter- und Schneebedingungen vorausgesetzt. Bei Schlechtwetter und Sturm wird es hier wegen der hochalpinen Verhältnisse und den wenigen wirklichen Waldabfahrten schnell eingeschränkt, vom Betrieb her, auch ein klassisches Schönwetter-Skigebiet also, aber nicht so krass wie in Les Deux Alpes. Die flachen Almwiesen unten kann man dank ihres platten Charakters auch im Blindflug gut meistern und in Auris sowie vor allem bei Montfrais/Alpette/Vaujany/Oz gibt’s ja etliche Bäume bzw. Kontrastmöglichkeiten. Es kann aber gut passieren, wie Miki letztes Jahr, dass man eine ganze Woche dort ist, ohne auf dem Pic Blanc gewesen zu sein: da muss sehr viel stimmen: gute Sicht, geringe Lawinengefahr bzw. vollzogene Sprenungen u. gewisse Präparierungen (Sarenne), aber auch ausreichende Schneelage (extremes Felsrelief), gute Sicht, kein Sturm.

Wer in die Grandes Rousses fährt sollte genau wissen, was ihn erwartet, ansonsten könnte man doch leicht enttäuscht werden von diesem schönen Gebiet. Breite Autobahnpisten in idealer Carving-Neigung gibt es nicht allzu viele und Kilometerfressen geht wo anders auch deutlich besser. Wer hochalpine Bummerl-Abfahrten sucht, sollte besser nach Les Deux Alpes fahren. Wer aber auf Vielfalt und Abwechslung steht, in allen Schneearten zurecht kommt, sich an unpräparierten Gelände nicht stört oder es sogar sucht, dem könnte es in den Grandes Rousses sehr gut gefallen – immer adäquate Schnee- und Wetterbedingungen vorausgesetzt. Was Höhenlage, Exposition, Länge, Schwierigkeit und Charakter der Abfahrten angeht, ist alles für jeden dabei, nur eben nicht genau gleichverteilt.
Fairerweise sollte man kritisieren, dass es sinnvoll wäre, wenn der Skiplan wie vorbildlich in Les Deux Alpes zwischen gewalzten und prinzipiell naturbelassenen Abfahrten differenzieren würde. Abfahrten wie „Mine“ oder „Canyon“ als rote Pisten einzuzeichnen geht egtl nicht an und verleitet nur Ungeübte zu Abenteuern bzw. führt zur ständigen offiziellen Sperrung dieser Abfahrten, was auch Missmut hervorruft, wenn man es aus welchen Gründen auch immer nicht drauf hat, Lawinensituation und Schneelage aus eigenen Kenntnissen zu beurteilen.
Man sollte sich auch vergegenwärtigen, dass hier der ideale Skitag schwieriger zu erreichen sein wird als bspw. in Kitzbühel. Sichere Tiefschneeverhältnisse am „Tunnel“ lassen sich nicht via Beschneiung garantieren und schönes Wetter mit guter Sicht wegen einem „Mangel an Bäumen“ gibt’s auch nicht maschinell erzeugbar.
Für Anfänger gilt fast das Umgekehrte zu Les Deux Alpes: die erste Etage bietet eines der perfektesten Anfängerreviere, die man sich vorstellen kann, hier stört ein weit ausholender Skikurs niemanden. Kinder oder Anfänger allgemein sollten aber eher nicht auf den Pic Blanc, bei den dort oft ruppigen Verhältnissen.

Ein großes Plus ist die hochalpin-beeindruckende Szenerie samt Umgebung und Aussicht, die viele Abfahrten erst zu dem macht, was sie sind. Es gibt eine Fülle von völlig „liftlosen“ Abfahrten, d.h. von denen man aus kaum eine Aufstiegshilfe auch nur aus der Nähe sieht: „Sarenne“-Sektor, „Charbonnière“, „Balme“, „Canyon“, „Mine“, „Col de Cluy“, „Fare“, „Tunnel“-Sektor.

Ein weiterer Vorzug ist das geschickt koordinierte Liftsystem, das mit relativ wenigen Bahnen sehr viele Abfahrten über sehr große Höhendifferenzen bedient. Mit nur jeweils einem Zwischenlift gibt es vom Pic Blanc 3 unterschiedliche Abfahrten über 2000 Hm!
- „Sarenne“ mit 4-SB Herpie (2150 Hm)
- „Tunnel/Chocards/Brêche“, 4-SB Lac Blanc, „Rousses“, „Chalets“, „Fare“ (2310 Hm) nach Enversin d´Oz
- «Tunnel/Chocards/Brêche», 4-SB Lac Blanc, «Chamois »/ »Couloir », « Poutran », « Olmet » (2060 Hm) nach Oz-en-Oisans
Dazu die 1000 Hm-Abfahrten vom Clocher de Macle nach Alpe d´Huez oder in die Gorge:
- „Clocher de Macle“, „Déversoir“/“Canyon“/“Balme“, „Vachettes“ (975 Hm)
- «Combe Charbonnière », « Mine » (2780-1650 m = 1130 Hm)
Oder vom Dôme de Rousses:
- „Belvédère“/«Dôme», „Rousses“, „Chalets“, „Travers“, „Montfrais“, „Vaujaniate“ nach Villette (1510 Hm)
- „Belvédère“/«Dôme», „Rousses“, «Bartavelles », « Alpette » nach Oz-en-Oisans (1450 Hm)
Oder man holt sich seinen 2000er durch das Hintereinanderschalten der vier großartigen Abfahrten vom Signal nach Villard.
Oder einen 1000er durch vier-fünf ensuite Turns an den AdH-Hängen des Signal…

Wer allerdings bei Liften ohne Sitzheizung nicht auskommt oder nur UNI-G-6-KSBs (möglichst zwei parallel für eine Piste) fahren möchte, dem sei wegen der Vielzahl an PBs oder unbequemen Steh-DMCs/Funitels, Komfortpolsterungsverwöhnte Hintern malträtierenden Skirail-, Poma- oder Montaz Mautino-Sesselliften, sowie vielen Poma-SLten mit ausgeleierter Federung und „Kastrations“- bzw. „von Null auf 4 m/s in 0,1 sec“-Starts eher abgeraten.

Ob ich als Boarder in die Grandes Rousses fahren würde, wage ich zu bezweifeln: die Carving-Autobahnen unten sind fast zu flach und von zu vielen Schleppliften erschlossen, an der „Sarenne“ würden mich die 4-km schrecken und für die Buckel-/Tiefschnee-Glanzstücke muss man es schon Off-Piste, in Steilgelände und in jeden Schneeverhältnissen draufhaben (das gilt für Skifahrer natürlich auch), dazu die vielen schmalen Abfahrten im Nordteil.

Die extreme Südexposition haben wir in unserer Woche dank der niedrigen Temperaturen überhaupt nicht als Nachteil empfunden: gerade auf den spannenden Varianten-/Buckel-/Tiefschneeabfahrten kann ich mir aber gut vorstellen, dass der Schnee bei Wärme und beständiger starker Strahlung schneller schlecht wird als woanders. Wie sich diese Dinger bei Firn/Sulz fahren vermag ich allerdings nicht einzuschätzen. Vorteile sind natürlich sehr viel Sonne und auch nachmittags und abends noch sehr schönes Licht und zauberhafte Stimmung.
Zuletzt geändert von Emilius3557 am 03.05.2006 - 00:40, insgesamt 2-mal geändert.


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Beitrag von Emilius3557 » 02.05.2006 - 18:46

7. Tag: 10. März 2006, 6. Skitag, Alpe d´Huez III

Geöffnet:

kann mir nicht vorstellen, dass bei der Wetter heute Pic Blanc und Sarenne offen waren, die 4-SB Fontfroide hat jedenfalls am Nachmittag wegen des Sturms dichtgemacht

Wartezeiten:

3 min an der 12-EUB Alpette wegen geringem Gondel-Abstand und anderen Gästen, die keine Kabinen voll besetzen, uns aber dafür auch nicht vorlassen (wollen?)

Schnee:

Im Lauf des Tages kommen mindestens 10 cm Neuschnee dazu, wahrscheinlich mehr. Durchweichte Abfahrten in tiefen Lagen jetzt festgefroren, dank Neuschnee aber sehr gut zu fahren, oberhalb von 2300 m heute nicht gewesen

Wetter:

Front von Westen, Schneefall, am Nachmittag Schneesturm, gegen Mittag einige Aufhellungen und Sonnenschein. Pistenverhältnisse gut, da deutlich kälter, frischer Neuschnee auf harter Unterlage, wenig abgefahren, wenig Leute unterwegs.

Skitagbeginn: 9.24 Uhr, Skitagende: 17.10 Uhr

- 12-EUB Alpette (677 Hm). Sehr großer Gondelabstand. Nur wenige Leute vor uns, belegen die Gondeln aber nur zur Hälfte, so dass wir warten müssen. Es wird uns zu bunt, gehen vorbei und füllen die Gondeln auf.
- Abfahrt „Chalets“
- „Fare“ nach Enversin-d´Oz. Die berühmte, komplett beschneite Waldabfahrt. Oben irgendwie brutal in das Steilgelände hineingesprengt und gewalzt, nie sehr breit (erst unten beim Ex-SL), maximal 3-4 Raupenbreite, viele serpentinenartige Kurven, nie extrem steil. Unterlage sehr hart, Kanteneinsatz erforderlich. Dennoch sehr lange und schöne Talabfahrt, mit nach unten flacheren und flotteren Hängen.
- 3x12 GUB Enversin-Vaujany (113 Hm), von Gimar Montaz Mautino. Direkter Zugang zur
- 160-PB Vaujany-Alpette (812 Hm), mit dem schönen Gamswappen
- „Chalets“
- „Travers“
- „Ecureuils“
- „Vaujaniate“. Sicht hier allgemein brauchbar, wenig Betrieb, dank Kälte und Neuschnee gut zu fahren.
- 6-EUB Villette-Montfrais (367 Hm). Extrem steil. Reicht gar nicht, um einen Tee zu trinken.
- 4-SB Vallonet (371 Hm). Endlich mal befahrbar!
- „Edelweiss“. Recht flache Abfahrt in steilem Gelände, oft Ziehwegartig, auch nie sehr breit, komplett beschneit. Da frisch gewalzt und Neuschnee gut zu fahren, schön, sehr wenig los.
- 4-SB Montfrais (250 Hm).
- „Etourneaux“. Sonne draußen, Wolkenlücken, kurze Tiefschneeabstecher.
- 4-SB Montfrais (250 Hm).
- „Etourneaux“. Etwas weniger gute Sicht, schöner, aber kurzer Hang, nicht zu flach.
- SL Montfrais I (219 Hm). Für Domi mit dem Snowboard schon eine Herausforderung, die er aber wie gewohnt glänzend meistert.
- „Cascade“ (kurze Verbindung) zum
- 4-SB Clos Giraud (237 Hm). Bei der ersten Fahrt verliere ich beim Einstieg einen Stock. Ansonsten schöne Aussicht auf die Umgebung der Alpette und Tiefblick bis zum Stausee.
- „Chalets“
- 4-SB Clos Giraud (237 Hm). Heute sehr kalt, kommt vom gemächlichen Fahren.
- „Alpette“-Talabfahrt nach Oz. Zunächst schöne freie Hänge, dann die endlose Traverse, die wiederum vollbeschneit und nicht sehr breit in den Steilhang hineingefräst wurde. Aber dank guter Präparierung, schönem gleichmäßigen Gefälle kein Ziehwegcharakter sondern richtig gute Abfahrt.
- 12-EUB Poutran I+II (744 Hm).
- “Retour Bergers”. Verbindungsabfahrt, wenig Ziehweg.
- „Agneaux“
- 4-KSB Alpauris (-290 / + 190 Hm). Ungewohnt, so steil mit einer KSB bergab.
- 4-SB Fontfroide (451 Hm). Macht seinem Name alle Ehre, wegen Sturm sehr langsam und sehr kalt.
- „Fontfroide“ (eisige Stellen, abgeblasen, miese Sicht)
- „Maronne“ (oberer Abschnitt), null Sicht!
- „Col“ (nur Ziehweg!)
- „Farcis“. Brauchbare Waldabfahrt, endlich kein Sturm mehr, Sicht wegen Wald wieder besser.
- DSB Maronnes (332 Hm). Skirail-DSB, auch selten.
- „Gentianes“, an sich schöner Hang direkt nach Auris-en-Oisans. Keine große Station.
- DSB Piegut (158 Hm). Hersteller Montaz Mautino, übrigens ebenso die uralte DSB Signal de l´Homme die beeindruckt direkt und steil den gleichnamigen Berg erklimmt.
- „talwärts gesehen rechte Abfahrt“ (grün), nett, dank Wald gute Sicht. Wirkt fast wie in der Skiwelt -grins-
- 4-KSB Auris Express (267 Hm), Hersteller Poma. Wirklich bescheuerte Trassierung!
- „Desmoiselles“, sehr schön zur
- SL Fontfroide (451 Hm). Die 4-SB steht mittlerweile, die SLte haben also ihre Existenzberechtigung. Deutlich schneller als die 4-SB.
- „Fontfroide“ komplett. Diesmal Sicht besser. Wirklich ein genialer Hang, mit gutem Schnee, schöne Buckel-Kurverei.
- 4-KSB Alpauris (- 190 / + 290 Hm).
- 6-EUB Marmottes I (525 Hm). Diesmal keinerlei Wartezeiten. Jetzt Schneesturm, null Sicht.
- „Poutat“. Entgegen dem Plan keine langweilige Traverse sondern halbwegs direkt mit schöner Neigung auf die
- „Couloir“ und zur Mittelstation
- „Poutran“. Ätzender Blindflug
- SL Champ Clotury (25 Hm).
- „Champclotury“ (fast schöner als die „Olmet“, da kaum befahren. Schöner Neuschnee auf fester Unterlage. Dann Ziehweg und wieder ein guter Hang, der auf der
- „Alpette“ mündet. Sicht ab der Mittelstation gut, toll zu fahren!
- 12-EUB Poutran I (530 Hm).
- „Champclotury“
- „Alpette“. Weil es so gut war nochmals.
- 12-EUB Poutran I (530 Hm).
- „Olmet“. Nach Ausrutscher auf einer Eisplatte leider Kontaktlinse verrutscht und mit angezogener Handbremse auf die letzte Abfahrt. Die Talabfahrten nach Oz haben mir eigentlich erst heute richtig gut gefallen.

