Pejo, 8.3.2020 / Weltuntergang

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Pejo, 8.3.2020 / Weltuntergang

Beitrag von starli » 25.04.2020 - 21:45

Fortsetzung von: viewtopic.php?f=48&t=63757

Das war er also. Der Tag, der in die Geschichte eingehen wird. Der Tag, nach dem nichts mehr so sein wird, wie es einst war. Der Tag, als es anfing, dass sich die Welt zu drehen aufhört.


So, 8.3.2020

Durch den Neuschnee hoffte ich, dass endlich die beiden mir wichtigen DSB Scanapà und Vareno am Passo Presolana bzw. Monte Pora in Betrieb gehen würden, die lt. Website anscheinend den ganzen Winter bisher geschlossen waren, daher war ich heuer mit der Saisonkarte auch noch nicht dort. Auf Homepage und Facebook war am Freitag allerdings nichts davon zu lesen. Beim Vorbeifahren zur Pizzeria gestern Abend sah es auch nicht so aus, als wär die Scanapa-DSB offen..

Für heute gab es somit mehrere Skigebietsziele:
1. Passo Presolana. Wenn DSB Scanapà offfen, dann mind. einen halben Tag, wenn nicht, dann nur 1-2 Stunden
2. Monte Pora. Falls DSB Vareno offen hat, dann halber Tag, ansonsten vmtl. gar nicht, weil mir die Wartezeiten an den anderen Liften (2x4SB, 1x Dopepl-SL, 1x DSB) zu viel sein wird
3. Wenn 1+2 nicht einen halben Tag, dann würd ich in Schilpario vorbeischauen wollen, ob der SL läuft
4. Colere wäre wegen der Talabfahrt auch eine Option
5. Ansonsten Borno

Sollten beide DSB zu bleiben, selbst jetzt wo Schnee ist, wäre Pora-Presolana die größte Entäuschung des Winters, denn gerade die beiden hatten mir bisher sehr gut gefallen. Sollten die auch in Zukunft nicht mehr in Betrieb gehen, werd ich diese beiden Skigebiete wohl nicht mehr besuchen, zumindest nicht, so lang es noch andere gibt, die mir hier in der Gegend besser gefallen.

Weniger schöne Nachrichten auch hinsichtlich diesem Coronavirus-Scheiß, heute früh im Internet las ich, dass nun die komplette Lombardei bis 3.4. unter Quarantäne sein soll und auch Skigebiete bis dahin nicht mehr öffnen dürfen. Da bin ich ja mal gespannt, ob das schon ab heute gilt und ich a) noch skifahren kann und b) heute Nachmittag noch ausreisen darf.

Nachdem ich geduscht hatte und noch ein bisschen was im Netz gelesen hatte, entschied ich mich, doch zügiger das Hotel und die Lombardei zu verlassen, um 7:45 fuhr ich ohne Frühstück ab. Ich bekam netterweise ein Croissant und einen Saft mit. Wo könnte man am ehesten noch aus der Lombardei raus? Die Bilder von den abgesperrten Gemeinden oder Städten der letzten Wochen waren ja hart. Über die Schweiz? Vielleicht haben die die Grenzen schon geschlossen. Eine der kleineren Straßen nehmen? Möglich. Für den Tonale waren bereits Straßensperren angekündigt. Vielleicht lass ich mein Auto am Pass auf der lombardischen Seite stehen und fahr mit den Skiern rüber und lass mich da ggf. abholen?

Um 9:30 war ich am Tonale, die Polizei stand neben der Straße und ließ noch alle raus. Die Lifte auf lombardischer Seite waren geschlossen, was unerwartet doch ein Großteil der Lifte ist, nur ca. 4 Anlagen sind auf trentiner Boden und waren heute geöffnet. Ich hab drauf verzichtet, diese mit meiner Saisonkarte zu fahren, wer weiß, ob denen im Laufe des Tages nicht einfällt, den Tonale auch noch zum Sperrgebiet zu erklären und ich sitz dann doch fest!

