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Urlaub in Arosa: 11.12.2021-18.12.2021

Hallo zusammen! Viele Grüße aus der Schweiz! Mein erstes Mal Skiurlaub in der Schweiz. Warum nicht Österreich? Das Zugticket für den 11.12.2021 war bereits gebucht und die haben ja erst einen Tag später wieder aufgemacht. Außerdem ist die Schweiz ein wunderschönes Land, das ich auch im Winter mal wiederentdecken wollte - bisher war ich nur einmal im Winterurlaub hier: Im Grundschulalter mit meinen Eltern in Lenzerheide. Skifahren? Nein, das hab ich erst viele Jahre später kennengelernt!

Ich kann noch nicht garantieren, dass ich hier wirklich jeden Tag ein Update gebe, aber das werdet ihr ja dann im Folgenden sehen. Tippfehler? Oh ja, sicher jede Menge! Auf der Handytastatur fällt das Tippen immer etwas schwerer.

11.12.2021: Anreise

Um das (negative) PCR-Testergebnis hatte ich mich schon am Donnerstag gekümmert. Das PLF / Einreiseformular am Freitag ausgefüllt. Soviel zur Corona-Bürokratie und nun weiter mit dem interessanten Zeug!

Morgens um 5 Uhr der klingelnde Wecker… genau mein Ding. Um kurz nach 6 Uhr ging dann der Zug ab Bremen Hbf. Umstieg in Hannover in den ICE nach Chur. Ab dort dann mit der Räthischen Bahn nach Arosa hoch.

Wie immer bin ich erst auf die letzte Minute aus der Wohnung gekommen, da ich den Wecker mindestens einmal zu oft gesnoozed hatte. Aber da ich erst um kurz vor eins ins Bett gekommen war (ja, das Packen schieb ich auch gerne auf die letzte Minute!)… egal. An der Bushaltestelle angekommen, war der Bus bereits in Sichtweite. Am Bahnhof… naja. 20 Minuten Zeit um die Ohren schlagen. Dann kam plötzlich noch die Push-Notification, dass der Zug 25 Minuten Verspätung habe - medizinischer Notfall im Zug. War ja Samstag früh, bestimmt hatte da wer über den Durst getrunken. Und ich bangte schon um den Umstieg in Hannover. Denn eigentlich fand ich die Direktverbindung nach Chur ganz nett. Noch passte aber alles. Nur bei sowas weiß man ja nie, ob die Verspätung sich nicht so plötzlich verdoppelt wie sie angekündigt wurde.

Aber ich hatte Glück: mit nur 15 Minuten Verspätung ging es los. In Hannover der Umstieg - etwas kürzer am kalten Bahnsteig warten. Auch nicht schlecht. Wo der IC2 halbwegs leer war, war der ICE4 komplett leer. Ich war eine von 5 Personen im Wagen. Normalerweise ist das immer ein riesiger Spaß, sich um freie Kofferplätze zu kloppen. Aber: Es ist deutlich, dass aktuell nur wenige reisen (die meisten Passagiere ohne Koffer). Und der ICE4 hat wahnsinnig große und viele Gepäckregale. Super! Das letzte Mal vor einigen Jahren ins Zillertal war das im InterCity eine Katastrophe: Jeder hatte Koffer ohne Ende. Handgepäckkoffer okkupierten wertvollen Platz im Gepäckregal, mein riesiger Koffer mit Skischuhen und allem drum und dran passte nicht in jedem Zug oben in die Gepäckablage über Kopf. Mal vom wahnsinnig hohen Gewicht abgesehen. Und u.a. diese Diskussionen damals („kann ich gerne hochstellen für Sie, ja, auch gerne am Ziel wieder runterholen“ - und trotzdem wollten die Personen das nicht) hatten dazu geführt, dass ich mir schwor, das nächste Mal mit Auto zu fahren. Nun gut. Dieses Mal war ich alleine und die Sparpreise der Bahn konkurrenzlos günstig. Und zumindest die Hinfahrt habe ich diesbezüglich auch absolut nicht bereut. Schön entspannt.

