Alagna, 18.11.2018

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Alagna, 18.11.2018

Beitrag von starli » 22.11.2018 - 12:13

Fortsetzung von: viewtopic.php?f=53&t=60384

So, 18.11.2018

Zimmer sind leider recht hellhörig, am Morgen bin ich dann etwas zu früh aufgewacht durch einen Hahn oder Frauengelächter oder beides abschnittsweise. Der Frühstücksraum war auch etwas weiter weg als von den Rezensionen erwartet - also nicht nur ein Haus weiter oder über die Straße, eher 150 Schritte (nur draußen). Mag bei einem längeren Aufenthalt auch unschön sein. WLan war geschwindigkeitsmäßig auch zu vergessen.

Als ich dann um (ganz) kurz nach 7 Uhr beim Frühstücksraum war, war noch alles geschlossen und dunkel, wurde aber kurz später geöffnet (bin über den anderen Eingang rein). Am Vorabend wurde ich noch gefragt, ob ich Schinken/Käse haben wollte, was ich bejahte (damit bekommt man dann ja vmtl. auch Semmeln, die es ansonsten in Italien ja nicht immer zum Frühstück gibt). Allerdings war nichts davon da und der Kerl hatte irgendwas gemeint, ich solle 5 Minuten warten (worauf auch immer). Ich begnügte mich also erst mal mit Kuchen und Joghurt mit Cornflakes, Semmeln oder Schinken waren auch um 7:35 Uhr noch nicht da - dann hatte ich genug anderes Zeug gegessen und wollte nicht länger warten. Hier muss ich auch nicht nochmal her.

Heute ging es also nach Alagna, vom Hotel aus ca. 1,5h Fahrt. Alagna hat ja den Nachteil, dass man vom Parkplatz den halben Ort durchlaufen muss, um zur EUB zu kommen. Allerdings spart man sich die Fahrerei ins Aostatal (plus ggf. Mautkosten, kann man aber auch umfahren, plus ggf. den Stau rauswärts) und man könnte heute früh sehen, wie die angeblich noch gesperrte Abfahrt zur Mittelstation in Alagna geht.

Was mir allerdings nicht mehr bewusst war - oder es bei meinem letzten Besuch noch nicht so war, dass man an den näheren Seilbahnparkplätzen 5,- € pro Tag zahlen muss - obwohl man trotzdem ewig zu Fuß durch den Ort gehen muss. Die nur wenig weiter weg befindlichen gratis Parkplätze waren voll und nur ein noch viel weiter weg befindlicher wäre noch frei gewesen. Also musste ich halt zahlen. Der blöde Parkscheinautomat wollte aber keine Karten akzeptieren (hat alles ignoriert) und ich hatte weder 5,- in Münzen noch als Schein - und den 10 Euro Schein interpretierte der dumme Automat dann halt als 2 Tage, ohne dass man nur 1 Tag hätte wählen können. Ihr könnt euch denken, was das jetzt heißt -> Das Skigebiet kommt auf meine Sperr-Liste.

Wobei ich mich eh wundern würde, wenn Alagna mit dem weiten Weg durch den Ort nicht schon längst auf meiner Liste gewesen ist, denn dass der Weg zur Gondel dann so weit und bergauf war, hatte ich wohl auch ganz verdrängt. Runterwärts waren es lt. GPS-Track 10 Minuten Fußweg, 500m Länge und 50hm. Ist in Skischuhen auf den komischen Steinen hier extrem nervig. Da hätte ich lieber evtl. auf die Olen-Piste zur Mittelstation verzichtet und wäre ins Aostatal nach Gressoney gefahren.

Der Nerverei noch nicht genug, stellte ich mich an die leerste der 3 Kassen an. 5 Minuten ging mal wieder gar nix weiter, weil eine 3er Gruppe wohl mal wieder extra komplizierte Sachen machen musste, aber das ist man in Italien gewöhnt, genauso wie die persönlichen Plauscherein einiger Kunden mit den Kassiererinnen, ist doch egal wenn hinten eine Schlange steht, oder? 2 Leute später und 3 vor mir meinte die Kassiererin dann, sie müsse die Kasse jetzt schließen. Ja hallo du dumme Kuh, geht's noch? Wieder stellte ich mich an die leerste Kasse an, um am längsten warten zu müssen - aber nur noch 5 Minuten - dann waren auch fast alle (beide) Kassen leer. Wie mich das am Morgen schon wieder alles angekotzt hat.