Gemessen: 8650 Hm, errechnet: 8026 Hm (Domi bis auf letzte Fahrt alles mit dem Snowboard, große Fortschritte, alles in recht gemütlichem Tempo!)
TIP: 1101 m, HOP: 2388 m

Gefahrene Lifte: 23 Lifte

Gefallen:

- Abfahrt „Fare“
- trotz einer Tour de Force mit fixgeklemmten Sesselliften kommt man ganz schön herum
- Verbesserung der Pistenverhältnisse durch Kälte und Schneesturm => Talabfahrten nach Oz endlich mal mit wirklich guten Verhältnissen!
- Lücken gefüllt
- Hang „Fontfroide“

Nicht Gefallen:

- Schneesturm
- dämliche Trassierung der 4-KSB Auris Express
- in Vaujany nur fixgeklemmte Sessellifte
- ausgeleierte Federn der Schlepplifte
- Abfahrten im Nordteil fast alle brutal in die Landschaft gesprengt oder gebulldozert und deshalb auch nicht sehr breit

Irritation: Piste „Edelweiss“ irgendwie seltsam!
Dateianhänge
Zoom die Trassen hinauf. Ein SL Fontfroide hat eine Art Mittelstation, wo der Bügel kurz durch eine Art Kuppelapparat rutscht und dann weiter saust
Zoom die Trassen hinauf. Ein SL Fontfroide hat eine Art Mittelstation, wo der Bügel kurz durch eine Art Kuppelapparat rutscht und dann weiter saust
Nordhang des Signal de l´Homme, 2176 m. Die drei Fontfroide-Lifte am Paradehang von Auris. Links oben die 4-SB Lombards.
Nordhang des Signal de l´Homme, 2176 m. Die drei Fontfroide-Lifte am Paradehang von Auris. Links oben die 4-SB Lombards.
Piste "Alpette". Man kann den Verlauf sehr gut quer entlang des Steilhangs verfolgen. Viel breiter als hier ist die Abfahrt nie, aber auch nicht steiler. Alles beschneit, dazu immer Fangnetze am Abhang.
Piste "Alpette". Man kann den Verlauf sehr gut quer entlang des Steilhangs verfolgen. Viel breiter als hier ist die Abfahrt nie, aber auch nicht steiler. Alles beschneit, dazu immer Fangnetze am Abhang.
Die 12-EUB Poutran 1 und Oz-en-Oisans. Unten sieht man schön die Schneefallgrenze.
Die 12-EUB Poutran 1 und Oz-en-Oisans. Unten sieht man schön die Schneefallgrenze.
Blick von der Piste "Cascade" hinauf zur Alpette. Man sieht, wie groß die PB und Stütze sind, und die komplette Trasse der 1,5 km langen 4-SB Clos Giraud.
Blick von der Piste "Cascade" hinauf zur Alpette. Man sieht, wie groß die PB und Stütze sind, und die komplette Trasse der 1,5 km langen 4-SB Clos Giraud.
Eine schöne, leere Abfahrt! Wie üblich beschneit.
Eine schöne, leere Abfahrt! Wie üblich beschneit.
Die Sonne kommt heraus! Hinten der SL Montfrais 1
Die Sonne kommt heraus! Hinten der SL Montfrais 1
4-SB Vallonets Talstation. Wie immer, nichts los. Die Perspektive täuscht, die 4-SB macht auf 1025 m immerhin 371 Hm, ist also ganz gut steil.
4-SB Vallonets Talstation. Wie immer, nichts los. Die Perspektive täuscht, die 4-SB macht auf 1025 m immerhin 371 Hm, ist also ganz gut steil.
Piste "Chalets", typisch für diesen Bereich des Skigebietes: unruhiges Relief, nicht breit. Der Blick geht übrigens nach oben! Rechts die 4-SB Clos Giraud
Piste "Chalets", typisch für diesen Bereich des Skigebietes: unruhiges Relief, nicht breit. Der Blick geht übrigens nach oben! Rechts die 4-SB Clos Giraud
Oben kann man den Dôme de Petits Rousses erahnen, 2810 m. Man sieht, wie steil die PB auf 1,6 km die 755 Hm stützenlos hinaufdüst
Oben kann man den Dôme de Petits Rousses erahnen, 2810 m. Man sieht, wie steil die PB auf 1,6 km die 755 Hm stützenlos hinaufdüst
14-Mittelstation Alpette_klein.jpg
Das schöne Wappen von Vaujany mit den integrierten Skiern
Das schöne Wappen von Vaujany mit den integrierten Skiern
Trasse der GUB. Man sieht links die Waldschneise der "Fontbelle/Fare" und, dass es doch ca. 80-100 Hm hinauf zum Gegenhang sind
Trasse der GUB. Man sieht links die Waldschneise der "Fontbelle/Fare" und, dass es doch ca. 80-100 Hm hinauf zum Gegenhang sind
Die GUB Enversin-Vaujany in der Bergstation
Die GUB Enversin-Vaujany in der Bergstation
Der untere Abschnitt der "Fare", sehr viel breiter und irgendwie auch schöner, natürlicher. Heißt hier unten "Fontbelle" und ist egtl auch blau markiert. Bis vor einigen Jahren gab es noch einen SL als Beschäftigungsanlage
Der untere Abschnitt der "Fare", sehr viel breiter und irgendwie auch schöner, natürlicher. Heißt hier unten "Fontbelle" und ist egtl auch blau markiert. Bis vor einigen Jahren gab es noch einen SL als Beschäftigungsanlage
Schwarze Talabfahrt "La Fare". Man sieht die Beschneiung und die ziehwegartige Anlage im Steilhang
Schwarze Talabfahrt "La Fare". Man sieht die Beschneiung und die ziehwegartige Anlage im Steilhang
Trasse der 160-PB Alpette-Rousses, deren stützenlose, steile Trasse man ein wenig sieht
Trasse der 160-PB Alpette-Rousses, deren stützenlose, steile Trasse man ein wenig sieht
Bergstation der 4-SB Clos Giraud (Poma, 1987), darüber die 160-PB Vaujany-Alpette, die auf ihren letzten Metern eine massive Neigungsänderung an der letzten Stütze vornimmt und langsam in die Station einfährt
Bergstation der 4-SB Clos Giraud (Poma, 1987), darüber die 160-PB Vaujany-Alpette, die auf ihren letzten Metern eine massive Neigungsänderung an der letzten Stütze vornimmt und langsam in die Station einfährt
Mittelstation Alpette 2050 m der beiden 160er PBs. Man beachte die bequemen Treppen!
Mittelstation Alpette 2050 m der beiden 160er PBs. Man beachte die bequemen Treppen!
12-EUB Alpette (Poma, 1988, 1600 p/h) Talstation
12-EUB Alpette (Poma, 1988, 1600 p/h) Talstation
Zuletzt geändert von Emilius3557 am 02.05.2006 - 19:05, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von vhaemmerli » 02.05.2006 - 18:56

Wow, gibts zu diesem langen Text auch Bilder?

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Beitrag von PB_300_Polar » 02.05.2006 - 19:02

Wie lange saßt du denn da dran, um mich mit einer halben Stunde mit Lesen zu beschäftigen?

Echt Klasse, der Bericht bis jetzt.
Weiter so!
Der Schnee kommt.....

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Beitrag von Emilius3557 » 02.05.2006 - 19:06

gibts zu diesem langen Text auch Bilder?
Wie wäre es, wenn ihr mich erst mal alles posten lassen würdet? Ich kann ja nicht alles auf einen Rutsch hinein beamen! :?

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Beitrag von Emilius3557 » 02.05.2006 - 19:10

Fortsetzung 10. März 2006
Dateianhänge
Oz-en-Oisans von der Piste "Olmet"
Oz-en-Oisans von der Piste "Olmet"
Endlich gute Verhältnisse dank dem Neuschnee auf harter Unterlage.
Endlich gute Verhältnisse dank dem Neuschnee auf harter Unterlage.
Station Auris-en-Oisans. Links die Talstationen 4-KSB Auris Express und 4-SB Sures, rechts die DSB Piegut.
Station Auris-en-Oisans. Links die Talstationen 4-KSB Auris Express und 4-SB Sures, rechts die DSB Piegut.
Talstation und Trasse der DSB Maronne (Skirail, 2000)
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Beitrag von Emilius3557 » 02.05.2006 - 19:30

2. Tag: 5. März 2006, 1. Skitag, Alpe d´Huez I

Geöffnet:

Alles bis auf den Sektor Sarenne-Glacier (PB Pic Blanc, Funitel Marmottes 3, 4-SBs Herpie, Glacier, DSB Chalvet) und 4-SB Vallonet, Talabfahrt „Fare“ nach Vaujany geschlossen (Grund unbekannt und nicht ersichtlich!)

Schneelage:

Schöner Neuschnee (15-20 cm), der am Signal perfektes Tiefschneefahren erlaubt

Wartezeiten:

an der 4-SB Signal große Menschentraube, an den parallelen SLte geht es aber ohne Anstehen hinauf
an der 6-EUB Marmottes 1 ca. 5 min
an der 160-PB Vaujany-Alpette wird wegen geringen Andrangs im 15 min-Takt gefahren (=> inzwischen Mittagspause)

Da Wettervorhersage ungünstig gemütliches Ausschlafen und Frühstücken. Wetter stark bewölkt, im Tagesverlauf einzelne Auflockerungen, aber lokal sehr unterschiedlich und schnell wechselnd, teilweise starker Sturm (aus nördlichen Richtungen?), auf alle Fälle sehr kalt (Kapuzen, Sturmhauben!)

