Gaschney & Schnepfenried (Elsass/Vogesen) 24. Januar 2016

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Harzwinter
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Gaschney & Schnepfenried (Elsass/Vogesen) 24. Januar 2016

Beitrag von Harzwinter » 27.01.2016 - 14:53

Gaschney & Schnepfenried (Elsass/Vogesen) 24. Januar 2016

Anfahrt: Ettlingen - A5 - Offenburg - D1083 - Schlettstadt - A35 - Colmar - Münster - Sondernach in 1:55 h. Transfer Gaschney - Schnepfenried ca. 0:20 h.
Wetter: Interessantes Tiefdruckwetter mit vielfältigen Wolkenbildern, Sonne, Schauerfront und Sturm auf den Vogesengipfeln, +5°C.
Schnee: 50-90 cm feuchter Altschnee, sehr gut zu fahren
Anlagen in Betrieb: Alle, d.h. 3 Stangenschlepper in Gaschney und 5 Stangenschlepper/1 Tellerlift in Schnepfenried.
Wartezeit: Gaschney 0-2 min, Schnepfenried 1-4 min
Gefallen: Panorama, Stangenschlepper fahren, anspruchsvolles Mittelgebirgsskigebiet Gaschney mit relativ langen Abfahrten
Nicht gefallen: Großer Andrang in Schnepfenried ... sonntags wohl normal. In Gaschney wird in Problemsituationen das Personal kurzzeitig vom Lift abgezogen; Liftfahrt ist dann 5-10 min nicht gestattet.
Bewertung: 6 von 6 Mittelgebirgspunkten

Internet: http://www.gaschney360.alsace ; http://www.leschnepf.com/

Alte Forenberichte:
Bericht Gaschney von Chasseral (2008)
Bericht Schnepfenried von Estiby (2014)
Bericht beide Skigebiete von Chasseral (2005)

Gaschney

Wie ich vor kurzem bei den "Infrastrukturellen Neuigkeiten" mitgeteilt habe, ist in der Saison 2015/16 nach mindestens zwei Wintern Stillstand und mehrfachem Betreiberwechsel das stilllegungsbedrohte Vogesen-Skigebiet Gaschney im Elsass wieder Fr-Sa-So geöffnet. Gaschney ist ein Naturschnee-Skigebiet ohne Beschneiung, dem man langjährigen Investitionsstau durch schneemangelbedingt fehlende Einnahmen anmerkt. Das Gebiet bietet jedoch sportliche, fürs Mittelgebirge lange Abfahrten mit 300 und mehr Höhenmetern und tolles Panorama inkl. Alpenblick - für gute Skifahrer aus dem Oberrheintal ein Muss. Darum hatte ich mir vorgenommen, die gute Schneelage nach den Starkschneefällen des Januars 2016 für Gaschney zu nutzen, bevor das Tauwetter dort den Skibetrieb wieder zunichtemachen und die neuen Betreiber eventuell nach nur einer Saison ebenfalls aufgeben würden. Beim Besuch von Gaschney kann man auch gleich das etwas größere Nachbarskigebiet Schnepfenried "mitnehmen". Schnepfenried war nach mehreren schneearmen Wintern in einer ähnlich kritischen Situation wie Gaschney, hat seitdem aber massiv in Beschneiung investiert. Das rentiert sich.

Die Anfahrt führt von Colmar durchs Elsässer Münstertal, zweigt aber in Münster von der Hauptroute zum Schluchtpass ab und folgt dem Verlauf des Flüsschens Fecht. In Mühlbach geht es in einigen Serpentinen hinauf nach Gaschney, einer Gebäudeansammlung mit Parkplatz auf 990 m. Von hier aus erschließt ein rund 900 Meter langer Stangenschlepplift den 1290 m hohen Kleinen Hohneck, eine Graskuppe vor dem eigentlichen Hohneck-Gipfel an der Route des Crêtes, auf dem ein Hotel steht. Auf dem Kleinen Hohneck endet auch der Skilift Hinterschallern, ebenfalls ein Stangenschlepplift. Beide Liftanlagen aus dem Jahr 1961 (!) erschließen mehrere sportliche, lange, hell- bis dunkelrote Abfahrten. Unten gibt es noch einen kurzen, fixgeklemmten Übungs-Stangenschlepplift, der erst 1985 dazukam. Besonderheit des Gebiets ist die parallel zum Hohneck-Skilift verlaufende, seit rund 15 Jahren stillgelegte Poma-Doppelsesselbahn aus dem Jahr 1970.

Bei meinem Besuch gab es im Rahmen einer Tiefdruckwetterlage leichtes Tauwetter. Eine dunkle Front zog von Westen über die Vogesen zum Schwarzwald und in die Schweiz, bevor sich am Nachmittag die Sonne durchsetzte. Unter den dunklen Wolken gab es vom Kleinen Hohneck Alpenblick in eigenartiger Lichtstimmung. Das Wetter zog alle Register an Wolkenkreation mit Halo und schwachem Regenbogen und sorgte für Sturm auf den Bergkuppen, was das Skierlebnis insgesamt intensivierte.

