Axamer Lizum-Hochtennbodensteig (16.09.2018)

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Widdi
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Axamer Lizum-Hochtennbodensteig (16.09.2018)

Beitrag von Widdi » 14.11.2018 - 16:00

Anfahrt:
Markt Indersdorf - München - A95 - Garmisch - Zirlerberg - Axamer Lizum in 2,5 Stunden

Rückfahrt:
Axamer Lizum - Zirlerberg - Mittenwald - Kesselberg - A95 - München - Markt Indersdorf in 2:40 Stunden

Wetter:
Kaiserwetter um die 15°C am Berg

Schneehöhe:
Tal: 0cm
Berg: 0cm

Geöffnete Anlagen und Hütten:
-DSB Birgitzköpfl. SSB Hoadl (je 1x)
-Alle mit Sommerbetrieb

Geschlossene Anlagen und Hütten:
-Rest

Wartezeiten:
Gondel: nur auf die nächste SSB
Sessellifte: 0-2min

Gefallen:
-Landschaft
-Wetter
-Kombiticket für die Runde
-Einkehr auf dem Birgitzköpflhaus
-3 kleine ruhige Gipfel mitgemacht
-Gemütliche Lizumer Alm

Nicht Gefallen:
-Mein Equipment ist durch

Wertung:
5,5 von 6

Abzüge:
-Siehe nicht gefallen

So mal wieder eine Altlast, diesmal mit deutlicher Verspätung, fast 2 Monate und der letzte Einsatz der Alten Wanderschuhe. Selbst auf dem eher leichten Hochtennbodensteig, mehrmals gerutscht, bin dann auch in der Woche drauf dann erstmal Schuhe kaufen gewesen. Leider hab ich vor Lauter Arbeit kaum Zeit den reinzustellen, bei Nachtschicht kommst zu nicht viel und bei Spät, ists dann bis man daheim ist fürs Berichteschreiben zu spät. Naja die Tour wurde nachdem es mich die Woche vorher heftig geschmissen hatte gemütlicher. Aber gut nach fast 10 Jahren waren die alten LOWA Tibet einfach durch. Auch hier wieder eine eher kleine Tour mit Dolomitenflair.

1. Auffahrt zum Hoadl

Nunja nach gut 2,5h Anfahrt, Schneller gehts nicht, vor allem wenn man durch Garmisch durch muss. Da hatte ich aber um 7:30 noch Glück gehabt, ab 8:30 kann man da mit Stau rechnen.. Und hinter Seefeld einfach noch die 25km weiter in die Axamer Lizum. Das Hochtal dort, sieht frappierend den Dolomiten ähnlich, allerdings eher wie der Latemar, also sehr zerrissenes Terrain. Insgesamt gingen sich dann noch 3 Gipfel aus, zum Einen das Hoadl (ok raufgefahren mit ner Kombikarte um 20€, da man für die Berg- und Talfahrt beide Bahnen nutzen kann) Die Hochtennspitze wollte ich eigtl. noch mitmachen, aber aufgrund des veralteten Schuhwerks weggelassen. Irgendwann steht mal der Lustige-Bergler Steig an, aber der erst mit den neuen Schuhen, also kommenden Sommer.

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Kurzer Anstieg vom Parkplatz aus, der ist im Sommer natürlich überdimensioniert, ausserdem war bereits der letzte Betriebstag, da könnte man bei schönem Wetter mehr draus machen (z.B. WE-Betrieb nach der Haupt-Sommersaison), wenn man wollte.