In Chur angekommen (mehr oder weniger pünktlich, ausnahmsweise ist der Zug nicht unterwegs verreckt :lach: kein Witz, so oft wie mir das schon passiert ist, nicht mehr feierlich), klickte ich mir fix in der SBB App das Ticket nach Arosa. Hier passte der Anschluss nicht wirklich gut. 30 Minuten warten oder so waren angesagt. Aber die Buchung vorbildlich: Als Gast ohne Login, zack per Apple Pay das Ticket bezahlt. Easy.

Auf nach oben ins 1.770m hoch gelegene Arosa. Die Schmalspurbahn schlängelt sich ihren Weg durch das inzwischen immer dicker weiß eingepuderte Tal. Mit der Zeit wurde es draußen auch langsam dunkel, sodass ich erst bei Dunkelheit in Arosa ankam. Aber hey: Ab jetzt werden die Tage Abends nur noch länger hell! :)

Leider ließ sich das Fenster nicht öffnen, sodass die Fotos daraus immer Spiegelungen der Lichter hatten. Dabei war ich extra in den älteren angehängten Wagen eingestiegen :? In Arosa erinnerte ich dann noch einen Mitreisenden an seinen Koffer, den er erst in der Gepäckablage über seinem Kopf vergessen hatte :lol:

In Arosa angekommen: Wahnsinn, was hier für Schnee liegt! Nicht, dass ich Arosa um diese Jahreszeit gut kennen würde, aber ich behaupte mal: Das ist alles andere als selbstverständlich! Und nächste Woche könnte ich dann mit richtig schönem Kaiserwetter, Sonnenschein und ohne Niederschlag richtig Glück haben!

Dann erstmal Checkin in der Unterkunft (sehr nah am Bahnhof), kurz entspannen, feststellen, dass die Supermärkte in 3 Minuten zumachen und daher weiter entspannen. Später dann noch ein Restaurant zum Essen gesucht. Pizza für 23 CHF?! Meine Güte, ist die aus Gold?! Ja, die Schweiz ist teuer, das weiß ich. Aber SO teuer? Uff. Naja, hatte ja eh ne Unterkunft mit Herd und Backofen. Nur ohne Supermarkt bringt das nicht viel. Also kurz mit ein paar Snacks gestärkt, welche die Gastgeber hier deponiert hatten :mrgreen: dann einmal kurz im Ort spazieren gewesen, den Ortskern erkundet und mich dann für ein Rösti-Restaurant entschieden. Das nebenbei noch asiatische Speisen auf der Karte hatte. 8O Gut, die Rösti kosteten nicht weniger als die Pizza, aber wenigstens nichts, was man in Deutschland überall bekommt. Danach bin ich dann abends früh ins Bett gefallen und hab erstmal Schlaf nachgeholt und 12h bis um 10 Uhr geschlafen :|

Die Fotos zum Text findet ihr im Folgenden. Hab am Handy keine Lust dazu, die entsprechend einzusortieren :)
 

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Ja, ich befinde mich immer noch in der psychischen Rehabilitation und bin auf externe Unterstützung durch das AF angewiesen. :krank:
 
Donnerstag, 16.12.2021: Magie = Physik / Wollen

Einfach nur wow. Dieses Bootfitting grenzt doch an Magie! Wer hätte gedacht, dass ein bisschen Kunststoff aufwärmen und über Nacht in Form bringen einen SOLCHEN Unterschied machen würde! Ich hatte insgeheim die Hoffnung schon aufgegeben, bin aber dank der Beiträge durch euch zu einem der empfohlenen Sportgeschäfte (Carmenna; dort hatte ich auch schon meinen Skiservice machen lassen). 50 CHF und eine Nacht später probierte ich die Schuhe wieder an und gerade der rechte Schuh, bisher Problemkind: Einfach nur der Hammer. Fühlte sich direkt besser an!

Nach dem ganzen Tag auf der Piste ohne größere Schuhprobleme mehr (Halleluja! Ein Wunder!) bin ich dann angefixt gewesen und hab die noch mal zum Nachbessern hingebracht - ein ganz kleines bisschen Nachjustieren noch, dann sind sie perfekt. Aber auch schon jetzt so gut wie die besseren Leihschuhe aus meiner Skifahrvergangenheit. Hoffentlich kommt es jetzt zu keiner Verschlimmbesserung, weil ich zu viel wollte :lach:

Heute war ein grandioser Tag, 10/10! Auch der bisher längste Tag, einfach weil ich gar nicht aufhören wollte - bis es dann irgendwann wieder zu schattig wurde, weil die Sonne hinter den Berggipfeln verschwand. Da merkte ich dann auch schlagartig, wie ausgelaugt ich war. Mittagspause? Hab ich direkt mal ausfallen lassen, nur kurz einmal irgendwann 10 Minuten zum Entspannen in den Schnee gesetzt.