Auf den präparierten Abfahrten in Gaschney konnte man es bei 50-90 cm angetautem Altschnee so richtig krachen lassen. Einige Strecken waren vom vergangenen Pulverschneeerlebnis unpräpariert geblieben und erforderten nun viel Kraftaufwand. Erwähnenswerte Wartezeiten an den Liften entstanden nur, wenn in Sondersituationen Liftpersonal kurzzeitig abgezogen wurde und die Beförderung trotz laufender Anlage für mehrere Minuten sicherheitsbedingt untersagt blieb. Während der Skilift zum Kleinen Hohneck mit steilen Direttissima-Abfahrten aufwartet, verfügt der Skilift Hinterschallern auch über eine abwechslungsreiche Abfahrt durch Waldbestände.

Wer oberhalb der Bergstationen ein paar Schritte auf die Kuppe des Kleinen Hohneck unternimmt, sieht von dort das Gipfelhotel auf dem Hohneck, einige benachbarte Vogesengipfel und nicht zuletzt den Kastelberg mit der Liftbergstation von La Bresse.

In Gaschney fuhr ich viereinhalb Stunden begeistert Ski und wechselte anschließend nach Schnepfenried.

Es folgen 40 Fotos aus Gaschney (sorry für die große Anzahl ...) und anschließend der Berichtsteil über Schnepfenried mit 37 Fotos.