Beginn Skitag: 9.45 Uhr

- 12-EUB Poutran I+II (745 Hm): weder Wartezeit noch irgendetwas los, während der Fahrt erste blaue Stellen über dem Signal
- Abfahrt „Respect“ (grün). Keine gute Sicht, aber toller Neuschnee, ideal zum Einfahren
- 4-SB Signal (255 Hm): lahmes Ding, aber aus historischen Gründen mal gefahren
- Abfahrt „Signal bis“, viel Neuschnee, oben schön steil, Sicht hier gut, Sonne!
- SL Signal (255 Hm), deutlich schneller, weniger los, nimmt der 4-SB 2,5 min auf 850 m Entfernung ab!
- Abfahrt „Signal“, direkt neben den drei SLten, geniales Tiefschnee-Carving
- SL Signal (255 Hm)
- Abfahrt „Petit Prince“, „Villard“ nach Villard Reculas am Westhang. Oben exzellent, schön fest geblasener Pulver auf glatter Unterlage (ideal!), dann sehr schlechte Sicht bis zur
- 4-KSB Villarais (538 Hm), sehr kalte Liftfahrt
- Abfahrt „La forêt“ (schwarz, offiziell gesperrt), nimmt den schönen Steilhang direkt, oben Sicht brauchbar, unten mies, viel Gestolpere
- 4-KSB Villarais (538 Hm)
- Abfahrt „Souveraine“ (oberer Abschnitt), erst nicht toll (Gegenwind, Flachstelle), dann sehr gut zum
- SL Petit Prince (284 Hm), Wettfahrt wg Parallel-SLten
- Abfahrt „Signal – Stade de Slalom“, mal nicht gesperrt, Idealhang, schön hart aber griffig, sehr schön zu Carven
- DMC Grande Rousses Troncon 1+2 (244+510 Hm = 754 Hm), ab der Mittelstation fahren mindestens 19 Personen in der 25er Kabine mit), keine großen Feeling-Unterschiede zu einem Funitel
- Abfahrt „Rousses“: brutal in die Felsen gesprengt, sehr schmal, abgefahren (bucklig) mit schlechter Sicht, Flachpassagen unten gewalzt zur Station Alpette
- Abfahrt „Chalets“ Sicht besser, schöner Flachtobel, gut laufen lassen, dann Enttäuschung denn „Fare“ aus irgendwelchen Gründen gesperrt
- Abfahrt „Travers“ besser als erwartet
- Abfahrt „Ecureuils“ flott und kurz zur Station Montfrais
- Abfahrt „Vaujaniate“, auch recht grob dem Berg abgerungen und nicht übertrieben breit, aber gut gewalzt, Sicht in Ordnung, unten dann weicher und dann idyllischer Ziehweg durch verschneite Laubsträucher zur Mittelstation Villete
- 6-EUB Villette-Vaujany (talwärts) (-111 Hm). Mittagspause in Vaujany an der „Raumstation“ der Riesen-PB, die wir bewundern
- 160-PB Vaujany-Alpette (812 Hm), fährt wegen geringem Andrang in etwa 15 min-Takt; GUB aus Enversin läuft nicht
- 160-PB Alpette-Rousses (755 Hm), direktes Durchgehen von der ersten PB möglich, fährt sehr steil stützenlos in kurzer Zeit zum 2810 m hohen Dome de Rousses, knapp über der Wolkengrenze, beeindruckende Szenerie, der Pic Blanc zeigt sich zum ersten Mal
- Abfahrt „Belvedère“: erst schieben, dann wunderbare Gratabfahrt mit tollen unverspurten Pulverpassagen. Hier oben (Bergstation PB sicherlich 30 cm Neuschnee)
- Abfahrt „Couloir“. Oben nicht wirklich breit, verbuckelt, aber dank guter Sicht sehr genussvoll Buckel zu fahren.
- Abfahrt „Bld des Marmottes“: gar nicht so lang, wie im Plan verzeichnet, flach, aber kein Schieben (direkt daneben ein riesiger Beschneiungsteich)
- 6-EUB Marmottes 2 (428 Hm): Trassierung abwechselnd flach und sehr steil, wackelt wegen des starken Windes ziemlich, hier oben gute Sicht, nur…
- Abfahrt „Clocher de Macle“ offiziell offen, nicht gewalzt, überlaufen, buckelig, aber an den Seiten, wo es keine Falaises gibt, schöne Tiefschneepassagen, folgen der
- „Deversoir“ (zur „Lièvre blanc“ wäre Gegenanstieg notwendig, das ist unpraktisch!), schön flott (Einfahrt „Balme“ gesperrt!), dann wird sie recht schmal und führt in Richtung Marmottes 1-2.
- „Canyon“ (rot!), eine der großen Abfahrten in diesem Bereich. Beginnt tatsächlich als sehr schmale Rinne, die man auf beiden Seiten ein wenig rauf und runter fahren kann, schon verspurt, etwas schwerer Schnee. Wird immer flacher, und führt dann in freies Gelände, folgt einem Bachlauf und läuft als Schussstrecke in Richtung der blauen „Altiport“-Abfahrt aus.
- 6-EUB Marmottes 1 (525 Hm), die Rampe ist wirklich unpraktisch. Die Belegungsquote der Gondel ist sehr ungünstig, viele Gruppen fahren nur zu dritt oder gar zu zweit, via Single-Spur kommen wir aber schnell in eine freie Gondel-Hälfte.
- 6-EUB Marmottes 2 (428 Hm), ab Plat des Marmottes wieder Sonnenschein, ungetrübt und klar, tolle Aussicht auf die Wolkenspiele, den Pic Blanc vom Clocher de Macle, 2780 m.
- Abfahrt „Clocher de Macle“ (wie oben), dann Gegenanstieg zu
- „Lièvre blanc“ (recht kurz, nette rote, wieder viel gesprengt!), mündet in die
- „Couloir“, bald wieder dichte Nebel, Gestolpere zur Mittelstation und die
- „Poutran“ hinunter, ganz schön steil, wenig Sicht, ab der Poutran-Mittelstation
- „Olmet“, Sicht besser, aber Abfahrt recht voll, sowieso nicht breit und unten total eisig (der Matsch von gestern ist eben betonhart gefroren)

Skitagende: 16.30 Uhr (insgesamt 6 h 45 min)

Gefahren: 7460 Hm (gemessen), 6572 Hm (errechnet)
16 Lifte gefahren (16 total)

Gefallen:

- weitläufiges Skigebiet
- Neuschnee
- Tiefschneeepisoden
- Skiberg Signa
- Hang nach Villard-Reculas
- „Canyon“ als Vorgeschmack auf die weiteren Abfahrten in diesem Bereich
- lange Abfahrten nach Vaujany/Oz

Nicht gefallen:

- Wetter
- schlechte Sicht
- hohe Rampen und Treppen an den Hauptanlagen
- Gegenanstieg „Macle – Lièvre“
- sehr künstliche Abfahrten (gesprengt, schmal)
- „Fare“ aus unerfindlichen Gründen geschlossen!
Dateianhänge
Bergstation 6-EUB Marmottes 2 und Talstation Funitel Jig-back Marmottes 3 am Clocher de Macle auf 2780 m
Bergstation 6-EUB Marmottes 2 und Talstation Funitel Jig-back Marmottes 3 am Clocher de Macle auf 2780 m
6-EUB Marmottes 2, vorne die Piste "Clocher de Macle" (man sieht die neuen Beschneiungslanzen!), hinten die Bergstation der 4-SB Lièvre blanc
6-EUB Marmottes 2, vorne die Piste "Clocher de Macle" (man sieht die neuen Beschneiungslanzen!), hinten die Bergstation der 4-SB Lièvre blanc
Blick aus dem "Couloir" auf die Bergstation des DMC Grandes Rousses 2 auf 2610 m. Die Beschleunigungsstrecke ist ganz schön lang
Blick aus dem "Couloir" auf die Bergstation des DMC Grandes Rousses 2 auf 2610 m. Die Beschleunigungsstrecke ist ganz schön lang
Man sieht warum die Piste "Couloir" heißt, links die typischen Felsstufen der 2. Etage
Man sieht warum die Piste "Couloir" heißt, links die typischen Felsstufen der 2. Etage
Piste "Couloir" an der 2. Sektion des DMC. Viel los, zerfahrener Neuschnee, knapp über der Wolkengrenze, phantastische Stimmung
Piste "Couloir" an der 2. Sektion des DMC. Viel los, zerfahrener Neuschnee, knapp über der Wolkengrenze, phantastische Stimmung
Bergstation der 160-PB Alpette-Rousses am Dôme de Petits Rousses auf 2810 m. Genau über der Wolkengrenze! Die Bergstation steht à la Cime de Caron ziemlich über dem hier recht massiven Abgrund
Bergstation der 160-PB Alpette-Rousses am Dôme de Petits Rousses auf 2810 m. Genau über der Wolkengrenze! Die Bergstation steht à la Cime de Caron ziemlich über dem hier recht massiven Abgrund
160-PB Vaujany-Alpette kurz vor der Talstation, die mit großem Spannfeld das Tal überspannt, vom Gegenhang aus
160-PB Vaujany-Alpette kurz vor der Talstation, die mit großem Spannfeld das Tal überspannt, vom Gegenhang aus
Blick talwärts auf die 6-EUB Vaujany-Villette
Blick talwärts auf die 6-EUB Vaujany-Villette
Hier die Trasse im Zoom, Poma, Bj 1987
Hier die Trasse im Zoom, Poma, Bj 1987
6-EUB Villette-Montfrais Mittelstation und Trasse bergwärts (367 Hm auf 750 m Länge). Hat eine Rettungsbahn.
6-EUB Villette-Montfrais Mittelstation und Trasse bergwärts (367 Hm auf 750 m Länge). Hat eine Rettungsbahn.
Typisches Relief an der "Vaujaniate": wenig dichter Wald, Felsen, Steilstufen
Typisches Relief an der "Vaujaniate": wenig dichter Wald, Felsen, Steilstufen
Herrlich verschneite Winterlandschaft
Herrlich verschneite Winterlandschaft
Talabfahrt "Vaujaniate" nach Villette. Typisch: Fangnetze, schmal und Beschneiungslanze
Talabfahrt "Vaujaniate" nach Villette. Typisch: Fangnetze, schmal und Beschneiungslanze
4-KSB Villarais Talstation in Villard-Reculas bei brutalem Nebel. Bj. 1997, Leitner, 538 Hm, 2000 p/h
4-KSB Villarais Talstation in Villard-Reculas bei brutalem Nebel. Bj. 1997, Leitner, 538 Hm, 2000 p/h
Zoom auf die Signal-Lifte. Schon praktisch, wenn man zu lange wartet werden nochmal 720 p/h dazu geschaltet.
Zoom auf die Signal-Lifte. Schon praktisch, wenn man zu lange wartet werden nochmal 720 p/h dazu geschaltet.
Trippel-SLte Signal (aus den 1960ern) und 4-SB Signal (Poma, 1985, 1800 p/h). Hier soll nächstes Jahr eine 6 od. 8-KSB stehen. Zusammen transportieren die 4 Lifte 3960 p/h
Trippel-SLte Signal (aus den 1960ern) und 4-SB Signal (Poma, 1985, 1800 p/h). Hier soll nächstes Jahr eine 6 od. 8-KSB stehen. Zusammen transportieren die 4 Lifte 3960 p/h
Nur 2 der 3 SLte sind in Betrieb. Hinten das "Stade de Slalom" mit den Beleuchtungsmasten
Nur 2 der 3 SLte sind in Betrieb. Hinten das "Stade de Slalom" mit den Beleuchtungsmasten
Am Signal. Links in der Mitte der Rond Point des Pistes mit der DMC-Talstation. Rechts Alpe d´Huez. Man sieht auch schön den tollen Neuschnee, der zum Einfahren gleich mal Powdern am Signal bietet
Am Signal. Links in der Mitte der Rond Point des Pistes mit der DMC-Talstation. Rechts Alpe d´Huez. Man sieht auch schön den tollen Neuschnee, der zum Einfahren gleich mal Powdern am Signal bietet
Der Gipfelhang des Signal ist ordentlich steil, aber "blau" markiert. Wäre wo anders wohl "schwarz"... Man sieht, dass eine neue 6 od. 8 KSB doch noch mehr Pistenfläche bedeuten würde
Der Gipfelhang des Signal ist ordentlich steil, aber "blau" markiert. Wäre wo anders wohl "schwarz"... Man sieht, dass eine neue 6 od. 8 KSB doch noch mehr Pistenfläche bedeuten würde
Talstation der Trippel-SLte Jeux bei noch massiven Nebel
Talstation der Trippel-SLte Jeux bei noch massiven Nebel


