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Klettersteig am Wasserfall / St.Anton im Montafon

27.05.2022 Eröffnung Klettersteigsaison
Am Fenstertag haben wir uns statt Radfahren dazu entschieden spontan einen Klettersteig zu gehen. Mein Radkumpel Sven hatte hier Premiere, es wird sein erster Steig sein..
Wir haben uns für den Klettersteig in Sankt Anton im Montafon am Wasserfall entschieden. Klar werden jetzt ein paar schlaue sagen, wie kann er bei seinem ersten Steig gleich den nehmen. Ist normalerweise auch nicht unberechtigt die Anmerkung, allerdings hat er schon viel Bergerfahrung und ich bin mit ihm schon einige anspruchsvolle Touren gegangen, dass ich wusste er schafft das. Und so war es auch.

Der Klettersteig ist oberhalb von St.Anton im Montafon gelegen und vom Tal her schnell zu erreichen. Es sind zwei Wasserfälle im direkten Umfeld, am ersten klettert man parallel empor, der zweite wird mit den zwei Seilbrücken gekreuzt, schätze die brücken auf je ca. 50m Länge ein. Habe bei dem Klettersteig keinen Notausstieg gesehen, ob es einen gibt weiß ich nicht. Ist aber auch nicht wirklich erforderlich wenn man nicht total ungeschickt ist. Für mein Gefühl ist er nach oben hin etwas schwerer geworden, die Ausblicke ins Montafon Richtung St. Anton und Vandans sind schon cool.

Nachdem wir den Einstieg zum Zustieg des Klettersteiges gefunden hatten, sahen wir hier keine Möglichkeit das Auto in der Nähe abzustellen. also machten wir uns auf die Suche. Ein netter Einheimischer sagte uns wir könnten auf dem Firmenparkplatz parken, da sei heute niemand. Das taten wir und machten uns fertig zum Abmarsch.

Zunächst ging es durch das Dorf, bis zu der Stelle wo wir gewendet haben. Hier gab es einen kleinen Brunnen wo Getränke drin standen und wir nahmen uns 2 Bierdosen heraus um Svens ersten Klettersteig oben ein bissle feiern zu können. An der kleinen Kasse (Dose mit Einwurfschlitz) stand 1 Euro pro Getränk wir haben 5 eingeworfen, um uns für den Service zu bedanken ;-)

Ab hier geht es über eine kleine Brücke danach nach links weg (Tafel: „Klettersteig, Wasserfall“; rechts geht’s nach Valleu). In dem Wald an einer Wegkurve steht eine Bank, die man gut nutzen kann um sein Klettersteigset anzuziehen. Weil wir es dort gemacht haben, hat es das nachfolgende Pärchen auch dort gemacht. Kurz darauf folgt das erste Stahlseil entlang des Waldweges bis zum Fuß des Wasserfalls, geht es unschwierig weiter.
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Hier bei der Aussichtskanzel sieht man das erste mal den eigentlichen Steig, er geht senkrecht rechts neben dem Wasserfall bergan soweit man ihn sehen kann.
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wir haken unsere Sets ein und steigen los, die Trittstufen sind in gut machbaren Abständen und es geht zügig bergan, nebenan immer der Wasserfall
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Nach dem senkrechten Zustieg erreicht man über eine kleine Querpasse und eine Schräge ohne Metalltritte einen kleinen Absatz, der sich anbietet eine kleine Pause zu machen und die Aussicht zu genießen, Sven erreicht ihn auf dem Bild gerade
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Der Talblick hier ist echt schön, da unten irgendwo steht mein Auto
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andere Seite schaut man auf den Wasserfall, der hinter den Bäumen rauscht
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Aber wir sind erst in der Mitte des Steigs, also geht es weiter
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Es geht auf dem Grat entlang zu einer steileren Passage auf die zunächst eine Schrägpassage um den Felssockel herum folgt, hier brauchts etwas Geschick, teiulweise sind die Trittsufen weit auseinander und man muss im Fels halt suchen. Etwas ungünstig empfand ich hier zusätzlich den großen, senkrechten Abstand zum Drahtseil. Bin zwar recht klein, aber auch Sven, der recht groß ist hatte dort eine Herausforderung. So musste ich mich mit lang ausgestreckten Armen da heraufaufziehen. Aber ging gut, wenn man etwas Kraft hat. Eine etwas mehr forderndere Stelle als der Weg bisher zu bieten hatte.
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Auf den etwas anspruchsvolleren Abschnitt folgt aber auch wieder ein leichteres Stück, was ich auf dem Bild gleich erreiche
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Es ist außer uns kaum einer im Steig zu Gange von daher kann ich an der Kante zum flacheren auf Sven warten und mache es mir bequem
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Jetzt geht es erstmal wieder zügig bergan, es folgt noch ein kleiner Kletterabschnitt bis die Seilbrücken im leichten Gelände erreicht werden, diese sind voll cool, machen echt Spaß, können aber auch umgangen werden. Sven wollte sich aber bei seinem ersten Steig Alles geben und daher haben wir die beiden mitgenommen.
Hier auf dem Bild bin ich auf der unteren Seilbrücke
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und Sven auf der oberen, die über eine kurze aber steile Wand ab der unteren Brücke erreicht wird
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vorher war ich dann noch drübergelaufen auf der oberen Seilbrücke
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Nach den Seilbrücken erfolgt noch eine Kletterstelle über eine feuchte Wand zurück auf den Grat. Anschliessend geht es um ein Wandstück schräg ansteigend herum, bevor man dann eine Querung zur Schlusswand noch bewältigen muss, diese erfordert auch ein bissle Geschick. Fast wandernd wird das Ende des Steiges erreicht. Hier haben wir dann das Bier aus dem Brunnen aufgemacht und auf Svens ersten Steig angestoßen, hat er gut hinbekommen für das erste Mal Respekt!
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Für den Rückweg, auf einem spärlich markierten Weg, sollte man unbedingt Stöcke dabei haben, es ein sehr steiler und schmieriger Weg, auch mit Stöcken hats uns je einmal auf dem Hintern rodeln lassen :-D
Bei Nässe wird es glaub recht schwierig, ca 25 Minuten sind es bis unten, inklusive verdrecktem Hintern und Rucksack. Jeder der da war kam so runter, weil er ausgerutscht war :-P

