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ÖBB-Seilbahn Stubach | Enzingerboden | Juni 2018

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Zottel
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ÖBB-Seilbahn Stubach | Enzingerboden | Juni 2018

Beitrag von Zottel » 19.08.2018 - 09:37

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ÖBB-Seilbahn Stubach | Enzingerboden | Juni 2018

Auf dem Hochplateau Enzingerboden hoch über Uttendorf im Salzburger Land liegt das Skigebiet Weißsee Gletschwelt, das unter den Nostalgie-Freunden dieses Forums als gemütlicher Geheimtipp gehandelt wird. Neben den Anlagen des Skigebiets, die größtenteils aus den 1980ern stammen, hat das Hochplateau noch etwas weitaus Interessanteres zu bieten: Die zwei Sektionen der Pendelbahn Stubach, die als Werksseilbahn von der Österreichischen Bundesbahn-Tochtergesellschaft ÖBB Infra betrieben wird.

Die Anlagen sind zwar Werksseilbahnen, können von Ende Juni bis Mitte Oktober im Rahmen einer geführten Kraftwerksbesichtigung aber auch von Personen außerhalb der ÖBB genutzt werden. Das Angebot ist für Seilbahn-Interessierte attraktiv: Herauf geht es mit den zwei Sektionen der Pendelbahn von 1950/51, hinab mit der betagten 6-EUB von 1982. Die Tickets (25 €) für diese Rundtour sind an der Talstation der EUB erhältlich.
Weitere Informationen:
https://infrastruktur.oebb.at/de/inform ... -bahnstrom
https://infrastruktur.oebb.at/file_sour ... gen-de.pdf (PDF!)

Die Führungen werden Dienstags und Donnerstags angeboten. Mir passten die ersten beiden Termine der Saison Ende Juni, der erste wurde allerdings aufgrund mangelnder Teilnehmerzahl abgesagt - telefonische Anmeldung und Auskunft vorab wird erbeten und ist unbedingt zu empfehlen. Zwei Tage später hatte ich dann mehr Glück: Aufgrund des angesagten Schlechtwetters hatten sich einige Urlauber für eine Führung durch die Kraftwerksanlagen entschieden. Der Tag stand im Zeichen des Wassers - und das leider nicht allein, weil es sich beim Stubachwerk um Wasserkraftwerke der ÖBB für den Bahnstrom handelt. Es regnete immer wieder und dichte Wolken/Nebel waren ständiger Begleiter.

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Wenn man es nicht gewohnt ist, ist die Anfahrt vom Tal zur Talstation schon abenteuerlich: Diese liegt auf rund 1.480 Metern und muss zunächst in rund 25 Minuten über eine kehrenreichen Straße erreicht werden, deren Zustand mal besser und mal schlechter ist.

Anfahrt und Ticketkauf verliefen problemlos und während es draußen mal stärker, mal schwächer tröpfelte, füllte sich der Ausstellungs-/Wartebereich in der Talstation der PB mit den Tourteilnehmern. Nur ein Guide war nicht in Sicht - rund 45 Minuten und einige Anrufe an der EUB-Kasse später tat sich dann was. Offenbar hatte jemand vergessen der ÖBB mitzuteilen, dass an diesem Tag eine Führung stattfinden sollte. Als Guide sprang kurzerhand der Kraftwerksleiter ein. Dass er seinen Job mit Herzblut verfolgt war daran zu merken, dass er uns eine sehr umfangreiche Führung gab, diese den Interessen der Teilnehmer anpasste und sehr detaillierte und ehrliche Antworten auf die zahlreichen Fragen der offenbar technisch versierten Teilnehmer gab. Mir war es hier und da zu viel Kraftwerk, schließlich war ich vorwiegend wegen der Pendelbahnen dort. Aber auch ich sollte später nicht zu kurz kommen.

Schon interessant, wie unterschiedlich Menschen damit umgehen, wenn sie unfreiwillig warten müssen. Ein Teilnehmer wurde sehr schnell ungeduldig und fing dann mit jeder weiteren Minute an lauter zu schimpfen. Andere nutzten die Zeit, um die die frische Luft des verregneten Gebirges zu genießen oder sich die Ausstellung in der Talstation genau anzusehen. Die Raucher rauchten eine nach der anderen, während eine Handvoll Besonnener mit Telefonaten erfolgreich an der Lösung des Problems arbeiteten.