Pistenplan Gaschney. Die beiden Skilifte Petit Hohneck und Hinterschallern sind kuppelbare Poma-Stangenschlepper mit annähernd 1000 m Länge und 300 m Höhenunterschied ... fürs Mittelgebirge also attraktiv. Der kleine Übungslift am Kassengebäude ist ein fixgeklemmter Stangenschlepplift für die Anfängerskischule. Ich habe ihn nicht weiter untersucht und hier auch kein Foto eingestellt ... es sind sowieso schon zu viele.
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Blick von der Kassenstation in Gaschney hinauf zum Skihang Kleiner Hohneck morgens um 9 Uhr. Die angekündigte Wetterfront ist noch nicht da.
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Talstation Skilift Kleiner Hohneck. Die stillgelegte DSB startet erst rund 200 m oberhalb.
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Trasse Skilift Petit Hohneck. Rechts neben dem Stangenschlepper der seit rund 15 Jahren stillgelegte Poma-Doppelsessellift. Auf dem gerodeten Weidehang hat man einige der Vogesen-typischen Zwergbuchen stehen gelassen, die max. 6 m hoch werden. Vor den Kahlschlägen der Nachkriegszeit müssen diese Bäume auch im Hochschwarzwald verbreitet gewesen sein.
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Im Skilift Petit Hohneck kurz vor Eintreffen der Wetterfront von Westen her. Der Stangenschlepper bedient einen fürs Mittelgebirge untypisch baumfreien Weidehang.
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Piste Kleiner Hohneck mit Blick nach Süden auf Kleinen Belchen, Alpenkette, Großen Belchen und das Skigebiet Schnepfenried.
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Blick vom Kleinen Hohneck (1290 m) unter der aufziehenden Wetterfront hindurch auf die Zentralschweizer und Berner Alpen. Eine tolle Lichtimpression ... Weiter östlich (= links) waren noch Bündner und Glarner Alpen zu sehen. In der linken Bergkette verbergen sich Gwächtenhorn und Dammastock, weiter nach rechts folgt auf die Lücke der Graugrat, dann - teilverdeckt - die Berner Viertausender mit Wetterhorn, Lauteraarhorn/Schreckhorn, Finsteraarhorn, und rechts der dunklen Vogesenkuppe Eiger, Mönch und Jungfrau.
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Zentralschweizer Alpen im Mega-Zoom: Gwächtenhorn, Dammastock, Galenhorn, Diechterhorn sind die prägnantesten Gipfel. Davor der Schweizer Jura mit Hinteri Egg und Vogelberg. Faszinierende Lichtstimmung!
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Berner Alpen im Mega-Zoom mit Wetterhorn, den fast in einer Linie stehenden Lauteraarhorn und Schreckhorn und Finsteraarhorn (für User Finsteraarhorn! :D ).
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Zoom vom Kleinen Hohneck zum Feldberg und Seebuck im Südschwarzwald. Die unbedeutende Waldkuppe ganz links ist der Schauinsland. Der Buckel rechts vom Seebuck mit der größeren verschneiten Fläche ist der Stübenwasen über Todtnauberg.
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Zoom zum Grossen Belchen, mit 1424 m höchster Vogesenberg. Leider hat man dem formschönen Berg so einen hässlichen Flugsicherungs-Fußball (eine Radarkuppel) aufgesetzt ... wie auch der Wasserkuppe oder dem Brocken. :( An der Flanke links steht das Berghotel. Das Skigebiet des Grossen Belchen befindet sich dahinter an der Südostflanke des Berges, ist also nicht sichtbar.
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Skilift Kleiner Hohneck mit Blick übers Münstertal und weiter übers Rheintal zum Schwarzwald mit Feldberg, Belchen und Blauen. Im Prinzip war der gesamte Schwarzwald Nord-Mitte-Süd gut zu sehen. Zoomfotos vom Nord- und Mittleren Schwarzwald (z.B. Hornisgrinde) blieben wegen der Luftfeuchte aber unscharf. Der Vogesenberg am rechten Bildrand ist der Kleine Belchen (Petit Ballon), im Sommer ein wunderbar offener Kinderwanderberg.
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Untere Piste Petit Hohneck mit Skihütten und Restaurant Gaschney.
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Piste Petit Hohneck mit Münstertal. Die dunkle Wetterfront ist eingetroffen und sorgt vorübergehend für diffuse Lichtverhältnisse.
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Skihang Kleiner Hohneck mit Stangenschlepper und dem seit rund 15 Jahren stillgelegten Poma-Doppelsessellift, der sich allmählich auflöst.
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Talstationsgebäude der seit rund 15 Jahren stillgelegten Poma-DSB zum Kleinen Hohneck in Minimalbauweise. Auf http://www.gaschney360.fr erklären die neuen Betreiber des Skigebiets Gaschney, was sie mit dem Gebiet vorhaben. Um zu verstehen, ob die DSB in ihren Plänen vorkommt, reicht mein Schulfranzösisch leider nicht aus.
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Von der Bergstation Kleiner Hohneck sieht man den "Großen Bruder", den 1363 m hohen Hohneck mit Berghotel, nicht. Dafür muss man einige Schritte in den Sturm auf die Kuppe steigen. Trotz eigentlich guter Schneelage (50-90 cm) ist der Schnee auf Kleinem und Großem Hohneck vogesentypisch völlig verblasen. Gegen die dunklen Wolken der durchziehenden Wetterfront ergibt sich eine eigenartige Lichtstimmung.
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Besucher neben dem Berghotel Hohneck im Zoom. Meines Wissens ist das Hotel im Winter geschlossen.
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An den Hohneck schließ sich südlich der nach Westen steil in ein Kar abfallende, 1350 m hohe Kastelberg an, auf dem die Bergstation des gleichnamigen Skilifts der Station La Bresse steht.
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Zoom aufs Gipfelplateau des Kastelbergs mit Skiliftbergstation von La Bresse. Den Sturm da oben nutzen zwei Snowkiter ... :D
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Seit Jahren fristet auf der Graskuppe des Kleinen Hohneck diese vergessene Pistenwalze ihr Dasein. Dahinter ist der ehemalige Ausstieg der Poma-DSB zu erkennen. Das Lifthäuschen, das noch im Herbst 2014 an der Ausstiegsstütze mit den gelben Rollen stand, wurde inzwischen abgerissen.
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Ausstieg Skilift Kleiner Hohneck mit interessanter Wolkendecke. Blick nach Süden auf Kleinen und Großen Belchen, Alpenkette und Nachbarskigebiet Schnepfenried.
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In Gaschney hat man die Wahl zwischen roten und roten Abfahrten ... auch die blau ausgewiesene ist de facto eher rot. Nicht umsonst nennt sich Gaschney "La Station Sportive".
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Rote Abfahrt "Stade" des Skilifts Hinterschallern - steil, griffig, leer, 1000 m lang ... was will man im Mittelgebirge mehr? Von hier stammt mein Muskelkater der Folgetage. :D
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Die Trasse des Skilifts Hinterschallern verläuft durch lockeren Waldbestand.
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Schöne, blau ausgewiesene Abfahrt Familiale des Skilifts Hinterschallern ... andernorts im Mittelgebirge wäre die ebenfalls rot. Im Hintergrund der Schwarzwald.
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Zoom von Gaschney ins Nachbarskigebiet Schnepfenried, mein Nachmittagsziel. Zwischen 1000 und 1200 m gibt es zwar 5 "größere" Schleppliftanlagen, aber sie bedienen alle nur dieselbe Bergkuppe (den Schnepfenriedwasen) im Halbrund. Am rechten Rand des Skigebiets erkennt man den geschwungenen Verlauf der schmalen, schwarzen Abfahrt Cross.
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Sehr kontrastreiche Lichtverhältnisse an der Bergstation Hinterschallern beim Abzug der dunklen Wetterfront.
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Winterwanderer passieren den Übergang zwischen Hohneck und Kastelberg mit den vogesentypischen Wächten ins steil zum Schiessrothried abfallende Kar.
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Abfahrt Familiale am Skilift Hinterschallern gegen Münstertal und Schwarzwald.
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Talstationsbereich Skilift Hinterschallern. Zwischendurch gab es hier eine Zwangspause wegen Transports eines Verletzten über die Lifttrasse.
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Trasse Stangenschlepplift Hinterschallern. Er fährt etwas gefälliger als sein ruppiges Pendant zum Kleinen Hohneck.
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Abfahrt Familiale am Skilift Hinterschallern. Voller wurde es hier nicht. Der weiße Klecks am Horizont rechts unter den dunklen Wolken ist die Hornisgrinde, höchster Berg des Nordschwarzwalds.
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Trasse Skilift Hinterschallern ... schön.
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Passende, klare Worte vor dem Skilift Kleiner Hohneck ... Was heißt "Katapultstart" auf Französisch? :D
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Talstation Skilift Kleiner Hohneck mittags nach Abzug der Wetterfront. Die ruppige Anlage sorgt beim Katapultstart für unfreiwillige Sprünge ... und weiter hinten im Flachstück neben der ehemaligen DSB-Talstation gleich noch einmal. :D Stürze gab es hier während meines Besuchs aber nicht. Die übliche Quote an Skigästen fiel trotz guter Spur irgendwo auf der Trasse aus dem Lift.
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Trasse Skilift Kleiner Hohneck mit der parallelen, stillgelegten Poma-DSB. So ein spartanisches, arg unbequemes Sesselbahnmodell überwand früher im Schweizer Jura auf 3000 m Strecke 800 (!) Höhenmeter ... und nicht nur auf 800 m Strecke 250 Höhenmeter wie hier.
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Interessante Wolkenkonstellation über den Südvogesen von der Abfahrt Kleiner Hohneck gesehen. Gegenüber wieder das Skigebiet Schnepfenried.
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Piste und Skilift Kleiner Hohneck. Das Wetter wurde am späten Vormittag besser.
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Die dunkle Wolkenfront ist hinter dem Grossen Belchen in Richtung Schweiz gezogen und hinterlässt eine eigenartige Stimmung.
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Schnepfenried