An der Mittelstation, also an der Umsteigestelle EUB-Funifor, hatte ich dann mal kurz Glück, dass das Funifor noch nicht weggefahren ist, so dass auch etliche, die vor mir an der Kasse waren, warten mussten. Aber das Glück hielt nicht lang an, an der Mittelstation des Funifors die nächste Überraschung: man musste zwangsweise aussteigen und ab hier mit der neuen 4KSB weiter. Die hat mal wieder nervige Sitzabtrenner und Minifußraster - und logischerweise war man so später und kälter oben als wenn das Funifor einfach zur Bergstation weiter gefahren wäre. WTF? Morgens ok, wenn man die Förderleistung erhöhen will, aber jetzt ist doch nichts mehr los?!

Später am Tag, also so um die Mittagszeit, fuhr das Funifor auch bis zur Bergstation, da hatte ich nach der ersten Befahrung der Olenpiste zur Talstation des Funifors Glück - die Kabine hielt dann auch erst gar nicht an ihrer Mittelstation. Ok, an der Bergstation muss man etwas blöd zur Piste raufgehen, die 4KSB geht höher hinauf - allerdings hat man dort dann eine volle, verfangzäunte, abgerutschte Pistenkurve, auf die man auch gerne verzichten könnte.

Ich kapierte bei meiner ersten Abfahrt recht schnell, warum die ersten Leute schon morgens wieder mit der Gondel runter gefahren sind - die Pisten waren hart/abgerutscht und knollig. Offpiste gab es Betonschnee mit Bruchharschtendenzen. Da war die gestrige Piste am Glacier 3000 schöner zu fahren!! Und wohl jeder Tag im Sommer am Hintertuxer :-(

Am Freeride-Funifor (Indren) sah man erst auch keine Leute fahren, dann aber doch. Da das bei denen nicht so übel aussah und ich ja nun kein weiteres Mal hier her fahren will, zog ich also doch mal rüber. Das ganze kann man als "fahrbar" einstufen, ein kurzer Pulverhang, rest mittelmäßig, wenigstens kein extremer Bruchharsch, dafür an einer Stelle mal etwas Lauferei bergauf.

Wartezeiten waren allgemein nicht nennenswert, aber die Pisten waren doch recht voll, insb. im Vgl. zu den Pisten, die ich an den letzten Wochenenenden gefahren bin.

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^ Kurz vor Alagna

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^ Siedlung kurz unterhalb der Mittelstation

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^ Ab Cimalegna geht neuerdings eine 4KSB und das Funifor fährt teilweise nur bis hier hin.

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^ 4KSB Cimalegna, mit nervigen Sitzabtrennern und Minifußraster. Wenigstens keine Zwangsverriegelung

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^ 4KSB Cimalegna

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^ Passo Salati, die 4KSB geht etwas höher als das Funifor, damit spart man sich den Fußweg am Funifor-Ausstieg, hat aber hier immer dieses verfangzäunte modellierte abgefahrene Pistenstück am Anfang.

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^ Blick zur alten Indren-PB

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^ IR-Blick zur alten Indren-PB

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^ Passo Salati / Alagna-Seitig / Blick in die Po-Ebene

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^ Passo Salati / Gressoney-Seitig

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^ Glitzerschnee gab's heute immer wieder

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^ Glitzerschnee

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^ In Bildmitte befindet sich die Skiroute vom Indren-Funifor

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^ Die kurze 3SB zum See war diesmal leider noch nicht offen.

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^ On- und Offpiste auf der Alagna-Seite

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^ Olenpiste, offiziell noch gesperrt (sogar mit Zaun abgesperrt, aber ganz am Rand kam man durch, und es sind genug gefahren, sogar welche mit ca. 5-jährigen Kindern ..)

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^ Olenpiste

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^ Die zwei Bachläufe im unteren Bereich wurden mit Schnee versorgt

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^ Italienische Improvisationskunst beim Ausstieg an der Bergstation des Funifors (Salati-Pass).

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^ Schiebeweg zur Talstation des Indren-Funifors

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^ Talstation Indren-Funifor. Bei der kurzen Strecke hätte doch auch ein Einzel- anstelle eines Doppel-Funifors gereicht?