Was bedeutet das nun für die nächsten WE? Tja. Um meinen Osterurlaub nicht zusätzlich zu gefährden, sollte ich wohl besser auch kein WE mehr in Südtirol oder im Trentino verbringen, denn auch das kann jederzeit und somit auch von SA auf SO unter Quarantäne gesteckt werden. So ein Scheiß. Damit ist sogar fraglich, ob ich meine Saisonkarte noch reinfahr, wenn mir jetzt 4 Wochenenden fehlen. Danach wäre ja sowieso Skandinavien und Karelien (Russland) geplant, hoffentlich klappt das dann wenigstens. Ansonsten sollten ja ab 4.4. auch die Lifte in der Lombardei wieder öffnen..

Alternative Ziele für heute? Naja, Pejo wollt ich mir die "neue" PB ja irgendwann mal anschauen. Die haben mittlerweile ein kostenpflichtiges Parkhaus, das 3,- € kostet. Da ich dringend aufs Klo musste, ging ich die 2 Stockwerke im Parkhaus hoch (Aufzug gibts wohl keinen) und zur Kasse rüber und kaufte mir die Tageskarte um 38,- €. Toiletten? Gibt's keine -> drüben an der Bar. Also dorthin und noch ein kaltes Panino gekauft und mitgenommen. Dann wieder ins Parkhaus die 2 Stockwerke runter und Skischuhe angezogen.

In den für heute eigentlich geplanten Sessel-Skigebieten in der Lombardei hätte ich garantiert weniger Möglichkeiten gehabt, mich anzustecken, als hier mit 6EUB und PB und wesentlich mehr los. So ein Schwachsinn!! Die 6EUB ist momentan für 4 Personen, das Funifor für 50 Personen beschränkt und die Funifor-Kabine wurde im Laufe des Tages auch mindestens einmal desinfiziert.

Natürlich wollte ich auch die schwarze Talabfahrt fahren, nochmals werde ich dieses fangzaunmodellierte Skigebiet wohl nicht besuchen. Frage war nur, wann ist die Zeit gut? Hatte ja keine Lust auf Bruchharsch. Zu spät könnt's aber oben im Wald auch wieder anfrieren.. Bin sie kurz nach Mittag gefahren, evtl. doch noch zu früh. Diese Schwarze wäre an sich ne sehr coole Abfahrt, machte heute aber wenig Spaß, da einfach zu wenig Schnee. Unten mehrfache Straßenquerungen und schlimmeres. Ausziehen musste ich die Ski aber nirgends :)

Die Salsiccia-Semmel vom Außenimbiss neben der 6EUB-Bergstation schmeckte dann leider nicht sehr nach Salsiccia, dafür gab es BBQ-Sauce.

(Fotos anklicken zum Vergrößern)

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^ Zweigeteilter Betrieb am Tonale: In der Lombardei stehen alle Lifte still, im Trentino darf gefahren werden.

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^ Die 6EUB darf momentan nur mit 4 Personen befüllt werden (Anti-Corona-Maßnahme)

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^ Schade, dass es die linken beiden Lifte nicht mehr gibt

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^ Pistenplan

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^ Sektion 2: Talstation Funifor Pejo 3000

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^ Funifor Pejo 3000

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^ Funifor Pejo 3000

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^ Funifor Pejo 3000

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^ Pano Bergstation Funifor Pejo 3000

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^ Pano Bergstation Funifor Pejo 3000

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^ Pano Bergstation Funifor Pejo 3000

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^ Bergstation Funifor Pejo 3000

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^ Abfahrt Val della Mite

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^ Abfahrt Val della Mite

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^ Abfahrt Val della Mite

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^ Blick rüber zur ehemaligen DSB-Talstation, die ins Val della Mite führte

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^ Abfahrt 13

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^ Abfahrt 13

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^ Die rote Talabfahrt ist ziemlich langweilig

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^ Talabfahrt und DSB

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^ Die DSB erschließt für Anfänger den untersten Teil der Talabfahrt - langweilig, aber weils eine Graffer-DSB ist, fahr ich sie halt..

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^ DSB

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^ DSB

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^ DSB

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^ Schwachsinnige Netze am Ende der Talabfahrt. Hab die Ski abgeschnallt und nach den Netzen wieder angeschnallt; bei den nächsten Abfahrten hab ich sie einfach angelassen. Ich will schließlich bis zum Ende des Schnees fahren, nicht schon so weit oben die Skier ausziehen müssen!! Manchmal kann man sich echt nur wundern, was den Skigbietsbetreibern alles ins Hirn geschissen wird. Sorry für diese deutlichen Worte, aber diese "Einzäuneritis" überall ist einfach nur nervig.