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Beitrag von Emilius3557 » 02.05.2006 - 19:31

Fortsetzung 5. März 2006
Dateianhänge
An dieser Kante startet die "Combe Charbonnière". Von der Station aus muss man dieses, wie man sieht, lawinengefährdete Kar, hinüber queren
An dieser Kante startet die "Combe Charbonnière". Von der Station aus muss man dieses, wie man sieht, lawinengefährdete Kar, hinüber queren
Neue Beschneiungslanze am Clocher de Macle auf 2780 m
Neue Beschneiungslanze am Clocher de Macle auf 2780 m
65_klein.jpg
Bergstation der 6-EUB Marmottes 2 (Bj 2000, Poma, 1474 m, 428 Hm, 1650 p/h)
Bergstation der 6-EUB Marmottes 2 (Bj 2000, Poma, 1474 m, 428 Hm, 1650 p/h)
Hier sieht man, dass schon jemand, wohl ein Local die Einfahrtsspur zur gesperrten "Combe Charbonnière" gelegt hat. Genau die richtige Neigung um nicht schieben oder gar hochsteigen zu müssen. Aufnahmestandpunkt: Clocher de Macle, 2780 m
Hier sieht man, dass schon jemand, wohl ein Local die Einfahrtsspur zur gesperrten "Combe Charbonnière" gelegt hat. Genau die richtige Neigung um nicht schieben oder gar hochsteigen zu müssen. Aufnahmestandpunkt: Clocher de Macle, 2780 m
Trasse des Funitel Jig-backs Marmottes 3 (Bj 2004, DM, 291 Hm, 788 m lang, 1056 p/h), an diesem Tag außer Betrieb
Trasse des Funitel Jig-backs Marmottes 3 (Bj 2004, DM, 291 Hm, 788 m lang, 1056 p/h), an diesem Tag außer Betrieb
Talstationen der 4-SB Fontbelle (hinten) und die neue 6-KSB Romains. Zwei sehr wichtige Lifte für Anfänger und Skikurse. Zusammen lockere 5650 p/h.
Talstationen der 4-SB Fontbelle (hinten) und die neue 6-KSB Romains. Zwei sehr wichtige Lifte für Anfänger und Skikurse. Zusammen lockere 5650 p/h.
Der ideale Skiberg Signal, 2112 m mit dem Stade de Slalom (links), dem Trippel-SLten, der 4-SB und weiteren Abfahrten. Kein Wunder, dass der Berg die 4000 p/h mühelos verträgt. Man sieht auch, dass es oben wirklich ordentlich steil ist. Leider nur 252 Hm
Der ideale Skiberg Signal, 2112 m mit dem Stade de Slalom (links), dem Trippel-SLten, der 4-SB und weiteren Abfahrten. Kein Wunder, dass der Berg die 4000 p/h mühelos verträgt. Man sieht auch, dass es oben wirklich ordentlich steil ist. Leider nur 252 Hm
Talstation 6-EUB Marmottes 1. Die große Rampe ist ausnahmsweise mal leer. Auffallend, wie hoch die Talstation gebaut wurde.
Talstation 6-EUB Marmottes 1. Die große Rampe ist ausnahmsweise mal leer. Auffallend, wie hoch die Talstation gebaut wurde.
Links die 4-SB Bergers, ein reiner, flacher Dorflift. Man sieht schön die Stützen von 1976 der 6-EUB, sie stammen von der alten Grandes-Rousses-EUB, der Vorgänger-Anlage des DMC
Links die 4-SB Bergers, ein reiner, flacher Dorflift. Man sieht schön die Stützen von 1976 der 6-EUB, sie stammen von der alten Grandes-Rousses-EUB, der Vorgänger-Anlage des DMC
Unten leider wieder neblig. Von links: 4-SB Fontbelle (1994, Poma, 2057 p/h), 6-KSB Romains (2005, Leitner/Poma, 3600 p/h), 6-EUB Marmottes 1 (Poma, 1986, 2160 p/h).
Unten leider wieder neblig. Von links: 4-SB Fontbelle (1994, Poma, 2057 p/h), 6-KSB Romains (2005, Leitner/Poma, 3600 p/h), 6-EUB Marmottes 1 (Poma, 1986, 2160 p/h).
6-EUB Marmottes 1, die flachen Skiwiesen der 1. Etage, hinten der 2112 m hohe Signal, davor Alpe d´Huez
6-EUB Marmottes 1, die flachen Skiwiesen der 1. Etage, hinten der 2112 m hohe Signal, davor Alpe d´Huez
Letzte Markierung der "Canyon" bei der Ausfahrt auf die große Hochalm von Huez. Das große Gebäude gehört zum Bergers-Viertel
Letzte Markierung der "Canyon" bei der Ausfahrt auf die große Hochalm von Huez. Das große Gebäude gehört zum Bergers-Viertel
Meine Wenigkeit im "Canyon", eine übrigens rote Abfahrt. Hier oben noch recht steil, so schmal bleibt es allerdings fast bis ganz unten. Typisch für die 2. Etage, die massiven Felsriegel. Oben die 6-EUB Marmottes 2.
Meine Wenigkeit im "Canyon", eine übrigens rote Abfahrt. Hier oben noch recht steil, so schmal bleibt es allerdings fast bis ganz unten. Typisch für die 2. Etage, die massiven Felsriegel. Oben die 6-EUB Marmottes 2.

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Beitrag von GMD » 02.05.2006 - 22:36

Wahnsinn, einfach nur Wahnsinn!
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Beitrag von k2k » 03.05.2006 - 00:22

Den Text hab ich gelesen, die Bilder müssen wohl bis morgen warten. Dann mehr als nur so ein blöder Satz :wink:
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Beitrag von Emilius3557 » 03.05.2006 - 00:42

Oje, habe gerade gemerkt, dass - wohl wegen "Überlänge" :oops: - der Schluss des Berichtes bislang gefehlt hat:

Eher als in Les Deux Alpes kommt wegen der Vielgestaltigkeit des Reliefs Skischaukelfeeling auf, wenn man z.B. alle Orte von Auris bis Vaujany an einem Tag abklappert, mit „Sarenne“ dazwischen. Wegen der großen Höhendifferenzen sitzt man vom Tal zum Gipfel auch ganz ordentlich im Lift, hat dann jedoch auch umso längere Abfahrten vor sich.

Ich bin gefragt worden, ob denn nun Grandes Rousses oder Les Deux Alpes besser seien. Darauf kann ich keine erfüllende Antwort geben, sondern nur auf die jeweils genannten Pro- und Contra-Argumente verweisen. Ich finde jedoch, dass sich beide domaines sehr gut ergänzen und würde mich deshalb über eine Seilbahnverbindung beider Gebiete à la 3-S/Saukasergraben freuen, habe mal gemessen, eine solche Bahn zwischen Auris und der DSB Bons in L2A wäre zwischen 4,5 und 5 km lang, also sowohl technisch machbar, als auch skitechnisch vertretbar (ca. 10 min Fahrtdauer, im Vergleich zu 45 min mit Bus/Auto). Es gibt aber wohl keine konkreten Planungen oder auch nur Gedanken an ein solches Projekt, leider. In der Zwischenzeit kann man sich mit einem Gebietswechsel via Auto oder Skibus behelfen, da die Skipässe ja bekanntlich jeweils zwei Tage beim Partner-Gebiet gelten. Da die Grandes Rousses insgesamt schon größer sind, würde ich für die 4 Tage AdH empfehlen, den 4. Tag kann man ja als Kompromiss für La Grave einplanen, falls man nicht nach Serre-Chevalier fahren möchte.[/u]

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!

Beitrag von zauchi » 03.05.2006 - 14:40

toller bericht... und wahnsinns bilder, vor allem die letzten!

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Beitrag von Emilius3557 » 03.05.2006 - 18:41

4. Tag: 7. März 2006, 3. Skitag, Alpe d´Huez II

Geöffnet:

alle Anlagen außer der 4-SB Glacier (muss ausgegraben werden), 80-PB Pic Blanc erst ab 10.45 Uhr

Wartezeiten:

5 min an der Mittelstation d. 4-KSB Alpauris in Richtung AdH
5 min DMC Grandes Rousses 1 (Stehplätze werden nicht vollständig ausgenutzt)
5-10 min an der 6-EUB Marmottes 1
10-15 min an der 80-PB Pic Blanc (2-3 Kabinen)

Schnee:

Am Pic Blanc stark verblasen, am „Tunnel“ etwas gepresster Pulver/Tiefschnee, „Sarenne“ mit Pulver von oben bis unten, im Mittelteil aber 3-5 Steine gesehen. „Charbonnière“ fast unverspurt, etwas gepresst, teilweise Lawinenkegel

Wetter:

sehr gut, morgens einige Wolkenschwaden, lösen sich auf, nachmittags von Westen her Wetterverschlechterung, Sicht aber gut. Auf den Gipfeln nach wie vor starker Wind mit Sturmböen.

Skitagbeginn: 9.10 Uhr, wollten egtl mit der Alpette-EUB starten, laufen hinauf, leider ist sie für mindestens eine Stunde außer Betrieb! (kein Schild, nichts)