In Kabine 4 kam schließlich unser Guide in Person des Kraftwerksleiters hinabgeschwebt.
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Rundgang Kraftwerk Enzingerboden

Einer allgemeinen Einführung sowie Erläuterungen in der Ausstellung (Eigenschaften des Bahnstroms, Netzfrequenzen, Geschichte der Anlage, Aus-/Umbauprojekte etc.) folgte zunächst der Rundgang durch das Kraftwerk Enzingerboden, das zwischen den Talstationen der PB und der EUB gelegen ist. Details hierzu spare ich in diesem Bericht aus. Wer am Kraftwerk interessiert ist, kann sich unter diesen Links weiter belesen:
https://infrastruktur.oebb.at/de/projek ... tauernmoos
https://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk ... Stubachtal


Anbei einige unkommentierte Fotos aus dem Innern des Kraftwerks Enzingerboden. Fotografieren ist während der Tour ausdrücklich erlaubt.
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Seilbahnfahrt Enzingerboden-Tauernmoos

Im Anschluss folgte die Fahrt mit Sektion 1 der Pendelbahn, Enzingerboden-Tauernmoos, zur Staumauer. Dieser dauert ca. 6 Minuten.
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Die Bedingungen zum Fotografieren waren während der Auffahrt leider denkbar ungeeignet.
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Mittelstation Tauernmoos

An der Mittelstation Tauernmoos gab es dann etwas Seilbahn-Programm. Im wuchtigen Gebäude im 50er-Jahre-Stil befinden sich die Antriebe beider Sektionen (eine Besichtigung ging sich leider nicht aus) sowie ein kleiner Ausstellungsbereich. Dort werden auch einige grundlegende Informationen zu den Anlagen präsentiert, die ja ansonsten eher rar sind.

Bergstation der 1. Sektion. Die letzte Stütze, Nummer 6, liegt höher als die Station, daher zeigen die Seile berg- statt talwärts.
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Sichtbar war der Streckenverlauf bei meinem Besuch leider nicht.
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Die gesamte Station erstrahlt in dieser Beton-Holzoptik, die mir sehr gut gefällt.
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Die formschönen roten Gondeln bieten je Platz für 24 Personen.
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In der Mittelstation macht die Streckenführung der beiden Sektionen einen leichten Knick. Der Umstieg erfolgt über diesen geschwungenen Gang mit großen Panoramascheiben.
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Dort befindet sich auch der kleine Ausstellungsbereich zur Seilbahn, unter anderem mit diesem ausgedienten Steuerpult (vermutlich von Sektion 2).
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Detailaufnahme Steuerpult
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Weitaus interessanter ist der dort ausgehängte Artikel, der die Seilbahn beschreibt. Aus "HANKER, R.: Über den Bau der Stubachbahn, in: Elektrotechnik u. Maschinenbau (1951)" stammen die folgenden Informationen:

1950/51 wurde die Stubachbahn mit den Sektionen Enzingerboden-Tauernmoos und Tauernmoos-Weißsee in erster Linie als Seilschwebebahn für den Betrieb und Bau der Kraftwerksanlagen und auch für den Fremdenverkehr gebaut. Sie löste eine zuvor errichtete Materialseilbahn ab, die den Anforderungen nicht mehr gerecht wurde. Die neue Bahn wurde von den Firmen Simmering-Graz-Pauker AG Wien und Pohlig-Seilbahnen und Förderanlagen AG Wien gemeinsam errichtet. Die Fahrbetriebsmittel stammen von den Jenbacher Werken, Tirol, die Seile von Felten&Guilleaume aus Köln. Der Beschreibung nach gestaltete sich der Bau aufgrund sehr ungünstiger Witterung im Herbst und Winter 1950 und des unwegsamen Geländes schwierig. Beispielsweise wurde das Dach der Mittelstation vor dem Wintereinbruch 1950 nicht mehr fertig und die Antriebe mussten unter einem provisorischen, wasserdurchlässigen Dach installiert werden, ebenso bereitete das Auslegen und Spannen der teilweise festgeeisten Seile Schwierigkeiten.

