Heute erlebte ich den perfektesten Gletscherflugtag seit meiner Gletscher-Prüfung vor rund 6 Jahren! Traumhaft! Optimales Wetter, praktisch windstill bis in grosse Höhen, guter Schnee, warm. Wunderbar! Und mit gemperliel einen perfekten Passagier, der Geduld hat und von der Bergwelt extrem begeisterungsfähig ist.
Wir starteten in Beromünster früh um 08.40 Uhr mit dem ersten Ziel Sustenlimi. Obwohl dieser Gletscher sehr zentral gelegen ist, war ich noch nie dort. Irgendwie ist er eben weder im Osten, noch im Westen. Und ich wusste auch nicht, ob um diese Zeit mit Sommerzeit da oben schon die Sonne scheint.
Am Titlis vorbei:
Und am Steilimi, wo wir beide am
4.5.20 hochgekraxelt sind.
Schnee (15cm Pulver), Wind (null), Licht perfekt!
Im Hintergrund rechts der Titlis.
Nach drei Landungen und einer kurzen Pause ging es weiter Richtung Wallis. Zuerst aber noch ein Überflug über unseren ersten Platz.
Überflug des Chli Bielenhorn, wo ebenfalls wir beide am
20.5.20 zusammen aufgestiegen sind.
Vorbei an der Aletscharena...
...und dem Skigebiet von Saas Fee...
...flogen wir zum Gletscherlandeplatz Alphubel:
Zum einen hatten wir diesen Platz nicht geplant, zum anderen hatte ich keinerlei Infos. Und weil er sehr hoch liegt und keine Spuren hatte, traute ich mich nicht, zu landen. Also ging es weiter Richtung Matterhorn:
Am Breithorn vorbei:
Der Landeplatz Theodul Süd liegt auf Höhe der Talstation des Testa-SL. Das wäre alles kein Problem, wenn da nicht die Stromleitung den Anflug überspannen würde. Ein mehrfacher Überflug sollte mir Gewissheit geben, dass ich richtig anfliegen würde, muss diese Leitung doch im Tiefflug (2-3m über Boden) entlang dem Gandegg-SL unterflogen werden:
Mit hohem Puls setzte ich zur Landevolte an...
...um kurz darauf, nach zwei Landungen, an diesem schönen Platz anzuhalten und auszusteigen:
Nach einer Pause starteten wir wieder, um zuerst im Tiefflug unter dem Kabel durchzufliegen und dann den Landeplatz Theodul Nord anzusteuern:
Anflug mit Matterhonblick:
Zwar hatte es hier viele Skispuren und wir mussten die Freerider auch gut im Auge behalten, dass sie uns nicht in die Quere kommen, aber der Platz ist wunderbar!
Weiter ging es durchs Mattertal...
...zum schönen Landeplatz am Aeschhorn. Da oben tat ich mich schwer mit der Entscheidung, zu landen oder nicht. Viele Wellen im Anflugbereich und eine danach sehr kurze Landestrecke. Nach zahlreichen Reko-Runden...
...traue ich mich dann:
Es ist einfach der schönste aller Plätze:
Zeit für ein Fondue:
Für Bergwanderer:
Auf dem Heimweg legten wir noch eine kurze Pause am Mönchsjoch ein:
Übers Jungfraujoch...
...und den Männlichen:
...geht es zurück nach LSZO.
Was für ein genialer Tag! Das Strahlen in unseren beiden Gesichtern wird noch lange anhalten.