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^ Indren-Funifor, gleich hinterm nächsten Fels ist auch schon die Bergstation

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^ Direkt am Ausstieg des Indren-Funifors finden sich ein paar Fundamente - wohl einer der alten Gletscher-SL?

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^ Vorne noch so ein Fundament und dahinter auf gleicher Höhe die alte Indren-PB-Bergstation

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^ Ex-PB Indren im IR-Zoom

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^ IR-Pano, etwas verkorkst

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^ Die Skiroute am Indren-Funifor

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^ Die Skiroute am Indren-Funifor

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^ Hier gäbe es noch eine Abzweigung zu einer schmalen Steilrinne - die ist aber abgesperrt.

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^ Die andere Rinne ist breiter.

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^ .. allerdings war das Fahren hier auf der Lawine auch kein sonderliches Vergnügen.

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^ Die breite Rinne

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^ Der Hang war dann komplett Betonschnee

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^ Wer sucht, findet die Talstation des Indren-Funifors (etwas links oberhalb der Bildmitte)

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^ Nach dem Flachstück muss man leider ein Stück bergauf, hielt sich mit Schuss dann aber doch in Grenzen.

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^ Auch dieses Flachstück kann man mit Schuss gut durchfahren. Jetzt im Winter. Im Frühjahr mag das anders sein.

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^ Zum Glück muss man den Weg hier nicht raufgehen, sondern kann nach rechts abzweigen.

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^ .. war dann irgendwie noch das netteste Stück ..

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^ Die Querung da unten wurde nach der Kurve allerdings kriminell..

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^ .. steil, hart und wieder über eine kleine Lawine

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^ Dort vorne kam man mit Schuss auch recht problemlos durch

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^ .. und dann noch weiter queren (und nochmal über eine Lawine) bis zu Gabiet

Nach dieser Abfahrt bin ich nur noch 1x an der 4KSB gefahren - pistenmäßig war nix mehr zu gewinnen, die Gressoney-Seite wollt ich nicht mehr riskieren, dort festzusitzen (EUB hielt öfters mal an), wobei es dann eh 15:30 Uhr wurde, bis ich wieder am Auto war - und ich hatte ja noch 7h Heimfahrt.

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^ An der Bergstation 4KSB Cimalegna und nochmal der Blick zur Ex-PB-Indren-Station. Außerdem sind dort drüben im Hang einige Spuren und auch einige Freerider unterwegs.

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^ Zoom Ex-Bergstation PB Indren

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^ Zoom Ex-Bergstation PB Indren, und wer genau hinsieht, erkennt links oben noch eine Ex-SL-Station.

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^ GPS-Track 18.11.2018 in Gelb. In Rot die Ex-Indren-PB

Fazit dieses WE: Ich sollte mir abgewöhnen, im Herbst bei solch kalten Temperaturen Ski zu fahren. Bin halt einfach ein Frühjahrs/Sommerskifahrer .. Wobei es heute dank der vielen Gondelbahnen eh ging.

Interessant nebenbei, das das heute leider der erste Skitag seit langem war, wo ich keinen SL fahren durfte. Genauer gesagt, der erste Skitag seit 38 Skitagen (Stryn 2.6. war der letzte SL-freie Skitag). Da fehlt einem schon was.

Leider ging es auch retour nicht problemlos. Die - zumindest für mich - logischste Heimfahrt von Alagna aus ist Lago Maggiore - Bernardino - Arlberg. Hinter dem wie üblich verkehrsreichen Verbania stand dann plötzlich 2x ein Schild, dass irgendeine Straße "a Cannero" und dem Hinweis 11km gesperrt sei. Na super, woher soll ich wissen, wo Cannero ist, ob das "a" hier nun "von", "bis" oder "in" bedeutet, ob es eine PKW-taugliche Umfahrung (z.B. über irgendwelche Bergdörfer) gibt - also fuhr ich halt weiter - bis dann wirklich eine komplette Straßensperre da war, bei der es lt. Navi keine lokale Umfahrungsmöglichkeit gibt. Das Resultat:

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^ Umfahrung über's Centovalli, weil Straßensperre hinter Cannero (da, wo ich jetzt mit dem Pfeil bin)

Ganz toll. Da kann man natürlich nicht einfach "Locarno" oder "CH" oder "Confine" oder was da VOR Verbania steht, durchstreichen? Oder es über TMC den Navis mitteilen? Keines meiner beiden Navi hatte die Straßensperre drin, aber eines zeigte "104 Meldungen" an. Ja supi. Was interessiert mich ein Stau in Rom, wenn hier eine Straße tagelang vmtl. wegen eines Hangrutsches durch das letzte Unwetter gesperrt ist?