Statistiken des Tages:
- 10:15 bis 15:20 Uhr (nur ca. 10 Minuten Pause)
- 2.625 kcal Aktivitätskalorien (Tagesverbrauch gesamt über 5.000 kcal 8O )
- Durchschnittsherzfrequenz: 125 bpm (hier macht sich das inzwischen deutlich schnellere Fahren bemerkbar: Weniger Zeit auf der Piste vs. mehr Zeit im Lift; Montag waren es im Schnitt noch 136 bpm)

Heute hab ich auf der sich wie immer ziehenden Fahrt des Hörnli-Express ein wenig philosophiert… und mir ein paar Fragen gestellt:

- Warum heißen eigentlich immer die ewig langen, nicht besonders schnellen Bahnen „Express“? Hörnli-Express. Zermatt hat sowas wohl auch. Und in der Zillertalarena ist mir das auch schon mal aufgefallen…
- Warum sind verschneite Berge eigentlich sooooo wahnsinnig schön? Man kann sich gar nicht dran sattgucken. Und ich denk das jeden Tag auf‘s neue, wenn ich hochfahre!
- Warum liegt hier Stroh?

Übrigens die erste Beobachtung des Tages: Es war deutlich voller als die letzten Tage. Gefühlt wird es jeden Tag etwas voller. Am Hörnli-Express musste ich heute sogar 2 Minuten anstehen, am Plattenhorn waren oftmals 30 Sekunden keine Seltenheit. Dafür war die Mittagszeit wieder super, weil ich da die Pisten fast für mich alleine hatte!

Heute hab ich auch mal die rote 2(?) an der Hörnli-Sesselbahn probiert. Aber ich muss ganz ehrlich sagen: Nee. Ist nichts für mich. Ich komm da zwar problemlos runter, aber es macht mir einfach nicht so viel Spaß, wie gemütlich ne hellrote oder dunkelblaue Piste runterzusausen. Man mag es kaum glauben, da hab ich dieses riesige Skigebiet vor mir und bin dann den Rest des Tages doch wieder nur am Plattenhorn gefahren :lol: Ich nehm gerne das, wo ich weiß, was ich hab. Und was mir gefällt. Andere sind damit nicht zufrieden und suchen immer was neues. Ist mir schon öfter aufgefallen, wenn ich mit anderen Skifahren war :)

Interessanterweise war die Schneequalität der blauen 5 nicht so berauschen. Eisplatten hier und dort, sehr unberechenbar. Das gefiel mir nicht so. Dafür kannte ich nachher die viel bessere rote 6 wie aus der Westentasche. Jeden Huckel, jeden Hügel. Ich glaub die Liftler beäugten mich am Ende auch schon ein wenig, was der denn immer noch hier macht :lol:

Der Unterschied zwischen blauer 5 und roter 6: Letztere ist beschneit. Ich glaub, das erklärt den dort deutlich besseren Schnee, besonders ab der Mittagszeit.

Wetter? Wie schon die letzten Tage ein Träumchen. Zwischendurch zeigte die Talstation des Plattenhorns +3°C an, aber Slushed Ice gab es deswegen nicht. Nur bei der ersten Abfahrt im Ort zum Hörnli-Express war der Schnee schon heute morgen echt nicht gut und sah quasi aus wie gestern Nachmittag. Ob da heute Nacht überhaupt präpariert wurde? Oder hält die jetzt schon nicht mehr das Mehr an Leuten aus? Irgendwie ungünstig, da dort ja alle, inkl. Anfänger lang müssen. Heute Nacht hat es aber definitiv gut gefroren, daran lags jedenfalls nicht.