Früher gab es einen gemeinsamen Skipass für die beiden Skigebiete Gaschney und Schnepfenried, heute leider nicht mehr. Die Weiterfahrt von Gaschney nach Schnepfenried führt von Mühlbach über Metzeral nach Sondernach, wo das talnahe Stück der im Winter gesperrten Route des Crêtes die Anfahrt zum Skigebiet ermöglicht. Da sonntags die Elsässer Familien unterwegs sind (samstags ist dort Schule), waren am Schnepfenried alle verfügbaren Flächen zugeparkt ... mit viel Glück ergatterte ich den Stellplatz eines Fahrzeuges, das vorzeitig abfuhr.

Bei meinem Nachmittagsbesuch war Schnepfenried fast so gut besucht wie der Feldberg am Wochenende - überall musste man anstehen. Ab 15 Uhr entspannte sich die Situation und erlaubte mehr Fahrspaß.

Verglichen mit Gaschney ist das Skigebiet Schnepfenried mehr Mittelgebirgs-Mainstream - die meisten Hänge der 5 größeren Schleppliftanlagen sind deutlich flacher und kürzer und überwinden im Halbrund am Schnepfenriedkopf max. 200 Höhenmeter. Interessante Ausnahmen sind die Abfahrten an beiden äußeren Enden des Skigebiets, nämlich im Süden der Steilhang des Skilifts Bronner mit schwarzer Piste und im Norden die schwarze Abfahrt "Cross" des Skilifts Bellevue, die mit der Fortsetzung in der blauen Rothenbachabfahrt die längste des Gebiets ist. Alle Liftanlagen sind Stangenschlepplifte mit Ausnahme der noch jungen Ersatzanlage für den Skilift Deybach - nach mehreren Jahren ohne diese Anlage wurde hier ein neuer Gehänge-Tellerlift des Herstellers Gimar Montaz Mautino (GMM) aufgestellt.

Wie schon oben angemerkt hat Schnepfenried nach mehreren existenzbedrohend schneearmen Wintern reagiert und massiv in Beschneiung investiert. Etwa die Hälfte der einfachen und mittelschweren Pisten ist nun beschneibar, überall stehen dort Schneekanonen. Bei der Rückfahrt vom Bronner-Hang zu den Hauptliften passiert man den großzügig dimensionierten Schneiteich.

Auch in Schnepfenried kann man an den Bergstationen ein paar Schritte aufsteigen und kann dann noch besser als in Gaschney den Blick auf die benachbarten Vogesengipfel genießen - Rothenbachkopf, Rainkopf, Kastelberg und Hohneck beeindrucken z.T. mit mittelgebirgsuntypischen, steilen Felsabstürzen.

Nachdem ich zweimal durchs Skigebiet Schnepfenried gependelt war, beließ ich es noch vor Liftschluss (16:45 h!) bei fast sieben Stunden Skifahren, nur unterbrochen von den rund 20 Minuten Transferfahrt zwischen den beiden Stationen mit Futtereinwurf am Lenkrad.