- 12-EUB Poutran I+II (744 Hm). 2-3 min Warten wegen Stillstand
- 25-DMC Grandes Rousses II (510 Hm). 1 min Fußmarsch um die Mittelstation, die Gondeln kommen von unten nur auf den Sitzplätzen belegt. Die PB Pic Blanc fährt – aber ohne Passagiere. Um 10.30 Uhr macht sie vielleicht auf.
- Abfahrt „Chamois“, oben buckelig, sind nicht warm, unten gut gewalzt, egtl schöne Abfahrt, flott
- Abfahrt „1er Trocon“, herrliches Speed-Carving-Terrain
- SL Lac Blanc (264 Hm), dabei einige Photos
- „Agneaux“ zu Bergers, nicht so toll gewalzt für die frühe Stunde.
- 6-KSB Romains (211 Hm), schaufelt ordentlich weg, sehr bequeme Sitze (an der Marmottes-EUB mal wieder Stau)
- „Verbindungsabfahrt“ und „Lac Blanc“ wieder zum Rond Point, sehr flüssig, kein Schieben, ideales Anfängerterrain
- 25-DMC Grandes Rousses I+II (244 + 510 = 754 Hm). Obwohl die Treppe voll von Leuten ist, geht es flott voran, das Kriterium ist, wie voll die Gondeln belegt werden. Pic Blanc-Bahn nun endlich offen, warten 2-3 Gondeln ab, max. 15 min Warten, geht flott voran. Anscheinend wissen viele Leute, dass sie dort oben nichts verloren haben.
- 80-PB Pic Blanc (696 Hm): hat 1 Trag- und 2 Zugseile (!), noch nie gesehen, oben toll exponiertes Trassé auf den höchsten Punkt hinauf. Atemberaubende Exposition. Auf der Aussichtsterrasse starker Sturm, Blick auf die Meije und die Aiguilles des Arves, nach Norden auf die Vorberge des Vercors und der Chartreuse.
- „Sarenne“ bis 4-SB Herpie. Oben den Grat entlang, verblasen, bucklig, starker Sturm, dann Ziehweg und Idealhang auf dem Rest-Gletscher, dann Schuß und kurzer Hang zur 4-SB. Die 4-SB Glacier muss erst betriebsfähig gemacht werden, sehr steile Gipfelpartien.
- 4-SB Herpie (328 Hm). Gemütlich den Sonnenhang hinauf zur Bergstation des Funitel Marmottes 3 auf 3061 m.
- „Herpie“ (blau), talwärts gesehen links herum, also in Richtung 4-SB Glacier, die man nur bei gewalztem Ziehweg erreichen würde. Off-Piste-Schnee sehr wechselhaft wegen der Verfrachtungen.
- „Sarenne“ (ab 4-SB Herpie), der schmale Schlüsselhang (Photo von Miki letztes Jahr), dort erste vereinzelte Steine, dann breiter, hängt ein wenig und dreht sich sehr schön mit immer mittelsteilem Gefälle immer tiefer in die Schlucht hinein, vor allem oben und im Mittelteil immer Blick nach Les Deux Alpes und auf die Meije. Phantastische Landschaft. Keine Eisplatten, Steine nur sehr vereinzelt, unten gar nicht mehr, Ziehweg kann mit Schwung genommen werden und erreicht ohne viel Schieben die verschiedenen Liftstationen, DSB Chalvet steht zunächst.
- 4-KSB Alpauris in Richtung Alpe d´Huez (250 Hm). Von Auris kommen viele volle Sessel, deshalb ca. 5 min warten.
- 6-EUB Marmottes I (525 Hm), viel los, fährt nicht Full-Speed, dank Außenspur aber in 5-10 min durchkommen. Bahn anscheinend überlastet.
- 6-EUB Marmottes II (428 Hm), nichts los!
- Funitel Jig-back Marmottes III (291 Hm), nichts los, fährt halbleer, sehr flott und zügig zum Grat hinauf. Tolle Aussichtsmöglichkeit direkt am Grat mit erregenden Tiefblicken.
- „Christaux“ (talwärts ganz rechts), tolle Tiefschneehänge (schwer zu fahren, aber toll), Trimalchio baut an einem Abschnitt gleich dreimal ab! (wegen ständig wechselnder Schneeverhältnisse), mündet direkt in die
- „Sarenne“ (ab großer Steilhang), gefällt mir bei der zweiten Fahrt noch besser, leider halten einige überforderte Kollegen den ganzen Betrieb auf. Fahre jetzt mit deutlich weniger Pausen und mehr Zug durch die schönen Partien.
- 4-SB Lombards (566 Hm), eine Montaz-Mühle, aber sehr ergiebig. Signal de l´Homme ebenfalls toller Skiberg, wie sein Pendant.
- „Col de Cluy“, die nächste schwarze Abfahrt, die fern jedes Liftes inmitten der Natur verläuft: kurzer Starthang, langer Schuss und dann der Idealhang schlechthin, vielleicht 250 Hm hoch, breit, sehr steil, perfekt gewalzt und griffig, ein Carving-Traum. Dazu nichts los…
- DSB Chalvet (626 Hm). Landschaftlich sicher einer der schönsten Lifte. Über die riesigen, schneeweiß-makellosen Schneeflächen und die
- „Campanules“ zurück nach Alpe d´Huez. An der 6-EUB Marmottes 1-Bahn wieder große Schlange also
- 6-KSB Romains (211 Hm)
- „Verbindung Lac Blanc“
- 25-DMC Grandes Rousses I+II (754 Hm)
- 80-PB Pic Blanc (696 Hm), da «Tunnel » jetzt offen und 4-SB Lac Blanc fährt. Tolle Stimmung mit den anrückenden Wolken und der Nachmittagssonne!
- „Tunnel“: sehr steil an der 4-SB Glacier runterfahren, super Schnee, zum Tunnel-Portal. Enger Tunnel, wenig Schnee, ein paar Steine, 200 Meter lang. Dann der berüchtigte Ausgang. Tatsächlich steil, von den Serpentinen keine Spur, aber guter Schnee, bald leichter, eine zweite Steilstufe ist enger, bucklig und dann flottes hinauslaufen mit einem gutem Carving-Hang zum Lac Blanc. 800 Hm, die es in sich haben!
- 4-SB Lac Blanc (104 Hm). Domi und Ich fahren noch eine Extratour, Pa allein in Richtung Oz.
- „Couloir“ (voll, abgefahren), und „Bld d. Marmottes“ zur
- 6-EUB Marmottes 2 (428 Hm).
- „Combe Charbonnière“. Ein weiteres Highlight dieses Tages. Erst traversierende Einfahrt von der Station, dann Kante und Einfahrt in die gut 500 Hm höhe Combe, nie extrem steil, aber durchgehend gut geneigt, teilweise sehr guter Schnee, hohe Felsmauern im Westen, im Süden freier Blick auf die Meije. Sind völlig allein. Ab der Mine de l´Herpie
- „Mines“, queren aber sehr weit nach Westen und fahren dann direkt den Superhang in die Gorges de Sarenne hinunter. Dank Carving-Technik ein Genuss, schon Schwerstarbeit. Via Ziehweg zur
- 4-KSB Alpauris (250 Hm). Die Marmottes 1-Bahn fährt nicht mehr also
- 4-SB Fontbelle (331 Hm), Poma mit Förderband, bleibt wenigstens nicht stehen, als fixgeklemmter 4er aber dennoch eine unverschämte Krücke, wäre als KSB ideal
- „Poutran“ (mit Variante „Chavannus“) und
- „Olmet“ nach Oz, diesmal auch hart, aber deutlich besser als am So.

Skitagende: 17.10 Uhr

Höhenmeter gemessen: 9874 Hm, errechnet: 8967 Hm
Höchster Punkt Pic Blanc gemessen: 3416 m (90 Hm zu hoch! = massiv fallender Luftdruck, Schlechtwetterfront rückt von Westen heran)

Gefahrene Lifte: 23 (total 58)

Gefallen:

ALLES!

Nicht gefallen:

- zu viele „Versager“ auf der „Sarenne“ (z.B. ein Boarder, der sich im Schußhang vor einem 4 km langen Ziehweg plötzlich vor einem querstellt...)
- fixgeklemmte 4er Lombards und Fontbelle. Vor allem letzterer hätte 1994 echt als KSB gebaut werden müssen.

Anm.: Bilder folgen in den nächsten Tagen
Dateianhänge
Blick von der Bergstation 6-KSB Romains zurück nach Alpe d´Huez. Links das Bergers-Viertel. Man sieht, hier "hängt" der Berg ein wenig. Nach AdH sind es von hier 210 Hm und 1,05 km Liftstrecke, also ideale Anfänger- oder Easy-Going-Neigung
Blick von der Bergstation 6-KSB Romains zurück nach Alpe d´Huez. Links das Bergers-Viertel. Man sieht, hier "hängt" der Berg ein wenig. Nach AdH sind es von hier 210 Hm und 1,05 km Liftstrecke, also ideale Anfänger- oder Easy-Going-Neigung
Blick auf die Marmottes-Achse. In Bildmitte der "Canyon". Im Vordergrund 6-EUB Marmottes 1.
Blick auf die Marmottes-Achse. In Bildmitte der "Canyon". Im Vordergrund 6-EUB Marmottes 1.
Skiwiesen Bergers. Links 4-SB Fontbelle, rechts die neue 6-KSB Romains.
Skiwiesen Bergers. Links 4-SB Fontbelle, rechts die neue 6-KSB Romains.
Totale aus dem SL Lac Blanc
Totale aus dem SL Lac Blanc
Blick in Richtung Col de Poutran mit der Signal-Ostflanke (Piste "Hirondelles" mit den markanten Schneeerzeugern) und dem riesigen Anfänger-Gelände
Blick in Richtung Col de Poutran mit der Signal-Ostflanke (Piste "Hirondelles" mit den markanten Schneeerzeugern) und dem riesigen Anfänger-Gelände
Blick zurück zum Rond point mit den Talstationen, hinten der Signal, links die grüne Abfahrt "Lac Blanc"
Blick zurück zum Rond point mit den Talstationen, hinten der Signal, links die grüne Abfahrt "Lac Blanc"
Blick aus dem SL Lac Blanc hinüber auf die Zucker-Pisten der 1. Etage am DMC
Blick aus dem SL Lac Blanc hinüber auf die Zucker-Pisten der 1. Etage am DMC
Talstation SL Lac Blanc
Talstation SL Lac Blanc
Zoom das DMC hinauf bis zum Pic Blanc
Zoom das DMC hinauf bis zum Pic Blanc
DMC Grandes Rousses 1, Blick bergwärts, links die Trippel-SLte Jeux und die drei riesig breiten Abfahrten des 1er Troncon.
DMC Grandes Rousses 1, Blick bergwärts, links die Trippel-SLte Jeux und die drei riesig breiten Abfahrten des 1er Troncon.
Talstation DMC Grandes Rousses 1 auf 1860 m am Rond Point des Pistes. Hinten der Signal, 2112 m.
Talstation DMC Grandes Rousses 1 auf 1860 m am Rond Point des Pistes. Hinten der Signal, 2112 m.
4-SB Lièvre blanc (1998, GMM, 1,45 km, 1800 p/h). Markant, die Sesselform und die Felsstufen der 2. Etage
4-SB Lièvre blanc (1998, GMM, 1,45 km, 1800 p/h). Markant, die Sesselform und die Felsstufen der 2. Etage
An der Mittelstation des DMC auf 2100 m. In Bildmitte die 4-SB Lièvre blanc, oben die Mittelstation Marmottes auf 2335 m. Dazwischen die Piste "Couloir"
An der Mittelstation des DMC auf 2100 m. In Bildmitte die 4-SB Lièvre blanc, oben die Mittelstation Marmottes auf 2335 m. Dazwischen die Piste "Couloir"
Gesamtansicht des Ortes
Gesamtansicht des Ortes
Zoom die DMC-Trasse hinunter nach Alpe d´Huez. Es ist ganz schön weit, die erste Sektion des DMC ist auch 1,45 km lang!
Zoom die DMC-Trasse hinunter nach Alpe d´Huez. Es ist ganz schön weit, die erste Sektion des DMC ist auch 1,45 km lang!
Blick auf das DMC Grandes Rousses 2 vom ungewalzten Starthang der "Chamois". Unten Alpe d´Huez.
Blick auf das DMC Grandes Rousses 2 vom ungewalzten Starthang der "Chamois". Unten Alpe d´Huez.
Kabine der Pic Blanc-Bahn. Besonderheit: zwei Zugseile, nur ein Tragseil! Hinten die 4-SB Lac Blanc
Kabine der Pic Blanc-Bahn. Besonderheit: zwei Zugseile, nur ein Tragseil! Hinten die 4-SB Lac Blanc
Zoom hinauf. Noch recht nebulös hier oben, also erst mal eine Abfahrt nach unten
Zoom hinauf. Noch recht nebulös hier oben, also erst mal eine Abfahrt nach unten
Blick auf die PB-Trasse zum 3323 m hohen Pic Blanc. Die Bahn im Testbetrieb, nimmt noch keine Gäste mit hinauf
Blick auf die PB-Trasse zum 3323 m hohen Pic Blanc. Die Bahn im Testbetrieb, nimmt noch keine Gäste mit hinauf
Talstation der 80-PB Pic Blanc auf 2610 m. Wozu wohl dieses riesige Portal gut ist?
Talstation der 80-PB Pic Blanc auf 2610 m. Wozu wohl dieses riesige Portal gut ist?


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Beitrag von k2k » 03.05.2006 - 21:41

Beeindruckende Stimmungsbilder. Schön auch die Vielfalt der Lifte - DMC, JigBack-Funitel, große PBs, Doppelzugseil-PB (übrigens wird im FIRM Creissels als Hersteller angegeben). Auch für Technik-Fans offenbar ein interessantes Gebiet - wobei ich das bis auf die Größe der beiden 160PBs wusste. Okay, das mit dem Doppelzugseil war mir auch nicht bekannt :D
Aber dieses Gebiet hab ich glaube ich nicht so falsch eingeschätzt wie die beiden anderen, um an die Gedanken der dortigen Kommentare anzuknüpfen.

Irgendwo habe ich was von einer Verbindung Alpe d'Huez - Les Sybelles gelesen, weiß aber nicht ob diese Pläne wirklich existieren oder ob es sich nur um einen Wunschtraum handelte. Allzu weit auseinander liegt's wohl nicht, von Vaujany/La Villette in Richtung Col de la Croix de Fer könnt schon gehen. Aber beide Gebiete müssen/sollten wohl erst mal ihre eigenen Anlagen etwas aufmöbeln.

Ich glaube Ram muß gelegentlich mal die maximale Posting-Länge anpassen ;-)
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Beitrag von taunussi » 04.05.2006 - 13:33

Marius, ein wirklich beeindruckender und sehr objektiver Bericht von einem meiner Lieblingsskigebiete! Hatte ich auch nicht anders erwartet :wink: . :dankeschoen:
Es gibt sonst eigentlich nichts mehr hinzuzufügen!

