Anfahrt: Ettlingen - A8 - Ulm - A7 - Kempten - Füssen - Ehrwald - Garmisch - Seefeld - Innsbruck - Brenner - Klausen - Gröden in 7:00 h wegen früh voller Strecke und unfallbedingter Vollsperrung Fernpass. Zurück ebenfalls über Garmisch, aber über München statt Ehrwald/Füssen/Kempten non-stop in verblüffenden 5:25 h - danke TomTom!
Wetter: Kalt & sonnig, -10°C bis +3°C, vorwiegend trockene Luft
Schnee: mit 20-40 cm Naturschnee für Dolomitenverhältnisse unterdurchschnittliche Schneelage, Südhänge oft schneefrei. Stets genügend Maschinenschnee.
Anlagen in Betrieb: Alle in den besuchten Teilskigebieten
Wartezeiten: Einzelne Zubringer- und Rückbringerbahnen zu Stoßzeiten 5-8 min, sonst keine erwähnenswerten
Gefallen: Unser bislang sonnigster Urlaub in Gröden; gute Pistenqualität dank Kälte (kaum aufgefahrene Kunstschneehaufen); neue Pisten La Ria auf Dantercepies, Alpha Variante am Monte Pana, Pilat-Talabfahrt Seiseralm.
Nicht gefallen: In der Faschingswoche einfach zu voll; kein Rückgang des Andrangs ab Aschermittwoch.
Bewertung: 6 von 6 Punkten
Jaja, ich weiß ... es gibt bereits diverse vorangegangene Dolomitenberichte aus der Saison 2021/22 im Alpinforum, und dieser hier kommt mit einem Dreivierteljahr Verspätung. Also versuche ich, mich hier kurz zu halten und nur Prioritätenfotos als bildliche Doku einzustellen. Freuen wir uns auf die Skisaison 2022/23, die in den Dolomiten am 3. Dezember 2022 begonnen hat. -
In der Faschingswoche 2022 verbrachte Familie Harzwinter samt Freunden ihren 6. Urlaub in Gröden, genauer gesagt in Wolkenstein. Im Gegensatz zu früheren Jahren fuhren wir die Anreisestrecke über den Fernpass mit Start um 4:30 Uhr ohne Zwischenübernachtung in einem Stück. Dass das geklappt hat, verdanken wir der Echtzeit-Stauerkennung und -umfahrung unseres Navigationsgeräts, denn der Fernpass wurde kurz vor unserem Eintreffen wegen eines Lkw-Unfalls nahe der Passhöhe voll gesperrt. So fuhren wir ab Lermoos über die noch leere Ausweichstrecke Ehrwald/Garmisch/Seefeld und verloren distanzbedingt nur 20-30 Minuten, während unsere fast zeitgleich anreisenden Freunde mangels Echtzeit-Navi drei Stunden im Stau stecken blieben. Den Rückweg eine Woche später schafften wir stau- und stoppfrei in 5:25 h - wir wussten gar nicht, dass das geht.
Es war unser bislang sonnigster Aufenthalt in Gröden und kältebedingt derjenige mit den konstant besten Pistenverhältnissen. Leider war es auch einer unserer Gröden-Skiurlaube mit den vollsten Abfahrten. Neben den vielen Deutschen waren mehr Italiener und vor allem mehr Niederländer oder Flamen als früher vor Ort. Unser Programm der 8 Tage in Kürze:
26.02.: Col Raiser/La Longia/St. Ulrich
27.02.: Alta Badia/Colfosco/Edelweiss
28.02.: Saslong/Ciampinoi/Sellajoch/Dantercepies
01.03.: Sella Ronda orange (im Uhrzeigersinn) mit Boé/Vallon und Arabba/Porta Vescovo
02.03.: Alta Badia/Corvara/Blaues Meer mit Boé/Vallon und Gran Risa (aber ohne Heiligkreuzkofel)
03.03.: Ausflug Cortina d'Ampezzo (separater Bericht)
04.03.: Ciampinoi/Monte Pana
05.03.: Seiseralm
Hervorzuhebende Änderungen gegenüber unseren früheren Skiurlauben in Gröden:
+ Drei neue Abfahrten: Dantercepies/La Ria, Monte Pana/Variante Alpha, Seiseralm/Talabfahrt Pilat. Alle drei eine Bereicherung!
