Furglerbesteigung ab Lazid 11.08.2019
Am ersten Tag unseres Urlaubes sollte es dann also gleich auf den Furgler gehen
. Zusammen mit meinem Opa, der vor 70 Jahren schon zum ersten Mal dort oben war, startete ich um 9.20 Uhr an der Waldbahn. Wir gondelten über den Sunliner und die Komperdell-/Lazidbahn auf den Lazid, wo die Tour um 10 Uhr begann. Zunächst liefen wir am Grat entlang zur Scheidbahn Bergstation, dann den Murmeltiersteig zum Furglersee, und anschließend über das Furglerjoch zum Furgler. Der Abstieg erfolgte über den Tieftalsee.
Wetter
Es war ein Mix aus Sonne und Wolken bei Temperaturen am Berg zwischen 10 und 15°C, perfektes Wanderwetter also
.
Tourdaten
Wartezeiten
je 3 Minuten an der Waldbahn am Morgen und Komperdellbahn am Nachmittag, sonst nur wenige FBMs
Positiv
Mein erster 3000er
Tolle steig- und "kraxelreiche" Tour
Gut Höhenmeter gemacht
SuperSommerCard
Negativ
Gratweg zur Scheid am Morgen komplett überfüllt
Fazit
Wie soll ein Fazit zu so einer Tour schon ausfallen? Es war natürlich toll! Wir liefen fast nur auf kleinen Pfaden und Steigen, hatten tolle Ausblicke auf bekannte Berge und auch aufs Paznauntal, die meisten Wege waren schön ruhig zu gehen und die zahlreichen Seilbahnen ermöglichen es einem, genial überall hinzukommen!
An erster Stelle steht aber natürlich, dass es mein erster 3000er war und ich dies zusammen mit meinem Opa, der als Kind in Fiss gelebt hat und mit 10 Jahren, also vor 70 Jahren, schon dort oben war, machen konnte
!
Bilder
Ach ja, ich denke, den Leuten, die mich kennen, ist in den letzten Zeilen schon etwas aufgefallen. Ich wollte nur mal schauen, ob jemand reagiert. Natürlich habe ich das Edelweiß NICHT abgeflückt! Nein, im Gegenteil, wir haben es extra gut mit dem darumliegenden Gras getarnt, damit es noch lange unabgepflückt leben kann!
Der Heimweg war dann ähnlich wie der Hinweg. Nur dass wir anstatt der Waldbahn die Möseralmbahn nahmen, samt kurzen Fußweg dorthin. Auf diesem Weg, ich glaube, es ist Teil des Genusswegs, hat mein Opa übrigens sehr geschimpft, da er vor ein paar Jahren genau dort noch den alten gemütlichen Steig erlebt hatte und nun den breiten Weg ertragen muss.
Ich hoffe, der Bericht hat euch gefallen! Ich freue mich über eure Rückmeldung
Viele Grüße,
be4ski
Am ersten Tag unseres Urlaubes sollte es dann also gleich auf den Furgler gehen
Wetter
Es war ein Mix aus Sonne und Wolken bei Temperaturen am Berg zwischen 10 und 15°C, perfektes Wanderwetter also
Tourdaten
- 9,3 Kilometer
- 900 Höhenmeter auf- und abwärts
- 3 Stunden Aufstieg, 1,75 Stunden Abstieg
Wartezeiten
je 3 Minuten an der Waldbahn am Morgen und Komperdellbahn am Nachmittag, sonst nur wenige FBMs
Positiv
Negativ
Fazit
Wie soll ein Fazit zu so einer Tour schon ausfallen? Es war natürlich toll! Wir liefen fast nur auf kleinen Pfaden und Steigen, hatten tolle Ausblicke auf bekannte Berge und auch aufs Paznauntal, die meisten Wege waren schön ruhig zu gehen und die zahlreichen Seilbahnen ermöglichen es einem, genial überall hinzukommen!
An erster Stelle steht aber natürlich, dass es mein erster 3000er war und ich dies zusammen mit meinem Opa, der als Kind in Fiss gelebt hat und mit 10 Jahren, also vor 70 Jahren, schon dort oben war, machen konnte
Bilder
Auffahrt am Morgen mit der Waldbahn aus Fiss im Nebelmeer
Nach dem Sunliner folgte die Komperdellbahn. Ein tolles Bild, wie ich finde. Oben sieht man schon unser heutiges Ziel, den Furgler, und unten streift gemütlich ein Rehbock umher :D
Blick zum Furgler und ins Laustal aus der Lazidbahn
Von der Bergstation hat man einen schönen Ausblick auf den Pezid. Auffallend sind in ganz SFL auch die tollen, vielfältigen Wiesen mit unzähligen Blumen.
Rückblick auf den Gratsteig in Richtung Lazid. Der Steig war (hinter mir) rammelvoll mit großen Gruppen, aber landschaftlich toll.
Danach nahmen wir den Murmeltiersteig und durchquerten die Obere Scheidabfahrt. Da liegen riesige Felsbrocken auf der Piste, kein Wunder, dass die immer erst so spät aufgeht. Aber ist ja ok! Schöner als modelliert.
Rückblick auf den Steig. Natürlich wurde er seinem Namen gerecht ;-)
Es werden auch häufig Felsen gequert. Blick zurück.