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Auch hier geht eine Standseilbahn hoch, diese ist aber jünger als die zur Roßhütte, zur Olympiade 1976 gebaut, also von 1975 und mit Glasdach, aber man sieht auch ned viel mehr raus

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Naja ka warum man die so gebaut hat, einen Vorteil hat eine Standseilbahn da kommt der Wind eher schlecht ran, da man bodennah auf Schienen fährt

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Seitenblick aus dem Fenster, daneben waren schon die Sessel an der 4SB aufgehängt

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Blick rüber aufs WE davor, man erkennt die Erlspitzgruppe aber nicht so gut aus der Ferne, da einfach entsprechend hohe Wände fehlen

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Oben kommt aber Dolomitenflair auf

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Blick rüber zum Hochtennboden

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Tja dank ziemlich aufgebrauchter Schuhe wurde es wieder eine Genusstour, einen Schweren Weg wollte ich mit dem Uraltequipment nicht mehr gehen, zeigte sich ja die Woche davor bei einem Sturz

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Müsste das Dreigestirn über der Lizum sein, die Gipfel sind nicht sonderlich hoch, nur so 2600m, der Kamm geht dann bis auf 2800m an der Schlicker Seespitze hoch, entspricht etwa den Gipfelhöhen am Latemar, bzw. etwas niedriger

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Auf dem Hoadl, intressanter Weise auch ein ähnlicher Aufbau wie bei verschiedenen Gruppen der Dolomiten, die Felsspitzen sitzen auf Urgestein auf.

2. Auf dem Hoadl

Nunja oben angekommen erstmal Frühschoppen, musste mich nach dem Sturz die Woche vorher zumindest etwas schonen, aber eine Aufschürfung ist kein Grund nicht wegzufahren. Habs halt ruhiger angehen lassen. Der Frühschoppen war dann doch ziemlich ausgedehnt, auch wenn ich so große Trümmer wie das Hoadlhaus nciht mag, Rosshütte das gleiche. Gebt mir lieber eine Urige Hütte als ein riesiges "Raumschiff" Aber dafür entschädigt die Sonnenterrasse. Aber gut durch die Nähe zu Innsbruck (20km) wirds da im Winter halt auch gerne sehr voll. Auch von München ist man ja relativ schnell da (1,5-2h) Naja und ich kam Dreibeinig raus, da geniales Panorama

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Seitenblick, die Gruppe ist relativ isoliert, der Spitzname "Nordtiroler Dolomiten" passt

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Pause, war wieder eine Tour mit mehr sitzen als Gehen

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Dolomiten, pardon Kalkkögelpanorama, sind aber ein Dolomitstock

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Den Hochtennboden sieht man bereits, eine nette kleine Hochebene auf knapp 2400m

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Hier gehts dann vom Dreigestirn zur Schlicker Seespitze rüber, insgesamt eine sehr schöne Gegend, kommt fast an den "Großen Bruder" 100km weiter Südlich ran

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Nix los, aber gut ich war ja schon recht früh oben noch vor 9:00

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Ausblick Richtung Norden, das müsste was Richtung Mieminger Kette oder Wetterstein sein

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Hier sieht man zu den Sellrainer Bergen, die sind Urgestein ist offensichtlich

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Gipfelkreuz, bei dem Ausblick nicht weggekommen

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Hat was von nem Raumschiff

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Da ging gleich noch eine, aber dann wars echt gut, aber bei dem Ausblick

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Ausblick mal wieder, diesmal in die Sellrainer Berge und weitere Teile der Stubaier Alpen

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Kann mit den Dolomiten mithalten, naja Ersatzdroge, die eigentlichen Dolomiten sind dann doch etwas imposanter

3.Hoadl-Hoadlsattel

Tja nach einem Fast Verhocken am Hoadl, gings dann gleich auf dem Hochtennbodensteig weiter. Erst ein Stück die Schipiste runter, bevor es dann die 100hm zum Hochtennboden hoch ging. Der liegt auf 2360m und ist eine Wiese direkt unter den, wenn auch niedrigen Felswänden der Kalkkögel. Der Höhenweg selber geht mit mehreren teils Steilen Gegenanstiegen rüber zum Birgitzköpflhaus. Man kann aber auch auf der anderen Seite zur Adolf-Pichler Hütte gehen, müsste aber dann wieder die 350hm zum Hoadl hochgehen oder irgendwie um den Berg rum. Die Hochtennspitze hatte ich auf dem Radar, hab die aber, da spät weg gekommen ausgelassen. Die gibts eben dann halt ein Anderes Mal.