+ Strikte FFP2-Maskenkontrollen an Pendelbahnen und Umlaufbahnen rund um die Sella, teils durch Polizei.
- Diesmal ab Aschermittwoch nicht leerer so wie früher, sondern noch voller.
- Täglich erforderliche Neuaktivierung des Skipasses per voluminöser Dolomiti Superski-App in Covid-Zeiten nervte und ließ keinen Sinn erkennen.
- Preisniveau gegenüber 2020 gefühlt ca. 15% erhöht.
Mit dem Online-Skipass-Shop von Dolomiti Superski mochten wir uns nach einem kurzen Blick auf die Internetseite nicht weiter beschäftigen. Wir kauften die Skipässe stattdessen am Anreisetag vormittags an der wie immer leeren Kasse der EUB Col Raiser.
In unserer Skiwoche fuhren wir täglich von 9:30 bis 16:45 oder 17:00 Uhr Ski, so viel wie noch nie in Gröden. Nur für den An- und Abreisetag sind jeweils rund 1,5 Stunden abzuziehen. Harzwinter Junior und der Sohn unserer Freunde fuhren die Snowparks ab, die in dieser Saison schneemangelbedingt etwas schmaler ausfielen als in der Vergangenheit. Auch wenn es natürlich ein toller und sportlicher Aufenthalt war - für mich persönlich gibt es nach den Skiurlauben der letzten Jahre in Gröden, Alta Badia und rund um die Sella abgesehen von den drei neuen Abfahrten kaum noch etwas zu entdecken. Die Luft ist raus, und mich stört, dass es dort an Fasching teils noch voller geworden ist als früher. Folglich war der Tagesausflug nach Cortina d'Ampezzo mein Highlight der Woche. An Fasching 2023 werde ich von Gröden aus bei geeigneten Bedingungen mehr Solo-Ausflüge in die nicht liftverbundenen Nachbarskigebiete (Kronplatz, Pellegrino/Lusia, Karerpass, Ritten) machen ... sofern das weitere Weltgeschehen zulässt, dass in den nächsten Monaten / Jahren Urlaubsreisen stattfinden können.
Da es angesichts der vielen Dolomitenberichte im Alpinforum aus der jüngsten Wintersaison keinen Sinn macht, die einzelnen Skitage und Zielgebiete zu dokumentieren, bringe ich einfach nur meine Lieblingsmotive und -erfahrungen aus dem Urlaub. Der Cortina-Ausflug hat einen eigenen Bericht.
Fototapetenblick am Col Raiser von der Bergstation Fermeda über Puez, Sella, Langkofel und Rosengarten. Eines meiner Dolomiten-Lieblingsmotive überhaupt. Vorteil: Wenn man vom Südhang auf Nordhänge schaut, sieht die Schneelage stets großartig aus.
Anklicken vergrößert alle Panoramafotos im Bericht, sofern die Monitorgröße das zulässt.
Ganz winzig erscheint unser traditionelles Mittagsziel am Col Raiser, die Troierhütte, unter den Felswänden der Puez.
Immer wieder bewundere ich am Col Raiser die sanft geschwungenen Kuppen des Raschötzkamms mit seinem eigentümlich geschlossenen Waldgebiet. Vorn die Kabine der Seceda-Pendelbahn von St. Ulrich.
Und wenn man schon mal dort ist, ist natürlich das Befahren der 10 km langen Abfahrt La Longia hinunter nach St. Ulrich Pflicht.
Unsere Unterkunft in Wolkenstein hat den Vorteil, nach Abschluss des Skitages noch Sonne auf dem Balkon zu haben.
Sonnenuntergang in den Wintermonaten erst deutlich nach 17:30 Uhr neben dem Schlern.
Auch ein Besuch des kleinen Edelweiß-Skigebiets in Colfosco gehört bei uns zum Programm des Gröden-Skiurlaubs. Der Blick vom Berggasthaus Col Pradat in die Sella ist beeindruckend.
Schön steile Ballerpisten am Col Pradat.
