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Aosta, 21. - 27. 3. 2019

Italy, Italie, Italia

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miki
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Aosta, 21. - 27. 3. 2019

Beitrag von miki » 26.03.2019 - 19:45

Da man alte Traditionen bekanntlich pflegen muss, kommt nun mein Bericht aus unserem traditionellen März - Skiurlaub. Vergangenes Jahr war es Frankreich, genauer Serre Chevalier, mit etwas Skifahren in Italien (Montgenevre), heuer ist es umgekehrt: Italien mit ein wenig Frankreich (La Rosiere). Zur Erinnerung, vor 1 Jahr habe ich geschrieben:
So ist es wenig verwunderlich, dass heuer am Anfang der Urlaubsplanungen wieder mal 3 Ziele in Italien und nur eines in Frankreich zur Auswahl standen. Mausi würde am liebsten wieder nach Val di Sole fahren, ich - wenn schon nach Italien - lieber nach Moena (da gibt es noch einiges das wir vergangenens Jahr ausgelassen haben). Andererseits ist diese Saison mit so viel Schnee eigentlich zu schade um in die Dolomiten zu fahren, dort kann man auch bei genau Null Naturschnee noch bestens skifahren. Ausserdem haben wir bereits seit einigen Jahren auch eine Aosta - Kombination auf dem Radar, 2 - 3 Tage in Monterosaski, 2 - 3 in La Thuile / La Rosiere. Aber La Rosiere gerade in der letzten Saison besuchen bevor die neuen Lifte am Mont Valaisan in Betrieb gehen? Definitv gegen meinen Glauben :twisted: .
Nun, die beiden Bahnen auf den Mont Valaisan sind in Betrieb, Schnee gibt es in der Ecke halbwegs genug und auch die Wetterprognosen zeigen 1 Woche mit Sonnenschein, wenn auch etwas zu mild. Aber gut, so viel Glück 2018 in Serre Che (eine Woche Sonnenschein + Minusgrade mitten im März) kann man wirklich nicht jedes Jahr erwarten. Aosta 2019 wird im grossen und ganzen eine Wiederholung der genialen Skiwoche die wir fast auf den Tag genau vor 10 Jahren in der selben Region gemacht haben: viewtopic.php?f=48&t=30754, leider keine Bilder mehr verfügbar. Mit dem Unterschied dass wir damals die ganze Woche im selben Hotel in Aosta - Ort gewohnt haben, auf der einen Seite praktisch weil man sich dadurch den Unterkunftswechsel inkl. Packen erspart, auf der anderen Seite bedeutet das jeweils 30 - 50 Minuten Anfahrtszeit ins Skigebiet (Pila ausgenommen). Und Autofahren in Italien ausserhalb der Autobahnen kann manchmal soo nervig sein :nein: . Heuer haben wir lieber 2 Unterkünfte gebucht, für die ersten 4 Tage eine FeWo in Morgex, also ideal für Courmayer (via GM 9 km zur ersten PB) und La Thuile (14 km), und dann 3 Tage ein kleines Garnihotel in Antagnod oberhalb von Champoluc, nur 5 km von der Talstation Crest in Champoluc. Die FeWo fand ich mit 388 EUR recht teuer, das Hotel war hingegen ein wahres Schnäppchen: für 2 Personen und 3 x ÜF habe ich 132 EUR bezahlt, solche Preise findet man nicht mal mehr in Unterkärtnen 8O .

Die Anreise am Mittwoch war ohne Besonderheiten, die reine Fahrzeit von Maribor bis Morgex dauerte fast genau so lange wie es GM ausgerechnet hat, also etwas mehr als 8 Stunden. Durch eine längere Pause in einem Outlet nahe Mailand (für meine Maus inzwischen fester Bestandsteil jeder Italien- oder Frankreich - Woche :? ) war es etwa 18 Uhr bis wir Morgex erreicht haben, wo wir von einer freundlichen Vermieterin in die nette FeWo begleitet wurden, hübsche moderne Wohnung im alten Haus im Ortszentrum, mit aller möglichen Ausrüstung - aber ohne WiFi 8O . Aber man kann auch ohne überleben, ich bin der Beweis ;D .

Am Donnerstag, dem 21. 3. 2019, war La Thuile unser erstes Tagesziel, Anfahrtszeit von Morgex etwa 20 Minuten. Pistenplan: https://www.bergfex.it/thuile-rosiere-a ... /panorama/. Parken kann man kostenpflichtig unterhalb der Talstation oder kostenlos etwas weiter, natürlich haben wir letzteres gewählt, es waren etwa 150 m, geht also noch.

Erste Abfahrt der Urlaubswoche, schwarze Talabfahrt 5 nach La Thuile. Dank SO - Lage bereits am Morgen perfekt firnig:
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Während wir für die erste Bergfahrt die Kabinenbahn genommen haben, geht es beim zweiten Mal mit der paralellen 4KSB Suches hinauf, dort kann man erstens sitzen (die DMC hat Stehkabinen :flop: ) und zweitens besser fotografieren:
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Diese kurze aber ordentlich steile schwarze Piste gehört zur fixen 4SB Maison Blanche, lecker:
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Bergstation Suches mit Beginn der vielen Talabfahrtsvarianten rechts runter. Links oberhalb die Bergstation der DMC und rechts etwas versteckt die Talstion Chalet Express:
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Weiter mit der Chalet Express ... :
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... zur zentralen Drehscheibe zwischen Les Suches und Chaz Dura, mit einer 4KSB mit Mittelstation sowie zwei fixen 3SB erschlossen (die obere der beiden lief nicht, war auch kein Bedarf):
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In der Talstation der 4KSB wurde jeder 3. Sessel frei gelassen, damit man an der Mittelstation besser zusteigen konnte:
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Die 4KSB Fourclaz Express (im Vordergrund) haben wir ausgelassen, es geht gleich zur Belvedere, im Hintergrund ist die ganze Trasse zu sehen:
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... und mit dieser zum 2600 m hohen Gipfel, noch vor 1 Jahr war dies der höchste lifterschlossene Punkt der Skigebiets:
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Flache blaue Piste entlang der Bellecombe - KSSL, bereits in Frankreich:
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Auffahrt mit der 3SB Chardonet, perfekter Schnee hier, allerdings ziemlich windig und kalt:
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Blick vom Aussichtspunkt Fort nach Les Arcs ... :
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... sowie zu den beiden neuen Sessebahnen zum Mont Valaisan:
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Inzwischen wurde der kalte Nordwind immer stärker, vor allem Mausi hatte wenig Lust auf Bergfahrten mit offenen Sesselbahnen auf 2800 m, also ging es zuerst in tiefere Regionen, z. B. auf der roten 31 (perfekt, leicht firnig) ... :
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... zur 3SB Petit Bois. Im Gegensatz zur roten Piste, die in den 10 Jahren seit unserem ersten Besuch eine Beschneiungsanlage bekommen hat, ist die schwarze noch immer unbeschneit und ungewalzt:
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Zur Präparation muss ich noch was erwähnen: auch hier haben die Franzosen, wenigstens in La Rosiere, wirklich aufgeholt: alle roten und blauen Pisten waren bei unserem Besuch frisch gewalzt, ein paar der schwarzen waren 'vom Vortag'. Die riesigen Buckel von niemals gewalzten schwarzen 'Pisten' haben wir nirgends angetroffen.

Nun geht es noch tiefer, zur fast 2 km langen fixen 4SB Ecudets. Dort hat es uns bereits vor 10 Jahren sehr gefallen, und auch heuer war es nicht anders. Leicht firnige Piste, kaum Wind, perfekt:
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Die Bahn hatte mal einen Zwischeneinstieg, keine Ahnung warum dieser stillgelegt wurde. Bei der Länge der Bahn (und Höhe der Talstation auf 1190 m) war der bestimmt nützlich:
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Die Piste ist nach wie vor auf Naturschnee angewiesen, nur ganz unten, wo man aus dem Wald auf die Wiese kommt, steht nun 1 (eine !) mobile Lanze und versorgt dieses kurze Stückchen mit Schnee:
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Schwarze 2, Präparation vom Vortag, leicht firnig aber kein Problem:
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Von der Bergstation der Ecudets kann man auf einem langen flachen Skiweg zurück ins Hauptskigebiet gelangen, besser geht's natürlich mit dem KSSL Sevoliere. Die schwarze Piste daneben war auch frisch gewalzt:
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Einkehr gab es an der 'Fronte neige' nahe der Talstation Eucherts, dort gibt es eine winzige Bäckerei die auch Kaffee und Kakao zubereitet. Für zwei Croissants, einen heisse Schokolade und eine kleine Flasche Wasser haben wir 7 Euro bezahlt, wer sagt denn dass Einkehr in F teuer sein muss? Während es am Tisch auf der Südseite kaum Wind gab und es sogar halbwegs mild war, gab es auf den Sesselbahnen richtigen Sturm, die Bahnen halten aber wirklich was aus - nur die Valaisan war kurzzeitig mal gesperrt. Vorteil: die Pisten blieben trotz südseitiger Lage gut. Ein paar Eindrücke aus dem zentralen Teil von La Rosiere:

Talstationsbereich Eucherts, mit Blick nach Les Arcs, St. Foy und in der Ferne sind auch die Pisten von Tignes und Val d'Isere zu erkennen (am Foto eher nicht):
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6KSB Eucherts, STSL Dahu und Bergstation 3SB Petit Bois:
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6KSB Rochers Noires und SL Clarines:
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Bergstationen der beiden 6KSB Rochers Noires (links) und Plan Repos (rechts):
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Als der Wind etwas nachgelassen hat, mussten wir aber natürlich die beiden neuen Bahnen Moulins und Valaisan testen. Voilà:

Kurze Zufahrt von der Talstation Fort zur Talstation der neuen 6KSB Moulins, nur auf dieser finden sich ein paar Lanzen, der Rest scheint unbeschneit zu sein:
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Auffahrt Moulins:
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Talstation Valaisan:
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Piste Valaisan:
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Bergstation Valaisan:
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Piste Valaisan:
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Talstation Valaisan + Bergstation Moulins:
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Piste Moulins:
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Erster Eindruck: sehr gelungene Erweiterung in atemberaubend schöner Ecke. Die Pisten sind - wohl auch wegen der Kompromisse mit Verhinder... nee, Umweltverbänden (siehe Newstopic) - recht schmal geworden, was bei unserem Besuch mit schwach gefüllten Sesseln auch ganz in Ordnung und sogar sympatisch war. Wie es dort aussehen würde wenn alle Sessel mit je 6 Wintersportlertn gefüllt wären, will ich mir lieber nicht vorstellen :?. Aber OK, die Lifte stehen nun, in ein paar Jahren wird man dann schon da und dort ein wenig verbreitern, evtl. ne Schneeanlage bauen usw. :biggrin: . Irgendwo im RM - Forum erinnere ich mich gelesen zu haben dass vor allem Valaisan in erster Linie für Freerider gebaut wurde und (auch) deshalb nur eine relativ schmale kurvige Piste gebaut wurde, da man annimmt dass die meisten eh ausserhalb fahren werden. Nun, bei unserem Besuch habe ich genau 3 Burschen mit breiten Latten im Gelände gesehen, alle anderen waren auf der perfekt präparierten Piste unterwegs :twisted: . Der Schnee war ausserhalb der Pisten aber auch unbrauchbarer windgepresster Bruchharsch, mag sein dass es nach Neuschnee anders aussieht.

Nach so vielen Eindrücken war ich am Rückweg nach Italien etwas fotofaul (und kalt war's auch), auf der langen roten (blau wäre IMO besser) 18 und anschliessend 6 kommt man ohne Zwischenaufstiege direkt nach La Thuile:
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Man kommt dabei an der 3SB Arnouvaz vorbei:
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Mausi hatte um vier genug, ich bin noch einmal mit den 4KSBs Bosco Express + Chalet Express hinauf, letztere erwischte ich genau 3 Minuten vor Betriebsende. Die Lifte in La Rosiere schliessen übrigens für westalpine Verhltnisse recht früh, zwischen 16.15 bis 16:20. In La Rosiere fahren sie mindestens eine halbe Stunde länger:
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... und noch einmal ins Tal gefahren, diesmal auf der schwarzen 3, nicht mehr ganz frisch, aber für die fortgeschrittene Tageszeit immer noch in sehr ordentlichem Zustand, vor allem aber selbst um halb fünf noch tlw. sonnig:
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Fazit: es hat uns dort bereits vor 10 Jahren gut gefallen, und der Eindruck hat sich heuer nur noch bestätigt. Das Skigebiet ist gross genug dass man in 2 Tagen unmöglich alle Pisten befahren kann. Highlights sind m. E. die Talabfahrten in La Thuile sowie die Randbereiche von La Rosiere (Ecudets, Valaisan), der zentrale Bereich von La Rosiere hat mir hingegen nicht soo gut gefallen. Die Pisten sind ja nett und sonnig, die Lifte modern, nur bleibt keine Abfahrt so richtig in Erinnerung. Ganz am Ende: wenn ich nach unserem ersten Besuch geschrieben habe, dass La Thuile infrastrukturmässig mindestens 10 Jahre vor La Rosiere liegt, hat sich in der Zwischenzeit die Situation deutlich verändert: La Thuile stagniert, wenn auch am (noch) hohen Niveau, es wurde kein neuer Lift in der Zeit gebaut und auch bei der Beschneiung konnte ich keine wesentlichen News bemerken. La Rosiere hat hingegen in 10 Jahren ganze vier neue 6KSBs gebaut, zwei davon als Neuerschliessung, und auch die Beschneiung die 2009 noch lächerlich klein war, ich glaube es gab damals nur an 2 Pisten Schneekanonen, ist nun deutlich ausgebaut worden. Zufall oder symptomatische Entwicklung ... :gruebel: ?
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Re: Aosta, 21. - 27. 3. 2019

Beitrag von intermezzo » 26.03.2019 - 20:00

Sieht sehr schön aus, gefällt mir gut. Landschaftlich, so wie es ausschaut eine ganz tolle Ecke. Danke für die Eindrücke. Wetter war ja eh traumhaft.

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Re: Aosta, 21. - 27. 3. 2019

Beitrag von miki » 26.03.2019 - 22:23

Am Freitag, 22. 3. 2019, sind wir nach dem Frühstück die gut 10 km nach Courmayeur gefahren. Pistenplan: https://www.bergfex.it/courmayeur/panorama/. Es gibt 3 Möglichkeiten vom Tal ins Skigebiet zu gelangen, von O nach W sind das die PB Courmayeur, 8EUB Dolonne und PB Val Veny. Ich habe am Vorabend kurz gegoogelt, Parken kostet an der PB Courmayeur 6 €, an der 8EUB Dolonne wird stundenweise verrechnet, und zwar ganze 1.5 €/Stunde :o, nein danke, während es an der Val Veny
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geben soll, typisch italienisch fehlt der Hinweis wie viel das Parken in der 'pay parking zone' kostet. Also zur Val Veny gefahren, der kleine kostenlose Parkplatz (der auch von Benutzern der Helbronner - Bahn benutzt wird) war bereits vor 9 Uhr voll, ein paar haben noch ihre Sachen aus den Autos gepackt, also war ich 1 - 2 Minuten zu spät dort. Nerv # 1. Naja, halt zum anderen Parkplatz gefahren. Tagesparken 3€, ist doch OK. Zum Automaten gegangen, der nimmt Münzen oder Karten, gibt aber kein Wechselgeld zurück. Und ich habe natürlich 2 x 2 Euro in der Tasche, aber keine 1 Eur - Münze. Ich probiere es mit beiden Karten, und kriege beide male die Benachrichtigung 'Card not valid'. Interessant, mit den selben Karten kabe ich die ganze Autobahnmaut von Gorizia bis Aosta bezahlt und den Wagen vollgetankt, und sie waren immer 'valid'. Etwas genervt wollte ich eben beide 2€ Münzen hineinwerfen und auf einen € verzichten. Geht aber nicht, sofort wenn ich die zweite 2€ Münze hineingeworfen habe, sind beide unten rausgekommen. Ich musste bei einem anderen Autofahrer meine 2€ Münze in 2 x 1€ wechseln und genau 3€ bezahlen, dann erst wird das Ticket gedrückt. Mann, parken in Italien kann so nervig sein :evil: . Durch die Prozedur haben wir auch die 9:00 Gondel knapp verpasst. Ach ja, bei der Talstation der PB gibt es auch einen Automaten der Euro - Scheine in Münzen wechselt. Ja wie soll ich das denn wissen? Die richtige Prozedur wäre also: Auto parken - bei der Talstation Wechselgeld besorgen - zum Parkautomaten gehen (der steht natürlich am anderen Ende des Parkplatzes) - zurück zum Auto. Nerv # 2. Und wieder mal hat sich die alte Weisheit bewahrheitet: Verspätungen sumieren sich. Wären wir 2 Minuten früher losgefahren, oder hätte ich 2 oder 3 Schleicher überholt, würden wir noch wir einen freien Parkplatz finden, uns 3 Euro und die Geschichte mit dem Parkticket erspart, eine Gondel früher erwischt, 15 Minuten früher im Skigebeit gewesen ... ich kann Starli manchmal durchaus verstehen.

Genug gejammert, alles andere war aber wieder genial, nach einer halben Stunde war der Ärger vergessen.