Fazit:

Ein Besuch der beiden Vogesen-Skigebiete Gaschney und Schnepfenried ist für Skifahrer aus dem Oberrheintal eine mehr als lohnende Alternative zum Skifahren im Schwarzwald.


37 Fotos aus Schnepfenried:

Pistenplan Schnepfenried.
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Start in Schnepfenried im Skilift Panoramic ...
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... an dessen Talstation sich Liftkasse, Skiverleih und das namengebende Restaurant befinden.
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Die beiden Kinder da vor mir im Skilift Panoramic haben sich in der Liftschlange vorgedrängelt. :(
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Ausstieg Skilift Panoramic gegen das Münstertal und die weniger prominenten Vogesenberge weiter nördlich.
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Weiterhin sorgen die abziehenden Reste der dunklen Wetterfront für eigenartige Lichtschauspiele mit gleißend hellen Wolkenfeldern.
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Südlicher Abschluss des Skigebiets Schnepfenried mit dem Skilift Bronner, der schöne Steilhänge bedient.
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Talstation Skilift Bronner ... man erahnt die Steilheit der Abfahrten.
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Skilift Bronner am Gipfelplateau des Schnepfenriedkopfes.
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Wer noch ein paar Meter auf den Schnepfenriedkopf aufsteigt, bekommt die südlichen Nachbarberge des Hohnecks im Vogesenhauptkamm zu sehen: Rothenbachkopf, Rainkopf und Kastelberg.
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Insbesondere der Rainkopf, mein Favorit dort, sieht mit seiner Felsnase und den schönen Flanken so gar nicht wie ein Mittelgebirgsberg aus. Die steil nach Osten abfallenden Kare haben die Südvogesen der Eiszeit zu verdanken.
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Schwarze Abfahrt Bronner. Der sichtbare Ziehweg führt am Schneiteich vorbei zurück zur zentralen Station Panoramic.
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Skilift Panoramic am Spätnachmittag.
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Gegenlicht im Skilift Panoramic.
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Zoom von den Schnepfenrieder Abfahrten nach Nordwesten zum Hohneck, 1363 m, mit Berghotel. Unten links davor der Felsgrat der Spitzköpfe.
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Zoom zum Kleinen Hohneck im Skigebiet Gaschney, mein Skiziel vom Vormittag. Die Stützen von stillgelegter Sesselbahn und Stangenschlepplift heben sich gut von der baumfreien Fläche ab.
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Zoom von der Bergstation Skilift Bronner nach Süden zum Elsässer Belchen / Ballon d'Alsace mit einem Skihang ... Jumenterie? Langenberg?
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Bergstationen der Skilifte Bellevue und Golf auf dem Schnepfenriedwasen gegen das Münstertal am Spätnachmittag.
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Schwarze Abfahrt Cross gegen Kastelberg, Hohneck und Kleinen Hohneck. Die Abfahrt ist nicht steil, aber schmal und bucklig.
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Der neue Skilift Deybach, der nach mehreren Jahren Defekt einen Stangenschlepper auf gleicher Trasse ersetzte.
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In Deutschland nicht denkbar: Ein nagelneuer Skilift von Gimar Montaz-Mautino. :D
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Trasse Skilift Deybach gegen Hohneck.
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Skilift Bellevue, dessen Talstation nicht an der Straße steht. In Schnepfenried sind Tal- und Bergstation der meisten Stangenschlepper bereits erneuert worden, in Gaschney nicht.
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Talstation Skilift Bellevue ... mit einem merkwürdigen Halo- bzw. Regenbogeneffekt, verursacht wohl durch Schauer, die hinter dem Hohneck durchzogen.
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Schöne Trasse Skilift Bellevue ... interessanter als die der Skilifte Panoramic und Golf/Chalet.
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Direktabfahrt am Skilift Bellevue ... wieder mit dem Halo hinterm Kleinen Hohneck.
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Abfahrt Skilift Deybach gegen den Hohneck. Warum die jetzt nicht mehr "Deybach" heißt, sondern "Rothenbach" - keine Ahnung.
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Im neuen Skilift Deybach. Ist es in Frankreich üblich, defekte Stangenschlepper durch Tellerlifte zu ersetzen?
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Blaue Abfahrt Skilift Deybach gegen Hohneck.
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Piste Bellevue gegen das Münstertal.
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Die Lage des Skilifts Bellevue am Nordwestrand des Skigebiets Schnepfenried ermöglicht den Blick gegen den Vogesenhauptkamm mit Rainkopf und Kastelberg.
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Rückfahrt von Bellevue zum Skilift Golf/Chalet.
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Warum hat der Skilift Golf/Chalet eigentlich zwei verschiedene Namen?
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Zum Abschluss geht es noch einmal zur schwarzen Abfahrt des Skilifts Bronner am Südende des Skigebiets, der über diesen Ziehweg von der Bergstation Panoramic erreichbar ist. Das Wetter liefert neue Wolkenformationen.
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Blick vom Ziehweg zum Bronner-Hang nach Süden zum Großen Belchen, ...
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... der vor der bedrohlich dunklen Wolkenkulisse durchaus imposant aussieht.
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Noch einmal über den schönen Bronner-Steilhang, dann geht es über den sichtbaren Ziehweg zurück zur Station Panoramic und zum Auto. Ein langer Skitag mit fast sieben Stunden Vogesen-Skifahren geht zu Ende.
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Zuletzt geändert von Harzwinter am 27.01.2016 - 17:22, insgesamt 3-mal geändert.


