Leider ist nun ausgerechnet in diesem Jahr zum Saisonstart die Schneelage extrem schlecht, sodass wir selbst kurz nach Saisonbeginn nicht in den Genuss riesiger Schneemengen kommen. Dennoch wollten wir uns dieses Erlebnis nicht entgehen lassen.
Also starteten wir 8 Uhr in unserer Unterkunft in Mals und machten uns auf den Weg Richtung Pass.

Schon bald zeigt sich das erste mal der Gletscher im Sonnenschein

Das Ortlermassiv zeigt sich von dieser Seite immer wieder um ein vielfaches imposanter als von der Suldener Seite aus

fast geschafft

Nach einer knappen Stunde Fahrt erreichen wir die Passhöhe. auf dem Parkplatz war es überraschend ruhig. Einige Busse der Trainingsmannschaften stehen am Parkplatz. Ansonten sieht man nur eine Hand voll normaler Skifahrer.

Nachdem wir den Tagespass anstatt für 51 für 45€ (war uns zunächst unklar) erstanden haben, freuten wir uns, dass die Bahn mit neuen Kabinen nun doch fährt.

neue Kabinen

wir warteten und begutachteten die Kabinen. Kurz darauf wurden wir von einem älteren Herr auf italienisch bequaselt. Mit Händen und Füßen wurde uns dann verständlich gemacht, dass wir lediglich die Ausrüstung in der Kabine lassen dürfen und danach mit Jeep bis zum Trincerone fahren müssen. Die Beförderungsgenehmigung seitens der Behörde ist noch ausständig...

Also ging es auf die abenteuerliche Strecke Richtung Trincerone. Oben angekommen warteten bereits unsere Ski vor dem Funifor

Nun zeigte sich das erste Mal das Gletscherplateau

und im zweiten Blick direkt der berühmte Italo-Trash

Der Blick hier oben ist schon gewaltig

Nach den ersten Runden waren wir überrascht, wie wenig hier oben aktuell los ist und auch die Schneequalität war am Morgen noch pulvrig gut.
Lediglich der Neuschnee vom abendlichen Gewitter wurde im Verlauf etwas stumpf.

Die Präparation war gut. Ebenfalls war ich ob der Steilheit der Pisten überrascht.
Auf den Bildern haben die Pisten bisher immer flacher gewirkt.

Der Tiefblick Richtung Bormio und Santa Catarina ist beeindruckend

Ebenso die Absicherung der Bergstation

Der Park aus dem letzten Herbst ist noch ersichtlich

Ohne Worte....man muss es erst ein bisschen wirken lassen

die versetzte Bergstation

Gegen 13:00 zog dann ein Gewitter auf und es begann zu graupeln. Also entschieden Wir uns, wieder Richtung Pass zu fahren.

Auf der Berfahrt konnten wir sehen, dass die Talabfahrt noch machbar scheint. und selbst mit Abschnallen wohl besser als mit dem Jeep. Also versuchten wir es

Tatsächlich war dies die engste Stelle - also problemlos machbar

Fast unten

Rückblick

Schluss bis Mitte Oktober

Die Bahn bringt der derweil fleißig die Ausrüstung ins "Tal"

Retour ging es dann über den Umbrailpass und das Müstair-Tal nach Mals

Alles in allem war es mal ein nettes Erlebnis hier am Stelvio.
Für einen ganzen Skitag waren die Verhältnisse unterhalb des Livrio jedoch zu schlecht. Mit guten Verhältnissen bis auf den Pass könnte man es wohl auch einen ganzen Tag hier aushalten.
Jedoch nur zum Skifahren würde ich die Anreise hier her nicht noch einmal in Kauf nehmen.