Trasse PB Val Veny:
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Herrlicher Ausblick von der Bergstation ins Mont Blanc Massiv:
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Die NW - seitigen Pisten im Val Veny sind am Morgen noch schattig, also weg hier ... :
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... erst mal geht es zur zentralen Drehscheibe Checrouit, ostseitig gelegen und bereits am Morgen sonnig:
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Einmal Talabfahrt zur EUB Dolonne mussten wir auch machen, bereits vor 10 Uhr sulzig, aber fast jungfräulich, macht Spass:
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Auch die rechte Seite am Checrouit, hier von der 6KSB Pra Neyron fotografiert, mit ihren süd - südostseitigen Pisten, war bereits von Betriebsbeginn an sulzig. Aufgefallen: unter etlichen Lanzen gab es frischen (2 - 3 Tage alt) Maschinenschnee, die haben wohl noch sehr spät im März beschneit:
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Die NO - seitigen Pisten an der 6EUB Checrouit und vor allem an der 4KSB Aretu waren hingegen perfekt, griffig bis leicht firnig, that's the way I like it ;D :
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Einmal sind wir auch mit der alten 20er PB Youla hinaufgefahren, kurz vor Mittag habe ich einen Zeitpunkt erwischt wo die Wartezeit 'nur' 10 Minuten betragen hat (früher und auch später war die Warteschlange wieder länger):
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Ich weiss nicht ob wir das im AF schon irgendwo besprochen haben, aber auf diese Saison wurde von der Bergstation Arp in Richtung Youla eine Skipiste gebaut, vorher war dort nur Freeride - Gelände. Oder soll ich lieber schreiben: zwischen Arp und Youla ein schmaler raupenbreiter Skiweg ziemlich brutal in den Felsen gesprengt. Etwa in der Mitte zweigt dann eine interessant aussehende schwarze Piste in Richtung der bestehenden roten Youla - Abfahrt ab. Das beste: die Pisten (die lt. Kollegen aus dem Funivie - Forum in dieser Saison durchaus schon man offen waren) waren gesperrt, einfach so, ohne Erklärung. DAS finde ich auch überflüssig: zuerst den Berg so verunstalten und dann die Piste bei genug Schnee und LWS2 NICHT öffnen:
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Die rote von der Youla runter war wie immer perfekt, griffig und dank der geringen Förderleistung der Bahn sehr leer. Trotzdem, etwas vollere Pisten ohne Anstehen am Lift ist mir wesentlich lieber. Auf jeden Fall ist aber die Landschaft hier oben herrlich:
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Am frühen Nachmittag wechselten wir dann zu den nordseitigen Liften, wo der Schnee immer noch perfekt pulvrig - griffig war. Wartezeiten gab es ausser an der alten PB keine. Die 4KSB Plan de Gabba mit ihern beiden schönen roten Pisten war uns schon vom Urlaub 2009 bekannt:
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Die etwas längere 4KSB Bertolini gab es hingegen damals noch nicht, ich glaube es stand eine langsame 3SB dort. Perfekte Bahn, schnell und bequem, erschliesst eine rote und zwei schwarze Pisten, lecker:
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Pistenzustand gegen 14 Uhr:
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Die Abfahrten an der 4KSB Zerotta haben mich als einzige hingegen nicht überzeugt, die schwarze war ziemlich abgefahren, der Rest sind blaue Querwege mit schwarzen Abkürzungen, von denen nicht alle gewalzt waren:
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Sehr schön fanden wir dannn wieder die beiden (= rote und blaue, die schwarze war gesperrt) Pisten an der DSB Peindeint, ganz ruhige und leere Ecke hier. Zeitpukt: etwa halb drei und die Pisten noch perfekt:
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Fazit: beim ersten Mal hat mit Courmayeur nicht so gut gefallen wie die restlichen Skigebiete im Tal, ich weiss nicht mehr genau warum. Vielleicht hatte ich auch nur einen schlechten Tag. Heuer habe ich die Meinung geändert, für einen Tag ist der Berg ganz nett (auch zwei Tage könnte ich es dort aushalten) und das Panorama einfacht überwältigend. Wenn sie endlich mal den Liftschrott Youla - Arp durch eine moderne PB ersetzen (Lt. Funivie.org für 2020 oder 2021 geplant), der Bau der Pisten von der Station Arp hinunter war ein Schritt in die Richtung, hat Cormayeur dann auch die 'Kirsche auf der Torte', dann kann man die schönsten Pisten auch mehrmals fahren ohne den halben Skitag in Warteschlangen zu verlieren. Auch PB - Fans werden hier auf ihre Rechnung kommen, immerhin gibt es noch ganze 4 von dieser Gattung.

Wie auch immer, kurz vor drei haben wir untypisch früh den Skitag beendet und sind mit der PB Val Veny (Bergstation im Bild) wieder ins Tal gefahren, wir hatten an diesem Tag noch was anderes vor (wer will es erraten?) :wink: :
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Re: Aosta, 21. - 27. 3. 2019

Beitrag von miki » 27.03.2019 - 07:28

(Fortführung vom Courmayeur - Bericht)

Wie bereits oben geschrieben, kurz vor drei sind wir mit der PB Val Veny ins Tal gefahren, Skier im Auto verstaut und Skischuhe ausgezogen, dann 3 Minuten zu Fuss zur Talstation der Helbronner - PB gegangen. Der 6 - Tages Aosta Skipass (kostet übrigens 266 €) gilt nämlich auch für diese Bahn (die sonst hin- und retour stolze 52€ kostet), da verzichten wir lieber auf eine Stunde Skifahren und nutzen die Gelegenheit. Viel zu kommentieren gibt es hier ohnehin nicht:

Architektonisch IMO eine der schönsten Talstationen im Alpenraum:
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Nun ein paar Fotos durch die Scheibe, welche aber noch kaum zerkratzt und auch sehr sauber war. Es war übrigens meine erste Fahrt mit einer rotierenden Kabine, interessantes Erlebnis. Hinter den rechten Tragseilen ist die Talstation der Val Veny - PB zu sehen, wirklich ein kurzer Fussweg zwischen den beiden Stationen:
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2. Sektion. Hier oberhalb der Mittelstation gab es früher mal einen kurzen SL mit grüner Piste:
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Nun befinden wir uns auf der Aussichtsplatform oberhalb der Bergstation am Helbronner, dort hatten wir bis zur letzten Talfahrt um 16:30 noch mehr als genug Zeit um uns die spektaruläre Gegend mal anzuschauen, hier nur ein best - of:

Mt. Blanc, leider gegen die Sonne:
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Dent Geant, was für ein formschöner Gipfel 8O :
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Zoom zum Matterhorn und ins Monte Rosa Massiv:
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Tiefblick ins Skigebiet von Cormayeur:
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Aiguille du Midi mit der geschlossenen Verbindungsbahn (ist die überhaupt schon repariert?):
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Verbindungsbahn von unten gesehen, schaut irgendwie schrottig aus und passt überhaupt nicht zur modernen Station der italienischen PB:
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Tiefblick nach Cormayeur mit Rifugio Torino:
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PB - Bergstation von oben:
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Schön hier oben:
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Talfahrt:
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Fazit: wenn man schon bei solchem Kaiserwetter in der Ecke ist, sollte man die 'Skyway Monte Bianco', wie sie auf neuitalienisch :wink: heisst, unbedingt mitnehmen. Ist schon ein tolles Erlebnis, auch ohne die Skiroute zur Mittelstation zu befahren.
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Re: Aosta, 21. - 27. 3. 2019

Beitrag von starli » 27.03.2019 - 12:41

Was den Parkplatz in Courmayeur an der 8EUB angeht, hatte ich in meinem 2016er Bericht folgendes geschrieben:
Ins Skigebiet von Courmayeur gehen insg. 3 Zubringerbahnen, 2 PBs (davon eine weiter hinten gelegen und heute nicht offen, die andere eher vom Ortszentrum wohl ohne sinnvolle Parkmöglichkeit?), und die 8EUB, die ich ansteuerte. Die meisten fuhren bereits unter der EUB zu einem Parkplatz, und ich folgte denen. Oben, direkt an/unter der EUB, gibt’s wohl ein größeres, kostenpflichtiges Parkhaus. Der Parkplatz hier vorne dagegen ist kostenlos.
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Re: Aosta, 21. - 27. 3. 2019

Beitrag von gerrit » 27.03.2019 - 17:24

Sehr schön bis jetzt, ich freu mich schon auf Monterosa!
Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)

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Re: Aosta, 21. - 27. 3. 2019

Beitrag von Raptor311 » 28.03.2019 - 09:43

cooler Bericht, ich mag das Aostatal auch !

2 Anmerkungen: die Talabfahrt zur Dolone Talstation war Mitte Januar geschlossen. Sie war davor zwar mal offen, aber Beschneiung scheint da schwach zu sein.
Ansonsten bin ich bei Dir...2 Tag ist Cormayeur schon wert. La Thuile eher mehr.