Die 6 ist außerdem stellenweise über Nacht etwas breiter geworden. Ich hoffe ja, dass die morgen auf ganzer Breite präpariert ist. Aber vermutlich erst Samstag. Heute hab ich auch mehrfach die Carmenna-Bahn fahren sehen, mindestens zweimal wurde die ein- und wieder ausgaragiert. Geht wohl zum Wochenende auf.

Eine lustige Entdeckung heute: Da fehlte bei der Plattenhornbahn ein Sessel. Ich hab ich kurz gewundert, wo denn jetzt mein Sessel bleibt. Ist das normal? Kommt das öfter vor?

Dort schien BTW heute sowieso ein wenig der Wurm drin zu sein. Anfangs funktionierten die Menschenportionierschranken nicht und waren dauerhaft offen. Außerdem war die Männertoilette geschlossen - irgendwie hat sich wohl das Schloss in der Tür gelöst und so passierte es, dass dort Menschen eingesperrt waren und nur noch mit Hilfe von außen rauskamen (hatte ich gestern beobachtet… von innen :lach: ).

Außerdem war oben ein armer Wicht bestimmt 2,5h damit beschäftigt, den kompletten Schnee um eine Schneilanze wegzubuddeln. Frage mich ja, was er da machen musste. Sah auf jeden Fall ziemlich anstrengend aus!
 

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So, gerade meine Schuhe vom Feintuning abgeholt… Postkarten versandt… aber meine Güte, sitzt mir der gestrige Tag in den Muskeln :tot: gerade lieg ich wieder so halb auf dem Bett und sammle Motivation, die Ausrüstung anzulegen und loszumarschieren. Die 9,5h Schlaf hätten auch gerne 11h sein können :lach:

Heute wird sicher wieder ein kurzer Tag, auch da ich morgen vermutlich die Pisten rauf und runtergescheucht werde - meine Schwester und ihr Freund kommen dann für einen Tag vorbei. Und die wollen von der längeren Fahrt aus dem Allgäu hierher natürlich auch was haben.

Heute abend packen, morgen früh raus. Juhuu, ich freu mich schon :roll:

So und nun raff ich mich langsam endlich mal und mach mich Pistenfertig…
 
Freitag, 18.12.2021: Der blaue Himmel will nicht enden!

Wie vorher schon geschrieben, war heute ein kurzer Tag. Die Oberschenkel machten heute einfach nicht mit. Daher war schon nach wenigen Abfahrten Feierabend. Aber: Nach dem Feintuning scheinen die Schuhe nun perfekt zu sein!

Am Nachmittag war ich dafür noch etwas spazieren, nach Innerarosa hoch. Eigentlich ganz schön, dass man von dort aus auch die Pisten sehen kann - und entsprechend auch die Pistenraupen bei Nacht. Weniger schön, dass der Ortsteil da oben zumindest in dieser Jahreszeit dauerhaft im Schatten des Berges zu liegen scheint. Und: Das abendliche Summen der Schneekanonen und Schneilanzen ist auch nicht gerade schön.

Und danach war ich dann noch kurz zum einzigen Testzentrum des Ortes, den (noch) obligatorischen Antigentest machen. Danach dann noch auf der Graubünden-Webseite hochladen… endlich fertig mit der Corona-Bürokratie.
 

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Heute mal ausgeschlafen und spät aufgestanden? :wink:
 
Um 6:30 Uhr aufgestanden, nach Chur runtergefahren, dort aufgegabelt worden und nun wieder hoch nach Lenzerheide :lol:
 
Wird es hier noch einen Abschluss zu deinem Urlaub geben?
 
Klar! Sorry für die Verspätung - aber sobald ich nicht mehr alleine unterwegs war, hatte ich das volle Programm von allem! :lol: Dann Weihnachten, Arbeit, ... Ach Ausreden. Hab ein wenig ein schlechtes Gewissen, daher nun besser spät als nie!

Ein krönender Abschluss! Letzer Tag: 18.12.2021

Am Samstag in der Früh hieß es: Abschied nehmen von der schönen Wohnung. So zentral im Ort im "Derby" gelegen. Der Wecker klingelte zwar dieses Mal schon um 06:30 Uhr :tot: Viel Zeit blieb nicht - schließlich musste ich noch duschen, das letzte Zeug zusammenpacken und dann exakt den Zug um 07:49 Uhr bekommen, der um 08:53 Uhr wieder in Chur sein sollte. Der Plan: Dort meine Schwester und ihren Freund zu treffen, die mit dem Auto aus dem Allgäu anreisten. Und kaum zu glauben: Das hat alles ziemlich genau gepasst, niemand musste länger als ein paar Minuten warten!