Dieser Heustadel an der Trasse der Sesselbahn Forcelles im Edelweiß-Skigebiet ist der zuverlässigste mir bekannte Schneesituationsanzeiger zwischen Alta Badia und Gröden. Kein Schnee auf dem Dach = besch*** Naturschneelage. 20-30 cm Schnee auf dem Dach = dolomitentypisch mäßige Naturschneelage, so wie auf diesem Bild. Schneeauflage bedeckt den kompletten Giebel = ungewöhnlich gute Naturschneelage. Hatten wir auch schon.
Die Tofana di Rozes überm Alta Badia gehört zu meinen Dolomiten-Lieblingsbergen. Frisch verschneit erinnert mich der Berg immer an ein typisches Bettlaken-Gespenst.
Nachmittagslicht auf der Seiseralm unter den Felswänden des Schlern.
Die schwarze Cir auf Dantercepies ist Frau Harzwinters Lieblingsabfahrt in Wolkenstein, weshalb sie von uns entsprechend oft befahren wird.
In den letzten Jahren gab es als Highlight ausschließlich den steilen Schlusshang, überragt von diesem Felsturm, der den Eingang ins Vallunga überwacht.
Seit der Wintersaison 2021/22 gibt es als Highlight die neue, schwarze Abfahrt La Ria, die auf der unteren Hälfte der früheren Trasse der alten EUB Dantercepies angelegt wurde. Ernsthaft schwarz ist sie freilich nicht, aber man bekommt dort gut Speed drauf, wenn man es laufen lässt - feine Sache! Was stört, sind diese sinnlosen, oberhässlichen, quietschblauen Plastik-Auswüchse italienischer Pistensicherungskunst. In anderen Ländern stünde dort überhaupt nichts.
Gewusel auf dem Ciampinoi über Wolkenstein. Links der Langkofel, ganz rechts das Skigebiet Col Raiser mit der schwarzen Abfahrt der Sesselbahn Col.
Seiseralm mit Schlern und - hinten rechts - der Königspitze in der Ortlergruppe.
Ortlergruppe im Zoom mit Königspitze, Gran Zebru und dem Ortler selbst.
Wer mag, beginnt seine persönliche Saslong-Abfahrt mit diesem fordernden Steilhang-Einstieg auf dem Ciampinoi.
Morgens noch ohne viele Skifahrer ist die Saslong-Abfahrt hinunter nach St. Christina eine feine Sache. An Fasching 2022 fuhr sie sich wegen Minustemperaturen auch tagsüber und ohne völlige Vereisung endlich mal wieder richtig gut.
Das traf auch auf die schwarze Ciampinoi-Talabfahrt nach Wolkenstein zu. Wie schön, diese Abfahrt mal wieder ganz ohne aufgefahrene Sulzhaufen zu erleben!
Unsere Lieblingseinkehr im Wolkensteiner Gebiet Ciampinoi-Sellapass ist die Ciadinat-Hütte. Sie ist wirklich noch ein Hüttenbau. Meistens ist es dort recht leer, weil die Masse der Skifahrer achtlos vorbeifährt, und die Gerichte sind lecker, halbwegs günstig und werden zügig serviert. Genau was wir wollen.
Ziehweg durch die Steinerne Stadt zwischen Ciampinoi und Sellapass. Auf die schattigen, steilen Marmolada-Nordwände zuzufahren ist für mich auch im 6. Jahr Gröden noch eindrucksvoll.
Den Langkofel von der Sellapass-Seite (fast) ohne Liftstützen abzulichten ist gar nicht so einfach.
Wer genau hinschaut, erkennt in der Langkofelscharte unter der Toni-Demetz-Hütte die Bergstation und Stützen des nur noch im Sommer betriebenen, geschlossenen Korblifts. Ich bewundere bis heute, wie es die Liftbauer bis ca. 1980 geschafft haben, die Stützen von Liftanlagen durch niedrige Seilführung und Gitterschweißtechnik unauffällig statt störend in die Landschaft zu integrieren. Heutzutage spielt das Gegenteil regelmäßig den Umweltverbänden in die Karten.
Nachmittäglicher Tragödienhang an der DSB Pranseies am Ciampinoi in Wolkenstein gegen die schön beleuchtete Sella. Die Abfahrt ist dann in den Faschingsferien abgefahren, verbuckelt, vereist und schattig. Wer im Sessel sitzt, bekommt interessante Situationen mit viel Unterhaltungspotenzial geboten.