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Re: Gaschney & Schnepfenried (Elsass/Vogesen) 24. Januar 201

Beitrag von Mt. Cervino » 27.01.2016 - 16:44

Gaschney ist ja wirklich so eine Perle an Mittelgebirgsskigebiet.
Tolles Panorma, vergleichsweise steile und interessante Abfahrten und dazu noch 2 lange alte verrostete KSSL und eine megageile (leider stillgelegte) vergammelte minimalistische POMA SB. Was will man mehr...
Warum wurde die SB eigentlich stillgelegt?
Harzwinter hat geschrieben:Ist es in Frankreich üblich, defekte Stangenschlepper durch Tellerlifte zu ersetzen?
Ja leider. Herkömmliche Tellerschlepplifte werden in Frankreich immer öfters als KSSL Ersatz gebaut. Neue KSSL hingegen nur noch selten, was ich extrem schade finde.
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Re: Gaschney & Schnepfenried (Elsass/Vogesen) 24. Januar 201

Beitrag von Harzwinter » 27.01.2016 - 16:50

Laut User Chasseral wurde die DSB stillgelegt, weil sie die administrativen Vorgaben für den Wintersportbetrieb nicht (mehr) erfüllte - mehr Details sind mir auch nicht bekannt. Das muss um das Jahr 2000 herum gewesen sein. Der Sommerbetrieb lief wenige Jahre länger.

Eigentlich merkwürdig, denn Poma-DSBn dieser Bauart waren in Frankreich häufig, und ich gehe davon aus, dass sie nicht alle gleichzeitig aus dem selben Grund stillgelegt werden mussten.

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Re: Gaschney & Schnepfenried (Elsass/Vogesen) 24. Januar 201

Beitrag von valdebagnes » 27.01.2016 - 17:03

interessanter Bericht,
die Vogesen beginnen mich momentan immer mehr zu interessieren, denn wenn mein Kleiner bald mal besser skifahren kann, dann ist wegen der Schule kein verlängertes WE mehr drin und die Fahrt in die Alpen somit zu weit.
Die Vogesen sind mit 250km einfache Strecke aus der Westpfalz hingegen noch gut zu erreichen.

Blöd wird halt der Betrieb am Wochenende, der wohl schon detlich über den Alpengebieten liegt.
Wie ist eigentlich die Sutuation in den Vogesen am Saisonende, wenn viele schon an Sommer denken, man hingegen auf gut beschneiten Pisten noch problemlos fahren kann, also ähnlich im April in den Alpen.
Wobei das wohl eher auf La Bresse und Geradmer zutrifft, oder?
“Man muss schon ein eigentümliches Verständnis von Freiheit und Coolness haben, um einen Platz auf der Intensivstation mit Hauptgewinn Erstickungstod attraktiv zu finden.“

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Re: Gaschney & Schnepfenried (Elsass/Vogesen) 24. Januar 201

Beitrag von burgi83 » 27.01.2016 - 17:04

Danke für den super Bericht aus einer Gegend, aus der nicht so häufig hier berichtet wird.

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Re: Gaschney & Schnepfenried (Elsass/Vogesen) 24. Januar 201

Beitrag von Harzwinter » 27.01.2016 - 17:52

valdebagnes hat geschrieben:Blöd wird halt der Betrieb am Wochenende, der wohl schon detlich über den Alpengebieten liegt.
Auf jeden Fall sonntags - samstags ist im Elsass Schule, aber auch nicht an allen Schulen ... das System habe ich bis heute nicht vollständig verstanden.
valdebagnes hat geschrieben:Wie ist eigentlich die Situation in den Vogesen am Saisonende, wenn viele schon an Sommer denken, man hingegen auf gut beschneiten Pisten noch problemlos fahren kann, also ähnlich im April in den Alpen. Wobei das wohl eher auf La Bresse und Geradmer zutrifft, oder?
In La Bresse buchen viele belgische und niederländische Gäste ihren Mehrtages-Urlaub langfristig im voraus. Ich habe bisher nicht gezielt beobachtet, ob La Bresse auch bei späten Ostern überhaupt versucht, noch Skibetrieb anzubieten oder ob die Station dann gezielt vorher schließt. Zwischen schäbigen 900 und 1300 m ist Skibetrieb im April auch mit Beschneiung nicht planbar.