Meine Idee war eigentlich, direkt in Churwalden einzusteigen - aber kurz bevor wir dort waren, hatte lt. interaktivem Pistenplan das Stätzerhorn noch zu. Ein wenig später ging es dann doch noch auf (zum Glück!), aber wir waren nun schon weiter ins Tal raufgefahren. Am Ende war es dann aber eh nicht mehr meine Entscheidung und wir fuhren bis zum Talparkplatz am Tgantieni-Lift hoch. Das war sowieso etwas, woran ich mich erst wieder gewöhnen musste: Jetzt stand es 2 (Pärchen) gegen 1 (mich). Auch mein Vorschlag, per Ski nach Arosa rüberzufahren wurde später mit derselben Mehrheitsentscheidung abgeblockt mit "das lohnt nicht für einen Tag" und überhaupt :cry: Dabei verliert man effektiv ja nur die Fahrtzeit der Urdenbahn - den Rest fährt man ja so oder so auch per Ski? Nungut, es ist wie's ist.

BTW: Wie spricht man "Tgantieni" eigentlich aus? Naja. Angekommen, Schuhe angelegt (Was eine Wohltat nach den Anpassungen! Meine Schwester hatte dagegen mit ihren Tourenski- und Schuh mehr Probleme, das nach inzwischen auch einigen Jahren wieder sortiert zu bekommen...). Also los, ab auf die Piste! Die erste echte Abfahrt ging dann ab der Bergstation "Scalottas" los. Im Rückblick hätte man vielleicht einfach zum wieder reinkommen die Talabfahrt zur Tgantieni-Talstation machen sollen. Im interaktiven Pistenplan war allerdings kaum erkennbar, ob bzw. dass die offen hatte und welche der Pistenvarianten dortin geöffnet waren. Dazu später mehr. Denn oben ab Scalottas... die ersten Meter gehen einen breiten Grat hinunter, danach wird es besser. Ich fand's unangenehm, aber meine Schwester, die ich als viel besserere Skifahrerin als ich in Erinnerung hatte... naja. Da war seit 2012(?) in Valmeinier/Valloire (Galibier Thabor) auch ein wenig was eingerostet. Die inzwischen Tourenausrüsten hat da sicher ihr übliches getan - zu lockere Schuhe helfen definitiv nicht. Im Laufe des Tages wurde es deutlich besser, aber ich behielt ganz klar einen deutlichen Vorsprung, da ich ja nun schon ne knappe Woche auf Ski unterwegs war. Achja und ihr Freund... der ist im Allgäu und auf Skiern aufgewachseln, der kam eh überall problemlos runter. Keiner Rede wert.

Tatsächlich verbrachten wir den ganzen Tag auf dieser Seite des Tals - aus genannten Gründen. Einer der ersten Lifte war der Schlepper Gertrud... Uff. Einen so langen Schlepper bin ich seit Valloire nicht mehr gefahren. Dort stand man auch ne ganze Zeit an. Längste Anstehzeit bisher. Nachdem wir dort über die Zeit bestimmt auch 5 Minuten auf dem Schlepper hängend stehend verbrachten (warum auch immer?) und man froh war, endlich oben zu sein, eröffnete sich aber eine sehr coole Piste Richtung Lavoz. Einmal haben wir uns von Lavoz oben runter zu Lavoz leider auch verloren und meine Schwester landete nachher irgendwo auf der Gertrud. Zum Glück gibt es heutzutage ja Handys, überall Handyempfang und überhaupt! Damit war das absolut kein Drama. Mit der iPhone "Wo ist?"-App kann man sich im Familienkreis bei sowas übrigens super absprechen. Fiel uns leider erst nachher ein :lach: Achso: Das letzte Stück Richtung Lavoz (Alp Nova -> Lavoz - 52) war halt wieder mal fragwürdig. Arosa-Lenzerheide ist echt ein Gebiet der Ziehwege... Wenn die direktere 64 offen ist, wäre das vielleicht besser - aber dem war zumindest an diesem Tag noch nicht so.