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^ Vorne die kurze Graffer-3SB, dahinter die 4SB, die den ESL auf etwas anderer Trasse ersetzte

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^ Für diese ehemalige Abfahrt war mir der Schnee heut leider nicht gut genug. Offizielle Abfahrt rechts rum = vollmodelliert und verfangzäunt. An der Saroden-4SB probierte ich es hier und da etwas abseits, aber es war doch eher bruchharschig. Wie ja auch gestern in Lizzola am Nicht-Nordhang.

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^ 4SB Doss dei Cembri

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^ An der 4SB Saroden gabs bis nach Mittag ein Rennen, damit eine der beiden Abfahrten gesperrt

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^ 4SB Saroden

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^ 4SB Saroden

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^ Verbindung von der 4SB Saroden und Abfahrt von 4SB Cembri retour. Ich kieg schon wieder das Fangzaunkotzen.

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^ Schwarze Freeride-Talabfahrt 3 Delle Gole

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^ .. die wäre per se um einiges netter als die modellierte rote Abfahrt. Aber halt Südhang und selten Schnee.

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^ Zum Glück gab es nur wenig Steine

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^ Wenn auch der Schnee nicht immer so einfach zu fahren war, evtl. doch noch zu früh dran gewesen

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^

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^ In dem Bereich sollte man vorsichtig sein ..

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^ .. denn da sind plötzlich Treppenstufen!

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^ .. weil da jetzt ein Fußballplatz ist.

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^ .. danach schaut es wieder eher nach Talabfahrt aus.

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^ Und jezt rüberqueren zur 6EUB

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^ Hier lagen doch ein paar Steine

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^ Der Rest ging wieder steinfreier über Wiesen

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^

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^ .. und man kommt zur 6EUB-Talstation ohne diese schwachsinnige Netzabsperrung zu durchqueren.

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^ Funifor Pejo 3000

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^ Abfahrt 13, auch modelliert. Schöner wäre gewesen: Abfahrt links in die Senke runter und ein Lift retour.

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^ Funifor Pejo 3000

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^ Funifor Pejo 3000

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^ Funifor Pejo 3000

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^ Funifor Pejo 3000

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^ Bergstation Funifor Pejo 3000

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^ Immerhin gibts in den Hütten jetzt keine Plastikbecher und Plastiktassen mehr. Aber auf bzw. neben den Pisten steht leider noch viel zu viel Plastik rum :(

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^ Bergstation Funifor Pejo 3000

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^ Gipfelpano und Bergstation. Auf der Rückseite von den Gipfel läge ein schöner Sommerskigeeigneter Gletscher, der leider nicht erschlossen wurde

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^ Talblick

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^ Val della Mite

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^ Unglaublich, dass der Kran hier immer noch steht seit .. 15 Jahren oder so ?

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^ Val della Mite, die DSB ging einst in diese Richtung hinauf.

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^ Ex-DSB-Talstation links, rechts die 4SB Doss dei Cembri

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^ 4SB Saroden

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^ Val della Mite von der Bergstation 4SB Saroden aus

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^ Val della Mite von der Bergstation 4SB Saroden aus, links die ehemalige DSB-Talstation. An deren Bergstation waren wohl 1-2 weitere DSB projektiert

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^ 4SB Doss dei Cembri

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^ Abfahrt 4SB Saroden, das Rennen ist weg, die teils vereiste Piste bleibt.

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^ Abfahrt 4SB Saroden, unglaublich, aber das Mittelstück hat noch ein paar Mulden und nicht überall Zäune.

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^ Abfahrt 4SB Saroden

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^ Val della Mite, offpiste leider der Schnee heute zu vergessen

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^ Val della Mite

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^ 6EUB und Restaurant

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^ Funifor Pejo 3000

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^ Verbindungsweg 14 von der 4SB Doss dei Cembri zur Abfahrt 13

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^ Verbindungsweg 14 von der 4SB Doss dei Cembri zur Abfahrt 13; geht leider nur mit viel Schieben. Könnte man aber evtl. links abkürzen

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^ Ex-SL neben der Graffer-DSB im Tal. Rechts anscheinend ein gratis Parkplatz? Allerdings muss man ja den Skipass abgeben wg. Pfand an der EUB ..