So wie diese: "Verdammt! Hätte ich Buckelpisten gewollt, hätte ich Verbier gebucht und nicht Gröden !!"
Fortsetzung der Kleinserie "Bergstationen" nach der des Korblifts in die Langkofelscharte:
Bergstation Sass Pordoi überm Pordoipass im Rahmen der Sella Ronda. Leider mochte fürs Foto keine Pendelbahnkabine ins Bild schweben.
Bergstation Pendelbahn Marmolada. Hier sehr wohl mit Kabine, auch wenn ich den kilometerweit entfernten Krümel beim Schießen des Zoomfotos nicht mal bemerkt habe.
Bergstation Pendelbahn Arabba - Porta Vescovo. Dies ist die Rückseite des doppelten Bergstationsgebäudes mit dem Ponton für die Pendelbahn hinunter zum Fedaiapass ... die nie gebaut wurde.
Arabba, hübsch schwarze Abfahrt Sourasass von der Porta Vescovo, die wir gern im Rahmen der Sella Ronda mitnehmen.
Der Funifor von Arabba hinauf zur Porta Vescovo ist die schnellste Pendelbahn, die ich kenne. Gibt's schnellere?
Es gibt Witze, die einfach nicht langweilig werden. Zum Beispiel den Steakwitz in der Speisekarte des Rifugio Pescoi an der Pista Ornella im Skigebiet Porta Vescovo in Arabba. Über den lachen wir seit Jahren.
Schwarze Variante der Pista Ornella in Arabba. Die steilen Schwarzen in Arabba stauben immer so schön.
Ganz andere Impression, aber immer noch im Rahmen der Sella Ronda: Bergstation KSB Norei-5 Dita überm Sellapass gegen die Sella.
Bergstation Col dei Rossi von Canazei nochmals gegen die finsteren Nordwände der Marmolada, gesehen von der Bergstation Citta dei Sassi überm Sellajoch.
Noch eine Lieblingsabfahrt von Frau Harzwinter: Nämlich die lange Blaue vom Sellajoch namens Sass [irgendwas] unter den Felswänden der Sella entlang nach Plan de Gralba.
Schlepplift Pudra in Plan de Gralba, einer meiner Lieblingslifte in Gröden! Ein Relikt aus einer vergangenen Zeit ...
Nein, das ist keine Demonstration. Das ist der ganz normale Wahnsinn an der Bergstation Dantercepies in Wolkenstein in den Faschingsferien. Alpenidylle nennt man so etwas.
Schwarze Abfahrt Ciampinoi in Wolkenstein, hier im Zebralook.
Infinity View über Seiseralm und den Santner als Ausläufer des Schlern auf die Bergketten hinterm Eisacktal bei einsickernder hoher Luftfeuchte.
Dito mit mehr Seiseralm, der schwarzen Abfahrt Ciampinoi und Wolkenstein unten rechts im Tal. Darüber St. Christina.
Sprung ins Alta Badia mit der EUB Boè in Corvara. Mit 2641 m recht lange Bahn. Oben links der Sassongher, oben rechts der Heiligkreuzkofel.
Und eine Etage höher bringt uns die DSB Vallon auf die gleichnamige, panoramareiche Abfahrt auf 2530 m Höhe, rund 900 m höher als Corvara. Für Dolomitenverhältnisse ein recht großer Höhenunterschied, weil ja die Gipfel der Felsberge wintersportlich kaum nutzbar sind.
Dieses Heustadel-Ensemble steht im Blauen Meer des Alta Badia an der blauen Saraghes-Abfahrt von Pralongia nach St. Kassian. Seit Jahren sieht mein Foto dieses Motivs immer wieder schief aus. Sehr gerechtfertigt, weil der Stadel vorn rechts tatsächlich allmählich nach vorn kippt.
Kapelle auf dem Piz Sorega im Blauen Meer des Alta Badia mit Bergrestaurant Ütia Pralongia.
Ähnlicher Standort mit Blick auf Sella, Sassongher und Ütia Las Vegas. Der Buckel mit den U-förmig aufeinander zulaufenden Pisten gegenüber ist der Piz la Ila.