Jedenfalls sind wir nach ein paar Runden Lavoz (einer der moderneren Lifte und schöneren Pisten) dann Richtung Stätzertäli gefahren. Auch dort verbrachten wir noch ein paar Abfahrten. Von dort sah man auch die schwarze 71(72?) vom Stätzernhorn runter, aber wir waren allesamt der Meinung: Das brauchen wir nicht. Sah einfach nicht so wirklich spaßig aus.

Im Vergleich zur Schneesituation auf Arosa-Seite hatte es hier wirklich massiv Schnee verblasen. Wahnsinn. Stellenweise sah es aus wie um Frühling um Ostern rum, wenn da spät fällt. Nicht unbedingt was die Schneekonsistenz angeht, aber was den Schnee neben den Pisten angeht. Dort schauten sehr viele grüne Stellen und auch grüne Grashalme durch. Ich bin froh, in Arosa übernachtet zu haben - auch, wenn ich kurz über Lenzerheide nachgedacht hatte, weil man von dort auch mal nach Davos kommt (hatte auch mal mit ski-chrigel darüber gesprochen, was wohl schlauer wäre - auch, wenn ich am Ende doch den anderen Weg eingeschlagen habe). Denn dort in Arosa herrschte "Winter-Wunderland".

Am Ende des Tages fuhren wir zurück Richtung Auto. Meine Güte - Lavoz hatte HÜGEL! Das war brutal. Vermutlich hätte ich sogar Spaß dran gehabt, wenn ich nach etlichen Malen Stätzertäli runterheizen noch Kraft gehabt hätte. Aber so war das sehr anstrengend. Hauptsache runterkommen, nicht auf den letzten Metern im Urlaub noch was brechen. An der Alp Nova machte ich noch eine längere Pause, während Schwester und Freund noch mal die Gertrud hochfuhren... Sie wollten ja unbedingt noch ihre 84 CHF (?) für die Tageskarte ausfahren... ich wusste: Bei den Pistenverhältnissen hatte ich keine Lust mehr darauf. Viel zu eisig und hügelig. Entweder das eine oder andere. Meine Schwester war sowieso schon die letzten Stunden der Meinung, dass viele Pisten sehr eisig seien. Ich fand sie vielfach "kurz vor eisig". Ihr Freund "das ist doch nicht eisig!" :lol: tja, so unterschiedlich sind die Meinungen dazu. Kurz überlegte ich, doch noch ne Bündner Gerstensuppe zu bestellen - aber zu diesem Zeitpunkt war ich einfach nicht hungrig genug, dass es sich gelohnt hätte. Viel eher war ich ziemlich satt. Daher wurde es nur ein Eistee für die Zwischenzeit. So wurde ich auch meine letzten Schweizer-Franken-Münzen noch recht passend los.

Am Ende ging es dann die 55a von Alp Nova nach Tgantieni Bergstation runter. Auch eher nicht so cool. Eher schmal. 90% meiner Schwünge gingen Richtung Bergseite... aber gut, war gut machbar. Meinetwegen blau (anders als die 28a nach Parpan). Trotzdem keine Wiederholungsabfahrt. Aber ab dort - ein TRAUM! :biggrin: Niemand von uns hatte damit gerechnet, so spät am Tage irgendwo noch SO gute Bedingungen vorzufinden. Von Tgantieni Bergstation nach Tgantieni Talstation. Ein Träumchen. Gut, dort wartete meine Schwester dann und hatte genug für den Tag (so viel zu meiner Erwartung, heute besonders viel gescheucht zu werden - klar sind wir viel unterwegs gewesen, aber deutlich weniger als erwartet!). Mit ihrem Freund habe ich dann aber noch zwei weitere Male diese Abfahrt gemacht, einfach weil die SO GEILEN SCHNEE hatte. Zweimal richtig runtergeheizt. Nur das letzte Stück der Piste war nicht mehr ganz ideal beschneit (dort, wo auch die Beschneiungsanlagen fehlen...) und es schaute hier und dort etwas Grünzeug durch; ging aber noch voll klar. Aber die Schneequalität war top. War auch nichts mehr los. Das zweite Mal war auch eine der letzten Fahrten des Liftes für den Tag. Als wir unten noch kurz zur Toilette gingen, wurden die schon gerade gereinigt. Und ja, zum Glück(!) haben wir vergessen, noch zu versuchen, unsere Skipässe gegen Pfand abzugeben. Später fiel mir noch Skiline.cc ein! Und Tatsache: Das Tracking hat auch in Arosa-Lenzerheide funktioniert. Aber dazu mehr in einem weiteren Beitrag...
 