Hört dieser Tag denn nie auf, mich zu ärgern? Jedenfalls hab ich jetzt schon zum Saisonanfang die Schnauze voll von Italien und werde meine Ausgaben in Italien diese Saison auf ein Minimum reduzieren und wirklich nur die nötigsten (=liebsten) Skigebiete anfahren.

Auf's Abendessen gehen hatte ich durch den Zeitverlust aufgrund des Umwegs verzichtet und mir nur was Abgepacktes an der Tankstelle mitgenommen. Kurz nach Mitternacht war ich wieder daheim.
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Re: Alagna, 18.11.2018

Beitrag von Harzwinter » 22.11.2018 - 13:15

Danke für die jüngsten Eindrücke aus Alagna und die landschaftlichen und infrastrukturellen Impressionen. Trotz früher Starkniederschläge vom Genuatief und entsprechender Schneegrundlage im Höhengebiet scheint es einfach kein gutes Ziel für einen Frühwinter-Skitag zu sein.

Das Navi-Problem auf Deiner Rückfahrt und der entsprechende Zeitverlust sind schon ärgerlich. Ich gehe davon aus, dass mindestens eines Deiner Navis Echtzeitinformationen verarbeitet - TMC ist sowieso unzuverlässig. Ich habe versuchsweise die Strecke Verbania-Locarno bei wego.here.com und bei Google Maps eingegeben - beide verarbeiten Echtzeitinformationen. Google Maps kennt die aktuelle Straßensperrung bei Cannero und fährt gleich über Domodossola und die Centovalli, wego.here.com kennt sie nicht. Merkwürdig.

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Re: Alagna, 18.11.2018

Beitrag von vetriolo » 22.11.2018 - 13:46

Ein Kapitel aus der Serie "ein Unglück kommt selten allein". Immerhin sehr schöne Bilder und gutes Wetter, aber unter einem Freeride-Paradies stelle ich mir etwas anderes vor als endlose Flachstücke mit Gegenanstieg, nervige Hangquerungen und Abfahrten in Lawinenrinnen. Da hatte mich von Alagna echt was anderes erwartet, gut zu wissen dass es sich für Offpiste wohl eher nicht lohnt. Dass die Olenpiste trotz reichlich Schnee nicht offen war, sagt auch was aus. Immerhin haben sie auf der Skiroute an den Flachstücken eine Raupenspur breit gewalzt, wenigstens da haben sie ein Minimum gemacht.

5 Euro fürs Parken mit dann noch einem halben Kilometer Fußweg sind frech, nehmen die im Grödnertal zwar auch, dafür aber direkt bei der Gondelbahn und mit Einweiser. Nach Alagna muss man wohl derzeit wirklich nicht hin, zumal es deutich bessere Alternativen gibt. Werde den Winter eher mal nach Gressoney fahren, liegt ja auch zentraler im Gebiet.

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Re: Alagna, 18.11.2018

Beitrag von ski-chrigel » 22.11.2018 - 23:35

Wie mich das am Morgen schon wieder alles angekotzt hat.
Gut dauern Deine Wochenenden nur zwei Tage und Du kannst am Montag jeweils wieder der Arbeit nachgehen und Dich dort hoffentlich an weniger Dingen nerven. Waren ja wieder mal hunderte von Kilometern und endlos viele Stunden Autofahrt für sehr wenig Spass...
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Re: Alagna, 18.11.2018

Beitrag von Rennstier » 23.11.2018 - 00:17

Ich benutze mittlerweile nur noch Google Maps zur Navigation, das hat die meisten Straßensperrungen sehr zeitnah drin und auch so Dinge wie Stauzeitberechnung und Stauprognose, das zeigt einem auch bei Stau auf die Minute genau an wann man ankommt. Die haben halt den Vorteil, dass jedes Android- und fast jedes iOS-Smartphone denen ständig Positionsdaten sendet, Big Data nennt man das wohl. Und dank EU-Roaming ist das Problem mit der mobilen Datenverbindung auch Geschichte.
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Re: Alagna, 18.11.2018