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^ Kostenpflichtiges Parkhaus

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^ GPS-Track 8.3.2020 in Gelb, vorheriger Besuch mit ESL 2007

Hier noch einige Fotos vom 4.3.2007:

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^ SL Saroden

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.. vielleicht erinnert sich der eine oder andere daran, eines der Fotos von diesem Tag klebt seit einigen Jahren an meiner Tür zur Küche. Nicht weil ich gerade diesen Graffer-ESL so viel besser wie die anderen fand, sondern weil ich leider vom ESL am Gardasee keine so perfekten Stützenfotos hatte ..

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Nachdem ich gestern früh die Autobahn bis Auer gefahren bin (Maut 7,90) und dann über Mezzolombardo ins Val di Sole und aufgrund dieser Lombardeisperrung und weil ich ja sowieso Zeit hatte, gings heute mal über den Gampenpass richtung Meran, zur Mebo und ab Bozen wieder mautfrei zum Brenner. Verglichen mit dem Pass zum Ultental oder dem Mendelpass ist der Gampenpass am angenehmsten zu fahren.

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^ Retour gings über den Gampenpass, die mir heuer noch fehlende 4. Möglichkeit vom Val di Sole richtung Brenner

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^ Gampenpass

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^ Nordseitig vom Gampenpass hat man ein schönes Pano

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^ Etwas alternativ ins Tal gefahren über Prissian / Fahlburg

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^ Prissian

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Soweit der Bericht vom 8.3.2020. In den folgenden Tagen überschlugen sich die Meldungen, immer mehr Länder und Staaten schlossen ihre Skigebiete, auch das eine oder andere "wir bleiben offen" wurde manchmal in 1-2 Tagen wieder umgedreht.

In Österreich hätte man das folgende WE noch skifahren können, aber dazu kam es für mich leider nicht: Aufgrund von Fieber in der Nacht von Donnerstag auf Freitag und aufgrund meines Lombardei-WE konnte und musste ich mich wegen dieses Virus testen lassen. Daher am Freitag gleich früh als einer der ersten in diesen Drive-In-Test in Innsbruck gefahren, nachdem ich 50 Minuten in der Hotline-Warteschleife war und die Bestätigung erhielt, dass ich mich testen könnte. Dort wurde ich nach dem Abstrich zur Heimquarantäne verdonnert, bis das Testergebnis vorläge. Damit durfte ich also am WE 14/15.3. nicht mehr skifahren, das ja dann leider das letzte WE war, wo die Skigebiete noch offen waren.

Am 16.3. rief ich um 14:15 erneut die Hotline an: "Bleiben Sie telefonisch erreichbar. Wenn sich niemand meldet, sind sie negativ" - ja schön, aber was heißt das für meine Heimquarantäne?

Am 18.3. war die Hotline so überlastet, dass ich gar nicht durchkam.

Am 19.3. wurde ich von der Hotline ans Stadtmagistrat Innsbruck verwiesen, die wiederum gaben mir dann eine andere Telefonnummer, die mir bestätigten, dass ich negativ sei und die Heimquarantäne aufgehoben wäre.

Na toll. Dann hätt ich ja am 14/15.3. auch skifahren können :(

Am 20.3. wurden die Sache noch einmal verschärft, die Tiroler Landesregierung stellte jede Gemeinde unter Quarantäne, so dass man seine Wohngemeinde nicht mehr verlassen dürfte. Als ich das am Vorabend hörte, hatte ich aber kaum genug Zeit, um alle Sachen zu packen und nach Schweden durchzubrennen, wo nach wie vor Skigebiete offen haben sollen.

In den nächsten Wochen kam ich also nicht aus Tirol raus, Maßnahmen wurden weltweit verschärft, das Leben eingesperrt, die immer schneller drehende Welt angehalten. In vielen Ländern musste man bei Ein- oder Rückreise nun 14 Tage in Quarantäne gehen, was Reisen dann recht witzlos macht. Skifahren und Reisen, meine einzigen zwei Lebensgrundlagen (immerhin 2 mehr als viele andere?), sind ab sofort und auf unbestimmte Zeit nicht mehr möglich. Da kann der Rest der Welt auch gleich mit untergehen. Jetzt wäre der perfekte Zeitpunkt, dass USA, China, Iran, ... sich endlich mal ihre Atombomben um die Ohren schlagen. Ist jetzt auch schon egal.