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Na und nun? Natürlich das Fazit!

Abschlussbericht, Fazit, Skiline!

Wie gefiel es dir denn nun in Arosa-Lenzerheide? Wirst du dort noch mal Urlaub machen?

Der Ort? Richtig nice. Gemütlich. Einfach nur toll. Aber ich war auch nicht in Innerarosa - das schien mir zumindest um diese Jahreszeit zu früh dunkel zu werden, weil die Sonne hinter den Gipfeln verschwand und den Ort in Schatten tauchte.

Was sagt denn nun skiline?

skiline_1.png


Wie man sieht und bereits dem Bericht irgendwie entnehmen konnte: Am Donnerstag fuhr ich mit Abstand am meisten Höhenmeter und Entfernung!

Falls jemand das noch nicht mitbekommen haben sollte... das Plattenhorn war am Donnerstag (aber nicht nur da!) mein absoluter Favorit (später stand das Stätzertäli ungefähr auf einer Stufe damit!):

plattenhorn.png


Übrigens weiß ich dank skiline nun endlich auch, wann ich das letzte Mal vor diesem Urlaub ne ganze Woche Skifahren war (seitdem nur noch einzelnze Tage, einmal ein Wochenende): 28. Februar 2016 bis 04. März 2016

zillertal.png


Wie war die Wohnung?

Einfach nur geil!

Nachdem du nun Österreich, Frankreich und die Schweiz ausprobiert hast... welches ist das beste?

Von Corona- und Corona-Regeln mal abgesehen, spielt Geld halt eine riesige Rolle. Dieser Schweizurlaub hat mal wieder ein mächtiges Loch in meinen Kontostand gehauen. War es leerer? Klar. Aber es war auch Vorsaison. Daher schwer einzuordnen. Die Anlagen? In der Schweiz im Vergleich eindeutig veraltet im Vergleich zu Österreich. Die Berge? In Arosa super geil zum Schneewandern! Zum Skifahren? Okay. Zu viele Ziehwege. Neben den veralteten Anlagen.

Gastro? Damals in Frankreich nicht wirklich ausprobiert. Aber in Österreich und der Schweiz ein paar Hütten getestet. Hier ist Österreich der absolut klare Gewinner mit großem Abstand. Die Schweiz ist selten wirklich schlecht, aber war bei meinen Erfahrungen auch selten besonders gut. Guter Durchschnitt. Sowohl war die Auswahl auf den Speisekarten anging als auch, was die Qualität der Speisen betrifft.

Noch Fragen? Go for it, nur her damit!
 
Aussprache von Tgantieni: "Tschan-tieeni"

Das erste i betonst du nur kurz, dafür das nachfolgende e umso mehr. Und bitte ebendieses e betonen. Viele aus dem grossen Kanton betonen das erste i so ziemlich fest und das sorgt dann jeweils für ganz schräge Blicke. Es heisst ja nicht "Tschan-tini" :D
 
Auch mein Vorschlag, per Ski nach Arosa rüberzufahren wurde später mit derselben Mehrheitsentscheidung abgeblockt mit "das lohnt nicht für einen Tag" und überhaupt :cry:
Was für ein Unsinn. Und dann gleichzeitig sagen, dass die Tageskarte noch rausgefahren werden muss. :rolleyes:

Für dass schafruegg ein eingewanderter Zürcher ist, hat er die korrekte Aussprache von Tgantieni erstaunlich gut hingekriegt ;D

Zum Fazit: Österreich hat viele Vorteile. Ich liebe Österreich. Aber ganz sicher nicht in der Hauptsaison. Da hat die Schweiz mE die Nase weit vorne.
 
schafruegg schrieb:
Aussprache von Tgantieni: "Tschan-tieeni"