Abfahrt im Blauen Meer vom Piz Sorega zu den Sesselbahnen Biok und La Brancia.
Snowpark Biok im Blauen Meer des Alta Badia, schwach frequentiert. Die vollverpackte Hütte rechts im Bild gäbe es in anderen Ländern als Italien nicht.
Weltcupabfahrt Gran Risa vom Piz La Ila ins Val Badia, schön steil und immer wieder ein Highlight.
Natürlich wurde die Gran Risa auch von Leuten gefahren, die dort nicht hingehören. Weiter zum Heiligkreuzkofel sind wir diesmal nicht gefahren. Einerseits sah es weiter unten im Val Badia recht grün aus, andererseits waren wir in den letzten beiden Gröden-Urlauben dort.
Rückweg vom Piz la Ila in Richtung Colfosco gegen Marmolada und Sella.
Schön, dass es in Corvara immer noch Schlepplifte gibt, die an die Gründerzeit von Dolomiti Superski erinnern! Schlepplift Capanna Nera.
Krasser Schnitt: Wir fahren in Wolkenstein vom Ciampinoi hinüber zum etwas isolierten und vergleichsweise wenig besuchten Monte Pana.
Dort erschließt die KSB Mont de Seura genau so gute Abfahrten wie am Ciampinoi, nur dass sie am Monte Pana so leer sind, wie man sich das wünscht. Rote Abfahrt Bravo.
KSB Mont de Seura mit Langkofel.
Neue Variante der schwarzen Abfahrt Alpha, die genau auf Schlern und Seiseralm zuläuft. Schön!
Neben der Talstation Mont de Seura am Monte Pana startet nun auch eine nagelneue ZipLine, die parallel zur Sesselbahn verläuft. Angesichts des Erwachsenenpreises von 36 Euro pro Fahrt haben wir auf ihre Benutzung gern verzichtet.
Paraglider über dem Start der Abfahrten Alpha und Bravo am Mont de Seura gegen Seiseralm und Schlern.
Schwarze Abfahrt Alpha am Mont de Seura.
Zum allerersten Mal in sechs Gröden-Urlauben besuche ich das Übungsgebiet am Monte Pana mit seinen Schleppliften, wo sich die Kinderskischulen tummeln. Der längere Schlepplift und seine Abfahrt sind durchaus nett.
Vom äußeren der beiden kürzeren Schlepper am Monte Pana hat man dafür einen guten Blick auf den Ciampinoi und den Mont de Seura mit seinen verschiedenen Abfahrten unterm Langkofel.
Auf dem Rückweg verzichten wir auf die direkte Verbindungsabfahrt vom Monte Pana zur Saslongabfahrt und fahren stattdessen zum Ciampinoi zurück. Dabei passiert man noch am Mont de Seura diese romantisch gelegene Almsiedlung. Links gegenüber die Talabfahrt Col Raiser, rechts gegenüber der Eingang ins Vallunga / Langental in Wolkenstein.
Nächster Sprung, nun nach Dantercepies in Wolkenstein. Die Gratabfahrt neben der EUB wird nicht viel befahren. Von dort kommt man auf den Hang des kurzen Schlepplifts Panorama mit ...
... der schön unter den Cirspitzen gelegenen Panoramahütte. Wir wollten immer mal im Sommer die Klettersteige in den Cirspitzen besuchen, haben das aber leider bis heute nicht geschafft.
Noch mal auf der schwarzen Cir-Abfahrt auf Dantercepies ...
... mit ihrer Fortsetzung auf die neue schwarze Abfahrt La Ria.
Traditionell findet unser letzter Gröden-Skitag am Abreisesamstag auf der Seiseralm statt. Sonne, Ski, Langkofel.
Die Contrin-Schwaige an der Sesselbahn Leo Demetz auf der Seiseralm hat mal der Grödner Bergsteiger- und Schauspielerlegende Luis Trenker (1892-1990) gehört.
Klassische Seiseralm-Impression mit Puez, Sella und Langkofel und Plattkofel auf der Abfahrt vom Goldknopf. Beim Plattkofel hat die Erosion eigenartigerweise nicht den sichtbaren Hang des urzeitlichen Korallenriffs zerstört, aus dem dieser Gebirgsstock besteht.
