Nochmal der schöne Tiefblick. Das hinten müssten bestimmt mal Vulkane gewesen sein.
Wandern in der Rhön - Schwarzes Moor 04.07.2020
Alle Jahre wieder geht es für ein Wochenende in die Rhön, dieses Jahr nun schon zum 8. Mal
Mir dem Auto sind wir zum "Parkplatz Schwarzes Moor" gefahren, wo wir um 10.30 Uhr ankamen. Die Wanderung verlief von dort nach Süden über den Eisgraben "Wasserfall", anschließend weiter parallel zur wenig befahrenen Straße, bis wir schließlich die Richtung wechselten und nach Westen weiterliefen. Die Wege bis dahin und auch danach waren weitestgehend ruhige Gras- und Waldwege. Nach 1-2 Kilometern steuerten wir dann wieder nach Norden, wobei wir einen tollen Tiefblick hatten. Das letzte Stück war nochmal parallel zur Straße, aber meistens von dieser durch Bäume abgetrennt. Auf der Tour wanderten wir die Wegnummern 1, 5 und 7.
Im Schwarzen Moor selbst waren wir nicht!
Wetter
Es war sehr windig bei kühlen Temperaturen bis 20°C. Sonne und Wolken wechselten sich ab, die Wolken dominierten aber.
Tourdaten
- ca. 9-10 Kilometer
- ca. 130 Höhenmeter
- 4h gemütliche Gehzeit mit Pausen
Positiv
Negativ
Fazit
In der Rhön gefällt es uns jedes Jahr immer wieder. Diesmal haben es uns erneut die charakteristischen Heide- und Wiesenlandschaften sowie die tollen Ausblicke angetan. Außerdem gab es 3 alpine Highlights auf dem Weg, die die Alpensehnsucht etwas befriedigen konnten
Der starke Wind war v.a. deswegen nervig, weil es mir ständig meinen 1€-Strohhut wegwehte :lol: Dennoch war ich froh über das Wetter. Denn es war gerade angenehm zum Laufen, ohne dass man schwitzte.
Bilder
Nach dem Überqueren der Straße zweigt dieser schöne Weg vom Hauptweg ab. Das ist schon mal ein guter Start.
Blick zum historischen steinernen Torbogen eines ehemaligen RAD-Lagers
Nachdem wir eine weiter Straße überquert hatten, öffnet sich schon wieder ein idyllischer Waldweg.
Weiter geht es auf einem kleinen Bohlenweg durch den Wald.
Wegverlauf
Da geht´s rein.
In einer Fichten-Monokultur. Der Waldweg ist aber sehr schön und ohne Schotter.
Hier hätten wir weiter geradeaus laufen müssen...
...aber wir bogen links ab und liefen 5 Minuten weiter, bis wir den Fehler bemerkten. Also drehten wir wieder um.
Doch der Umweg hatte auch seine gute Seite, denn wir entdeckten diesen tollen Türkenbund. Eine wirklich filigrane Pflanze!
In Reihe und Glied. Auch in der Rhön gibt es hin und wieder noch solche Fichtenkulturen. Generell sieht man sie hier aber nur noch sehr selten!
Nun wieder zurück auf dem richtigen Weg. Einfach schön!
Da könnte ich noch ewig entlanglaufen ;-)
Dito. Die Wege waren fast ausschließlich top in Schuss und gemäht!
Im Wald rechts waren seltsame Steinhäufen und der Ort hier war generell sehr mystisch.
Weiter geht es über schöne Wiesen in Richtung des Eisgraben Wasserfalls.
Wir befinden uns hier auf einem recht flachen Hochplateau.
Hier könnte man auch gemütlich nach links abbiegen.
Für uns geht es aber rechts weiter.
Angekommen am Wasserfall. Wahnsinn! Ich hätte echt mit allem gerechnet, aber nicht mit sowas...
Nach einer Vesperpause geht es weiter. Immernoch fragte ich mich, wie man so etwas "Wasserfall" nennen kann.
Der Baum wurde vom Wind auch ganz schön verformt. Hier auf den Wiesenflächen war es heute auch sehr stürmisch.
Entlang der Straße laufen wir leicht bergauf. Der Weg ist aber nett und die Straße wenig befahren.
Tiefblick in´s Tal. Da sieht man erstmal die doch beträchtliche Höhe!
Rückblick
Nun also das versprochene 1. von 3 alpinen Merkmalen. Wir befinden uns auf stattlichen 800m ü. NN. Später auf der Wanderung sogar auf 880m.
Ein idyllischer Weg führt weiter entlang der Straße, die man aber gar nicht bemerkt.
Auf einmal lag ein großer Hackschnitzelhaufen im Weg. Zu sehen sind die Spuren eines tierischen Paarhufers ;-)
Nach dem Abbiegen in Richtung Westen hier der Blick nach Norden auf die charakteristische Heide- und Wiesenlandschaft in der Rhön. Die findet man sonst selten so verbreitet und sie gefällt mir echt gut.
Alpines Merkmal Nummer 2: Eine Lärche mitten in Deutschland. Das gibt es nun auch nicht so oft ;-)
Rückblick und ein toller Ausblick zugleich. Die Fernsicht war ziemlich gut.
Anschließend liefen wir ein Stück durch den Wald bis hierher, wo der Weg nun weiter nach Norden geht. Die Wanderung verläuft immer in nächster Nähe zum Naturschutzgebiet.
Blick von gleicher Stelle nach Süden
Nun geht es weiter, wieder mit tollem Ausblick!
Und da haben wir auch schon das 3. alpine Highlight. Ich konnte es selbst kaum glauben: Hier wachsen tatsächlich Latschen! Echt beeindruckend. Aber durch die Kühle hier kommen sie scheinbar sehr gut zurecht.
Der Blick zur Wasserkuppe (950m ü. NN), dem höchsten Berg der Rhön, darf natürlich auch nicht fehlen. Im Tal liegt Wüstensachsen.
Von hier kann man nun weit in´s Ulstertal blicken.
Es geht an den Abstieg! Rechts sieht man nochmal die Latschen.
Weiter unten, wir laufen geradewegs nach Norden zurück zum Parkplatz.
Nach einer letzten Straßenquerung laufen wir die letzten 1,5 Kilometer nochmal parallel zur Straße. Aber hier ist sogar eine kleine Baummauer als Abgrenzung zu dieser vorhanden.
Der Parkplatz und das gesamte Areal war nun komplett voll. Aber das störte uns nicht. Denn wir hatten eine schöne, ruhige Wanderung hinter uns und machten uns nun auf den Rückweg. Wir fuhren jedoch nicht gleich zurück nach Bad Neustadt, sondern machten noch eine Pause in der nicht weit entfernten Thüringer Hütte, wo es zwar nicht leer, aber spürbar ruhiger war und wir noch einen Platz bekamen.
Ich hoffe, der Bericht hat euch gefallen!
Viele Grüße, be4ski
Und da will nochmal einer sagen, mein Beitragsbetreff war Clickbait :lol: , ..... ein "Wasserfall", hmmm...