Ansonsten wird es so sein wie in allen Gebirgen: Hoch gelegene Vogesen-Skigebiete mit engagiertem Betreiber werden versuchen, frühe Osterferien mitzunehmen. Weniger engagierte Betreiber werden jede apere Stelle auf der Piste suchen, um endlich einen Grund fürs Verkünden des Saisonschlusses zu haben.

Der "späteste" Forenbericht hier ist von Mitte März (La Bresse von User Fiescher).

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Re: Gaschney & Schnepfenried (Elsass/Vogesen) 24. Januar 201

Beitrag von i-Sl » 27.01.2016 - 18:50

War vor ein paar Jahren mal so um den 20. März in Gerardmer, da es hatte trotz Wochenende, Vollbetrieb und Kaiserwetter keine nennenswerten Wartezeiten.
April kannste aber wohl vergessen, hab vor 2 Jahren Anfang April nach was offenem gesucht, da waren in den Vogessen aber trotz guter Schneelage und relativ frühem Ostertermin schon alle größeren Gebiete zu (Saisonende La Bresse am letzten Märzwochenende, Lac Blanc und Gerardmer sogar noch eine Woche früher). Waren dann bei fast Vollbetrieb und null Wartezeiten am Feldberg. :wink:


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Re: Gaschney & Schnepfenried (Elsass/Vogesen) 24. Januar 201

Beitrag von jamesdeluxe » 27.01.2016 - 19:24

Vielen Dank für den tollen Bericht!

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Re: Gaschney & Schnepfenried (Elsass/Vogesen) 24. Januar 201

Beitrag von philippe ch » 28.01.2016 - 07:23

Super Bericht

Scheint ja eine recht brauchbare Alternative zum Schwarzwald Skifahren zu sein!

Ach ja, die Kinder am KSSL Panoramic haben nicht vorgedrängelt. Die sind einfach Zeitoptimiert angestanden ;)

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Re: Gaschney & Schnepfenried (Elsass/Vogesen) 24. Januar 201

Beitrag von Harzwinter » 28.01.2016 - 09:35

An dieser Stelle ein Dankeschön an alle Kommentarschreiber für das positive Feedback!
philippe ch hat geschrieben:Scheint ja eine recht brauchbare Alternative zum Schwarzwald Skifahren zu sein!
Ehrlich gesagt z.T. sogar eine bessere Alternative ... die französischen Alpinskigebiete wurden meistens konsequenter erschlossen als die deutschen, siehe Vergleich La Bresse versus Feldberg.
philippe ch hat geschrieben:Ach ja, die Kinder am KSSL Panoramic haben nicht vorgedrängelt. Die sind einfach Zeitoptimiert angestanden ;)
Zeitoptimiert/aktiv anstehen tu' ich selbst ... habe mal die 45-Minuten-Warteschlange an der Wurmbergseilbahn im Harz in 8 Minuten geschafft, weil ich dort jemanden suchen musste. Die beiden Kinder waren einfach nur frech. Normalerweise "umarme" ich so ein Gör von hinten und schiebe es rückwärts dahin, wo es hingehört (in der Schlange hinter mich). Das funktioniert, ohne ein einziges Wort bemühen zu müssen. :D Die Anwendung dieser Methode als Mann bei 10-11jährigen Mädels könnte u.U. aber ziemlich nach hinten losgehen ... so haben die beiden hier halt gewonnen.

Noch etwas zum neuen Skilift Deybach: Wenn ich es richtig gesehen habe, hatte der Skiliftbügelgeber an der Talstation eine schnurlose Fernsteuerung in der Jackentasche, mit der er die Geschwindigkeit der Anlage beim Einstieg kleiner Kinder stufenlos herunterregeln konnte. Das habe ich so bislang noch nirgends gesehen.

Und eine gute Zusammenfassung zum französischen Schulmodell und seinen schulfreien/nicht schulfreien Tagen habe ich hier gefunden.

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Re: Gaschney & Schnepfenried (Elsass/Vogesen) 24. Januar 201

Beitrag von Harzwinter » 28.01.2016 - 09:49

Eine Korrektur zu einem Bildkommentar aus Schnepfenried ... durch Zufall eben entdeckt:
Zoom von der Bergstation Skilift Bronner nach Süden zum Elsässer Belchen / Ballon d'Alsace mit einem Skihang ... Jumenterie? Langenberg?
Bild
Das ist nicht der Elsässer Belchen, sondern das Skigebiet Rouge Gazon in den Südvogesen ... siehe dieses Foto hier bzw. der Pistenplan von der Rouge Gazon-Homepage.

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Re: Gaschney & Schnepfenried (Elsass/Vogesen) 24. Januar 201

Beitrag von Harzwinter » 29.01.2016 - 09:47

Voilà ... nur ein Wochenende später ist der Skibetrieb in Gaschney wegen des starken Tauwetters schon wieder eingestellt. Glück gehabt ... Schnepfenried hat dank Beschneiung noch Vollbetrieb.