Das Leben wird erstmals über die Wirtschaft gestellt, koste es was es wolle. Faszinierend, wieviel Geld auf einmal die ganzen Staatsregierungen aus den Ärmeln schütteln, wo man sonst doch immer hörte, dass man kein Geld habe? Hoffentlich gehen die Leute bald auf die Barrikaden. Für diese ganzen Aktionen bzw. Restriktionen ist die Sterberate von diesem Virus m.E. viel zu gering. Vorallem muss man nun davon ausgehen, dass das die nächsten Jahre immer wieder passieren wird, dass Skigebiete wochen- und monatelang wegen eines nicht sehr tödlichen Virus gesperrt werden.

Am 7.4. wurde die Tirol-Quarantäne wieder aufgehoben, in Schweden sind nach wie vor Skigebiete offen, eine Einreise nach Deutschland ist mir durch meinen deutschen Pass möglich, eine Rückreise nach Österreich aufgrund des Hauptwohnsitzes ebenso. Leider wollten mir meine Vorgesetzten keinen Urlaub geben, vielleicht wegen der 2-wöchigen Heimquarantäne danach? In den nächsten Wochen bleiben mir also nur Skitouren. Aber immerhin das wieder.

Mit Stand 25.4., als ich diesen Bericht fertig schrieb, haben zwischenzeitlich in Tschechien und Norwegen wieder Skigebiete aufgesperrt, die Grenzen dort hin aber für unsereins quasi nicht passierbar oder maximal mit Quarantäne. In Schweden sind nur noch wenige Skigebiete geöffnet, die meisten haben sich wohl dem Druck zum Schließen gebeugt. Generell sind in AT jetzt einige Lockerungen im Gange, wodurch die Skigebiete eventuell ab 1. oder 15.5. wieder öffnen könnten, aber genaues wurde noch nicht mitgeteilt. Für internationale Reisen schaut's nach wie vor düster aus, wobei die Schwedenvariante für mich immer noch möglich wäre, wenn auch immer weniger lohnenswert.

Die Skigebiete in der Lombardei haben am 4.4. nicht wieder eröffnet. Nach wie vor ist ganz Italien dicht. Meine Lombardei-Saisonkarte, die noch bis 3.5. liefe, wurde damit um 2 Monate verkürzt. Eingefahren werd ich die teure Karte damit wohl nicht haben. Mehr als das nervt, dass die letzten Wochen so sonnig waren und man sicher tollen Firnschnee gehabt hätte. Endlich mal ein Jahr ohne nervigen pappigen Frühjahrsneuschnee. Für jemand, dem ein firniges Frühjahr die liebste Skijahreszeit ist, ein herber Verlust.

Was mir dadurch in der Lombardei-Saisonkarte gefehlt hat:
- Skigebiete, die vmtl. wegen Schneemangels heuer vielleicht eh nicht offen waren: Selvino, Schilpario, Graffer
- Skigebiete, die ich gar nicht besuchte, weil ich auf die Öffnung der mir wichtigen DSB wartete: Monte Pora + Passo Presolana
- Skigebiete, die ich eh nicht besuchen wollte: Valpalot
- Skigebiete, die ich im Frühjahr unbedingt nochmals besuchen wollte: Maniva, Borno, Montecampione, Foppolo, Adamello (wenigstens bin ich einmal die neue EUB am Presena gefahren), Aprica!!! (da war ich ja nur einmal ganz kurz, auch ein klassisches Frühjahrsskigebiet für mich)
- Skigebiete, die ich im Frühjahr evtl. nochmals besuchen wollte: Livigno, Santa Caterina Valfurva, Valgerola

Eine Skisaison, die noch mit Stand 7.3. (oder eigentlich sogar noch 8.3.) die beste aller Zeiten hätte werden können, schickt sich nun an, die schlechteste aller Zeiten zu werden, sofern nicht wenigstens noch die Sommersaison halbwegs geregelt über die Bühne geht. Und falls die Alpen-Skigebiete im Sommer nicht öffnen dürfen, dann im Herbst und Winter schon gleich gar nicht, weil da ja viel mehr los ist.