Die Youta Abfahrt präpariert gab es bei mir auch schon, nur haben sie im Januar nur Skifahrer bis zur Mittelstation mitgenommen. Von daher war die Präparierung und Herrichtung sinnlos.


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Re: Aosta, 21. - 27. 3. 2019

Beitrag von jwahl » 28.03.2019 - 10:28

Schöne Berichte, besonders mit dem Pistenplan macht es für mich als Orts-unkundigen Freude, Deinen Tag nachzuverfolgen!

Danke
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Re: Aosta, 21. - 27. 3. 2019

Beitrag von miki » 28.03.2019 - 12:26

Noch einmal zur Parkplatzsituation in Courmayeur:
Ins Skigebiet von Courmayeur gehen insg. 3 Zubringerbahnen, 2 PBs (davon eine weiter hinten gelegen und heute nicht offen, die andere eher vom Ortszentrum wohl ohne sinnvolle Parkmöglichkeit?), und die 8EUB, die ich ansteuerte. Die meisten fuhren bereits unter der EUB zu einem Parkplatz, und ich folgte denen. Oben, direkt an/unter der EUB, gibt’s wohl ein größeres, kostenpflichtiges Parkhaus. Der Parkplatz hier vorne dagegen ist kostenlos.
Ich gebe zu, ich habe Starlis Bericht von 2016 entweder verfehlt oder dieses Detail vergessen, Herr Alzheimer wird so langsam auch bei mir aktiv :( . Wo es an der PB Courmayeur (vom Ortszentum) eine sinnvolle Parkmöglichkeit gäbe, weiss ich auch nicht. Irgendeinen Parkplatz wird sie schon haben, sonst auf der HP kaum folgendes stehen:
Parking Courmayeur
08:00 to 5:30 pm
Last admission 3pm
Daily rate: € 6,00 - afternoon rate: € 3,00 (after 1:00 PM);
Das mit dem kostenlosen Parkplatz an der Dolonne - 8EUB habe ich nicht gewusst, da wir aber eh vorhatten an Nachmittag noch mit der Helbronner - Bahn zu fahren, war für uns die 'hinten gelege' PB Val Veny natürlich die erste Wahl, auch wenn wir dort - im Gegensatz zur Dolonne - auf die letzte Talabfahrt verzichten mussten, weil es dort ja keine Talabfahrt (mehr) gibt. Auf alten Pistenplänen war dort sehr wohl eine blaue serpentinenartige Piste eingezeichent. Zur Parkplatzsituation an der PB Val Veny / Skyway Monte Bianco habe ich dieses Foto verunstaltet:
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Grün = kostenloser Parkplatz (das merkt man sofort, weil er an vollsten ist). Blau = Parkplatz an der PB Val Veny, 3€ / Tag mit dem nervigen Münzenautomaten. Rot = Parkplatz an der 'Skyway', ich glaube gelesen zu haben dass es dort 5€ / Tag kostet. Als wir keinen kostenlosen Parkplatz mehr gefunden haben, habe ich natürlich so nahe wie möglich an der PB Val Veny geparkt, damit wir am Morgen mit der Skiausrüstung den kürzesten Weg hatten. Was man am Bild evtl. nicht so gut sieht: die Parkplätze sind durch eine Strassenunterführung miteinender verbunden, die man sowohl zu Fuss als auch mit den PKW benutzen kann.

Apropos neue Pisten an der Arp - PB in Courmayeur: gerade habe ich bemerkt dass sie im Bergfex - Pistenplan, den ich im Bericht verlinkt habe, nicht eingezeichnet sind. Sehr wohl aber sind sie im Pistenplan auf der offiziellen HP zu sehen: https://www.courmayeur-montblanc.com/?q ... anguage=en

Nun aber zum Samstag, 23. 3., wieder ging es nach La Thuile. Bereits am Vorabend haben wir uns gefragt, ob der Samstag leerer sein wird als der Donnerstag (wegen Bettenwechsel), oder voller (wegen Tagesgästen). Nun, wie so oft, liegt die Wahrheit in der Mitte: la Rosiere war etwas leerer, La Thuile wesentlich voller. Obwohl zur gleichen Zeit wie am Donnerstag angekommen, mussten wir wesentlich weiter weg von der Talstation parken, etwa 300 m sind schon sehr nahe an meiner (und Mausis) Schmerzensgrenze. Zum Glück ging es vom Auto zur Bahn leicht bergab und nach dem Skitag habe ich meine Maus mit der Skiausrüstung am Pistenende zurückgelassen und holte den Wagen, es gab etliche die es genau so gemacht haben.

Nun werde ich versuchen von den 100+ Fotos ein paar zu posten wo Bereiche zu sehen sind die wir am Donnerstag ausgelassen haben. Einer davon sind die Pisten rund um die 4KSB Argillien Express:
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Bild

Der Pistenplan von diesem Bereich ist mit viel Vorsicht zu geniessen, fast wie bei den Schultz'schen Skigebieten :twisted: : es sind am Plan wesentlich mehr Pisten eingezeichnet als es sie in Wirklichkeit gibt. An der Argillien Express gibt es eigentlich eine durchgehende Piste und an der 3SB Arnouvaz zwei, dazwischen ein paar Verbindungsvarienten zwischen den beiden, einige (z. B. die 17) sind definitiv Phantomabfahrten.

Rote 18 (?) von der Bergstation Argillien Express zur Talstation Arnouvaz:
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In der 3SB Arnouvaz. Die Pisten hier haben SO - Lage und wurden schnell sulzig. Generell wurde es in den 3 Tagen von Donnerstag bis Samstag immer wärmer, viele Pisten die z. B. am Donnerstag noch nachmittags nur minimal firnig waren, waren am Samstag bereits vor Mittag tief sulzig:
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Verbindungspiste von der Arnouvaz zur Argillien Express hingegen noch perfekt:
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Im Gegensatz zum Donnerstag war am Samstag auch die 3SB Chaz Dura in Betrieb (dafür aber die Mittelstation am Chaz Dura Express gesperrt), natürlich sind wir mit ihr einmal zum höchsten Punkt gefahren (die 4KSB endet ein wenig unterhalb) und die perfekte 9 runter:
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Nette schwarze Piste unter der 4SB Belvedere, hoch genug und nordseitig, selbst bei dieser Hitze noch pulvrig:
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Weiter zur Fourclaz Express, auch hier (NW - Lage) noch durchaus guter Schnee:
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... und vor allem viel Schnee 8O :
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Bergfahrt Fourclaz Express, mit zwei schönen Pisten und gutem Schnee durchaus brauchbare Wiederholungsbahn, allerdings auch 5 min Wartezeit (es waren aber die einzigen des Tages). Auch diese Wartezeiten wären IMO nicht nötig, wenn die Italiener im Stande wären, 4er Sessel auch mit 4 Peronen zu besetzten. Aber nein, die stehen lieber in der Schlange und sitzen dann zu zweit am Sessel:
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Verbindingspiste zum Piccolo San Bernardino Express:
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... und mit diesem hinauf. Auch hier gibt es 2 - 3 schöne westseitige Pisten, zu mittag durchaus noch pulvrig, da muss man einfach ein paar Wiederholungsabfahrten machen. Interessanterweise hier ganz ohne Wartezeiten:
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3SB Chardonnet, leer, pulvige Piste:
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Am Fort angekommen, erwartete uns eine andere Welt: leider sind so ziemlich alle Pisten in diesem Sektor voll der Sonne ausgesetzt und waren (im Gegensatz zum Donnerstag, wo sie um die gleiche Zeit noch hart - griffig und in tieferen Lagen eine Spur firnig waren) tief sulzig, selbst mir zu weich. Einzig und alleine am Valaisan, also auf der oberen der beiden neuen Bahnen, war der Schnee noch in Ordnung, erstens ist es dort 400 m höher und zweitens ist die Piste etwas weniger direkt nach S ausgerichtet:
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Schöne neue Bahn in perfekter Umgebung, die Lage erinnert mich ein wenig an die Bouchet in Val Thorens:
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Ein paar Panoramafotos, zuerst Tiefblick zu den Bellecombe - Schleppern:
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Les Arcs vorne links und La Plagne hinren rechts:
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Zoom in Richtung Tignes / Val d'Isere:
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Einkehr gab es wieder an der selben Stelle wie am Donnerstag:
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Da die gewalzten Pisten eh schon alle im Eimer waren, sind wir einmal zur Abwechslung die schwarze 33 vom Roc Noir zum Fort runter (m. E. 2 oder 3 Tage ungewalzt), war ziemlich gut zu fahren, besser als einige der am Morgen präparierten Abfahrten. In den meisten französischen Skigebieten wäre sie aber eher rot als schwarz:
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Talabfahrt nach La Thuile diesmal 'linksrum', also über die rote 7 und am Ende schwarze 2:
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Mausi hatte um halb vier genug von der Sulzschlacht, ich habe noch versucht eine eierlegende Wollmilchsau zu finden, also eine Piste die (a) nordseitig, (b) sonnig und (c) wenig zerfahren wäre. Bei +15 im Tal hoffnungslos, möchte man meinen. Aber ich habe ihn gefunden, den Tellerschlepper Piloni, mit seiner breiten sonnigen nordseitigen Piste, und noch frischen Raupenspuren, wiel keiner ausser dem lokalen Skiclub fährt mehr SL. Der Club hat wg. Training zwar den halben Hang abgesperrt, aber kurz vor vier als sie mit dem Training fertig waren, wurde auch diese Seite freigegeben, perfekt:
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Bild