@k2k: Sait Sorlin d' Arves spekuliert in der Tat mit einer Verbindung nach AdH (ist auch wirklich machbar!), habe aber auch noch keine konkreteren Pläne in letzter Zeit gesehen.
Grüße aus dem Taunus!

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Beitrag von kaldini » 04.05.2006 - 22:17

Wie ist denn die Steilheit/Schwierigkeit der Tunnel mit eher bekannten Steilhängen (Kitzsteinhorn/Harakiri etc.) zu vergleichen?

Emilius3557
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Beitrag von Emilius3557 » 05.05.2006 - 00:06

Wie ist denn die Steilheit/Schwierigkeit der Tunnel mit eher bekannten Steilhängen (Kitzsteinhorn/Harakiri etc.) zu vergleichen?
Von der "Tunnel" gibts auch noch Bilder.
Aber zu deiner Frage:
Schwierig zu beantworten: der direkte Hang am Kitzsteinhorn ist sehr viel steiler, aber nach meiner Einschätzung nur wenige Tage im Jahr zu befahren. Wenn man den Hang von der Talstation Gletscher-Shuttle aus nehmen würde - da ist die "Tunnel" oben schon steiler.
Die "Harakiri" kenne ich nur von Photos. Mag sein, dass sie ein paar Prozentwerte steiler ist - sie wird aber präpariert (und beschneit?) und das ist der entscheidende Unterschied.
"Tunnel" sind eben 800 Hm von 3320 auf 2520 m ungewalztes Gelände und über große Strecken schon recht steil und wenn die Verhältnisse mal nicht schön sind, was es auch geben soll, ist das in meinen Augen nicht zu unterschätzen, durch die Höhen kommt auch ganz gut außer Atem.
Der Steilhang am Kitz hat es ja in sich, ist aber maximal 100-150 Hm hoch.

Sorry, für diese recht wolkigen Angaben, hoffe es genügt zunächst als Antwort. Vielleicht kann da taunussi als profunder Gebietskenner etwas zu Einschätzung beitragen.

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Beitrag von taunussi » 05.05.2006 - 06:22

Marius hat geschrieben: Sorry, für diese recht wolkigen Angaben, hoffe es genügt zunächst als Antwort. Vielleicht kann da taunussi als profunder Gebietskenner etwas zu Einschätzung beitragen.
:oops: Profunder Gebietskenner? Ist bei mir ja auch schon einige Jahre her, bin aber wirklich lange und oft dagewesen in AdH. Und oft die Tunnel-Piste gefahren, welche meistens ganz passable Verhältnisse bot. Mein Problem, dass ich weder die Pisten am Kitzsteinhorn noch die Harakiri kenne. Marius hat die Tunnel-Piste ja schon sehr gut beschrieben. Der entscheidende Unterschied lag oder liegt noch in der Tatsache, daß eine Präparation de facto nicht stattfindet. Ich habe dort ziemlich hohe Buckel angetroffen, die den Schwierigkeitsgrad in die Höhe trieben. Anfang der 90er war der Einstieg wirklich ein Horror (wurde dann etwas entschärft). Gerade die nicht so erfahrenen Skifahrer sind reihenweise über den halben Hang gerutscht, über die Buckel hinweg, und die Ski fuhren teilweise ohne Fahrer weiter bis nach unten. So steil war es dann schon. Je weiter man nach unten kommt, umso mehr nimmt das Gefälle leicht ab. Wenn ich ein Vergleich mit anderen schwarzen Pisten, die mir jetzt noch so einfallen, geben sollte, dann würde ich die Tunnel-Piste so klassifizieren: Gefälle vielleicht ein wenig geringer als die neue Frommes Extrem in SFL (aber eben nicht präpariert), mehr als z.B. die Suisses in Courchevel, ähnlich wie die Bellecote in La Plagne (im oberen Teil). Es gibt wenige Pisten, die mir jetzt noch etwas Respekt abverlangen, aber die Tunnelpiste gehört für mich sicherlich dazu. Ich hoffe, Marius' Ausführungen hiermit noch etwas ergänzt zu haben...
Grüße aus dem Taunus!

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Beitrag von BlauschneeSäntisälbler » 05.05.2006 - 09:42

Auf jeden Fall waren am 20.4. bis auf die Sarenne alle schwarzen dicht.

Warum eigentlich?


Bestes Wetter, gute nächtliche Abstrahlung, kein Neuschnee!!

Die Sarenne war überfüllt, die Piste ist nur ganz oben kurz schwarz; dann rot und bisle schmal - über die km Angaben kann man nur lächeln die Piste hat maximal ca. 11 km (wenn überhaupt)
Der Ziehweg unten ist doch keine Piste!!

La Grave hat angeblich immer um die 9km und von ganz oben 3500 bis 1400 über CHancel Refuge (16km fast kein Ziehweg)

Wer Ziehwege a la Alpe d Huez mag dem empfehle ich gerne wieder die Abfahrt vom Col du Palet (knapp 2600), Tignes nach Champagny Le Haut (etwas über 1400) ... 25 km ..davon zum Schluß 6-7 km Ziehweg...
(nur mit Ausrüstung und Führer)

oder die Tour di Sana oder durchs Feuersteintal (unter der Refuge Fond de Fours) in Val D Isere gegen Liftschluß mit 2-3 km Ziehweg zurück nach Val D Isere

Feuersteintal wurde das herrliche Tal von uns (an Ostern 1986) getauft (kleine bewirtschaftete Hütte [Feuersteinhütte] im unteren Drittel der Abfahrt)


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Beitrag von Emilius3557 » 06.05.2006 - 02:00

Fortsetzung Bilder 7. März 2006

Langsam nähern wir uns dem Pic Blanc
Dateianhänge
Die Gletscherwelt des Dome de la Lauze wattet sich in Nebelbänke. Links die Bergstation La Grave am Col de Ruillans, 3211 m, rechts die Station Glacier, 3170 m in Les Deux Alpes. Ganz ordentliche Dimensionen, diese Plateauvergletscherung
Die Gletscherwelt des Dome de la Lauze wattet sich in Nebelbänke. Links die Bergstation La Grave am Col de Ruillans, 3211 m, rechts die Station Glacier, 3170 m in Les Deux Alpes. Ganz ordentliche Dimensionen, diese Plateauvergletscherung
Auf dem Pic Blanc stürmt es immer noch zeitweise brutal. Rechts geht die Treppe hinunter zur 4-SB Glacier und zum Direkt-Einstieg zu dessen schwarzem Steilhang
Auf dem Pic Blanc stürmt es immer noch zeitweise brutal. Rechts geht die Treppe hinunter zur 4-SB Glacier und zum Direkt-Einstieg zu dessen schwarzem Steilhang
Zoom nach Les Deux Alpes. Links: die Eiskalotte des Gletschers, rechts der Ort, daneben der Rücken von "Crêtes", in Bildmitte der "Fée"-Sektor
Zoom nach Les Deux Alpes. Links: die Eiskalotte des Gletschers, rechts der Ort, daneben der Rücken von "Crêtes", in Bildmitte der "Fée"-Sektor
La Meije, 3983 m und Le Rateau, 3809 m (v. l.), rechts die weiße Gletscherfläche ist der Glacier de la Girose vom Skigebiet La Grave
La Meije, 3983 m und Le Rateau, 3809 m (v. l.), rechts die weiße Gletscherfläche ist der Glacier de la Girose vom Skigebiet La Grave
Blick nach Süden in Richtung Sarenne. In Bildmitte Les Deux Alpes, ganz rechts außen in der Mitte die Bergstation Funitel Marmottes 3 und 4-SB Herpie. Die ebene, weiße Fläche im unteren Bilddrittel ist der Glacier de Sarenne
Blick nach Süden in Richtung Sarenne. In Bildmitte Les Deux Alpes, ganz rechts außen in der Mitte die Bergstation Funitel Marmottes 3 und 4-SB Herpie. Die ebene, weiße Fläche im unteren Bilddrittel ist der Glacier de Sarenne
Gebäude der Bergstation mit Solar-Panel
Gebäude der Bergstation mit Solar-Panel
Man sieht direkt ins 2600 m tiefer liegende Romanche-Tal hinunter. Unten die weiße Kuppe, das ist der Dôme de Petits Rousses, darüber der 2986 m Pic de Belledonne, höchster Punkt dieser vorgelagerten Kette. Man sieht, wie extrem eingeschnitten das Romanch
Man sieht direkt ins 2600 m tiefer liegende Romanche-Tal hinunter. Unten die weiße Kuppe, das ist der Dôme de Petits Rousses, darüber der 2986 m Pic de Belledonne, höchster Punkt dieser vorgelagerten Kette. Man sieht, wie extrem eingeschnitten das Romanch
Die Kabine entschwebt talwärts
Die Kabine entschwebt talwärts
Einfahrt der PB in die Bergstation auf 3323 m
Einfahrt der PB in die Bergstation auf 3323 m
Zoom die PB-Trasse hinunter. Man sieht deutlich die 4-SB Lac Blanc, den kurzen Rückbringer zur PB-Talstation
Zoom die PB-Trasse hinunter. Man sieht deutlich die 4-SB Lac Blanc, den kurzen Rückbringer zur PB-Talstation
Blick die luftige PB-Trasse nach unten zur PB-Talstation auf 2610 m. In Bildmitte verläuft etwa die "Tunnel"-Abfahrt
Blick die luftige PB-Trasse nach unten zur PB-Talstation auf 2610 m. In Bildmitte verläuft etwa die "Tunnel"-Abfahrt
Alpe d´Huez im Zoom: von links: 4-SB Fontbelle, SL Lac Blanc, DMC Sektion 1
Alpe d´Huez im Zoom: von links: 4-SB Fontbelle, SL Lac Blanc, DMC Sektion 1
Auf dem 3323 m hohen Pic Blanc. Blick nach Alpe d´Huez (1860 m), dahinter schweift der Blick über zwei-drei vorgelagerte Bergketten nach Südwesten
Auf dem 3323 m hohen Pic Blanc. Blick nach Alpe d´Huez (1860 m), dahinter schweift der Blick über zwei-drei vorgelagerte Bergketten nach Südwesten
PB Pic Blanc im Zoom. 2131 m lang, 698 Hm, 1015 p/h
PB Pic Blanc im Zoom. 2131 m lang, 698 Hm, 1015 p/h
Jetzt ist die Sicht viel besser - und hier nähert sich unsere Kabine, die uns endlich auf den 3323 m hohen Kulminationspunkt des Grandes Rousses-Skigebiets bringen wird!
Jetzt ist die Sicht viel besser - und hier nähert sich unsere Kabine, die uns endlich auf den 3323 m hohen Kulminationspunkt des Grandes Rousses-Skigebiets bringen wird!
Im Wartebereich der 80-PB Pic Blanc (letzter Umbau 1981). Wozu die vielen Kräne, Flaschenzüge etc. alle gut sind?
Im Wartebereich der 80-PB Pic Blanc (letzter Umbau 1981). Wozu die vielen Kräne, Flaschenzüge etc. alle gut sind?
Talstation DMC Grandes Rousses 1. Die komplette Beschleunigungs- u. Kuppelstrecke steht aufgeständert. Ganz schön lange Station, wie ich finde
Talstation DMC Grandes Rousses 1. Die komplette Beschleunigungs- u. Kuppelstrecke steht aufgeständert. Ganz schön lange Station, wie ich finde
DMC Grandes Rousses 1 und Trippel-SLte Jeux. Pistenfläche ohne Ende. Die DMC-Stützen hier sind deutlich diskreter als die Undinger drüben in Deux Alpes. Sind auch ein Jahr jünger
DMC Grandes Rousses 1 und Trippel-SLte Jeux. Pistenfläche ohne Ende. Die DMC-Stützen hier sind deutlich diskreter als die Undinger drüben in Deux Alpes. Sind auch ein Jahr jünger
Zoom entlang der 6-KSB Trasse. Man sieht, es "hängt" ein wenig, vor allem im oberen Abschnitt
Zoom entlang der 6-KSB Trasse. Man sieht, es "hängt" ein wenig, vor allem im oberen Abschnitt
6-KSB Romains (Leitner/Poma, 2005, 3600 p/h, 211 Hm, 1050 m lang) Bergstation
6-KSB Romains (Leitner/Poma, 2005, 3600 p/h, 211 Hm, 1050 m lang) Bergstation