:-(
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Re: Pejo, 8.3.2020 / Weltuntergang

Beitrag von Christian Heinrich » 26.04.2020 - 20:22

Tipp: Wenn man von Peio aus im Sommer die EUB und anschließend den Doss dei Gembri-Lift nimmt, kann man von dort in 3-4 Stunden den Monte Vioz besteigen, den höchsten Wanderberg der Alpen (3650m). Auf der Südseite gibt es einen unschwierigen, gut ausgebauten Wanderweg, der auf den Gipfel führt (praktisch keine objektiven Gefahren). Unterhalb des Gipfels steht die höchste Hütte der Ostalpen (35xx). Die Tour ist toll, ich bin sie schon zweimal gegangen...
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Re: Pejo, 8.3.2020 / Weltuntergang

Beitrag von miki » 26.04.2020 - 23:32

Sehr, sehr schöner Bericht wieder mal vom Starli. Einer der mich daran erinnert, dass wir genau 1 Woche später genau ins Val di Sole fahren wollten, wobei in der Woche Pejo mindestens einmal fix eingeplant war. Bei den Bewertungen der Skigebiete werden wir niemals die selbe Meinung vertreten, aber das ist in diesem Augenblick sowas von egal.

Aber diesen Worten kann ich inhaltlich zu 100% zustimmen:
starli hat geschrieben:
25.04.2020 - 21:45
Skifahren und Reisen, meine einzigen zwei Lebensgrundlagen (immerhin 2 mehr als viele andere?), sind ab sofort und auf unbestimmte Zeit nicht mehr möglich. Da kann der Rest der Welt auch gleich mit untergehen. Jetzt wäre der perfekte Zeitpunkt, dass USA, China, Iran, ... sich endlich mal ihre Atombomben um die Ohren schlagen. Ist jetzt auch schon egal.

Das Leben wird erstmals über die Wirtschaft gestellt, koste es was es wolle. Faszinierend, wieviel Geld auf einmal die ganzen Staatsregierungen aus den Ärmeln schütteln, wo man sonst doch immer hörte, dass man kein Geld habe? Hoffentlich gehen die Leute bald auf die Barrikaden. Für diese ganzen Aktionen bzw. Restriktionen ist die Sterberate von diesem Virus m.E. viel zu gering. Vorallem muss man nun davon ausgehen, dass das die nächsten Jahre immer wieder passieren wird, dass Skigebiete wochen- und monatelang wegen eines nicht sehr tödlichen Virus gesperrt werden.
Selten einen Text gelesen der so sehr meine Meinung widerspiegelt. Vor allem was du im letzten Satz schreibt bereitet mir Angst. Das Frühjahr 2020 und den Sommer 2020 können wir m. E. eh abschreiben. Aber wie sollen wir z. B. den Winter 2020/21 planen? Sollen wir uns z. B. im Herbst (angenommen die Situation normalisiert sich bis dahin halbwegs) einen teuren Saisonskipass kaufen und dann gibt es mitten im Winter wieder Lockdown, geschlossene Skigebiete, dichte Grenzen usw.?! Auch wenn das schlimmste Szenario nicht eintreten wird, habe ich keine Lust bei jeder Reise an der Grenze irgendwelche Bestätigungen (z. B. negativer CoV Test innerhlab der letzten 3 Tage) vorlegen zu müssen, sich von Marsleuten die Temperatur messen zu lassen, und dann im Skigebeit in langen Warteschlangen zu stehen weil pro 10er Gondel nur 2 Personen hinengelassen werden? Da können sie die Skigebeite gleich geschlossen lassen, oder einen Uniformierten (die sind ja in den letzten Wochen extrem in Mode gekommen :evil: ) zu mir nach Hause schicken und mich erscheissen. Weil jede Person weniger = weniger Möglichkeit das Virus zu übertragen. Und wie lang will man uns damit verarschen? Bis Sommer 2021? Herbst 2022? Winter 2023? Ich habe in den letzten Tagen schon Prognosen von sogenennten 'Experten' gelesen dass die Durchseuchung bei diesem Tempo 5 - 7 Jahre dauern könnte 8-O . Sorry, ich will nicht noch 5 Jahre im Hausarest sitzen ohne dass ich die Gelegenheit habe das zu machen was mir Spass im Leben macht. Kurz mal nachgerechnet: bei meinen aktuell 50 Jahren habe ich evtl. noch 20 aktive Jahre vor mir, wo ich reisen, skifahren, in die Berge gehen kann. Nimmt man mir 5 davon, hat man mir 25% meiner Lebenserwartung genommen. Nee sorry, da nehme ich lieber die Erkrankung in Kauf, mit einer Wahrscheinlichkeit von 1% zu sterben und 99% dass ich in einem Jahr wieder normal leben kann. Ich habe schon ganz zu Beginn der #flattenthecurve# - Hysterie einmal geschrieben, dass mir diese Kurven (Stand: Anfang März) Angst machen:
https://imagizer.imageshack.com/img924/9690/G1juzS.png