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Am Hoadlsattel 2 weitere kleine Gipfel, die den Spitzen vorgelagert sind kamen dann doch mit, also ein 6000er, wenn auch ein Fauler (drei kleinere 2000er-Gipfel)

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Ausblick, hier allerdings eher Richtung Sellrain

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Vorne folgt der Hoadlsattel, danach geht es aber endlich auf einen wenn auch einfachen Steig weiter (T2-3)

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Unten das Tal in dem die Kemater Alm liegt

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Nockspitze und Widdersberg, ersterer sieht von der Seite wie ein Hügel aus, ist aber auch ein Felsberg, nur hat der eben seine Schauseite Richtung Inntal runter und auch aus Dolomit aufgebaut

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Kemater Alm von oben

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Links sinds einige Gipfel der Sellrainer Berge, Rechts die Mieminger, man siehts an der Form und am Gestein

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Nordkette und Nockspitze

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Zoom zum Dreigestirn beim Hochtennboden

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Ausblick in die Kalkkögel

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Wegverlauf, DAS nenn ich mal Dolomitenflair

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Rückblick aufs Hoadl

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Zoom zur Nordkette, gegenüber meine Einkehr, ab da gings mit der DSB wieder runter.

4. Anstieg zum Hochtennboden

Nunja am Sattel hängengeblieben, gings dann rauf zum Hochtennboden ein sehr schönes Fleckchen, man hat Dolomitenflair aber auch einen guten Blick ins Karwendel. Optional kann man in Anderthalb Stunden noch die Hochtennspitze machen, aber das wollte ich mit dem Alten Material nicht mehr, also zwangsweise eine Genusstour. Wird aber irgendwann mal mit den neuen Schuhen nachgeholt, sobald die richtig eingelaufen sind, also kommende Wandersaison. Zumal ja die Kalkkögel tw. ähnlich brüchig sind wie die Erlspitzgruppe gegenüber.

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Blick auf die Schlicker Zinnen

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Wegverlauf zum Hochtennboden, ist eine kleine Ebene, die etwas oberhalb des Hoadlsattels liegt

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Kalkkögel und Widdersberg, unten der Beschneiungssee, den hat man ziemlich wild eingebaut, das geht auch Naturnaher

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Zoom zum Widdersberg hinüber, um wenigstens 1, 2 kleine leichte Gipfel dabei zu haben bin ich dann die paar Minuten raufgestiefelt

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Nockspitze, Widdersberg und daneben gehts zum Ampferstein weiter

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Hoadl und Nordkette

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Dolomitenfeeling mal wieder, die Gipfel der Kalkkögel ähneln denen frappierend

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Hier hats ähnlich nette Felszacken, wenn auch niedriger als weiter Südlich, schade, dass man aus dem Wandergebiet nicht mehr macht, und Mitte September schließt (Sommerbetrieb) immerhin kann man eine Runde drehen, die kaum einem der Höhenwege in den Dolomiten nach steht.

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Adolf-Pichler Hütte dahinter gehts in die Sellrainer Berge, die sind klar von den Kalkkögeln zu unterscheiden

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Auch am Höhenweg hats einen netten Zacken, den kann man mitnehmen (war da auch kurz oben)

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Nochmal die restlichen Kalkkögel, die ragen bis auf 2800m auf

5. Am Hochtennboden

Nunja oben angekommen nur eine kleine Pause, da könnte man aber auch wirklich gut ausspannen. Die Hochfläche ist nicht besonders groß hat aber eine sehr nette Aussicht und fast direkt unter den Gipfeln, was aber bei Gipfelhöhen um die 2600m etwas suboptimal ist, da man ja selber schon auf fast 2400m hockt Danach gings wieder runter und tw. im Geröll rauf zur nächsten Scharte, bzw. zum nächsten Sattel. Von dort gings dann die 10min zum Widdersberggipfel hoch mit 2327m ein kleiner Nebengipfel der Gruppe.