Am 4. August 1951 wurde die Stubachbahn in Betrieb genommen. Bis 1980 war sie auch für den öffentlichen Verkehr in Betrieb, seitdem nur mehr teilöffentlich. Der Artikel von Hanker endet mit dem schönen Satz:
Hanker hat geschrieben:Alle an dem Bau Beteiligten, voran die den Bau leitenden Ingenieure und ihre Mitarbeiter, vom Obermonteur bis zum letzten Handlanger, können stolz sein auf das geschaffene Werk, das noch in ferner Zukunft künden wird von dem Fleiß, dem Mut und der Zähigkeit der Schaffenden, die den so schwierigen Bau zu einem glücklichen Abschluß gebracht haben.
Daten Sektion 1:
Waagerechte Länge: 1.785 m
Höhenunterschied: 568 m
Stützen: 6

Daten Sektion 2:
Waagerechte Länge: 2.485 m
Höhenunterschied: 266 m
Stützen: 5

An den Gehängen können jeweils die roten Wagenkästen für den Personen- oder den Gütertransport angehängt werden. Über ein Schienennetz können die Güterkästen durch die Station von einer zur nächsten Sektion gefahren werden.

In den vergangenen Jahren war von einer geplanten Stilllegung der Werksseilbahn zu lesen, davon war während der Führung jedoch keine Rede. Vielmehr beschrieb der Werksleiter den Unterhalt einer Seilbahn als einzig sinnvolle Lösung: Schlagen Sensoren am Kraftwerkskomplex Alarm, ist es behördlich vorgeschrieben, dass ÖBB-Mitarbeiter innerhalb einer sehr kurzen Zeitspanne nachts wie tags den betroffenen Bereich erreichen müssen. Die Seilbahn sei im Vergleich zu Helikoptern und dergleichen die schnellste und vor allem Wetter-unanfälligste Transportmöglichkeit.

Die Mittelstation Tauernmoos von außen mit Einfahrt Sektion 1 links und Ausfahrt Sektion 2 rechts.
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Stationsausfahrt Sektion 2
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Führung durch die Staumauer

Von der Mittelstation aus ging es durch leichten Regen zur nahegelegenen Staumauer, durch deren Innern wir geführt wurden.

In den 1920ern begann der Bau der Gewichtsstaumauer (Tauernmoossperre). Mit einer Länge von 1.100 Metern ist sie einer der längsten geschwungenen Staumauern Europas. Das durchschnittliche Speichervolumen beträgt rund 55 Millionen Kubikmeter. Weitere Informationen unter:
https://de.wikipedia.org/wiki/Tauernmoossee

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Über diese Wendeltreppe gelangt man von der Mauerkrone hinab ins Innere der Staumauer.
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Diesem schmalen Gang zu Beginn folgt ein immer breiter werdender Hohlraum.
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Blick zurück. In der Mauer hatte es eine sehr angenehme, ruhige Stimmung.
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Auch hier gab es ausführliche Informationen zu Bau- und Funktionsweise der Anlage, beispielsweise kann über diese Leitung der Stausee kontrolliert geleert werden. Wer sich für diese Thematik interessiert, dem kann ich einen Besuch nur empfehlen. Mit Kindern kann ich die Tour nur bedingt empfehlen, da sie technisch detailliert und an einzelnen Stationen recht langwierig ist.
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Der Auslass von außen.
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Nun ging es den Weg wieder retour zur Mittelstation.
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Seilbahnfahrt Tauernmoos-Weißsee