Der Klettersteig ist B/C zwei Stellen D. Ist landschaftlich extrem schön und bei heißen Temperaturen sicherlich eine gewünschte Abkühlung neben dem Wasserfall. Er ist sehr gut ausgebaut und es hat überall Metall- oder natürliche Tritte, die gut genutzt werden können, ist im tadellosen Zustand.
 
Die Abstände der Zwischenverstrebungen bei den Seilbrücken schauen zumindest auf den Bilder recht gross aus. Ich habe immer noch eine kurze Schlinge dabei wo ich zusätzlich einhängen kann falls mir solche Konstruktionen zu sehr zu wackeln beginnen.
 
Die sind wirklich weit auseinander. Schlingen hab ich auch immer mit. Aber die Brücken gehen gut zu laufen
Unangenehm wirds nur wenn einer draufgeht bevor der erste runter ist
 
Danke für den ausführlichen Bericht! Der Klettersteig kommt damit auf meine Liste, hatte den noch gar nicht auf dem Schirm.
Wie lang war die Gesamtgehzeit bei euch?
 
Kann da nur schätzen. Denke mal 25min Zustieg dann ca 1std im Steig und etwa 30min Abstieg so in etwa hab aber net auf die Uhr geschaut.
 
Theo schrieb:
Die Abstände der Zwischenverstrebungen bei den Seilbrücken schauen zumindest auf den Bilder recht gross aus. Ich habe immer noch eine kurze Schlinge dabei wo ich zusätzlich einhängen kann falls mir solche Konstruktionen zu sehr zu wackeln beginnen.
Sehr praktisch ist eine schnell einstellbare "Longe" ("longe de repos ou de positionnement" muss nachschauen wie man dies auf DE nennt), mit einem via Ferrata oder PSA Karabiner (Finger muss m.E. unbedingt automatisch verriegeln und Longe mit einer Hand kürzbar sein) an einem Ende. Hat keine Dämpfungsfunktion, ist jedoch extrem praktisch, sowohl zum Ausruhen (auf Fallhöhe null zurückgezogen) wie auch für Seilbrücken, als Zusatz zu den üblichen Via Ferrata Karabinern, dann kann mann eigentlich die freien Abschnitte im Eiltempo durchlaufen und gewinnt enorm Zeit.
Wiichtig ist, die freie Einstellreserve so zu verstauen, dass sie sich nirgends verfangen kann. Ist allgemein wichtig, dass nichts die Fuktionsweise des Falldämpfers beeinträchtigen kann. Für Via Ferrata setzte ich stets Sets mit elastischen Armen (Petzl DE Wortschatz), ähnlich aufgebaute elastische Arme finde ebenfalls sinnvoll für übliche Industriearbeiten (mit ca. 60 oder 110 mm Karabinern, bei gröseren Seilbahnen reichen 60 mm Öffnung nicht mehr aus, die 110 mm MGO sind jedoch schwer und wirklich klobig).