Zum Abschluss die schwarze 2, auch noch gut zum Fahren:
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Fazit: ein weiterer guter Skitag, wenn auch etwas zu voll und vor allem viel zu warm. Aber durch geschickte Planung konnte man durchaus auch noch am Nachmittag gute Pisten finden. Und auch beim zweiten Besuch konnte ich nicht alle Pisten ausprobieren, vor allem bei den NW - sietigen Talabfahrten (2/3/4/7) habe ich bestimmt noch was ausgelassen. Hätten wir noch einen Tag zur Verfügung, würde ich am 3. Tag nicht nach F rüberfahren und lieber die Pisten in La Thuile systematisch abfahren. Vielleicht beim nächsten Urlaub ... :gruebel: ?
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Re: Aosta, 21. - 27. 3. 2019

Beitrag von gerrit » 28.03.2019 - 13:40

Also weiter Sonnenschilauf mit Miki! :D
Wenn Du Dir alle von Starli geschilderten Parkplatzsituatioinen merken könntest, dann müsstest Du als Gedächtniskünstler arbeiten...... :wink:
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Re: Aosta, 21. - 27. 3. 2019

Beitrag von snowflat » 28.03.2019 - 13:53

jwahl hat geschrieben:
28.03.2019 - 10:28
Schöne Berichte, besonders mit dem Pistenplan macht es für mich als Orts-unkundigen Freude, Deinen Tag nachzuverfolgen!
Dem kann ich nur beipflichten. Ob Sommer- oder Winterberichte ... man kann ohne Interpretation lesen, was gefällt und was nicht. Auch ich öffne dann aus mir unbekannten Gebieten den Pistenplan und fahre gefühlt den Tag mit, das geht ohne Probleme. Die Berichte lesen sich schön flüssig und sind super natürlich. Ab und zu schreibe ich ja auch mal so ein positives Feedback unter Deine Berichte, soll dann stellvertretend für andere Berichte von Dir auch sein. Eigentlich wollte ich bis zum letzten Bericht aus dem Urlaub warten, aber ich mache es jetzt schon: Danke für das "Abholen" und "Mitnehmen" in Deinen Urlaub! Die Worte waren mir wichtiger als den "Danke-Button" zu klicken :wink:
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Re: Aosta, 21. - 27. 3. 2019

Beitrag von miki » 28.03.2019 - 22:03

Nach so viel Lob bleibt mir ja nichts anderes übrig als fortzufahren , mit Tag 4. Am Sonntag, dem 24. 3., war Pila (bzw. Aosta - Stadt, wo die Zubringerbahn startet) unser Tagesziel. Zuerst hiess es noch die FeWo, in der wir die vergangenen 4 Tage gewohnt haben, zu räumen, aber inzwischen sind wir ja Experten im schnellen Packen (interessanterweise nur wenn wir die FeWo oder das Hotelzimmer verlassen, das Packen zu Hause geht unendlich langsam :gruebel: ). Um 9 sind wir losgefahren, und zwar auf der Autobahn. Bei der Maustelle in Aosta - West dann der Schock: 8,90 €. Da soll noch einer sagen dass slowenische oder österreichische Kurzzeitvignetten teuer seien ...

Die Talstation der EUB in Aosta ist leicht zu finden, gut ausgeschildert, und liegt zwischen dem grössten Einkaufszentrum der Stadt und einem grossen Industribetrieb. Praktisch, aber nichts für romantische Seelen. Es gibt in Pila Paralellbetrieb für Skifahrer und Mountainbiker, und es gab fast so viele Biker in den Kabinen wie Wintersportler. In 3 Sektionen schwebt man mit der relativ modernen 8EUB zuerst über die Autobahn und dann hinauf nach Pila. Pistenplan: https://www.bergfex.it/pila-aostatal/panorama/, hier ist die EUB leider kaum zu sehen (links unten). An der 3. Sektion der EUB gibt es auch eine Piste, die gilt es sofort zu testen, solange sie noch nicht allzu sulzig ist. Leider den Abzweig verfehlt, macht nichts, dann eben zuerst mit der 4KSB Chamole hinauf:
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Rote 2, typische mittelschwere Waldabfahrt, am Morgen hartgefroren und firnt dank Nordlage nur sehr langsam auf:
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Da rechts ist sie, die Abzweigung zur EUB - Abfahrt:
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Schöne leere Piste, bereits am Morgen firnig:
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Eine Piste von der oberen (auf etwa 1550 m) zur unteren (1350 m) Zwischenstation gibt es nicht, obwohl das Gelände durchaus brauchbar aussieht, man müsste keinen Wald roden, nur eine Schneileitung über die breite Wiese ziehen. Ich kann mich erinnern dass 2009, als es in dieser Höhe Naturschnee gab, eine richtige Buckelpiste von der oberen zur unteren Zwischenstation ausgefahren war. Warum man auf weniger als 1 km horizontaler Länge und 200 m HU gleich zwei Zwischenstationen gebaut hat kann ich nicht verstehen, da musste wohl was anderes geplant sein?
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Einmal über die rote 3, am Ende kommt man im flachen Übungsgelände raus:
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Dann den Pistennummern nach zur 6KSB La Nouva, die rote 4 war so genial griffig und leer dass wir sie gleich dreimal hintereinender fahren mussten:
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Bisher alles schön und gut, aber es lockt die '2. Etage' mit den beiden Sesselbahnen Couis 1 und 2:
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Dorthin gelangt man mit der 4KSB Leisse:
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In der alten DSB Couis 1:
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Die DSB erschliesst seit dieser Saison 3 Pisten: die rote ist mehr oder weniger serpentinenartig quer in die Bergflanke gebaut, nicht schlecht, aber auch kein Hit. Der Schnee war hier auf Nordhängen trotz Hitze im Tal noch durchaus griffig - pulvrig:
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Wesentlich interessanter ist die schwarze 8, richtig steil, pulvrig und perfekt präpariert. Like!
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Seit Dezember 2018 gibt es an der DSB Couis 1 aber auch eine ganz neue Piste, die '27' mit leichtem hintenrum - Charakter. Bergfex dazu:
Pila ist immer bereit für etwas Neues: diesen Winter mit einer neuen, schwarzen Piste.
Die Tore wurden für die neue Strecke, die von Platta de Grevon (2700 m) in die Talfahrt Plan De L'Eyve führt, geöffnet. Die Piste beinhaltet ein Förderband, das von der Bergstation der Couis 1 startet.
Besagtes Förderband:
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Kurzer Zieher ... :
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... und schon geht es richtig schwarz runter, perfekt:
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Trotz der alten und langsamen DSB sind wir fast 2 Stunden in dieser Ecke gebleiben, so gut haben uns die Pisten gefallen. Ein paar Panoramafotos gab es auch, z. B. ich nahegelegne Cogne:
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... oder nach W in die Mont Blanc Gruppe:
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Gegen 14 Uhr ging es noch zum Couis 2, alte 3SB mit genialen Pisten, sowohl die schwarzen 10 und 11 links runter als auch die roten 16 und 19 unterhalb der Bahn:
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Die Piste 16 / 17 geht in einem links ausholenden Bogen zur DSB Grimondet, die in dieser Saison leider ausser Betrieb ist, und dann wieder zurück zur 3SB. Nicht so spektakulär wie die anderen Abfahrten in diesem Sektor, aber noch weniger befahren:
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Inklusive einer halben Stunde Pause in der Hütte an der Bergstation Grimod (wo wir den teuersten Latte Macchiatto der Italienwoche getrunken haben) hatten wir bis vier genug zu tun, um alle Pisten zu befahren. OK, die schönsten auch zwei- oder dreimal :wink: . Für die 3 - 4 Pisten im oberen Teil der Leisse (12 - 15) war dann die Zeit zu knapp, und auch der Schnee war so lala - oben durchaus noch gut, unten wo dann alle Pisten zusammenkommen, also etwas oberhalb der Talstation Nouva, hingegen tiefer Sulz. Immerhin haben wir es wieder geschafft eine Piste zu bekommen die fast den ganzen Tag wg. Training gesperrt war, so sah sie gegen 16 Uhr aus:
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Sulzige 15 zur Bergstation der EUB:
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Oben noch Pulver, im Tal T - Shirt Wetter mit +20 Grad ... ich mag diese Kombination 8) :
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Zu Pila: obwohl wesentlich kleiner als alle anderen Skigebiete die wir in dieser Woche besucht haben - die meiste Zeit sind wir auf 5 Liften gefahren, wird es in Pila einem nicht so schnell langweilig. Ich könnte es durchaus noch einen Tag aushalten. Das absolute Highlight ist m. E. die Couis 1 mit ihren beiden schwarzen Pisten. Bei der Länge und Höhenlage würde ich mir dort eine 10 EUB mit moderater Kapazität (< 1500 P/h) wünschen. Da das ganze Skigebiet gegen Norden gerichtet ist (mit kleinen Variationen zwischen NO und NW), ist es für warme Frühjahrstage IMO bestens geeignet. Im Dezember oder Januar möchte ich mich dort hingegen nicht blicken lassen, da muss es ein schattiges Loch sein.