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Oben angekommen

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Panorama auf dem Weg rüber

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Hier zweigt man zur Spitze ab

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Auf dem Hochtennboden, Landschaftlich ist die Route ein Genuss, wird aber auch gerne gewählt. Überlaufen kann man dazu allerdings nicht gerade sagen

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Gut Möglich, dass man hier auch Edelweiss findet, hab aber nicht genau danach gesucht, aber vom Ausblick nunja da kommt das Karwendel nicht annähernd mit

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Tja kann genauso gut in den Dolomiten sein

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Totale mit der Hochtennspitze

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Rückblick zum Hoadl

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Nordkette vom Hochtennboden aus, eins ehr schönes Plätzchen und trotz Seilbahnanschluss zumindest in der Nachsaison eher leer

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Hier gehts dann runter zum Widdersbergsattel, dazwischen quert man die Geröllreisen und hat auch mal steilere Anstiege dabei

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Kalkkögelkitsch

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Blick rüber zum Widdersberg, der kam als nächstes dran. Von dem hat man einen netten Blick auf das Dreigestirn, allerdings halt eben wg. der höheren Gipfel drum herum eher weniger in die Ferne

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Wegverlauf

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Nordkette bin dazu auf einen kleinen Buckel rauf, der etwas oberhalb des Hochtennbodens ist, war mit 2373m mein höchster Punkt diesmal

6. Hochtennboden - Widdersbergsattel

Tja kaum einige Minuten am Hochtennboden, gings dann weiter. Durch diverse Abstecher hab ich die eigtl. 3 Stunden Gehzeit etwas verlängert. Allerdings war das diesmal eher eine Kleine Tour. Reines Genussbergwandern, dafür halt sehr viele Fotostopps. Nunja vom Widdersbergsattel gings dann die 15min auf den Widdersberg selber, eine vorgelagerte Erhebung vor den eigtl. Kalkkögeln, der aber auch mit steilen Wänden zur Lizum abfällt.

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Müsste die Malgrubenspitze sein, die soll aber extrem brüchig sein, also schon ziemlich abgenagt

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Saile, Ampferstein und Marchreisenspitze

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Unten quert man auch mal größere Schutthalden

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Nordkette vom Weg aus, tw. brechen da senkrechte Felswände zur Lizum ab

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Das war beim Übergang vom vorher besuchten Buckel, da kommt man leicht rauf, kann aber gut runterschauen, bin aber auch tw. quer über die Wiesenhänge runter

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Tja nun gings unter den Felsspitzen weiter, ähnelt frappierend den Dolomiten auch die großen Schotterhalden sind ähnlich

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Die Halden quert man dahinter kommt der nächste Sattel.

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Nordblick

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Rückblick zum Hochtennboden hinauf

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Lizumer Kar, auch sehr schön gelegen

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Tja die Schroffen Gipfel sieht man auch am Schattenwurf

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Und hier die Türme, aber ohne Kletterei kommt man da nicht rauf

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Und noch mehr Dolomitenflair

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Später kommt der Widdersberg in Sicht, die 10min rauf hab ich mir auf alle Fälle genommen, da man da quasi im Wohnzimmer der Kalkkögel hockt, richtig netter Blick nach Norden zum Karwendel und rauf auf die Kalkkögel

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Am Widdersbergsattel angekommen, landschaftlich ist der Hochtennbodensteig eine Granate, ähnlich diversen Höhenwegen in den Dolomiten.

7. Abstecher zum Widdersberg

Tja am Sattel angekommen, gings dann noch die 80hm rauf. Einfaches Wandergelände, auch wenn es nur schmale Pfadspuren hat. Am Widdersberg selber hats kein richtiges Gipfelkreuz, sondern ein komisches Hölzernes Teil, das zwar ein Kreuz sein soll aber keins ist. Der Abstecher ist aber nur T2-3, schwerer ist die ganze Tour nicht und war halt eher was faules, dafür halt Panomäßig genial. Damit war dann auch schon der 2. bzw. 3. "Gipfel" im Sack (aber der 2. war nur ne kleine Kammerhebung am Hochtennboden) Später folgte dann noch die Schneiderspitze, die gabs dann nach 3/4 der Strecke.