Beitrag von starli » 23.11.2018 - 12:34

Harzwinter hat geschrieben:
22.11.2018 - 13:15
Das Navi-Problem auf Deiner Rückfahrt und der entsprechende Zeitverlust sind schon ärgerlich. Ich gehe davon aus, dass mindestens eines Deiner Navis Echtzeitinformationen verarbeitet - TMC ist sowieso unzuverlässig.
Letzteres weiß ich natürlich, aber es ist zumindest ein Anhaltspunkt. Und nein, meine Navis können glaub ich nur TMC. Diese kostenpflichtigen extras spar ich mir. Wenn ich einen fixen Termin hab (Fährfahrt) oder in mir bekannte Staugebiete fahr, schau ich via Handy / Google Maps natürlich nach -> günstiger.

Wenn allerdings >100 Meldungen via TMC verbreitet werden, sollte man davon ausgehen, dass auch so eine Durchgangsstraßensperre drin ist. Und mein Hauptkritikpunkt war die fehlende Information noch vor Verbania. Und dass man das generell etwas sinnvoller hätte schreiben können.
vetriolo hat geschrieben:
22.11.2018 - 13:46
Dass die Olenpiste trotz reichlich Schnee nicht offen war, sagt auch was aus.
Die Beschneiung lief unten teilweise, und da wurde es auch nicht 100%ig gut präpariert, also das war schon OK so, dass die gesperrt war.
ski-chrigel hat geschrieben:
22.11.2018 - 23:35
Waren ja wieder mal hunderte von Kilometern und endlos viele Stunden Autofahrt für sehr wenig Spass...
Wenn man das immer im Vorhinein wissen könnte, könnte man sich viele Ausflüge sparen. Allerdings hatte ich dort zum Saisonstart auch schon tolle Tage. Und immerhin dürften die Wartezeiten leerer als in Trol gewesen sein.
ski-chrigel hat geschrieben:
22.11.2018 - 23:35
Ich kann’s je länger je weniger verstehen, was Du da machst. Aber jedem das Seine.
Vmtl. können auch wenig verstehen, dass du 2 Saisonkarten für Graubünden und Tirol hast.
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Re: Alagna, 18.11.2018

Beitrag von ski-chrigel » 23.11.2018 - 13:06

Vmtl. können auch wenig verstehen, dass du 2 Saisonkarten für Graubünden und Tirol hast.
Das ist sicher so. Aber dies ergibt sich halt einfach so. Der Snowpass Graubünden beinhaltet mein Zweitwohnsitz und das nächstgelegene inkludierte Skigebiet von meinem Hauptwohnsitz liegt nur 35min entfernt. Weil Graubünden aber im Herbst und Frühling kein oder ein sehr mageres Angebot bietet, ich aber die Saison entsprechend lange gestalten möchte, hatte ich vor einigen Jahren gemerkt, dass sich die TSC lohnt. Vorher kaufte ich fälschlicherweise immer Einzelkarten.
So schwer wie Deine „Autofahrexzesse“ ist das vermutlich dann doch nicht zu verstehen;-)
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Re: Alagna, 18.11.2018

Beitrag von powdertiger » 24.11.2018 - 22:39

vetriolo hat geschrieben:
22.11.2018 - 13:46
Ein Kapitel aus der Serie "ein Unglück kommt selten allein". Immerhin sehr schöne Bilder und gutes Wetter, aber unter einem Freeride-Paradies stelle ich mir etwas anderes vor als endlose Flachstücke mit Gegenanstieg, nervige Hangquerungen und Abfahrten in Lawinenrinnen. Da hatte mich von Alagna echt was anderes erwartet, gut zu wissen dass es sich für Offpiste wohl eher nicht lohnt.
Starli war an dem Tag angefressen, also sollte man seine Worte nicht auf die Goldwaage legen.
Selbst er hat ja geschrieben, dass man mit Schwung die Flachstücke mit dem minimalen Gegenanstiegen ganz gut meistern konnte.
Das geht auch im Frühjahr so.
Außerdem war er ja im freien Skiraum unterwegs, und dort können nunmal die Schneeverhältnisse sehr unterschiedlich sein und es gibt auch mal was zum Schieben oder Aufsteigen. Wer das nicht verträgt ist auf den Pisten gut aufgehoben oder kann im näheren Umfeld der Pisten Skifahren im unpräparierten Gelände ausprobieren.