Die Bedienergonomie der Via Ferrate Karabiner spielt m.E. eine nicht zu unterschätzende Rolle, insbes. bei etwas längeren Unternehmungen wie z.B. dem Daubenhorn (nicht sehr schwer, jedoch ziemlich lange) oder heiklen Überhängen (AFAIR extrem selten in CH).
 
schneeberglift schrieb:
Danke für den ausführlichen Bericht! Der Klettersteig kommt damit auf meine Liste, hatte den noch gar nicht auf dem Schirm.
Wie lang war die Gesamtgehzeit bei euch?
Kannst ja dann mal deine Eindrücken schildern evtl geht's dich vielleicht auch mal gemeinsam aus wenn du bock hast
 
Oscar schrieb:
schneeberglift schrieb:
Danke für den ausführlichen Bericht! Der Klettersteig kommt damit auf meine Liste, hatte den noch gar nicht auf dem Schirm.
Wie lang war die Gesamtgehzeit bei euch?
Kannst ja dann mal deine Eindrücken schildern evtl geht's dich vielleicht auch mal gemeinsam aus wenn du bock hast
Sehr gerne. Würde aber dann den Hochjoch oder den Gargellener Köpflesteig noch mitmachen. Für 2h klettern lohnen sich 3h Anfahrt für ein Tag nicht
:D
Sofern ich es 2-3 Tage vorher planen kann meld ich mich bei dir :wink:
 
10.04.2023 Klettersteigsaison eröffnet
Gestern noch Skigefahren heute schon Klettersteigsaison eröffnet, der <steig ist ja schon beschrieben daher nur kurz ein paar Bilder

Der Ausblick beim Einstieg, immer wieder bemerkenswert wie anstrengend der Zustieg ist.
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Hier der Einstieg in den Klettersteig
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Zwischenplatz zum Pause machen geeignet mit toller Aussicht
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Mein Kollege erreicht diesen gerade
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Blick auf die zwei Seilbrücken
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Auf der oberen seilbrücke
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Nach den seilbrücken gehts Richtung Schlussteil des Klettersteigs
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Oben angekommen mit herrlichem Ausblick
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und mit Gipfelschnaps
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07.04.2024
Heute mal wieder die Saison am letzten skisaisontag eröffnet. Dafür eignet sich der klettersteig super.

Dokumentiert ist er ja daher nur ein paar Bilder.

Los geht's vom kleinen Parkplatz auf dem Sträßchen Richtung Wasserfall
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Kurz vor strassenende geht es rechts über eine kleine holzbrücke danach sofort links an einem Privatgrund vorbei auf den Wanderwege zum Wasserfall.
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Der Wasserfall ist dann auch bald zu sehen.
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Damit ist dann auch über einen mit Drahtseil versehenen Wanderweg der Einstieg zum klettersteig schnell gemacht.
Es geht senkrecht zum Start bergauf
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Von oben sieht es dann nach den ersten Metern so aus
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Nach dem senkrechten Einstieg erfolgt eine querung ohne trittbügel aber mit guten Tritten
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Und die Mitte kurz vor den seilbrücken ist bald erreicht, hier gibt es einen ruheplatz
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Mit herrlicher Aussicht
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Wir kommen zu den seilbrücken, die nach dem Winter recht schlapp gespannt sind
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Ein kurzer senkrechter Anstieg und eine wandquerung ohne Bügel bringt uns dann zum schlussansieg
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Der ist relativ leicht durch waldboden zu gehen mit einer größeren Stufe, die geklettert werden muss.
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Das gipfelbier darf beim ersten steig der Saison ich fehlen ;-)
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Schöner Ausblick hier
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11.05.2025
Das gute Wetter und 1/2 Tag Zeit haben wir genutzt um in die Klettersteigsaison zu starten. Da es morgens noch etwas kühl ist, haben wir uns für den Start am Talklettersteig in Sankt Anton im Montafon entschieden.

Beschrieben ist er ja schon mehrfach in diesem Topic daher nur kur ein paar Eindrücke
Nach dem etwas zähe Zustieg erreicht man den eigentlichen Beginn des Klettersteigs neben dem Wasserfall
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Nach dem Steilen Einstieg und einer kleinen leichten Querung kommt man an einen kleinen Rastplatz mit dem Ersten Talblick
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Kurz darauf sind die Seilbrücken erreicht und damit die Hälfte des Steigs absolviert
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Im Wald geht es Anfangs noch im Fels, Später auf erdigem Untergrund
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bis oben zu der Lichtung mit dem Ausblick auf Valkastiel und Vandans
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