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Noch mehr Dolomitenfeeling müsste die Marchreisenspitze (2620m) sein, in die Gebirgsgruppe will ich auf Alle Fälle nächsten Sommer wieder, aber gut aber es dürfte sich dann nach dem Aussetzer heuer auch wieder ein Sommerbesuch bei der Südlichen Verwandtschaft (die eigtl. Dolomiten) ausgehen

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Aufstieg zum Widdersberg, einfaches Gelände, den Weg muss man aber manchmal suchen

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Nockspitze

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Rückblick zum Hochtennboden

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An der Scharte, der Anstieg waren dann noch 10min

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Auf dem Kamm

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Rückblick gen Hochtennboden

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Noch mehr Dolomitenflair

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Oben angekommen, der Widdersberg hat einen netten Ausblick in die höheren Gipfel der Kalkkögel hinein, etwa wie beim Ciampinoi im Grödner Tal, aber alles in kleiner

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Das Dreigestirn

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Und die sehr schöne Nockspitze, der geht aber recht leicht her, da kann man auch ein Hügelhüpfen machen, da die mehrere Nebengipfel hat

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Nordkette vom Widdersberg aus, die wirkt niedriger als die ist, da das relativ breite Inntal dazwischen ist

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Müsste die Malgruben oder Marchreisenspitze sein, beide Gipfel sind so um die 2600m hoch

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Rückblick zum Hoadl

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Und wieder Runter

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Kontraste, wie in den Dolomiten weiter Südlich, aber gut das sind geologische Geschwister

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Noch ein Blick auf den sehr schönen Höhenweg, man kommt zwar nur auf etwa 550hm aber die sind dafür Landschaftlich der Hammer

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Und mal runter auf den eigtl. Weg

8. Widdersbergsattel - Schneiderspitze Teil 1

Tja nach dem Besuch am Widdersberg, gings dann weiter. Immer hoch überm Tal entlang, meist auf über 2000-2200m quer unter den Gipfeln lang. Trotzdem macht man einige Höhenmeter, da es eben immer mal wieder rauf und runter geht. Man kommt zur Schneiderspitze, wenn man Richtung Halsl geht und dann einfach mal seitlich weg. Der Gipfel an sich ist nicht sehr spektakulär, geht man vom Hochtennbodensteig aus ist das nur ein kurzer Aufstieg, dahinter gehts ein paar 100m senkrecht ins Tal hinab. Danach muss man noch zum Halsl hinab, bevor man nach einem Steilen Anstieg gemütlich zum Birgitzköpfelhaus kommt.

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Wieder am Sattel, danach gings unter den Felswänden entlang

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Kontraste

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Schaut man rechts rauf immer wieder kleine Zinnchen und Zacken

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Der Wegverlauf, kann aber auch sein, dass das einer der Zustiege Richtung Lustige Bergler Steig ist, der Hochtennbodensteig geht ja immer unterhalb der Spitzen entlang

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An dem Pilzförmigen Felsen gehts weiter

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Wegverlauf, obwohl eher T2, gerutscht, naja das Resultat. Die alten Bergschuhe wanderten einige Tage später in den Müll

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Mal ein Blick rauf, die Scharten sind eher niedrig, aber darüber halt senkrechte Wände

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Zwischendurch gings dann gemütlich durch Bergwiesen

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Mal ein Blick hoch

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Marchreisenspitze, den Ampferstein sieht man erst am Schneiderkogel richtig gut

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Hier kann man in eine der Scharten aufsteigen

9. Widdersbergsattel - Schneiderspitze Teil 2

Nunja auf halber Strecke wird das Terrain gerölliger, man hat mehrere kleine, steilere Anstiege, aber nix schweres. Wahlweise kann man auch wieder hoch in die Felsgipfel aufsteigen, aber das gabs diesmal nicht. Das Dreigestirn über der Lizum kann man ja sowohl von Unten, als auch von den Gipfeln aus bewandern/besteigen. Nunja nach einiger Zeit war ich dann am Schneiderspitz und da gings dann eh nur noch in einen weiteren Sattel ins Hals. Danach nochmal 150m rauf und Fertig. Wer will kann aber die Nockspitze mitnehmen, die gehört auch zu den Kalkkögeln und gut 2400m hoch, aber da ist man meist auf Alpinen Wiesen unterwegs. Klettern muss man da nicht.