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Re: Alagna, 18.11.2018

Beitrag von vetriolo » 25.11.2018 - 00:03

Schon klar dass man Offpiste mit den einen oder anderen Widrigkeiten Vorlieb nehmen muss, dafür hat man ja massig andere Vorteile gegenüber der Piste. Sicher wäre der Bericht bei anderen Bedingungen anders ausgefallen, man ist halt bei gescheitem Schnee relativ immun gegen die kleineren Übel im weißen Outback, sowas ist einem dann schlichtweg egal. Ich laufe auch schon mal eine Stunde bergauf oder quer wenn es sein muss, das gehört dazu, man geht auch nicht kaputt dabei. Du hast sicher recht, der Eindruck als gäbe es nichts anderes als nervtötende Passagen am laufenden Band war wohl der etwas negativen Grundstimmung geschuldet. So Tage hat man eben auch mal. Das Wetter war zumindest gut und die Bilder sind prima, der totale Flop war es dann eher doch nicht.

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Re: Alagna, 18.11.2018

Beitrag von Arlbergfan » 25.11.2018 - 18:24

Vielen Dank für deinen Bericht - so früh im Winter, darf man ein Gebiet, das fürs Freeriden bekannt ist, einfach nicht zu streng bewerten. Das ist genauso, wenn du im Dezember an den Arlberg fährst und dich dann fragst, was alle immer so jubeln - da geht halt einfach auf Grund wenigem Schnee noch nicht alles.

Alagna bleibt auf meiner Liste und wird ziemlich sicher dieses Jahr angesteuert! :D

Aber schmunzeln musste ich auch, als ich gelesen habe, was dich alles aufgeregt hat... haha! :D
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Re: Alagna, 18.11.2018

Beitrag von Mt. Cervino » 25.11.2018 - 21:57

Da kamen wohl ein paar Dinge zusammen die die Bewertung des Skitages negativ beeinflusst haben.
Mich hätte das Meiste davon jetzte weniger gestört, und vor allem aber die Schneeverhältnisse an der Indren Bahn sind halt so wie sie waren an diesem Tag. Das kann man nicht ändern und die Bahn/Abfahrt kann an einem anderen Tag bei anderen Verhältnissen wieder komplett genial sein.
In Kombination mit den den 3 Tälern Alagna, Gressoney und Campoluc hat mir das Skigebiet immer gut gefallen, obwohl bei meinen Besuchen damals das Indren Funifor nocht nicht fertiggestellt und die PB aber schon stillgelegt war.

Die demotierte Indren PB (ohne Seile etc.) so zu sehen macht wirklich traurig :(.
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Re: Alagna, 18.11.2018

Beitrag von GIFWilli59 » 25.11.2018 - 23:56

Arlbergfan hat geschrieben:
25.11.2018 - 18:24
so früh im Winter, darf man ein Gebiet, das fürs Freeriden bekannt ist, einfach nicht zu streng bewerten. Das ist genauso, wenn du im Dezember an den Arlberg fährst und dich dann fragst, was alle immer so jubeln - da geht halt einfach auf Grund wenigem Schnee noch nicht alles.
Dieses Jahr nimmt man wohl lieber die Grasskier mit, wenn man Anfang Dezember an den Arlberg fährt ;D

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Re: Alagna, 18.11.2018

Beitrag von Sport2008 » 26.11.2018 - 07:55

Wir finden die drei Täler nach wie vor sehr gut. Vor allem gefällt uns, das es keine Dauerbeschallung an den Liften gibt!
Außerdem ist der Apres Ski bei weitem nicht so ausgeprägt wie in Österreich, da nehme ich solche Kleinigkeiten gerne mal hin.
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Re: Alagna, 18.11.2018

Beitrag von starli » 26.11.2018 - 12:31

powdertiger hat geschrieben:
24.11.2018 - 22:39
Selbst er hat ja geschrieben, dass man mit Schwung die Flachstücke mit dem minimalen Gegenanstiegen ganz gut meistern konnte.
Das geht auch im Frühjahr so.
Aber wenn's auch nur ein bisschen pappt, hast einen ewigen Fußweg..

vetriolo hat geschrieben:
25.11.2018 - 00:03
Sicher wäre der Bericht bei anderen Bedingungen anders ausgefallen
Das ist zwar korrekt, allerdings wurde mir gleich morgens der Tag so verdorben, dass es nur sehr schwer wieder gut zu machen gewesen wäre..
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Re: Alagna, 18.11.2018