Zugang zur Mittelstation
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Auf Sektion 2 war gerade ein Lastengehänge montiert.
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Über diese Schmalspurschienen können Lasten von einer Sektion durch das Gebäude zur anderen gebracht werden.
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Mit der Gegengondel ging es die letzten 266 Höhenmeter zur Bergstation Weißsee.
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Rückblick Mittelstation Tauernmoos
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Die zweite Sektion verfügt über 5 Stützen, die Zählung ist aber für beide Anlagen durchgehend.
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Zeitweise lichtete sich der Nebel etwas, so dass zumindest ein paar brauchbare Fotos bei der Fahrt entstehen konnten.
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Die Bahn muss wohl eine ansehnliche Trasse haben.
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Kurz vor der Bergstation war dann wieder Nebelsuppe angesagt.
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Die Bergstation ist baulich an das Hotel Rudolfshütte sowie die Bergstation der EUB angeschlossen, außer einem Ausgang hat die PB-Bergstation selbst nichts zu bieten. Über lange schmale Gänge erreicht man die übrigen Teile des großen Gebäudekomplexes, dort können einem schon mal schicke Großstädter mit Business-Rollkoffer entgegen kommen - dagegen wirkte ich mit meiner Wanderhose und den B/C-Stiefeln fast fehl am Platz.

Die Sicht oben war miserabel - hier würde man eigentlich den Skilift Hütte (Hersteller ROK - Rarität) sehen - daher fuhr ich gleich mit der EUB wieder ins Tal.
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Talfahrt Weißsee-Grünsee-Enzingerboden

In ebenfalls zwei Sektionen bringt einen die Doppelmayr-EUB zurück zur 1.486 Meter hoch gelegenen Talstation. Die Anlage ist gut 30 Jahre jünger als die ÖBB-Pendelbahn, nach heutigen Standards aber auch schon alt - war mir sehr recht. Die Kartenleser passen gut ins 80er-Jahre-Gebiet. Ersten Skibetrieb gab es wohl schon vor dem Ausbau ab 1980.
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Einen kurzen Moment gab der Nebel den Blick auf die Strecke und die insgesamt 40 Stützen (beide Sektionen zusammen) frei.
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In der Mittelstation Grünsee fährt man über die Kettenförderer mehrere Minuten einen Zick-Zack-Kurs (S-Kurve).
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Antrieb Sektion 1
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Das letzte Stück vor der Talstation. Rechts der Station liegen die Anlage des Kraftwerks samt PB-Talstation. Fast so wie lang wie mit der EUB dauerte im Anschluss die finale Talfahrt über die zahlreichen Kehren mit dem Auto.
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Re: ÖBB-Seilbahn Stubach | Enzingerboden | Juni 2018

Beitrag von Skitobi » 19.08.2018 - 20:13

Danke, durchaus interessante Einblicke! Die Führung würde ich auch gerne mal mitmachen, aber auch wegen den Kraftwerksbauten :wink:
Wusste nicht, dass so eine Führung angeboten wird.

Die 2. Sektion ist aber aus dem gleichen Grund auch nicht obsolet? Man könnte ja auch mit der EUB dort hin gelangen.
Gab es oben an der Bergstation auch noch eine Führung durch Kraftwerksanlagen oder dient die 2. Sektion hier nur zur Ermöglichung der Rundfahrt?

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Re: ÖBB-Seilbahn Stubach | Enzingerboden | Juni 2018

Beitrag von Tirolbahn » 19.08.2018 - 20:41

Toller Bericht - danke
Schade, dass das Wetter nicht mitgespielt hat.

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Re: ÖBB-Seilbahn Stubach | Enzingerboden | Juni 2018

Beitrag von vovo » 19.08.2018 - 23:05

Danke für den informativen Bericht und auch den Tipp, dass dort Führungen angeboten werden, was ich bis zu unserem Treffen in Ruhpolding ja gar nicht gewusst habe. Ein Grund, das Gebiet mal nun im Sommer aufzusuchen.

Im Winter kann ich die Weißsee-Gletscherwelt absolut weiter empfehlen - ich habe dort im April 2018 einen 1A-Skitag verbracht. Sicher haut einen das Pistenangebot jetzt nicht vollkommen aus den Socken, aber darum geht es dort hinten oben ja auch gar nicht. Da fährt man hin, um bereits unterwegs ab Uttendorf ein gewisses Flair zu empfinden, wie es da immer weiter unaufhörlich in dieses enge Tal hineingeht, ehe sich die Straße immer weiter nach oben schraubt....dann schließlich im hintersten Nirwana eine lange EUB aus den frühen 80ern, die einen in 2 Sektionen nach oben bringt in diese abgelegene Gletschterwelt...weit weg von den üblichen Industrie-Skiresorts.