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Gegenlicht am Weg

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Die Schneiderspitze ist in Sicht mit 2160m ein recht kleiner, unmarkanter Gipfel, fällt aber dafür steil zur Lizum ab

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Ausblick

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Wegverlauf, der ist aber nur T2-T3 je nach Schuhwerk, reine Genußtour

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Wieder mal Dolomitenflair

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Wegverlauf zur Schneiderspitze, ist mit T2 eine eher leichte Bergtour, aber halt eben landschaftlich genial

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Rückblick zum Widdersberg, da musste ich manchmal an den Col Rodella denken der hat nen ähnlichen Charakter, auch nen Felsgipfel vor größeren Felsgipfeln

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Blick das Kar hinauf

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Kann genauso gut aus den Dolomiten sein wenn man in die Wände der Kalkkögel schaut

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Rückblick zum Hoadl

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Mal ein Ausblick vom Sattel, danach gings zur Schneiderspitze rauf, war aber auch nur ein kurzer Abstecher, den kann man querbeet mit 15min Umweg mitnehmen, allerdings tw. Weglos, aber auch ned schwerer als T2-3

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Das Dreigestirn mal wieder

10. Auf der Schneiderspitze

Tja kaum am nächsten Sattel, noch kurz über die Wiesen hoch zur Schneiderspitze, ein kleiner vorgelagerter Gipfel der Kalkkögel. Auch der hat ein nettes Pano in die Gebirgsgruppe hinein und nach Norden raus zum Karwendel. Allerdings muss man halt im Gegensatz zu den Dolomiten auf einen Blick zum Alpenhauptkamm verzichten, es sei denn man schaut nach Süden von einem der Gipfel aus. Dort dann erstmal eine Weile geblieben, da kam dann eine Gruppe Kletterer hoch, die den von der Lizum aus bestiegen hatten, also durch die Felsabstürze hoch.

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Ausblick von der Schneiderspitze, klein aber fein triffts da, auch wenn man nicht über das Dreigestirn schauen kann, aber hat auch was mal von einem kleineren Gipfel auf die "Riesen" zu Schauen

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Nockspitze/Saile die wirkt von der Schneiderspitze aus wie ein gemütlicher Buckel

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Der Grat gegenüber an den Kalkkögeln ist etwas wilder

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Widdersberg und Hoadl, letzteres wirkt wie ein Grasbuckel und ists auch, aber das kommt vom unterschiedlichen Gestein: Das Hoadl ist aus kristallinem Urgestein die Kalkkögel Dolomit, die Kombi findet man auch in den Dolomiten oft, unten Urgestein oben Dolomit

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Tiefblick auf den Parkplatz, die Hotels der Lizum sieht man kaum, zu nah am Fels

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Nockspitze und daneben das Tagesziel das Birgitzköpflhaus

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Rückblick, gut zu sehen, dass die Gipfel auch die kleineren steil abfallen, während das Hoadl als behäbiger Buckel erscheint

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Blick ins Schigebiet rüber, naja das hatte ich kaum touchiert, eigtl. nur das kleine Stück vom Hoadl in den Hoadlsattel, danach sinds nette Bergpfade

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Nochmal die Kalkkögel

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Wieder am Sattel

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Wieder vom Gipfel runter, danach gings ein Stück rauf und anschliessend ins Halsl hinab, bevor man nochmal ein Stück aufsteigen muss

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Widdersberg

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Gipfelkreuz

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Und ein Blick in die höheren Gipfel rüber

11. Schneiderspitze - Halsl

Tja kaum vond er Schneiderspitze runter, ging querfeldein wieder zum Sattel zurück, gings dann erstmal ein gutes Stück, tw. Steil runter zum Halsl auf knapp 2000m Höhe. Danach wartet nochmal ein Gegenanstieg bis auf fast 2150m rauf, bevor man dann auf einer Art Höhenweg recht bequem (T2) zum Birgitzköpflhaus kommt. Der Gegenanstieg ist aber recht anstrengend, wenn auch mit T2-3 nicht allzu schwer.