Beitrag von gerrit » 26.11.2018 - 14:59

wobei man sich bei guter Schneelage den beschriebenen Gegenanstieg ohnehin sparen kann, weil man dann im Graben bleibt und einen höchst eindrucksvollen Canyon hinunterfährt.

siehe hier
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Re: Alagna, 18.11.2018

Beitrag von Arlbergfan » 26.11.2018 - 19:24

Danke! Wollte eigentlich noch nachfragen, wer bisher den schönsten Bericht von Alagna hier reingestellt hat - jetzt weiß ich ja, womit ich mich sicher mal einen Abend lang beschäftige! :)

Alagna steht dieses Jahr ganz weit oben auf der Liste - Le Grand Tour II steht an!
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Re: Alagna, 18.11.2018

Beitrag von gerrit » 27.11.2018 - 10:46

Alagna ist auf jeden Fall sehenswert, schon wegen der wirklich tollen Kulisse selbst von der Piste aus. Aber vielleicht solltest Du mich wissen lassen, wann Du dorthin fährst, weil wenn Du es wieder schaffst, so tolle Schneebedingungen wie bei Deiner Tour in der vergangenen Saison erfolgreich zu bestellen, dann wäre ich zu dieser Zeit auch gerne dort! :D
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Re: Alagna, 18.11.2018

Beitrag von starli » 27.11.2018 - 12:12

gerrit hat geschrieben:
26.11.2018 - 14:59
wobei man sich bei guter Schneelage den beschriebenen Gegenanstieg ohnehin sparen kann, weil man dann im Graben bleibt und einen höchst eindrucksvollen Canyon hinunterfährt.
Meinst du den, den ich eh gefahren bin, zumindest bis Gabiet? Weil die 2 von mir genannten "Flachstücke" kann man m.E. nicht umfahren und könnten auch nur bei leicht pappigen Verhältnissen qualvoll werden:
Bild
^ Nach dem Flachstück muss man leider ein Stück bergauf, hielt sich mit Schuss dann aber doch in Grenzen.

Bild
^ Auch dieses Flachstück kann man mit Schuss gut durchfahren. Jetzt im Winter. Im Frühjahr mag das anders sein.
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Re: Alagna, 18.11.2018

Beitrag von gerrit » 27.11.2018 - 13:34

Stimmt, dieses Flachstück kann man nicht umfahren, aber man muss dann nicht links nach Gabiet rausqueren (was in meiner Erinnerung auch ziemlich flach am Hang entlang ging und am Schluss ein bißchen bergauf), sondern man fährt nach rechts weiter in den Canyon und kommt dann ziemlich weit unten im Flachstück der Talabfahrt nach Stafal zurück auf die Piste.
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Re: Alagna, 18.11.2018

Beitrag von gerrit » 27.11.2018 - 13:34

Stimmt, dieses Flachstück kann man nicht umfahren, aber man muss dann nicht links nach Gabiet rausqueren (was in meiner Erinnerung auch ziemlich flach am Hang entlang ging und am Schluss ein bißchen bergauf), sondern man fährt nach rechts weiter in den Canyon und kommt dann ziemlich weit unten im Flachstück der Talabfahrt nach Stafal zurück auf die Piste.
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Re: Alagna, 18.11.2018

Beitrag von Beigua » 06.12.2018 - 17:25

Ich bin neu hier Forum und kann dem doch recht negativem und teilweise etwas arrogant wirkenden Beitrag über Alagna überhaupt nicht zustimmen. Für mich gehört dieser noch relativ urwüchsige Ort zu den schönsten Skiorten der Alpen. Außerdem finde ich es sehr gut, dass Autos vor das Dorf verbannt wurden und 5 Euro Parkgebühr sind auch gerechtfertigt. Vielleicht kann man davon ja die Busverbindung nach Alagna etwas ausbauen.
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Re: Alagna, 18.11.2018

Beitrag von starli » 07.12.2018 - 12:31

Meine Kritik gilt auch weniger dem Dorf, das ist mir egal, als eher der Positionierung der Talstation, insb. im Zuge des Neubaus vor einigen Jahren. (Man kann wohl davon ausgehen, dass man das alles absichtlich so gemacht hat, um nicht der Parkplatz für das komplette Monterosa-Skigebiet zu werden.)
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