Blick nach einer knappen Stunde Gehzeit zurück zu unserem Startpunkt. Hier oben liegt schon dermaßen viel Geröll rum.
Idyllischer Wegverlauf kurz vor dem Furglersee
Blick vom Furglersee nach Westen
Der See ist sehr schön gelegen.
Auslauf des Sees ins Tal
Wir stiegen nun einsam weiter auf, während die anderen alle zurückliefen oder zum Kölner Haus abstiegen.
Unser Ziel vor Augen. Rechts sieht man das Furglerjoch. Hier gab es überall noch einige blutige Altschneefelder.
Erneuter Rückblick von weiter oben. Nun kommt auch die Planseggbahn heraus.
Der Aufstieg bisher ging schnell. Hinten sieht man schön den Planskopf.
Weiter gehts! Bisher ist der Weg nicht gefährlich, oben wird er aber zurecht schwarz.
Während die anderen Almblumen alle langsam aufhörten, verharrten diese bis zum Gipfel. Sie sind irgendwie ein Mittelding zwischen Gänseblümchen und Margeriten.
Kurz oberhalb des Furglerjochs öffnet sich dieser schöne Ausblick aufs Paznauntal, wo man das Skigebiet Kappl am Hang gegenüber erkennt. Hier zweigt auch ein Steig zur Aschauer Hütte an der Versingbahn in See ab. Außerdem sieht man den Hohen Riffler, da war mein Opa natürlich auch schon oben ;-)
Langsam wird der Weg erst so richtig schön. Man braucht jetzt auch die Hände um voran zu kommen. So macht das ganze doch nochmal mehr Spaß!
Erneuter Blick ins Paznaun. Unten liegt eine Art Gletscherblutsee. Ich war schon erstaunt, dass man noch so viele Schneefelder antrifft.
Das Gipfelkreuz lugt bereits hervor, aber man sollte sich nicht stressen, denn ein falscher Schritt kann bereits ein Schritt zu viel sein. Ich versteh eh nicht, wie sich die ganzen Berge noch zusammenhalten, da sie quasi nur aus Geröll bestehen.
Das Firnschnefeld hier oben war dann komischerweise blitzeblank sauber und weiß. Hinten links sieht man den Zwölferkopf mit der Almbahn.
Jetzt ist es wahrlich nicht mehr weit ;-)
Oben! Man hat einen schönen Blick auf den Arrezkopf, Masnerkopf und Hexenkopf. Die Sicht auf die andere Talseite nach Osten war aber recht trüb und diesig.
Dann war erstmal Pause angesagt. Oben waren doch einige Leute, die größtenteils über den Tieftalsee aufgestiegen sind. Aber auch der Steig dorthin, den wir als Abstieg nutzten, war dann sehr leer und es kam kaum einer mehr entgegen. Ich kann aber jedem nur raten, nicht über das Furglerjoch abzusteigen. Die Kletterei bergab ist wesentlich gefährlicher und schwieriger. Dass man Trittsicherheit und Gleichgewicht braucht, ist ja sowieso klar. Der Weg ist nicht mega schwer, aber nicht ohne, teilweise sehr ausgesetzt und es liegt viel Geröll rum. Für halbwegs sportliche Wanderer aber kein Problem.Dann machten wir uns auf den Abstieg. Hier schon am besagten Tieftalsee.
Der Furgler spiegelt sich im tiefblauen Wasser :D
Vom See hat man auch einen tollen Ausblick.
Nochmal das tolle blau!
Der anschließende Weg war mal wieder erste Sahne. Einfach ein Genuss!
Wegverlauf zurück zu den Scheidbahnen
Nach Passieren der Scheid- und Moosbahn Bergstation laufen wir wieder den traumhaften, extrem exponierten Gratweg zurück zurm Lassida.
Und siehe da, neben meinem ersten 3000er auch mein erstes Edelweiß. Bzw. eigentlich mein zweites, da ich früher am Tag schon ein (weniger schönes) gesehen habe ;-) Als Erinnerung habe ich es natürlich abgepflückt und anschließend sofort gepresst :D
Das Ziel ist nun in Sichtweite. Am Weg hat man auch viele Abfahrtsvarianten, so muss das sein ;-) Um 15.15 Uhr machten wir dann eine Trinkpause am Lassida.
Ach ja, ich denke, den Leuten, die mich kennen, ist in den letzten Zeilen schon etwas aufgefallen. Ich wollte nur mal schauen, ob jemand reagiert. Natürlich habe ich das Edelweiß NICHT abgeflückt! Nein, im Gegenteil, wir haben es extra gut mit dem darumliegenden Gras getarnt, damit es noch lange unabgepflückt leben kann!
Der Heimweg war dann ähnlich wie der Hinweg. Nur dass wir anstatt der Waldbahn die Möseralmbahn nahmen, samt kurzen Fußweg dorthin. Auf diesem Weg, ich glaube, es ist Teil des Genusswegs, hat mein Opa übrigens sehr geschimpft, da er vor ein paar Jahren genau dort noch den alten gemütlichen Steig erlebt hatte und nun den breiten Weg ertragen muss.
Ich hoffe, der Bericht hat euch gefallen! Ich freue mich über eure Rückmeldung
Viele Grüße,
be4ski

. Und zu dem Umswitchen kennst du meine Meinung, und ich stimme dir voll zu. Man muss nicht allem hinterherrennen.