Dann eben auch noch der Uralt-Schlepper mit den Kurzbügeln...

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Re: ÖBB-Seilbahn Stubach | Enzingerboden | Juni 2018

Beitrag von Mr400Liter » 20.08.2018 - 07:40

Super Bericht über Bahnen, von denen es im Internet sonst fast keine Informationen gibt!

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Re: ÖBB-Seilbahn Stubach | Enzingerboden | Juni 2018

Beitrag von Zottel » 20.08.2018 - 11:15

Skitobi hat geschrieben:
19.08.2018 - 20:13
Die 2. Sektion ist aber aus dem gleichen Grund auch nicht obsolet? Man könnte ja auch mit der EUB dort hin gelangen.
Gab es oben an der Bergstation auch noch eine Führung durch Kraftwerksanlagen oder dient die 2. Sektion hier nur zur Ermöglichung der Rundfahrt?
Du meinst den Grund der behördlich vorgeschriebenen Erreichbarkeit der Anlagen? EUB und PB gehören unterschiedlichen Betreibern. Ich nehme an, die ÖBB will - und womöglich darf sie - sich bei den Sicherheitsauflagen nicht von einem anderen Betreiber abhängig machen. Zudem wage ich zu behaupten, dass man mit der PB schneller und diese auch leichter (mit weniger Personal) zu bedienen ist.

Zu deiner zweiten Frage:
Bei uns endete die geführte Tour mit der Begehung der Staumauer Tauernmoos. Im Anschluss wurden wir mit der zweiten Sektion hochgefahren und der Guide hat sich dort verabschiedet - so ist es auch im Info-Flyer beschrieben. Oben gäbe es noch die Ausstellung "Gletscher - Klima - Wetter", die aber jedem zugänglich ist. Möglich, dass das Programm je nach Witterung angepasst wird. Ich erinnere mich, dass der Guide sagte, dass wir bei besserem Wetter mehr Zeit an der Mittelstation und Staumauer verbracht hätten. Weil beides aber in der Nebelsuppe steckte, war der Rundgang unten im Kraftwerk ausführlicher.

Ich habe die Tour sowie das Programm als sehr offen und flexibel erlebt. Einer Familie dauerte das Programm schon im Tal zu lang (die Tour ist nur für interessierte Kinder zu empfehlen!), diese hat man auf eigenen Wunsch ohne Staumauer-Begehung gleich mit der zweiten Sektion ganz rauf geschickt. Ich würde vor Ort den Guide einfach darauf ansprechen, was dich speziell interessiert.

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Re: ÖBB-Seilbahn Stubach | Enzingerboden | Juni 2018

Beitrag von David93 » 20.08.2018 - 19:03

Hochinteressant.
Seilbahn und Kraftwerk. Beides Dinge die mich sehr interessieren. Sollte sich die Gelegenheit ergeben würde ich das auch mal mitmachen.
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15.12.18: SFL / 27.12.18: Zillertal 3000 / 19.01.19: Skiwelt / 09.02.19: Saalbach / 24.02.19: Skiwelt / 20.03.19: Gurgl / 30.03.19: Zillertal Arena / 19.04.19: Ischgl / 02.06.19: Hintertux
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Re: ÖBB-Seilbahn Stubach | Enzingerboden | Juni 2018

Beitrag von Zottel » 29.08.2018 - 11:34

Weiß jemand, was es mit diesem augenscheinlichen Lsap im Tal gleich zu Beginn/Ende der Straße Uttendorf-Enzingerboden auf sich hat? Ist mir auf der Hinfahrt aufgefallen.
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Blick auf die Trasse, rechts außerhalb des Fotos führt die Straße rauf nach Enzingerboden.
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Die Halbtageskarte ist so perfekt hinter der Scheibe platziert, dass es auch eine falsche Fährte sein könnte. Über einen Bergerlift habe ich bislang nichts passendes gefunden. Babylift klingt nach Seillift - vor dem Gebäude gibt es aber auch ein großes Fundament, das mal zu einer gescheiten Talstation gehört haben dürfte.
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Re: ÖBB-Seilbahn Stubach | Enzingerboden | Juni 2018