Nein, es war schon damals nicht die rote die mir Angst gemacht hat, sondern die grüne. Weil die rote wäre bis Ende Sommer vorbei, die grüne zieht sich in den Winter. Wobei die Grüne natürlich Verarsche war, weil auf Null werden wir eh niemals kommen. Meine Prognose: in 2 - 3 Jahren werden sich viele wünschen dass wir den Weg der schnellen Durchseuchung gegangen wären.

Und ja, auch ich hoffe dass
die Leute bald auf die Barrikaden gehen
passender Slogan dazu:
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Re: Pejo, 8.3.2020 / Weltuntergang

Beitrag von hhenne » 27.04.2020 - 08:42

Genauso wenig wie widdis Alkoholfotos in Skiberichten sollten politische Diskussionen bitte im entsprechenden Topic gehalten werden.
Jeder hat sicherlich seine (politische) Meinung, aber muss wirklich jeder unten einem März-Skibericht seine (kontroverse) Coronameinung posten?

Kurz zu miki, es geht nicht um Durchseuchung sondern darum Zeit bis zu einem Impfstopff/Medikament zu gewinnen. Wenn man das (Prognose 2021) hat, dann wird man dieses Virus voraussichtlich so behandeln wie die alljährliche Grippewelle.

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Re: Pejo, 8.3.2020 / Weltuntergang

Beitrag von starli » 27.04.2020 - 12:43

hhenne hat geschrieben:
27.04.2020 - 08:42
Jeder hat sicherlich seine (politische) Meinung, aber muss wirklich jeder unten einem März-Skibericht seine (kontroverse) Coronameinung posten?
^ Falls du jetzt mich meinst: Ja, musste ich, da man meine Berichte auch nach Jahren noch lesen + verstehen muss und daher das plötzliche Ende der Berichterstattung ja erklärt werden muss. Wie du sicher auch gemerkt hast, hab ich das Thema bei den Berichten vor dem 8.3. nicht oder nur ganz kurz angeschnitten, weil es für mich selbst am 7.3. noch weit entfernt war.

Miki: Was die Gondelbahnen angeht: Da ich im Winter recht selten in Skigebiete mit Gondelbahnen fahre (ergibt sich, nicht aufgrund dessen), würde mich das ja weniger betrffen ;-)
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Re: Pejo, 8.3.2020 / Weltuntergang

Beitrag von hhenne » 27.04.2020 - 13:27

Hallo Starli,
ja unter anderem. Ich lese sehr gerne die Skiberichte hier und Corona ist nunmal ein berherrschendes Thema. Würde mir wünschen, dass ein Skibericht, dann auch ein Skibericht bleibt. Corona gibt es schon genug an anderen Stellen.
Das war es dann auch schon und ich hoffe auch, dass man bald wieder Skifahren darf!

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Re: Pejo, 8.3.2020 / Weltuntergang

