Am 28. & 29. Mai war ich aufgrund einer Familienfeier in Boppard am Rhein. Wie es der Zufall wollte, steht dort eine 2-CLF aus dem Hause Hasenclever, gebaut 1954. Ursprünglich war geplant, mit eben dieser Bahn zu fahren und auf der Rückfahrt noch Halt an der BUGA in Koblenz zu machen. Weil aber meine Mitbegleiter schwere Einwände bzgl. möglicher Wartezeiten und Kosten in Koblenz erhoben (Fab hat in seinem Bericht die Wartezeiten ja angesprochen), ließen wir die BUGA aus. Stattdessen konnte ich einen Stopp in Ahrweiler aushandeln, um dort eine zweite 2-CLF von Hasenclever zu besuchen. Nun aber zu den Bildern:
2-CLF Vierseenblick Boppard
Ein paar technische Daten von liftworld:
Höhe Talstation: 70 m
Höhe Bergstation: 302 m
Höhendifferenz: 232 m
Streckenlänge: 915 m

^Schon am Samstag knipste ich die Bahn einige Male vom Wasser aus. Dieses Motiv wird sich noch ein paar Mal wiederholen, ich bitte um Verständnis

^Bei der Wiese unterhalb handelt es sich nicht um eine Piste

^Oben auf dem Kamm verläuft die Bahn, die Sesseln sind leicht zu erkennen. Ich selbst habe sie oft aus dem Zug gesehen, als ich bspw. Richtung Oberstdorf fuhr.^

^Ein bisschen Rheinkitsch

Am nächsten Tag ging es nach dem Frühstück entlang des Rheins Richtung Vierseenblickbahn. Ich befürchtete lange Wartezeiten, da die Bahn als Touristenattraktion gepusht wird. Im Prospekt wirbt man sogar damit, dass die Auffahrt 20 Minuten dauert. Was in manchen Wintersportort zu Geschrei führen würde, erlaubt hier den Ausblick während der Fahrt zu genießen. Weiteres auf der Homepage der Bahn.

^Blick auf die erste Hälfte der Strecke, im Vordergrund die Eisenbahnstrecke.^

^Zu meiner Erleichterung war bislang nichts los an der Talstation. Die 6,50 € für Berg- und Talfahrt empfand ich als recht günstig, auch wenn es keinen Studi-Rabatt gab. Für unseren Parkplatz auf dem Hotelgelände mussten wir 5 € pro Tag zahlen...^

^Der Antrieb befindet sich in der Talstation. Dieser blaue Anstrich weiß zu gefallen!^

^Blick auf die ersten Stützen. Die interessante erste Gitterstütze und die kleine Stütze danach sind nicht nummeriert. Nummer 1 ist die erste höhere Fachwerkstütze.^

^Auch der grüne Anstrich weiß zu gefallen! Scheinbar hat man hier sehr hohen Besucherdurchlauf! In beiden Stationen helfen dem Fahrgast 2 Mitarbeiter beim Ein- und Aussteigen. Scheinbar haben einige Touris hier ihre ersten Erfahrungen mit Seilbahnen und die entsprechenden Probleme? Ansonsten sieht man dort auch viele Familien mit Kindern und Rentner.^

^Schaltpult. Insgesamt machte die Anlage einen sehr gepflegten Eindruck!^

^Und dann gings auch schon los

^Hier die noch nicht nummerierte Stütze.^

^Im unteren Stück geht es über Weinreben nach oben.^

^Blick zurück auf das völlig überdimensionierte und überflüssige Talstationsgebäude. In den 50ern hat man diese hässlichen dysfunktionalen Schuppen noch gebaut, Gott sei Dank setzt man heute nur noch auf ästhetische Plastikstationen [/Ironie].^


^Hier der erste Blick auf das beworbene Panorama.^

^Ganz hab ichs mit meiner Digicam gar nicht aufs Bild bekommen...^

^Auch die Landschaft unter der Trasse gefällt! Als sehr interessant und auch durchaus bequem empfand ich übrigens die Sessel.^


^Etwa auf der Hälfte der Strecke angekommen.^

^Sessel im Detail^


^Am liebsten hätte ich mir eine der Stützen mitgenommen, aber leider hab ich im Moment keinen Garten...^

^Panorama von weiter oben. Es ist zwar ein Tanker drauf, aber an starlis Bilder aus Narvik kommt es nicht ganz heran.^

^Der restliche Verlauf ist eher flach und von Bäumen umsäumt.^

^Blick zurück^

^Für die verklemmten Klemmenfreunde^


^Die Bahn wird auch genutzt, um Mountainbikes nach oben zu befördern. Im Wald gibt es wohl so eine Art Funpark.^

^Ein Bild für diejenigen, die sich für diesen Lsap-Schrott interessieren. Scheinbar hat man hier nachträglich eine Stütze entfernt.^

^Wofür ist die blaue Tonne?^


^Die Bergstation kommt in Sicht.^

^Für mich etwas zu kitschig diese Dekoration und Bepflanzung.^

^Bergstation^

^Hier oben gibt es dann verschiedene Wanderwege und ein paar Gastronomien. Hier an der ersten hat man diesen Ausblick. Der sog. Vierseenblick hat natürlich nicht aufs Bild gepasst, die Idee ist aber, dass man 4 durch Hügel etc. voneinander abgeschnittene Teile des Rheins sehen kann, die dann als Seen bezeichnet werden sollen. Naja, mit irgendwas muss man die Touris ja locken!^