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Re: Gaschney & Schnepfenried (Elsass/Vogesen) 24. Januar 201

Beitrag von Whistlercarver » 29.01.2016 - 20:58

Hätte ich dir ja rüber winken können vom anderen Münstertal aus.
Bloß mit viel schlechteren Bedingungen wie bei dir.


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Re: Gaschney & Schnepfenried (Elsass/Vogesen) 24. Januar 201

Beitrag von Harzwinter » 30.01.2016 - 00:27

Warst Du dort am Belchen Skifahren oder in Wieden? Ja, der Schwarzwald hatte für diesen Tag die eindeutig schlechtere Wettervorhersage.

Neuer Betreiber des Skigebiets Gaschney ist übrigens der ehemalige französische FIFA-Profischiedsrichter Philippe Kalt, der seine aktive Fußballlaufbahn beendet hat. Er kommt aus dem Raum Colmar.

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Re: Gaschney & Schnepfenried (Elsass/Vogesen) 24. Januar 201

Beitrag von Whistlercarver » 02.02.2016 - 18:39

@ Harzwinter: War die Frage wirklich ernst gemeint? :wink:
War natürlich in Wieden, wenn schon alle Lifte offen sind und ich Zeit habe.

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Re: Gaschney & Schnepfenried (Elsass/Vogesen) 24. Januar 201

Beitrag von Harzwinter » 02.02.2016 - 23:32

Ja, die Frage war ernst gemeint ... ich hatte erst nach meinem Post bei den Beiträgen zur "Aktuellen Schneesituation" gelesen, dass Du in Wieden warst. Der Belchen ist für zwei, drei Stunden aber auch nicht schlecht.

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Re: Gaschney & Schnepfenried (Elsass/Vogesen) 24. Januar 201

Beitrag von Chasseral » 06.02.2016 - 22:41

Tolle Aktion und klasse Bilder! Dort wäre ich an diesem Tag auch lieber gewesen als am Hochhäderich, wo ich mich aufhalten musste.

Harzwinter hat geschrieben:Auf http://www.gaschney360.fr erklären die neuen Betreiber des Skigebiets Gaschney, was sie mit dem Gebiet vorhaben. Um zu verstehen, ob die DSB in ihren Plänen vorkommt, reicht mein Schulfranzösisch leider nicht aus.
Habe die Website jetzt nur überflogen. Die Sesselbahn kam in dem, was ich gelesen habe, nicht vor. Ich habe ohnehin nichts allzu Konkretes gefunden. Die neuen Betreiber sagen sinngemäß: Sie sind vom Potenzial des Gebiets überzeugt und glauben, dass das Skigebiet künftig auch wieder besser angenommen wird, wenn eine engagierte Truppe agiert. Der Weiterbetrieb ist wohl für 10 Jahre gesichert. Mit dem Syndicat vom Münstertal ist offenbar die Finazierung geregelt.


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Re: Gaschney & Schnepfenried (Elsass/Vogesen) 24. Januar 201

Beitrag von Chasseral » 06.02.2016 - 22:43

Mt. Cervino hat geschrieben:... Warum wurde die SB eigentlich stillgelegt?
"il ne correspond plus aux normes", wurde mir geantwortet, als ich vor ein paar Jahren dort mal gefragt hatte.
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Re: Gaschney & Schnepfenried (Elsass/Vogesen) 24. Januar 201

Beitrag von Chasseral » 07.02.2016 - 19:07

Es wäre sicherlich schwierig, einen vergleichbar guten Tag im Schwarzwald zu erwischen. Als einzige Möglichkeit könnte ich mir noch vorstellen: Ein paar Stunden bei perfektem Schnee in Wieden-Münstertal und Anschließend noch 4-5 Abfahrten bei klarem Wetter und herrlichem Alpenblick am Belchen.

Ist eigentlich der neue, fixgeklemmte Deybach-Lift arg lahm oder ist er einigermassen flott?
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Re: Gaschney & Schnepfenried (Elsass/Vogesen) 24. Januar 201

Beitrag von Harzwinter » 09.02.2016 - 19:42

Chasseral hat geschrieben:Es wäre sicherlich schwierig, einen vergleichbar guten Tag im Schwarzwald zu erwischen.
Da geht schon noch was: Feldberg 8-12 Uhr vom Seebuck bis Fahl, 12:30-14:30 Muggenbrunn, 15-17 Uhr Todtnauberg mit Abschluss am Stübenwasen. Oder Schauinslandrunde mit Haldenköpfle, Rotlache und Kaltwasserabfahrt.

Gibt es in den Vogesen eigentlich ein Pendant zur Kaltwasserabfahrt?
Chasseral hat geschrieben:Ist eigentlich der neue, fixgeklemmte Deybach-Lift arg lahm oder ist er einigermassen flott?
Nein, der fährt ziemlich langsam ... ganz so, als wollte man ihn als Haupt-Skischullift etablieren.


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