Beitrag von gerrit » 29.08.2018 - 19:10

Schönen Dank, eine Sommerbesichtigung der ÖBB-Anlagen steht bei mir auch schon seit längerem auf der To-Do-Liste. Schade dass das Wetter bei Deinem Besuch so schlecht war, denn panoramamäßig hast Du da viel versäumt. Warst Du eigentlich schonmal bei Schönwetter dort oben?
Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)

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Re: ÖBB-Seilbahn Stubach | Enzingerboden | Juni 2018

Beitrag von vovo » 29.08.2018 - 22:33

Das LSAP-Häusl ist mir im April gar nicht aufgefallen. Aber ich hatte auf dieser schmalen Straße gleich einen Beinahe-Unfall mit einem Lastwagen und auch so verlangte die Strecke volle Konzentration. (Ich dachte, der LKW lässt mich vorbei, doch er fuhr nur nach links, um die Werkseinfahrt rechts besser zu erwischen - die Bremsen meines Autos reagierten wenigstens vorzüglich und der LKW-Fahrer entschuldigte sich sogar.)

@Gerrit: Das Panorama ist wirklich eine Reise wert - da ergaben sich an jenem Skitag wieder etliche schöne Motive. Aber ich denke, dass Zottel allein wegen des Schlepperunikats dort oben sicherlich im Winter nochmal wiederkehren wird.

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Re: ÖBB-Seilbahn Stubach | Enzingerboden | Juni 2018

Beitrag von Zottel » 30.08.2018 - 10:19

@gerrit: Das war mein erster Besuch dort oben. Aber wie vovo richtig vermutet, hoffe ich, eines Winters nochmal zum Skifahren herauf zu kommen.

Bei youtube gibt es übrigens HD-Videos (eines anderen Urhebers) von Talfahrten mit den ÖBB-Pendelbahnen bei besserem Wetter.
Talfahrt Sektion 2:
https://www.youtube.com/watch?v=DRuiTaTYpBs

Talfahrt Sektion 1:
https://www.youtube.com/watch?v=z2mU4Gm5hJg

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Re: ÖBB-Seilbahn Stubach | Enzingerboden | Juni 2018

Beitrag von rajc » 03.10.2018 - 20:52

Danke für den Bericht.
Ich war zwar schon unten und in der Bergstation in der Ausstellung aber das es eine eigene Führung der beiden PB gibt wußte ich nicht.
Zwei mal war ich oben das erste mal bei auch so einen Wetter das zweite mal glücklicherweise die DSB erwischt bevor eine Sturmfront aufzog.


Ich kann nur Videos der EUB


Direktlink



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und 2-CLF Medelzbahn


Direktlink


anbieten.
Skitage in 2011/12: 4 x Obertauern 8 x Kitzbühel 2 x Skiwelt 2x Stuhleck 2x Semmering/ Hirschenkogel
1 x Haus/Schladming 1 x Reiteralm/Hochwurzen 1 x Radstadt/Zauchensee/Flachauwinkel/Kleinarl
Skitage in 2012/13:5x Obertauern 1x Skijuwel 1x St. Johann/T 1x Steinplatte 1x Fieberbrunn 3 xSkiwelt 4x Kitzbühel 2x Stuhleck 1x St. Corona
1 x Mönichkirchen , 2 x Hirschenkogel , 1 x Schladming , 2x Reiteralm
Skitage in 2013/14:8x Obertauern 11xBad Hofgastein 3x Schladming 2xMönichkirchen 2x Semmering 1x Stuhleck 2xSt. Corona 1x Großeck 1x Zauchensee
Skitage in 2016/17: 13x Bad Hofgastein 2x Hochkönig 1x Lackenhof /Ötscher 1 X Gemeindealpe 1 x Hochkar 1x Stuhleck 6xFlachau 1x Katschberg 1x Obertauern 8 x Kitzbühel 1xSaalbach 1x Hochfilzen 1 x Wildkogel 3x Skiwelt

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