Nach dem Skitag folgte noch die Fahrt ins Val d'Ayas zum gebuchten Hotel in Antagnod, mehr dazu aber im Moterosa - Bericht.
Zuletzt geändert von miki am 29.03.2019 - 09:36, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Aosta, 21. - 27. 3. 2019

Beitrag von snowflat » 29.03.2019 - 08:55

Da der Pistenplan wie geschrieben nicht ausreicht, musste ich auch Google Earth anschmeißen um zu gucken wo die Talstation ist :wink:
Wie lange fährt man denn mit der EUB vom Tal aus? Die Strecke schaut ja elendig lang aus ...
Man könnte aber auch mit dem Auto nach Pila fahren?
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Re: Aosta, 21. - 27. 3. 2019

Beitrag von miki » 29.03.2019 - 09:25

Ich habe zwar nicht die ganze Zeit auf die Uhr geschaut, aber so aus dem Bauch hat die Berg/Talfahrt mit der EUB etwas weniger als 20 min gedauert. Kommt bei 5 km Länge, 5 m/s und zwei Zwischenstationen auch etwa hin. Natürlich gibt es auch eine bestens ausgebaute und bei unserem Besuch trockene Strasse hinauf, Pila ist ja ein Hoteldorf. GE gibt die Fahrzeit mit 28 min an, IMO könnte man auch etwas schneller oben sein, vor allem auf Bergstrassen bin ich fast immer wesentlich früher am Ziel als es mir GE ausrechnet :wink: . Aber schneller als mit der EUB ist man auf der Strasse auf keinen Fall in Pila, und die Talfahrt mit der EUB ist noch etwas kürzer da man an der zweiten Zwischenstation einsteigt, also 'nur' 4 km in der Gondel sitzt.

Nachtrag zu Pila für diejenigen die das Skigebiet wirklich genau unter die Lupe nehmen wollen: wenn man auf https://www.bergfex.it/pila-aostatal/ oben auf 'Karte' klickt, bekommt man eine Karte mit Liften und Pisten zu sehen. Ich benutze die Bergfex - Karten bei der Urlaubsplanung lieber als GE, die Grafik ist mir einfach sympatischer. Aber das wissen alte Forumler sowieso. Was ich schreiben wollte: die neue schwarze Piste 27, Plata de Grevon, ist dort definitiv falsch eingezeichnet, sie geht in Wirklichkeit wesentlich weiter rechts, durch das Tal östlich der Piatta de Grevon zum Pian dell Eyvie.
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Re: Aosta, 21. - 27. 3. 2019

Beitrag von snowflat » 29.03.2019 - 09:40

Dann entspricht die EUB also in der Form den Planungen die man in 4V hat mit Gondelbahn von Sion nach Veysonnaz verfolgt. Schnellerer Zubringer aus dem Tal ohne Abfahrt um den Gästen die Kurverei mit dem Auto zu ersparen, die Anbindung aus dem Tal attraktiver zu machen und den Verkehr gleichzeitig im Tal zu halten.
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Re: Aosta, 21. - 27. 3. 2019

Beitrag von Florian86 » 29.03.2019 - 12:24

Danke für die schönen Berichte und Bilder aus dem Aostatal. Kann mich den hier geäußerten Komplimenten nur anschließen. :-)

Insbesondere Pila fand ich jetzt mal nett, bei schönem Wetter zu sehn. Da unser Besuch dort im strömenden Regen war, konnten wir das Skigebiet überhaupt nicht genießen - abgesehn davon war damals die obere Etage (wo der Regen in Schnee übergegangen wäre) leider geschlossen. :sauer: Auch das mit der unverschämt teuren Maut war uns aufgefallen, hatten wir doch an besagtem Pila-Tag eigentlich geplant, nach La Thuile zu fahren, wohin die Zufahrtstraßen aber gesperrt waren. Also praktisch vergebens einmal auf der Autobahn von Châtillon nach Morgex und zurück.

In der Opensnowmap ist mir bei Pila noch eine komisch-gestrichelte Linie unter dem Berg aufgefallen. Mein erster Gedanke war die geplante "TAV Turin - Lyon", aber diese Bahnstrecke sollte ja eigentlich südlicher verlaufen. Aber dann fand ich die Lösung: eine Bergwerkseisenbahn nach Cogne. Diese startete wohl bei der heutigen Mittelstation Plan Praz der Zubringergondel. Und anscheinend gab es unweit davon in Acque Fredde auch noch eine Pendelbahn nach Aosta. Wobei wohl tatsächlich der Abschnitt nach Plan Praz später als Verlängerung hinzu gebaut wurde.
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Re: Aosta, 21. - 27. 3. 2019

Beitrag von starli » 29.03.2019 - 12:34

Bei der Maustelle in Aosta - West dann der Schock: 8,90 €.
Das Befahren der Mautautobahn im Aostatal hab ich mir schon lange abgewöhnt. Diese Abzocke dort unterstütz ich nicht mehr.
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^ Liegen da sogar noch Gleise im Bahnhof? Schade, dass man die alte Bahnstrecke damals nicht als Verbindung ins Skigebiet Cogne ausgebaut hat..
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Re: Aosta, 21. - 27. 3. 2019

Beitrag von Raptor311 » 29.03.2019 - 16:20

La Thuile und Aosta ist am WE immer deutlich voller als unter der Woche, da kommen die ganzen italienischen Wochenend Touristen oder auch nur Busse aus Mailand für einen Tag.

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Re: Aosta, 21. - 27. 3. 2019

Beitrag von miki » 29.03.2019 - 22:31

Danke @Florian86 für den Wikipedia - Link zur ehemaligen / geplanten Bahn von Pila nach Cogne. Italientypische Geldvernichtung, könnte man meinen :? . Und ja, neben der 2. Mittelstation steht ein kompletter Bahnhof (Foto Nr. 5) mit Gleisen.

Nach der teuren Erfahrung mit der Autobahnmaut Morgex - Aosta sind wir nach dem Skitag von Aosta bis Verres auf der alten Strasse gefahren. Autofahren in Italien ausserhalb der Autobahnen wird von Jahr zu Jahr schlimmer, da gibt es sinnlose Geschwindigkeitsbegrenzungen (an die sich kaum einer hält), Überholverbote auf perfekt übersichtlichen Abschnitten und in jedem Kaff diese orangenen Boxen von denen die meisten zwar fake sind, da und dort versteckt sich aber in einer wahrscheinlich wirklich ein Radar. So z. B. gibt es auf den 11 km zwischen Morgex und Courmayeur keinen einzigen Abschnitt wo man 90 km/h fahren darf, nur 50er und 70er Zonen, und keinen Meter mit strichlierter Mittellinie :nein: . Von Aosta nach Verres (Eingang zum Ayas - Tal) ist es nicht wesentlich anders, und auf 10 Autofahrer findet sich dann einer der meint die depperten Geschwindigkeitsbegrenzungen wirklich einzuhalten, oder noch besser 10 km/h weniger zu fahren. Und einer, der dann den ganzen Trauerzug ohne Rücksicht auf Verluste überholen muss, wir haben auf den 30 km zwei so waghalsige Überholmanöver gesehen wie ich sie sonst nur bei unseren Fahrten durch Rumänien erlebt habe.