Unser Ziel auf der Seiseralm: Die Williamshütte am Ende des U-förmig aufgebauten Skigebiets. Anschließend geht es das "U" in umgekehrter Richtung wieder zurück zum Mont Seuc über St. Ulrich.
Zurück mit der KSB Goldknopf. Links die Rosszähne.
Eines unserer Highlights auf der Seiseralm ist die Geschwindigkeitsmessstrecke am Goldknopf. Hier wird man wenigstens wirklich schnell! Vor zwei Jahren habe ich die 100 km/h geknackt. Diesmal hat das trotz Corona-Übergewichts leider nicht geklappt, möglicherweise wegen leichten Gegenwinds.
Zoom von der Seiseralm nach Norden in die Zillertaler Alpen mit Olperer, Gefrorene Wand-Spitze, Vorderer Weißspitze und Hochfernerspitze. Da man an der Südflanke der Gefrorenen Wand nichts von der Infrastruktur des Hintertuxer Gletschers erkennt, habe ich das Foto hauptsächlich wegen des Meranser Skibergs Gitschberg eingestellt, der die rechte Bildmitte dominiert. Ohne Zoom erkennt man die Gitschbergbahn gar nicht, und ich wusste bislang nicht, dass man diesen Skiberg von der Seiseralm aus sieht.
Klassisches Seiseralm-Stilleben. Mit unzerfahrenem Vordergrund wäre das Motiv schöner, aber es hatte die ganzen Wochen zuvor nicht geschneit.
Eindrucksvoller Langkofel im Zoom. Ziemlich genau in Bildmitte versteckt sich im schattigen Kar die Langkofelhütte, wo wir in zwei Sommerurlauben eingekehrt sind. Im Winter dürfte die Hütte geschlossen sein.
Zoom von der Seiseralm ins Wolkensteiner Dantercepies-Gebiet mit seinen Pisten. In Bildmitte erkennt man neben der sich windenden Cir-Abfahrt gut die neue Abfahrt La Ria auf der verbreiterten, früheren Trasse der alten Dantercepies-Bahn, die wegen Felssturzes und Hangbewegungen für den Bau der Nachfolgebahn ausschied. Oben rechts schaut die Tofana di Rozes ins Bild.
Zoom zur Williamshütte im Skigebiet Seiseralm, auf der wir kurz zuvor eingekehrt waren.
Zoom von der Seiseralm zum Mont de Seura im Skigebiet Monte Pana von St. Christina. Von links unten zieht die KSB Mont de Seura hoch. Rechts die Alpha-Abfahrt, deren neue Variante sich oben links durchs Bild zieht.
Zoom von der Seiseralm zum Ciampinoi über Wolkenstein. Unten links die Mittelstation Sochers von St. Christina. Im Bild die Sesselbahnen Sochers-Ciampinoi und ... Sochers. Hier hat noch keine Marketing-Agentur kreative Liftnamen vergeben.
An der EUB-Bergstation Mont Seuc auf der Seiseralm startet die frisch massentauglich ausgebaute und neueröffnete Pilat-Talabfahrt hinunter nach St. Ulrich und lässt die ungeliebte Talfahrt per EUB der Vergangenheit angehören. Natürlich lassen wir uns das nicht nehmen.
Italien-typisch ist der größte Teil der Abfahrt in der schattigen, steilen Nordflanke des Mont Seuc, die vorwiegend einem Wegverlauf folgt, übermäßig mit vielen schrecklichen Fangnetzen ausgebaut, die nicht immer Sinn machen.
Um die Abfahrt aufzulockern, hat man diesen sausteilen Abkürzungshang in den Bergwald gerodet. Die heftige Hangneigung entlockte unserer Skijugend respektoll den Ausruf "Alterrrr ..."
Gleicher Hang von unten gesehen.
Allmählicher Auslauf der Pilat-Abfahrt durch die Wohnbebauung von St. Ulrich hindurch. Gegenüber die schneelose Schneise der Raschötz-Standseilbahn.
Ende der Pilat-Abfahrt an der EUB Mont Seuc in St. Ulrich.