^Wieder an der Bergstation, in der sich die Abspannung befindet.^

^Abspannung^

^Um zur Talfahrt zu gelangen, muss man einmal um diesen hässlichen Schuppen rum. Hier hätte ich mir einen Tunnel oder ein Förderband gewünscht.^

^Fahrradgehänge in Aktion^

^Kurz nach der Ausfahrt aus der Bergstation^

^Spätestens bei der Talfahrt zahlen sich die 20 Minuten Fahrzeit aus!^


^Nochmals die Fundamente. Hatte man hier früher durch die zusätzliche Stütze einen höheren Bodenabstand, um über die Bäume hinweg auf den Rhein schauen zu können?^

^Kurzer Blick nach rechts: in der Schneise verläuft die Hunsrückbahn nach Emmelshausen. Google verspricht auf ihrer Trasse einige ansehnliche Viadukte.^

^Ansehnlich ist auch der Ausblick bei der Talfahrt. Der Rhein rückt wieder in den Blick.^

^Seitenblick. Auf der anderen Uferseite gibt es auch eine Bahnstrecke, auf der scheinbar sehr viele Güterzüge mit sehr hoher Taktung fahren. Teilweise waren die irre laut, da soll sich nochmal jemand über erhöhten Flugverkehr beschweren!^

^Schön ordentlich alles, wie es sich gehört...^


^Mein neuer Desktophintergrund

^Beim Aussteigen wird man wie gesagt von 2 netten Mitarbeitern unterstützt.^

^Ausfahrstütze von der anderen Seite.^
Während der Talfahrt kam uns eine Familie entgegen und der kleine Junge berichtetet stolz, dass die Vierseenblickbahn jetzt sein neuer Lieblingslift sei
2-CLF Altenahr
Von Boppard aus ging es dann mit Auto wieder Richtung Ruhrpott. Nach knapp einer Stunde sind wir dann in Altenahr von der Autobahn ab- und Richtung Sesselbahn gefahren. Obwohl die Anfahrt eigentlich recht unproblematisch ist, musste ich wieder feststellen, dass man sich manchmal auch mit Navi verfahren kann...
Auch zu dieser Anlage weiß liftworld etwas:
Höhe Talstation: 166 m
Höhe Bergstation: 330 m
Höhendifferenz: 164 m
Streckenlänge: 325 m

^Blick vom Parkplatz auf die gesamte Strecke der Bahn.^

^Nach der Stationsausfahrt gibt es ein kleines Spannstück über ein Gewässer.^

^Ähnlich konstruierte Ausfahrstütze wie in Boppard.^



^Blick auf die Talstation. Auch hier wird man beim Be- und Aussteigen von 2 Mitarbeitern unterstützt.^


^Deutlich steiler als in Boppard geht es hier nach oben! Ein Handy o.Ä. sollte man hier nicht fallen lassen...^


^Ausblick auf Altenahr, links hinten gibts auch eine Burgruine.^

^Weiter, weiter, immer weiter.^

^Die Steilheit lässt sich erahnen.^


^Auch hier hat es diese Sesseln, diesmal aber ohne Fußraster. Spätestens hier kann man am Seil die Steilheit erkennen

^Hinter der Doppelstütze kommt auch schon die Bergstation.^

^Schwere Doppelstütze am Abgrund

^Bergstation, in diesem Fall nur mal mit einem Mitarbeiter besetzt.^

^Hier oben hat es einen dieser schönen alten Antriebsschlitten

^Die Bergstation von der Seite...^

^...und von hinten.^

^Hier oben wird einem nicht viel geboten. Es gibt wohl 1 oder 2 Wanderwege und auch viel Wald, aber sonst nichts. Ich frag mich schon, warum Leute die Bahn benutzen, wenn sie nicht gerade auch ein Interesse an der Fahrt und Bahn ansich haben?!^

^Neben der Bergstation steht so ein verlassener Gastroschuppen, im Hintergrund ist wieder die Burgruine zu sehen. Hättens besser da den Lift raufbauen sollen.^

^Blick auf den Zustieg zur Talfahrt.^

^Abspannung am Rücken des Gebäudes.^

^Gleich nach dem Einstieg fällt das Gelände steil ab.^

^Nochmal der Blick auf den Antriebsschlitten. Das Herstellerschild hab ich nicht gut draufbekommen, glücklicherweise hängt an der Talstation eine Kopie.^

^Es ging wieder abwärts.^


^Auch diese Bahn macht nach außen hin einen top-gepflegten Eindruck.^

^Klemme^

^Fast unten. In dem Restaurant links gabs kurz später ein leckeres Schnitzel Eifeler Art

^Talstation^

^Die starre Umlenkung^

^An der Kasse hängen Bilder vom Seilbahnbau...^

^...und besagte Kopie des Herstellerschildes.^

^Ein letzter Blick zur Bahn.^

^Naja, dort hat man auch schon bessere Zeiten gesehen. Seinerzeit scheint man die Seilbahn wirklich groß vermarktet zu haben mit Gastronomie drum herum.^

^Zusätzlich zu dem sowieso schon nicht so kleinen Parkplatz gab es wohl früher noch einen weiteren. Offenbar konnte man in den 50ern sehr viele Leute locken. Aber ob die da alle schon ein Auto hatten oder eher mit dem Reisebus kamen?
Edit: Bericht überarbeitet und Fotolinks erneuert