Nun aber zu Monterosaski, 25. + 26. 3. 2019:

Nach Antagnod sind wir bereits im Dunkeln angekommen, ohne Probleme das Hotel gefunden, von einem sehr freundlichem Vermieter empfangen und uns im schönen, neuen und sauberem Zimmer mit schnellem WiFi bequem gemacht. Am nächsten Morgen erwartet mich dann dieser Blick aus dem Zimmerfenster:
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Einer der beiden Dorflifte von Antagnod, leider seit 17. 3. geschlossen:
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Nach sehr gutem Frühstück (in Italien ausserhalb der Dolomiten leider keine Selvstverständlichkeit) sind wir in genau 9 Minuten von Antagnod zum grossen kostenlosen (in Italien leider auch keine Selvstverständlichkeit) Parkplatz etwa 100 m von der Talstation in Champoluc gefahren und dort ins Skigebeit eingestiegen. Pistenplan: https://www.bergfex.it/champoluc/panorama/

Die erste der 3 Bahnen die von Champoluc auf den Berg führen ist eine seit dieser Saison neue 8EUB, die eine alte Agudio 6EUB ersetzt hat. In der Talstation fehlen noch ein paar Details, generell aber eine bequeme Bahn mit Rolltreppe und Aufzug von der Strassenseite, ebenerdigem Einstieg von der Pistenseite, Skiköchern etc. Voila (Fotos von beiden Tagen, die Bahn sah am Montag genau so aus wie am Dienstag :mrgreen: ):
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Bild

Bild

Das Wichtigste: die Bergstation der 1. Sektion endet nun im selben Gebäude wie die Talstation der 2. Sektion, man muss nur 10 - 15 m ebenerdig auf Gumimatten gehen. Vorher waren es gut 100 m leicht bergauf. Wenigstens eine der umbequemen Stellen im Skigebeit ist damit Vergangenheit, aber keine Angst, es gibt noch genug davon:
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In der 2. Sektion gibt es eine weitere EUB, leider mit Stehkabinen (OK, an der Wand gibt es so eine Stange wo der halbe Ar*** drauf passt, wenn man zu zweit in der Kabine befindet kann man es sich halbwegs bequem machen):
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Was auf den Bildern sofort auffällt: auf selber Höhe wesentlich weniger Schnee als in La Thuile oder Courmayeur:
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Fixe 4SB als 3. Sektion:
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Atemberaubender Blick von der Bergstation der 3. Sektion (Sarezza, 2702 m):
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Zoom ins geschlossene Skigebiet von Antagnod:
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Geniale Piste C6 von der Sarezza zum Einstieg der Berg - Tal - Berg DSB Nr. 13:
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Auch hier, wenigstens auf Südhängen, eher Dolomiten - Feeling. Immerhin befinden wir uns auf etwa 2100 m, vor 4 Tagen sind wir in La Rosiere auf Naturschnee bis auf 1200 m abgefahren:
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Aber egal, alle Pisten waren gut beschneit, perfekt gewalzt und das Wetter so wie ich es bestellt habe. OK, am Montag war es immer noch viel zu warm, aber die westseitigen Pisten waren vormittags noch sehr gut, hart - griffig, wie z. B. hier unter der 4KSB Alpe Mandria (Nr. 15):
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Noch besser gefallen hat uns die Abfahrt an der 4KSB Bettaforca, Nr. 16. Die Bahn scheint neue Sessel (oder wenigstens neue Polsterung) bekommen zu haben, und der Speicherteich nahe der Talstation ist im Druckprospekt als mit 'new' beschriftet, der sieht auch noch nicht ganz fertig aus:
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Stafal mit der (offiziell) schwarzen Piste G6, die aber fast 200 m von der Talstation der Bahn endet:
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Die SO - seitigen Pisten runter nach Stafal waren hingegen bereits um 11 Uhr tief sulzig, nichts wie weg hier:
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Alte PB Stafal - Sant'Anna und relativ neue 8EUB Stafal - Gabeit, leider genau so blöd positioniert wie die Vorgänger - Agudio. Für die Verbindung von West nach Ost ist die Lage der Station natürlich bequem, zurück muss man dann über den halben Parkplatz laufen:
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Nun sind wir im Skigebiet von Alagna angelangt, wo wir die meste Zeit nur mit der (für uns) neuen 4KSB Cimalegna - Salati gefahren sind. Für solche warmen Tage ist Alagna trotz der Höhe schlecht geeignet, da alle Pisten östlich bis südöstlich liegen. Die an sich zwar schöne Olen war oben noch OK, ab etwa der Mitte eine einzige Sulzschlacht. Einmal war genug:
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Weitere Enttäusching: die DSB Pianalunga - Bocchetta ist nur für Trainierer offen, da auf der einzigen Piste trainiert wird. Bzw. auf der einzigen Piste sind Tore zu sehen, aber definitiv keiner der trainieren würde, auch die Piste sah jungfräulich aus. Damit auch kein Dilemma, ob wir die Talabfahrt nach Alagna machen oder nicht: sie wäre sowieso sulzig, unten muss man immer noch durchs Dorf laufen, und ohne die DSB Pianalunga - Bocchetta gibt es auch Fussmarsch von der Bergstation der EUB bis zur Talstation der Funifor, kein Bock. Also mit der Funifor rauf, und zwar nur bis zur Mittelstation: dort heisst es aussteigen und zur 4KSB wechseln. Nichts dagegen, der Weg ist kurz, in der KSB kann man im Gegensatz zur Funifor bequem sitzen und warm war es auch, da bin ich viel lieber an der frischen Luft als in einer stickigen Grosskabine. An der 4KSB und ihren zweieinhalb Pisten haben wir dann auch 4 oder 5 Wiederholungsabfahrten gemacht, die blauen Pisten liegen hoch genug dass der Schnee trotz Ostlage gut blieb. Für uns Neuland, 2009 gab es die Pisten zwar auch schon, sie waren aber bei unserem Besuch gesperrt weil damals die Funifor an der Mittelstation nicht gehalten hat (warum auch immer ... ):
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Starli hat in einem seiner Berichte kritisiert dass die oberen 50 HM, also der neue Pistenabschnitt zwischen der Bergstation der 4KSB und der Bergstation der Funifor, unnatürlich modelliert und mit Fangzäunen versehen ist. Nun, mich stört eher was anderes: und zwar, dass diese oberen 50 HM steinig / felsig waren, man musste schon gut aufpassen ohne Materialschaden zur Funifor - Bergstation zu kommen, ab dort war es dann perfekt. Es scheint auf diesem neuen Abschnitt auch keine Beschneiung zu geben, die erste Lanze steht an der Funifor - Bergstation. Genial, Piste um 50 HM nach oben zu verlängern, dabei aber die Beschneiung vergessen :wall: .
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Nun, Alagna hat mich auch beim zweiten Besuch nicht so richtig überzeugen können, eine brauchbare 4KSB mit zwei netten blauen Pisten finde ich etwas wenig. Es geht zurück vom Salati zum Gabeit, der Schnee war hier an der Westseite um Welten besser:
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Ein paar Wiederholungsabfahrten an der 3SB Gabeit - Lago, kurz, aber ruhige und nette Ecke:
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Oberer Teil der 'schwarzen' Piste Gabeit - Stafal. Schade dass man beim Bau der neuen EUB keine (meinetwegen einseitige) Mittelstation gebaut hat, an der Stelle wo die Piste in den Ziehweg übergeht, so dass man den netten oberen Teil mehmals fahren könnte ohne unten immer zuerst auf dem flachen Ziehweg abfahren und dann noch über den Parkplatz laufen muss:
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Fine Pista:
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Auffahrt mit der 4KSB/B Sant'Anna - Colle betta, unten nicht gerade winterlich ... :
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... oben etwas besser:
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4KSB Bettaforca mit der sehr schönen roten Piste C14, auch am Nachmittag nur eine Spur firnig, dort sind wir dann fast bis Betriebsende geblieben:
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Zurück mit der Berg - Tal - Berg DSB Lago Ciarciero, in diese Richtung schaut es etwas winterlicher aus:
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Fotos von der sulzigen Talabfahrt um vier werde ich euch ersparen, lieber poste ich ein paar vom Dienstag. Obwohl der Tag auf den ersten Blick dem Montag ähnlich aussieht, war er doch wesentlich anders, mindestens um 8 Grad kälter mit lebhaftem Nordwind. Vorteil: die Pisten blieben viel länger gut, die meisten sogar ganztags. Nachteil: Liftsperren wegen Wind, Details dazu später. In der Früh zuerst ein paar Wiederholungsabfahrten von der Sarezza nach Champoluc, besser geht es kaum, leer und griffig:
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An der Alpe Mandria:
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Perfekte schwarze B3 nach Stafal, nur ganz unten eine Spur firnig - was für ein Unterscheid zum Vortag!
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EUB Stafal - Gabeit aus einer anderen Perspektive (wir mussten mal ... ):
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Am Gebeit: EUB zum Salati wegen Wind geschlossen, die kurze 3SB ebenfalls :(. Also blieb uns nur noch der Weg zu den beiden DSBs Seehorn und Punta Jolanda. Falsch: Auch Punta Jolanda war wegen Wind gesperrt, zwei Weiderholungsabfahrten an der Seehorn sichd sich aber noch ausgegangen. Guter Schnee und absolut nichts los:
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Als wir zm dritten Mal zur Talstation gekommen sind, war dann auch Punta Jolanda wegen Wind gesperrt. Ich weiss, Sicherheit geht vor und was es noch an solchen Totschlag'argumenten' gibt, es gab etwas Wind, aber IMO wurde viel zu schnell dichtgemacht. In La Rosiere am ersten tag war der Wind noch wesentlich stärker und trotzdem liefen alle Lifte normal, nur die Valaisan wurde kurz mal eingestellt. Mausis Kommentar: würde das Aostatal zu Frankreich gehören, wäre hier zwar nur die Hälfte der Pisten gewalzt, dafür aber die Lifte in Betrieb. Was nun? Wir haben noch kurz gewartet und in der Hütte bei der Talstation einen Kaffee getrunken, als aber die Liftler in die Hütte kamen und dort Mittagsessen bestellt haben, war uns klar dass hier nicht so schell was weitergehen wird. Also ins Tal nach Gressoney gefahren und mit dem Skibus nach Stafal, wir waren nicht die einzigen gestrandeten:
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Die PB zur Sant Anna und auch die gleichnamige 4KSB/B liefen normal, ebenso wie die beiden KSBs in Frachey. Dafür war aber die Berg - Tal - Berg DSB gesperrt, so dass wir nicht 'nach Hause' fahren konnten, dann eben an der Sant'Anna und Bettaforca gefahren, erstere einen hauch firnig, zweite hart - griffig:
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Gegen halb drei war dann auch die Verbindungs - DSB offen und am Gegenhang konnte man sehen, dass auch die DSBs Punta Jolanda und Seehorn in Betrieb waren, es war aber zu spät um nochmals rüberzufahren :( , also haben wir den Tag dort beendet wo wir ihn begonnen haben, an der 4SB Alpe Ostafa - Colle Sarezza. Pistenzustand kurz nach vier:
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Um den Bericht so zu beenden wie ich ihn begonnen habe: Abendblick aus dem Zimmerfenster :love: :
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(Fazit folgt noch)
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Re: Aosta, 21. - 27. 3. 2019