Beitrag von Snowworld-Warth » 27.04.2020 - 14:05

Ich finde den Bericht, so wie er geschrieben wurde, sehr gelungen, da er zum einen zeigt, wie kurzfristig und plötzlich sich die Ereignisse überschlagen haben. Am einen Tag machte man sich noch Gedanken, an welchem Lift morgen wohl der beste Schnee liegen oder welches Gebiet einem am besten gefallen würde, und am nächsten Morgen sind dann plötzlich alle Skigebiete geschlossen und man muss hoffen wieder in sein Heimatland zurückzukommen. Ich hatte bis zum 10.03. noch als Skilehrer in Österreich gearbeitet und da hätte es niemand für möglich gehalten, dass nur wenige Tage später die Skigebiete, Skischulen und Hotels schließen müssten. So ein Szenario war einfach unvorstellbar. Ich hatte durch die Entwicklungen in Italien sicherlich schon ein ungutes Gefühl, aber dass es wirklich mein vorerst letzter Skitag werden würde, hätte ich nicht gedacht.
Zum anderen finde ich die Zusammenfassung dieser "historischen" Tage für die Skigebiete richtig und wichtig. Zumal du nicht irgendwo Skifahren warst, sondern so dicht am Geschehen. Hoffentlich können wir (oder auch andere) in ein paar Jahren unbeschwert diesen Bericht lesen und denken: "Unglaublich was da damals passiert ist, das wäre heutzutage gar nicht (mehr) vorstellbar".

@miki: Das waren auch genau meine Gedanken, als ich die grüne Kurve das erste Mal sah. Man kann nur hoffen, dass bis zur nächsten Saison Entscheidungen getroffen werden, die alle Seiten berücksichtigen (also auch die der wirtschaftlichen Existenzen sowie sportlichen Lebensfreude). Da hinter dem Wintersporttourismus so viel Geld steckt, werden vielleicht auch noch innovative Lösungen gefunden.

Und Pejo werde ich sicherlich auch zur Abwechslung besuchen, wenn ich nochmal das Val di Sole besuche. Vom Panorama und Höhenunterschied sieht es ansprechend aus.
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Re: Pejo, 8.3.2020 / Weltuntergang

Beitrag von Martin_D » 27.04.2020 - 20:52

Ich finde, es ist ein Riesenunterschied, ob die Diskussion zu einem Skibericht zu einem politischen Thema abschweift, das nichts mit dem ursprünglichen Bericht zu tun hat, oder ob der Verfasser des Berichts in seinem Bericht selbst politische Aspekte anspricht, die dann weiterdiskutiert werden.

Im ersten Fall sollte das wirklich woanders diskutiert werden, im zweiten Fall so wie hier sollte das dann auch im Anschluss des Berichts weiterdiskutiert werden können.
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Re: Pejo, 8.3.2020 / Weltuntergang

Beitrag von 3303 » 27.04.2020 - 23:10

Danke Starli - dieser Bericht wird in die Geschichte des Forums eingehen.
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Re: Pejo, 8.3.2020 / Weltuntergang

Beitrag von starli » 28.04.2020 - 12:50

^ Das kann man für jedwege Seite so sehen, aber .. dass es ausgerechnet so ein Skigebiet sein muss, das Skigebiet vom Vortag war doch viel schöner .. ;)

Interessant auch, wie ich mich am 8.3. noch über modellierte Abfahrten und Fangzäune aufregen konnte - nichts ahnend, dass ich dann monatelang kein geöffnetes Skigebiet mehr besuchen würde können ..
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Re: Pejo, 8.3.2020 / Weltuntergang

Beitrag von icedtea » 28.04.2020 - 12:57

Ich war ja kurz davor, eine Danksagung für den Bericht auszusprechen, mit fast allen düsteren Aspekten.

Wenn da nicht dieser Fehlgriff mit den "... Atombomben ..." gewesen wäre :naja:
Wo ich schon war:
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Was als nächstes kommt: wohl doch wieder Laax; hoffentlich

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Re: Pejo, 8.3.2020 / Weltuntergang

Beitrag von starli » 28.04.2020 - 13:09

^ Ich geh einfach davon aus, dass dieser große Krieg irgendwann kommen wird und unvermeidbar ist. Die Frage ist m.E. nicht "ob" sondern "wann" und maximal noch "zwischen wem", also wer auf welcher Seite stehen wird.. und Mitte März hätte mir das von meinem Terminkalender eben gut in den Kram gepasst, insofern dass ich nicht gerade im Iran oder in Russland beim skifahren sein möchte, wenn ein Trump oder sonstwer mal wieder auf dumme Gedanken kommt, und das war ja im heurigen Winter schon einmal ganz ganz knapp m.E. zwischen USA und Iran.

Insofern war das eher ein dahingehender Wunsch "wenn es denn unbedingt sein muss, dann lieber jetzt als in 1 Jahr"
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