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Wieder am Sattel, danach wartete noch der Abstieg ins Halsl auf knapp 2000m

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Noch mehr Dolomitenflair

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Und als Gegenpol die relativ sanfte Saile/Nockspitze, aber die fällt Richtung Inntal auch steil ab und ebenfalls ein Dolomitgipfel

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Wegverlauf, fast schon voralpin, aber naja die Nockspitze hat auch eine Schroffe Seite

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Knapp unterm Einstieg zum Ampferstein, schärfer als T2 ist es nicht

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Im Halsl, danach nochmal 150hm Anstieg bis auf etwa 2130m

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Wegverlauf oben der Gegenanstieg ist eher Gähn, da man auch nicht viel zu sehen bekommt, von der Lage her

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Rückblick ins Hals, danach gings dann rüber zur Hütte und erstmal ausgedehnt gerastet

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Noch der Ampferstein, dahinter die restlichen Kalkkögel

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Wegverlauf

12. Übergang zum Birgitzköpflhaus

Tja nach der wenn auch eher kleinen Tour eine verspätete Mittagspause gemacht und dann gegen Betriebsschluss (mit 16:30 noch grad so akzeptabel fürn Sommer) gings dann mit der DSB wieder ins Tal. Von der Snowcard konnte ich da natürlich noch nix holen, aber 20€ für ne Berg- und Talfahrt find ich ok, vor allem, weil mann beide Sommeranlagen nutzen kann, was man aber für den Höhenweg auch muss. Alternativ kann man natürlich auch zu Fuss rauf gehen, aber das ist keine Option, wenn die Bergbahnen noch im Sommerbetrieb sind.

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Naja nix wie rüber. Der Weg ist nach dem Anstieg eher flach später mal etwas steiler gen DSB runter, aber nix wildes

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Inntalblick

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Ziel anvisieren

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Tiefblick zur Lizum, da fährt man bis auf knapp 1600m hoch von Kematen aus

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Felsformationen an der Saile/Nockspitze, die ist aber auch ein lohnender und leicht erreichbarer Gipfel (T2-3)

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Das verspätete Mittagessen und das Bier rufen bereits

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Angekommen, den Abstieg! zum Birgitzköpfl hab ich mir aber geschenkt, da lieber gemütlich auf/vor der Hütte hocken und Genießen

13. Einkehrschwung

Nunja an der Hütte angekommen gleich mal auf die Sonnenterrasse und ich bin erst kurz vior Liftschluss in die DSB und damit ins Tal. Die Tour wurde dann eben auch eher eine Genußtour, aber dafür halt Landschaftlich genial. Zu Essen gabs dann die Kasnudeln, sehr lecker und ordentlich was aufm Teller, die habens ähnlich wie Kasspatzen gemacht, diesmal also ausnahmsweise vegetarisch Unterwegs gewesen.

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Pause!

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Und Mittag, wobei da wars schon später, die haben gut gemundet

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Noch ein Gedeck da hatte ich einen Klaren Marillen danach

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Ausblick

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Und noch ein Bierchen mit Dolomitenfeeling

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Blick zum Hoadl

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Und in die Kalkkögel

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Ausblick bei der Hütte

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Und die gegangene Tour, Landschaftlich fast so schön wie so manch Dolomiten-Höhenweg, aber gut bei Geologischen Verwandten (auch die Kalkkögel sind im Trias entstanden)