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Beitrag von Emilius3557 » 06.05.2006 - 16:21

Fortsetzung 7. März 2006

Jetzt befahren wir die "Sarenne"!
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Direkt unterhalb der 4-SB Herpie verläuft die blaue "Christallière"
Direkt unterhalb der 4-SB Herpie verläuft die blaue "Christallière"
In der 4-SB Herpie (Bj 2002, Poma, 993 m, 328 Hm, 2000 p/h). Gemütlicher Sonnenhang.
In der 4-SB Herpie (Bj 2002, Poma, 993 m, 328 Hm, 2000 p/h). Gemütlicher Sonnenhang.
Eindrucksvoller Blick aus der 4-SB Herpie auf den 3323 m hohen Pic Blanc mit PB und 4-SB Glacier.
Eindrucksvoller Blick aus der 4-SB Herpie auf den 3323 m hohen Pic Blanc mit PB und 4-SB Glacier.
Aus der 4-SB Herpie. Unten die "Sarenne", in Bildmitte die "Chateau noir", die hier erst "abkippt" (nach rechts), und also deutlich höher verläuft. Wie man sieht, extrem felsiges Gelände.
Aus der 4-SB Herpie. Unten die "Sarenne", in Bildmitte die "Chateau noir", die hier erst "abkippt" (nach rechts), und also deutlich höher verläuft. Wie man sieht, extrem felsiges Gelände.
Die Talstation 4-SB Herpie auf 2733 m. Die "Sarenne" führt hier entweder an der 4-SB vorbei oder durch das kurze, ungewalzte Canalone links. Im Hintergrund Les Deux Alpes.
Die Talstation 4-SB Herpie auf 2733 m. Die "Sarenne" führt hier entweder an der 4-SB vorbei oder durch das kurze, ungewalzte Canalone links. Im Hintergrund Les Deux Alpes.
Typische "Sarenne"-Situation. Eines der poste de secours-Häuschen, eine Gruppe blockiert die nicht breite Piste an einem der vielen Absätze und Hangkanten, die zum Bremsen und Halten verlocken
Typische "Sarenne"-Situation. Eines der poste de secours-Häuschen, eine Gruppe blockiert die nicht breite Piste an einem der vielen Absätze und Hangkanten, die zum Bremsen und Halten verlocken
Unterhalb des Gletschers geht es nicht sonderlich steil in Richtung Talstation 4-SB Herpie.
Unterhalb des Gletschers geht es nicht sonderlich steil in Richtung Talstation 4-SB Herpie.
Das flache Gletscherfeld überwindet man entweder weit links direkt mit Tiefschnee-Gehopse oder eher rechts mit saftigem Schuss. Man sieht, dass eine Pistenverbindung Marmottes 3 (oben) zur 4-SB Glacier bei entsprechender Präparierung möglich wäre.
Das flache Gletscherfeld überwindet man entweder weit links direkt mit Tiefschnee-Gehopse oder eher rechts mit saftigem Schuss. Man sieht, dass eine Pistenverbindung Marmottes 3 (oben) zur 4-SB Glacier bei entsprechender Präparierung möglich wäre.
Blick vom Gletscher auf die 4-SB Glacier (Bj 2001, 960 m, 368 Hm, 1600 p/h, Poma) und den Pic Blanc. Für Sommerski wirklich sehr steiles Gelände. Etwa auf der Hälfte des Hanges das Tunnel-Portal.
Blick vom Gletscher auf die 4-SB Glacier (Bj 2001, 960 m, 368 Hm, 1600 p/h, Poma) und den Pic Blanc. Für Sommerski wirklich sehr steiles Gelände. Etwa auf der Hälfte des Hanges das Tunnel-Portal.
Blick zur 4-SB Glacier, die definitiv im eisfreien Bereich situiert ist. Darunter ist kurioserweise der Rest des Eisfeldes.
Blick zur 4-SB Glacier, die definitiv im eisfreien Bereich situiert ist. Darunter ist kurioserweise der Rest des Eisfeldes.
Pic Blanc von Südosten in der Totale. Ganz rechts sieht man die Ziehwegpassage vom breiteren Südost-Rücken zum Gletscherrand.
Pic Blanc von Südosten in der Totale. Ganz rechts sieht man die Ziehwegpassage vom breiteren Südost-Rücken zum Gletscherrand.
Blick hinauf zum 3323 m hohen Pic Blanc. Rechts die Hauptabfahrt am Südost-Rücken, darunter die beiden Abzweigungen in Richtung "Tunnel" bzw. zu den direkten Hängen an der 4-SB
Blick hinauf zum 3323 m hohen Pic Blanc. Rechts die Hauptabfahrt am Südost-Rücken, darunter die beiden Abzweigungen in Richtung "Tunnel" bzw. zu den direkten Hängen an der 4-SB
Herrlicher Tiefschnee auf dem Glacier de Sarenne, ideale Wedel-Neigung, dankenswerterweise nur ganz links ein paar gewalzte Spuren.
Herrlicher Tiefschnee auf dem Glacier de Sarenne, ideale Wedel-Neigung, dankenswerterweise nur ganz links ein paar gewalzte Spuren.
Am oberen Rand des Eisfeldes. Hinten die Spur zur "Chateau noir". Nach rechts geht es in idealer Gletscherneigung (Nordhang!) zur "Sarenne".
Am oberen Rand des Eisfeldes. Hinten die Spur zur "Chateau noir". Nach rechts geht es in idealer Gletscherneigung (Nordhang!) zur "Sarenne".
Eindruck der weite dieses Südkessels. Vorne die 4-SB Glacier, links hinten die 4-SB Herpie. Die Abfahrt "Herpie" führt in Bildmitte (sichtbar, gewalzt) auf den Gletscher und stellt die Verbindung zur Gipfel-Bahn her. Wir stehen immer noch am Süd
Eindruck der weite dieses Südkessels. Vorne die 4-SB Glacier, links hinten die 4-SB Herpie. Die Abfahrt "Herpie" führt in Bildmitte (sichtbar, gewalzt) auf den Gletscher und stellt die Verbindung zur Gipfel-Bahn her. Wir stehen immer noch am Süd
Das sind doch Aussichten! Schwarz, schwarz, schwarz oder schwarz?! Etwa 3200 m, Abzweigung am Pic Blanc Südost-Rücken
Das sind doch Aussichten! Schwarz, schwarz, schwarz oder schwarz?! Etwa 3200 m, Abzweigung am Pic Blanc Südost-Rücken
Am Südostrücken des Pic Blanc. Schöner Blick nach Osten auf die 3514 m hohen Aiguilles d´Arves.
Am Südostrücken des Pic Blanc. Schöner Blick nach Osten auf die 3514 m hohen Aiguilles d´Arves.
Das Bild 66 war bei Sturmpause. Ansonsten sah es so aus!
Das Bild 66 war bei Sturmpause. Ansonsten sah es so aus!
Der erste, doch ziemlich steile Hang am Pic Blanc Südostgrat: abgefahren, brutal verblasen, starker Sturm! Links die 4-SB Glacier.
Der erste, doch ziemlich steile Hang am Pic Blanc Südostgrat: abgefahren, brutal verblasen, starker Sturm! Links die 4-SB Glacier.
Blick vom Pic Blanc entlang der 4-SB Glacier. In Bildmitte links die vielen Spuren der "Sarenne", darüber links die Spuren zur "Chateau noir". Links die 4-SB Herpie, darunter die "Herpie" zur 4-SB Glacier. Etwa in der Mitte d
Blick vom Pic Blanc entlang der 4-SB Glacier. In Bildmitte links die vielen Spuren der "Sarenne", darüber links die Spuren zur "Chateau noir". Links die 4-SB Herpie, darunter die "Herpie" zur 4-SB Glacier. Etwa in der Mitte d

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Beitrag von Emilius3557 » 06.05.2006 - 16:49

Fortsetzung 7. März 2006

Nach der Wiederholungsfahrt an der 4-SB Herpie gehts nun ganz hinunter bis in die Sarenne-Schluchten.

Dann geht es wieder hinauf mit der Marmottes-Liftkette
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Aus der Marmottes 2-Bahn hat einen beeindruckenden Blick auf den "Canyon", in dem die gleichnamige Abfahrt vom 1. Tag verläuft
Aus der Marmottes 2-Bahn hat einen beeindruckenden Blick auf den "Canyon", in dem die gleichnamige Abfahrt vom 1. Tag verläuft
Ordentlich steil zieht die 6-EUB Marmottes 2 hinauf zum 2780 m hohen Clocher de Macle
Ordentlich steil zieht die 6-EUB Marmottes 2 hinauf zum 2780 m hohen Clocher de Macle
In der 6-EUB Marmottes 2, Blick zur Marmottes-Mittelstation auf 2335 m mit dem Gondelbahnhof
In der 6-EUB Marmottes 2, Blick zur Marmottes-Mittelstation auf 2335 m mit dem Gondelbahnhof
Auf einem Blick: oben Pic Blanc, 3323 m, links Bergstation DMC, 2610 m, Bildmitte Bergstation Marmottes 1, 2335 m, ganz rechts Clocher de Macle, 2780 m
Auf einem Blick: oben Pic Blanc, 3323 m, links Bergstation DMC, 2610 m, Bildmitte Bergstation Marmottes 1, 2335 m, ganz rechts Clocher de Macle, 2780 m
An der Talstation Bergers, 1806 m. Rechts die DSB Romains (Dorflift), in der Bildmitte die 2,3 km lange 6-EUB Marmottes 1 (525 Hm).
An der Talstation Bergers, 1806 m. Rechts die DSB Romains (Dorflift), in der Bildmitte die 2,3 km lange 6-EUB Marmottes 1 (525 Hm).
Die 4-KSB Alpauris bringt einen rasant aus den Schluchten wieder hinauf direkt zum Bergers-Viertel von Alpe d´Huez
Die 4-KSB Alpauris bringt einen rasant aus den Schluchten wieder hinauf direkt zum Bergers-Viertel von Alpe d´Huez
Mit der 4-SB Lombards (1985, GMM, 1,375 km, 566 Hm, 1600 p/h) geht es hinauf auf den Signal de l´Homme, 2176 m und nach Auris-en-Oisans
Mit der 4-SB Lombards (1985, GMM, 1,375 km, 566 Hm, 1600 p/h) geht es hinauf auf den Signal de l´Homme, 2176 m und nach Auris-en-Oisans
Blick nach Westen in Richtung Schluchtausgang
Blick nach Westen in Richtung Schluchtausgang
Blick nach Osten in die Schlucht und auf den Ziehweg
Blick nach Osten in die Schlucht und auf den Ziehweg
In der Sarenne-Schlucht am Restaurant, hinten zieht die DSB Chalvet hinaus aus der Schlucht in Richtung Alpe d´Huez
In der Sarenne-Schlucht am Restaurant, hinten zieht die DSB Chalvet hinaus aus der Schlucht in Richtung Alpe d´Huez
Am Beginn des letzten Hangs, in Bildmitte sieht man die Brücke über den Bach, ab hier beginnt der 4 km lange Ziehweg. Also heißt es hier richtig mit Schmackes reinblochen!
Am Beginn des letzten Hangs, in Bildmitte sieht man die Brücke über den Bach, ab hier beginnt der 4 km lange Ziehweg. Also heißt es hier richtig mit Schmackes reinblochen!
Durch einen Canalone-ähnlichen Felseinschnitt geht es weiter
Durch einen Canalone-ähnlichen Felseinschnitt geht es weiter
Lange, wunderbare mittelsteile, flotte Hänge, unten dreht die Abfahrt wieder mal nach links und windet sich weiter das riesige Kar nach unten
Lange, wunderbare mittelsteile, flotte Hänge, unten dreht die Abfahrt wieder mal nach links und windet sich weiter das riesige Kar nach unten
Auch die Meije zeigt sich im Osten
Auch die Meije zeigt sich im Osten
Typische Szene auf der "Sarenne". Herrliche Landschaft, einiges los (aber doch noch nicht überfüllt), schönes Gefälle, interessante Trassierung
Typische Szene auf der "Sarenne". Herrliche Landschaft, einiges los (aber doch noch nicht überfüllt), schönes Gefälle, interessante Trassierung
In diesem Bereich macht die Abfahrt die erste einer Reihe sehr schön trassierter Kurven, hier ist es auch wieder deutlich breiter
In diesem Bereich macht die Abfahrt die erste einer Reihe sehr schön trassierter Kurven, hier ist es auch wieder deutlich breiter
Die ganze Zeit hat man einen schönen Ausblick auf die Plateaugletscher von Les Deux Alpes
Die ganze Zeit hat man einen schönen Ausblick auf die Plateaugletscher von Les Deux Alpes
In Bildmitte beim Felseinschnitt der große Steilhang (auch wenn es so nicht aussieht), hier sehr schmal, die Abfahrt. In diesem Bereich höbgt die Abfahrt, was man auch am Off-Pisten-Gelände sieht
In Bildmitte beim Felseinschnitt der große Steilhang (auch wenn es so nicht aussieht), hier sehr schmal, die Abfahrt. In diesem Bereich höbgt die Abfahrt, was man auch am Off-Pisten-Gelände sieht
Ganz links unten kann man die Einfahrt in die Schlucht erahnen, dazwischen windet sich die Abfahrt im schönsten Abschnitt Kurve um Kurve hinunter
Ganz links unten kann man die Einfahrt in die Schlucht erahnen, dazwischen windet sich die Abfahrt im schönsten Abschnitt Kurve um Kurve hinunter
Ein gutes Stück unterhalb des großen Steilhangs stehen wir ein wenig entfernt von der Piste im ungewalzten Gelände
Ein gutes Stück unterhalb des großen Steilhangs stehen wir ein wenig entfernt von der Piste im ungewalzten Gelände