Das erste i betonst du nur kurz, dafür das nachfolgende e umso mehr. Und bitte ebendieses e betonen. Viele aus dem grossen Kanton betonen das erste i so ziemlich fest und das sorgt dann jeweils für ganz schräge Blicke. Es heisst ja nicht "Tschan-tini" :D
Es heisst aber auch nicht "Tschan-tiëni", sondern das "ie" wird als Diphthong (Monolaut) ausgesprochen und als solcher betont. :wink:
 
švi-nigel schrieb:
schafruegg schrieb:
Aussprache von Tgantieni: "Tschan-tieeni"

Das erste i betonst du nur kurz, dafür das nachfolgende e umso mehr. Und bitte ebendieses e betonen. Viele aus dem grossen Kanton betonen das erste i so ziemlich fest und das sorgt dann jeweils für ganz schräge Blicke. Es heisst ja nicht "Tschan-tini" :D
Es heisst aber auch nicht "Tschan-tiëni", sondern das "ie" wird als Diphthong (Monolaut) ausgesprochen und als solcher betont. :wink:

War für mich Nicht-Linguistiker etwas schwierig zu beschreiben, du hast natürlich Recht :mrgreen: Wichtig sicher, dass das "g" zum "sch" wird.
Wo ich mir nicht ganz sicher bin, ist der Flurname Cumascheals. Ich meine, dass man das "ea" nicht so ausspricht und nur ein "e" betont - oder kannst du mich aufklären?
 
švi-nigel schrieb:
Diphthong (Monolaut)
Ein Diphthong ist kein Monolaut.

Ein Diphthong (von altgriechisch δίς dís, deutsch ‚zweimal‘ und φθόγγος phthóngos, deutsch ‚Laut‘) ist ein Doppellaut aus zwei verschiedenen Vokalen innerhalb einer einzigen Silbe. Gleichbedeutende Bezeichnungen dafür sind auch Doppellaut, Zwielaut oder Zweilaut.
https://de.wikipedia.org/wiki/Diphthong

Ich tendiere da eher zu Tschan-tiëni.

Das erinnert mich an eine Verwirrung die ein Deutscher Besucher mal bei mir ausgelöst hat. Will mir da lange etwas von einem Fischergletscher im Wallis erklären. Betont das "i" noch extra kurz, also wie der wenn es dort wirklich Fischer am Gletscher geben würde, eine ganz neue Art von Eisfischen quasi. Stellt sich heraus, dass er den Fieschergletscher gemeint hat. Auch wenn ich einem Deutschen den "ie" Diphthong nicht zumute, würde ich ja mindestens ein langes "i" erwarten, wenn dort ein "ie" steht.
 
Naturbahnrodler schrieb:
Ich tendiere da eher zu Tschan-tiëni.
Da tendierst du klar falsch (meine mama selig war in Obervaz aufgewachsen, drum darfst du mir das ruhig glauben): Das „ie“ in „Tgantieni“ wird gleich ausgesprochen und betont wie in „Caviezel“ oder „Proschieri“. Das „Tg“ in „Tgantieni“ wird von (romanischsprechenden) Einheimischen zudem nicht genau als „Tsch“ ausgesprochen, sondern weicher und etwas gepresster „aus der Zunge heraus“. Wenn das etwas schwierig nachzuvllziehen ist, lasst euch zB mal von einem echten Laaxer den ausspracheunterschied zwischen „Murschetg“ und „Uletsch“ demonstrieren. :wink:

Edit: "Cumascheals" wird von vielen als "Cumaschels" (wieder mit Betonung auf der letzten silbe) ausgesprochen. Korrekterweise wird das "a" jedoch (wieder im Diphthong) leicht angedeutet.
 
švi-nigel schrieb:
Da tendierst du klar falsch (meine mama selig war in Obervaz aufgewachsen, drum darfst du mir das ruhig glauben): Das „ie“ in „Tgantieni“ wird gleich ausgesprochen und betont wie in „Caviezel“ oder „Proschieri“.
Vergleiche mit andere Bündnern helfen mir jetzt nicht wirklich weiter. Aber dann versuche ich es laienhaft mal mit "Dschantjeni".
 
Am besten bei gelegenheit einfach mal selber ein heidner urgestein fragen, der "zeigt" dir dann schon, wies richtig tönen sollte. ;-)
 
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