Wenn man bereits etwas in den Steig gestartet ist, kann man hier genial den luftigen Wegverlauf und die Knappenhäuser an dessen Ende sehen. Einfach ein Traum zum Wandern!
Wanderung Kreuzeck - Höllental - Knappenhäuser - Höllentalklamm - Garmisch 30.05.2018
Dieser Bericht ist Teil meiner Sommerhighlights der letzten Jahre.
Das Highlight des Pfingsturlaubes 2018 in Garmisch stellte die Höllentaltour dar. Morgens starteten wir an der Kreuzeckbahn und fuhren mit ihr auf den Berg. Von dort ging es ein kurzes Stück auf dem Forstweg, anschließend ausschließlich auf Steigen zunächst hoch zum Hupfleitenjoch. Dort begann dann der Abstieg ins Höllental über die Knappenhäuser bis hin zur Höllentalangerhütte. Dieser Weg ist teils ziemlich ausgesetzt in den Fels geschlagen und sollte nur mit Schwindelfreiheit begangen werden. Nach Passieren der Hütte geht es weiter talwärts durch die Höllentalklamm, wahlweise kann man auch über den Stangensteig ins Tal. Als wir unten angekommen sind, liefen wir noch das letzte Stück zurück zur Kreuzeckbahn.
Wetter
Es war ein schöner Sommertag. Bis auf am Aufstieg zum Hupfleitenjoch kam man aber nie ins Schwitzen. In der Klamm musste logischerweise eine Jacke her, dort war es recht kalt.
Tourdaten
- 11,5 Kilometer
- ca. 6,5h mit Pausen
- ca. 400 Höhenmeter aufwärts, ca. 1100 Höhenmeter abwärts
Positiv
Negativ
Fazit
Die Höllentaltour ist eine Tour, die man nicht so leicht vergisst und sie stellt neben der Kitzbüheler Horn - Gipfelrunde eine der Wanderungen dar, die mich besonders prägten
Besonders gefallen hat mir der gigantische Ausblick vom Hupfleitenjoch auf die respekteinflößenden Berge rund um das Höllental sowie der Flachlandblick auf Garmisch. Der geniale Höllentalsteig sowie die Höllentalklamm waren auch toll zu gehen und vor allem leer! Das ist der Vorteil im Mai. Allerdings war auf der Tour saisonbedingt auch noch ein gefährliches Schneefeld, bei dem andere Wanderer sogar umgekehrt sind! Der Weg im Tal zurück zur Talstation der Bahn war dann (im Vergleich zur vorherigen, hochalpinen Tour) natürlich nicht mehr das Highlight. Das heißt aber nicht, dass er nicht schön war
Bilder
Mit der Kreuzeckbahn geht es nach oben. Auch wenn sie mir persönlich nicht so taugt, ist das eine besondere Anlage. Diese 2S-Bahnen sind äußerst selten. Dennoch fand ich den Kabinentyp schon immer ziemlich unpraktisch und unvorteilhaft. 15 Personen passen da nie im Leben rein und generell hängen imo viel zu wenige Kabinen dran (Man muss im Tal auf das nächste FBM fast 30 Sekunden warten.). Der Ausblick ist dann aber für so eine Bahn typisch traumhaft ;-)
Der Blick schweift nach Grainau und, im großen Wald verborgen, zum Eibsee (ganz links).
Oben angekommen laufen wir ein kleines Stück auf dem Forstweg. Hinten erkennt man die Hochalm und die dazugehörige PB-Station sowie die Alspitze (r.), die sich hinter den Wolken verbirgt.
Nach Osten öffnet sich ein schönes, bewaldetes Tal (Paralleltal zum Reintal) und im Hintergrund thront das Wettersteinmassiv.
Wir unterqueren die Alpspitzbahn. Im Tal liegt Garmisch, links sieht man den Kramer und hinten geht es ins Flachland.
Das wäre der Wanderweg zur Alpspitze, die rechts über mir thront.
Nach einem kurzen warmen Anstieg eröffnet sich am Hupfleitenjoch dieser Blick vor uns.
Das Höllental in seiner vollen Pracht mit der Zugspitze samt Höllentalferner im Talschluss :D
Nach Norden kann man bereits talauswärts blicken. Unten liegt die Höllentalklamm. Hier geht es aber extrem steil runter!
Das oben beschriebene gefährliche Schneefeld habe ich nicht fotografiert, dafür aber dieses, was wesentlich größer, aber deutlich harmloser war (weniger abschüssig).
Auf dem Weg überquert man auch einen netten Gebirgsbach.
Das Wasser hat im Laufe der Jahre schöne terrassenartig angelegte Whirlpools geschaffen ;-)
Das Waxensteinmassiv ist so riesig, dass man es kaum aufs Bild bekommt!
Rückblick auf den ausgesetzten, aber gut gepflegten Steig. Unten links sieht man schon den Rückweg, nämlich den Weg zum Klammeingang.
Weiterer Wegverlauf kurz vor der Höllentalangerhütte
An der Hütte, welche ziemlich neu, aber durch einen Wasserrohrbruch in Folge der Winterschneemassen schon komplett durchweicht war.
Nach einer kurzen Pause machten wir uns nun auf in Richtung Klamm. Der gesamte Weg war nun gesäumt von einigen Schneegebilden.
Man meint fast, es würde schweben.
Auch am Eingang (und in) der Klamm waren noch große Schneereste anzutreffen.
Der Brocken hat sich bestimmt noch einige Zeit gehalten.
Die Höllentalklamm hat uns gut gefallen. Als wir im Jahr darauf in der Hauptsaison hier waren, kam sie mir von oben (Stangensteig) betrachtet auch deutlich mäßiger gefüllt als die komplett überfüllte Partnachklamm "neben an" vor.
Nette Licht-Wasser-Spiele gibt es in jeder Klamm zu beobachten :)
Immer wieder beeindruckend, was das Wasser hier geschaffen hat (und weiterhin tut).
Der Felsbrocken (oben) wurde noch gerade rechtzeitig gestoppt, bevor Dinge wie in Werfen passieren würden :|
Als Abschluss noch ein Bild vom Rückweg im Tal zur Kreuzeckbahn. Hier gefallen mir besonders die unzähligen Stadl und auch der Weg war noch schön! Dennoch freuten wir uns dann schon auf das Ziel und letztendlich auf´s Hotel!
Ich hoffe, Euch hat der Bericht gefallen! Lasst gerne eine Rückmeldung da!
Viele Grüße,
be4ski