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Beitrag von Emilius3557 » 06.05.2006 - 16:58

Fortsetzung 7.März 2006

Über die Marmottes-Bahnen geht es hinauf bis auf 3060 m am Crête de l´Herpie und über "Christaux" und "Sarenne" hinunter, dann weiter auf den Signal de l´Homme in Auris und über die "Col de Cluy" wieder in die Schlucht.
Dateianhänge
Totale: Links der "Canyon", rechts die 6-EUB Marmottes 2, hinten Alpe d´Huez
Totale: Links der "Canyon", rechts die 6-EUB Marmottes 2, hinten Alpe d´Huez
Drei Zinnen in Frankreich? Les Aiguilles d´Arves! Sieht man vom Cime de Caron übrigens auch sehr schön.
Drei Zinnen in Frankreich? Les Aiguilles d´Arves! Sieht man vom Cime de Caron übrigens auch sehr schön.
Talstation 4-SB Lombards. GMM. Eine der ältesten 4-SBs mit Bj 1985
Talstation 4-SB Lombards. GMM. Eine der ältesten 4-SBs mit Bj 1985
4-SB Lombards. Links die blaue "Lys"
4-SB Lombards. Links die blaue "Lys"
Restaurants gibts auch, hier z.B. in den Gorges de Sarenne, dahinter DSB Chalvet.
Restaurants gibts auch, hier z.B. in den Gorges de Sarenne, dahinter DSB Chalvet.
Wedeln auf Pisten! Wo gibts das sonst noch? Abfahrt "Cristaux" in Alpe d´Huez
Wedeln auf Pisten! Wo gibts das sonst noch? Abfahrt "Cristaux" in Alpe d´Huez
Die "Cristaux" zieht in einem weiten Bogen vom Funitel zur "Sarenne" hinunter. Nicht viel befahren, das sind unsere mühsamen Wedelspuren da oben
Die "Cristaux" zieht in einem weiten Bogen vom Funitel zur "Sarenne" hinunter. Nicht viel befahren, das sind unsere mühsamen Wedelspuren da oben
Abfahrt "Cristaux". Vom Gefälle sicher nicht schwarz, wohl aber nicht allzu oft gewalzt, auch heute nicht. Anspruchsvoll zu fahren, sehr abrupt wechselnde Schneebedingungen...
Abfahrt "Cristaux". Vom Gefälle sicher nicht schwarz, wohl aber nicht allzu oft gewalzt, auch heute nicht. Anspruchsvoll zu fahren, sehr abrupt wechselnde Schneebedingungen...
La Meije und Le Rateau in ihrer vollen Pracht!
La Meije und Le Rateau in ihrer vollen Pracht!
Zoom zur DMC-Bergstation und Pic Blanc-PB Talstation auf 2610 m. Hinten der Sonnenhang des Vallée d´Olle.
Zoom zur DMC-Bergstation und Pic Blanc-PB Talstation auf 2610 m. Hinten der Sonnenhang des Vallée d´Olle.
Stationseinfahrt Funitel Jig-back Marmottes 3. Hinten die Bergstation 160-PB Alpette-Rousses, nur 250 Hm niedriger.
Stationseinfahrt Funitel Jig-back Marmottes 3. Hinten die Bergstation 160-PB Alpette-Rousses, nur 250 Hm niedriger.
Direkter Blick auf die gesamte Marmottes-Liftkette, hinten die Chartreuse (in zweiter Reihe)
Direkter Blick auf die gesamte Marmottes-Liftkette, hinten die Chartreuse (in zweiter Reihe)
2300 Hm Tiefblick ins Romanche-Tal. Unten die DMC-Bergstation. Rechts Belledonne-Kette, im Hintergrund die Chartreuse (Kalkmassiv!). Das Warnschild sollte man hier besser beherzigen!
2300 Hm Tiefblick ins Romanche-Tal. Unten die DMC-Bergstation. Rechts Belledonne-Kette, im Hintergrund die Chartreuse (Kalkmassiv!). Das Warnschild sollte man hier besser beherzigen!
Bergstation PB Pic Blanc und Kabine. Hier wird das Expositionsgefühl in meinen Augen sehr deutlich greifbar.
Bergstation PB Pic Blanc und Kabine. Hier wird das Expositionsgefühl in meinen Augen sehr deutlich greifbar.
Leider unscharf... Bergstationen Funitel Jig-back Marmottes 3 und 4-SB Herpie auf 3061 m, hinten Bergstation Pic Blanc auf 3323 m
Leider unscharf... Bergstationen Funitel Jig-back Marmottes 3 und 4-SB Herpie auf 3061 m, hinten Bergstation Pic Blanc auf 3323 m
Auch von Marmottes 3 hat man eine herrliche Aussicht hinüber nach Les Deux Alpes und das Ecrins-Massiv
Auch von Marmottes 3 hat man eine herrliche Aussicht hinüber nach Les Deux Alpes und das Ecrins-Massiv
Blick von oben auf die gesamte Trasse des Funitel Jig-back Marmottes 3 (788 m, 291 Hm, 1056 p/h, DM, 2004)
Blick von oben auf die gesamte Trasse des Funitel Jig-back Marmottes 3 (788 m, 291 Hm, 1056 p/h, DM, 2004)
Stationsausfahrt der zwei 33er-Kabinen. Das Ding zischt ruhig und flott wie ein Fahrstuhl nach oben. Für solch kurze Entfernungen wirklich sehr geeignet.
Stationsausfahrt der zwei 33er-Kabinen. Das Ding zischt ruhig und flott wie ein Fahrstuhl nach oben. Für solch kurze Entfernungen wirklich sehr geeignet.
Tiefblick von 3061 m zum Lac Blanc (links), der 4-SB, der DMC-Bergstation und der Piste "Dôme" (Ziehweg von rechts), "Belvédère" (oben am Kamm)
Tiefblick von 3061 m zum Lac Blanc (links), der 4-SB, der DMC-Bergstation und der Piste "Dôme" (Ziehweg von rechts), "Belvédère" (oben am Kamm)
In der Bergstation des Funitel Jig-back Marmottes 3. Sehr flotte Bahn, hier nur eine Kabine voll, an der 6-EUB 2 schon nichts los, nur an der 1. Sektion full house - so soll es sein!
In der Bergstation des Funitel Jig-back Marmottes 3. Sehr flotte Bahn, hier nur eine Kabine voll, an der 6-EUB 2 schon nichts los, nur an der 1. Sektion full house - so soll es sein!
Zuletzt geändert von Emilius3557 am 08.05.2006 - 00:19, insgesamt 2-mal geändert.

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Beitrag von Chasseral » 07.05.2006 - 00:35

Wieder mal faszinierend, aber ich konnte noch nicht alles lesen.

Im Vergleich zwischen den Berichten Grandes Rousses und L2A fällt es in der Tat schwer, einen Vergleich anzustellen. Objektiv gesehen spricht einiges für Grandes Rousses: Viele Talorte, dadurch mehr Variabilität, interessante Bahnen und vor allem ein monumentaler Gipfel als höchsten Punkt - sowas liebe ich besonders. Subjektiv fasziniert mich L2A trotzdem genausosehr mit seinem gigantischen Bergrücken, den schwarzen Pisten unten, den grossen Gletscherkuppen und der fast schon unheimlich anmutenen "Skischaukel" nach La Grave. Beides sehr fazinierend, aber ich frage mich, was Walter Pause heute über den Erschliessungsboom schreiben würde, der vor allem die Grandes Rousses erfasst hat.

Hier begeistern mich von der Beschreibung her vor allem die Pisten Tunnel und Sarenne.

Eine Frage habe ich noch: Wäre das Jig-back-Funitel eigentlich notwendig gewesen? Werden so nicht zu viele Leute in den Gipfelbereich des Pic du Lac Blanc gebracht?

@PB mit 1 Tragseil und 2 Zugseilen: Das gibts schon machmal. Die PB-70 Prodains-Avoriaz weist definitiv auch diese Bauart auf und die PB-45 Eibsee-Zugspitze meines Wissens auch. Letztere ist PHB und die in Avoriaz könnte auch PHB sein. Die Konstruktion mit 2 Zugseilen hat Heckel in die PHB-Ehe eingebracht; sowohl Heckel als auch dann PHB waren in Frankreich durchaus aktiv (Chamonix, Tignes, etc.) Auch die Heckel-Umlaufbahn am Schauinsland hat 1 Tragseil und 2 Zugseile.

Ich hoffe, dass ich mal 3 Stunden Zeit finde, um diesen Bericht komplett zu lesen.
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Beitrag von Emilius3557 » 07.05.2006 - 00:47

Wäre das Jig-back-Funitel eigentlich notwendig gewesen? Werden so nicht zu viele Leute in den Gipfelbereich des Pic du Lac Blanc gebracht?
Hmm, schwierig zu beantworten: in den Gipfelbereich, nein, auf die heutige "Sarenne" (schmal, nicht beschneit) fast ja.
Da die Verbindung zur 4-SB Glacier nicht wahnsinnig günstig ist und die 4-SB auch nicht wahnsinnig häufig offen ist, fährt wohl fast jeder, der direkt auf den Pic Blanc will mit der PB hinauf.
Da die PB Pic Blanc derart häufig geschlossen ist und auch nur 1000 p/h befördert halte ich den Bau einer 2. Zubringerachse schon für sinnvoll. Zumal nur so die 6-EUB Marmottes 2 Sinn macht.

@blauschnee:
Auf jeden Fall waren am 20.4. bis auf die Sarenne alle schwarzen dicht.
Warum eigentlich?
Bestes Wetter, gute nächtliche Abstrahlung, kein Neuschnee!!
Die Sarenne war überfüllt, die Piste ist nur ganz oben kurz schwarz; dann rot und bisle schmal - über die km Angaben kann man nur lächeln die Piste hat maximal ca. 11 km (wenn überhaupt)
Der Ziehweg unten ist doch keine Piste!!
Warum die Schwarzen Abfahrten geschlossen sind kann ich auch nicht sagen, aber wie gesagt: Abfahrten wie die "Charbonnière" sind prinzipiell immer geschlossen, da sollte man nicht drauf warten, wann es da ein offizielles "grün" gibt - man muss es selbst beurteilen und dann fahren, oder eben nicht.
Bei der "Tunnel" ist es etwas anders - wenn die 4-SB Lac Blanc nicht fährt oder das Portal zu ist, kann dort kaum fahren. Aber ohne Grund werden die dort IMHO nicht dicht machen.


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