14. Talfahrt

Nunja gegen 16:10 gings dann zum Lift und dann damit runter. Hätte es oben länger auisgehalten, dafür dann noch einen Absacker an der Lizum-Alm genommen, da die Axamer Lizum sehr schön liegt und naja sowas wie Dolomiten in Klein, rundherum hat eher der Wettersteinkalk (verwittert anders) oder gar Urgestein ein Wörtchen mitzureden. Nicht umsonst nennt man die Kalkkögel gerne mal "Nordtiroler Dolomiten"

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Nochmal das Hoadl, danach gings ins Tal

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Dolomitenflair aus dem Sessel gesehen, der ist zufällig technisch der Marinzenbahn ähnlich, nen 80er-Jahre Doppelmair-Lift

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Trasse mit dem Hoadl

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Und schaut man seitlich raus wie in den Dolomiten, aber man sieht deutlich, dass die Kalkkögel mehr schlechtes Wetter abkriegen die sind erodierter als z.B. der Schlern

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Seitenblick

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Mittlere Trasse, die DSB ist recht steil, macht auf gut 1100m fast 500hm

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Schneiderkogel

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Untere Trasse

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Und ein Rückblick wenig Später war da Feierabend

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Ausblick bei der Lizum-Alm

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Pause!

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Da hielt mans gut aus, war auch recht angenehm, als ich zum Auto bin wurde es aber frisch, typisch Frühherbst

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Noch ein Genussbier, aber bei dem Ausblick!

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Feierabend!!

Facts:

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GPS-Track, war eher ein Alpiner Spaziergang

Aufstieg:550m
Abstieg: 550m
Strecke: 12,3km, davon 9km Zu Fuss, also eher was gemütliches.
Gehzeit: 3,5h

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Re: Axamer Lizum-Hochtennbodensteig (16.09.2018)

Beitrag von Skitobi » 02.12.2018 - 12:35

Sehr schöne Tour!

Ich frage mich jetzt allerdings, ob man eher bei einer Wanderung stürzt, wenn man abgelaufene Schuhe hat, oder einen "ausgedehnten Frühschoppen" VOR der Tour genossen hat...

Und wie viele waren das nach der Tour? 5 plus Schnaps? Ich hoffe doch du bist danach nicht mehr Auto gefahren? (Achja steht ja oben...) :surprised:

Widdi
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Re: Axamer Lizum-Hochtennbodensteig (16.09.2018)

Beitrag von Widdi » 10.12.2018 - 01:39

Gefahren bin ich danach noch, aber das Bier+Schnaps war übern Tag verteilt. Obs noch im Legalen war naja da lässt sich drüber streiten. Denke knapp drüber, aber es macht nen Unterschied ob man das alles übern Tag verteilt trinkt, oder auf einen Schlag, und naja kein Urlaub heuer das trifft mich hart, also Ersatzdroge suchen und ich kenn ja die Kalkkögel die kommen definitiv an die Dolomiten ran. Dürfte aber 2019 wieder normaler klappen wenns mit meinem Septemberurlaub klappt und da fahr ich nicht im Eigenen Auto hin, sondern mit der Family mit, ausser ich muss schieben, dann kanss passieren, dass in Kastelruth plötzlich 2 Autos am Parkplatz sind von uns, aber da muss ich noch warten was raus kommt, wg. Schichtsystemswechsel :wink: Aber unterm Strich wohl etwas mehr Freizeit, weil eben nicht nur 2 Freie Tage hinter ner Schicht sondern 3 (bzw. 2,5-3)

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Re: Axamer Lizum-Hochtennbodensteig (16.09.2018)

Beitrag von biofleisch » 10.12.2018 - 08:40

Widdi hat geschrieben:
10.12.2018 - 01:39
Gefahren bin ich danach noch, aber das Bier+Schnaps war übern Tag verteilt. Obs noch im Legalen war naja da lässt sich drüber streiten. Denke knapp drüber...
Es waren 7 halbe plus Schnapserl - laut deiner Fotodokumentation. Selbst bei einer Tagestour ist das deutlich 'drüber.

Ein wirklich nett gemeinter Rat: 'denk mal bissl 'drüber nach.

PS: schöne Bilder - vielleicht ein, zwei zu viel. Etwas weniger würde auch reichen.
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