Beitrag von snowflat » 01.04.2019 - 10:04

Auf den Bilder läuft parallel zum Funifor die 4 KSB/B, auf dem Pistenplan finde ich diese Kombination aber nicht?
Du kannst Dir Glück nicht kaufen.
Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!

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Re: Aosta, 21. - 27. 3. 2019

Beitrag von Sport2008 » 01.04.2019 - 11:21

Danke für den guten Bericht, aus einen meiner ehemaligen oder immer noch Lieblingsskigebiete.
Alagna könnte man mit dem Bau eines neuen Balme Liftes wieder stark aufwerten. Außerdem
würde ich die alte Indren Bahn renovieren und die alten Abfahrten bis zur Bocchetta delle Pisse
wieder reaktivieren.
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Re: Aosta, 21. - 27. 3. 2019

Beitrag von gerrit » 01.04.2019 - 18:21

snowflat hat geschrieben:
01.04.2019 - 10:04
Auf den Bilder läuft parallel zum Funifor die 4 KSB/B, auf dem Pistenplan finde ich diese Kombination aber nicht?
Die KSB ist auf dem Panorama noch nicht eingezeichnet, sie geht auf der Karte ungefähr von dort, wo "Cimalegna" steht hinauf zum Passo Salati.
@ miki: herzlichen Dank auch für diesen Sonnen-Berichtsteil, ist schon interessant, wie sich dieses Gebiet aus Deiner Perspektive so ganz anders darstellt als vor 4 Jahren für mich.
Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)

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Re: Aosta, 21. - 27. 3. 2019

Beitrag von miki » 01.04.2019 - 22:17

snowflat hat geschrieben:
01.04.2019 - 10:04
Auf den Bilder läuft parallel zum Funifor die 4 KSB/B, auf dem Pistenplan finde ich diese Kombination aber nicht?
Sorry, ich habe einfach den Bergfex - Pistenplan verlinkt und dabei übersehen dass dieser mindestes 2 Jahre alt ist. Ein aktueller findet sich auf der HP von Monterosa Ski: https://www.visitmonterosa.com/en/monte ... le-winter/.

Ich weiss, ich bin noch das Fazit von Monterosaski schuldig: schönes Skigebiet, wir wären gerne noch 1 oder 2 Tage geblieben (Hotel war frei, Urlaub hätten wir auch noch und bankrott waren wir auch noch nicht :wink: ), vor allem weil das Wetter ab Dienstag für ein paar Tage wieder kälter wurde, also bessere Schneeverhältnisse zu erwarten waren. Ich würde sehr gerne noch einmal Alagna bei besserem Schnee (und hoffentlich offener DSB zur Bocchetta) besuchen, Mausi die Pisten an den beiden DSBs Punta Jolanda und Seehorn. Vor allem ist hier die Kulisse genial, unter den 4000ern (oder soll ich lieber 4500ern schreiben) der Monte Rosa. Nur: für sehr warme Frühjahrstage ist das Skigebiet nur bedingt geeignet, es gibt keine einzige richtige nordseitig orientierte Piste, alle Pisten haben entweder SO oder SW - Lage, maximal W. Sowohl in La Thuile als auch in Courmayeur gibt es nord(west) seitige Pisten finden, wo man auch noch am Nachmittag trockenen Schnee finden konnte. Und DAS Skigebiet von Aosta für Hitzetage ist sowieso Pila.

Wir kommen wieder, keine Frage, und es werden keine weiteren 10 Jahre vergehen, wir haben uns vorgegeben spätestens bis 2024 wieder zu kommen. Ich habe eine Kombi 3-4 Tage Cervinia + 3-4 Tage Monterosa im Visier, mal sehen was am Ende kommt. Und für den Weihnachtsmann habe ich auch ein paar Wünsche: neben den Weidererschliessungen in Alagna, von denen auch Sport2008 schreibt, wäre mein Wunsch noch eine KSB / EUB von der Mittelstation der DSB Lago Ciarceiro zum Sarezza - Sattel, damit man die sehr schöne und vor allem nordseitige Piste Sarezza - Contenerey mehrmals wiederholen könnte, momentan geht das nur sehr umständlich (mit 3 Liftfahrten und einer Zwischenabfahrt, die leider voll südseitig liegt). Und eine Anlage, meinetwegen eine ganz einfache DSB, von der Stelle wo die Gabeit Piste in den Skiweg bergeht, zur Mittelstation, für Wiederholungsabfahrten am schönen oberen Teil der schwarzen Piste.

Zuletzt noch ein paar Impressionen vom hübschen Ort Antagnod und seinem kleinen Skigebiet, das zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits 10 Tage geschlossen war - alle kleinen Skigebiete in den Tälern laufen nur bis 17. 3. Zwei Bahnen (eine recht lange 4KSB und eine kurze 3SB) erschliessen immerhin 5 Pisten:
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Wenn wir das nächste Mal kommen, werden wir uns bestimmt wieder in Antagnod einquartieren, gefällt uns einfach besser als Champoluc. Zuletzt noch etwas Schleichwerbung für unseren Vermieter, das kleine (8 Zimmer) Garni L'Espoir kann ich nur weiterempfehlen. Da war alles perfekt: Zimmer, Bad, Panorama, freundlicher Vermieter, Frühstück mit frischen Brötchen, richtigen französischen Croissants, Müsliecke, gutem Kaffee etc. Und vor allem unschlagbar günstig, ich habe eine Aktion auf Booking erwischt, aber auch zum regulären Preis wäre es immer noch OK. Abzocke muss nicht sein!
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Saison 2018/19 beendet: 53 Skitage = 14x Petzen, 5x Pohorje, 4x Mölltaler Gletscher, 3x Gerlitzen, 2x Sillian, BKK, Hochkönig, Ankogel, Nassfeld, La Thuile, Moterosa Ski, Turrach, 1.5 x Hochstein, 1x Katschberg, Klippitz, Heiligenblut, Obertilliach, Kals/Matrei, Simonhöhe, Courmayeur, Pila, Kanin, 0.5x Zettersfeld.

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Re: Aosta, 21. - 27. 3. 2019

Beitrag von powdertiger » 02.04.2019 - 07:08

Vielen Dank für deinen schönen Bericht zu den Gebieten im Aostatal. Vielleicht schaffe ich es über Ostern nach La Thuile.

Als Standort in Monterosa-ski empfehle ich das mittlere Tal. Dann kannst du morgens die Olenpiste auch an warmen Tagen ohne viel Sulz fahren und nachmittags die Westseiten z.B. am Seehorn.
Und insgesamt bietet sich das Gebiet natürlich für Ausflüge ins Gelände an. Dann hat man wochenlang zu tun.

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Re: Aosta, 21. - 27. 3. 2019

Beitrag von Sport2008 » 03.04.2019 - 07:26

Ich würde auch immer Gressoney la Trinite im mittleren Tal emepfehlen.
Mein Lieblingshotel Jolanda Sport direkt am Lift in Gresoney, da braucht man kein Auto oder Bus!
Warum sind alle Abzocker in Champoluc oder sehe ich da was falsch.
Gruß Ingo


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